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Bunny anfassen verboten?

****ni Frau
2.565 Beiträge
Themenersteller 
Bunny anfassen verboten?
mir kam so eine Frage auf, wo ich in einem anderen Thread (leider ist der schon geschlossen) darüber gestolpert bin.
Die Situation ist folgende...man ist in einem Workshop und wird angeleitet zu knoten (was ist gerade nicht so wichtig)..Rigger und Bunny sind dort um zu lernen, die Lehrer vermitteln Wissen und bieten einen geschützten Rahmen weil sie das Ganze auch überwachen. Es kommt zu der Situation, wo der Lehrer das Gefühl hat, er müsse etwas korrigieren, dies wird dann aber abgelehnt von Rigger od Bunny (ist glaub egal von wem)...was macht man als Lehrer..schliesslich ist man auch für die Gesundheit der Teilnehmer ein Stück weit verantwortlich?

also meine Meinung als Bunny...ich muss 100% sicher sein, dass der Lehrer meines Vertrauens eingreifft, selbst wenn mein Rigger (der ja über weit weniger Erfahrung verfügt) meint es wäre alles ok...selbst wenn ich sage, es wäre alles ok..ich kenne ja nicht die ganze Bandbreite der möglichen Gefahren.

wie denkt ihr darüber? im anderen Thread wurde teilweise wehement geäussert der Lehrer dürfe auf keinen Fall eingreiffen wenn einer der "Schüler" findet "Hände weg" *gruebel*
******978 Mann
1.640 Beiträge
Gute Frage...
....grundsätzlich darf niemand jemand ohne seine Zustimmung anfassen..

Aber: Wer zu einem Workshop geht gibt sich automatisch in ein Schüler / Lehrer Verhältnis und wenn Gefahr in Verzug ist muss der Lehrer eingreifen dürfen...

Um sich abzusichern, wäre es vielleicht klug als Workshop Veranstalter sich das Unterschreiben zu lassen...
*****nti Mann
462 Beiträge
Wenn die Gesundheit des Bunnys akut gefährdet ist dann wäre es fahrlässig nicht reinzugreifen.

Der Workshopleiter ist in dem Moment verantwortlich. Selbst wenn das Bunny schreit es möchte nicht angefasst werden gilt bei der Abwägung:
"Gesundheit des Bunnys, da drohender Nervenschaden" kontra "Bunny will aber jetzt nicht angefasst werden", dass das Bunny letztendlich im Zweifel, genauso wie der Rigger - der hier gerade Workshopteilnehmer ist - das Ego mal eingepackt zu lassen hat.

Die Gesundheit geht immer vor.
Rigger, die meinen sie könnten alles, eben auch jede Situation immer Perfekt beurteilen, sollen mal runter kommen. Wenn die alles wüssten, dann würden sie Workshops geben und nicht an selbigen teilnehmen.

Wenn es nur um kleine Korrekturen geht dann gilt:
Fragen. Wird die Frage abgelehnt, dann packt man nicht an.
Dann ist es aber auch keine Gefährdungssituation.

Hierbei muss ich aber auch sagen, dass ich die Frage eines Workshopleiters, ob er mal anfassen darf, aus Riggersicht noch nie verneint habe.
Wenn ich kein Vertrauen in diesen Workshopanbieter hätte dann sollte ich schlicht nicht da sein. Der will mir etwas beibringen und fragt vermutlich nur nach um mir zu zeigen wie ich das Seil effektiver (mehr Emotionen) oder passender (korrektere Seilführung) führen kann. Und genau deshalb bin ich ja nunmal dort! Alles andere wäre völlig widersinnig.
*******e222 Frau
2.109 Beiträge
Bunny anfassen verboten?
Zitat von nalani:
also meine Meinung als Bunny...ich muss 100% sicher sein, dass der Lehrer meines Vertrauens eingreifft, selbst wenn mein Rigger (der ja über weit weniger Erfahrung verfügt) meint es wäre alles ok...selbst wenn ich sage, es wäre alles ok..ich kenne ja nicht die ganze Bandbreite der möglichen Gefahren.

Anfassen ist ja nicht gleich anfassen und deswegen finde ich den Titel von deinem Thread @nalani hier sehr leicht falsch zu verstehen.

Wenn es darum geht, dass da etwas korrigiert werden muss, bin ich auch zu 100% dafür, dass der Lehrer eingreift und mich dabei logischerweise auch anfasst. Das ist bei einer krititischen Situation für mich selbstverständlich und ich käme nie auf die Idee einem Lehrer zu verbieten eine kritische Situation zu korrigieren weil er mich dabei anfassen muss. Ich vertraue den Lehrern bei denen ich Workshops besucht habe und weiß, dass mich keiner von denen anders, als notwendig anfassen würde.
*******o65 Mann
280 Beiträge
Ein Schüler, der ernsthaft sagt "Hände weg", wenn der Lehrer eingreifen will oder gar muss, ist auf so einem Seminar schlichtweg falsch.

Vorausgesetzt natürlich, dass das Eingreifen der Situation und eventuell einer möglich Gefahr geschuldet ist (und ganz ausdrücklich das eingreifen eben kein abgreifen darstellt), würde ich als Lehrer hier abbrechen und den Schüler aus dem Seminar entfernen. Das gleiche gilt natürlich auch für ein Bunny.

Sicherlich ist es hilfreich, wenn der Lehrer zu Beginn des Seminars ganz deutlich formuliert, dass er sich handgreifliches Eingreifen in bestimmten Situationen vorbehält.

Just my 2 Cents
*******_sg Mann
29 Beiträge
In einem Workshop trägt auch der Lehrer Verantwortung für das Bunny. Daher bin ich der Meinung, dass es nicht nur eine Sache zwischen Rigger und Bunny ist.
Der Lehrer muss mit sicherstellen, dass alles ok ist und wenn nötig den Rigger korrigieren.
Bevor eine Berührung stattfindet soll aber das Bunny gefragt werden.
****ni Frau
2.565 Beiträge
Themenersteller 
Anfassen ist ja nicht gleich anfassen und deswegen finde ich den Titel von deinem Thread @nalani hier sehr leicht falsch zu verstehen.

der Titel wurde bewusst so gewählt, ich denke im EP liest man raus worum es geht.

Unsere Lehrer fragten zu Beginn (bei neuen Paaren) immer ob man schnell mal übernehmen darf oder eben berühren, zwecks Korrektur.

Ein Workshop, da erinnere ich mich wurde sogar vom Lehrer gesagt (der eigens eingeladen wurde den Workshop zu geben) dass er die Teilnehmer anfassen würde zwecks Korrektur und wer damit nicht konform gehe, solle es vorher sagen dann müsse man schauen wie man das lösen wolle.

Eine Absicherung wäre ev gut @ Hardy...oder dass man das Thema zumindest anspricht im Vorfeld und wer keine Einmischung will unterzeichnet den Fakel...dann kann er später auch nicht sagen es wäre nicht geholfen worden.
*******o65 Mann
280 Beiträge
@nalani

Du kannst in dem Kontext unterschreiben, was Du willst.

Eine unterlassene Hilfeleistung bleibt trotzdem rechtlich eine unterlassene Hilfeleistung. Da nützt Dir dieses Stück Papier überhaupt nichts *zwinker*
********raum Paar
3.196 Beiträge
Die Frage ist für mich (m, aktuell *bunny*) eher vielfältiger.

Zum einen lebe ich mit meiner Riggerin zusammen, das ist für mich schon ein wichtiger Punkt, denn in vielen *fessel* Treffs erleben wir viele Paare die sich gar nicht so gut kennen.

Meine Lebensgefährtin ist jemand, die es nicht wirklich mag, wenn ich kein Feedback gebe oder wenn Trainer Anmerkungen machen, wo sie des komplett anders sieht. Da ist dann eher Reden angesagt, nicht anlangen.

Das sind dann wohl die Knackpunkte, wo es beim Thema anfassen schnell mal als unangebracht erlebt werden kann.

Wenn sie sich nicht sicher ist, frägt sie nach, bei mir hinterlässt das Sicherheit.

Ich kenne das so, das die Trainer eigentlich immer nachgefragt haben, ob sie anlangen und zeigen dürfen.

In unserer Konstellation dürfte meine Riggerin die Frage beantworten, in vielen anderen Fällen wohl nicht.

Wenn wir mit Bekannten zusammen was machen, dann kommt es schon mal vor, das sich die Rigger gemeinsam mit einem Bunny beschäftigen, z. B. mal helfen die Haare mit den Füßen zu verbinden. Da wird nicht immer gefragt, doch da kennen wir die Beteiligten richtig gut.

Meine Riggerin hat Lieblingstrainer und Fesseltreff-Partnerinnen, die dürfen das auch ohne ständig nachfragen zu müssen, aber die kennen wir auch schon länger.

Wenn das nicht der Fall ist, sollte nachgefragt werden, sonst wird das als übergriffig erlebt und man versteift sich, verhält sich falsch, was dann auch schnell einmal zu Komplikationen führen kann.
****ni Frau
2.565 Beiträge
Themenersteller 
Klingt für mich so wie ein Dom/dev Ding @ Medusas Traum

klar fragt der Lehrer vorher..das habe ich zuwenig explizit gesagt im EP.. nur was macht er wenn ein „Nein“ kommt? Wie weit lässt man als Lehrer gewähren wenn einem der Bsuch sagt „ das könnte Folgen haben für das Bunny“.
****Gun Mann
383 Beiträge
selbst wenn ich Leuten etwas Zeige und ich jemanden anfassen muss, dann frage ich vorher. Mir bricht dabei kein Zacken aus der Krone und ich weiß, dass es ok ist. Es gibt auch Menschen, die es nicht mögen und dann ist es auch völlig ok.
*****alS Mann
2.187 Beiträge
Ich sehe das hier etwas differenzierter als die meisten von euch bisher.

Für mich gilt: will jemand partout nicht angefasst werden, und besteht nicht unbedingt Lebensgefahr oder die Gefahr einer bleibenden Verletzung innerhalb weniger Sekunden, dann gilt: nicht anfassen.

Selbstverständlich sollte man ausdrücklich darauf hinweisen, dass Gefahr besteht, und das umgehend behoben werden muss, wenn jemand ein anfassen verweigert das eigentlcih ein Eingreifen nötig macht. Und seblstverständlich sollte man in diesem Moment ausdrücklich auf das eigenverantwortliche Handeln jedes WOrkshopteilnehmers hinweisen. Und selbstverständflich sollte man jemande, der dann wider aller Vernuft ein Anfassen dennoch ablehnt umgehend von der weiteren Teilnahme am Kurs ausschließen. Aber: wemn nicht geholfen werden will, dem sollte auch nicht gegen seinen Willen geholfen werden. Auch Ärzte dürfen nur in sehr wneigen Ausnahmefällen gegen den WIllen eines Patienten eingreifen, solange der Patient in der Lage ist, mündige Entscheidungen zu treffen. Zum Hinweis, dass Gefahr besteht, und zum anbieten von Hiilfe ist man selbstverständlich verpflichtet. Sich aber über den ausdrücklichen Wunsch eines Menschen hinwegzusetzen ist NIEMALS in Ordnung (mit ganz, ganz wenigen AUsnahmen).

Vollkommen unabhängig vom Wunsch des Bunnies, ob Anfassen in Ordnung ist oder nicht finde ich: In den Situationen, wo es nicht um Sekunden geht, ist es, finde ich, in einem Wokrshop außerdem auch vom didaktischen her sinnvoller, den Rigger / die Riggerin die Änderungen vornehmen zu lassen. Das heißt: hingehen, auf das Problem aufmerksam machen, begründen, was das Problem ist, erklären, wie man es behebt, und bei der Behebung Hilfestellungen zu geben. Davon, dass mir jemadn mein Problem sagt und es selbst behebt, lerne ich nämlich nicht, wie es richtig geht.
*********irits Paar
164 Beiträge
"Anfassen"
Ich finde die Diskussion (und fand sie auch in dem geschlossenen Thread) lächerlich, überflüssig und bei weitem überzogen!

Hallo!? Es ist ein WORKSHOP!!!

Es ist eine Situation, in der Wissen vermittelt wird.

Es ist KEIN SPIEL!

Der Instructor/WS-Leiter kommt ja nicht ran, greift dem Bunny (m/w) in den Schritt, an die Brüste oder in den Halsreif! Er ist dafür da, um auf einer PROFESSIONELLEN Ebene Hilfestellung zu geben. Wenn er "anfasst", dann u. a. deshalb, weil er mit seiner Erfahrung manche Dinge durch FÜHLEN besser beurteilen kann als sehen.

Dafür zahlt man, diese Leistung des Ins kauft man doch halt mit ein!! Es sei denn, man ist unsicher (dann hat man Angst vor dem Teaching), eitel (lauf, Bunny, lauf!) oder perfekt (wozu dann der WS?).

Klar wäre es perfekt, wenn der Ins kurz per Blickkontakt oder Nachfrage abcheckt, ob er "anfassen" darf. Tut er sicher eh, wenn nicht, darf man ihn drauf hinweisen, dass man's eben gerne so haben will. *roll*

Es aber zu verweigern - Das ist lächerlich in DIESEM Setting.

Der Naughty
******978 Mann
1.640 Beiträge
Ich finde es nahezu absurd, wenn Leute sich in eine Lernsituation begeben und dabei dann ihr Ego Ding durchziehen wollen...

Wo liegt den Bitte das Problem, wenn ein Lehrer in einer brenzligen Situation eingreift? Ausser ein ich will nicht angefasst werden, hab ich kein Argument gelesen....
**********nster
267 Beiträge
Zum Thema Anfassen...
.. können wir nur sagen, dass keiner angefasst wird oder wir jemandem in die Seile bzw. Fesselung gegriffen wird ohne vorheriges Nachfragen.

Das gilt unabdingbar bei uns.

Auf der anderen Seite sind wir als Workshop Anbieter immer mit einem Bein im Knast:

Paragraph 26 StGB: Anstiftung zur Körperverletzung

D. H indem wir in unseren Kursen Teilnehmern zeigen wie und wo man fesselt, machen wir uns im Prinzip strafbar.

Aus diesem Grund würden wir bei gefährlichen Handlungen in unseren Workshop zum Schutz vor gesundheitlichen Problemen IMMER eingreifen, wenn es sonst zu einem Schaden kommen würde. Auch ungefragt, da wir hier als Kursleiter eben auch eine juristische Verantwortung haben.

Versicherungstechnisch sind wir ebenfalls haftungsrechtlich abgesichert. Schließlich gibt es ausreichend Gefahren im Bondage Bereich und sei es nur dass ein Kursteilnehmer ausrutscht oder sich sonst irgendwie unglücklich verletzt.

Nebenbei bemerkt stellt Bondage Freiheitsentzug, Körperverletzung und schnell auch (sexuelle) Nötigung dar. Daher ist die Einvernehmlichkeit - welche ja durch die Anmeldung zur Kursteilnahme erfolgt - zwingend notwendig.

Dies ist aber noch lange kein Freifahrtschein für ein Antouchen, Grapschen oder eine Seilsituation zwischen Rigger und Bunny.

Cheers,
Hagen und Hannah von Shibari Münster
****Gun Mann
383 Beiträge
Notlagen, sind Situationen, wo gehandelt wird. Da frage ich dann auch nicht mehr, ob ich helfen darf.

Ich alles anderen Situationen frage ich, da bin ich auf der sicheren Seite und gut ist
**********hen70 Frau
8.815 Beiträge
Bunny anfassen verboten?
  • aktuelle Notsituation (Nervenschaden, Ohnmacht, Anfall, Panik etc.

Anfassen durch Workshopleitung notwendig und richtig. Gründe wurden hier schon genannt.

  • Instructor sieht etwas und möchte etwas korrigieren

Wie auch schon in dem geschlossenen Thread geschrieben immer, immer fragen.
Sollte da tatsächlich ein Instructor nach einem "Nein" des Models (egal ob männlich oder weiblich) einfach anfassen, ist das faktisch ein Übergriff bei einer wehrlosen Person. Das kann also auch juristisch richtig nach hinten losgehen.
Fragen sollte selbstverständlich sein, genauso wie das respektieren der Antwort - auch eines "Nein"! Das es mal im Eifer des Gefechts vergessen wird oder wie es in dem anderen Thread anklang überhört wird, ist wohl menschlich.

Es haben schon etliche Karrieren namenhafter Instructoren geendet, weil ein Model einen solchen Übergriff publik gemacht hat. Was in den einzelnen Fällen tatsächlich passiert ist, wissen in den meisten Fällen nur die Beteiligten.

Einfach hinlangen ist allerdings nicht anzuraten.

Ein "Nein" ist ein "Nein" - das gilt auch (oder gerade aufgrund der Emotionalität beim Bondage) in einer Workshop-Situation.

Wenn die meisten hier kein Problem damit haben, dann ist das durchaus fein. Dann kann man wohl von einem guten Vertrauensverhältnis zwischen Instructor und Rigger/Model ausgehen. Genau das fehlte aber in dem anderen Thread. Und dann eine gefesselte Person wg. Entstressen oder Lagen prüfen gegen seinen Willen anzufassen wäre definitiv nicht okay.
******978 Mann
1.640 Beiträge
Mein Gott...in welcher Zeit leben wir eigentlich... In der Zeit, als ich Workshops besucht habe, wäre niemand auf die Idee gekommen ein Problem zu haben, wenn der Lehrer korrigiert.. auch ohne großes Nachfragen..dafür bin ich in den Workshop gegangen um korrigiert zu werden....dieses Befindlichkeitsgetue von heute geht mir ganz schön auf den Zeiger....jeder ist eine Sonne um die sich die Planeten dreht...etwas mehr Demut würde gut tun...(hab ich schon in dem anderen Thread geschrieben)...
****ung Mann
484 Beiträge
Die Antwort ist simpel
Niemand darf dich ohne deine Erlaubnis anfassen! Auch wenn der Lehrer helfen möchte oder muss. Ich weiß genau wie schwer das ist nicht einfach einzugreifen.

Dennoch. Wenn nicht unbedingt Gefahr in Verzug ist weil du dich nicht mehr rührst oder etwas nicht mehr bewegen kannst, darf dich der Lehrer nicht ohne deine Zustimmung anfassen.
Also wird er/sollte er freundlich aber bestimmt mit dir/euch reden und darauf hinweisen was ggf. falsch ist oder daß ein Nichteingreifen schwerwiegende Folgen für dich hat.

In diesem Moment wirst du ein Eingreifen zulassen...

Für den Fall daß Gefahr in Verzug ist... ja das ist persönliches Ermessen und muss nicht zwangsläufig geteilt werden... hat er einzugreifen! Auch gegen deinen Protest!

Wie würdest du reagieren wenn du bei einem Workshop eine Fallhand oder Schwurhand oder sonstige Gesundheitschäden davon trägst und er sagt.... Sorry ich wollte dich nicht anfassen.

Ergo... prinzipiell ist ein Anfassen nur mit Zustimmung erlaubt. Ein sicherheitsbedingtes Eingreifen ist ohne Zustimmung notwendig.

Ich bin der Meinung... lieber eine abgebrochene und wiederholte Session als gesundheitliche Schäden

In dem von dir beschriebenen Fall war ein Eingreifen wohl nicht erforderlich... zumindest aus deiner Sicht... der bessere Weg wäre gewesen wenn er erst erklärt und dann agiert hätte...

LG amalung
*******ips Frau
860 Beiträge
Ich kenne es so, dass zu Beginn angekündigt wird, dass Workshopleiter oder -leiterin anfassen wird, um zu korrigieren. Wenn jemand damit Probleme hat, kann man das sagen und dann wird es eben nicht gemacht. Da ist ja jeder Jeck anders, ob man es zulässt oder nicht. Es sollte aber auf jeden Fall gleich ganz am Anfang abgeklärt werden. Wobei ich es aber persönlich nicht verstehe, was daran schlimm sein soll, im Workshop ist man in einer konzentrierten Arbeitsatmosphäre, man will als Rigger/in was lernen.
*******m_57 Mann
198 Beiträge
Verantwortung?
Ich habe hier jetzt mehrmals gelesen: Der Lehrer darf anfassen, denn er trägt ja die Verantwortung.

In wie fern trägt er diese denn? Zahlt er, bzw seine Versicherung wenn ein Bunny bei so einem Workshop zu schaden kommt? Schmerzensgeld, Verdienstausfall etc? Welche Versicherung sicher so was denn ab? Die persönliche Haftpflicht. Gibt es eigentlich eine Art zugelassenes Gewerbe als Rigger in Deutschland. Und welche Art Sachkundenachweis muss man dafür haben.

Ich denke die meisten dieser Fragen sind mit einem klaren Nein zu beantworten, also trägt jeder erst mal für sich selber die Verantwortung. Und auch bei Akuten Gefährdungen sollte man sich auf erste Hilfe beschränken und den Notarzt rufen statt den Workshop Lehrer rumdoktoren lassen. Und somit beschränkt sich die Verantwortung, die der Lehrer trägt in erster Linie darauf eine solche vielleicht Symbolisch, in keinem Fall aber real zu tragen. Zumal ja die meisten vorab eh sich einen Haftungsausschluss unterschreiben lassen.

Der Umstand sich in einem Workshop zu befinden beraubt die Teilnehmer nicht ihrer Rechte. Und dazu gehört eben: Wer nicht angefasst werden will, wird nicht angefasst. Und wenn dem Lehrer das nicht gefällt kann er von seinem Hausrecht, so vorhanden, Gebrauch machen und das Bunny oder das Pärchen von der Location verweisen.

Meine 5ct.
*****nti Mann
462 Beiträge
@Argentum_57:

Das Zauberwort heisst: Gewerbe.
Es gibt Menschen, die das durchaus gewerblich tun.

Ich bin selbst freiberufler. Wenn in meinen Kursen Unfälle passieren, die ich hätte verhindern können, wo ich eine Sorgfaltspflicht besitze, dann hafte ich auch dafür.

Das hier mag ja alles Spaß für das eigene Schalfzimmer sein. Für manche ist das aber auch "Spaß die Arbeit bedeutet".

Und selbst wenn es das nicht wäre so möchte ein Workshopleiter seine Reputation sicher nicht dadurch verlieren, dass er als fahrlässig bekannt wird weil er zwar klare Gesundheitsgefährdungen bei seinen Workshops sieht sich aber entscheidet, dass es ihm egal ist.

Er bietet hier einen Workshop, also eine Lehrumgebung, an.
Wer mit "learning by burning" lehrt um hinterher sagen zu können:
"Siehst du, lieber Rigger, hättest du alles richtig gemacht hätte dein Bunny jetzt keine Fallhand / wäre sie jetzt nicht aus der Suspension geknallt und hätte sich den Arm gebrochen / etc." ist nicht nur fahrlässig, sondern auch ein dummes Arschloch.

Von daher:
Natürlich trägt der Lehrer eine Verantwortung.
Mindestens trägt er diese moralisch. Als gewerblicher Anbieter aber auch rechtlich. Mir würde die moralische Verantwortung schon reichen um zu sagen, dass dein Beitrag Unfug ist.

Wer mit Verantwortung nicht umgehen kann der soll die Hände von den Seilen lassen.
So, jetzt habe ich diese Verallgemeinerung selbst ausgesprochen.

Und wem das Ego so hoch sitzt, das er sich als Rigger selbst auf einem Workshop nichts sagen lassen will, bzw. Sicherheits-Eingriffe nicht wünscht, der soll bitte Workshops fern bleiben.

Solche Personen werden von verantwortungsbewussten Lehrern darauf erst freundlich aufmerksam gemacht und, wenn das nicht ins Hirn sickert, sicher auch vom Workshop verwiesen. Und das absolut zurecht.

Ego-Touren von selbsternannten Super-Doms braucht kein Mensch wo Gefahr im Verzug sein kann. Und, seien wir ehrlich, auch sonst nicht. Dümmliche Wichtigtuerei und künstliches Eier aufgeplustere.
*********ssler Paar
574 Beiträge
Ich bin ebenfalls bei denen, die sagen, ein "Nicht anfassen" muss vom Instruktor respektiert werden - zumindest außerhalb akuter Notfallsituationen.

Allerdings bin ich auch der Meinung, daß so jemand (der also zum "nicht anfassen"-Sagen tendiert) sich fragen lassen muß, ob denn eine Workshop-Teilnahme für ihn sinnvoll ist... um nicht zu sagen, ich halte es für absurd, unter dieser Voraussetzung Workshops zu besuchen.

"Er"
*****alS Mann
2.187 Beiträge
Ich finde es etwas befremdlich, wie hier "ich möchte nicht angefasst werden" als "sein ego-ding durchziehen" bezeichnet wird. Diese Einstellung finde ich viel befremdlciher, als die Diskusison.

Natürlich ist es fragwürdig, ob ich auf einem Workshop richitg bin, wenn ich auch mit Profesionellen, keineswegs irgendwie intimen Körperkontakt an Oberarmen oder ähnlichem ein Problem habe. Ja, eventuell sollte ich meinem Rigger / meiner Riggerin dann nahelegen, jemanden anderes mitzunehmen. Aber verdammt nochmal - nicht angefasst werden wollen ist legitim, bedarf keiner rechtfertigung, und darf einfach sein. Punkt.

Ich sehe das anders, wenn der RIGGER das anfassen des Bunnies nicht gestattet, OBWOHL das Bunny nichts dagegen hat. DAS ist "Ego-Ding". Aber ein Mensch, der selbst kommuniziert, nicht angefasst werden zu wollen - das hat mit Ego nichts zu tun.

--

Und was die Sorgfaltspflicht / Haftung angeht: ich sehe das rechtlich bei weitem nicht so eindeutig wie hier manche andere offenbar. Wie in meinem letzten Beitrag erwähnt - auch Ärzte dürfen niemanden gegen den eigenen WIllen behandeln, egal, wie medizinisch sinnvoll es wäre. Mit ganz wenigen AUsnahmen. Ich bin weißgott kein Anwalt, der das irgendwie bewerten kann. Aber meinem Rectsempfinden nach als Laie, und vor dem Hintergrund, dass das Grundgesetz stets vorrang vor allen anderen Gesetzen hat (und da das Recht auf Selbstbestimmung verwirklicht ist), bin ich mir relativ sicher, dass "Ich sehe einen Notfall, und helfe gegen den Willen der Person" bestenfalls "nicht so einfach" ist, wenn nicht sogar eine zwickmühle die nur ein Richter klären kann, schlimstenfalls sogar eine AUsweglose Situation.

Ich persönlich sage da ganz ehrlich: Wenn nicht die paar Sekunden, die ich zum Kommunizieren benötige, bereits entscheidend sind, dann: sachlich sagen was Sache ist, wo die Gefahr ist, und warum man dringend erlauben sollte, dass geholfen wird. Meineswissens nach geüngt das rechtlich, um der eigenen Sorgfatlsfplicht hier nachgekommen zu sein. Verweigert jemand trotz dieses WIssens, dass jemand hilft, kann von unterlassener Hilfeleistung nicht die Rede sein.
*******_Man Mann
217 Beiträge
Ich habe grosse Teile von besagte Beitrag verfolgt.

Genrell sehe ich das gespalten .
Aber unabhängig davon habe ich eine persönliche Meinung.

Ich persönlich dürfte das Thema Shibari / Bondage ja auch der ein oder anderen Person nahe bringen.
Dabei habe ich immer im Vorbild gefragt ob ich sie berühren darf.
Denn auch in einem Workshop ist es eine intime Situation für das Bunny .
Für mich hat das etwas mit Respekt zu meinem Gegenüber zu tun.

Auf der anderen Seite hat der Instructor für mich neben den Rigger eine gewisse Verantwortung.
Ich z.b. habe schon mal einen anderen Rigger die Seile aufgeschnitten da Gefahr / Panik im Verzug war. Für mich damals auch ein komisches Gefühl , aber nach dem sich der Rigger bedankte war es die richtige Entscheidung.
Es gibt also immer zwei Seiten. Und dann kommt noch das Bauchgefühl und der Faktor Mensch dazu.
Welche Signale werden gesendet und welche Signale werden empfangen ?
Das ist nicht immer das gleiche !

Generell denke ich dass der Umgang respektvoll ist. Denn das wurde auch mir so vermittelt. Zumindest auf den Workshops die ich besucht habe.

Fazit für mich!!
• Pflege einen respektvollen Umgang,
• Wenn du nicht sicher bist FRAGE.
• wenn du Fragen hast stelle diese auch.
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