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Qualitativ hochwertiges vom Seil in BIO-Qualität?

**********eedom Mann
17 Beiträge
Themenersteller 
Qualitativ hochwertiges vom Seil in BIO-Qualität?
Hallo an alle Gleichgesinnten!

Ich suche Kontakte zu guten Seilern, respektive alteingesessenen Seilereien, die Seil in BIO-Qualität herstellen. Vorzugsweise 10 mm im Durchmesser, Material (wenn möglich) Baumwolle. Gerne bundesweit, im Raum Rheinland-Pfalz wäre gar traumhaft! Danke für jede Antwort!

Heiko
**********chter Mann
395 Beiträge
Hallo Heiko,

was meinst du mit BIO-Qualität? Meinst du den Anbau, die Verarbeitung oder beides?

Seilereimaschinen müssen gut geschmiert werden, dazu werden Mineralöle genutzt. Daher kommt auch der Dieselgeruch bei Seilen von der Trosse. Irrt das für dich schon ein Ausschlußkriterium?

Ein Adressverzeichnis ist nur eine Google-Suche entfernt, z.B. Links nur für Mitglieder

Ich bin mal sehr gespannt, ob jemand Erfahrungen hat.

Danke für den Beitrag,
DerDichter
*****alS Mann
2.187 Beiträge
Mir wäre nicht bekannt, dass es Bio-Richtlinien für Seile gibt, daher weiß auch ich nicht so genau, worauf speziell ihr wert legt. Anbau der Baumwolle? Verarbeitung? Umweltschonenden Transportmittel und -wege?
**********eedom Mann
17 Beiträge
Themenersteller 
Danke für die Beiträge!
Zum Einen geht es tatsächliich um die Herkunft und Herstellung, zum Anderen um die danach folgende Verarbeitung... Wenn es das überhaupt geben sollte, so wäre es schön, wenn es einen Zweig der nachhaltigen Seilschaft gäbe! Im Kettern ebenso, wie im Fesseln!
*********Stein Mann
31 Beiträge
Herkunft, Herstellung etc.
Da fragt jemand nach einem Naturprodukt in Bio-Qualität ... *haumichwech*
Wenn die Leute doch endlich wieder mehr nachdenken würden ...

Einfach mal Wikipedia fragen und den ganz normalen Weg nehmen ... nachdenken.
Links nur für Mitglieder
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Beides (Hanf + Jute) sind Faserpflanzen.
Wiki fragen zu Faserpflanzen:
Links nur für Mitglieder

Faserpflanzen, wichtigster Bestandteil Cellulose.
Wiki fragen was ist Cellulose:
Links nur für Mitglieder

So, dann gehen wir mal in die Details ...
Fragen zu Herkunft
Hanf:
Südosteuropa, Russland, Asien ... --> nachdenken: Bio-Qualität???

Jute:
Bitte die Abschnitte 'Anbau' und 'Wirtschaftliche Bedeutung' (im Wiki) genau lesen.
Indien, Bangladesch, Myanmar und Nepal ... --> nachdenken: Bio-Qualität???

Die Bauern in den o.g. Ländern kennen noch gar nix anderes als BIO, die kennen maximal Dünger, den sie zur Erhöhung der Flächenleistung aufbringen. Beide Produkte (Hanf + Jute) sind Faserprodukte aus verholzenden Stängeln von Pflanzen. Wichtigster Bestandteil: Cellulose. Cellulose wird biologisch 'geschaffen', umgewandelt aus Sonnenlicht, CO2 + Stickstoff aus der Luft sowie Wasser aus dem Boden.
Also der EINZIGE Dünger der dem Bauer hilft, ist STICKSTOFF. Stickstoff ist ein ELEMENT, vollkommen natürlich ... entspricht somit den BIO-Richtlinien.

Ob sich Bauern in Indien, Bangladesch, Myanmar und Nepal den Stickstoffdünger ÜBERHAUPT leisten können oder wollen, ist die zweite Frage.
SOLCHE Ergebnisse (also weiterführende Fragen) meine ich, wenn ich '--> nachdenken' schreibe

Fazit:
Wikipedia + nachdenken hilft. Meistens.
Was dann noch an Fragen zu Herkunft offen ist kann man sicherlich in einem Gespräch mit der Seilerei seines Vertrauen klären.

Anbau in BIO-Qualität? Guck mal wo die Fasern produziert werden, dann --> nachdenken.

Wenn es dann noch Fragen zu Bio-Qualität gibt, oder zu Übereinstimmung mit in völliger Übertreibung von Unnötigkeiten aufgestellten Richtlinien eines privaten Konsortiums von (Achtung:) Händlern und Verarbeitern von landwirtschaftlichen (also biologischen!) Ausgangsprodukten, dann schreib nochmal eine, aber dann bitte genauer formulierte Frage.

Beste Grüße vom (nachdenklichen) *zwinker*
Nicodemus von Stein
*********Stein Mann
31 Beiträge
achja, da gabs dann noch Baumwolle ...
Wiki fragen Baumwolle:
Links nur für Mitglieder
Links nur für Mitglieder

BIO * BIO * BIO
Weil´s so einfach ist, kopier ich grad mal was zu BIO hier rein:

Anbaubedingungen
Die lange Wachstumszeit der Baumwolle erfordert nach der Ernte eine rasche Feldbestellung und Neuaussaat. Daher ist der Anbau von Zwischenfrüchten zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Unterdrückung von Unkräutern kaum möglich. Die Konsequenzen sind der Verlust der Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität.[24] Besonders auf großen Flächen wird Baumwolle oft ohne Fruchtwechsel mit anderen Nutzpflanzen angebaut. Infolge dieser Monokulturen ist die großflächige Baumwollproduktion stark von Pflanzenschutzmitteln abhängig. Baumwolle gilt als das landwirtschaftliche Produkt mit dem höchsten Einsatz an Chemikalien. Auf Baumwolle entfielen 1999/2000 etwa elf Prozent des weltweiten Pestizidmarktes.[25] Daher gilt sie unter Umweltschutzaspekten als sehr bedenklich.

Der Wasserverbrauch ist problematisch. Er richtet sich nach dem Klima, der Bodenbeschaffenheit und ob die Anpflanzung im Regenfeldbau oder mit künstlicher Bewässerung erfolgt. Für die Menge Baumwolle zur Produktion eines T-Shirts können bis zu 2000 Liter Wasser benötigt werden. Aufgrund dieses hohen Wasserbedarfs erfolgen 75 Prozent des weltweiten Baumwollanbaus auf künstlich bewässerten Feldern.[26] Besonders bekannt wurde in diesem Zusammenhang der Aralsee, der einst viertgrößte See der Erde. Die Entnahme großer Wassermengen aus seinen Zuflüssen für den Baumwollanbau hat seit den 1960er Jahren während der sowjetischen Kolchosenwirtschaft zu einer weitreichenden Versalzung und letztendlich zum fast vollständigen Verschwinden des Sees geführt.

Einige Baumwollbauern setzen auf ökologischen Anbau, so dass es heute auch Bio-Baumwollprodukte auf dem Markt gibt. Anfang 2010 wurde die Textilbranche von groß angelegtem Betrug mit angeblicher Biobaumwolle erschüttert, ein großer Teil der aus Indien stammenden Biobaumwolle wurde gentechnisch verändert. Der Betrug wurde bereits im April 2009 von indischen Behörden aufgedeckt.

************* Achtung: jetzt kommt der Hammer für alle die BIO-Fragen haben **************
Zusammen mit westlichen Zertifizierungsunternehmen haben zahlreiche Dörfer gentechnisch veränderte Baumwolle als Bioprodukt deklariert und in großen Mengen in Umlauf gebracht – ein klarer Verstoß gegen die strengen Standards für Ökotextilien. Von dem Betrug betroffen sind namhafte Handelsketten wie H&M, C&A und Tchibo.
*************** Hammer wieder einpacken ***********************

Der kleinflächige Anbau von Baumwolle ist in vielen Entwicklungsländern ein wesentlicher Bestandteil der jeweiligen Volkswirtschaften und stellt den größten Exportwert und für viele Bauern die primäre Cash Crop dar.

Anbaugebiete
Die weltweit bedeutendsten Baumwollproduzenten sind die Volksrepublik China, Indien, die USA, und Pakistan. In Europa ist Griechenland das einzige Land mit einer größeren Produktionsmenge (Platz 9 der Weltrangliste), gefolgt von Spanien mit einer geringeren Menge[30] – die Türkei wird hier zu den asiatischen Nationen gezählt, da die Hauptanbauflächen in Asien liegen. Generell lässt sich sagen, dass die meiste Baumwolle geographisch gesehen zwischen den 43 Grad nördlicher und 36 Grad südlicher Breite gelegenen tropischen und subtropischen Gebieten Mittelamerikas, Indiens und Asiens – dem sog. Baumwollgürtel, angebaut wird.

Einfluss des Anbau von Baumwolle auf Klima
Baumwollanbau trägt insbesondere durch den hohen Verbrauch an Mineraldünger und Pestiziden erheblich zum weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß bei. Durch die Herstellung eines Baumwoll-T-Shirts entstehen sieben bis neun Kilogramm Kohlendioxid (CO2).[31]

Im Rahmen einer Lebenszyklusanalyse wurde 2011 von britischen Wissenschaftlern die Umweltbilanz verschiedener Materialien verglichen, die für Beutel Verwendung finden. Papier-Beutel, LDPE-Beutel, Polypropylen-Vliesstoff-Beutel und Baumwoll-Beutel sollten mindestens drei, vier, 11 bzw. 131 Mal wiederverwendet werden, um ein geringeres Potenzial für die globale Erwärmung aufzuweisen als herkömmliche HDPE-Beutel, wenn diese nicht wiederverwendet werden.[32] Die Verwendung von Baumwollbeuteln im Vergleich zu Plastiktüten wirkt sich somit erst bei sehr häufigem Gebrauch positiv auf die Klimabilanz aus.

Ich sag doch ... Wikipedia und nachdenken helfen. Meistens.
Nur nicht gegen Leute die Baumwollbeutel nach weniger als 131 Wiederverwendungszyklen wegwerfen, weil sie vielleicht kaputt sind.

Beste Grüße - wie immer - vom (nachdenklichen)
Nicodemus von Stein
*********Stein Mann
31 Beiträge
Dann noch was zum Bio-Label ...
Wir gehen so vor wie immer, fragen Wikipedia und denken nach ...
Links nur für Mitglieder

Nur weil´s schneller geht für alle Interessierten, kopier ich mal wieder ...

Bewertung
Bewertung des EU-Siegels in einem Schweizer Siegel-Vergleich[8]
Das EU-Siegel (EU-Label) und die den EU-Kriterien entsprechenden staatlichen Bio-Labels – wie folglich u. a. auch das deutsche staatliche Bio-Siegel und das direkt bewertete französische staatliche Agriculture Biologique – landeten sowohl 2010 wie 2015 in einem von der Schweizerischen NGOs Stiftung Pusch, WWF Schweiz, Helvetas und Stiftung für Konsumentenschutz SKS vorgenommenem Vergleich von Lebensmittelkennzeichen auf dem letzten Platz:

Das EU-Bio-Label ist das europäische Zeichen für biologische Lebensmittel, die nach der Bio-Verordnung der EU produziert wurden. Die EU-Bio-Verordnung schneidet schlechter ab als andere Biostandards, da sie in den Bereichen Bewässerung, Biodiversität, Klima und Soziales nur wenige oder gar keine Anforderungen stellt. Beim Tierwohl und für Aquakulturprodukte sind die Kriterien etwas strenger.
Im Hintergrundbericht 2015 Labels für Lebensmittel[9] heißt es noch dazu:

Die EU-Verordnung verbietet gentechnisch veränderte Organismen, den Einsatz von Pestiziden und fördert einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Insgesamt sind die Anforderungen jedoch deutlich weniger streng als jene der Bio-Verbandslabel wie Bio Suisse. Forderungen in Bezug auf Gesamtbetrieblichkeit, Ökoausgleichflächen, Klimaschutz und soziale Bedingungen fehlen. Ausserdem werden Düngemitteleinsatz, Fruchtfolge, Berücksichtigung wertvoller Schutzgebiete und Tierwohl nur teilweise geregelt. Insgesamt fehlt es an konkreten Massnahmen, die eine zielgerechte Umsetzung sicherstellen.

Jo. Da reicht´s mir dann schon wieder mit dem Bio.
Jedenfalls mit dem blinden hinterherdackeln hinter irgendwelchen Labels.

Es gibt durchaus sinnvolle Labels, die stammen aber von sinnvollen Organisationen von ERZEUGERN!

Ach und noch was, auch im Wiki-Artikel steht:
Im Oktober 2018 wurde bekannt, dass der Markenschutz für das EU-Bio-Logo abgelaufen ist.
Na prima. Kann sich also jeder das Logo draufpappen auf die Stirn.
Nur weil irgendeine staatlich finanzierte Pappnase vergessen hat die Markenrechte weiter zu bezahlen.

Macht mal ... ohne mich weiter *haumichwech*

Beste Grüße - wie immer - vom (nachdenklichen)
Nicodemus von Stein

PS: ich bin auch ohne Logo auf der Stirn rein BIO
********cken Mann
45 Beiträge
Biolandwirtschaft bedeutet, dass keine synthetischen Pflanzenschutzmittel und Dünger eingesetzt werden. Natürliche Pflanzenschutzmittel sind erlaubt. Z.B. das Insektizid Pyrethrum, hergestellt aus Chrysanthemen, die in Monokulturen in Afrika und Südamerika angebaut werden. Bienenschädlich ist das Zeug auch. Es gibt umweltschonendere Alternativen, aber die sind synthetisch, also nach Biolandwirtschaftsideologie böse.
**********chter Mann
395 Beiträge
Freundlichkeit ist eine Zier...
@Niko_von_Stein

Ich finde deine Antworten herablassend und wertend, außerdem sind deine Meinungen und die Zitate nicht zusammen passend. Erst lässt du dich darüber aus, das die armen Bauern nicht mal Dünger haben, um dann über Pestizide zu zitieren. Ja was denn jetzt...

Aber das wichtigste ist aus meiner Sicht: eine vernünftige Antwort auf eine valide Frage geben. Und da hilft deine dreiteilige Wall of Text leider nicht weiter.

Ok, wenn das der Anbau wohl eher nicht Demeter-zertifiziert ist scheint geklärt.

Was ist mit der Verarbeitung? Gibt es die Schadstoffärmer oder habe ich mit meiner These recht, das es ohne Mineralöle nicht geht?

Sorry, aber ich finde ein wenig Diskussionskultur einfach hilfreich.

Grüße,

DerDichter
**********int77 Mann
38 Beiträge
Die Aspects haben sowas im Angebot, soweit ich weiß: https://www.joyclub.de/profile/3768354.aspects.html

Schreib sie einfach mal an.
*********eBond Paar
208 Beiträge
Wann wohl der/die/das Erste mit dem Wunsch nach veganen, klima- oder gendergerechten Seile um die Ecke kommt, mit denen er/sie/es sein Ropebunny*in fesseln möchte... *lalala*

Wie einer unserer Vorredner schon ausdrückte, bestehen die Seile schon aus Naturmaterialien. Wessen Gewissen es glücklich stimmt, möge gerne Bio- oder Fair-Trade-Seile o. ä. einsetzen, aber unserer Meinung wirkt das doch schon sehr übertrieben (so wie unsere Antwort).
****Gun Mann
383 Beiträge
Gute Antworten helfen weiter und die Frage des TE, ist eine gute Frage.

Ich hätte an dieses Thema nicht gedacht.

Es zu polemisieren oder herablassend zu betrachten, finde ich eher arm.

Ich kenne ein paar Leute, die ihre Seile selber machen, weiß aber da auch nicht, wo das Rohmaterial, her kommt.
**********eedom Mann
17 Beiträge
Themenersteller 
Um einiges zu klären...
Ich suche nicht (ausnahmsweise) aus Gründen deren Wurzeln in der Bondage-Community zu finden sind. Es geht um ein sehr viel komplexeres Thema und um ein gewisses Produkt herstellen zu können, ist dies nun einmal Basis-Recherche.

Wenn einer mit dem falschen Fuß aufstand und meint, er wisse ach so schrecklich viel, so hätte er viel lieber nach den Beweggründen fragen sollen, weshalb diese Suche so eingetragen wurde.

Nichtsdestotrotz: Danke für die hilfreichen Antworten derer, die das Thema ernst nehmen. Ich komme der Sache langsam näher.

Es geht mir um die in der Verarbeitung eingesetzten Stoffe und wie gut und transparent eventuell eine Auffschlüsselung ist, was die Restwerte dieser Stoffe im Endprodukt betrifft. Ich möchte etwas produzieren, dass gerade die empfindlichsten Menschen mit sehr angreifbarem Immunsystem und gesteigertem Allergen-Verhalten nutzen können, ohne sich allzu viele Gedanken und Sorgen machen zu müssen. Ja, es geht hier um eine sogenannte Randgruppe, diese ist mir aber aus persönlichen Gründen sehr wichtig und deshalb die so gestellte Frage.

Bin nach wie vor dankbar für hilfreiche Antworten - wessen Antwort mit Wikipedia-Einträgen einher geht, der möge sich gerne seinen Teil denken aber dann doch bitte schweigen. Vielen Dank!
*********ssler Paar
574 Beiträge
@Schattendichter (und @TheArtOfFreedom)
Üblich sind Mineralöle meines Wissens nur bei Jute Seilen ("Jute Batching Oil") - hat irgendwas mit den Faser-Eigenschaften zu tun, Jute ist mit dem Mineralölzusatz wohl um Längen einfacher zu verarbeiten als ohne. Deswegen haben dann insbesondere billige Juteseile diesen ekligen Dieselgeruch an sich. Bei Hanfseilen habe ich das noch nicht erlebt, die riechen einfach nur nach der Hanffaser - ein ganz charakteristischer Geruch, irgendwo in der Mitte zwischen trockenem Heu und Kartoffelsack. Ich will nicht ausschließen, daß auch dort Spuren von Mineralöl dran geraten können, aber die Belastung ist also zumindest so gering, daß man's nicht riecht.

Pestizide, sowohl aus dem Anbau, als auch während Transport und Lagerung, sind allerdings bei den meisten Seilen nicht auszuschließen. Wer in der Hinsicht wirklich sicher gehen will, wird den persönlichen Kontakt zu einer kleinen(!) Seilerei suchen müssen. Tipp: grade auf Mittelaltermärkten trifft man Menschen, die Seile als Hobby oder Kleingewerbe herstellen - dort kann man durchaus Einfluß auf die Rohstoffe nehmen oder zumindest Einblick in die Lieferkette kriegen. Außerdem tut man sich leichter, wenn es um Wunschlänge und Wunschdurchmesser geht.

Ganz so weit habe ich persönlich es noch nicht getrieben; mit der meist hochbelasteten Jute hab' ich wenig am Hut, ich bin ohnehin Hanfseil-Fan... und meine Hanfseile werden nach Lieferung gründlich gewaschen. Ich hoffe einfach, daß dadurch die Belastung mit eventuell vorhandenen Schadstoffen auf ein erträgliches Maß sinkt.

"Er"
*****alS Mann
2.187 Beiträge
Nico_von_Stein:
Herkunft, Herstellung etc.
Da fragt jemand nach einem Naturprodukt in Bio-Qualität ... *haumichwech*
Natürlich! Synthetische Erzeugnisse sind schließlich niemals Bio. VOn daher verstehe ich deine Verwirrung hier nicht...

Beides (Hanf + Jute) sind Faserpflanzen.
Faserpflanzen, wichtigster Bestandteil Cellulose.
Tatsache. UNd was hat das nun mit dem Thjema zu tun? Wie alle Pflanzen können auch Faserpflanzen mit dem Hauptbestandteil Zellulose nach Bio-Richtlinien angebaut werden oder eben nicht.

Ich könnte dich verstehen, würde hier jemandn nach veganen Pflanzenprodukten suchen oder so (aber sogar das gibt durchaus ab und zu Sinn, wenn bei der Verarbeitung tierische Produkte verwendet werden könnten), das ist tatsächlich oft einfach nur Marketing. ABer bei der Frage hier verstehe ich absolut nicht, wo dein Problem ist...


Hanf: Südosteuropa, Russland, Asien ... --> nachdenken: Bio-Qualität???
Jute: Indien, Bangladesch, Myanmar und Nepal ... --> nachdenken: Bio-Qualität???
Eben. WEIL das eben eher selten sein wird, genau darum ja die Frage hier! Wenn es eifnach wäre, müsste man nicht erst rumfragen, bo jemand was weiß. (AUßerdem geht es hier ausdrücklich um Baumwolle)

Die Bauern in den o.g. Ländern kennen noch gar nix anderes als BIO, die kennen maximal Dünger, den sie zur Erhöhung der Flächenleistung aufbringen.
Das is absolöuter Blödsinn. Erstens - nicht jeder Dünger entspricht Bio-Richtlinien. Zweitens - nicht jede Anbau-Art entspricht Bio-RIchtlinien. Drittens - Genmanipuliertes Saatrgut entspricht nibht Bio-Richtlinien. Viertens - die Bauern dort kennen genau das selbe wie wir hier. Haben aber nicht den Luxus, vorrangig in Gesellschaften zu verkaufen, die es sich leisten können, freiwillig mehr für ein Produkt zu zahlen, weil es bestimmten Richtlinien entspricht - daher wählen sie meist die gewinnbringendste Methode.

Beide Produkte (Hanf + Jute) sind Faserprodukte aus verholzenden Stängeln von Pflanzen. Wichtigster Bestandteil: Cellulose. Cellulose wird biologisch 'geschaffen', umgewandelt aus Sonnenlicht, CO2 + Stickstoff aus der Luft sowie Wasser aus dem Boden.
Also der EINZIGE Dünger der dem Bauer hilft, ist STICKSTOFF. Stickstoff ist ein ELEMENT, vollkommen natürlich ... entspricht somit den BIO-Richtlinien.
Das ist jetzt aber wirklich einfach nur irrelevantes Geschwafel. "nach Bio-Richtlinie" bedeutet doch nicht "Nicht Chemisch Hergestellt". UNd offenbar weißt du das, denn später argumentierst du damit. Wozu also bitte dies ganze blah blah?


Im übrigen: offenbar ist dir das nicht bewusst, aber bei der Verarbeitung von Jute zum Beispiel werden ganz oft gesundheitschädigende Mineralöle genutzt - durchsuche doch dein geliebtes GOogle und Wikipedia einmal nach "Jute Batching Oil". Naheuz kein Rigger oder Hersteller von Bondageseilen möchte das in seinen Seilen haben.

Nico_von_Stein:
Baumwolle *Mehr geschwafel hier*
Hast du schön kopiert *taetschel*
ALso: Baumwolle ist ganz böse für die Umwelt im üblichen kommerziellen Anbau, und außerdem wird oft geschummelt und etwas für Bio ausgegeben, dass es nicht ist. Habe ich dasd treffend zusammengefasst?
Dann ist das erneut doch eignetlcih nur ein Grund, diese Frage hier als legitim anzusehen, oder? Man möchte eben KEINE auf diese Art und weise produzierte Baumwolle kaufen, und möglichst gewissheit haben, dass eben NICHT geschummelt wurde.

Nico_von_Stein:
Na prima. Kann sich also jeder das Logo draufpappen auf die Stirn.
Nur weil irgendeine staatlich finanzierte Pappnase vergessen hat die Markenrechte weiter zu bezahlen.
Dazu und zu dem Rest des Beitrags: Ja, das Bio-Siegel mag nicht unbedingt ideal sein als Kennzeichnung. Und ja, kennzeichnungen mögen auch selbst nicht immer wirklich sinnvoll sein. ABer was hat das mit der Frage zu tun? Man darf doch trotzdem nach Produkten suchen wollen, die den in der Bio-Richtlinie gfestgelegten Normen entsprechen... und man darf andere Menschen fragen, ob sie sich da eventuell auskennen - doch eben vor allem auch, weil man den bloßen AUfklebern nicht trauen kann.
Daher, erneut: wo, lieber @Nico_von_Stein, ist dein Problem?
****aki Mann
72 Beiträge
MCS
Wer auf Umweltgifte reagiert. Braucht Bio oder muss waschen.
Ausbacken reicht leider nicht!
*******
Hersteller von Seilen!
Hallo,
ich arbeite bei einem deutschen Seilhersteller, wir produzieren täglich 400.000 Meter.
Wir verarbeiten alle textilen Fasern (Hanf, Jute, Baumwolle, PP, PES etc.)
An Privatpersonen liefern wir leider nicht, bei Bedarf kann ich die Kontaktdaten von unseren Händlern weiterleiten.
LG
**********chter Mann
395 Beiträge
Danke für die Werbeeinblendungen...

Habt ihr denn Seile die den hier diskutierten Ansprüchen gerecht werden? Sorry, aber ohne weitere Info finde ich das Posting deplatziert.

Grüße,
DerDichter
**********eedom Mann
17 Beiträge
Themenersteller 
Danke für die Beiträge! Teil 2
Vielen lieben Dank für all die hilfreichen Kommentare und Beiträge! Es freut mich, dass das Thema auch hier auf Interesse stößt, da es ein nicht ganz einfaches Unterfangen ist diese Qualität aufzustöbern und es beweist, dass die Nachfrage letzten Endes vorhanden ist/sein wird. Ich bleibe weiter dran und hoffe, ich kann eventuell zu Beginn 2019 hier erste Produkte vorstellen. Wenn alles passt, werde ich eine Klein-Serie in Auftrag geben und Euch bei veröffentlichung natürlich auch erklären, was das Projekt letzten Endes ist bzw. an welche Produktpalette ich dachte. Wenn dann tatsächlich Interesse besteht freue ich mich über Mittäter und Abnehmer. Und nein, ich will damit nicht reich werden - ich habe aber Interesse daran, die ein oder andere Nische am Markt zu füllen und damit auch Personen einen Zugang zu ermöglichen, denen er bis dato verwehrt blieb.

Grüße an alle,

Heiko
********ndam Mann
790 Beiträge
Bio-Qualität von Seilen...
Ich finde die Frage gar nicht so unbegründet.
Bei der Fessel-Zeit haben wir das Problem dahingehend gelöst, dass wir ungefähr 100 Seilerein in Europa kontaktiert haben, nach Proben, Herstellungsverfahren und Urspring der Fasern gefragt haben.
Ergebnis: es gibt nur wenige Seilereien, die mit Stoffen arbeiten, die letztendlich BIO sind.
Wir haben unsere Seilereien des Vertrauens gefunden. Eine in England und eine in Deutschland.
in 5mm und 6mm haben wir nun Juteseile, die von der Produktion her Bio-Qualität aufweisen.
In der Weiterverarbeitung zu Fesselseilen (Bondageseilen) nehmen wir Tsubaki-Öl und Bienenwachs, auch BEIDES in Bioqualität. WItzigerweise tauchte nun die Frage nach VEGANEN Seilen auch. Aber auch dafür haben wir eine Lösung gefunden, indem wir ein flüssiges Naturwachs in Bioqualität nutzen und das Bienenwachs dafür nichtverwenden, zumindest bei den veganen Seilen.
Was danach vergessen wird, ist die Aufbewahrung der Seile.
Öle und Wachse sindin der Lage aus nicht natürlichen Stoffen Dinge herauszulösen, die nicht wirklich gesundheitsfördernd sind.
Dennoch nehmen viele irgendwelche Kunststoffsäcke, stopfen da ihre Seile hinein, verlangen aber nach BIO... das verstehe wer will.
Wir haben da auch auf Baumwollrucksäcke gesetzt, die die Seile atmen lassen und Flüssigkeiten, wie Schweiß, abdampfen kann.
Die Seile bedanken sich mit längerer Lebensdauer.

Das lässt sich alles auch auf Hanfseile übertragen.

Baumwollseile haben wir nicht in Gebrauch, da deren Nutzung auf Dauer eher risikobehaftet ist. Die Brüchigkeit nimmt doch exponentiell zu, nach längerem Gebrauch.
Von der schlechteren Fesselfreundlichkeit für den Fessler mal abgesehen
**********eedom Mann
17 Beiträge
Themenersteller 
@ Ad_Profundam
Auch Dir ein herzliches DANKESCHÖN und ein spätes "Prost Neujahr"!
Ich melde mich die Tage mit einer PM bei Dir, freue mich über weiteren Austausch *g*
**********chter Mann
395 Beiträge
Seil aus Berlin
Hallo zusammen,

als skeptischer Mensch habe ich @Ad_Profundam eine Mail geschickt und nochmal explizit nachgefragt, ob die Seile wirklich ohne Batching-Öl sind. Ich habe dieses Versprechen schon so oft gehört, aber bisher wurde es nie gehalten! Die Seile einer sehr bekannten deutschen Sellerie, die auch selbst schreibt, das Ihre Seile "sehr häufig im Bonsafe-Bereich eingesetzt werden" liefert trotz gegenteiliger Behauptung Seil das nach Diesel riecht.

Lange Vorrede, ich habe einen Schwung Seile aus Berlin bekommen. Und was soll ich sagen...

• Die Seile fusseln wie blöd! Und das müssen Sie auch, denn ich wollte explizit unbehandeltes Seil haben. CHECK!
• Die Seile riechen! Und zwar nach Jute. Was für ein Juteseil... naja halt normal ist. Aber keinerlei Öl- Diesel- oder sonstiger Mineralölgeruch. Genau wie besprochen. CHECK!
• Die Seile sind leicht gedreht, deutlich leichter als der der oben angesprochenen bekannten deutschen Sellerie. Das mach ich persönlich sehr, es ist für die Ersten Versuche wahrscheinlich etwas Trick. Aber trotzdem... CHECK!
• Die Farbe ist hell und gleichmäßig, alles top. CHECK!
• Der Preis ist absolut fair! CHECKCHECK!!
• Der Versand war schnell und die ganze Kommunikation einfach und zielführend. CHECK!

Vielen Dank an @Ad_Profundam das war ein sehr sehr guter Deal!!

Wenn ich mal in Berlin bin, gut das erste Bier definitiv auf mich!!

Grüße,
DerDichter
********ndam Mann
790 Beiträge
TheArtOfFreedom:

Ich suche Kontakte zu guten Seilern, respektive alteingesessenen Seilereien, die Seil in BIO-Qualität herstellen. Vorzugsweise 10 mm im Durchmesser, Material (wenn möglich) Baumwolle. Gerne bundesweit, im Raum Rheinland-Pfalz wäre gar traumhaft! Danke für jede Antwort!
Heiko
Salut Heiko,
wie ich gerade erfahren habe, werden Antworten mit den expliziten Nennungen von Bezugsquellen als Werbung angesehen.
Damit dürfte die Frage nicht zu Deiner Zufriedenheit beantwortet werden können, es sei denn per PN.
Nur damit ist der Sinn eines Threads im Forum leider auch konterkariert.
Ich wünsche Dir viele PNs!;-)
VLG
AdPro
****hin Frau
633 Beiträge
Gruppen-Mod 
Hier darf beworben werden:

Bondage: ~ Werbepause ~
*******ion Mann
404 Beiträge
kurz gesagt
es gibt derzeit nur eine deutsche Seilerei die "Bio"-Juteseile herstellt, und selbst hier wird das Garn per Container via Schiff geliefert.

Bei Ware aus dem Ausland kommt es auf die Art des Imports an.

Denn auch wenn man Seile aus Japan ohne Chemie bestellt, so kommt es auf Verpackung und Transport an. Denn 6 Wochen auf einem Schiff ohne Chemie übersteht kein Transport *zwinker*

Man kann mit Luftfracht teilweise dies umgehen, aber ob sich dies für eine einzelne Person lohnt ist fraglich.
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