Anmelden
Mehr brandheiße Inhalte
zur Gruppe
Ältere Frauen ab 70
1114 Mitglieder
Sex mit Behinderung – wie geht das?
Das Thema ist für dich interessant? Jetzt JOYclub entdecken

Also das Thema ist interessant

Also das Thema ist interessant
Ich weiß nicht was ich davon halten soll was die Stadt Berlin da planthttp://www.rbb-online.de/pan … se-graefling-helfer-app.html

Das Potenzial zum weiter sparen bei den Kommunen findet wohl keine Grenzen. Wenn das so weitergeht bekommen taxen bald Blaulicht und wir schaffen den Rettungsdienst ab.

Da braucht man keinen Notfallsanitäter mehr. Sondern mehr Taxifahrer.

Ich bin gespannt wie ihr da so seht.


Lg
*******mer Paar
452 Beiträge
Ach her je...
Da will der Feuerwehrchef quasi nen HvO System in Berlin aufbauen...

Vom Prinzip ne gute Idee ABER wenn dadurch Rettungsdienstfachpersonal gespart werden soll, dann von mir die rote Karte.

Lieber mal, wie in anderen Städten auch, die Vorhaltezeiten für den Rettungsdienst erhöhen und Personal ausbilden.

Ich kenne die Situation in Berlin zwar nicht aber ob das nicht was mit der (teuren) Ausbildung zum NotSan zu tun hat?

LG
Stefan
*********r8484 Paar
203 Beiträge
Die Idee ist nicht neu
Ich habe erst letztens einen Bericht im Fernsehen darüber gesehen. In anderen Ländern gibt es das schon und es funktioniert sehr gut.
Zumindest dort führte es nicht zu Personalabbau o.ä..
Im Prinzip geht es ja auch nicht darum, dem Rettungsdienst die Arbeit "weg zu nehmen" oder den "Normalbürger" mit Blaulicht auszustatten.
Die Idee, die dahinter steckt, ist gut. Wenn sich ein ausgebildeter und registrierter Ersthelfer in der Nähe eines Notfalls befindet, der RTW aber 10 Minuten braucht, was liegt da näher, als den Ersthelfer zu "alarmieren". Je nach Ausbildungsstand kann dieser eine adäquate Rückmeldung geben und qualifiziert Erste Hilfe leisten. Und um mehr als Erste Hilfe geht es ja gar nicht. Selbstverständlich kann und darf das den Einsatz des RD nicht ersetzen und deshalb auch nicht zu Personalabbau führen. Der Notfallpatient muss ja trotzdem schnellstmöglich vom RD und/oder NA behandelt und ins Krankenhaus befördert werden.

Erste Hilfe und Rettungsdienst sind zwar verzahnt , aber doch zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.
Die Idee, ein Netz von qualifizierten Ersthelfern aufzubauen mit der Ausbildung von Notfallsanitätern in Verbindung zu bringen scheint mir doch etwas weit her geholt. Bei der derzeitigen Sparpolitik in Deutschland verstehe ich natürlich, dass etwas neues immer auch Ängste weckt.
Aber, sorry wenn ich das jetzt so schreibe, dass ein Netz aus Ersthelfern den Rettungsdienst (teilweise) ersetzen kann, ist Quatsch und wird ja auch im Bericht nicht mal angedeutet. Selbst unseren Politikern dürfte das klar sein.
Ich persönlich würde mich freuen, wenn ich am Einsatzort auf einen qualifizierten Ersthelfer treffe, der den Patienten im Rahmen seiner Möglichkeiten versorgt und betreut hat, bis der RD eintrifft. Denn für viele ist Erste Hilfe ja leider nicht mehr selbstverständlich.
gute argumente
Ich kann deine Argumente nachvollziehen, aber dann frage ich mich ob die Planung richtig ist. Ob wir zu wenig Hilfsmittel haben. Oder ob die abfrage in der Leitstelle richtig läuft.wenn ich es mit dem holländischen Rettungsdienst vergleiche fahren die Notfälle und nicht den Schwachsinn der teilweise in Deutschland als Notfall bezeichnet wird.

Wenn man zu einem Patienten mit Grippe fährt, dieses auch noch mit sonder rechten weil er der Meinung ist er kommt schneller in der Klinik dran weil er mit dem RTW kommt. Da läuft doch etwas falsch.
Hier hat jeder Disponent angst verklagt zu werden wenn er keine Hilfe schickt anstatt auf den kässenärztlichennotdienst hinzuweisen.

Ich finde da das holländische System klasse. Dort wird besser abgefragt und geschaut ob ein RTW geschickt wird, ein KTW oder der kassenärztliche Notdienst.

Wie soll das System auch ablaufen?

Die Leitstelle ruft mich daheim an und sagt das es bei Frau xy einen Notfall gibt? Was ist wenn ich nicht erreichbar bin? Wird dann der nächste angerufen? Wie viele werden angerufen?
Wird die Leitstelle aufgestockt weil ja zusätzliche zeit zum anrufen drauf geht?

Es gibt genug Leute die hier mit einem Notfallrucksack herumrennen und Medis geben die mehr schaden als helfen. Bin selbst schon zu einem Notfall gekommen bei dem ein Ersthelfer vor Ort gewesen ist und seine Aussage war. Ich habe schon mit der Lyse angefangen. Der Patient hat überlebt. Aber die Lyse war komplett unangebracht.

Also sollte das System eher sein besser abfragen und/oder mehr Rettungswagen in betrieb nehmen um die Hilfsfristen einzuhalten.

Soweit ich mich erinnere gibt es dieses System eher in Ländern die sehr weitläufig sind. In denen es schon 30-60 Minuten dauert bis die ersten Einsatzkräfte vor Ort sind.aber das passiert in Deutschland eher selten.
Unser System ist darauf ausgelegt das wir unsere Hilfsfristen einhalten. Es gibt ausnahmen aber die sind so selten das sie nicht erwähnt werden müssen.

Und wenn die Hilfsfristen nicht eingehalten werden sollte man nachbessern.
*********r8484 Paar
203 Beiträge
Mit den unnötigen Alarmierungen und Einsätzen, die eigentlich keine sind geb ich dir uneingeschränkt Recht.
Und die Gefahr der "Rettungsrambos" besteht ja leider auch immer. Ob die Vorhaltungen der Rettungsmittel ausreichend ist, kann ich nicht beurteilen. Eine verbesserte Abfrage und ggf. der Verweis auf ärztlichen Notdienst oder Hausarzt ist definitiv ein wichtiger Schritt um Hilfsfristen einzuhalten. Jedoch wird man es nie ganz verhindern können, dass es durch Einsatzspitzen mal zu Verzögerungen kommt. Man müsste ja für jeden Bürger einen RTW vorhalten *g* Zudem gibt es in Fachzeitschriften leider immer wieder Artikel über RD-Bereiche, in denen die Einhaltung der Hilfsfristen sehr große Probleme bereitet. Nicht zuletzt durch den Sparzwang seitens der Kostenträger.

Das hier beschriebene System ist jedoch anders gedacht, als du es vermutest. Es kann zB über eine App laufen, die vom Einsatzleitrechner der Lst "gefüttert" wird und automatisch alle registrierten Ersthelfer in einem bestimmten Umkreis informiert.
Die Hilfsfristen sind ja nicht bundeseinheitlich, wie genau sie in Berlin aussehen, weiß ich nicht. Jedoch würde ich behaupten, dass im bundesweiten Durchschnitt etwa 15 Minuten realistisch sind. Wenn man mit diesem System erreichen kann, dass ein gut ausgebildeter Ersthelfer, der 2 Minuten entfernt im Café sitzt, die restlichen (im Extremfall) 13 min überbrückt indem er bespielsweise mit der Laienreanimation beginnt, steigen die Überlebenschancen für den Patienten signifikant an. Machen wir uns nichts vor, wenn man 15 min nach Eintritt des Herz-Kreislauf-Stillstandes eintrifft und niemand hat mit der Rea begonnen, dann helfen auch die beste Ausbildung und Ausrüstung nicht mehr viel. Von daher finde ich, dass das System als solches zumindest einen Testbetrieb wert ist und bin der Meinung, man sollte es ohne Erfahrungswerte zu kennen nicht von vornherein verteufeln .
*****_TS Mann
2.994 Beiträge
Mit Interesse....
....verfolge ich diese tolle Diskussion.

Allerdings ist die Idee des Berliner Feuerwehrchefs nichts Neues.
Hier bei uns im Kreis Böblingen gibt es in einigen Gemeinden schon die Einrichtung "Helfer vor Ort"
Das sind ausgebildete Ersthelfer, die schnellstmöglichst da sind.
Wir alle wissen, wie wichtig Erste Hilfe dringend notwendig ist, vor allen Dingen bei Herz-Kreislaufstillständen, Schlaganfällen, epileptischen Anfällen und und und....
Wenn dann die Profis kommen, tritt der "Helfer vor Ort" sofort zur Seite und assistiert nur noch, wenn gefordert.
So kann er beispielsweise auch "nur" eine Infusionsflasche halten und die Rettungssanis haben die Hände frei.

Ich selbst bin ausgebildeter Ersthelfer und nehme mir einmal im Jahr die Zeit, einen 8-stündigen Auffrischungskurs zu besuchen.
In meinem Fußballverein fungiere ich mit Notfallkoffer und Rettungsrucksack (vom DRK gekauft) regelmäßig als "Hallensani" bei unseren Fußballturnieren.
Würde ich das nicht, muss der Verein für Nothilfe vor Ort sorgen und das DRK konsultieren.
Die kommen dann mit zwei Assistenten, der RTW steht vor der Tür und das ganze kostet 300.-€ pro Tag.
Gelder die ich unserer Fußballabteilung ersparen kann.
Im schlimmen Nofall habe ich mein Handy und den Notruf 112 eingespeichert.
Mein Platz bei den Hallenturnieren ist immer ganz vorne bei der Turnierleitung und der Regie.
Dort steht mein Stuhl und der ist mit einem großen Schild "SANITÄTER" beschriftet.
Da ich durchsetzungsstark bin, wird das auch von den Schiedsrichtern akzeptiert - hat sich im Laufe der Jahre herum gesprochen - und keiner setzt seinen Hintern auf "meinen Stuhl"
Ich konnte schon so oft helfen.
Von den üblichen Sportverletzungen, Schnittverletzungen in der Küche, epileptischem Anfall auf der Tribüne, bis hin zum Herzinfarkt eines Hobbyspielers bis der Notarzt eintraf.
Dieser hat mir eine geklatscht und nur gerufen "Weiterpumpen, den Rhythmus brauch ich...."
Die Rettungssanis standen dabei und haben assistiert.
Ich habe gepumpt wie ein Wahnsinniger.
Nach 3 Intrakardialspritzen und 7 Stößen mit dem Defi entschied der Notarzt "...wir haben ihn wieder, jetzt können wir transportieren...."
Der Notarzt hat sich später bei mir bedankt, "...ohne ihre schnelle Erste Hilfe hätte dieser Mensch nicht überlebt...."

Ich habe meine Pflicht erfüllt!

Also warum nicht "Helfer vor Ort?"
*********6373 Paar
2.844 Beiträge
*****_TS Mann
2.994 Beiträge
Übrigens....
...bei den Turnieren unserer Kleinsten hilft auch eine poplig einmassierte creme, ich bevorzuge "doc-salbe" mit Arnica, tröstende Worte und ein Minipäcklein Gummibärle *zwinker*
Oftmals auch ein buntes Mickey-Maus-Pflaster.....
Wieviele "Verletzte" hatte ich schon, nur wegen der "Gummibärle"
Das ist ist so schön und süß!
Den Kleinsten ein Lächeln zu schenken!
Der Dank der Eltern oder der jeweiligen Trainer und Betreuern, das tut so gut.

Ich bin KEIN Pädophyler! sondern nur Torspielertrainer und Rettungssani!
Gegen HvO oder first responder
Systeme ist grundsätzlich ja nichts zu sagen und mehr lese ich in dem Artikel jetzt auch nicht. Sinniger ware es jedoch auch die vielen Krankentransport Unternehmer auf Öffentliche und zentrale Leitstellen zu zwingen dann hätte man sofern das fobi Konzept stimmt durchaus einige mobile Ersthelfer zur Verfügung. Einen RTW oder NAW ersetzt man so natürlich nicht sondern uberbrückt lediglich verlängerte Hilfsfristen.
*********r8484 Paar
203 Beiträge
An sich eine gute Idee
Jedoch befürchte ich, dass dies am Veto der Kostenträger scheitern würde. Die Leitstellen bräuchten hier ja dann deutlich mehr Personal um die (je nach Region) vielen Anrufe abzuarbeiten und Fahrzeuge zu disponieren. Würde man diese Kosten (anteilig) an die KT-Unterbehmer weitergeben, besteht die Gefahr, dass dieser nicht mehr kostendeckend arbeiten kann und den Betrieb einstellen muss (eigenes "Leistellenpersonal" dürfte um einiges günstiger sein, als Disponenten einer öffentlichen Leitstelle).
Dann fallen (zumindest kurzfristig) mehr Krankentransporte für den öffentlichen RD an, was zu einer Verlängerung der Hilfsfristen führt.

Der eine oder andere KT-Unternehmer würde wahrscheinlich um seine "Stammpatienten" fürchten bzw sich benachteiligt fühlen und den Klageweg beschreiten. Wenn's ums Geld geht, steht der "Erste - Hilfe- Gedanke" leider hinten an.
Tausch dich mit der Community zu heißen Themen aus oder starte selbst eine Diskussion.
Jetzt kostenlos anmelden