Funktion – nicht Rolle
Ich suche nichts Warmes.Ich suche kein Spiel.
Ich suche das Ende von Kontrolle – meine Übergabe an euch.
Ein Paar. Brutal. Berechnend.
Sie: eiskalt, sadistisch.
Er: fordernd, wortlos, konsequent.
Ich bin euer Objekt.
Euer Loch.
Euer Abfall.
Mein Hals liegt in Stahl. Schwer. Eng. Abschließend.
Meine Füße gefesselt – nicht für die Show, sondern zur Sicherheit.
Ich soll nicht entkommen. Ich darf nicht fliehen.
Die Peitsche trifft mich – nicht, weil ihr es genießt,
sondern weil ihr spüren wollt, wie ich mich winde.
Wie ich weine. Wie ich verstumme.
Die Nadeln kommen nicht vorsichtig.
Sie kommen kalt. Präzise.
In Haut, die nichts mehr will – außer benutzt zu werden.
Mein Körper: eure Leinwand.
Eure Fläche für Schmerz, Druck, Verachtung.
Wenn ich wimmere, haltet ihr mir den Kopf.
Nicht tröstend – sondern damit ich schlucke.
Damit ich atme, was ihr mir gebt.
Toilettenspiele? Kein Tabu. Kein Ekel. Nur Befehl.
Ich bin das, was ihr wegspült.
Ich bin der Lappen, der euch reinigt.
Ich bin das Klopapier, das ihr benutzt – und fallengelassen liegen lasst.
Wenn du auf mir pinkelst,
wenn er mich fixiert,
wenn ich nicht mehr als Haut und Öffnung bin –
dann ist es richtig.
Ich will nicht gefragt werden, ob ich bereit bin.
Ich will, dass ihr entscheidet, wann mein Mund offen ist.
Wann ich atme. Wann ich würge. Wann ich leerlaufe.
Keine Rolle. Keine Maske.
Ich will gezeichnet sein – innen wie außen.
Mit Striemen. Mit Urin. Mit Sperma. Mit Löchern.
Ich will wissen, wie sich völliger Kontrollverlust anfühlt –
und ich will, dass ihr es seid, die mich dorthin bringt.
Wenn ihr das nicht abstoßend findet, sondern notwendig –
dann schreibt mir.
Aber nur, wenn ihr nicht redet, sondern handelt.
Gnadenlos. Eiskalt. Tierisch.
Ich bin nichts. Und ich will, dass ihr mich genau so behandelt.
*alles einvernehmlich


