Beziehungsanarchie und Philosophie
Ich bin ein eher ruhiges Mitglied dieser Gruppe, stilles Mitglied, seit längerem schon (weiß gar nicht mehr, seit wann – Frage an die Mod´s: ist das noch ermittelbar?), aber nun möchte ich eine Frage in die Runde stelle, die mich seit längerem bewegt: Gibt es eine Beziehung zwischen Beziehungsanarchie und Philosophie?Ich weiß, es sind nur zwei Schlagworte. Deswegen etwas anders formuliert: Muss man philosophisch bewandert, quasi „angeleckt" sein, um Beziehungsanarchie zu verstehen und leben zu können?
Was mich seit längerem beschäftigt, ist die ´Kritik der Macht´ bzw. ´Kritik der Herrschaft´ - so die Titel zweier Bücher
Beide sehr theoretisch und akademisch, betreffen die Auslegung des philosophischen Werks von Theodort W. Adorno.
Da entsteht das Problem für mich. Ich bin kein studierter Philosoph (habe zwar studiert, aber was anderes, bin hier im Joy auch in der Gruppe Philosophie), weswegen die Tiefen der Auslegung für mich schwierig sind. Was ich verstanden habe: Diese Theorie / Anschauung zielt auf die Gesellschaft als Ganzes, auf das politische System, u.a. auf die Verfassung (in der Demokratie mit dem Anspruch der Machtteilung). Kommunkation ist wichtig, aber auch die kann von Machtstrukturen gekennzeichnet sein, sogar sehr stark ( vom gewolltes Missverstehen bis zum Anschreien).
Nun das Problem: Ich habe diese Anschauung auch übertragen auf Sexualität, auf das Individuum (genauer: mich), auf das (mein) Miteinander, auf den Alltag – sich zurücknehmen, den anderen Raum gewähren, „wahr"-nehmen des Anderen, was so alles dauz gehört. Tatsächlich ist mir das vor längerem mal als falsch vorgehalten worden, sinngemäß, man müsse für sich kämpfen, sich durchsetzen usw. (hier alles gekürzt).
Nun meine Frage: Liege ich falsch mit der Übertragung der Macht-/Herrschaftskritik auf Individuen, auf mich und mein Leben (und damit auf mein Umfeld)? Und weiter, es sei wiederholt: Muss man eine philosophische Einsicht in die Machtkritik haben, um Beziehungsanarchie leben zu können?










