Verletzen mit Respekt - Es ist kompliziert
Du, ich liebe dich – und ich brauche dich. Als Frau. Als Geliebte. Als mein Gegenüber.Liebe Du,
manchmal wünsche ich mir, du könntest für einen Moment in mich hineinschauen. Nicht in mein Chaos, nicht in meinen Zweifel – sondern in meine Sehnsucht. In das, was mich nach dir ruft, wenn du längst eingeschlafen bist. In das, was mich bewegt, wenn ich mich zurückziehe und so tue, als sei alles gut.
Ich will dich nicht einfach nur lieben. Ich will dich haben. Ich will dich spüren. Ich will, dass du mich willst – nicht aus Pflicht, sondern aus Verlangen. Ich will wieder in deinen Augen sehen, dass ich dich heiß mache, dass ich dich neugierig mache, dass ich dein Mann bin. Nicht nur als Stütze oder Zuhörer – sondern als Körper. Als Kraft. Als Lust. Als Spielpartner.
Ich möchte mit dir spielen, Du. Ich möchte das schon lange. Und das sage ich mit allem Mut, der mir gerade zur Verfügung steht:
Ich weiß selbst nicht, wie es geht. Ich brauche dich dazu.
Ich spüre in mir das Bedürfnis, zu führen. Und gleichzeitig das Bedürfnis, zu lernen. Ich weiß, dass ich Sehnsüchte habe, die nicht nur aus Trieb bestehen, sondern aus etwas Tieferem: Ich will uns zurück. Dorthin, wo Berührung nicht nur Routine war, sondern Sprache. Wo ein Kuss mehr gesagt hat als jedes Wort.
Ich will wieder das Leuchten in deinen Augen, wenn ich dich fordernd anschaue. Ich will, dass du dich mir hingibst, nicht weil du musst – sondern weil du darfst. Weil du es willst. Weil du spürst: Ich bin bereit, dich zu nehmen, zu halten, zu genießen. Und dich zu feiern – mit Haut, Zunge, Händen, Worten und Blicken.
Ich sehne mich nach dir, wenn du dich zurückziehst. Ich friere innerlich, wenn ich spüre, dass du ohne körperliche Nähe klarkommst, während ich innerlich verwelke. Ich verliere Kraft, wenn ich mich selbst befriedigen muss, obwohl meine Lust nach dir schreit. Ich resigniere dann – ziehe mich zurück. Nicht aus Trotz. Sondern aus Scham. Aus Leere.
Weil ich mich ungeliebt fühle, wenn ich nicht begehrt werde.
Ich will nicht betteln. Ich will begehrt werden. Ich will spielen dürfen. Ich will Fehler machen und dabei lachen. Ich will dich führen, dich reizen, dich verwöhnen. Und ich will, dass du mich auch forderst. Mich testest. Mich neckst. Mich willst.
Ich will das Unperfekte. Das Echte. Die Ekstase und die Zärtlichkeit. Ich will, dass du deinen Stolz ablegen kannst – für einen Moment – und einfach Frau bist. Lustvoll. Offen. Wild.
Ich will dein Haar packen. Deinen Nacken küssen. Deinen Körper fordern. Deine Seele ehren. Deinen Mund mit meinem zum Schweigen bringen.
Ich will, dass du dich erinnerst, wie es war, als wir uns noch wortlos verstanden haben – nur durch das Spiel der Lust.
Wenn du mich nicht mehr willst, dann sag es.
Wenn du mich willst, dann bitte: zeig es mir.
Du musst nicht alles wissen. Und ich auch nicht. Aber wir können es zusammen lernen. Ohne Plan. Ohne Angst. Nur mit Vertrauen. Und Lust.
Ich liebe dich. Ich begehre dich.
Ich brauche dich.
Dein
❤️ Tiage
Teil 2 – Ich bin kein Kind, ich bin dein Mann
Du,
zu allem, was ich dir bereits geschrieben habe – über meine Sehnsucht, meine Lust, mein Bedürfnis nach echter Nähe – gehört noch mehr. Mehr Wahrheit. Mehr Klarheit. Mehr ich.
Denn weißt du:
Ich will nicht therapiert werden.
Ich brauche keine Analyse, keine Verbesserung, keine pädagogische Korrektur.
Ich bin kein Kind, das du führen musst.
Auch wenn ich mich manchmal wie ein Kind verhalte – ich bin keines.
Ich bin ein Mann.
Dein Mann.
Mit all meinen Widersprüchen, meiner Lust, meiner Kraft, meiner Zärtlichkeit und meinen Abgründen.
Und ja – ich bin bereit, über mich zu sprechen. Über meine Themen, meine Muster, meine Fehler.
Ich bin offen für Analyse – solange sie uns nicht die Luft nimmt. Solange sie unsere Partnerschaft, unsere Nähe, unseren Sex nicht vergiftet.
Denn wenn Gespräche uns voneinander entfernen statt näherzubringen, dann helfen sie niemandem.
Ich werde – wenn nötig – von meiner Therapeutin therapiert. Aber du bist meine Freundin.
Nicht meine Mutter. Nicht meine Mentorin.
Und ich sollte auch nicht mehr erzogen werden –
auch wenn genau das der Reiz ist, wenn wir im Spiel von Dominanz und Hingabe landen.
Nur: Das eine ist Realität. Das andere ist Fantasie. Und sie dürfen nicht verwechselt werden.
Ich brauche Klarheit im Alltag – und Freiheit im Spiel.
Ich brauche Vertrauen in der Beziehung – und Lust auf Kontrollverlust im Bett.
Ich will dich – als Frau, als Partnerin, als Geliebte.
Nicht als Instanz, die mich bewertet, sondern als Komplizin, die mich begehrt.
Ich verwöhne dich gern.
Ich liebe es, dich zu spüren. Deine Lust zu steigern. Dich zu nehmen.
Wenn ich zwischen deinen Beinen liege, meine Zunge auf deiner Klitoris, dein Körper unter meinen Händen – dann bin ich ganz bei dir.
Ich tue das, weil ich dich begehre. Weil es mich erfüllt, dich fallen zu sehen.
Doch weißt du, was mir fehlt?
Dass du auch mich nimmst.
Dass du nicht nur erwartest, sondern gibst. Nicht nur Ordnung einforderst, sondern Lust verschenkst.
Ich will auch empfangen. Ich will mich fallen lassen. Ich will verwöhnt werden.
Ich will, dass du mich nimmst.
Dass du Lust hast, mich zu spüren. Mich zu lecken. Mich zu reiten. Mich zu kontrollieren, um mich dann loszulassen.
Ich will deinen Mund an mir, deine Lust auf mir, deine Dominanz über mir.
Nicht als Machtspiel – sondern als Vertrauen. Als Spiel. Als Ausdruck deines Begehrens.
Und weißt du was, Du? Ich habe es versucht.
Ich habe mich geöffnet.
Ich habe dir meine Fantasien gezeigt, dir meine Liste für Dirty Talk geschickt, dich in Bruchsal eingeladen zu unserem kleinen „Kink Up“-Spiel.
Ich habe gehofft, du springst darauf an. Dass du dich traust. Dass du Lust bekommst, es mit mir zu erkunden – nicht als Pflicht, sondern als Teil unserer Intimität.
Aber bisher ist es im Sand verlaufen.
Und das tut weh.
Denn es waren keine Spielchen – es war mein Versuch, mit dir in eine tiefere, freiere, verspieltere Verbindung zu kommen.
Es war mein Mut, dich nicht nur zu lieben, sondern dich auch zu wollen.
Und dabei zu zeigen, dass ich dich als Frau ganz annehmen will – auch in deinen dunklen, wilden, tabulosen Seiten. Wenn du sie zulässt.
Kurz: Ab und zu solltest du mich befriedigen wollen.
So, wie ich dich. Nicht aus Pflicht. Sondern aus Lust.
Und ich sag dir auch, warum das so wichtig ist:
Weil ich kein Bad Motherfucker bin, der ständig unter Beobachtung steht.
Ich bin dein Mann.
Und ich will jeden Tag mit dir schlafen.
Nicht, weil ich muss. Sondern weil ich’s will.
Ich will dich aufs Bett drücken. Auf den Boden ziehen. An die Wand stemmen. Ich will dich hart stoßen, dich zum Schreien bringen – vor Ekstase, vor Lust, vor Loslassen.
Ich will deine Kontrolle sprengen – und dich dabei sicher halten.
Ich will deine Geilheit. Dein Zucken. Dein „Jetzt!“
Ich will dich in Ekstase versetzen – und von dir in Ekstase versetzt werden.
Ich will, dass du mich ansiehst, mich packst, mich genießt.
Ich will, dass du weißt: Ich bin nicht nur der Mann, der gibt.
Ich bin auch der Mann, der sich hingibt – wenn du mich lässt.
Du bist meine Gespielin.
Meine Partnerin.
Meine Freundin.
Meine Frau.
Nicht meine Mutter. Nicht meine Therapeutin.
Und wenn du das wieder fühlen kannst – wenn du wieder mit mir spielen willst, so wie ich mit dir –
dann verspreche ich dir:
Du bekommst den Mann zurück, der dich nicht nur liebt –
sondern der dich leben lässt.
Laut. Wild. Zärtlich. Frei.
Und oft.
Dein
❤️ Tiage
Teil 3 – Ich bin voll unter Strom, du nimmst es kaum wahr
Du,
ich versuche das jetzt einfach so zu sagen, wie ich es fühle:
Wir vögeln zu wenig.
Oder anders: Ich bin voller Lust, voller Energie, voller Verlangen – und du scheinst es kaum zuzulassen. Wir schlafen miteinander, ja. Aber nicht in dem Maß, wie ich es brauche. Nicht in der Intensität, mit der ich innerlich ständig brenne.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie es ist, kontinuierlich unter sexuellem Strom zu stehen.
Ja, ich denke oft an Sex. Sehr oft. Und ich beherrsche mich gut.
Ich habe kein Problem, mir selbst zu helfen, wenn es für dich nicht passt. Ich bin rücksichtsvoll, will dich nicht drängen. Ich achte darauf, dass es stimmig ist für dich. Doch das Gefühl bleibt:
Du nimmst mich – und dieses Thema – nicht wirklich ernst.
Oder besser gesagt:
Du nimmst mich sehr wohl wahr. Du weißt genau, was ich mir wünsche.
Aber du weigerst dich.
Aus Stolz?
Weil du nicht nach meiner Pfeife tanzen willst?
Weil du nicht hörig wirken möchtest – nicht mal dann, wenn ich ganz klar sage, dass es ein Spiel ist.
Ein Spiel, das wir beide wollen könnten.
Ein Raum, in dem du dich frei machen könntest.
Nicht für mich. Sondern mit mir.
Und bevor du etwas falsch verstehst, will ich das klar sagen:
Ich reduziere unsere Beziehung nicht auf Sex.
Aber ich bin ein erwachsener Mann. Ein erfahrener Liebhaber.
Und ich weiß, dass Nähe, Reibung, Zärtlichkeit, Lust – dass das alles dazugehört.
Ich weiß, dass es passen muss. Dass Timing, Stimmung und Verbindung zählen.
Aber ich konzentriere mich auf Sex – auf das Necken, auf Zweideutigkeiten, auf Anziehung.
Weil es für mich ein Ausdruck von Liebe ist. Von Lebendigkeit. Von dir.
Ja – schlussendlich möchte ich Sex.
Nicht nur mit dem Körper. Sondern auch mit Worten, mit Blicken, mit Fantasie.
Mit deinen Lippen. Mit deinen Gedanken. Mit deinen Reaktionen.
Ich möchte dich spüren – immer und überall.
Ich bin kein Tyrann. Ich will nicht herrschen.
Ich will, dass du dich fallen lässt.
Dass du freiwillig gibst – weil du Lust spürst. Nicht Machtverlust.
Dass du mich willst, weil du merkst, wie sehr ich dich will.
Was hält dich davon ab, mich zu überraschen?
Mich zu nehmen?
Mir einen runterzuholen, mir einen zu blasen, mich zu benutzen?
Warum zögerst du, wenn ich dich nehmen will – hart, fordernd, hemmungslos – bis du nicht mehr kannst?
Warum lässt du mich nicht öfter deine Pussy lecken, deine Nippel beißen, dich vögeln wie eine Göttin, eine Geliebte, eine geile Frau?
Du, ich sage es dir ehrlich:
Ich bin süchtig nach Sex. Nach dir.
Nach deinem Körper. Nach deiner Lust. Nach dem, was du sein könntest, wenn du dich gehen lässt.
Ich will dich als Frau. Nicht als Konzept. Nicht als Gedankenmaschine. Nicht als moralischen Maßstab.
Sondern als meine Gespielin.
Die Frau, die mich kommen sehen will.
Die will, dass ich stöhne. Dass ich zittere. Die spürt, dass sie mich besitzt – wenn sie mir einfach einen bläst.
Mich packt. Mich vögelt.
Oder sich von mir alles holen lässt, was ich zu geben habe: Wildheit, Kraft, Hingabe, Liebe, Ekstase.
Ich möchte dich fingern.
Dich packen. Dich vögeln.
Oder mich von dir nehmen lassen.
Oder dir alles geben, was ich in mir trage.
Manchmal, wenn du trinkst, lässt du los.
Dann forderst du. Dann nimmst du dir, was du brauchst. Und ich liebe das.
Aber nüchtern bist du oft zu beherrscht, zu reserviert, zu kontrolliert.
Und ich glaube, das ist schade.
Nicht, weil dadurch etwas kaputtgeht –
sondern weil es nüchtern so viel mehr geben könnte.
Ich bin auf gewisse Art verdorben. Und ich weiß, dass deine Erziehung genau das nicht zulässt.
Aber genau darin liegt auch unsere Spannung.
Unsere Chance, etwas zu entdecken, das tiefer geht als Scham oder Anstand: Lust, Hingabe, Vertrauen – frei von Kontrolle.
Ich bin fast immer bereit für dich.
Nur – du bist leider nicht so geil auf mich, wie ich auf dich.
Und das macht etwas mit mir.
Es verletzt. Es lässt mich vereinsamen in meiner Lust.
Nicht, weil ich dich nicht liebe. Sondern weil ich das Gefühl habe: Du willst mich nicht wirklich.
Ich träume davon, dass du mich einfach überfällst.
Dass du mir sagst: „Jetzt!“
Dass du dich fallen lässt. Dass du willst, dass ich dich lecke, ficke, nehme.
Nicht geplant. Nicht diskutiert. Einfach weil du Lust hast.
Du,
ich will dich.
Und ich hoffe, du willst mich auch. Nicht irgendwann. Nicht geplant.
Jetzt.
Dein
❤️ Tiage
Teil 4 – Meine Defizite
Du,
ich will ehrlich sein:
Ich bin selbst nicht der Mann, der ich sein möchte.
Und das weißt du.
Du weißt genau, dass ich nicht der bin, der ich gern wäre.
Aber das tut nicht weh.
Nicht mehr.
Denn ich bin mir bewusst, dass ich mit Themen lebe, die tiefer gehen – psychisch, emotional.
Ich bin kein Opfer davon. Aber ich bin auch nicht frei.
Ich bin unsicher.
Manchmal überfordert mit mir selbst.
Und manchmal träume ich mich weg – in eine Idee von mir, die vielleicht nie ganz echt war.
Ein utopisches Ich.
Ein idealisierter Mann, stark und souverän.
Oder ein "Wir" – im Nebel.
Unklar. Und gleichzeitig völlig deutlich.
Ein „Wir“, das voller Sex ist. Voller Verstehen. Voller Reaktion. Geilheit. Verdorbenheit. Lust.
Und dennoch getragen von Respekt.
Von Verständnis.
Von radikaler Ehrlichkeit.
Ich weiß, dass ich Defizite habe.
Aber ich weiß auch, dass ich wachsen kann.
Nicht mehr verändern. Ich arbeite schon mein ganzes Leben an und mit mir.
Was ich will, ist etwas anderes:
Ich möchte endlich anfangen, mit dir zu spielen.
An dir zu wachsen. Mit dir zu wachsen.
Und ja – ich habe längst angefangen, an dir zu wachsen.
Und genau deshalb wünsche ich mir ein wenig Ausgleich.
Saubermachen und Aufräumen haben ihre Wichtigkeit – wirklich –
aber vielleicht macht es einfach mehr Spaß, das gemeinsam zu tun,
nachdem wir uns vorher die Seele rausgevögelt haben.
Denn wenn du mich so siehst, wie ich mir wünsche gesehen zu werden –
mit Lust, mit Achtung, mit Vertrauen –
dann werde ich stärker.
Dann werde ich männlicher.
Nicht härter. Sondern echter.
Du machst mich zum Mann.
Nicht durch Forderung.
Sondern durch Spiegelung.
Und durch deine Nähe, wenn du mich wirklich willst – wie ich bin.
Nicht perfekt. Aber offen.
Nicht makellos. Aber voll mit Feuer.
Ich weiß nicht, ob dieses „Wir“ aus dem Nebel je ganz klar wird.
Aber ich weiß:
Ich will dorthin. Mit dir.
Dein
❤️ Tiage









