...Deine Idee könnte ein riskantes Unterfangen sein. Wenn es sich um ein altes Berliner Mietshaus handelt, handelt es sich wahrscheinlich um eine Holzbalkendecke, gefüllt mit sogenannter Schüttung(Lehm/Sand/Stroh).
Der aktuelle Zustand der Holzbalken ist nicht erkennbar. Typischerweise besitzen diese Decken eine Tragfähigkeit so zwischen 100 und 200 KG/qm, die durch eine weitere Alterung oder zusätzliche Einflüsse reduziert werden könnte.
Oberhalb auf dieser Decke befindet sich der Fussboden des oberen Mieters. Der hat evtl. schwere Dinge/Möbel an dieser Stelle. Da bleibt nicht mehr viel Spielraum für weitere Lasten (hängend), die dann zusätzlich in Tragwerksberechnung/Überlegung einfliessen müssen.
Die Belastung des hängenden Sessels wird eher eine Punktlast sein. Das ist ein weiteres Thema. Meine Empfehlung: Mache es nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Verwalters/Eigentümers. Nenne dabei die Position und das maximale Gewicht, die dann am Haken hängen soll.
Denn: Oben steht evtl. ein schwerer Schrank oder Waschmaschine mit 60-120 kg/qm und unten würde ein Sessel hängen, mit einem möglichen Eigengewicht von ca. 20-50 KG hängen + Gewicht der Person, die ja entspannen möchte. Wie schwer wird sie sein? 80-100KG Minimum + zusätzlich einer Reserve....
Alternativ würde das Einziehen eine Holzbalkens direkt unter der Decke sein, der im Mauerwerk der Seitenwände (kein Trocknenkenbau) verankert wird bzw. auf einen zusätzlichen Ständer aufgesetzt wird.
Überlege es Dir gut, denn Du könntest in eine enorme Haftung geraten. Nicht nur der Schaden an Decke und Haussubstanz, sondern auch die Schäden an der oberen Wohnung und die mögliche Sanierung, falls es zu einem Schaden kommt.
Alle anderen Überlegungen halte ich für fahrlässig. Es sei denn, die Decke ist aus Beton bzw. Holz/Stahlträger und hält eine grössere Belastung stand.