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13. August in Berlin ...

******Kat Paar
9.306 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
13. August in Berlin ...
... was verbindet Ihr mit diesem Datum?

1961 wurde an diesem Tag, es war wohl ein Sonntag, die Mauer errichtet ...
Wobei auch das eine Übertreibung ist, denn der wirklich Bau dauerte viel länger und wurde auch immer weiter "perfektioniert".

Vermutlich gibt es kaum jemand, der/die sich an diesen Tag direkt und unmittelbar erinnern kann.
Für manche (viele -?) unserer jungen Gruppenmitglieder ist es vielleicht auch ein Thema "Opa erzählt vom Krieg" - nicht wirklich interessant mehr.

Wir würden gern von Euch wissen, ob und welche Gedanken Euch nach nunmehr fast 60 Jahren des Beginns des Mauerbaus kommen oder noch immer präsent sind.
Es soll keine politische Diskussion werden, sondern die Schilderung von Erinnerungen an diese Zeit oder eben auch z. B. "das ist vorbei, das nervt mehr als es uns interessiert".

Ein kleiner Anfang von uns: Wenn wir die Pflasterreihen, die den früheren Mauerverlauf dokumentieren, in den Straßen queren, kommen immer wieder die Erinnerungen, dass das früher ja der Todesstreifen war, dessen relativ einfache Überwindung an wenigen Stellen erst mit dem Rentenalter möglich wurde ...

Und was fällt Euch alles ein?
*******ter Frau
5.872 Beiträge
Die Mauer war für mich ein ...
Teil meines Lebens. Unsere Straße hörte an der Mauer auf. Dahinter war Kreuzberg.
Irgendwo da drüben wohnten Opa und Oma.
Das Schulgebäude und auch der Schulhof endeten an der Mauer. Von den Klassenzimmern an der Stirnseite hatte man direkten Blick auf den Grenzweg und die Häuser im Westen, von denen ab den 80er Jahren auch schon mal ehem. Klassenkameraden herüber winkten.

Die Mauer war nie ein Gesprächsthema. Nicht in der Schule. Nicht zu Hause.
"Man hatte Vorstellungen."
Wie toll es wäre, wenn man seine Verwandten öfter sehen könnte.
Hätte, sollte, wäre, könnte. Wenn die S- Bahn plötzlich Friedrichstraße durch fährt, würden wir alle Westkaugummis kauen.
*******inde Frau
42.966 Beiträge
Im Alltag hatte ich wenig Berührung mit der Mauer, auch wenn ich unweit der Mauer in einer Hochhaus-Siedlung im Norden West-Berlins groß geworden bin und je nach Windrichtung das Quitschen der Straßenbahn zu uns herüber drang.
Anders war es allerding, wenn wir in den Urlaub gefahren sind - dies habe ich schon vor einigen Jahren in einer Kurzgeschichte festgehalten ....




Transit

Wie schön ist es doch heutzutage, die Reisefreiheit genießen zu können. Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, da war das noch ganz anders.

Wir wohnten im Norden von West- Berlin in einer Hochhaussiedlung. Nein, kein Plattenbau, die gab es im Ostteil. Das Auto war beladen und die Marschverpflegung in der Kühltasche verstaut. Ich wurde nochmal zu Toilette geschickt, vielleicht würde ich ja diesmal durchhalten… Nachdem auch das Kuschelkissen und die Kuscheltiere im Auto Platz genommen hatten, ging es einmal quer durch die Stadt. Damals konnte man Berlin nur über Drei Linden (im Süden von Berlin) verlassen und nach Helmstedt oder Rudolphstein fahren. Der Grenzübergang Stolpe im Norden von Berlin wurde erst einige Zeit vor der Wende geöffnet und diente dem Transitverkehr in Richtung Hamburg.

Wir sind meist mit dem Auto in die BRD oder nach Österreich in den Winterurlaub gefahren. Auch wer mit dem Zug unterwegs war, hat sich den Kontrollen unterziehen müssen. Nur wenn man mit dem Flugzeug geflogen ist, dann war das nicht so streng, das ging damals schon nach heutigem Standard – unter Berücksichtigung der damaligen technischen Möglichkeiten.

Als wir zum Grenzübergang kamen, fing es schon wieder an – der Druck auf der Blase und wir waren erst eine halbe Stunde unterwegs. Aber das war immer so, kaum kamen wir in den Grenzbereich musste ich auf die Toilette. Dazu musste allerdings erst die Passkontrolle überstanden werden. Die dauerte in der Regel auch eine halbe Stunde, egal ob zwei oder zwanzig Autos vor einem in der Schlange standen. Nur wenn hundert Autos vor einem waren, dann dauerte es wesentlich länger.

Man fuhr an ein Häuschen heran, nannte die Anzahl der Kinder und Erwachsenen sowie der Transit- Ausreise- Kontrollpunkt. Ich erinnere mich noch sehr gut an dieses eine Mal. Als mein Vater gefragt wurde, antwortete er „Zwei Erwachsene und ein Kind, Helmstedt.“ Da guckte ihn der VoPo (Volkspolizei oder Volkspolizist wie es in der DDR hieß) schräg an und meinte „Helmstedt gibt es nicht, Sie fahren nach Marienborn.“ Nun ja, heute kann ich das verstehen: ist ja nicht so schön gewesen, der Genosse aus Sachsen führte die Kontrollen in Berlin durch und an den anderen beiden Grenzübergängen war der Genosse von Rügen stationiert. Und dann mindestens drei Jahre von der Familie weg, da hätte ich auch schlechte Laune.

Dann wurden die Pässe an die VoPo’s übergeben, die die Visa ausfüllten. Einmal konnte ich beobachten, wie die Ausweise und Visa in eine kleine Plastikhülle gesteckt und auf ein Förderband gelegt wurden. Dieses Förderband transportierte die Plastikhülle mit Inhalt zum anderen Ende der Passabfertigung. Als wir an dem zweiten Häuschen angekommen waren, erhielten meine Eltern ihre Ausweise mit den Visa zurück. Die haben bestimmt überprüft, ob die Transitreisenden irgendwelche Vergehen begangen haben. Ob das damals schon über Computer ging oder Papierstapel mit Listen durchforstet werden mussten, weiß ich natürlich nicht.

Mein Vater fuhr dann im Grenzbereich auf den „Parkplatz“ der vor den Toiletten war. Nun kam die nächste Überwindung, der Geruch auf den Toiletten musste ertragen werden. Entweder stank es nach den Ausscheidungsprodukten oder nach diesem Desinfektionsmittel, das aber auch keinen Blümchenduft verbreitete. Das Zeug ist nicht tot zu kriegen, denn auch heute noch vernehme ich­ diesen Geruch.

Welchen Grenzübergang wir auch überquerten war egal, denn auf halber Strecke haben wir eine Pause eingelegt. Das war immer ein Rastplatz mit Raststätte, Toiletten und Intershop, in dem wir mit D- Mark bezahlten. Fuhren wir über den Grenzübergang Helmstedt/Marienborn (Niedersachsen/Sachsen- Anhalt) haben wir in Ziesa gehalten. War Rudolphstein (Hof)/Hirschberg (Bayern/Thüringen) angesagt, dann wurde in Köckern pausiert. Ich erinnere mich noch sehr gut daran. Ich habe mir immer eine große Toblerone® gekauft und meine Eltern zwei Flaschen von dem alkoholischen Gesöff. Zigaretten haben sie nicht mitgenommen, da keiner in der Familie oder Bekanntschaft rauchte.

Vor meinem inneren Auge sehe ich heute noch die Werbung an den Türmen, wenn wir die Elbe- Brücken überfuhren.

Plaste und Elaste aus Zschkopa

Karl Zeiss Jena Optik

Orwo- Film aus Wolfen

Ruhla- Uhren aus Glashütte

Hatten wir dann endlich den Transit durchquert, wurde erst einmal aufgeatmet. Geschafft! Obwohl meine Eltern mir das nie direkt vermittelt haben, aber als Kind spürt man das eben, ging es ihnen genauso. Auch wenn es keine Grund zur Sorge gab, es war immer ein unheimliches Gefühl.

Als ich dann volljährig war und selbst den Führerschein hatte, war mir die Pause in Köckern bzw. Ziesa eher unangenehm. Da scharrten sich dann die Bürger der DDR, wie es so schön hieß, um uns und das Westmotorrad und wir wurden mit Fragen bombardiert. „Boah ey, da steht ja 200 auf dem Tacho, kann die Maschine wirklich so schnell fahren?“ Klar konnte die und andere noch viel schneller. Man konnte die halt nicht mit einer alten Simson vergleichen.



Mai 2014
******013 Paar
72 Beiträge
(sie) Ostkind aus dem Tal der Ahnungslosen, die Mauer war surreal und ich war vor dem Mauerfall auch nur zweimal in Berlin, wir hatten einfach keinen Bezug hierher und fanden die verwöhnten Preussen eh doof *lach* Viele Zusammenhänge wurden einem erst später klar. Dennoch habe ich Gänsehaut, wenn ich die Linie im Straßenbild sehe, alte Dokumente betrachte, mit Leuten rede. Es mag nichts perfekt sein, aber uns ist oft nicht klar, wie gut es uns geht und welche Freiheiten wir haben. Und das diese auch gehütet werden will.

Da sich der 13.8. mit meinem Geburtstag streift, bleibt das auch immer präsent.
****_80 Frau
191 Beiträge
@*******ter ich glaub ich war auf der gleichen Schule... *gruebel*
*******ter Frau
5.872 Beiträge
@ AnDr_80
2. P.O.S. Robert Koch (1. Gymnasium Ernst Friedrich) Wildenbruch Straße.
****_80 Frau
191 Beiträge
Nee, dann doch nicht.
Ich meinte eine Grundschule in der Annenstr.

Aber wäre witzig gewesen... *zwinker*
*******009 Paar
6.323 Beiträge
Ich (er) als "gelernter Wessi" kann mich noch recht gut an meinen ersten Besuch in Berlin erinnern, das war in der 10. Klasse Abschlußfahrt...
irgendwie hatten wir bei der Einreise einen langen stopp an der Grenze, wenn ich mich recht erinnere, wurde da von West- auf Ost-Lok gewechselt. und dann die Grenzer mit ihrem Bauchladen! *g*
der Ausweis (ich denke, es war noch der Kinder-Ausweis wurde aufmerksam durchgeblättert, waren ja viele Stempel drin von Ex-Yugoslawien und Österreich, und dann abgestempelt, Aufatmen! *lach*
na, und dann gehörte zu der Reise natürlich auch eine Fahrt nach Ost-Berlin dazu und da ist mir Eines ganz besonders in Erinnerung geblieben:
wir liefen durch Nebenstraßen Richtung Museums-Insel und waren alle entsetzt, daß man sooo viele Jahre nach dem Krieg noch massenhaft Einschüsse in den Mauern sehen konnte! *oha*
*********he311 Frau
470 Beiträge
Auch heute noch lässt mich das Thema 13.08.1961 nicht los.

Sei es beim Erkunden oder Erinnern an den Verlauf der Mauer, sei es bei Kindheitserinnerungen die eng mit Westgrenze, Sperrzone und Passierschein zusammen hängen.

Das war in Thüringen wo ich in einem Dorf gelebt habe, in dem es keinen Durchfahrtsverkehr gab. Und um unsere Oma besuchen zu können, die ca. 25 km ebenfalls in der Sperrzone wohnte, die allerdings geographisch einem anderen Bezirk zugeordnet war, mussten selbst wir einen Passierschein beantragen. Kurzfristig ging da gar nichts... zumindest war man vor Überraschungsbesuchen "von draußen" sicher. Fazit: traumatisch und absolut nicht erstrebenswert.
*******_88 Frau
2.189 Beiträge
13.8. - ich habe 20 Tage nach dem Mauerbau das Licht der Welt erblickt - im Westteil der Stadt, Kreuzberg, fast direkt an der Mauer. Wenn wir vom Balkon nach rechts schauten, blickten wir auf den Landwehrkanal mit dem Schild an der Brücke: „Caution - you are leaving the American Sector“. Direkt dahinter die Mauer. Ein Stück weiter links gab es dann eine andere Brücke, die auf die andere Seite des Kanals führte und noch zum Westen gehörte. Und dort, also hinter dem Kanal, direkt gegenüber unseres Hauses und umschlossen von der eigentlichen Mauer war ein Kinderspielplatz - auf den ich nie gehen durfte. Der lag einsam, umgeben von Büschen und umgeben von der Mauer. Einfach gruselig - der schönste Kinderspielplatz der Welt, Abenteuerspielplatz vom feinsten, ein El Dorado für Pädophile und in Schussweite der Grenzer. Und man schaut da jeden Tag drauf und darf nicht hin.

Ich weiß nicht, wie oft ich mir den Kopf an dieser Mauer reingerannt habe und mich gefragt habe, wie es sein kann, dass Menschen mit solchen schwachsinnigen Argumenten Menschen einsperren - also nicht nur andere Menschen, sondern auch sich selbst. Also nicht mal Hinterwäldler aus dem Tal der Ahnungslosen, im Nirvana von Sachsen an irgendeiner bayerischen Dorfgrenze, sondern in Berlin, wo man Westfernsehen bekam, über die Mauer sehen konnte, viele Wessis auf Besuch in den Osten kamen, usw….

Aber selbst ohne Sicht- und Hörkontakt merkt man doch zehn Meilen gegen den Wind, wenn jemand nur politisch hetzt. Spätestens seit der Erfahrung mit den Nazis sollte man das doch erkennen können, wenn jemand politisch motivierten Unsinn verbreitet, um Macht zu erlangen/zu haben/zu behalten. (Ok, wenn ich z.B. an die Erfolge der AFD denke: ist offensichtlich doch zuviel verlangt… aber ich verstehe es nicht… spätestens wenn ich jemanden ermorden soll, nur weil er das Land verlassen will, müsste ich doch mal über „du spinnst wohl“ nachdenken, oder? Wenn ich ein Volk einsperren muss, damit es nicht abhaut, dann ist doch per Definition schon was falsch - wie kann sich denn auch nur ein einziger Mensch dazu benutzen lassen - geschweige denn eine ganze Armee und on Top noch hunderttausende von Denunzianten… , die sogar die eigene Familie verrieten? *nene* - ist mir noch heute absolut unbegreiflich… Klar, Druck, Verhöre… aber jemand muss ja auch die Verhöre führen und den Druck aufbauen… das waren ja auch nicht gerade wenige…)
*******_88 Frau
2.189 Beiträge
Ich war 19 und hatte Bekannte in meinem Alter in Ost-Berlin. Einer hatte Geburtstag und einen Wunsch geäußert, der schwer zu erfüllen war. No risk - no fun. Ich zog mich also extrem konservativ-erwachsen an: Eibgedrehte Löckchen, Glenchek-Kostüm, durchsichtige, weiße Bluse, High Heels der konservativen Art: Eine Augenweide auf dem Weg zu einem Konzert der klassischen Musik war der Gesamteindruck.
Das Geburtstagsgeschenk war extrem liebevoll eingepackt - und zwar so, dass es unmöglich war, das zu öffnen, ohne die Verpackung unwiederbringlich komplett zu zerstören - und lag ganz offen auf der Hutablage meines Autos.
An der Grenze dann die unweigerliche Frage, was das sei. Ich so:“Da ist ne Schallplatte drin - ein Bekannter hat Geburtstag und sich die gewünscht.“
„Was für eine Schallplatte?“
„Keine Ahnung wie die heißt, habe ich vergessen, ich höre so was nicht. Muss ich das jetzt wirklich aufmachen und nachschauen?“ Dazu ein verzweifelter Augenaufschlag und der Griff zu der so toll verpackten Platte.
„Nee, schon gut“
Durchgewunken… Die Psychologie hatte geklappt.

Wenn dieser Grenzer geahnt hätte, WAS er da durchwinkte… Pink Floyd - The Wall *rotfl*
*******_88 Frau
2.189 Beiträge
Transit mal anders - es gab noch eine selten benutzte Transitstrecke nach Sassnitz zu den Fähren nach Trelleborg und Richtung Russland. Da wollten wir hin. Also rechtzeitig losgefahren, die obligatorischen 2 Stunden Grenzkontrolle vorsichtshalber verdoppelt, um nur ja nicht die Fähre zu verpassen und mit unserem Zeltanhänger losgefahren.

Kennt ihr die Dinger? Kleiner, kompakter Anhänger und wenn man die Seiten auseinander zog und dann aufklappte, hatte man einen recht geräumigen Mesh aus trockenem Unterbau eines Wohnwagens und der Gemütlichkeit eines Zeltes. zusammen geklappt war oben drauf Platz für Decken, Kleidung und sonstiges Reisezeugs.

Wir kommen jedenfalls an der Grenze an, warten und warten und mein Vater brauchte ein Taschentuch - war aber keines da. Dann mussten wir die Plane des Anhängers aufmachen. Mein Vater sieht eine Packung Tempos und in einer schnellen Bewegung greift er die, nimmt eines raus, putz sich die Nase und steckt die restliche Packung in seine Jacke. Hektisch-erleichtert.

Ahnt ihr, was danach los war? Leibesvisitationen bis hin zu nackt ausziehen müssen (also meine Eltern, mich haben sie nur angezogen abgetastet), die haben jedes einzelne Taschentuch auseinander genommen, den Zeitanhänger komplett gefilzt…

Wir sind morgens losgefahren, abends um sechs ging das Schiff und als wir endlich darauf fuhren, hatten wir noch nicht einmal richtig geparkt, da legte die Fähre ab. Das war letzte Minute…

Die Angst um meine Eltern sitzt mir immer noch in den Knochen - als ungefähr 9-jährige kann man sowas ja überhaupt noch nicht einordnen und wer weiß schon, was die finden und denen „rechtswidrig“ erscheint? Mit normalem, gesunden Menschenverstand hatte diese Willkür an den Grenzen ja eh nichts zu tun…

Werde ich nie vergessen - im Nachhinein absolut tauglich für eine Comedy-Sendung, die Geschichte *witz* , aber live erlebt: nicht lustig und wenn man erst 9 ist, noch weniger lustig!
*******dom Frau
89 Beiträge
Ja, so ging es uns auch. Wir sind so oft wie möglich "rüber" gefahren. Kaugummis, Nutella etc. mitgebracht. Sogar mal ein Fahrrad. Gab riesen Ärger an der Grenze.
Endlich Mauer gefallen. Großer Jubel!!! Tada: Familie seid dem 4x gesehen, davon war eins eine Beerdigung. Das zum Thema : wenn wir uns doch öfter sehen könnten. *bravo*
*******inde Frau
42.966 Beiträge
Eine weitere Kurzgeschichte von mir, in der ich meine Erfahrungen niedergeschrieben habe ....



Wendezeit

Ich erinnere mich noch sehr gut an damals, an die Zeit, als die Mauer schon gefallen war. Und noch nicht ganz, also offiziell meine ich. Wir konnten West- Berlin schon ohne große Probleme verlassen, dass heißt, man musste nicht zu einer dieser Passierschein- Stellen und Wochen vorher die Einreise beantragen, sondern konnte ganz spontan losfahren. Allerdings wurden an den innerdeutschen Grenzen immer noch die Papiere zum Vorzeigen verlangt. Bei uns war das der behelfsmäßige Berliner Personalausweis, denn wir waren nach DDR- Gesetzgebung nur Personen mit ständigem Wohnsitz in Berlin West im Gegensatz zu den Westdeutschen also Bürgern der BRD wie es so schön hieß - doch die Abfertigung dauerte längst nicht so lange wie zu Mauer- Zeiten.

Wir unternahmen einige Tagesausflüge in das Berliner Umland, dass kannten wir so gar nicht, da wir in West- Berlin eingemauert waren und in der Regel nur der Transit - neben dem Flugzeug - die einzige Möglichkeit war, West- Berlin zu verlassen. Meistens waren wir mit dem Motorrad unterwegs, das Auto nutzten wir eher im Winter, ganz nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“. Und kleidungstechnisch waren wir sehr gut ausgestattet und für jede Jahreszeit gewappnet.

Egal, welchen Grenzübergang wir benutzten, wir wurden regelmäßig - durchschnittlich jedes zweite Mal - herausgewunken und kontrolliert. Das war dann nicht mit einer einfachen Passkontrolle getan - wir, unsere Ausstattung und das Motorrad wurden ausgiebig inspiziert. Eigentlich ist es auch kein Wunder, wenn man die damaligen Verhältnisse und Denkweise mancher Menschen berücksichtigt, egal ob Ost oder West: Motorradfahrer, mein Mann mit Vollbart und langen Haaren, da konnte doch nur etwas Verdächtiges im Spiel sein.

Also wurden wir in einen Untersuchungsraum gebracht. Als erstes mussten wir unsere Helme auf den niedrigen Tresen legen. Die wurden dann von den VoPo's in die Hände genommen und von allen Seiten beäugt, bevor sie anschließend einzeln in einer kleinen Kammer den Röntgen- Strahlen ausgesetzt wurden. Ich frage mich heute noch, was die damals in den Helmen vermutet haben.

Das war natürlich noch nicht alles, sondern erst der Anfang. Nun hieß es „Taschen ausleeren“ und auf Nachfrage „Ja, alles“. Okay, sie hatten es ja nicht anders gewollt - schließlich wusste man inzwischen wie das Ganze abläuft - also wurden die Taschen komplett geleert. Ich musste mir das Lachen verkneifen, wenn sie mit spitzen Fingern das benutzte Taschentuch anfassten und sagten: „Das können sie wieder einstecken“ und ich ganz unschuldig „Sie haben doch gesagt, ich soll alles auspacken“. Auch vor der Geldbörse wurde kein Halt gemacht, sie musste bis in den kleinsten Winkel untersucht werden. Wir hatten damals diese praktischen Dinger, die mit einer Kette an der Börse befestigt waren und am anderen Ende befand sich eine Lederschlaufe mit Druckknopf um sie am Gürtel zu befestigen. Die VoPo's durften die Portemonnaies nicht in ihre Hände nehmen, also mussten wir jedes Fach weit öffnen, damit sie hineingucken konnten. Das Münzfach war mit einem Reißverschluss zu öffnen und zu schließen, sonst wären die nicht lange in ihrem Fach geblieben. Also Reißverschluss auf, Münzen in eine Ecke schütteln und dem VoPo's die Börse entgegen strecken, damit dieser mit seinem Finger in die Ecke pieken konnte um nach dem unglaublichen Irgendwas zu suchen. Dann die Münzen in die andere Ecke schütteln und die gleiche Prozedur von vorne.

Ach so, die filmübliche Leibesvisitation mit Körper, Arme und Beine abklopfen, durfte selbstverständlich auch nicht fehlen. Nachdem sie an uns, unserer Kleidung und Ausstattung nichts gefunden hatten, durften wir alles einpacken und es ging wieder nach draußen.

Auch das Motorrad wurde einer ausführlichen Besichtigung unterzogen. Nur als Beispiel: Es wurde sogar mit einer Taschenlampe in den Tank geleuchtet, die restlichen Details hier aufzuführen werde ich mir und euch lieber ersparen. Ich kann nur sagen, dass ich froh bin, damals kein Gepäck dabei gehabt zu haben, sonst hätten die VoPo's bestimmt jedes Teil einzeln in die Finger genommen.

Selbst mit dem Auto war man vor einer Durchsuchung nicht gefeit. Ein Freund von uns hatte sich preisgünstig einen gebrauchten, sehr alten weißen Daimler gekauft. Der hatte noch ein halbes Jahr TÜV, der noch abgefahren werden sollte und dann durfte das die Kiste auf dem Schrottplatz ihr Restleben fristen.

Am Grenzübergang wurden wir wieder rausgezogen und sowohl das Auto und auch wir Insassen einer gründlichen Durchsuchung unterzogen. Dann kam erst einmal die übliche Frage, wenn wir in einer Gruppe unterwegs waren, „Zu wem gehört die Dame?“. Nachdem das geklärt war, wurden mein Mann und ich in einen Untersuchungsraum geführt - wie das mit der Personenkontrolle aussah, habe ich ja schon ausführlich beschrieben.

Durch ein Röntgengerät wurde der Wagen zwar nicht geschoben, aber alle Türen und Klappen geöffnet, sämtliche Matten gedreht und gewendet - ja sogar vor dem vollen Aschenbecher wurde kein Halt gemacht. Der Vorbesitzer des Wagens war ein Handwerker gewesen und daher blitzte und funkelte der Wagen nicht von außen und schon gar nicht im Innenraum, alles war irgendwie keimig. Als der VoPo mit der Hand durch das Fach in den Türen geglitten war und sie wieder herauszog, war diese schwarz. Wir mussten uns das Grinsen und vor allem das Lachen verkneifen, wer weiß was die VoPo's sonst vielleicht mit uns angestellt hätten.

Irgendwann ließ man uns dann passieren und wir fuhren durch die frühabendliche Dunkelheit, denn es sollte getestet werden, wie sich die fahrende Errungenschaft sich auf der Landstraße so machte.


März 2015
*******_88 Frau
2.189 Beiträge
@*******inde Wendezeit: Wann soll das gewesen sein? Finde ich ja spannend…
Also ich habe nichts mitbekommen von Grenzerleichterungen oder visafreie Einreise ins DDR-Umland - und ich habe bis 2005 durchgängig in *berlin* West gelebt… Allerdings hatte ich auch nie das Bedürfnis, in die Zone zu fahren. 4x/Jahr Ost-Berlin hat gereicht an Aufregung (also plus Transit nach Wessi-land. Wir sind ja Ende der 70er/Anfang der 80er teilweise zum Kaffee *kaffee* trinken 150 km nach Helmstedt und wieder zurück gefahren, nur um mal Freiheit zu schnuppern. Aber definitiv nicht ins Berliner Umland. Zumal uns dafür der „Eintritt“ viel zu teuer war. Umtausch war ja gezwungene 20 D-Mark in DDR-Mark pro Tag - und zu kaufen gab es dafür so gut wie nichts. [Außer Kerzen und klassische Musik - die letzten DDR-Kerzen habe ich vor drei Wochen ausgepackt….]
*******inde Frau
42.966 Beiträge
Zitat von *******_88:
Wann soll das gewesen sein?

Frühjahr/Sommer 1990 .... wo die Motorradsaison wieder los ging
*******_88 Frau
2.189 Beiträge
Ahhh, aber das war ja nicht vor der Wende, sondern danach! Die Mauer ist 89 gefallen… und zwar ganz offiziell. Lediglich die Wiedervereinigung war noch nicht da, daher noch die Grenzkontrollen
*******inde Frau
42.966 Beiträge
Die Wende ging von November 1989 bis Oktober 1990



*******_88 Frau
2.189 Beiträge
@*******inde - Das meint Wikipedia, ja, und definiert damit die Wende als Zeitspanne zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung am 3.10.90. In Wahrheit war die Zeit der Wende aber die Ära Gorbatschow bis zum Mauerfall. Danach waren es lediglich zwei deutsche Staaten, demzufolge Grenzkontrollen, und die Fragestellung, ob man das erst einmal(!) so belässt (was deutlich gesünder gewesen wäre für absolut alle Beteiligten!) oder es eine sofortige(!) Wiedervereinigung gibt (was passiert ist und was zu sehr viel Leid auf beiden Seiten beigetragen hat)….
Aber zu „wenden“ gab es da nichts mehr…der Sozialismus hatte schon 89 mit dem Mauerfall ausgedient und war einer echten Demokratie gewichen…

Aber ist ja auch egal, wer da was wie definiert. Klargeworden ist, was du meintest. *zumthema*
*******l70 Mann
160 Beiträge
Meine Familie war durch die Mauer getrennt. Die Eltern meines Vaters wohnten in Lübben in der DDR, wobei mein alter Herr stets "SBZ" sagte, da man die DDR wohl kaum als demokratisch bezeichnen konnte. Jedes Mal wenn wir zu Besuch nach Brandenburg aus West-Berlin fahren mussten, waren etliche Anmeldeformulare notwendig. Die DDR-Grenzer haben die West-Berliner bei den Grenzkontrollen maximal schikaniert und sinnlos warten lassen. Auch in Lübben mussten wir uns jedes Mal extra anmelden, wo man uns stets lange warten lies, obwohl weit und breit kein Anderer sich anmelden wollte und wir lange allein im Warteraum saßen. Es ist schön, dass die DDR Geschichte ist.
****ce Mann
13.879 Beiträge
Gruppen-Mod 
Erinnerung
Zitat von *******ter:
Die Mauer war für mich ein ...Teil meines Lebens.

Für mich leider auch, scheinbar unüberwindbar und für alle Ewigkeit erbaut.
Wer hätte gedacht, daß sich das Volk erhebt und sich alles ändert,- man Geschichte schreibt?

Hier schreiben gefühlsmäßig mehr ehemalige "Westberliner", die mit ihrer unangenehmen Kontrolle an der Grenze verstanden haben, was es für die Menschen bedeutet hat, die immer die Sicherheit des antifaschistischen Schutzwalls in Anspruch nehmen durften.
Was für ein Unterschied, ob man mal zu Besuch kommt und sich über die Grenzschikane ärgern muß oder 365 Tage im Jahr hier leben muß. *gruebel*

Ich will das nicht weiter ausführen, auch keinen politische Grundsatzdiskussion führen.
Gern denke ich an die Kollegialität und Hilfsbereitschaft der Menschen im Osten zurück, eine Eigenschaft, die ich mir weitgehend bis heute bewahrt habe und auch in anderen Menschen erkenne. Das ist nicht unbedingt ein Markenzeichen des Ostens, es war einfach so, wahrscheinlich auch der Situation geschuldet.

Das Fernweh nach der großen weiten Welt war damals fast unerträglich, auch der Wissenshunger, nach den vielen Dingen, die man ideologisch glattgebügelt zugeteilt bekam oder nicht zugänglich fand, es existierte anscheinend nicht. *gr*
Man hatte aber seine Quellen, gerade in Berlin konnte man viele Sender empfangen.

Plötzlich war sie weg, die Mauer. *oh*
Die Welt war plötzlich riesengroß und man mußte seine Entscheidungen selbst treffen, auch die vielen Risiken in Kauf nehmen.
Was ich für mich mitgenommen habe, nachdem ich auch ein wenig rumgekommen bin:
Ich bin ein Berliner, lebe gern in dieser Stadt, meinem Kietz und natürlich in Deutschland.
... und gekocht wird überall nur mit Wasser. *zwinker*
Den Rest der Familie im Westen, der uns immer bemitleidet hat, konnte uns als selbstbewußte und auch selbständige Deutsche nicht mehr so recht leiden
... und arbeiten, sogar Geld verdienen, konnten wir auch.
Die Kontakte nach dem Mauerfall kann man an 2 Händen abzählen, ist auch schon lange her.

Unsere Freunde und Bekannten, die man natürlich auch besuchen kann, kommen jetzt aus vielen Teilen Deutschlands, sogar der weiten Welt.
Was für ein großartiger Gewinn. *freu*



LG Pierce
*berlin*
*****aus Paar
658 Beiträge
Mir persönlich tut es sehr leid das die Menschen aus dem Westteil der Stadt so unter der Grenze leiden mußten und wie schlecht Sie sich an unseren Grenzen gefühlt haben und welche Angst Sie erlitten haben .
Dies alles ist uns im Ostteil ja erspart geblieben.
*zwinker*
Wir haben die Wendezeit voller Freude und Neugier auf ein neues Leben seinerzeit in vollen Zügen gelebt.
Rückwirkend betrachtet stellen wir aber fest das wir uns inzwischen in einer Kompromisslosen Ellenbogen Gemeinschaft befinden in der die Meinungsmache genau so praktiziert wird wie früher ..... und die öffentliche Meinung ebenso wenig jemanden Interessiert wie zu DDR Zeiten .
Anfallende zwischenmenschliche Probleme werden nicht mehr im privaten Rahmen geklärt sondern Gerichte mit Lappalien beschäfftigt .
Man lebt sein Leben für sich ohne dabei nach links oder rechts zu schauen oftmals kennen wir nicht mal mehr unsere Nachbarn .
Sicher früher war man mehr aufeinander angewiesen , jeder half jeden und man war füreinander da .
Das war mit Sicherheit auch der Situation geschuldet .
Rein vom zwischenmenschlichen her betrachtet , wünschte ich mir aber die früheren Zeiten zurück .
******Kat Paar
9.306 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Mal zwischendurch ...
...nur eine kurze Anmerkung *zumthema*

Die Diskussion, was nach 89/90 passiert ist, wird je nach den persönlichen Erfahrungen sehr unterschiedlich sein.
Genau das wollten wir hier nicht diskutieren, sondern uns auf die Zeit der Existenz dieses Bauwerks beschränken.

Also: wie habt Ihr das damals erlebt, was habt Ihr von den Eltern ... mitbekommen ...
Oder aber auch: lange Zeit her, kein Interesse dafür - das wäre ja auch eine zu akzeptierende Meinung.

Lassen wir es bitte beim Thema? *liebguck*
******Kat Paar
9.306 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Den Mauerbau ...
... haben wir zwar biologisch erlebt, aber natürlich nicht bewusst.
Und danach auch zeitweise sehr unterschiedlich: Katrin ist in *mv* aufgewachsen, ich hier.
Vermutlich bin ich auch im Kinderwagen einige Male mal rüber, denn damit konnten manche Dinge einfacher über die offene Grenze gebracht werden, der Kinderwagen wurde nach Auskunft der Eltern nie kontrolliert, sie selbst schon. Aber das war vor dem 13. August 1961 ...

Von den Eltern kamen die Erzählungen, dass sie beim Frühstück bei meinen Großeltern sich unterhalten hatten, ob die Russen wohl wieder Manöver in der Nacht gemacht hatten, denn es waren andauernd Panzer zu hören; wir verbrachten damals jedes Wochenende kurz vor Berlin.
Die 13:00-Nachrichten vom SFB gehörten auch zum Tagesprogramm und dann kamen wohl die Zweifel "Geht ja gar nicht", "kann nicht funktionieren", später "aber lange halten sie das nicht durch" - das war 'ne Fehleinschätzung.
Mein Vater war beruflich auch sehr skeptisch, denn die oberirdischen Verkehrsverbindungen waren ja unterbrochen - was aber war mit den unterirdischen Leitungen usw.? Auch da meinte er, so hat er später erzählt, dass das nicht trennbar wäre - auch ein Irrtum.
Er hat auch persönlich sehr unter der Teilung gelitten als gebürtiger Reinickendorfer, der mit seinen Eltern in den 30ern als Kind nach Weißensee gezogen ist.
Und so hatten wir auch weiter die gesamtberliner Stadtpläne zu Hause, auf denen er mir die komplette Stadt erklärte.
Das wurde später schwieriger, wenn ich von der Stadtautobahn oder dem U-Bahnausbau hörte und gern wissen wollte, wo die denn waren. Da half die Patentante, die am Kutschi wohnte und so hatte ich ab 1972 wieder einen aktuellen Plan.
Die Ost-Stadtplane hörten irgendwann an der Mauer auf, eingetragen waren die Reichsbahnstrecken einschl. der S-Bahnhöfe, ein paar Hauptstraßen, Gewässer und größere Grünflächen (auch der Tiergarten und dort auch das Sowj. Ehrenmal).
*******ter Frau
5.872 Beiträge
Danke @ Pierce
Es ist schwer nicht politisch zu sein in einer Zeit in der Alles und Jedes politisch aufgeladen (wurde) und ich unterstelle Vorsatz, weiter politisch polarisiert wird.

Was wurde nicht alles behauptet, gelogen und in den Himmel gelobt.

Was ich immer öfter vermisse ist die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte sowie der Gegenwart und zwar nicht mit politisch unterfütterten und geduldeten Themen, ausgewählten Meinungsbildnern, die immer zur rechten Zeit auf der Bildfläche erscheinen, sondern durch hinterfragen von Zielen und dem Weg dort hin.

Das die DDR immer noch "nur" Transitland, Sowjetzone und Stasi ist, ist dem mangelndem Interesse an Auseinandersetzung mit der Geschichte allg. und der DDR selbst geschuldet.

Die kritische Sicht und die Leidenschaft mit der DDR Bürger, innen- wie außenpolitische Themen diskutiert haben, ist einer erschreckenden Gleichgültigkeit und Ängstlichkeit gewichen.

Die Bereitschaft Ereignisse als unabänderlich hin zunehmen und sich einer vermeintlich unfehlbaren Mehrheit bedingungslos zu ergeben, sehe ich daher mit großer Sorge.

Auf Rave Partys im Alkohol- und Drogenrausch die Welt verbessern? Dafür habe ich nicht demonstriert!
Zugegen meine persönlichen Wendeziele waren naiv. Dazu stehe ich!
Dafür bin ich heute um so entschlossener mich Ignoranz, Arroganz und Egoismus entgegen zu stellen und das 365 Tage im Jahr.
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