Auch hier eine ganz persönliche Erfahrung:
Vanilla Ehe mit Kids. Früher der Versuch ein wenig BDSM zu geben, was natürlich aufgesetzt und weder echt noch ausreichend war. Dann das öffnen der Ehe, erste Schritte und dann Gefühle - Polyamorie mit weiteren Beziehungen auf beiden Seiten..
Das Machtgefälle in der Komplementärbeziehung ist 24/7 präsent aber kein TPE.
Welche Voraussetzungen?
Nach meinem Ermessen, sehr gute Kommunikation, viel und offen reden, es ist Beziehungsarbeit hoch zwei (wissen wir hier alle) aber dann klappt es. Bei uns seit 2009.
Einflüsse? Ja, immer. Aber eher nicht im BDSM Stil sondern eher im Emotionalen, Mentalen und in der Gemütslage. Als Gefühlsmensch und Herzmensch bin ich natürlich gut darauf, wenn ich etwas schönes erlebe und trage diese positive Energie in das gesamte Polykül und alle bekommen diese guten Vibes mit.
Erlebt eine Partnerin etwas tolles, trägt die Mitfreude weitere positive Energie.
Und genauso trägt das Polykül durch unangenehme Momente und gar schwere Zeiten.
Ich habe das große Glück seit vielen Jahren Halt und Geborgenheit in meinem Polykül zu haben.
Ein weiterer sehr positiver Einfluss ist nach meinem Ermessen ein Einfluss auf die Persönlichkeit und somit sekundär auch auf die Beziehung: die Persönlichkeitsentwicklung. Nach meinem Empfinden wachsen Menschen, die sich ernsthaft mit Polyamorie und BDSM auseinandersetzen. Sie entwickeln sich weiter. Ich persönlich bin in den letzten Jahren deutlich achtsamer in der Kommunikation geworden, klarer, offener und mit deutlich mehr Verständnis für das Gegenüber. Meine Mitfreude ist deutlich intensiver und auch meine Anteilnahme hat sich intensiviert. Kurzum, in unserem Polykül sind wir gemeinsam gewachsen. Wir haben viel gelernt, positiv, wie negativ, wobei das Positive überwiegt und das Negative zur Entwicklung genutzt wurde.