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poly und doch die Suche nach der Einen

********er84 Mann
6.466 Beiträge
Themenersteller 
poly und doch die Suche nach der Einen
Erst einmal ein liebes Hallo in die Runde.

So wohl poly wie auch BDSM sind nun seit über 9 Jahren Bestandteile meiner Lebens und Denkweise. Wie wohl die meisten habe auch ich in dieser zeit eine Entwicklung durchlaufen bei welcher sich alte Denkmuster aufgelöst und oder verändert haben.

Durch meine aktuellen Lebensumstände und meinem poly wie BDSM Denken ist gerade in mir selbst ein Konflikt entstanden den ich versuche aufzulösen und mir hier eben den ein oder anderen Denkanstoß erhoffe.

Zum einem kann ich einfach garnicht anders als meine Liebe nicht nur einer Person geben zu können und habe so auch eigentlich kein Problem wenn auch meine Partnerin ihre Liebe auf mehr als eine Person richten kann.

Genau hier an diesem Punkt aber habe ich jetzt gerade aktuell als Dom/Herr dann doch auch wieder den "extremen" Besitzanspruch einer TPE Beziehung wo SK mit allem was und wie sie ist ausschließlich mir "gehört".

Ich will sie also mein Eigen nennen und ihre Liebe nicht Teilen auch wenn ich sicher gerne mal ihren Körper mit anderen teile um gemeinsam mehr Freuden zu haben.

Für mich sind aktuell gerade diese beiden Seiten in mir ein Widerspruch poly denken und verstehen aber dennoch die Gefühle einer SK alleine beanspruchen wollen.

Vielleicht aber auch ist dieser Konflikt in mir auch gerade nur ein aktueller da es eine Frau gibt auf die ich vollkommen Fokussiert bin, sie in meinem Leben halten will und dennoch kann ich andere geliebte Personen nicht weniger Lieben als bevor es diese Frau in meinem Leben gab. Trotz meines poly Denkens und bisher offen gelebter Sexualität merke ich wie sehr sich dennoch mein Focus nur auf sie richtet.

Mein Poly Denken und fühlen ist jetzt nicht wegen dieser Frau weg aber irgendwie hat es sich doch schon wieder verändert.

Kennt ihr sowas auch und wie geht ihr mit diesem "innerem Konflikt" um?
Ich habe als primären Partner meinen Mann, der schon über 16 Jahre an meiner Seite ist und der mit dem ganzen Bdsm überhaupt nichts anfangen kann. Immer mal wieder habe ich zusätzlich dominante Partner, teils auch mit diesem Besitzanspruch.

Was immer geholfen hat, war, dass es eben einige Dinge gibt, die ich dann nur mit meinem Dom teile. Die nur er "darf".

Ich denke, man kann mehrere Personen lieben, aber nicht derart mehreren Personen "gehören". Also kämen mehrere dominante Partner für mich auch nie in Frage. Es passt nicht dazu, wie ich meine Vorlieben auslebe.

Vielleicht helfen dir diese Gedanken ein bisschen *g*
******978 Mann
3.876 Beiträge
Nein....kenne ich nicht...aber es ist nicht untypisch.

Der Grund dafür könnte, theoretisch, der sein, dass nicht wenige die sich für poly halten es eigentlich nicht sind.....die Gründe hierfür muss jeder für sich selbst herausfinden....;-)
*******lice Frau
144 Beiträge
Ich sehe es ähnlich wie meine Vorrednerin.
Ich denke gewisse Aspekte lassen sich nach Absprache exklusiv halten.

Nichts desto trotz habe ich in der Vergangenheit gelernt, dass ich mir ein pauschales Recht auf andere sexuelle Kontakte nicht einschränken möchte. Bzw. Die generelle Freiheit andere Menschen und explizit andere Männer kennenzulernen. Völlig egal was sich daraus ergibt.

Gefühlt scheint es für manche ja auch so zu sein, dass auch in einer offenen/poly Beziehung nicht mehr als ein Nebenpartner neben dem Hauptpartner zu existieren hat.
Das bringt mich persönlich dann doch zum Kopfschütteln, weil ich nicht eine offene Beziehung führe, um sie anderer Stelle wieder zu schließen.
Dass es insgesamt darum geht, dass bei mehreren Partnern keiner verletzt wird, Stelle ich jetzt Mal als zwingend voran.

Nichts desto trotz kann ich im BDSM Kontext manchen Gedanken in Richtung des Besitzanspruches verstehen. Jedoch nur, solange er nicht einseitig umgesetzt wird. Ich würde also immer eine eigene oder gemeinsame Entscheidung für eine Exklusive Sache vorraussetzen. Solange es mit meine Entscheidung ist und ich mich nicht eingeschränkt fühle, finde ich das tragbar.

Ich persönlich empfinde dein Anliegen aber ebenso als Gedankenproblem für mich. Wie kriege ich beides gut vereinbart? denn scheinbar sind die toleranten poly mit BDSM Vorliebe rar - was mich irgendwie erstaunt.
Ich teste es gerade aus und Versuche mich erst dem Aspekt der Offenheit und Toleranz zu widmen, bevor ich auf spezielle Vorlieben und d/S Verhältnisse eingehe. Weil dann vielleicht die Verbindung stärker ist. Keine Ahnung ob es klappt.
*****olf Mann
2.184 Beiträge
Ich führe meine D/s-Beziehungen ausschließlich, in beiden Richtungen. Mein D/s hat aber auch kaum einen Sexbezug. Von daher funktioniert das sehr gut.
****ise Mann
1.551 Beiträge
Zitat von *********tten:
Ich habe als primären Partner meinen Mann, der schon über 16 Jahre an meiner Seite ist und der mit dem ganzen Bdsm überhaupt nichts anfangen kann. Immer mal wieder habe ich zusätzlich dominante Partner, teils auch mit diesem Besitzanspruch.

Was immer geholfen hat, war, dass es eben einige Dinge gibt, die ich dann nur mit meinem Dom teile. Die nur er "darf".

Ich denke, man kann mehrere Personen lieben, aber nicht derart mehreren Personen "gehören". Also kämen mehrere dominante Partner für mich auch nie in Frage. Es passt nicht dazu, wie ich meine Vorlieben auslebe.

Vielleicht helfen dir diese Gedanken ein bisschen :)

Damit hätte ich als der Primärpartner allerdings ein Problem!
Aroree und ich führen keine ausformulierte oder ausgeprägte D/s-Beziehung. Diesen Aspekt lebt sie weitestgehend mit Ihrem Zweitpartner aus. Dennoch gibt (gab) es nichts in dieser Hinsicht, was ohne mein Einverständnis geschieht. So hat es beispielsweise mehr als zwei Jahre gedauert, bis er das Recht von mir bekam, ihr das Halseisen anzulegen.
Klingt jetzt vielleicht viel restriktiver, als es in der Realität abläuft. Tatsächlich gibt es viele Dinge, die nur die beiden teilen. Es geht aber um den Punkt, des exklusiven "Dürfens". In dem Augenblick, wo er etwas "darf", ich aber grundsätzlich nicht, bin ich nicht mehr der Primary. Das geht mit meinem Selbstverständnis allerdings nicht einher. Ich "dulde" jederzeit weitere Partner neben mir (oder unter mir *zwinker*), aber niemals über mir.
Übrigens gilt gleiches auch umgekehrt. Und diese Notbremse haben wir leider bereits ziehen müssen.
****ise Mann
1.551 Beiträge
Zitat von ********er84:


Für mich sind aktuell gerade diese beiden Seiten in mir ein Widerspruch poly denken und verstehen aber dennoch die Gefühle einer SK alleine beanspruchen wollen.

Vielleicht aber auch ist dieser Konflikt in mir auch gerade nur ein aktueller da es eine Frau gibt auf die ich vollkommen Fokussiert bin,

Mein Poly Denken und fühlen ist jetzt nicht wegen dieser Frau weg aber irgendwie hat es sich doch schon wieder verändert.

Kennt ihr sowas auch und wie geht ihr mit diesem "innerem Konflikt" um?

Ich glaube, ich kann deinen Konflikt nachempfinden. Tatsächlich denke ich aber, es ist gar kein wirklicher Widerspruch. Wenn du im Moment das Bedürfnis hast, dich in aller Intensität um nur einen Menschen zu kümmern, dann ist das so. Deine prinzipielle Haltung und deine Fähigkeit zur Polyamorie muss davon doch nicht zwangsläufig berührt werden.
Schwierig wird es erst, wenn es bereits mehrere Partner*Innen auf deiner Seite gibt, und jetzt dein Wunsch nach zumindest temporärer Exklusivität aufkommt. Dann musst du prüfen, welches Bedürfnis wichtiger ist; schwerer wiegt. Die daraus folgende Entscheidung allerdings kann dir niemand abnehmen.

Aber so habe ich dich nicht verstanden. Es ging dir "nur" über theoretische Überlegungen, oder?
********er84 Mann
6.466 Beiträge
Themenersteller 
Naja die Entscheidung hat mir die Liebe abgenommen und lässt mir auch keine Wahl, sie ist eben bedingungslos *zwinker*

So gibt es also bei mir Mentale Liebesverbindungen zu mehr als einem Menschen doch aktuell und Sexuell ist es physisch eben der Focus rein auf die eine.
Profilbild. Ausschnitt aus "Schattenriss" von 
https://www.joyclub.de/my/1634705.lightartist.html

Oriiginalbild siehe Album.
****a73 Frau
4.130 Beiträge
Zitat von ******978:
Der Grund dafür könnte, theoretisch, der sein, dass nicht wenige die sich für poly halten es eigentlich nicht sind.....die Gründe hierfür muss jeder für sich selbst herausfinden....;-)

Da sehe ich auch den springenden Punkt.

Exklusiver Besitzanspruch und Poly passen nicht zusammen. Poly funktioniert nur wenn alle im Gefüge so denken und handeln und den anderen auch diese Freiheit zugestehen ... so meine Erfahrung.

Ich hatte auch einen herrn der meinte mein Sexleben kontrollieren zu müssen ... das endete sehr sehr unschön. Einer der das verlangt wäre bei mir automatisch raus, da würde ich mich auch nicht auf ein "na gut dann nicht" einlassen weil es mir deutlich zeigt, daß er eigentlich anders denkt und sich in dem Punkt dann nur "verbiegt" das wird auf Dauer nicht funktionieren.

Manche reden sich ein Poly zu sein sind aber eigentlich eher Swinger (sex mit anderen ist o.k. aber bitte keine Gefühle) . Irgendwie ist "Swinger" derzeit auch negativer belegt als "Polyamor" was natürlich Quatsch ist, aber darum deklarieren sich viele eben aus "Imagegründen" bewusst oder unbewusst vom Swinger zum Poly um. Das solltest Du mal hinterfragen, wo Du denn eigentlich stehst.

Was ich hald total daneben finde ist sich selbst etwas rausnehmen zu wollen, es dem anderen aber nicht zuzugestehen. das wird früher oder später nach hinten los gehen das schafft Ungleichgewicht.
@*******_SH dann lebt ihr das sehr anders, als wir. Ich brauche für nichts eine "Erlaubnis". Ich muss meine Partner auch nicht erst "absegnen lassen", wie ich es schon bei anderen erlebt habe.

Ich bin eine freie Person, wer etwas bei mir darf, das entscheide ich. Da mein Mann kein Stück dominant ist, stand es nie im Raum, dass er mir ein Halsband anlegt, ich mich vor ihm auf die Knie begebe oder er mir einen Orgasmus verwehrt.

Für mich ist es nicht so, dass mein Mann "über anderen" steht. Solche Vergleiche sind mir zu blöd, weil ich zwar mehrere Menschen lieben kann, die Liebe aber nie gleich ist.

Ich bezeichne meinen Mann als meinen primären Partner, einfach dadurch, dass er meine Konstante ist. Wie sind schon so lange zusammen, haben viel erlebt, er ist derjenige, der mit zu familienfeiern kommt, derjenige, dem ich geheiratet habe und mit dem ich meinen Alltag bewältige.

Eine Rangordnung schließe ich kategorisch aus. Ich lasse mir auch von einem Dom nie grundsätzlich Dinge verbieten, die das Leben mit meinen Mann negativ beeinflussen würden.
*********ss75 Frau
637 Beiträge
So, jetzt muss ich erst einmal sortieren, wer mit dir eigentlich alles "verbandelt" ist.
Du scheinst aktuell eine Beziehung mit nur einer Frau zu leben, fügst für dich selbst aber quasi rein mental noch mindestens 2 andere hinzu?
Ich sehe jetzt auf der weiblichen Seite so beim schnell-drüberlesen eigentlich nur Soloprofile bei den Mädels. Somit scheint es damenseitig keinen weiteren Partner zu geben, oder?
Was sagt denn die Dame deiner Begierde zu der Situation und deiner Problematik? Vielleicht hat sie derzeit ja überhaupt nicht das Bedürfnis, ihren Kontaktkreis zu erweitern und du setzt dich unnötigerweise gerade selbst mental unter Druck? Vielleicht ist die Situation mit dir für sie völlig in Ordnung und sie möchte derzeit auch nicht mehr? Das würde ich einfach mal offen ansprechen... Gerade wenn Beziehungen frisch sind, dann ist der Reiz doch groß, den anderen erst einmal in Ruhe kennenzulernen. Ich persönlich hätte in dieser Zeit null Interesse an noch einem Neuen. Auch könnte ich mir gerade im DS-Kontext gut vorstellen, dass Frau durchaus ihre Befriedigung aus genau diesen Restriktionen ziehen könnte, die du derzeit für sie zu brauchen scheinst, um wirklich in der neuen Situation anzukommen.
Ja, hier schreien jetzt alle auf, die für Gleichberechtigung in aller Konsequenz sind, Asche auf mein Haupt! Aber hey, das ist eine BDSM-Beziehung und Machtgefälle i.d.R. etwas völlig normales und von beiden Parteien auch gewünscht, wenn nicht gar gefordert.
Mir fehlt halt hier noch Hintergrundwissen, wie die zugehörige Dame diese Welt gerade betrachtet... Es spricht vielleicht wirklich nichts dagegen, erst später einmal das Beziehungsgeflecht zu erweitern, wenn auch du dabei ein gutes Bauchgefühl hast *zwinker*
Das wird schon!
Ich kann die innere Zerrissenheit nachvollziehen. Aber vielleicht bist du doch monogamer als du denkst, obwohl du denkst poly zu sein? Das passiert. Ist ja auch kein Beinbruch, wenn Du die Richtige triffst. 😊 Ich bin poly, meine Partner nicht. Much muss man teilen, ich teile nicht.

Viel Glück.
Genau diese innere Zerrissenheit kenne ich ebenfalls. Wir suchen ja wenn dann auch nur noch die eine Frau die zu uns passen wurde.

Eine weiter in einer monogamen Polybeziehung, wo eben BDSM von meiner Seite eine sehr goßen spielen würde.

Es wurde immer vom *einhorn* gesprochen, dass wir suchen. Ja das stimmt, es ist das Einhorn.

Viele können sich das nicht vorstellen, was sehr schade ist. Warum gibt man sich selbst nicht die Chance es sich selbst zuzutrauen? Möchte man nicht die Vorteile die so eine Beziehung bietet sehen, gerade wenn man sich dann vorstellt, zu dritt irgendwann mal leben zu können?

Daher Poly kann sehr wohl auch einen Exklusivanspruch haben, wenn man sich nicht nur allein sieht. Denn beide anderen teilen ja auch, was aus unserer Erfahrung mehr gibt als man angeblich verliert.

PS allein aus Gesundheitsgründen, ist halt für uns nichts anderes denkbar.
*******iger Frau
67 Beiträge
Ich befinde mich zwar auf der sub Seite aber doch in vergleichbarer Konstellation.
Gefühlsmäßig gehöre ich meinen 1. Herren und werde das auch immer tun. Er wäre der einzige für den ich beriet wäre gewisse Sachen zu tun (v.a. änderung des äußeren Kontrolle über Outfits etc.)
Doch ich Spiele auch mit anderen und hätte dort auch gerne wieder eine poly Beziehung zu einer weiteren Herrschaft wie ich es schon in der Vergangenheit pflegte.
Das besitzt werden drückt sich bei mir vor allem in dem wissen aus sollte mein erster Herr wieder erwarten entscheiden wieder monogam zu Leben und mir das mit ihm monogam sein oder ohne ihn poly zu Wahl stellen ich entgegen meines Typs mit ihm monogam leben würde.
LG Anna
*******lice Frau
144 Beiträge
@*******urig

Wunderschön beschrieben. Ja, besagtes Einhorn suche ich/wir auch. Und ich kriege auch immer wieder zu hören dass es das nicht gibt oder nicht sein kann/darf.
Aber warum nicht offen sein für das was da vielleicht noch wartet. Wie war das: Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt. Kitschig, ich weiß *zwinker*
*****a_A Frau
13.061 Beiträge
Zitat von ********er84:
Kennt ihr sowas auch und wie geht ihr mit diesem "innerem Konflikt" um?

Im Grunde sind jene inneren Konflikte gar nicht Notwendig.
Wie Sie wissen lebe ich seit 8 Jahren mit meinem Herrn im TPE. Ich diene aber auch 2 Femdoms, die mich ziemlich fordern.

Ich halte es für wichtig, wenn ein Herr sich zu Anfang einer solchen Beziehung stark auf die Sub/Sklavin konzentriert. Schließlich möchten beide Teile die Beziehung erstmal in Ruhe festigen.

Zitat von ********er84:
Genau hier an diesem Punkt aber habe ich jetzt gerade aktuell als Dom/Herr dann doch auch wieder den "extremen" Besitzanspruch einer TPE Beziehung wo SK mit allem was und wie sie ist ausschließlich mir "gehört".
Diesen Besitzanspruch hat mein Herr auch.
Dieser geht aber nicht verloren, nur weil die Sklavin tiefe Gefühle auch für andere empfinden kann.
Mein Herr fühlt seinen Besitzanspruch sehr stark...wenn ich wie ein Falkenmädchen zu ihm zurück kehre und ihm alle Gefühle ihm zurück gebe..ihm alles erzähle was ich gefühlt habe...und auch generell ihm alles sage...was ich wie für andere fühle. Warum ich das tue? Weil es IHM gehört....
Fromm_Alice

Danke für die Zustimmung.

Alles andere macht aus unserer und meiner Sicht echt keinen Sinn. Wir verstehen nicht, warum andere nur weil sie selbst es nicht könnten alles immer ins Reich der Fabeln verweisen.

Aber gut, muss jeder selber wissen, aber wir lassen es lieber als uns wieder auf irgendwelche Abenteuer einzulassen, wo wieder nur Gefühle verletzt werden.
*********rgara Frau
8.422 Beiträge
Polyamor fühlen und leben sind für mich zwei verschiedene Dinge.

Ich weiß, ich kann mehrere Menschen gleichzeitig lieben und jeden anders und schlecht vergleichbar.

Die Frage ist , wie möchte ich das leben und auch wie kann ich das?

Es fordert viel Arbeit und Kommunikation mehr als eine Beziehung zu führen. Wenn ich die nicht leisten kann, lasse ich es lieber ehe ich zwei Beziehungen nur halb und nicht richtig führe...

Überhaupt kein Problem sehe ich darin eine Beziehung zu führen und mehr als eine Person zu lieben. Die weiteren Lieben haben dann eben weniger Raum , weil sie keine Beziehungen sind. Vielleicht sind es Freundschaften. Vielleicht auch Lieben ohne Schublade. Ich bin da offen.

Bei Besitzdenken ist für mein Empfinden das Ego schon wieder stark. Ich will der einzige sein, der Beste sein, bevorzugt werden, mehr geliebt werden...
Da kann man sich anschauen, warum das so ist.
Oder auch nicht. Jeder hat da einen anderen Weg.

Liebe ist für mich bedingungslos. Ich verdiene sie ohne Vorbehalte und versuche sie auch so zu geben.
Das passt gut ins Polydenken, weil im Idealfall lieben sich alle und alle sind versorgt. Theoretisch. Mit der Primärbeziehung ist das schon wieder eine Einschränkung.
Ich liebe Dich, will aber die Hauptrolle spielen bei Dir... Nur dann glaube ich Dir Deine Liebe? Fühle mich ausreichend geliebt? Werden meine inneren Zweifel an mir selbst nicht geweckt?

Just my two Cents...
*******aro Frau
66 Beiträge
Ich sehe da eigentlich noch gar keinen Konflikt 🤔
Dass sich der Fokus verschiebt, wenn man jemand Neues kennenlernt, scheint doch normal.. erste Verliebtheit, alles spannend und neu.
Solange Du versuchst, Deinen anderen Frauen genauso gerecht zuwerden 🤷‍♀️
Und bei einer D/s Beziehung finde ich dieses Besitzdenken macht doch gerade einen großen Teil dessen aus, um was es geht. Solange sie es genau so leben möchte wie Du.
Bei uns funktioniert es jedenfalls..
Mein Herr hat mehrere Damen,
ich bin exklusiv..
******978 Mann
3.876 Beiträge
Also...wenn man eine Hauptsub oder einen Hauptdom hat, ist dass keine polyamore Angelegenheit... zumindest in meinen Augen...
*****a_A Frau
13.061 Beiträge
Zitat von ******978:
Also...wenn man eine Hauptsub oder einen Hauptdom hat, ist dass keine polyamore Angelegenheit... zumindest in meinen Augen...

Naja... ich persönlich lebe ja mit meinem Herrn zusammen, leben den Alltag gemeinsam und alles was dazu gehört. Mit einem anderen Herr lebe ich ja nicht zusammen. Wenn ich jenes tun würde...würde ich aus meinem Verständnis heraus Polygam leben...und das tu ich nicht.
Hauptdom ist vielleicht auch ein falscher Ausdruck..aber das ist eben der Mann, mit dem ich Alt werden mag. Das hat nichts damit zu tun, das ich einen anderen weniger Liebe.
Die Form dessen ist nur anders...Liebe hat 1000 Facetten
*****olf Mann
2.184 Beiträge
Zitat von *******lice:
@*******urig

Wunderschön beschrieben. Ja, besagtes Einhorn suche ich/wir auch. Und ich kriege auch immer wieder zu hören dass es das nicht gibt oder nicht sein kann/darf.
Aber warum nicht offen sein für das was da vielleicht noch wartet. Wie war das: Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt. Kitschig, ich weiß ;)

Ich war mal eines. Ungesucht, ungeplant.
Unglaublich tolle Zeit. Als jedoch eine Beziehung zu Ende war, war es auch die andere. Viel Sonne, viel Regen...
Und irre anstrengend, aber auch irre schön.
********er84 Mann
6.466 Beiträge
Themenersteller 
Erst einmal ein DANKE in die Runde, freut es mich hier einen so regen Austausch angestoßen zu haben.

Aber wo fange ich jetzt an???

1. Liebe braucht für mich keine Art von Partnerschaftlicher Beziehung oder physischem kontakt und ebenso ist Liebe bedingungslos.

2. Poly passt für mich nur dann wenn alle beteiligten untereinander mit positiven Gefühlen verbunden sind. Ich muss den/die weitere Person nicht selber Lieben aber wir sollten doch auch gerne Zeit zu mehreren verbringen. Das gesamte Miteinander im Poly muss für mich Harmonisch sein und das Gemeinsame von allen bei allen im Vordergrund stehen.

3. Als ein sich selbst reflektierender Mensch ist mir sogar bewusst aus welchen meiner Vergangenheitsprägungen dieser hohe "Besitzanspruch" herkommt.

5. bei all den ganzen Postings hier und meinen Gedanken dazu fällt mir auf wie viel der Faktor Zeit für mich eine Rolle bei dem ganzem Spielt und auch bei diesem kann ich sagen was aus meiner Vergangenheit dieses Bedürfnis begründet.

6. Mit der Entsprechenden Dame befinde ich mich im Dialog über diese Thematiken denn ich vertrete die Meinung wenn ich Offenheit und Ehrlichkeit fordere muss ich sie ebenso geben.

Hier jetzt aber auf ihre Seite einzugehen würde:

A von dem eigentlichem Konflikt den ich gerade in mir selber habe abschweifen

B ihre Privatsphäre verletzen und dem vertrauen schaden.

weshalb ich dazu nur sage das wir uns bisher in unserem gemeinsamen Weg noch immer einig geworden sind auch wenn uns beiden noch nicht ganz klar ist wo das ganze letztlich hingehen wird.

7. Letztlich ist es wohl mein Wunsch mein Leben mit einer (aktuell am liebsten dieser) Frau/Sklavin zu teilen und gemeinsam offen für weitere Personen in unserem Kreis zu sein.

8. Ja eine Beziehung muss genauso wie Liebe und Vertrauen wachsen und bei all dem spielt dann wieder der Faktor Zeit eine Rolle.

Je weniger Zeit es für gemeinsames gibt, je weniger gerne Teile ich diese mit anderen. Lebt man 24/7 mit einander Teile ich diese zeit dann auch gerne mit anderen um ihr und so auch mir zusätzlich positives ins Leben zu holen.

9. Es freut mich aber letztlich hier auch zu lesen das es auch andere Gibt bei denen der herr poly und SK Mono ist.

Das Thema hier sollte auch keinerlei Bitte um Beziehungsberatung oder die Bitte um gut gemeinte Beziehungsrahtschläge sein sondern rein mir Anstöße geben um mich selbst zu hinterfragen / reflektieren. Das hat dieses Thema auf jeden Fall gemacht und ich Danke nochmal für die rege und gute Beteiligung.
Nun werte Gemeinde,
ich habe diesen Threat intensiv verfolgt und die
Beiträge vermittelten mir eine Ahnung von der Bandbreite
und Komplexität polyamorer Beziehungen mit BDSM-Kontext,
welche gelebt werden, wirklich bemerkenswert...

Man verzeihe meine nun folgenden, wohl ketzerischen Gedanken
und die sicher zunehmende Of-Topic-Tendenz,
mag mich das allsehende ModeratorenAuge dafür strafen*feix...

Ich bin auf Einladung hin in diese Gruppe gekommen
und konnte mich bisher zu keiner Lautäußerung durchringen,
da ich stark fremdele, u.a. mit der Unbedingtheit, mit
der Polyamorie gelebt, ja geradezu zelebriert wird, oder werden muß?
Es scheint wenig Zweifel zu geben, die Liebe ist so leicht teilbar
wie ein Rührkuchen, aber ohne daß die einzelnen Teile kleiner
als das Ganze erscheinen, die Unmöglichkeit als tägliche Routine
und Beziehungsmodell. Terminplanung und Aufmerksamkeitsökonomie
unter TPE Bedingungen, das funktioniert und macht sogar glücklich?
Und nicht zuletzt: alles bewußt und planvoll aufgebaut, architektonisch
wie moralisch makellos, PC geprüft und unbedenklich?
Ich neige zu Zweifeln...

Der Suche nach dem Einhorn jedoch kann ich mich vorbehaltlos
anschließen, die trifft genau meine Vorstellung von Polyamorie,
mein Kompliment an Wild_Feurig, ob der plastischen Formulierungen!

Liebe mag teilbar sein, auch mein Herz hat viele Kammern,
doch die sind nicht gleich groß, ich bin leider nur ICH,
nicht mein ÜBER-ICH*lacht...
Das Verliebtsein ist nicht direkt teilbar, es isoliert die auf gleicher Droge
dahinschwebenden Probanden, das ist seine Natur...doch es währt nicht
ewig, gemäß seiner Natur erwächst daraus vielleicht eine tiefe Liebe,
welche dann wieder teilbar sein wird...
Bisher waren meine polyamorösen Konstruktionen Chimären meines
chaotischen Lebens, keine gecastete Menschensammlung...
Ein Einhorn könnte alles ändern...

Eine geruhsame Nacht wünscht
Sophya Z.Z. la louve
*******ana Frau
345 Beiträge
Nachdem hier eh schon mehr oder weniger themenfremd diskutiert wird, mische ich mich auch mal ein - obwohl ich selber glücklicherweise noch nicht in diese Situation gekommen bin.

Ich lebe mit meinem Primary Partner zusammen und wir haben in sexueller Hinsicht ein dauerhaftes Machtgefälle. In der Vergangenheit (als wir beide weitere Partner hatten) haben wir einen ähnlichen Ansatz verfolgt wie @*********tten: Manche Dinge (im Sinne von Spielarten) waren manchen Menschen exklusiv vorbehalten. Übrigens gibt es sowas auch komplett außerhalb von BDSM - jede Form von Primärpartnern oder auch nur einzelnen Partern, mit denen man z.B. zusammen lebt oder Kinder hat, während man das mit anderen nicht tut, ist eine Art von Exklusivität. Ich bezweifele, dass man mehrere absolut gleiche Beziehungen haben kann, in denen es keinerlei Form von Exklusivität gibt (und sei es nur wenn man mit einer Person einen Urlaub macht, den man mit der anderen nicht macht).

Lieber TE, vllt wäre eine solche Form einer polyamoren Beziehung mit einer Primärpartnerin ja auch eine Option für euch - wir haben für uns entschieden, dass wir uns in dieser Konstellation am wohlsten fühlen; nichtsdestotrotz gibt es Platz für weitere Menschen, für mehr Liebe und tiefe Gefühle. Aber, um ganz ehrlich zu sein: Aktuell will ich auch "nur" meinen Partner haben. Ich glaube nicht, dass man aktiv auf der Suche sein muss, um sich polyamor nennen zu dürfen, ich glaube, man darf auch einfach in der aktuellen Situation ruhen und sollte man zufälligerweise eine Person treffen, mit der Gefühle entstehen, ist das wundervoll.

Und, nachdem hier sowieso auch mehr oder weniger themenfremd diskutiert wird möchte ich auch dazu noch kurz etwas loswerden:
Mich erschrecken die vielen Stimmen in diesem Thread, die behaupten, BDSM (bzw. in diesem Fall D/S) und Polyamorie gehörten nicht zusammen und seien unvereinbar. Warum seid ihr in dieser Gruppe, wenn ihr das denkt (also, ich bin tatsächlich verwirrt, ich wurde hier her eingeladen, weil es eine Gruppe für BDSMler ist, die polyamor leben, hat sich das zwischenzeitlich geändert)? Und was soll dieses Ganze "gar nicht wirklich poly" - das ist doch der gleiche, sorry, Müll, wie "das ist gar kein echtes BDSM".
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