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Poly/BDSM mit differenzierter Bedürfnis-/Beziehungsstruktur

"No Kinky Shame Fest" performance 24.09.2022. FetLife model: @Lili_doll
FetLife pics: @R1ntr4h
FetLife location: @FetCountryHouse
Ropes: @DeliteBlue

Viseu, Portugal 2022
Copyright by the artists
*******lue Mann
1.525 Beiträge
Themenersteller 
Poly/BDSM mit differenzierter Bedürfnis-/Beziehungsstruktur
Ich habe Zeit meines Lebens in offenen Beziehungen gelebt - mit Ausnahme einer katastrophalen monogamen Ehe - und mache mir zunehmend Gedanken über eine mehr polyamore Lebensweise. Ausgelöst wurde es durch meine Vertiefung in Seilbondage/Shibary/Kinbaku was ich mit meiner langjährigen Partnerin nicht so vertiefen kann wie ich möchte.

Ich fessele mit einer Vielzahl von Fesselmodellen/Bunnies und zu Begin war das im Rahmen einer offenen Beziehung auch keine grosse Veränderung für mich, da ich als bisexueller polygamer Mann immer ONS oder Sexfreunde hatte. Ich stelle aber zunehmend fest, dass ich ein masochistisches, sexuell offen eingestelltes und devotes, polyamor lebendes rope bunny für sehr intensive S/m orientierte Fesselungen mit Bespielen brauche um mich als Rigger weiter entwickeln zu können. Das funktioniert aber nur mit einer Fesselbeziehung mit erheblicher Tiefe und großem Vertrauen, die für mich dann als nachgeordnete aber feste Beziehung den Eintritt in eine polyamore Lebensweise markiert.

Ich denke, dass in einem polyamoren Geflecht alle Partner, die gegenseitige Beziehungen haben auch gegenseitige Bedürfnisse befriedigen sollten, damit die Einzelbeziehungen eine Basis haben. Reine einseitige Bedürfniserfüllung führt aus meiner Sicht nicht zu stabilen lebbaren Beziehungen selbst wenn ursprünglich der Wille da ist achtsam und wertschätzend mit einander umzugehen. Für eine wenigstens mittelfristig stabile Beziehung muss jeder Partner einer Einzelbeziehung eine intrinsische Motivation haben die Beziehung mit Leben zu füllen und Krisen zu überwinden.

In meiner Situation fände ich es deutlich passender wenn meine Fesselpartnerin/Bunny auch polyamor wäre und nicht als Single lebte. Und an dieser Stelle kommt dann eine Komplikation ins Spiel da in der Regel dann bei dem Typ Frau auch eine weitere D/s Beziehung vorliegt. Das führt dann in die Situation in der sub sich zwei potentiellen Doms gegenüber sieht von denen sie nur einen wirklich "verkraften" kann. Womöglich geht so etwas nur dann wenn die Fesselpartnerin als weitere Beziehung nur Vanilla Partner hat?

Ich frage mich, ob dieses Problem schon mal von irgendwelchen Gruppenmitgliedern gelöst wurde oder ob meine Vorstellungen schlicht unrealistisch sind.
******tar Frau
4.913 Beiträge
Die Frage habe ich mir theoretisch auch schon gestellt. Wie das wäre, wenn zwei dominante Männer sich gegenüberstehen. Ich denke, das ist durchaus möglich und könnte evtl. sogar Vergnügen bringen, wenn beide Männer sich verstehen und an einem Strang ziehen.
Ich denke, es ist, wie generell bei dieser Art der Beziehungsgestaltung, alles eine Sache der Kommunikation... *victory*
**********lents Mann
18 Beiträge
Hi, finde ich durchaus eine intressante „Problematik“, habe aber auch keine Antwort darauf. Bin nämlich single und habe bisher noch nicht Polyamorie ausgelebt, momentan nur „Spielpartnerinnen“ und zuvor war ich monogam, denke aber polyamor ist für mich geeigneter. Dein Problem könnte mich aber auch in Zukunft betreffen, unabhängig vom „Rope-bunny mit Vertiefung“. Denn angenommen ich lebe eine hierarchische polyamorie mit einer Hauptpartnerin/sub. Bei jeder 2., 3. Beziehung würde sich ja die Frage stellen, falls es mehr als eine Spielpartnerin ist, ob es ihr genug ist die 2. „Geige“ zu spielen, falls sie sonst keinen Dom hat, und wenn sie einen hat oder mehrere...wer denn wann „Vorrecht“ hätte, aber das muß man einfach von Fall zu Fall sehen denke ich 😉 lg
****hia Frau
486 Beiträge
Nur kurz, da ich auf dem Sprung bin:

Wieso gehst du davon aus, dass eine dir ggü. devote Frau das automatisch auch bei anderen Partnern ist? Es gibt Switcher und es gibt Menschen, die leben mit dem einen d/s und mit jemand anderem Vanilla und sind mit beidem glücklich.

Ich selbst bin z.Zt. mit 2 Männern liiert, bei denen ich meistens devot bin.
Mit beiden gleichzeitig möchte ich keinen Sex haben und schon gar nicht spielen - das würde mich emotional hoffnungslos überfordern.
Aber wenn ich bei a bin, bin ich bei a.
Und bei b bin ich bei b.
Ganz einfach. Regeln, die in meinen Alltag eingreifen, gibt es aber nicht.
*******ias Frau
4.337 Beiträge
Wenn Du nicht aktiv in ihre Alltagsgestaltung eingreifen willst sondern Dich auf Shibari begrenzt, gibt es eine realistische Chance das innerhalb einer engen Freundschaft+ umzusetzen.

Wenn sie Switcherin ist und innerhalb ihrer Primary-Beziehung dominant - kommt man sich nicht ins Gehege. Da wäre es eine Frage der Absprache, wieviel Zeit sie pro Woche alleine (z.B. für Yoga-Übungen) und wieviel Zeit pro Woche sie für Zweisamkeit mit Dir (Freizeit, Shibari) erübrigen mag. Diese Terminabsprachen selbst wären auf Augenhöhe. Nicht von Dom zu Sub.

Dasselbe, wenn ihre Hauptbeziehung eine Vanilla-Beziehung wäre.

Wenn sie innerhalb ihrer Hauptbeziehung devot ist, müsstest Du Dich höchst wahrscheinlich mit der Rolle als Zweit-Dom begnügen. Also mit ihrem Dom absprechen. Wobei er immer das letzte Wort hätte. Geht ja nicht, wenn er in den nächsten Wochen etwas bestimmtes mit ihr entwickeln will und Du ihm durch Deine Aktionen dazwischen funkst.

Anderes - jedoch weitaus selteneres Konstrukt:
Sie will zur Zeit gar keine Partnerschaft sondern führt paralell zwei Freundschaft+. Dann bliebe sie für beide Doms außerhalb der Sessions der Verhandlungspartner auf Augenhöhe. Über den Rahmen der Sessions müsste sehr klar kommuniziert werden. Freiheit hat der Dom nur innerhalb dieses eng gesteckten Rahmens. Und manche Praktiken - z.B. Keuschhaltung - gehen in dem Kontrukt nun Mal gar nicht.
*****_49 Mann
203 Beiträge
Ein bisschen Klarheit?
Also ich bin so ein Exemplar...
Genau so polyamor wie polygam... allein eine BDSM Bindung lebe ich monogam, sprich: für mich gäbe es nur einen Dom (wenn er sich denn finden ließe), meine anderen Beziehungen laufen rein auf Vanilla Ebene... einzig meine Frau ist zugleich meine Sub, doch auch da erwarte und biete ich Exklusivität...
BDSM geht für mich noch tiefer als die Liebe selbst, daher kann es für mich nur so ein (zugegeben, kompliziertes) Konstrukt geben...
Aber klar, Dinge wie Keuschhaltung zB gehen mit mir eben nicht...
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*******lue Mann
1.525 Beiträge
Themenersteller 
*******ias:
Wenn sie Switcherin ist und innerhalb ihrer Primary-Beziehung dominant - kommt man sich nicht ins Gehege. Da wäre es eine Frage der Absprache, wieviel Zeit sie pro Woche alleine (z.B. für Yoga-Übungen) und wieviel Zeit pro Woche sie für Zweisamkeit mit Dir (Freizeit, Shibari) erübrigen mag. Diese Terminabsprachen selbst wären auf Augenhöhe. Nicht von Dom zu Sub.

Dasselbe, wenn ihre Hauptbeziehung eine Vanilla-Beziehung wäre.

Wenn sie innerhalb ihrer Hauptbeziehung devot ist, müsstest Du Dich höchst wahrscheinlich mit der Rolle als Zweit-Dom begnügen. Also mit ihrem Dom absprechen. Wobei er immer das letzte Wort hätte. Geht ja nicht, wenn er in den nächsten Wochen etwas bestimmtes mit ihr entwickeln will und Du ihm durch Deine Aktionen dazwischen funkst.

Das finde ich sehr interessant als Ansätze für sich ergänzende polyamore Beziehungen. Ich könnte mir das gut vorstellen, alle drei Konstellationen. Mit Zweit-Dom hätte ich wohl kaum ein Problem wenn es dann immer mehr bei dem Paar liegt sich auf so etwas einzulassen. Und es fragt sich auch wo die Motivation bei Fall drei für das Paar läge so etwas zu tun. Vielleicht tatsächlich im Fesselbedürfnis, das sonst nicht gestillt werden würde.
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Viseu, Portugal 2022
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*******lue Mann
1.525 Beiträge
Themenersteller 
*********n_nrw:
Genau so polyamor wie polygam... allein eine BDSM Bindung lebe ich monogam, sprich: für mich gäbe es nur einen Dom (wenn er sich denn finden ließe), meine anderen Beziehungen laufen rein auf Vanilla Ebene... einzig meine Frau ist zugleich meine Sub, doch auch da erwarte und biete ich Exklusivität...

Also wenn ich das mal aufdröseln darf sagte Du Du bist monogam meinst aber monogam bezüglich jedes einzelnen Geschlechts, da Du mit beiden als bisexuelle Switch BDSM Beziehungen haben kannst. Nur dreht sich beim Switchen nicht nur das Machtgefälle sondern auch das Geschlecht. Das macht eine Menge Sinn für mich und klingt nach einem erfüllten und schönen Beziehungsmodell.
Zitat von *******lue:
In meiner Situation fände ich es deutlich passender wenn meine Fesselpartnerin/Bunny auch polyamor wäre und nicht als Single lebte. Und an dieser Stelle kommt dann eine Komplikation ins Spiel da in der Regel dann bei dem Typ Frau auch eine weitere D/s Beziehung vorliegt. Das führt dann in die Situation in der sub sich zwei potentiellen Doms gegenüber sieht von denen sie nur einen wirklich "verkraften" kann. Womöglich geht so etwas nur dann wenn die Fesselpartnerin als weitere Beziehung nur Vanilla Partner hat?

Ich denke mal, dass es für das Dilemma mehrere Lösungsoptionen gibt.
Es gibt Frauen, die "poly..." denken und sich nicht binden wollen, zu für ihrem Rigger aber eine durchaus emotionalere Bindung eingehen.
Es gibt Frauen, die in einer Vanilla-Beziehung leben und BDSM erst später entdeckt haben und dann anhand der Neugung klar teilen.
Es gibt Frauen, die eigentlich einen festen Partner suchen, aber lieber den Spatz in der Hand haben, als den virtuellen Täuberich auf dem Dach.
Und es gibt auch welche, die einen anderen Dom mit ganz anderen Kernkompetenzen haben.

Nicht ganz einfach ist das in allen Fällen.
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