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Absturz nach einer Session...

Absturz nach einer Session...
Leider wurde das Thema (woanders) geschlossen.
Einen Absturz nach einer Session kann immer wieder passieren. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Wie geht ihr damit um.. als dom- Part, als auch als dev-Part?
Kommt es aber nicht auch drauf an, was man persönlich selbst als Absturz deffiniert?
Natürlich definiert jeder einen Absturz anders... wir sind Menschen und Gefühle sind nun mal unterschiedlich... zum Glück.
Ich selbst, nein wir beide, kennen das Gefühl..wir beide sind schon abgestürzt und es war grausig! In fast 14 Jahren SM Beziehung kommt das vor.
Wichtig ist es, WIE man damit umgeht im Nachhinein und auch, die Ursachen zu erkennen, was nicht immer einfach ist.
*****n_N Mann
9.541 Beiträge
Auffangen, da sein, darüber reden, auswerten und DARAUS LERNEN!
Wie soll man sonst damit umgehen, wenn man sich der Verantwortung bewusst ist und damit leben kann nicht der perfekt Dom zu sein.
..oder nicht die perfekte sub zu sein... Abstürze betreffen immer beide.

Schwierig wird es mit dem "Darüber reden" wenn die Seele berührt wurde..oder auch wenn die Seele verletzt wurde... wenn Wut da ist, Verletztheit oder sonst ein negatives Gefühl. Das blockiert oftmals eine vernünftige Gesprächsbasis - oder auch, wenn man sich kaum kennt...
*****n_N Mann
9.541 Beiträge
..oder nicht die perfekte sub zu sein...
Nichts auf der welt ist perfekt!
Aber dieses Gefühl SEINER Sub auch noch zu vermitteln geht garnicht.

Das blockiert oftmals eine vernünftige Gesprächsbasis
Wenn das passiert muß man erstmal runterkommen...wer nicht, sonst macht ein Gepräch keinen Sinn...aber man muß sich auch etwas zusammennehmen um schnellst möglich (binnen 1-2 Stunden) vernünftig und sachlich drüber zu reden.
Das geht auch wenn man sich nicht so gut kennt man muß aber wollen *ja*
Danke für´s wieder aufnehmen.

Leider habe ich bei manchen Doms einfach das Gefühl, dass sie zwar gerne Spielen aber es sie hinterher oft nur nervt darüber zu reden und sich mit dem Menschen und seinen Gefühlen näher auseinander zu setzen. Diese Erfahrung hemmt unheimlich und ich neige dazu, dann lieber still zu sein und alles in mich hinein zu fressen, was oftmals sehr böse Folgen für mich haben kann.

Dieser Fall, 2-3 Tage nach dem Spiel, tritt bei mir meistens dann auf, wenn ich wirklich nicht darüber reden kann und auch die nötige Nähe, was nicht körperliche Nähe sein muss, einfach nicht spüre.

Ich reagiere dann vollkommen irrational und fühle mich nur noch leer und allein. Was in den allermeisten Fällen, wenn nicht genügend Gefühl meinerseits vorhanden ist, zum sofortigen Abbruch diese Spielbeziehung führt.

Je intensiver das Spiel ist desto mehr Fürsorge ist bei mir vonnöten.

Was mir aber die letzten Jahre bei mir aufgefallen ist..ich bin mit jedem Fall vorsichtiger geworden und lehne reine Spielbeziehungen immer mehr ab... weil ich einfach Angst vor einem erneuten Fall habe.

Nein, ich bin kein labiler Mensch und ich betrachte mich, aus eigener Sicht, auch als ziemlich starke Persönlichkeit....und dennoch ziehe ich mich dann vollkommen zurück, vermeide jeglichen Kontakt zu anderen Menschen und war in der Vergangenheit danach.. nicht mal mehr fähig meiner geregelten Arbeit nachzugehen..das schlimmste....ich kann gar nichts dagegen tun.

In solchen Situationen schreibe ich sehr viel, meist aber nur für mich selber ohne es abzuschicken. Es hilft mir, in extremen Situationen, wenn ich es immer wieder selber lese. Damit reflektiere ich meine Gefühle, um dann für mich selber nach einigen Tagen und vieler vergossener Tränen, wieder in den Alltag zurück zu finden.

Mein Fehler ist dabei wohl, dass ich nicht in der Lage bin, diese Fürsorge einzufordern..sondern ich setze diese einfach voraus und dieses Voraussetzen meinerseits, bringt, wenn es dann nicht zutrifft, zudem eine unheimlich große Enttäuschung mit sich.

Macht über eine Sub zu haben ist nur die eine Seite auf der anderen Seite steht das Wort Verantwortung geschrieben und diese Verantwortung ist wohl vielen (bei weitem aber nicht allen) einfach zu viel.
ja Abstürze haben beide Seiten.. und das darüber reden is das wichtigste überhaupt... bei einer ersten Session und auch die 2 - 3 folgenden frage ich wenn ich was mache immer nach ob auch alles in Ordnung ist wenn ich die Reaktion des Sub nicht einordnen kann.. auch kontrolliere ich Fesselungen und andere Gerätschaften mehrmals nach.. auch zwischndurch..

Bei meinem Absturz hat mir Sub sehr geholfen und viel geredet und alles.. wir haben dann auch die Nacht miteinander verbracht..
das, also die Nähe hat mir sehr gut getan und geholfen..
Nähe oder auch Streicheleinheiten nach der Session gehören seitdem bei mir einfach dazu..

so long
Ich hatte bisher das Glück oder vielleicht auch das richtige Näschen, dass ich noch keinen Absturz ausgelöst oder erlebt habe…

Vielleicht liegt dies aber auch daran, dass ich noch nie eine reine Spielbeziehung hatte… wer weiß das schon…

Aber ganz sicher nicht daran, das ich mich für einen perfekten oder fehlerfreien Dom halte!!

Dennoch gebe ich Gordon vollkommen Recht!

Auffangen, da sein, darüber reden, auswerten und DARAUS LERNEN!
Wie soll man sonst damit umgehen, wenn man sich der Verantwortung bewusst ist und damit leben kann nicht der perfekt Dom zu sein.

Vor allem die Verantwortung sollte jedem bewusst sein… und diese beginnt in meinen Augen schon im Vorfeld… lange vor dem Spiel und noch länger vor dem Absturz!

Wenn Dom und Sub im Vorfeld möglichst über alles offen reden können, dann klappt es auch im Nachhinein besser… egal ob nun Absturz oder nicht… und evtl. kann man dadurch auch den einen oder anderen Absturz verhindern… denn was schon im Vorfeld verarbeitet wurde, richtet im Nachhinein nicht so großen Schaden an…

LG Krolock
Da ich mich ungern wiederhole und am Tag zweimal das gleiche schreibe hier nur ein Link
http://bdsm-mit-herz.joyclub.de/forum/t441557-15.absturz_erst_2_tage_spaeter.html#9749879
*********l_rp Frau
14.960 Beiträge
Der Thread Absturz erst 2 Tage später ? wurde auf Wunsch der Userin um die es darin geht komplett gelöscht.
Ich war aber mal so frei und hab das Posting von http://www.joyclub.de/my/1634054.derwolkenreiter.html dann hierher kopiert:

in Absturz kann leider zu jeder Zeit kommen, während der Session, kurz danach Tage danach oder erst Wochen danach.

Hier jetzt den moralischen Zeigefinger zu heben bringt rein gar nichts, denn das kann jedem irgendwann passieren. Da kann man sich noch so gut kennen und absprechen, das kann passieren, auch wenn es schon die x-Session mit gleichen Partner gewesen ist.

Ich weiß in diesem Fall nur das die Session 6,5 Stunden gedauert hat. Was in der Zeit alles passiert ist wie die Session ab lief weiß ich nicht und daher werde ich mich hüten darüber auch nur mit einem Wort zu urteilen. Man kann auch was man in 6,5 Stunden macht in einer Stunde durchziehen, von daher ist die Zeitangabe uninteressant so lange man nicht weiß was in der zeit geschehen ist.

Wenn sie in dem Fall Dinge wieder zuließ die sie seit anderthalb Jahren nicht mit sich machen ließ sagt das für mich aus, dass sie sich in der Session recht gut gefühlt hat. Hätte sie es nicht gewollt, gehe ich mal davon aus dass sie es dann auch nicht zugelassen hätte. Warum sie was nicht zugelassen hat ist mir nicht bekannt. genauso warum sie es jetzt zugelassen hat. Ich vermute jetzt einfach mal, dass in der Vergangenheit etwas vorgefallen war dass sie es nicht mehr zu ließ und sie sich jetzt stark genug fühlte es wieder zu zu lassen, was aber anscheinend von ihr ein Irrtum war. Aber dies ist nur eine Vermutung denn ich kenne sie beide nicht.

Natürlich sollte man mit einander reden. nur fällt das nicht immer gerade leicht und manchmal ist gerade das nicht sehr einfach wenn man den Partner noch nicht gut kennt. Schön ist es dann einen guten Freund oder Freundin zu haben an den man sich dann wenden kann.
Schwierig wird es auch wenn man in dem Fall wenn man weit auseinander wohnt nicht zum Telefonhörer greift sondern sich nur schriftlich austauscht. Buchstaben auf dem Monitor sagen halt mal nur sehr wenig aus, der Klang der Stimme und wie die Worte gesprochen werden sagen da sehr viel mehr.
Also redet miteinander und schreibt nicht nur.

Ob man beim ersten Date gleich eine Session hat oder nicht, muss jeder für sich selbst ausmachen. Letztendlich ist die erste Session immer die erste Session, egal wie oft man sich schon mit jemand getroffen hat. Wen es die erste Session überhaupt ist die man hat, kann kein Mensch voraussagen wie sie für einen im inneren Ausgehen wird. Die Gefahr dass man sich auch erst nach Tagen, benutzt, ausgenutzt usw. fühlt kann immer kommen. Auch wenn die Session im ersten Moment danach an und für sich so war wie man sie sich vorgestellt hatte. Damit muss man rechnen und es gibt keinen Schutz davor, den man betritt Neuland dessen nachhaltige Wirkung man nicht kennt.

Dass es zu einem Absturz kommt, wann auch immer, spielen unheimliche viele Faktoren mit, daher kann man davor nie sicher sein.

In den 15 Jahrn BDSM hatte ich bis jetzt zwei Abstürze.

Beide sehe ich als meine eigene Schuld an, da ich zu stolz war, etwas mit dem Codewort zu beenden. Ich wollte es unbedingt für IHN durchstehen. IHM zeigen, dass ich es schaffe und aushalte.

Heute weiß ich, dass das sehr dumm von mir war und habe gelernt mein Codewort auch einzusetzen, denn ER kann nicht alle meine Reaktionen perfekt deuten! Wie auch?

Nach dem Absturz ist es mir zuerst wichtig, dass mich niemend berührt und ich hemmungslos heulen kann.

Da kommt bei mir die Phase, wo ich dringend SEINE Nähe brauche. Ihn fühlen und riechen muss.

Erst danach kommt bei mir der Wunsch auf zu reden, und das ist dann auch der Punkt, wo ich beginne etwas zu verarbeiten.

Luna
****bti Frau
6.083 Beiträge
Ich hatte auch schon mal einen Absturz. Mein damaliger Dom hat einfach mein Nein nicht akzeptiert. Er hat mich da, sagen wir mal "ueberfahren". Anschliessend konnte ich gehen.

Ich konnte damals ueberhaupt nicht reagieren, war wie ein Roboter unterwegs. Noch Tage danach, war ich wie weggetreten. Mit jemand reden konnte ich nicht, also habe ich es fuer mich eingekapselt um zu ueberleben.

Das Thema war fuer mich tabu. Als ich meinen Herrn dann kennen lernte und wir uns ueber unsere Vorlieben unterhalten haben, kam das Thema auch auf, da Er es gerne macht.

Meine Reaktion war sofort offensichtlich fuer Ihn. Also hat Er nachgefragt und nachgefragt. Ich habe Ihm dann von diesem Absturz erzaehlt und das ich damit nie wieder etwas zu tun haben will.

Aber Er blieb hartnaeckig. Er sagte damals zu mir, ich will mit dir diesen Absturz im nachhinein aufarbeiten, nicht weil ich diese Spielart liebe, sondern damit du dieses negative Erlebnis los bist. Ob es dir dann spaeter auch gefallen wird, waere fuer mich schoen, aber wenn du dann immer noch nein sagst, ist das dann eben so.

Wir haben es dann zusammen aufgearbeitet. In muehevoller Kleinarbeit. Etwa 1 1/2 Jahre hat Er dafuer gebraucht.

Und ja ich mag es heute.

Ohne Seine Hilfe haette ich es nicht geschafft, das zu verarbeiten. Allerdings steht auch fest, das ich das Spiel auch nur bei Ihm kann.

liebe Gruesse
Kirsten
@AuK
Schön dass es solche Geschichten doch auch noch gibt...

Können wir gut nachvollziehen, da es bei Sarah auch über ein Jahr dauerte, bis alle "Altlasten" aufgearbeitet waren... aber die Geduld und die vielen unzähligen Stunden Reden und das langsame heran Tasten haben sich am Ende mehr als gelohnt!

LG Krolock u.Sarah
*********n2010 Paar
115 Beiträge
absturz
hatte ich auch schon, zum glück lange her, endete im krankenhaus

seit ich mit meinem neuen partner zusammen lebe
weiß ich, das es SM auch mit Gefühl gibt
...sich lieben, vertrauen und miteinander reden, ohne das geht es meiner meinung nach im SM überhaupt nicht...und die sog. spielebeziehungen finde ich schon meißt sehr merkwürdig...(ausnahmen bestätigen natürlich die regel)
wie will man denn eine person einschätzen oder ihre reaktionen abschätzen wenn man sie gar nicht kennt und nicht tägl. um sich hat??
auch wir spielen ab und an mit befreundeten paaren, da weiß dann aber jeder den anderen so gut als möglich einzuschätzen und außerdem ist ja auch der eigene partner anwesend..und die beziehung der paare untereinander sind gefestigt und gehen über SM hinaus..
Meine Meinung...um Abstürzen vorzubeugen
an die Grenzen gehen ja, aber Grenzen überschreiten nur mit dem richtigen, und das geht nicht innerhalb von ein paar wochen
Der Absturz an sich ist schon schwer ...
aber noch schlimmer ist es, wenn dann die Reaktion des Dom's diesen eigentlich noch verstärkt.

Man steht eigentlich schon an einem Abgrund und bekommt anstatt des Rettungsseiles noch einen Schubs, damit man noch tiefer fällt.

Da gehört schon sehr viel Kraft dazu, sich wieder aufzurappeln und möglichst ohne bleibende seelische Schäden da rauszukommen.

Ich hatte zwei ganz schwere Abstürze bisher mit zwei verschiedenen Dom's und in zwei verschiedenen Beziehungskonstellationen. Dies zeigt, dass es nicht auf die Art oder Dauer der Beziehung ankommt, sondern eigentlich auf die Kompetenz des Dom's, wie er mit solchen Situationen umgeht und was er auch mit einem Absturz bezweckt.

Mein erster Absturz entstand innerhalb einer damals bereits über 2 Jahre bestehenden Beziehung. Ein Fehler meines Dom's bei einer Party (er ließ mich mit verbundenen Augen in einen Pranger eingesperrt allein) führte bei mir zu einem Absturz, da durch diese Situation - also allein gelassen in einer so hilflosen Position - traumatische Erlebnisse aus meiner Vergangenheit hochkamen.

Ich hatte Glück im Unglück, weil ein anderer Gast nach einiger Zeit in den Raum kam, in dem ich alleingelassen in dem Pranger stand, dieser dann sofort merkte, dass ich eine Art Panik bekam und mich da rausholte.

Das für mich Schlimmste war aber dann die Reaktion meines Dom's, nachdem ich ihn in dem Haus in einer anderen Etage gefunden hatte. Er spielte das Ganze noch herunter, beleidigte mich noch, dass ich das zu kleinlich sehe und mich da eh niemand angerührt hätte ... und stürzte mich damit dann vollkommen in den Abgrund. Wie sollte ich ihm jemals wieder vertrauen. Bis zum Ende dieser Beziehung dauerte es dann auch nicht mehr lange.

Mein zweiter schwerer Absturz passierte 2 Tage nach einem sehr intensiven WE und es war eine noch junge Beziehung und dazu eine Fernbeziehung.
Ich kam mit den intensiven Spuren nach der Session und der von ihm verhängten Kontaktsperre für eine Woche mental nicht klar.

Da ging es mir richtig schlecht und ich hatte zum Glück Urlaub und wäre nämlich nicht in der Lage gewesen, arbeiten zu gehen. Ein Arztbesuch wäre aufgrund der riesigen Hämathome, die ich überall hatte, auch nicht gut möglich gewesen.

Hier fand auch wieder kein Auffangen statt und dazu noch keine Kommunikation. Mein Verdacht war dann, dass ich an einen Mann geraten war, der meinen Willen brechen wollte. Diese Beziehung beendete ich dann sofort.

Ich denke dass Auffangen in Form von darüber reden, was warum und wie passiert ist und wie man in Zukunft vermeidet, dass solche Situationen nicht wieder passieren, gehört einfach dazu.
Darin liegt die Hauptverantwortung des Dom's.

Fehler kann Jeder machen bzw. eine Situation falsch einschätzen - aber wichtig ist es, gemeinsam so eine Situation dann zu analysieren und somit aufzuarbeiten.

Nach intensiven Sessions schwebt Sub ja erst einmal auf Wolke 7 und so ein Absturz kann daher auch sehr zeitverzögert kommen. Eben auch mehrere Tage später.
*********rl_nw Frau
190 Beiträge
Natürlich kann so was passieren, dass ist menschlich und das soll ja auch so sein. Will ja auch keine Maschine. Aber wenn sich einer als dominant bezeichnet, soll ihm auch klar sein, dass er auch Verantwortung für das Wohl (s)einer Sub trägt & was ER in ihr auslösen kann.
Und gerade bei einem Abstürzen, soll er in der Lage sein, (s)eine Sub auffangen zu können, ihr zuhören & mit ihr darüber zu reden, dass so was nicht wieder passieren kann.
Natürlich habe auch ich als Sub eine Pflicht gegenüber dem Dom ihn aufzufangen, wenn er sich damit schwer tut, was er mir damit ausgelöst haben kann. Auch Doms können einen schlechtes Gewissen haben. Aber mir fällt es nicht schwer, sie aufzufangen, weil ich das gerne mache. Aber lieber ist mir, wenn solche Situationen erst gar nicht entstehen. Auch wenn der meist Bestand Doms Pflicht ist, sein Diamant zu pflegen. Dazu gehört auch Auffangen.
Aber sieh Anoli, was dir passiert ist, ist ja schon rücksichts,- und respektlos:

Das für mich Schlimmste war aber dann die Reaktion meines Dom's, nachdem ich ihn in dem Haus in einer anderen Etage gefunden hatte. Er spielte das Ganze noch herunter, beleidigte mich noch

Der verwechselt Beleidigungen, Respektlosigkeit mit Demütigung.
"Anscheinend" wollen alle Subs ja so behandelt werden. Weil sie sich ja hingeben wollen, kann man sie auch so "abwertend" behandeln. *ironie*
Solche D-Doms, sollte man so schnell wie möglich vergessen, die haben nichts verstanden von Dom-Sein.
Den ein dominanter Mann ist nämlich weniger, der vor gibt dominant zu sein, sondern, der solch eine Ausstrahlung hat, das gewisse Etwas, dass er beim Gegenüber (schon ganz alleine) das Bedürfnis erweckt, sich hingeben zu wollen.
Vergiss sie und fühle dich getröstet von mir *troest*

  • mysterygirl

*danke* mysterygirl.

Zum Glück bin ich damit ganz gut klar gekommen. Hatte gute Freunde, mit denen ich reden konnte und sogar teilweise mit einem Beitrag und der darin folgenden Diskussion in "Subs unter sich" den zweiten Absturz verarbeiten können.

Heute erkenne ich diese Muster schneller und kann so die D-Dom's leichter aussortieren *zwinker*.

Wichtig ist, dass wir dass hier beschreiben können und vielleicht so anderen Sub's und auch Dom's helfen können, sorgsamer miteinander umzugehen oder eben auch zu sensibilisieren um die berühmten "schwarzen Schafe" schneller erkennen zu können.
Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist, über Abstürze zu sprechen... natürlich in erster Linie mit dem Spiel-Partner, aber auch in solch einem Forum wie diesem.
SM berührt die Seele... somit ist/wird man auch sehr empfindlich, gerade dann, wenn man schwach sein darf (offfiziell in einer Session) und sich vertrauensvoll hingibt. Man wird sehr verletzbar... nicht nur körperlich.

Leider vergessen das einige Doms oder sind dabei so in ihrer eigenen Geilheit gefangen, dass sie unfähig werden, auf Signale des subs zu achten bzw. sie wahr zu nehmen.
Wenn dann noch die eigene Kritikunfähigkeit dazu kommt, kann es fatal werden.
Spätestens dann muss sub wieder die eigene Stärke mobilisieren, was oftmals verdammt schwer sein kann.
*******iel Frau
708 Beiträge
Verzögerung
Wenn man in einer Session ist, wo ein "Fliegen" stattfindet, egal ob durch Schmerzreize körperlicher Art oder durch psychische Spiele ausgelöst, dann geschieht währenddessen eine Ausschüttung von Endorphinen, wenn Sub es als "positiv" bewertet.

Diese haben aber gleichzeitig die Auswirkung, dass die WAHRNEHMUNGSFÄHIGKEIT drunter leidet...d.h. konkret...man nimmt den Schmerz und alles andere weniger wahr...- erst SPÄTER, wenn die Endorphine sich abgebaut haben, tritt man aus der Wolke heraus......und ERKENNT plötzlich, was abgelaufen ist -

Zudem werden im Körper Entzündungsstoffe freigesetzt, die nach jeder Gewebeintervention herumtreiben - das tut weh!z.B.: nach dem Fisting fühlt es sich geschwollen an, nach einem Spanking fühlt man die Hämatome....- diese körperlichen, physiologischen Reaktionen können NACHWIRKEN und so zu unguten Emotionen beitragen, die dazu führen, dass ein Absturzgefühl auftritt.

Psychische Interventionen welcher Art auch immer, die eine Sub "negativ" bewertet, können massivere Abstürze zur Folge haben, denn die hauen richtig in die seelischen Vorgänge hinein, brodeln unter der Oberfläche im Unterbewusstsein - und wie das allen bekannt ist, das kann dauern, bis diese an die Oberfläche kommen und bewusst werden.

Aus all diese Aspekten lässt sich ableiten, warum man erst Stunden, Tage und Wochen danach einen Absturz bekommen kann -

@***li hat einen weiteren Aspekt genannt...die Nichtreaktionen eines Doms, das Herunterspielen, das Beschimpfen der Sub, sie soll sich nicht so haben, sie sei labil und ballaballa.......VERSTÄRKT die Situation.

Fazit: 1. Dom weiß nicht, dass er was ausgelöst hat, weil die
Absturzreaktionen meist nicht unmittelbar auftreten
und stellt wegen dem zeitlichen Abstand keinen Zu-
sammenhang her.

2. Dom wird eingeweiht, dass was nicht ok ist, will oder
kann sich nicht damit auseinandersetzen - Heulsusen sind
schwierige Subs - wie hier und in anderen Foren gelesen
wird, ist es nicht jedermanns Sache, sich der Verant-
wortung zu stellen und einfach da zu sein.

3. Solange ein Mensch nicht SELBST erlebt hat, was ein
Absturz emotional für körperliche Reaktionen auslösen
kann, solange wird es schwierig mit der Empathie.

4. ERLEBEN - wie soll Dom einen Absturz MITERLEBEN,
wenn er nicht anwesend ist? Selbst dann nicht, wenn
Sub deutlich sagt, ich brauche dich?

5. Dom ist so von seinen Fähigkeiten überzeugt, dass er
alles richtig gemacht hat und keinerlei Einsicht hat.....

Doms, auch die, die den größten Nasenzinken im Gesicht
tragen und alles riechen können, fasst euch an eure Nasen,
haltet sie euch zu und nutzt mal wieder eure anderen
SINNESORGANE! guckt hin!

Actio-Reactio.....das eiserne Gesetz bei Reizsetzungen

" Seht auf die WIRKUNGEN, die euer HANDELN zur
Folge haben...." das alleine zählt - nicht ob Sub oder Dom
was falsch gemacht haben -

AKZEPTIERT erst mal, dass ein Absturzgefühl im Raum steht......

RESPEKTIERT eure Sub, dass sie menschlich reagiert, auch wenn
ihr es noch nicht oder niemals nachvollziehen könnt

Zeigt eure Dominanzstärke, indem ihr eure HINGABE schenkt...
im Leben kommt immer mal der Zeitpunkt, dass man einer Sub
das ZURÜCKGEBEN kann, was sie euch täglich schenkt.....

Ich danke den Doms, die mir ihre Hingabe geschenkt haben,
mir als Menschen beigestanden haben, als mein Exdom weder
SEHEN, HÖREN, RIECHEN, SCHMECKEN noch FÜHLEN konnte.
*********ronus Mann
632 Beiträge
Erstmal: BDSM OHNE Emotionen geht schon mal gar nicht (für mich zumindest) ...

Ein Absturz, entweder während oder nach einer Session, kann immer passieren...davor ist keiner befreit - weder DOM, noch SUB...und ein Absturz ist sicherlich nicht zu pauschalisieren - so ein Begriff hat für jeden irgendwo eine andere Definition ... für den einen können dies körperliche Schmerzen nach einer zu brachialen "Behandlung" sein (allerdings ist da dann wohl eher was anderes schief gelaufen), andererseits kann dies das innere leere Gefühl sein das nach einem schönen Wochenende bei der Verabschiedung am Bahnhof entsteht...

Wichtig aber ist in meinen Augen für BEIDE Seiten, dass man es nicht "totschweigt" oder unter den Teppich kehrt...das kann so erfolgen, dass man die Session einfach abbricht und SUB z.B. einfach nur sanft in die Arme schliest, im Nähe oder Geborgenheit gibt oder auch darüber spricht, es kommuniziert...ob es sofort oder erst einige Stunden später kommuniziert werden sollte liegt sicherlich zum einen an der Situation, zum anderen auch an den Beteiligten...

Sollte "das Loch" irgendwann (Tage) später kommen, so sollte man auch da seiner "Verpflichtung" nachkommen, Verantwortung gegenüber seinem Sub oder Partner zu tragen...was nun nicht heissen muss, gleich alles stehen und liegen zu lassen wenn Sub "piepst" es geht mir schlecht; sondern dass man ihm (und wenn nur durch Gespräche/Telefonate) signalisiert "ich-bin-für-Dich-auch-dann-da-wenn-es-Dir-Scheisse-geht-und-nicht-nur-dann-wenn-ich-Dominant-sein-will" ... und auch ein "Es-ist-gerade-zeitlich-eng-bei-mir-lass-uns-morgen-drüber-sprechen" kann schon eine helfende Wirkung haben...

Und übrigens:
Ein Dom ist kein perfekter Übermensch *zwinker* Auch DOMs dürfen mal einen "Absturz" haben


und @ Daphnia: solche "Verhaltensweisen" sollte kein Dom zu Tage legen, der etwas "von-sich-hält" !
********au63 Mann
328 Beiträge
Jetzt wirds schwierig ...
... aber ich versuchs mal.

Es war wohl meine dritte Session überhaupt. Sie war ein gutes Stück erfahrener als ich und in meiner Unerfahrenheit habe ich mich zu sehr darauf verlassen.

Im Nachhinein stellten wir fest, dass sie dem "Anfängerdom" (also mir :-)) zeigen wollte, was eine "gute" Subbie in der Lage ist auszuhalten und ich habe zu spät gemerkt, dass ihre Grenzen überschritten wurden.

Fazit war dann, dass wir sie sehr gut auffangen konnten und ein Absturz vermieden wurde.

Aber ... einen Tag später bekam ich plötzlich eigenartige Angstzustände, war nervös und fahrig. Ich konnte das erst nicht einordnen und schob es auf meine angespannte berufliche Situation. Als aus der Nervosität dann Panik wurde, rief ich eine befreundete Psychologin an und bat sie um Hilfe.

Nach einem Gespräch zu dritt war klar, dass der Beinaheabsturz der Sub, die Ursache für meine psychische Verwirrung war.

Dieses Geschehen hat meine Sensibilität während einer Session sehr geschärft und es ist mir nie wieder passiert, dass ich nicht erkenne, wenn ich eine Grenze überschreite, oder wenn Subbie etwas "für mich aushalten will" und deshalb das Safewort nicht benutzt.

Ich hoffe, ich konnte es verständlich schildern *g*
@silbergrau63
Ich finde deinen Beitrag sehr interessant, da das ein Thema ist über das ich auch schon vermehrt nachgedacht habe.

Man liest immer wieder Geschichten von Subs die einen Absturz hatten, die sich über das mangelnde Einfühlungsvermögen der Doms beklagen, oder gar Erfahrungsberichte in denen verantwortungslose Doms Subs dazu benutzen ihre sadistischen Triebe ungebremst auszuleben.

Natürlich sind das zweifellos Dinge die passieren!

Doch wie sieht es denn umgekehrt aus, kann eine Sub ihren Dom nicht auch zum Absturz bringen?

Sei es dadurch dass sie immer wieder Forderungen stellt, die der Dom ihr aus verschiedenen Gründen nicht erfüllen kann, weil z.B. damit Dinge die über seine Belastungsgrenze hinaus gehen angesprochen oder wiedererweckt werden würden oder weil er sich wie von silbergrau63 beschrieben nicht darauf verlassen kann dass die Sub ihre Grenzen kennt, sich selbst überschätzt und gar das Codewort nicht ausspricht.

Der Dom bewegt sich somit immer auf sehr dünnem Eis und ich bin mir sicher dass ein verantworungsvoller Mensch sich damit auch eine nicht zu unterschätzende Bürde auferlegt!

Wie ist es wenn eine Sub sich immer wieder wiedersprüchlich verhält, eine bestimmte Behandlung einfordert um sich submissiv zu fühlen und dann mit der Konsequenz dieser Behandlung danach doch überfordert ist?

Sehen einige Subs in ihrem Dom nicht auch einfach nur einen "Gehilfen" für ihre devoten und masochistischen Fantasien ohne sich darüber Gedanken zu machen wie sie ihm den nötigen menschlichen Respekt und Empathie entgegen bringen?

Es wird immer wieder betont was für ein großes Geschenk es ist wenn sich eine Sub ihrem Herrn hingibt und das der Herr damit auch entsprechend verantwortungsbewusst und sorgsam umzugehen hat.

Zweifellos!

Doch auch die Dominanz eines Herrn an eine Sub, die Bereitschaft sich mit ihr in diese Welt zu wagen, die Verantwortung für die Sub zu übernehmen, das Risiko einzugehen, wenn er ihren "Ansprüchen" nicht gerecht wird als Versager oder Dumm-Dom hingestellt zu werden oder gar einen Absturz zu verusachen.
Wachsam zu sein ohne einzuengen, dominant aber kein Macho zu sein, gleichzeitig hart und doch mitfühlend und einfühlsam zu sein.... aber auch nicht zu einfühlsam bitte, denn wo bleibt denn sonst die dominante Ausstrahlung..... *sternchen*

Ich denke das sind Dinge die auch einem dominaten Menschen oft an seine Grenzen bringen können.

Ich möchte meinem Herrn an dieser Stelle einfach einmal danken. Dafür dass er mir seine Dominanz gibt und damit auch mein submissives Ich zum Schwingen bringt, dass er mir seinen Sadismus gibt und damit die Masochistin in mir zum Fliegen bringt und nicht zuletzt auch dafür dass er meine Grenzen immer respektiert, immer ehrlich und klar in seinen Worten und Taten ist auch wenn mir die Warheit nicht immer gefällt.

Und ich werde immer daran denken, dass mein Dom kein Übermensch ist und auch Grenzen und Tabus hat, an die ich mich ganz genau so zu halten habe wie er sich an die Meinen hält.

LG Sarah
Das sind sehr schöne Gedankengänge, Sarah!

Ich habe am Anfang auch gedacht, dass ich IHM eine Freude mache und habe nie gesehen, dass ER ja auch so unendlich viel gibt.

Es heißt immer: Sub gibt so viel für ihren Herrn und es wird oft vergessen, wieviel uns Subs von unseren Herrn geschenkt wird.

Luna
Mir, der w-Part von Swiss_Dekadenz, hat einige Jahre als devote maso-sub gelebt und agiert...auch 24/7.
Ich erinnere mich an Situationen während einer Session, in der ich das Codewort komplett vergessen habe... alleine das Wissen es zu nutzen kam mir während dessen nie in den Sinn. Fatal, aber es war so.
Heute als Domse, rechne ich damit, dass sub nicht mehr in der Lage ist, aus welchen Gründen auch immer, das Codewort nicht zu sagen.
Ich/wir verlassen uns auf unsere Empathie, unsere Sensibilität und auf unsere Beobachtungsgabe.

Wenn sub "fliegt", kann es sein, das sie schneller und weiter fliegt als wir. Hier ist unsere Verantwortung gefragt.
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