Der nächste Tag und die Nesseln
Wir hatten einen schönen Abend gestern. Es war klar, dass darauf ein schöner und entspannter Sonntag folgen soll. Mein Vorschlag, nach Blümchen zu schauen stieß bei Purple auf eine gewisse Ambivalenz mit positiver Tendenz.Schon beim pflücken wurde mir klar, dass die Witterung ihren Teil dazu beigetragen hat, dass die folgende Session sehr interessant werden wird. Die Sonne, die Wärme und ausreichender Regen in der vergangenen Woche haben den ca. fünf bis sechs Wochen alten Nesseln eine seltene Argessivität verliehen.
Demensprechend war ich emotional sehr aufgeladen als ich Purples Arme nach oben festgebunden habe. Heftig waren dann auch ihre ersten Reaktionen.
Ich liebe ihre Tänze mit begrenztem Radius, ich liebe die interaktive Nähe die dabei entsteht. Für mich ist es ein Ausdruck meiner Liebe und Zärtlichkeit ihr die Entscheidung in dieser für sie sehr ambivalenten Situation abzunehmen.
Ich liebe den Anblick und das Fühlen wenn die ersten Pusteln entstehen, die dann die Gänsehaut ablösen.
Ich versuche langsam zu bleiben, die Wellen abzuwarten, gebe ihr körperliche Nähe und Mitgefühl. Flow, die Hintergrundmusik passt wie bestellt.
Mit der zeit fällt das Stehen schwer, wird mehr zum Hängen. Ich löse ihre Arme, deute auf den Bock. Es ist der Rücken, dem noch etwas fehlt, der noch etwas vertragen kann.
Die Nesseln brennen wie Feuer. Glücklicherweise ist sie festgeschnallt, sonst würde sie sich wundkratzen.
Ich dringe in den geschundenen, heißen und schwitzenden Körper ein, nehme sie in Besitz. Wie erwartet wird aus dem Trofen ein Fluss, das doppelt auf dem Boden ausgelegte Handtuch nass. Mit etwas maschineller Unterstützung findet sie zwangsweise einen Abschluss, das zweite mal eher schmerzhaft verzerrt, aber unendlich tiefgehend.
Ich löse sie, bedeute sie aufs Bett, bediene mich nochmals an meinem Besitz, mache mich satt und beide zufrieden entlade einen Teil der mitgebrachten Energie.
Ein Tunnelspiel. Vier oder fünf Stunden sind vergangen, der Rücken ist eingecremt. Langsam lässt das Brennen nach, wird zum Kribbeln. Die aussergewöhnliche Verbundenheit bleibt.
Wir reden nochmals über heute und gestern, über unsere Session, über meine mit dem kleinen Unten gestern. Alles ergänzt sich wunderbar leicht.
Wir sind zufrieden und bereit für die neue Woche.


