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Gedanken einer Dominanten zu BDSM und Tantra

Gedanken einer Dominanten zu BDSM und Tantra
Es gibt im Zusammenspiel von eigenen Bedürfnissen, tantrischem Dasein und dem Ausleben von Dominanz und Unterwerfung einige scheinbare Widersprüche.

Es gibt Männer, die sich wünschen, gezwungen zu werden, gedemütigt zu werden. Das sind Männer, die es brauchen, geführt zu werden. Aber genau weil sie so sind, sind sie nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und Verbindlichkeiten einzugehen. Das Miteinander bleibt oberflächlich und verschlossen.

Ich gehe davon aus, dass das eigentlich Befriedigende tatsächlich nur dann stattfinden kann, wenn wahrhaftige Liebe zwischen beiden (auch Dom und Sub) lebt. Und dass das Ausleben von Dominanz und Unterwerfung nicht fanatisch von früh bis spät praktiziert wird, sondern sich wie ein sanfter Faden durch die Beziehung webt.

Diese Beziehung würde dann von gegenseitiger Achtung und Respekt auch in Bezug auf die sogenannten Spielzeiten leben und natürlich auf den gesamten Alltag bezogen sein.

Aber das ist wohl ein Idealzustand. Solch einen Menschen zu finden ist der Sechser im Lotto oder die Nadel im Heuhaufen.

Ich betrachte in meinem BDSM-Roman „Das Rosenhalsband“ – Sehnsucht nach Unterwerfung diese Problematik auch kritisch und habe darin auch einiges infrage gestellt.

Letztendlich ist es am allerwichtigsten, dass du für dich weißt, was dir gut tut, was du möchtest. Und wenn sich dann in Bezug auf diese deine Bedürfnisse, die deine energetische Ausstrahlung ausmachen, jemand in dein Leben einfindet, dann ist das wunderbar, wenn es passt. Alles andere lass fließen.

Doch so wie bei allem im Leben ist alles stetiger Veränderung unterworfen. Somit auch das Miteinander in einer Beziehung, die in Liebe eingegangen worden ist. Das zu verstehen und auch immer wieder loszulassen, das ist eine Aufgabe des Lebens. Diese Art Sein und das Verinnerlichen sind im tantrischen Dasein eine Art zentraler Punkt.

Auch ich, obwohl ich mich schon so viele Jahre, sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen befasse und es lebe, lerne immer noch daran, dass nichts von Dauer ist, alles sich stetig verändert und ich nur loslassen brauch, um energetischen Freiraum für Neues, Höherbewusstes zu erlangen.
Esteva Hara
Profilbild
*******Kali Frau
1.201 Beiträge
"Wahrhafte Liebe" - am besten Monogam?!
Nein, solchen patriarchalen Unsinn lassen wir mal außen vor und beschäftigen wir uns doch stattdessen mit dem eigentlichen Tantrismus, nicht dieses von Osho eingeschleppte WischiWaschi namens Neo-Tantra.
Um auf den Eingang zurückzu kommen: der gute Vergleich mit dem Wannenbad, einlassen ist das wichtigste. *zwinker*
Und das geht auch außerhalb von klassischen Beziehungen, dafür kann man auch zu einer Tantrameisterin oder tantrischen Domina ins Studio gehen.
*********rgara Frau
8.427 Beiträge
Ich denke nicht, dass man die Tiefe eines offenen Herzens und vollständigen Vertrauens so ohne weiteres mit einem gewerblichen Anbieter erreichen kann. Sei es Domina oder Tantramassage.
Ausschließen will ich es nicht, aber ich halte es für schwieriger und unwahrscheinlicher.
Im Grunde muss für dieselbe Intensität auch dort eine vergleichbare Tiefe zwischen den Beteiligten geschaffen werden.
Diese Tiefe braucht Pflege. Sich kennen lernen, öffnen und einlassen braucht Zeit .
@DieSchwarze13
"Wahrhafte Liebe" - am besten Monogam?!

Geht am Text vorbei.
Geht nicht um Monogamie oder Polyamorie.
Wahrhaftige Liebe ist als Inbegriff der LIEBE an sich gemeint, tantrisch fühlbar. Wer das er-leben durfte, wird es verstehen.
******age Mann
3.164 Beiträge
Liebe @*******Hara

Danke für Deinen tollen Text, der richtig Lust auf Dein Buch macht und im Grunde auch auf Dich als Mensch, denn mit dem, was Du schreibst kann ich sooooo viel anfangen.

Wissen, was man will, sich nehmen was man braucht und dabei trotzdem liebevoll bleiben - hier beschreibst Du Dich in der aktiven Rolle und auf Deinem Profil die Männer, für die Du die gleichen Maßstäbe ansetzt.

Ich empfinde Deine Wünsche als völlig normal - und ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ich selbst Autor bin. Vielleicht ist es ja ein wenig der durch das Schreiben zusätzlich angestoßenen Reflexion und Persönlichkeitsentwicklung geschuldet.

Ich gehe davon aus, dass das eigentlich Befriedigende tatsächlich nur dann stattfinden kann, wenn wahrhaftige Liebe zwischen beiden (auch Dom und Sub) lebt.
Wie wahr, wobei ich als Switcher - nun gut, ich habe in meinem Leben auch immer eher die dominante Rolle gelebt - sogar noch einen Schritt weiter gehe und grusätulcih die Augenhöhe suche, die man dann schon einmal spielerisch in die eine oder andere Richtung verlassen kann, aber niemals nur einseitig.

Letztendlich ist es am allerwichtigsten, dass du für dich weißt, was dir gut tut, was du möchtest. Und wenn sich dann in Bezug auf diese deine Bedürfnisse, die deine energetische Ausstrahlung ausmachen, jemand in dein Leben einfindet, dann ist das wunderbar, wenn es passt. Alles andere lass fließen.
Danke, dass Du es so gut auf den Punkt bringst. Genau die Erfahrung habe ich auch gemacht: Sage ich "Nein!" zu einer Frau, findet sich eine, die besser zu mir passt. So wird Veränderung zur persönlichen Weiterentwicklung.

Es gibt Männer, die sich wünschen, gezwungen zu werden, gedemütigt zu werden. Das sind Männer, die es brauchen, geführt zu werden. Aber genau weil sie so sind, sind sie nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und Verbindlichkeiten einzugehen. Das Miteinander bleibt oberflächlich und verschlossen.
Das gilt für Männer und für Frauen und auch für mich ist es erst dann spannend, wenn sich eine selbstbewusste Frau hingibt und auf der anderen Seite eben auch Führung übrenehmen kann, wenn mir trotz aller Männlichkeit auch der Moment des Schwachseins und des sich verwöhnen lassens, des Hingebens zugestanden wird.
****jra Paar
307 Beiträge
Zitat von *******Hara:
Gedanken einer Dominanten zu BDSM und Tantra
Es gibt im Zusammenspiel von eigenen Bedürfnissen, tantrischem Dasein und dem Ausleben von Dominanz und Unterwerfung einige scheinbare Widersprüche.

Es gibt Männer, die sich wünschen, gezwungen zu werden, gedemütigt zu werden. Das sind Männer, die es brauchen, geführt zu werden. Aber genau weil sie so sind, sind sie nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und Verbindlichkeiten einzugehen. Das Miteinander bleibt oberflächlich und verschlossen.

Ich gehe davon aus, dass das eigentlich Befriedigende tatsächlich nur dann stattfinden kann, wenn wahrhaftige Liebe zwischen beiden (auch Dom und Sub) lebt. Und dass das Ausleben von Dominanz und Unterwerfung nicht fanatisch von früh bis spät praktiziert wird, sondern sich wie ein sanfter Faden durch die Beziehung webt.

Diese Beziehung würde dann von gegenseitiger Achtung und Respekt auch in Bezug auf die sogenannten Spielzeiten leben und natürlich auf den gesamten Alltag bezogen sein.

Aber das ist wohl ein Idealzustand. Solch einen Menschen zu finden ist der Sechser im Lotto oder die Nadel im Heuhaufen.

Ich betrachte in meinem BDSM-Roman „Das Rosenhalsband“ – Sehnsucht nach Unterwerfung diese Problematik auch kritisch und habe darin auch einiges infrage gestellt.

Letztendlich ist es am allerwichtigsten, dass du für dich weißt, was dir gut tut, was du möchtest. Und wenn sich dann in Bezug auf diese deine Bedürfnisse, die deine energetische Ausstrahlung ausmachen, jemand in dein Leben einfindet, dann ist das wunderbar, wenn es passt. Alles andere lass fließen.

Doch so wie bei allem im Leben ist alles stetiger Veränderung unterworfen. Somit auch das Miteinander in einer Beziehung, die in Liebe eingegangen worden ist. Das zu verstehen und auch immer wieder loszulassen, das ist eine Aufgabe des Lebens. Diese Art Sein und das Verinnerlichen sind im tantrischen Dasein eine Art zentraler Punkt.

Auch ich, obwohl ich mich schon so viele Jahre, sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen befasse und es lebe, lerne immer noch daran, dass nichts von Dauer ist, alles sich stetig verändert und ich nur loslassen brauch, um energetischen Freiraum für Neues, Höherbewusstes zu erlangen.
Esteva Hara
(er schreibt)
Ja eh.

Ich sehe da jetzt nicht sehr viel Neues - *sorry* Das Wissen um die eigenen Bedürfnisse, das Wissen um das, was ich brauche, was mir gut tut, was mich glücklich macht und mich erfüllt sein lässt, ist eminent wichtig. Nicht nur für Tantra, BDSM, oder Tantra und BDSM, plain vanilla, oder alles zusammen oder nichts von alledem, sondern ganz allgemein für ein erfülltes, glückliches Leben - ein Leben in Fülle, und nicht ein Leben in Bedürftigkeit. Leider ist das oft nur sehr schwer zu erreichen, und ich selbst habe 2 langjährige Beziehungen und einige Jahrzehnte gebraucht, um das heraus zu finden (Und ich will jetzt nicht alles auch meine Kindheit und meine Erziehung schieben). Vor allem zu wissen, was ich nicht will, erscheint mir unheimlich wichtig. Noch wichtiger, als zu wissen, was ich will. Meine Grenzen kennen, wissen, bis wohin es geht, und ab wann ich in die Zone der Über forderung komme - Lernen ist ja noch OK!

Alles ist Veränderung, wir können nichts festhalten. Bloß tun wir uns halt mit dem vielgepriesenen Loslassen oft mal sehr schwer, weil wir halt Menschen sind. Leben ist per se leidvoll - und das meine ich jetzt gar nicht depressiv, sondern einfach nur als neutrale Erkenntnis. Es kommt halt drauf an, wie ich damit umgehe. Ich persönlich sehe das Glas lieber halb voll *g*

Ich wünsche jedem Menschen den für ihn/sie passenden Menschen an die Seite, um glücklich zu sein! *g*
**********relsi Frau
126 Beiträge
Einem Menschen zu Begegnen der die "relativ"gleichen Ansichten, Anschauungen, Vorlieben, Neugier zu neuen Wegen, Tantrischen Berührungen, Lust auszuleben , Hingabe , Vertrauen können ........ .. hat ist ja schon ein Wunder.

Dann noch die Neugier auf die Schattenseiten gemeinsam auf Augenhöhe zu erkunden.

Das verknüpft mit Respekt und Hingabe und gegenseitigem Vertrauen ...

............
Das ist schon eine sehr großer Wunsch
Also,es mag zwar durchaus Männer geben,die ebenso wie die Damen geführt und gezwungen werden wollen,aber es gibt auch einen Unterschied,ob dies nur sexuell gesehen so ist,oder generell.
Darauf zu schließen,das dies nur mit Liebe funktioniert halte ich für falsch.

Ganze Domina Studios könnten schließen,wenn dem so wäre.

Liebe lässt frei,ob nun tantrisch oder BDSM ig.
Wahrhafte Liebe,wer kann diese definieren?
**********Touch Mann
136 Beiträge
Alles nur aus Liebe?
Wahrhaftige Liebe ist als Inbegriff der LIEBE an sich gemeint, tantrisch fühlbar. Wer das er-leben durfte, wird es verstehen.
@*******Hara
Ein Totschlagargument und Diskussionskiller. Die letzte Bastion, um die eigene Meinung als vollkommen darzustellen. Aber das nur am Rande...

Auch ich widerspreche einigen deiner doch sehr gewagten Thesen, die du hier postulierst.
Ich empfinde es eher als traurig zu lesen, wenn jemand vom dominanten Ufer kommend keine Verbindlichkeit herstellen und/oder sein Gegenüber nicht öffnen kann (Oberflächlichkeit, Verschlossenheit) OHNE als Allheilmittel Liebe ins Spiel zu bringen.
Und das sage ich aus meinem Erfahrungsschatz, der nun auch einige Jahrzehnze BDSM umfasst. Denn bevor ich führe, muss ich schon in der Lage sein, mein Gegenüber zu lesen und zu öffnen. Daraus eine Verbindung im Sinne der Neigung herzustellen ist ureigenste Aufgabe des dom. Parts. In dieser Verbindung liegt die Macht über den Anderen tief verwoben und eingebettet. Ich habe eigentlich nie erlebt, dass es dann irgendwelche Bereiche im Leben meines Gegenübers gab, die ich nicht hätte betreten können, so es denn mein Wille gewesen wäre. Und diese Aussagen beziehen sich sowohl auf reine Play-Beziehungen als auch auf weitergehende Partnerschaften, die ich im Laufe der Zeit hatte bzw.eingegangen bin.
Um das jedoch zu erreichen, brauche im mein Herz nicht zu verschenken. Ich verschenke eher die Fähigkeit, Neigung zu erkennen, zu fordern und zu fördern. Ich gebe Empathie und Emotion, wo es opportun ist.
Aber auch subs Herz liegt schnell auf dem bekannten Tablett aus hochwertigem Element, meist in direkter Abhängigkeit von der Intensität der Beziehung. Auch hier gilt es als Führender die Übersicht zu behalten und den Spagat zwischen "ich nehme mir alles" und der Verantwortlichkeit für subs Geist&Seele hinzubekommen. Für den ein oder anderen mag dies sehr abgeklärt und entzaubert klingen, aber die Realität zwingt zu solchen Gedanken und deren Ausführung.

Bei den von dir gemachten Aussagen solltest du überlegen, ob und wie weit du nicht Dienstleister gewesen bist...?

InT
****rs Mann
12 Beiträge
Antwort eines Mannes..
Liebe @*******Hara
Ich gehe davon aus, dass du diese Passage wohl absichtlich extrem provokativ formuliert hast. Trotzdem meine Gedanken dazu- da ich mich gerade neugierig mit dem Thema Demut beschäftige. (lebenserfahren, aber BDSM unerfahren).
Genau Männer sind immer noch durch unsere gesellschaftlichen Anforderungen in ein sehr enges Korsett gezwängt, eben die sogenannten männlichen Attribute wie Verantwortung, Verbindlichkeit und Führung zu übernehmen. (gilt sicher auch für viele Frauen, ich gehe hier aber auf die Formulierung der Autorin ein, und möchte damit keine Gender-diskussion auslösen)
Wenn nun ein Mann am Rande seiner Leistungsfähigkeit ein Ventil sucht- um mit diesem Leistungsdruck umzugehen- endlich einmal seine Kontrolle loslassen zu dürfen, sich hinzugeben und geschehen zu lassen- genau dann zeigt er sich von seiner intimsten und verletzlichsten Seite- was du als "oberflächlich und verschlossen" interpretierst. Oder eben die Neugierde bzw. der Wille zur Weiterentwicklung als Treiber, um das ganze Leben mit allen Facetten auszukosten, zu entdecken, die Hingabe in der Einsicht zum Hinnehmen der Gegebenheiten über den Körper wahrzunehmen (ist das denn nicht tantrische essenz ? ) genau dann ist das doch eine Beziehung von gegenseitiger Achtung und Respekt auf den gesamten Alltag bezogen, wie du dir das wünscht.

Dies meine 50cts zum Thema. Liebi Grüess us Winti - Tom
*********rgara Frau
8.427 Beiträge
Lieber @****rs ,

Die Motivation einer weiblichen Devoten unterscheidet sich von dem was Du beschreibst nicht im geringsten.
Die Doppelbelastung in Beruf und Familie und die Verantwortung rufen denselben Wunsch nach abgeben und fallen lassen hervor.
Im Grunde ist dies für jeden Menschen unabhängig vom Geschlecht ein Weg das Annehmen dessen was ist zu üben, eigene Blockaden oder Muster aufzuspüren, zu verstehen, anzunehmen und zu heilen.
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