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Mehr Lebenskraft durch Schmerz?

Mehr Lebenskraft durch Schmerz?
Etwas ausführlicher formuliert: Kann durch BDSM der Energiefluss von Gefühlen (die wir in uns tief versteckt haben und die unsere Lebenskraft verringern) wieder gesteigert werden? Ein Austausch über Erfahrungsberichte dazu würde mich freuen.

Als dominanter Mann bin ich in fasziniert von mancher Session, nach der wir beide uns hinterher im Arm liegen und das Gefühl haben: wir sind beide uns gegenseitig und aber auch uns selbst ein Stückchen näher gekommen, haben uns selbst wieder ein Stück mehr verstanden und erkannt.

BDSM ist für mich kein Abreagieren von persönlich verdrängter Wut und auch keine blinde Gewalt, bei der es ums Draufhauen geht. BDSM ist für mich der Zugang zu tiefen Gefühlen, denen wir uns schon lange nicht mehr bewusst sind. Und diese verdrängten Gefühle schmälern unsere Lebenskraft, weil wir uns verboten haben, diesen Schmerz oder die Wut zu spüren.

In einer guten Session gelingt es, in einem vertrauensvollen Rahmen, diese Gefühle (Schmerz, Trauer, Wut, ...) wieder ins Bewusstsein zu heben. Und im Auffangen am Ende der Session auch liebevoll zu integrieren. Das kann manche Lebensenergieblockade bewusst machen und langfristig auch die Kraft geben, diese zu lösen.

Ich würde gerne über Erfahrungsberichte mit Euch zu dieser Frage in Austausch treten.
******s09 Mann
77 Beiträge
Mehr Lebenskraft ..
Dieses Erleben von einer besonders intensiven Nähe , das Gefühl mir und meiner Partnerin näher gekommen zu sein , kenne ich gut . Und das der Schmerz bei ihr manchmal dazu geführt hat das sich was lösen konnte , das so was wie Katharsis stattgefunden hat , das ist mir sehr vertraut .
Was für Gefühle sich dabei gelöst haben kann ich nicht genau definieren , aber es war deutlich sichtbar zb. Durch ein Weinen .
Das Weinen war nicht Ausdruck von dem körperlichen Schmerz , sondern Ausdruck vom Loslassen der Anspannung .
******age Mann
3.164 Beiträge
Gefesselt, um frei zu sein
Mir geht es weniger mit dem Schmerz so, wobei der in softer Version auch dazugehört und die Energien steigert, als vielmehr mit fesseln und gefesselt werden.

Bisweilen habe ich schon einmal den Verdacht, dass es mir an Lebenskraft für den Alltag fehlt, wenn ich zu wenig Bewegung an der frischen Luft oder beim Tanzen bekomme und vor allem wenn ich im Bett nicht satt werde.

Und da genau liegt die Crux: Als "dominanter Swticher" brauche ich im Grunde beide Seiten: Aktiv und Passiv. Bin ich nur Aktiv, verliert sich meine Dominanz und mir fehlt die gleiche Energie von meiner Partnerin, wobei ich beide Seiten schlecht auf zwei Frauen aufteilen kann, ich bräuchte dann am Besten wieder von beiden Frauen beide Seiten.

So ist mir Augenhöhe im Leben und im Bett wichtig und wenn sie mir im Bett fehlt, wird es im Leben nicht nur in der Beziehung schwierig.
wenn die Richtigen
das auf die richtige Weise tun, dann ist es ein sehr potenter, tiefer, achtsamer Heilungsraum. Ganz eindeutig ja.

Das erlebe ich fast nur so.
******s09 Mann
77 Beiträge
Mehr Lebenskraft ...
Das mit den 'Richtigen 'ist natürlich das Entscheidende .
Das Besondere , die besondere Begegnung findet nur statt wenn beide sich ganz aufeinander einlassen können und wollen .
***dx Mann
56 Beiträge
Lebenskraft durch komplettes Einlassen...
Kann der Energiefluss der Gefühle... gesteigert werden?

Eindeutig Ja.
Der Energiefluss der Gefühle kommt durch die Balance aus kraftvollen und hingebenden Elementen zustande.

Ich würde es ungern auf den Schmerz reduzieren. Der Schmerz ist ein Teilaspekt, der beim Fallenlassen auftreten kann. Für mich ist der Focus eher auf den intensiven Spüren, die z.B. die Geborgenheit der Seile auslösen kann.
Wer Tantra in sich verinnerlicht hat, weiss dass BDSM und Tantra Hand in Hand gehen.

Sich näher zu kommen, immer wieder aufs Neue.
Hinterher glücklich im Arm zu liegen als die Krone der sinnlichen Erfahrung.
Eine Session, von der ich lange noch tagelang energiegelanden sein darf...
****ba Frau
4.258 Beiträge
********rd80:
BDSM ist für mich kein Abreagieren von persönlich verdrängter Wut und auch keine blinde Gewalt, bei der es ums Draufhauen geht. BDSM ist für mich der Zugang zu tiefen Gefühlen, denen wir uns schon lange nicht mehr bewusst sind. Und diese verdrängten Gefühle schmälern unsere Lebenskraft, weil wir uns verboten haben, diesen Schmerz oder die Wut zu spüren.

Mein Weg war so, ja.
Je besser ich mit diesen Gefühlen in Kontakt kam und komme, je bewusster ich sie - auch im Alltag - fühle, um so mehr entferne ich mich von BDSM. Vieles hat sich inzwischen so weit gelöst, dass keine Resonanz mehr da zu sein scheint und mich immer weniger und weniger Aspekte von BDSM reizen.
****ba:

Mein Weg war so, ja.
Je besser ich mit diesen Gefühlen in Kontakt kam und komme, je bewusster ich sie - auch im Alltag - fühle, um so mehr entferne ich mich von BDSM. Vieles hat sich inzwischen so weit gelöst, dass keine Resonanz mehr da zu sein scheint und mich immer weniger und weniger Aspekte von BDSM reizen.

Das ist die spannende Frage, vor der ich auch stehe. Führt die Heilung auch zur Abkehr vom BDSM? Ich vermute fast ja, scheue mich aber noch etwas vor der Antwort. Wobei das Gehalten sein in Seilen und das lustvolle spielen mit Schmerz meiner Meinung nicht aufhören müssen. Zeigen wird es letztlich die Erfahrung... Würde mich über weitere Berichte in dieser Richtung freuen. Was verändert sich über die Zeit, wenn durch BDSM der Zugang zu tiefen Verletzungen offen gelegt und ggf. durch das bewusste Erleben auch eine Heilung stattfindet.
***dx Mann
56 Beiträge
fast schon ein neues Thema...
...und damit betreten wir ein ganz spannendes Terrain:
BDSM als Therapie.

Kann BDSM Therapie sein?
Das würde bedeuten, irgendwann bin ich "austherapiert"- benötigte diese tools nicht mehr und kann schließlich zur "Normalität" zurückkehren.

Bei mir persönlich läufts gerade entgegengesetzt. Je mehr ich mit meinen Gefühlen in Kontakt komme, umso mehr bin ich bereit, mich neuen Formen zu öffnen.
***dx:
fast schon ein neues Thema...
...und damit betreten wir ein ganz spannendes Terrain:
BDSM als Therapie.

Kann BDSM Therapie sein?
Das würde bedeuten, irgendwann bin ich "austherapiert"- benötigte diese tools nicht mehr und kann schließlich zur "Normalität" zurückkehren.

Bei mir persönlich läufts gerade entgegengesetzt. Je mehr ich mit meinen Gefühlen in Kontakt komme, umso mehr bin ich bereit, mich neuen Formen zu öffnen.

das könnte tatsächlich ein eigenes Thema werden, wenn es hier um "Therapie" geht. Diesen Weg will ich hier aber nicht einschlagen, weil es bedeuten würde, BDSM als eine Krankheit bzw. als ein zu therapierendes Defizit zu bewerten.

Daher möchte ich eher fragen, welche Erfahrungen ihr in Bezug auf BDSM und persönliches Wachstum erlebt bzw erlebt habt. Wachstum würde bedeuten: mehr Bewusstsein über sich selbst, mehr Freiheit im Umgang mit den eigenen Gefühlen. Das kann man auch als Therapie sehen, ich finde jedoch persönliche Entwicklung und Entfaltung wertschätzender.
Ganz im Gegenteil würde ich im bisher besprochenen Kontext BDSM als unterstützendes Therapieinstrument betrachten um Traumata (die Karnkheit) zu heilen und wieder Zugang zu seinen Emotionen zu erlangen bzw Gefühle wieder überhaupt zulassen zu können und nicht bdsm als die Krankheit kategorisieren. Viele Menschen die seelische Verletzungen erlitten haben unterdrücken aus Selbstsschutz jegliche negative Emotionen, das ist aber nicht möglich ohne auch die positiven wegzusperren - so funktioniert leider unser Gefühlsleben.
Mit den IDC 11 ist bdsm endlich auch nicht mehr als psychische Störung gelistet *g*

********rd80:
***dx:
fast schon ein neues Thema...
...und damit betreten wir ein ganz spannendes Terrain:
BDSM als Therapie.

Kann BDSM Therapie sein?
Das würde bedeuten, irgendwann bin ich "austherapiert"- benötigte diese tools nicht mehr und kann schließlich zur "Normalität" zurückkehren.

Bei mir persönlich läufts gerade entgegengesetzt. Je mehr ich mit meinen Gefühlen in Kontakt komme, umso mehr bin ich bereit, mich neuen Formen zu öffnen.

das könnte tatsächlich ein eigenes Thema werden, wenn es hier um "Therapie" geht. Diesen Weg will ich hier aber nicht einschlagen, weil es bedeuten würde, BDSM als eine Krankheit bzw. als ein zu therapierendes Defizit zu bewerten.

Daher möchte ich eher fragen, welche Erfahrungen ihr in Bezug auf BDSM und persönliches Wachstum erlebt bzw erlebt habt. Wachstum würde bedeuten: mehr Bewusstsein über sich selbst, mehr Freiheit im Umgang mit den eigenen Gefühlen. Das kann man auch als Therapie sehen, ich finde jedoch persönliche Entwicklung und Entfaltung wertschätzender.

****ba Frau
4.258 Beiträge
********rd80:

Das ist die spannende Frage, vor der ich auch stehe. Führt die Heilung auch zur Abkehr vom BDSM? Ich vermute fast ja, scheue mich aber noch etwas vor der Antwort. Wobei das Gehalten sein in Seilen und das lustvolle spielen mit Schmerz meiner Meinung nicht aufhören müssen. Zeigen wird es letztlich die Erfahrung... Würde mich über weitere Berichte in dieser Richtung freuen. Was verändert sich über die Zeit, wenn durch BDSM der Zugang zu tiefen Verletzungen offen gelegt und ggf. durch das bewusste Erleben auch eine Heilung stattfindet.

Wenn Du Dir diese Frage stellst, kann es sein, dass das ein Ausdruck von etwas ist, was Du eher unbewusst schon spürst. Für mich kam ein Punkt an dem ich vor der Entscheidung stand in welche Richtung ich mehr fühlen möchte. Ich entschied mich einen Weg zu suchen, "feiner" zu empfinden und dachte da noch, es ist dann wohl eher D/s als S/M.
Bis zu einem Punkt an dem ich mich fragte, kann ich mich von jemand anderem führen lassen, der "nur indirekten" Kontakt zu dem hat, was ich in mir spüre? Bisher bin ich niemandem begegnet, der sensibel genug dafür wäre. Was mich heute auch nicht mehr überrascht, da ich (mal wieder *zwinker* ) glaube, bei "meinem" Thema angekommen zu sein und es heißt Hochsensitivität.
Zitat von ****ba:

Ich entschied mich einen Weg zu suchen, "feiner" zu empfinden und dachte da noch, es ist dann wohl eher D/s als S/M.

Das "feiner" zu empfinden ist meiner Meinung nach immer ein lohnender Weg, egal in welchen Facetten man seine Sexualität auslebt. Und es ist auch mein Leitfaden auf meiner Reise.

Und damit geht einher, die eigenen Gefühle näher zu erkunden und zu spüren. Als dominanter Part in diesem Spiel geht es mir einerseits darum, meiner eigenen Intention zu folgen, d.h. wohin führt mich meine Lust, meine Kraft und Stärke auszuleben und intensiv zu spüren. Und andererseits geht es mir darum, am Ende einer Session Raum für die hervorgetretenen Gefühle meiner Spielpartnerin zu geben. Denn nicht selten führt die Session zu Tränen, die etwas lang Verborgenes hervortreten lassen. Und damit diese Gefühle und die damit verbundene Energie wieder fließen kann, gebe ich Halt und Nähe. Das rundet das Erlebte ab. Oft dringen die Erfahrungen dann im weiteren Alltag auch zu tage und neue Einsichten entstehen. Das würde ich als Wachstum bezeichnen, sofern es zu mehr Klarheit / Bewusstsein zu sich selbst und damit auch mehr Sicherheit im Umgang mit sich selbst führt.
*******phia Frau
2.769 Beiträge
Ich bin mir selber deutlich näher gekommen seit ich bd-SM praktiziere und im nachhinein finde ich es auch logisch.
Seit ich mich den extremeren erotisch-sinnlichen varianten widme reflektiere ich sehr viel mehr und intensiver was jeweils mit mir und meinen Partnern geschieht während einer Session. Durch das heftige erleben insbesondere durch Schmerz komme ich mir selber immer wieder sehr nahe.
Letzens habe ich erkann dass mich Schmerz auch gut erdet, nicht direkt während dem leiden aber danach komme ich ganz bei mir an und spüre die Verbindung überdeutlich und so auch mich selber und meine Empfindungen.
Ich habe auch gelernt mit meiner Empathie umzugehen, zu unterscheiden ob ich Gefühle eines andern oder meine eigenen warnehme.

Und dadurch das ich mir selber näher gekommen bin,
ist auch mehr Energie da die ich spüren und nutzen kann.
Drum würd ich zu deiner Eingangsfrage sagen:
Ja das ist aus meiner sicht gut möglich,
dass über Schmerz mehr Lebenskraft vorhanden ist.
Mehr Lebenskraft
Ich praktiziere seit einigen Jahren Yoga und habe dadurch schon ein sehr gutes Körpergefühl und auch meine Wahrnehmung bezüglich meiner Gefühle und die des anderen hat sich verfeinert. BDSM erweitert das ganze noch. Bzw. ist es eine gute Spielfläche sich noch mehr mit mir auseinanderzusetzen. Es ist erstaunlich zu welchen Gefühlen man fähig ist und welche Nachwirkungen sie haben.
Nach einer intensiven Session fühle ich mich für Tage ausgeglichen, befriedigt, klar im Kopf und bin sehr bei mir. Allerdings funktioniert das alles auch nur mit dem richtigen Partner. Tiefes Vertrauen, zwei Menschen die sich blind verstehen und wissen das man mit dem anderen jedes Gefühl teilen kann weil der andere auch damit umzugehen vermag, sind unabdingbar für so eine Reise.
Ich finde es spannend zu spüren was der andere fühlt. Eine solche Konstellation gibt beiden Kraft und ist eine ganz besondere Verbindung die wohl nicht viele Menschen erleben.
Insofern steigert das was beide zusammen erleben auch die Lebensenergie. Und darum geht es doch bei zwischenmenschlichen Beziehungen: sich gegenseitig gut tun.
*liebguck*
Ja... Der Schmerz...

Wenn es weh tut, dann ist der Moment völlig davon erfüllt. In der richtigen Konstellation ist der Schmerz das perfekte Mittel, sich ins 'Hier und Jetzt' zu katapultieren. Kein Wenn, kein Aber, nicht später oder gerade eben. Nur jetzt. Aua.

Die Atmung vertieft sich. Man beginnt zu tönen ungeachtet dessen, wie es sich anhören mag. Von ganz tief drinnen heraus.
Der Körper wird geflutet von Adrenalin, die Herzfrequenz steigt, alles spannt sich an.

Und dann hört der Schmerz auf und alles löst sich. Hardcore Progressive Muskelrelaxation 😉

Stille und Ruhe folgen. Und darin entfaltet sich die neue Lebenskraft für mich...
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