BDSM:Fluch oder Leidenschaft? Ausleben oder verstecken?
Für mich ist BDSM auf jeden Fall eine Lebensbereicherung. Leider war das nicht immer so. Ich kann mich noch gut an meine Anfänge erinnern. Ein ständiges auf und ab der Gefühle. Einmal 'Oh wie schön' und ein anderes Mal 'Warum gerade ich...och nö!'Ich kenne noch die Zeit ohne Internet, mit Büchern 'unter dem Ladentisch' und geheimen Privat-Partys.
Partys haben mich schon immer sehr gereizt und so ist es heute noch. Auf meine erste Party wollte ich allein, nach Hamburg. Also ging ich dort noch Shoppen und erzählte dem netten Verkäufer von meinem Vorhaben. Leider hatte ich mir eine Party ausgesucht, die fest in der Hand finanzieller Damen war. Wenn ich nicht verhauen werden will oder etwas in den Drink geschüttet bekommen möchte, sollte ich es sein lassen, riet mir der junge Mann. Also-Flasche Sekt auf dem Hotelzimmer gelehrt und den nächsten Tag nach Hause gefahren.
Da hatte ich gründlich die Nase voll von dem Krams und dachte, dass es das nicht wirklich oder gefahrlos gibt. Dann lernte ich ein paar SMler kennen und wir besuchten Privat-Partys. WOW...war das klasse!!!
Mehr ...mehr davon! Mittlerweile kante ich einige Leute und war voll dabei. Ausprobieren war nun an der Tagesordnung. Nichts war vor mir sicher. Ich probierte Nadeln usw. an mir selber aus. Nun war ich glücklich und fühlte mich frei. Dann kam die Liebe, die Ehe und die Kinder. Zack...alles war weg. Ich hatte weder Zeit noch bekam ich meinen Hintern hoch. Da war sie nun die GROßE BÖSE PAUSE! Ich merkte immer mehr, wie es in mir brodelte und irgendwann brach es aus mir heraus. 'Ich will so nicht leben!' Seit diesem Zeitpunkt verstecke ich mich nicht mehr und lebe BDSM voll aus. Es melden sich immer wieder einmal Stimmen von anderen, die es nicht begreifen das JEDER Mensch so leben kann, wie er es möchte. Meist sind es die Leute die selber unzufrieden und ja: auch unbefriedigt sind!









