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Führen und Dominieren im Alltag (ohne Sex)

*******en74 Mann
1.965 Beiträge
Themenersteller 
Führen und Dominieren im Alltag (ohne Sex)
Ich bin mit einer sehr selbstbewußten Frau verheiratet, die es ausser im Bett nicht benötigt, dominiert zu werden. Darum kann ich mir nicht so ganz einfach vorstellen, was eine Frau empfinden möchte, wenn Sie schreibt, dass im Alltag führungslos wäre und jemanden sucht, der ihr einen festen Rahmen gibt. Sicher: Dass man nicht so allein durch den Alltag irrt, sondern gemeinsam einen Weg geht, das ist mir klar.

Aber vielleicht könnt ihr mir auch ein paar Beispiele aus eurem Alltag nennen,
1. wo ihr diese Führung oder Dominierung benötigt?
2. und wo ihr in diesen Situationen evtl. einen Unterschied zw. Führung und Dominierung seht?
Profilbild
******ies Mann
5.688 Beiträge
Das kann man nicht generalisieren bzw. verallgemeinern.
Der Teil des Paares, der die devote Rolle einnehmen möchte -
sollte klar zu erkennen geben, wie das persönliche Bedürfnis
angesprochen werden soll.
Der Teil des Paares, der die dominante Rolle einnehmen möchte -
sollte sich exakt nach den Vorgaben richten. Nur dann entsteht
das notwendige Vertrauen.
Es ist letztlich immer so, dass (zumindest am Anfang) die
submissive Person "führt".
Erst wenn alles geklärt ist ... (die Grenzen ausgelotet und fixiert sind)
kann die devote Rolle voll ausgelebt werden - dann ist ein völliges
"sich fallen lassen" möglich.
Ob die D/s-Situation nur beim Sex oder auch im Alltag gelebt wird,
ist nebensächlich. In vielen Fällen ist das fließend.
******und Frau
5.716 Beiträge
Gruppen-Mod 
Also, für mich geht es nicht um Führung benötigen, sondern um Führung abzugeben.
Tatsächlich bin ich selbst eher diejenige, die in meinem Leben führt und auch eher dominant durchs Leben geht. Für mich geht es dann bei einem dominanten Part darum, daß mich jemand deckeln kann und ich das Bedürfnis erhalte, mich diesem Menschen unterzuordnen und seine Führung anerkennen zu können, weil er das noch besser ausfüllt als ich.

Und für mich ist Führungsstärke Bestandteil von natürlicher Dominanz. Dominanz ist eine Aura, die ausgestrahlt wird. In meinen Augen erzeugt durch Selbstsicherheit, Charisma, Empathie und eben auch natürliche Führungsstärke.

Um mich komplett und vollständig fallen lassen zu können, brauche ich jemanden, der eben die Führung übernehmen kann. Da D/s für mich etwas ist, daß ich nicht an- und ausstellen kann, bezieht sich das Machtgefälle für mich nicht nur auf eine sexuelle Variante sondern ist eben vollumfänglich auch im Alltag gegeben. Wer jedoch eine komplette Machtübertragung möchte, muß auch in der Lage und Willens sein die entsprechende Verantwortung im Alltag übernehmen und auch führen können.
********deUp Mann
3.515 Beiträge
Mir ist nach wie vor nicht wirklich klar, was das denn konkret bedeuten soll, dieses "vollständig fallen lassen" im Zusammenhang mit "vollumfänglich auch im Alltag".

Hört sich für mich immer so nach Alleinunterhalter an.

Das soll keine Kritik an deinem Post @******und sein. Sondern ernsthaft allgemein gefragt, wie muss man sich das vorstellen?
******und Frau
5.716 Beiträge
Gruppen-Mod 
@********deUp
Naja, wenn es keinen An- und Ausschalter gibt, sondern das Machtgefälle dauerhaft vorhanden ist, dann ist das ein vollständiges unterordnen. Nicht nur sexuell sondern eben auch im Alltag. Das hat nichts mit Alleinuinterhalter zu tun. Es bedeutet ja schließlich nicht, daß das ganze Leben in einer Session verbracht wird. Sondern daß eine Unterordnung auch im Alltag erfolgt. Und das ist eben nochmal eine ganz andere Lebensweise und Mindset als bei Menschen, die D/s rein im sexuellen Bereich ausleben.

Nicht überall wo BDSM drauf steht, ist auch der gleiche Inhalt drin. Die einen leben das ausschließlich im Schlafzimmer und für andere ist das eine Lebenseinstellung und ein Mindset und Machtgefälle auch im Alltag. Keine Gleichberechtigung, keine Augenhöhe. Einer führt, der andere folgt.
******ara Frau
9.771 Beiträge
Gruppen-Mod 
Ich möchte noch einwerfen dass der submissive Teil in so einem Konstrukt durchaus denken/mitdenken soll. Alleine des Selbstschutzes wegen.

Ansonsten bewegen wir uns im Metakonsens - was aber nichts für Anfänger ist.
******und Frau
5.716 Beiträge
Gruppen-Mod 
Ja, da muß ich @******ara unbedingt Recht geben in beiden Punkten. Und selbst noch ergänzen:
Nur, weil ich mich unterordne, heißt das nicht, daß das Denken oder eigene Bedürfnisse abgeschaltet werden. Sub ist und bleibt ein Lebewesen mit eigenem Denken und Bedürfnissen, die es zu achten gilt. Es bedeutet auch die Verantwortung des Doms, beider Bedürfnisse im Blick zu haben und entsprechende Entscheidungen in Abwägung zum Wohle beider (also auch zum Wohle der/des Sub) zu treffen.

Und auch wie @******ara erwähnt hat, da gehört durchaus eine Menge Vorkenntnis dazu und auch sich selbst als Sub so gut zu kennen, daß ich genau meine Grenzen und NoGos kenne. Daher ist das nicht im Anfängerbereich anzusiedeln, wenn man die komplette Kontrolle über das gesamte Leben dem Top übergibt.
******ise Mann
8.185 Beiträge
Gruppen-Mod 
Ergänzend dazu, was @******ara und @******und schrieben, auch der Hinweis, dass auch der/die TOP sich gut überlegen sollte, ob die Verantwortung wirklich übernommen werden will und kann. Ich werfe nur mal ein:

a) jeder Mensch entwickelt sich immer weiter. Nicht immer wie erwartet oder erhofft.
b) das eigene Wohlergehen haben die meisten Tops sicherlich im Blick. Viel wichtiger ist aber, Bottom im Blick zu haben, oftmals auch über das hinaus, was Bottom von sich aus zeigt. Und das kann wirklich sehr anspruchsvoll werden.

Also bitte langsam mit solchen Wünschen, und nicht zu viel von sich und anderen erwarten *zwinker*
********deUp Mann
3.515 Beiträge
@******und Danke für die Erläuterung.

„Tatsächlich bin ich selbst eher diejenige, die in meinem Leben führt und auch eher dominant durchs Leben geht.“

Irgendwo muss es doch ein An/Aus Schalter geben. *ggg*
******und Frau
5.716 Beiträge
Gruppen-Mod 
Zitat von ********deUp:
@******und Danke für die Erläuterung.

„Tatsächlich bin ich selbst eher diejenige, die in meinem Leben führt und auch eher dominant durchs Leben geht.“

Irgendwo muss es doch ein An/Aus Schalter geben. *ggg*
Nein, die Dominanz des anderen muß stärker sein als meine. Dann kann derjenige mich deckeln. Und auch erst dann kann bei mir das Bedürfnis der Unterordnung auftauchen. Es bedeutet nicht, daß meine Dominanz ausgeschaltet wird, sondern "nur", daß ich die Dominanz des anderen als stärker wahrnehme als meine. Und er die Fähigkeiten hat, damit ich mich unterordnen kann. Denn mal ehrlich, wenn ich führungsstärker und dominanter als derjenige bin, dann würde ich mich nicht unterordnen. Das wäre ja fatal.
Profilbild
******ies Mann
5.688 Beiträge
In meinem Liebesroman "Subbies Tagebuch" (siehe JC-HomePage)
ist die Sub in ihrem Geschäfts-Alltag eine erfolgreiche und starke Frau -
ordnet sich aber dem Dom freiwillig unter, weil er auf einer anderen
Ebene besondere Persönlichkeits-Stärke und extrem viel Wissen zeigt.
Er wird ihr Lehrer, weil sie lernen will ...
******ise Mann
8.185 Beiträge
Gruppen-Mod 
Weil es mir gerade noch so zu meinen vorherigen Aussagen einfällt.... für Veränderungen kann es viele Gründe geben.

Neuer Job
Öffnen oder auch schließen einer dreier-, vierer- oder polyamoren Beziehung
Ärztliche Diagnosen
Neue Hobbys
Änderungen im familiären Umfeld (kranke Eltern, Kinder isw)
Und uns allen fällt vermutlich noch mehr ein, wenn wir darüber nachdenken .
********_Yve Frau
440 Beiträge
Zitat von *******en74:
Führen und Dominieren im Alltag (ohne Sex)
Ich bin mit einer sehr selbstbewußten Frau verheiratet, [...] was eine Frau empfinden möchte, wenn Sie schreibt, dass im Alltag führungslos wäre und jemanden sucht, der ihr einen festen Rahmen gibt. [...]

Aber vielleicht könnt ihr mir auch ein paar Beispiele aus eurem Alltag nennen,
1. wo ihr diese Führung oder Dominierung benötigt?
2. und wo ihr in diesen Situationen evtl. einen Unterschied zw. Führung und Dominierung seht?

Ich antwortete aus Sicht einer ebenfalls relativ selbstbewussten Single-Frau mit ADS (!) (Ja, ohne das "H")

"Führungslos" bin ich vor allem im privaten Bereich, also Freizeit.

Ich brauche aufgrund meiner ADS Veranlagung (evtl. auch in Kombination mit Autismus Aspekten, aber noch nicht bestätigt) viel Struktur und einen geregelten Tagesablauf. Im Job habe ich das weitestgehend und auch wenn nicht jeder Tag gleich ist, fällt es mir auf Arbeit leicht, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen. Abgesehen von festgelegten Zeiten zum Einkaufen und Kochen unter der Woche, bin ich in meiner Freizeit total unstrukturiert, nehme mir manchmal zu viel vor was ich dann nicht schaffe oder prograstiniere weil ich alles zerdenke. In meinem Kopf ist immer zu viel los, zu viel Gedanken, zu viel was erledigt werden will und ich bin völlig planlos wo ich anfange...

In einer gesunden Partnerschaft, würde es mir gut tun, wenn mir jemand zu etwas mehr Struktur verhilft, zB indem man(n) mir "vorgibt" was bzw welche Dinge ich an welchem Tag tun soll aber auch, was ich lassen soll.
Ich neige bspw dazu, die angenehmen Dinge (Hobbies) hinten an zu stellen, wenn m M. n. zu viele Pflichten unerledigt sind. Es würde also auch helfen, mir aufzutragen an Tag xy, 1 Stunde für's Lesen einzuplanen.

Größere "Vorhaben" gehen leichter von der Hand, wenn man sie gemeinsam angeht.

Manchmal reicht mir aber auch nur ein "Arschtritt" um Aufgeschobenes anzufangen. Mir fehlt oft die Motivation für Dinge, wenn ich diese "nur" für mich tun will, aber sobald eine zweite, mir wichtige Person involviert ist, fällt es mir automatisch leichter.

Manchmal sehe ich auch vor lauter "zerdenken" nur den komplizierten Weg bin aber blind für die einfachere Lösung. Jemand der mitdenkt und mir alternativen bietet, evtl. auch einfach mal eine Entscheidung trifft ("wir machen das jetzt so und so") kann enorm entlastend sein (sofern die Entscheidung sinnvoll und zielführend ist). Oder einfach mal etwas "plant" bzw mir einen Teil der Planung (z. B. Ausflug) abnimmt.

Es sind so kleine Dinge im Alltag die einen entscheidenden Unterschied bewirken können, ob ich entspannter oder gestesster bin. Wobei ich mal behaupten würde, in jeder gesunden Beziehung, sollte es diese Balance geben, sich gegenseitig in den Schwächen des jeweils anderen parts auszugleichen.

Es darf natürlich nicht so weit gehen, dass mir meine Autonomie völlig entzogen wird. Ich brauche ebenso meinen Freiraum und Entscheidungsmöglichkeiten.

Aber eine helfende Hand, die mir in meinen persönlichen Defiziten Unterstützung bietet, an den passenden Stellen die Richtung vorgibt, würde mir vor allem mehr innere Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit geben.

Letztlich ist es ja bei jedem Menschen individuell und von der Persönlichkeit abhängig, an welchen Stellen Führung bzw Kontrollabgabe erwünscht oder unerwünscht ist und wie das ganze gestaltet werden kann, lässt sich kommunizieren.

Ich wäre jedenfalls froh, irgendwann mal einen Partner zu finden, der nicht nur im sexuellen sondern auch im gemeinsamen Alltag mehr Verantwortung übernehmen möchte bzw mir gelegentlich etwas von meiner Verantwortung abnimmt, weil es mir manchmal zu viel ist, was aber durch meine spezielle Veranlagung mit begünstigt wird.

Ich hoffe das war einigermaßen verständlich *lach*
******ara Frau
9.771 Beiträge
Gruppen-Mod 
Führung bedeutet auch Halt geben.
Ich bin auch recht dominant im Alltag weil ich es eben muss. Dennoch genieße ich es, wenn ich auch dort mal nix entscheiden muss.

Die meisten Frauen müssen zumindest Teilbereiche, wenn nicht ihr ganzes Leben alleine wuppen. Da entwickelt sich eine Eigenständigkeit, die zum überleben notwendig ist.
Loslassen kann man nur wenn man einen Partner hat der aktiv in das eigene Leben eingreift und sich auch der Verantwortung bewusst ist die damit verbunden ist.
Wenn das gegeben ist fällt das aufgeben best. Lebensbereiche, Aktivitäten (wobei das ein falscher Begriff ist) zunehmend leichter.
Man vertraut und lässt sich führen und agiert sozusagen blind weil man irgendwann weiß, was das Gegenüber erwartet.
********atze Frau
158 Beiträge
Zitat von *******en74:

Aber vielleicht könnt ihr mir auch ein paar Beispiele aus eurem Alltag nennen,
1. wo ihr diese Führung oder Dominierung benötigt?
2. und wo ihr in diesen Situationen evtl. einen Unterschied zw. Führung und Dominierung seht?

Lieber @*******en74,

eine interessante Frage!

An "benötigen" stoße ich mich etwas - das klingt irgendwie nach einer therapeutischen Rolle. Ich bin ein eigenständiger Mensch, mit beiden Beinen tralala und trotzdem gebe ich gerne ein Stück weit Kontrolle ab, auch in den Alltag hinein.

Ich schreib dir gerne Beispiele, wie D/s im Alltag gelebt werden kann:
• Kleiderwahlprivilegien
• Verhaltensregeln für Restaurantbesuche (Sub darf erst nach Top beginnen, zu essen, eventuell darf Top sogar bestimmen, was gegessen wird etc.)
• Kinky Aufgaben zwischendurch nach Belieben des Tops (z.B. Plug beim Einkaufen tragen etc.)
• Ortungs-App, sodass Top immer sehen kann, wo Sub ist

Für mich besteht der Reiz darin, auch im Alltag diese Verbindung zu spüren und mich ein wenig zurücklehnen zu können darein.

Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, die Schirmherrschaft über mein Leben abzugeben und beinhaltet auch kein grundsätzliches Immer-das-letzte-Wort-Privileg (da scheinen allerdings auch viele andere Vorstellungen zu haben als ich, wie mir schon öfter aufgefallen ist).

Ich finde es wichtig, sich darüber auszutauschen, was sich davon wie auswirkt, was sich gut anfühlt und was auch vielleicht nicht praktikabel ist.
*********indet Mann
36 Beiträge
Ich lese bei dir viel Respekt für deine Frau – das gefällt mir.
Aus meiner D/s-Sicht ist der Unterschied so:

Führung = dienende, vereinbarte Verantwortung. Ich gebe Richtung, entlaste mental, treffe final den Call – immer im Sinn unserer gemeinsamen Ziele.
Dominieren = dieselbe Führung, aber mit klarer, bewusst abgegebener Autorität und kleinen Protokollen/Ritualen, die den Rahmen spürbar machen. Beides nur konsensuell, überprüfbar und jederzeit widerrufbar.

Beispiele aus meinem Alltag (ohne Sex):

Entscheidungsfilter: Wenn sie überfordert ist, treffe ich die Entscheidung („Ich wähle Restaurant/Route/Plan – du lehnst dich an“).

Struktur & Rituale: Morgen-/Abend-Check-in, Tagesprioritäten, kurzer Review am Abend.

Mental Load abnehmen: Ich plane Termine/Anreise (ÖPNV/Taxi), organisiere Reservierungen, halte Deadlines im Blick.

Selbstfürsorge führen: Ich erinnere an Essen, Wasser, Pause; setze einen „Digital-Cut“ ab 22:30, wenn’s sonst ausufert.

Sicherheit & Auftreten: In sozialen Situationen übernehme ich das Lead, setze Grenzen höflich aber klar, wenn nötig spreche ich für uns.

Dress-/Focus-Codes: Für bestimmte Anlässe bestimme ich Outfit-Rahmen („smart-casual, dunkle Töne, flache Schuhe“).

Haushalt & Finanzen: Ich vergebe Aufgaben transparent (Kanban/To-do-Board), erstelle Budget und halte es nach.

Wachstum: Wöchentlicher Check: Was lief gut, wo übernehme ich nächste Woche mehr Führung?

Gesundheit: Gemeinsame Spaziergänge/Übungen, ich halte die Zeiten ein und motiviere – freundlich, beharrlich.


Warum das gewünscht sein kann? Weil Führung Ruhe ins System bringt: weniger Grübeln, klare Leitplanken, Fürsorge, Schutz. Das ist keine Entmündigung – gute Führung macht die Geführte freier, nicht kleiner.

So lebe ich es: verbindlich, humorvoll, tief – und ohne Sexualität im Kontext dieser Alltagsführung.

LG
BlickDerBindet (Josef)
*******en74 Mann
1.965 Beiträge
Themenersteller 
Ok, danke erst mal für ALLE eure Antworten! *dafuer*

Zitat von ********_Yve:
Ich brauche aufgrund meiner ADS Veranlagung (evtl. auch in Kombination mit Autismus Aspekten, aber noch nicht bestätigt) viel Struktur und einen geregelten Tagesablauf.

Es würde also auch helfen, mir aufzutragen an Tag xy, 1 Stunde für's Lesen einzuplanen.


Ja, das verstehe ich. Aber das ist eher etwas für 24/7 - Beziehungen. Eine partnerschaftliche Verantwortung im Alltag. Aber vielleicht habe ich nicht präzise genug definiert, um was es mir geht. Ich überlege, wie das in einer Affäre wohl ginge. Wo man sich vielleicht nur alle 2,3,4 Wochen sieht.

Zitat von ********atze:

• Kleiderwahlprivilegien
• Verhaltensregeln für Restaurantbesuche (Sub darf erst nach Top beginnen, zu essen, eventuell darf Top sogar bestimmen, was gegessen wird etc.)
• Kinky Aufgaben zwischendurch nach Belieben des Tops (z.B. Plug beim Einkaufen tragen etc.)
• Ortungs-App, sodass Top immer sehen kann, wo Sub ist

Ah, ja. Das geht in die Richtung, die ich meine...

Zitat von *********indet:
Beispiele aus meinem Alltag (ohne Sex)

Ja, danke. Ein paar Denkanstöße sind dabei. Finanzielles und Gesundheit sind dann aber doch wieder eher ein Thema das eher in eine 24/7 Partnerschaft fällt.
******und Frau
5.716 Beiträge
Gruppen-Mod 
Alltag ist für mich immer mit 24/7 verbunden. Sonst ist D/s im Alltag in meinen Augen nicht umsetzbar sondern ist rein auf Sessions bezogen.

Wie sollte BDSM denn im Alltag funktionieren, wenn die Unterwerfung und das Machtgefälle nicht dauerhaft da wären? Und ist das dauerhaft da, ist es 24/7.
*****lis Mann
912 Beiträge
Zitat von ******und:
Alltag ist für mich immer mit 24/7 verbunden. Sonst ist D/s im Alltag in meinen Augen nicht umsetzbar sondern ist rein auf Sessions bezogen.

Wie sollte BDSM denn im Alltag funktionieren, wenn die Unterwerfung und das Machtgefälle nicht dauerhaft da wären? Und ist das dauerhaft da, ist es 24/7.

Finde ich relativ einfach: Das Gefälle ist latent da, aber nur gelegentlich aktiv sicht- und spürbar.
Der Übergang ist fließend. Viele Situationen sind ganz normal und vanillig, manchmal verschiebt es sich - und auch wieder zurück ins Harmlose.


Für mich fühlt sich genau das sehr gut und natürlich an.
Weder ist es ständig deutlich (das wäre mir zu anstrengend), noch ist es auf "Sessions" begrenzt (ein Wort, das ich generell nicht mag).


Es erfordert natürlich etwas Empathie auf beiden Seiten, die Situation richtig deuten und umsetzten zu können. Es kann auch (wenngleich selten) mal vorkommen, dass Machtgefälle gerade doch nicht passt. Auch nicht schlimm. Aber es ist toll, wenn es so nebenbei entsteht, es beim Streichen durch die Haare zu
einem festen Griff kommt....

Hach, ich lieb's!
*love*
****Na Frau
807 Beiträge
@*****lis , das hast du schön geschrieben. Ich kann es gut nachempfinden. Und ja, das mit dem Griff in die Haare habe ich auch schon erlebt. Da können bei mir alle Lichter ausgehen und das Machtgefälle ist da.

Machtgefälle kann so einfach und gut sein.
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