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Session Dauer71
Kurze Frage: Wie lange dauert bei Euch eine Session?
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Impact Play: Session Aufbau/ Dauer

****n8U Mann
15 Beiträge
Themenersteller 
Impact Play: Session Aufbau/ Dauer
Hallo zusammen,
ich habe mir den wirklich guten impact play Kurs von Joy angeschaut und dort wurde behauptet das der Körper 20 min bis 30 min brauch um "auf Temperatur" zu kommen. Das soll teilweise durch Hormone bedingt sein.

Als Anfänger wirft das für mich die Frage auf, wie ich diese doch recht lange Zeit gut füllen kann, ohne das es monoton wird oder ob eine reine Spankingsession aus Grund x nicht monoton für euch ist.
Daraus ergibt sich dann die Frage, wie lange die gesamte Session sein sollte/ kann.

Selbstredend ist das alles sehr subjektiv und von Person zu Person oder sogar Session zu Session unterschiedlich, allerdings würde mich interessieren was eure Erfahrungen sind.
So kann ich dann aus den von euch gemalten Bildern mir die, für mich, besten Aspekte rauspicken.

Daneben fände ich es noch interessant ob und wie ihr eine solche Session mit anderen Kinks vermischt bzw. ausfüllt.

Vielen Dank schonmal für die sicherlich sehr spannenden Antworten :))
F.
*****izu Frau
556 Beiträge
Ich kenne zehn Minuten Rhythmen bei denen man sich innerhalb von zehn Minuten langsam steigert, auf ein Crescendo kommt und dann wieder schwächer beim Anfang der zehn Minuten anfängt und wieder steigert. Das funktioniert bei mir und allen Freundinnen, die das versuchen lassen haben, erstaunlich gut. Hier sind zwei Recht ähnliche links aus denen ich das damals gelesen habe:

https://www.fetdom.com/blogs/blogs/endorphin-and-spanking-get-high-or-get-off-bdsm-impact-play
https://leatherpup.me/2017/07/18/the-endorphin-levels-in-bdsm-2/

Und zwecks vermischen - kommt drauf an? Ich bin spanko. Ich bin auch mit ausschließlich Spanking mehr als glücklich. Manchmal reizt es mich auch weitere Inhalte reinzunehmen aber immer braucht's das nicht. Andere wollen immer Sex oder Stimulation dabei - das muss wirklich konkret mit dem jeweiligen Partnermenschen abgesprochen werden.

Zur Gesamtlänge - solange wie ihr wollt? Ich hatte Partner wo man die ganze Zeit ständig immer wieder gespielt hat wenn man zusammen war und andere, bei denen es ruhiger abläuft. Da groovt man sich aufeinander ein.
******und Frau
5.704 Beiträge
Gruppen-Mod 
*modda*
Einen Kommentar unter der Gürtellinie, der nicht zielführend war, gelöscht.

Bitte achtet bei euren Beiträgen auf Netiquette und zielführend beizutragen.
******ara Frau
9.769 Beiträge
Gruppen-Mod 
Der Ausdruck "Recht lange Zeit" ist subjektiv.
Bei einigen sind das 30 Minuten, bei anderen 3h.

Nehmt Euch nicht zu viel vor und tastet Euch, wie bei allem, langsam ran. Ihr müsst Euch ja erst mal kennenlernen und schauen, wohin der Weg geht. Und immer an die Tagesform denken. Steigerungen nach oben sind IMMER möglich.

Die Erfahrung zeigt aber, dass man sich gerade als Anfänger gerne überschätzt und zu viel zumutet.

Hier mal noch ein paar Links zum nachlesen:

BDSM: "Technik" Aufwärmen: Was setzt Ihr wie intensiv ein?

Da Du den Kurs gemacht hast, solltest Du Dir auch die Hinweise im Magazin durchlesen und verinnerlichen.

Spanking

Spanking: "Aufwärmphase" der Spanking Session

Ansonsten empfehle ich Dir wirklich, Dich in Deiner Gegend mal auf Stammis mit alten Hasen auszutauschen und evtl. auch einen Workshop zu besuchen.

Und noch etwas... Fehler passieren - auch beim schlagen. Es ist "learning by doing". Versucht beide es mit Humor zu nehmen und besser zu machen. Das hilft wirklich. Denn niemand ist perfekt.
***e6 Frau
2.653 Beiträge
Ich bin da voll bei @******ara
Wenn du noch so gar keine Erfahrung hast, dann "plane" nicht gleich eine komplette Session, womöglich noch mit dem Ziel, dass Bottom ins Fliegen kommt.
Nimm die ersten Treffen als Kennenlernen und heran tasten, schau was sich für wen wie anfühlt, sprecht und lacht miteinander.

Um mal auf deine Frage nach der Zeit konkret einzugehen:
Ich persönlich finde eine halbe Stunde nicht lang. Man begegnet sich, man nimmt Kontakt auf, sprich man berührt sich, man bewegt sich gemeinsam, Bottom wird in Position gebracht, man baut Nähe auf. Dann kann man die Haut auch schon ein wenig durch andere Berührungen "reizen": streicheln, fest anfassen, Klapse mit der Hand, mit verschiedenen Materialien drüber streicheln,....
Aufwärmen bedeutet für mich, dass nicht nur die Haut, der Körper auf Temperatur kommt, sondern dass auch der Kopf mit ins Setting geholt wird. Denn von dort kommt ganz viel in den Körper, sprich Anspannung und Entspannung der Muskel, Gänsehaut, ein leichtes Zittern,....
*******n_M Mann
1.812 Beiträge
Hmm.. monoton? Ehrlich gesagt ist die erste Stunde immer fix rum. Unabhängig davon was man mach sind Hormone nicht abhängig von körperlichen Einflüssen. Da ist immer gefragt was einen kickt. Ist dann die Bandbreite nicht im BDSM groß genug, um diese Zeit anregend zu verbringen?
******nus Mann
36 Beiträge
Ich skizziere rein subjektiv, wie es bei unserem Spiel funktioniert; denn jeder Jeck ist anders!

Aufwärmen gehört meistens bei uns zum Spiel dazu, beginnt aber für mich weit vor dem ersten Schlag. Ankommen, eingraben, Athmosphäre atmen, irgendwann dann den „Spielplatz“ einrichten und dann gespannt warten auf die erste Berührung, den ersten Klaps oder auch gleich in die Vollen (das ist dann erst nachher schön!).
Erst die Hände, dann locker und irgendwann sind wir so weit drin, dass es ein gegenseitiger Genuss ist - dabei kommunizieren wir konstant (non)-verbal, genießen die gemeinsame Zeit und lassen uns einfach treiben; kennen uns gut genug um zu interpretieren und zu interagieren…
Tja, wenn wir dann irgendwann aufhören, stellen wir immer wieder fest, dass aus nur eben kurz der halbe Abend geworden ist; dass viele andere schon lange wieder weg sind; dass sich der kleine Zeiger mehr als 10 Minuten gedreht hat; dass wir glücklich sind…

Fazit: es gibt keine messbaren Zahlen, Daten, Fakten für unser Spiel - es ist jedes mal anders schön. Impact Play ist Dialog, nicht 10 mal Hand 50%, 15 mal Rohrstock, 30 mal Paddle 1…
**********hrill Paar
1.326 Beiträge
Bei uns hängen Ausmaß und Dauer einer Session von sehr vielen Aspekten ab und variieren dementsprechend stark.

Ist es eine spontane Session, weil ich/wir einfach Lust darauf haben, kommt es natürlich auch darauf an, ob es bspw. am Wochenende oder unter der Woche (Stichwort Arbeitszeiten und Aufstehen) ist. Typischerweise dauert das dann zwischen 30 und 60 Minuten und Spanking/Impact Play ist meistens ein Teil des Vorspiels, der sanft beginnt und sich dann steigert, bis die gegenseitige Erregung so groß ist, dass sie auf andere Art und Weise gestillt werden muss.

Etwas anderes sind spontane (meist abendliche) Spanking Sessions, oft auf der Couch beim Fernsehen. Da wird subbie meist erst sanft und dann recht intensiv gespankt und anschließend noch ihre Erregung befriedigt. Das ist dann so was wie Wellness S/M und dauert auch ca. 30 bis 60 Minuten.

Bei "richtigen" Sessions, die fast ausschließlich am Wochenende stattfinden und die ich im Vorfeld in groben Stichpunkten "plane", ist Spanking/Impact Play ein wesentliches und wiederkehrendes Element, das immer wieder und mit steigender Intensität praktiziert wird und meist in einigen grandiosen Höhepunkten mündet. Diese Session dauern meistens anderthalb bis zwei Stunden und über die gesamte Länge betrachtet dürfte Spanking/Impact Play ungefähr 50% ausmachen.

Und dann gibt es da noch die Sessions, in denen ich in erster Linie meinen Sadismus befriedigen möchte und die ganze Session um diesen Zweck herum aufbaue und gestalte. subbie wird zu Anfang in einer zweckdienlichen Haltung fixiert, ein wenig geteast und dann recht zügig ohne lange Aufwärmen zünftig bespielt. Mein Anliegen ist es, sie möglichst dicht an der Grenze des Erträglichen entlang zu führen und die Zügel dabei die ganze Zeit über sehr straff zu halten. Das heißt, sanfte Momente oder Pausen gibt es nur, wenn sie kurz vor dem Absturz ist, Teasing und der eine oder andere Höhepunkt dienen ausschließlich dazu, ihre Erregung ausreichend hoch und subbie gewissermaßen "bei der Stange" zu halten. Solche Sessions dauern zwischen zwei und vier Stunden und münden meist in einem sehr ekstatischen Höhepunkt, an den sich ein sehr langer und langsamer Abstieg aus dem subspace und ein ausgedehntes Aftercar anschließen.
****n8U Mann
15 Beiträge
Themenersteller 
Vielen Dank für die vielen sehr konstruktiven Beiträge, ich werde einiges daraus mitnehmen :))

@******ara und @*****izu danke für die Links
@******nus und @**********hrill danke für den Einblick

Und natürlich auch vielen Dank an alle anderen *zwinker*

Habt ihr eure Sessions ritualisiert, mit einem geordneten Ablauf, oder ist es von mal zu mal unterschiedlich?

LG F
*****izu Frau
556 Beiträge
Bei uns ist es sehr unterschiedlich und eher spielerisch. Ritualisiert haben wir da nichts. Dabei gibts Unterschiede ob wir privat daheim oder bei einem Stammtisch mit Spielbereich unterwegs sind. Privat passiert es einfach irgendwann und bei unserem Stammtisch gehen wir irgendwann runter, was dann das Spiel logischerweise einleutet.
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