Schmerz ist eine Körpererfahrung.
Gerade über die Haut erfahren wir uns selbst. Buchstäblich, wo wir aufhören und die Umwelt anfängt. Die Haut markiert, wo wir physikalisch beginnen und enden. Die Haut beschreibt uns, in der Interaktion mit unserer Umwelt, zu uns selber. Alles innerhalb bin ich.
Streicheln ist angenehm und kann uns unseren Körper gut empfinden lassen, kann aber durch die geringen Kräfte, nur eine gewisse neuronale Signalstärke auslösen.
Der Schlag einer Rute hingegen. erzeugt eine extrem hohe Signalstärke, die relativ schnell wieder verblasst wie ein Feuerwerk.
In ihrer Höhe, in ihren wahrgenommenen Intensität der Signale der Nervenenden aber, wenn auch mit verkehrten Vorzeichen, kommt sie locker an jeden Orgasmus heran.
Seinen Körper, und damit sich selbst, so intensiv wahrzunehmen, kann mMn schon eine Lust sein.
Vorausgesetzt positive psychologische Faktoren sind vorhanden, wie Vertrauen in den, der einem diese Sensationen gibt und, ganz wichtig, das Wissen darüber, dass die Sensation endlich ist, kann man sich der Empfindung hingeben.
Schmerz ist ja ein Warnsignal des Körpers an unser Bewusstsein, "Achtung, hier stimmt etwas nicht, gehe ich gerade kaputt? Check das mal!"
Wenn das Bewusstsein gecheckt hat und darauf vertrauen kann, dass die Empfindungen keine echte Gefahr darstellen (Striemen gehen ja wieder weg), bleibt nur noch das Signal. Wie, als würde man sich selbst in einem hellerem, grellerem Licht erfahren.