Einen Großteil der Beiträge las ich komplett, andere überflog ich.
Grundsätzlich, da ich nun etwas mehr als ein Jahr dabei bin, nein, ich als Sub muss gar nichts.
Da dieser Thread in der Hauptsache an die Anfänger gerichtet ist, zu denen ich mich selbst nachwievor zähle, möchte ich gern meine Sichtweise dazu beitragen.
Eigenverantwortung, in jedem Fall zu jeder Zeit und Stunde, denn sie ist, für mich, Grundvoraussetzung für Selbstfürsorge und Vorsorge.
Wie es in einem der Beiträge sehr deutlich erwähnt worden ist, könnte/sollte ich mich, nach meiner Auffassung MUSS ich mich, anderweitig belesen/informieren.
Genau so bin ich seinerzeit gestartet, auf vielerlei Wegen, Literatur, Internet, im Joy, ohne Mitgliedschaft mitlesen etc. Erst, als ich mir bewusst darüber war, dass ich eruieren möchte, ob Wunsch und Wirklichkeit konform gehen, eröffnete ich ein Profil.
Als Frau ein erstes Treffen zu bekommen, wie ich feststellen musste, war nicht die Herausforderung, sondern, den Richtigen dafür zu finden. Ziemlich schnell ergab sich ein sehr guter Kommunikationsstrang mit jemandem aus der Nähe. Das erste Treffen fand bei ihm statt und was soll ich sagen, bei all der Schreiberei um Red Flags, Privates, Vorstellungen etc., vergaß er, mich nach einem Gesichtsbild zu fragen, so dass es für ihn ein Blind Date wurde. Lange Rede kurzer Sinn, einen so empathischen Mann traf ich selten und für die ersten Gehversuche hätte es nicht besser treffen können.
Im Laufe der Zeit stellte ich mehr und mehr fest, dass ich weniger devot bin, da dies mit meiner Alltags-Dominanz korreliert. Zudem ist BDSM für mich lediglich eine sexuelle Spielwiese, die im Alltag nichts zu suchen hat.
Auf die Fragestellung des EP zurückkehrend, bin ich klar bei: ich lerne einen Menschen kennen und so fuhr ich immer gut damit schriftliche, wie fernmündliche Konversation einem Treffen voranzustellen. Kleidungsvorschriften hatte niemand parat und es hätte mich auch nicht interessiert, denn ich bin ich und in keinsterweise fremdgesteuert.
Dennoch gab es aus einer eher provokanten Art meinerseits, den Wunsch bestimmter Kleidungsstücke, was ich nach humorvoller Fortführung der Kommunikation nur allzu gern erfüllte. Ergo ging ein Spaß, somit Spiel dem Ganzen voraus und ja, es ergab sich bei entsprechender Chemie nach einem gemeinsamen Spaziergang eine SM Session beim ersten Treffen. Die Parameter waren zuvor abgestimmt, da man über Gott und die Welt schrieb und sprach. Es war mir definitiv vorbehalten, jederzeit abbrechen zu dürfen, so wie er genau dasselbe Recht für sich hatte.
Fazit: Tut, was euer Bauch euch sagt, womit ihr euch wohl fühlt, jedoch niemals mehr.
Eigenverantwortung, Selbstfürsorge und Vorsorge !