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Frage an Paare, die BDSM im Alltag der Beziehung leben:

*******n651 Mann
42 Beiträge
Themenersteller 
Frage an Paare, die BDSM im Alltag der Beziehung leben:
Nachdem wir anfangs nur eine Spiel-Beziehung hatten, sind wir jetzt nach ca 1 Jahr ein Paar. Als Partner setze ich selbstverständlich auf Verständnis, Augenhöhe, Partnerschaft, Fairness. Auf ein respektvolles und harmonisches Miteinander.

Beim Spiel ertappe ich mich allerdings dabei, neuerdings immer häufiger ‚Beiß-Hemmungen’ zu haben, nachgiebiger und nicht mehr so fordernd und unerbittlich zu sein. Gerade dieses Machtgefälle war aber bisher der Kick. Für beide.

Wie war das für Euch? Aus der Dom- aber auch aus der Sub-Perspektive?

Danke für Eure Einsichten!
******rah Paar
3.534 Beiträge
Kennen wir. Ist so. *ja*

Unsere Lösung:

Einfach nicht so viele Gedanken darüber machen.

Schalter umlegen und loslegen.
Situationen dafür schaffen und Situationen dafür dann auch spontan nutzen. Bloß nix planen. *aua*

Alles andere verkompliziert die Situation nämlich nur und dann ist es komplett totgequatscht, vertheoretisiert und in Folge dessen bald Essig mit dem „Machtgefälle“.


Einfach machen. Nix denken.


*panik*

Tom & Zarah
Aktuelles von Tom_Zarah
*******der Paar
1.317 Beiträge
Für uns käme BDSM in der Beziehung nicht in Betracht, da wir auf dem Standpunkt stehen, dass der Alltag das Machtgefälle nachhaltig auf die Dauer stört.
Nur wenn nicht beide die alltäglichen Probleme bewältigen müssen, wenn es alleine dem Top vorbehalten bleibt, alle letzten Entscheidungen zu treffen, dann, so ist unsere Meinung, hat eine D/S- Beziehung auf Dauer eine Chance.
Deshalb leben wir unser BDSM außerhalb der eigenen, in einer Zweitbeziehung, aus.

Das Gesagte ist ausschließlich unsere Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
******oki Frau
2.523 Beiträge
In der Form kennen wir es nicht. Wir leben in einem ständigen machtgefälle. Was wir schon haben ist dass es in stressigen Zeiten einfach aufgeweicht ist. Zum einen weil man nicht so den kopf dafür hat oder weil gewisse regeln in dem moment einfach nicht alltagstauglich sind. Man lebt ja nicht in einer Blase
******und Frau
5.713 Beiträge
Gruppen-Mod 
Nach meiner Erfahrung ist das so bei Menschen, die BDSM lediglich als Erweiterung der Sexualität sehen (kann man drauf verzichten zur Not, ist einfach eine sexuelle Variante zusätzlich zu anderen Spielarten). Da kommt es häufig vor, dass sobald Gefühle dazu kommen die "Beisshemmungen" eben auch dazu kommen. Hier kann vielleicht der Gedankengang helfen, dass gerade der Schmerz oder die Demütigung dem Partner gut tun. Und gebraucht und gewünscht werden. Wenn du dem Partner etwas gutes tun möchtest, tu ihm weh.

Bei Mensch bei denen BDSM Teil der Persönlichkeit ist und für die BDSM keine Ergänzung sondern einfach Bestandteil des Selbst ist, habe ich die Beisshemmungen noch nicht erlebt.

Erfahrungsgemäß sind diese unterschiedlichen Lebensweisen und Einstellungen zu BDSM auch nicht kompatibel.
********1601 Paar
447 Beiträge
Hallo
Ohne langen Text, ich habe Welpenschutz bei meiner Lady .
*********Paar Paar
331 Beiträge
(Er schreibt)
Hatten wir nie ein Problem damit. Unser Umfeld merkt auch wer den Ton angibt. Man kann das als Dom Part auch charmant und subtil in Worten transportieren. *zwinker*
****_7 Paar
1.391 Beiträge
Wir haben Bdsm zusammen entdeckt und auch immer gelebt. Mein Herr hat da auch mal Hemmungen mich härter anzupacken, bin ich nicht nur Sklavin, aber auch Mutter seinen Kindern, Lebenspartner und Geschäftspartner.

Jetzt haben wir es anders gelöst. Er geht jetzt auch Beziehungen an mit anderen Frauen, wo diese Verbindung nicht ist und Schwupps kommt seine Dominanz und Sadismus mehr raus. Und das erfahrene, nutzt er jetzt auch mit mir und kann deshalb auch härter sein.
****_7 Paar
1.391 Beiträge
@*********Paar.

Das ist bei uns genau so. Es geht aber um die Momente im Spiel in der Zweisamkeit. Und da kann es ein ganz andere Nummer sein.

Subtilität im Alltag ist schon gewünscht, damit man auch sein Umfeld nicht verstört.
*********Paar Paar
331 Beiträge
@****_7
Auch im Spiel ändert sich für uns nichts…… im Gegenteil, unser Herr wird dann sehr oft noch etwas gemeiner *grins*
*******dev Frau
21.852 Beiträge
Zitat von *******n651:
Beim Spiel ertappe ich mich allerdings dabei, neuerdings immer häufiger ‚Beiß-Hemmungen’ zu haben, nachgiebiger und nicht mehr so fordernd und unerbittlich zu sein.

Wie sieht sie das?
Fehlt ihr deine bisherige Härte?

Wäre es möglich, dass sie dich auffordert, "härter" zu sein?


Ist natürlich die Frage, ob es um Härte und Konsequenz in der Dominanz geht, oder darum, härter zuzuschlagen.

Wenn es um das schlagen geht, sage ich als (eigentlich nicht so maso-) Sub dann auch schon mal sehr deutlich "Mehr" oder "Mach weiter", um ihm zu zeigen, dass es mir gefällt/ ich es gerade brauche.

Beim Thema Dominanz/ Konsequenz ist das allerdings deutlich schwerer.
***e6 Frau
2.666 Beiträge
Bei mir und meinem Mann (heute Top) war es anders herum. Wir haben sehr viele Jahre im Vanilla verbracht, dann gemeinsam BDSM entdeckt, dabei sogar die bisherigne Rollenbilder getauscht.
Erst haben wir nur Sm in klar abgegrenzten Sessions gehabt, bis zu einem Augenblick, da triggerte er meine Devotion. Es war nicht geplant, spielte sich völlig unerwartete ab und ging wahrscheinlich deswegen so tief.
Ich als Bottom habe keine Herrausforderung mehr mich ihm zu unterstellen, er als Top ist immer noch damit beschäftigt seine Hemmungen nach und nach abzubauen. Seine Zurückhaltung ist aber auch recht tief in seinem Charakter verankert.
Lange Rede, kurzer Sinn: Er wird immer sicherer und damit auch immer straighter in seinem Handeln mir gegenüber.
Soweit es der Alltag eben zulässt. Das haben ja schon andere erwähnt, dass BDSM im Alltag nicht bzw nur schwierig funktioniert. Obwohl ich mir mehr wünschen würde, habe ich die Situation aber akzeptiert wie sie ist und freu mich einfach über die kleinen Schritte, die wir gehen.
Schliesslich haben wir ja noch ein wenig Zeit auf dieser Erde *zwinker*
******ara Frau
9.771 Beiträge
Gruppen-Mod 
Zitat von *********Paar:
(Er schreibt)
Hatten wir nie ein Problem damit. Unser Umfeld merkt auch wer den Ton angibt. Man kann das als Dom Part auch charmant und subtil in Worten transportieren. *zwinker*

Gehe ich konform damit. Trotzdem ist meine eigene Meinung erwünscht und wird auch eingefordert. Dennoch hat er das letztendliche Wort. Tut auch dem "Spiel" keinen Abbruch. Und nein, unser Alltag zieht keine Löcher in unsere D/s Beziehung. Er ist Chef und bleibt es auch.
**********urple Paar
7.971 Beiträge
Zitat von *******n651:
Beim Spiel ertappe ich mich allerdings dabei, neuerdings immer häufiger ‚Beiß-Hemmungen’ zu haben, nachgiebiger und nicht mehr so fordernd und unerbittlich zu sein. Gerade dieses Machtgefälle war aber bisher der Kick. Für beide.

Wie war das für Euch? Aus der Dom- aber auch aus der Sub-Perspektive?

Das ist leider sehr oft zu beobachten und auch der Grund für Probleme in solchen aus Spielbeziehungen erwachsenen Partnerschaften. Meist sind es meiner Erfahrung nach einfach zu hohe Erwartungshaltungen, die einfach aus den gezielt dem Spiel gewidmeten Treffen in gewissen Abständen auf alle Tage und Stunden projeziert und ausgeweitet werden.

Das "Spiel" Zusammenleben kann nicht 24/7 gleich intensiv sein wie zum Beispiel gezielte wöchentliche Sessions. Einzelne Sessions in diesem Zusammenleben aber durcahus und sogar noch deutlich intensiver. Das Machtgefälle kann auch völlig unabhängig von irgendwelchen Sessions dauerhaft im Alltag existent sein.

Wir hatten damit eigentlich kein Problem, eher im Gegenteil. Wir leben beide das Machtgefälle auf einer intrinsischen Basis, die mit dem Zusammenzug eher noch mehr Möglichkeiten hatte, noch intensiver wurde. Diese Form einer intensiven 24/7-D/S-Beziehung liesse sich m.E. auf Distanz oder in Teilzeit ja gar nicht realisieren.
Ein ganz anderer Punkt ist auch, dass ich, gerade weil wir in dieser intensiven Beziehung auch unseren Alltag miteinander erleben, damit auch tagesaktuelle Grenzbereiche und Tagesformen wesentlich besser einschätzen kann. Das "Spiel" mit bzw. in den Grenzbereichen lässt sich so zumindest für mich deutlich besser beherrschen als in einer reinen Spielbeziehung.
Das kann aber im Einzelfall auch dazu führen, dass ich eine geplante Session spontan wieder aufschiebe wenn sie svchon mit schmerzenden Beinen aus der Arbeit kommt oder den Plan einfach etwas ändere. Genau das stößt gerade in einer Spielbeziehung oft an gewisse Grenzen, weil man sich ja gezielt mit gewissen Erwartungshaltungen trifft.

Es kommt meiner Erfahrung nach also ganz auf die Struktur des Machtgefälles an und wie stark der Wunsch danach in den jeweiligen Persönlichkeiten intrinsisch verankert ist. Insgesamt sehe ich persönlich die Möglichkeiten in einer festen Partnerschaft sicher nicht geringer an.
Vielleicht versucht ihr tatsächlich den Rhythmus im Rahmen der Treffen der früheren Spielbeziehung wieder zu aktivieren.
Diesen Takt kann man dann ganz bewusst auch langsam steigern, bis so eine "Auszeit" oder "Benutzung" täglich etabliert ist und auch weiter.
Das hat in meinem Dunstkreis schon einigen Paaren geholfen, die es nicht geschafft haben ein Machtgefälle dauerhaft im Alltag zu etablieren und auch mir selbst in früheren Beziehungen.


LG, BoP (m)
***e6 Frau
2.666 Beiträge
Zitat von **********urple:
...intrinsischen Basis...

Das ist mMn das perfekte Stichwort *top* und so empfinde ich es persönlich auch. Meine Devotion und mein Wille mich meinem Top unterzuordnen, kommt aus mir selbst herraus.

Und ich denke, solange man diese Gefühle in sich trägt und auch in der Lage ist, sie selbst immer wieder zu aktivieren, so lange kann man auch das Machtgefälle dem Anderen gegenüber spühren.

Das kann auch schon mal durch längere Durststrecken helfen, wenn man das Machtgefälle durch äussere Umstände einmal nicht so "offensichtlich" aufrecht erhalten kann, z.B. durch Krankheit oder Abwesenheit einer der beiden Partner.
******sis Mann
568 Beiträge
Intrinsische Basis...
Klasse.

Also bei uns ist sich jeder bewusst, wo er in der Beziehung steht. Und auch bei paargezogen Gesprächen oder Planungen ist dieses Gefühl immer vorhanden.

Wie auch sonst baut die 24/7 Beziehung auf Konsens auf.

Diese Beißhemmung kennen wir auch.
Nach 17 Jahren Beziehung haftet allen Handlungen mehr "Vergangenheit" an, als wenn die gleichen Handlungen mit neuen Partnern stattfinden.
Gleichzeitig gibt einem diese Vergangenheit aber auch ein Gefühl was eine neue Partnerschaft nicht bieten kann(am Anfang).
*******n651 Mann
42 Beiträge
Themenersteller 
Vielen lieben Dank für Eure Insights! Eine Riesen Hilfe! 👏🏻👏🏻
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