„Liebe Rheinluder,
Ich greife exemplarisch ein paar Eurer Erklärungen hier im Thread auf, über Euer missverständliches Profil wurde bereits geschrieben.
Es hat nicht gepasst. Der erste Eindruck ja, aber dann fehlte die emotionale Tiefe.
Ich persönlich halte emotionale Tiefe für das Ergebnis eines länger währenden Prozesses in einer bestehenden Beziehung und nicht für eine von-Null-auf-Hundert-in-fünf-Sekunden-Tatsache. Möglicherweise fehlt es von Eurer Seite aus auch an den nötigen Geduld, um diese Tiefe in einer Beziehung aufbauen zu können.
Nach meiner Erfahrung fehlte die nötige Geduld bei der Sub. Alles musste schnell gehen, immer schneller, höher und weiter. Ich habe lernen müssen, geduldig zu sein und weiß genau, dass eine tiefe Beziehung Zeit braucht. Aber wenn der Herr nicht schnell genug sein will, dann steht der nächste schon bereit.
Wir hatten noch eine ganze Weile nach Beendigung der Beziehung noch Kontakt, aber dann meinte sie, dass ich/wir für ihr Leben nicht gut tun würde(n), woraufhin wir überall blockiert wurden.
Ich möchte hier "eine Lanze" für die betreffende Sub brechen: solch ein Kontakt kann im ungünstigen Fall jemanden derart emotional blockieren, dass das Eingehen neuer Beziehungen verhindert wird. Das Wir-können-Freunde-bleiben ist nicht jedem gegeben.
Ich habe nie gesagt, dass wir "Freunde" bleiben wollen. Das habe ich im Laufe meines Lebens zu oft gehört, dass es für mich ein rotes Tuch ist, wenn dieser Spruch kommt. Er heißt übersetzt: "Ich will eigentlich nichts mit Dir zu tun haben, aber ich traue mich nicht, Dich so vor den Kopf zu stoßen".
Der Kontakt nach der Beziehung ergab sich eben.
Wir bieten der Sub, dass sie Teil unseres Lebens wird, wenn es passt.
Soweit möglich, soll die Sub ganzheitlich mit einbezogen werden.
Eine Menage a trois ist nicht das Ziel jeder Frau. Polyamorie oder eine Beziehung zu dritt bedeutet für alle Beteiligten Kompromisse und Einschränkungen. Vor allem der Faktor Zeitmanagement kann schwierig werden, besonders dann, wenn die Sub / zweite Frau eine Familie oder einen zeitintensiven Job hat.
Da gebe ich Dir Recht. Ich habe nie behauptet, dass es einfach sein könnte. Wie bei jeder Beziehung dürfen alle daran arbeiten.
BDSM praktiziert unser "ER" alleine bis auf das Auffangen.
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Wir streben eine dauerhafte Beziehung und Erziehung der Sub an.
Sorry, hier ist für mich ein Widerspruch zu lesen: entweder er praktiziert allein oder Ihr beide gemeinsam wollt Sub erziehen. Hier wäre auch im Hinblick auf die Kommunikation mit einer zukünftigen Sub ein kongruenter Wortlaut erforderlich.
Die Erziehung macht unser "ER" alleine. Unsere "SIE" ist nicht BDSM affin. Sie versteht, was es ist und sie akzeptiert es, dass es Menschen gibt, die BDSM leben. Daher ist sie auch "nur" beim Auffangen dabei und wenn wir zusammen kuscheln.
Auffällig war nur, dass dem Bruch meist ein Versuch des "Topping from the Bottom" der Sub ausging.
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Ich habe vorgewarnt, dass ich "Topping from the Bottom" nicht dulde. Dann kamen Strafen und als es dann immer noch nicht aufhörte zog ich die Konsequenzen.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass sehr oft unklare Kommunikation und nicht zusammenfassende Wünsche und Ziele zu dem Schluss führen, dass Sub von unten führen will. Die meisten Subs, die ich mit "dieser Vergangenheit" in meiner Funktion als Mentorin kennengelernt habe, haben nicht führen wollen, sondern haben mehr oder weniger unbeholfen versucht Ideen einzubringen und Dinge anzustoßen.
Ich gehöre nicht zu den Herrn, die nichts von ihrer Sub annehmen. Im Gegenteil bin ich der Meinung, dass man die Talente und die besonderen Eigenheiten einer Sub verstehen und fördern sollte. Im Übrigen bin ich ein Mensch und mache auch meine Fehler. Wenn die Sub dann Redebedarf hat, dann bin ich der Letzte, der sich darüber hinwegsetzt. Es kommt nur auf die Art und Weise und den Ton an, der von der Sub gewählt wird.
Was sind das für Subs, die nicht antworten und auch sonst keine Reaktion zeigen"? Eine Frau, die sich als Sub versteht, sollte zumindest in der Lage sein, eine höfliche Antwort zu verfassen, wenn diese auch negativ ist
Ich gehe mit Euch d`accord, dass keine Antwort eine ziemlich unhöfliche Art der Absage ist - sofern man vorher bereits Kontakt hatte. Ohne vorherigen Kontakt halte ich es zwar auch noch für nicht die feinste Art, aber meiner Ansicht nach ist niemand gezwungen auf irgendwelche Kontaktanbahnungen aus dem Nichts heraus zu antworten.
Was mich persönlich aber sehr stört, ist Eure Auffassung, dass eine submissiv / devot fühlende Frau Euch gefälligst zu antworten hätte. Das ist mitnichten so. Ich bin auch auf der Bottom Seite im BDSM "unterwegs", aber ich bin nur Sub des Menschen, der zu mir passt und zu dem ich bereits eine Beziehung aufbauen konnte. Für jeden anderen bin ich Frau "auf Augenhöhe".
Ich spreche jede Frau immer auf Augenhöhe an. Das ist ganz selbstverständlich. Aber wenn eine Sub eine höflich formulierte Anfrage bekommt, dann sollte sie auch zumindest höflich antworten. Das ist eine Frage der guten Kinderstube.
Alles in allem halte ich Euren Wunsch nach einer festen D/s Beziehung für schwierig aber nicht unmöglich umsetzbar. Ich rate Euch allerdings Eure Kommunikation zu verbessern bzw. eindeutiger zu gestalten.
Ich wünsche Euch viel Glück.
Dankeschön, aber ich bin nicht Deiner Meinung. Das, was wir suchen, ist nicht mehr zeitgemäß. Spielen ja, binden nein. So könnte man es kur zusammenfassen.