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Nehmen und Geben

Nehmen und Geben
Guten Abend,

ich traue mich hier mal eine recht persönlichen Frage an euch zu stellen, weil das eines meiner "großen" Themen ist.

Nämlich: wie gut könnt ihr 'annehmen'? Fällt es euch leicht?

Die Frage deshalb im BDSM-Kontext, weil ich mich verdammt schwer damit tue, "machen zu lassen", etwas anzunehmen. Fällt mir schwer im Kleinen, fällt mir noch schwerer im Großen und im sexuellen Kontext habe ich offen gestanden nur sehr wenig Übung darin, einfach mal etwas anzunehmen.

Angeregt zu dieser Fragestellung hat mich das Lesen des Themas "Vom geliebt und gebraucht werden" hier in der Gruppe.

Ich würde mich freuen, von euch zu erfahren: Seid ihr gute "Nehmer"? Seid ihr lieber "Geber"? Wie zeigt sich das in eurer dominanten / submissiven Neigung, seht ihr da überhaupt einen Zusammenhang?
*****_59 Mann
1.834 Beiträge
Meine Meinung als Switcher = Es ist doch beim BDSM wie im Leben : Geben + Nehmen. Anders Funktioniert es nicht.
********2016 Mann
2.700 Beiträge
Tja, ich habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich in der passiven Rolle befinde...

... und mich vielleicht auch quälen lasse...

Oder anders: wenn mich jemand quält.

Oder noch anders: wenn jemand anders es genießt, mich zu quälen.

Dabei gebe ich meine Reaktionen, meine Hingabe, mein Bestimmungsrecht.

Trotzdem bleibt das Gefühl, etwas tun zu müssen, also etwas geben zu müssen.

Vielleicht ist das ein Problem, das Menschen haben, die im normalen Leben lieber geben als nehmen... und in ihrer Rolle plötzlich dazu kommen, zu nehmen.

Also, mir fällt es verdammt schwer, zu nehmen oder auch etwas anzunehmen. Aber daran kann man arbeiten *rotfl*
****na Frau
26.956 Beiträge
Gruppen-Mod 
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Daher nur mal ein paar spontane Gedanken von mir.

Also ich gebe gerne und oftmals auch mehr als mir gut tut.

Umso mehr genieße ich es, wenn ich im Rahmen der Neigung (an)nehmen "muss". Der dominante Part tut hier ja Dinge, die ihm gefallen, die er will. Also kann ich das sehr gut annehmen. Das ganze ist keine uneigennützige "Wohltat", die er mir antut, sondern auch sein ureigenes Interesse.

@*****led ist das die Richtung, in die deine Gedanken gehen?
Hingabe ist doch ein sehr schönes und intensives Gefühl....die zu bekommen nicht ganz einfach, das aber zu erleben wunderbar.

Es beginnt mir dem sich einlassen auf den Menschen
Gegenüber , dem zu ermöglichen das zu nehmen, was
Der braucht und dabei das abzugeben was man selbst
So gern erleben möchte, nicht mehrnentscheiden müssen, darf ich das , kann ich das sondern einfach
Erleben was geschieht..

Ich bin wirklich gern auf der Seite unterwegs, die führt und nimmt und damit gibt was der andere so vermisst
Kontrolle abgeben , nicht mehr verantwortlich sein, das was geschieht bestenfalls durch ausstrahlendes Glück im erleben verstärken..

Und dann kam in einer Pause mal ihre Frage: darf ich mal was bei Ihnen? Und ja, warum nicht...
Sie hat mir dann gezeigt, was sie mich noch zusätzlich erleben lassen kann, darauf möchte ich nicht mehr verzichten....
******_66 Frau
808 Beiträge
Auch ich bin von Natur aus eher der Gebertyp, und das mache ich auch im BDSM.... Ich gebe mich hin und das vollständig.
Ein schlechtes Gewissen oder ähnliches habe ich bisher noch nie dabei empfunden.
Und mit meiner Hingabe gebe ich meinem Gegenüber ja auch wieder einiges 😇
********n_he Mann
4.525 Beiträge
Zurzeit gebe ich lieber.

Wahrscheinlich habe ich dies in der Vergangenheit als Mann auch öfters "gern" getan.

Gern ist eher ein Ergebinis der pädagogischen Feminisierung und dem Fehlen einer Idee von Männlichkeit geschuldet.

Nehmen ist möglich. Leider verlaufe ich mich dann oft. *g*
******der Mann
3.168 Beiträge
Ich bin Zwitscher. Nach dem Motto " So Du mir, so ich Dir " Geben und Nehmen und Beides geniessen.
*******ave Frau
10.763 Beiträge
Ich kann insgesamt schlecht annehmen, im Alltag genauso wie im D/s Bereich. Immer habe ich dann das Gefühl nicht zu genügen. Selbst wenn es aus gesundheitlichen oder kraftmäßigen Gründen nicht möglich ist, fällt es mir schwer anzunehmen.

Im direkten D/s Bereich ist es noch schwerer, denn da möchte ich meinem Mann und Herrn alles besonders gut machen, ihm gefallen, ihn stolz auf mich machen. Da ist das Nehmen für mich ein Eingeständnis von Schwäche. Hier funktioniert das Nehmen für mich nur, wenn er ausdrücklich fordert, daß ich etwas für mich tue.
****_7 Paar
1.437 Beiträge
Es ist doch ein geben und nehmen von beide Seiten?

Wenn ich mich hingebe, damit mein Herr das machen kann was ihm gelüstet, dann gibt er mir als submissive doch auch? Was er macht, genieße ich, entweder direkt, oder später. Also Dom-Sub geben und nehmen doch gegenseitig? Auch wenn Sub mal passiv ist. Die meiste Herren sind Reaktionsfetischisten, also die Reaktionen der Sub werden auch genommen, empfangen wie auch immer von Dom. Ich habe damit keinerlei Problemen. Wenn ich etwas aktiv machen soll, wird mir das gesagt und mache ich es mit Freude. Wenn nicht, will er es offensichtlich nicht. Mein Herr kann sich nehmen was er will, ich gebe es ihm, er macht aktiv und gibt und nimmt gleichzeitig.
@*******ave
Dies ist ein g|undsätzliches Problem. - nicht nur Deins.
Es gibt Menschen, die geben lieber als dass sie (an)nehmen können. Diese haben gelernt, sich sozial zu verhalten.
Und es gibt Menschen, die nehmen lieber als etwas (weg) zu geben. Diese befürchten oft, zu kurz zu kommen.

Ich habe vor vielen Jahren gelernt, Dinge oder Zuneigung an zu nehmen, wenn sie mir angeboten werden. Warum soll ich immer ablehnen. Aber ich lehne auch ab, wenn ich das Angebotene nicht haben möchte. Nicht jedes Geschenk ist wirklich gut für mich gemeint.
Heute love ich lie er oder erkenne die Leistung anderer an. Gemeckert wird allemal überall genug.
Guten Morgen, danke für eure Beiträge! *blume*

Ja @****na , in diese Richtung gehen meine Gedanken. Die Vorstellung, gar keine andere Wahl zu haben als "anzunehmen", ist natürlich besonders reizvoll. Ist ja oft von Hingabe die Rede, das hat sehr viel auch mit Annehmen zu tun.

Gestern hatte ich viel Zeit, hier in den Beiträgen zu stöbern, der Gedanke kam mir beim Lesen z.B. zum Thema "Dom verlangt, daß Sub ihn schlägt" (Switcher) - pragmatisch könnte man sagen: Geben und Nehmen. Hier könnte ich nicht "geben" (hat mal ein "Dom" von mir gefordert, noch bevor wir überhaupt miteinander aktiv geworden sind, also im Kennenlernen. Sein Argument war, daß ich auch geben müßte, wenn ich von ihm etwas haben will, andernfalls wäre ich egoistisch).

Natürlich habe ich mich darauf nicht eingelassen, mein Verstand greift ganz gut durch, wenn ich emotional nicht weiterkomme, aber natürlich hat er damit meinen Schwachpunkt "bedient", nämlich das Gefühl, egoistisch zu sein. Häufig zu lesen so Begriffe wie "Wunschzettelsub" (ich weiß, damit ist die fordernde Haltung einiger Subs gemeint) schlagen in dieselbe Kerbe.

Sich schwer damit tun, Dinge einfach anzunehmen, ist sicher verbreitet, ich frage mich, inwieweit dieses Gefühl in eure D/S-Spiele mit einfließt, sogar genutzt werden kann.
...."Wunschzettelsub"

so lange ich entscheide, was ich wann und wie aus diesem Wunschzettel "bediene" wo ich durch nichterfüllung oder erweiterung davon abweiche...hab ich das gefühl zu führen.

jetz mach dies und dann mach das...da wär nicht wunschzettel sondern Hampelmann und das ist gefühlt bei mir dann sehr nah an flr...
******i63 Frau
10.673 Beiträge
Die Frage deshalb im BDSM-Kontext, weil ich mich verdammt schwer damit tue, "machen zu lassen", etwas anzunehmen.

Im Zusammenhang mit BDSM hab ich da keine Probleme.....ich gebe ja etwas in dem ich "machen lasse"

Beim "normalen" Sex hingegen schon. Einfach nur mal genießen ohne Gegenleistung ist für mich schon schwierig. Obwohl ich das auch ab und zu sehr schön finde nur mal zu nehmen


Und auch im Alltag. Ich denke immer ich muss mich revanchieren
Obwohl ich das jetzt nicht falsch finde
Ein Geben und Nehmen
Zitat von *****ree:
...."Wunschzettelsub"

so lange ich entscheide, was ich wann und wie aus diesem Wunschzettel "bediene" wo ich durch nichterfüllung oder erweiterung davon abweiche...hab ich das gefühl zu führen.

Richtig. Ich kann überhaupt nicht gut "Wunschzettel" schreiben oder Wünsche konkret formulieren (deshalb schreibe ich u.a. Geschichten, die drücken selten 1:1 meine Wünsche aus, sind lediglich Ausdruck des Spektrums, in denen sich meine Fantasien bewegen).

Ich nehme an, das ist die Kunst des "Führens", Wünsche zu erkennen und zu entscheiden, was davon sinnvoll zu erfüllen ist und wo die Verweigerung besser zum "eigentlichen Ziel" führt.
****na Frau
26.956 Beiträge
Gruppen-Mod 
Zitat von *****led:
Sich schwer damit tun, Dinge einfach anzunehmen, ist sicher verbreitet, ich frage mich, inwieweit dieses Gefühl in eure D/S-Spiele mit einfließt, sogar genutzt werden kann.

In meiner letzten Beziehung wurde das perfekt ins D/s integriert. Am besten bringe ich mal ein Beispiel.

Bei "normalem" Sex bin ich schlecht in der Lage körperliche Stimulation zuzulassen. Da werde ich dann eher aktiv und verwöhne.

Im D/s Kontext muss ich gehorchen, muss ich machen lassen. Zum einen kickt mich diese Kontrollabgabe gewaltig, zum anderen kann ich dann auch annehmen....weil ich es "muss".

Da er das Sagen hat, muss ich auch kein schlechtes Gewissen haben. Er nimmt sich ganz sicher, dass was er braucht.
Zitat von ****na:

Bei "normalem" Sex bin ich schlecht in der Lage körperliche Stimulation zuzulassen. Da werde ich dann eher aktiv und verwöhne.

Genau so.

Gestern las ich hier irgendwo die Frage einer Sub, warum Cunillingus auf den Profilen vieler Doms als "unbedingt" genannt wird, ob das nicht ein Widerspruch sei. Mußte beim Lesen ein bißchen schmunzeln, weil ich das mehr aus meinem Lesbenhintergrund sehe. Für mich ist Cunillingus (als Aktive) allerhöchster Genuß, der Duft, der Geschmack einer Frau kann mich so sehr kicken, daß es für mich unverzichtbar ist im Liebesspiel mit Frauen. So ähnlich würde ich vermuten geht's halt vielen Männern auch (egal, ob jetzt Dom oder nicht). Der Aspekt, als aktiver "Lecker" eine Frau zu verwöhnen, mag vielleicht mit eine Rolle spielen, aber zumindest ich bin diesbezüglich durchaus egoistisch - würde ich das nicht lieben, würde ich es nicht tun. Wäre ich dominant, würde ich genau so geantwortet haben: es stünde in meinem Profil, weil ICH es so will. Wenn eine Sub sich das nicht vorstellen kann, wäre ich eben für sie nicht geeignet.

Umgekehrt finde ich die passive Seite nicht besonders aufregend, einfach weil ich im Annehmen nicht besonders gut bin (und auch selten die Nerven habe, dem aktiven Part zu zeigen, wie genau ich's brauche, damit ich komme, könnte ja irgendwie kränkend ankommen oder so).

Mit solchen Dingen läßt sich ja wunderbar spielen, finde ich, passiv wie aktiv.
*******ker Mann
3.140 Beiträge
Was bedeutet geben und nehmen zu können für mich ?
Geben und nehmen ist die Grundvoraussetzung damit beide harmonisieren ,
denn nur wer geben kann, kann auch nehmen egal in welchem Kontext.
das geben und nehmen im Einklang... großspurig wär`s, trifft aber die Wirklichkeit ganz gut..

ich bin einem Kind gleich das "Spielen" will ..und benutze sie für "meine" Zwecke..
jetzt fühlt sie das aber nicht als Einbahnstraße, ich lasse sie ja damit auch was erleben,
nehme nicht nur sondern verteile , gebe ihr das was ich kann und sie auch braucht,
das bedient meinen Reaktionsfetischismus und ihre tiefere Devotion reicht dann da
aus, wo ich meinen Sadismus über íhren Masochismus hinaus bediene... das kann
sie für sich so rechtfertgen, das tue ich für dich ...

ganz weit ab von einem Geschenk es ist einvernehmlich wundervoll das zu erleben,
etwas geben zu können, mit dem der Mensch gegenüber vor lauter Glück zu platzen
scheint ... es sind die Emotionen die sie zum weinen bringen, nicht der Schmerz, der
wirklich nicht ohne ist .
******_66 Frau
808 Beiträge
@*****ree , perfekt ausgedruckt..... 👍👍👍
Danke
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