Mehr brandheiße Inhalte
zur Gruppe
Femdom Schweiz
524 Mitglieder
zur Gruppe
Femdom-Paare
136 Mitglieder
zum Thema
Der Wunsch nach "Größe"449
Annahme: Wir befinden uns in einer Beziehung und die Frau hat kleine…
Das Thema ist für dich interessant? Jetzt JOYclub entdecken

Körperliche Unterlegenheit als Femdom

**********essin Frau
2.288 Beiträge
Themenersteller 
Körperliche Unterlegenheit als Femdom
Gut, der Titel klingt etwas sperrig, aber es gibt ein Thema, das mich schon länger beschäftigt und ich wollte mal ein paar andere Stimmen außer meiner eigenen dazu hören.

Es geht darum, dass ich als Femdom einem männlichen Sub körperlich ja so gut wie immer unterlegen wäre.
Das bedeutet, wenn es darauf ankommt, könnte ich meinen Sub niemals festhalten und fixieren oder in eine bestimmte Position zwingen.
Er muss es aktiv zulassen, sonst habe ich keine Chance.

Irgendwie fühlt sich mit diesem Wissen im Hinterkopf mein Spiel manchmal viel weniger echt an, als ich es möchte.
Natürlich ist auch für mich Konsens unabdingbar, aber im Gegensatz zur Maledom/Femsub-Kombination, bei der ein Festhalten ein konsensuelles, aber eben ein echtes Festhalten ist/sein kann - fühle ich mich manchmal eben doch auf die Gunst meines Subs angewiesen.

Ich habe es bis jetzt ein Mal erlebt, dass mich ein "Sub" körperlich überwältigt hat und nein, das war weder von mir gewollt, noch geplant und nein, wir trafen uns nie wieder.
Alle anderen waren, bis auf das übliche Jammern und maulen, stets friedlich.
Trotzdem bleibt mir dieses Negativ-Erlebnis immer im Hinterkopf.

Irgendwie nervt mich das und ich möchte gern, vor allem natürlich von den Femdoms, wissen, ob ihr dieses "Problem" kennt und wie ihr damit umgeht.

Geht euch das am Allerwertesten vorbei, weil ein Tritt an die richtige Stelle im Zweifel genügen würde? Oder habt ihr Tricks und Ninja-Griffe, die jeden in die Knie zwingen?

Ist vielleicht mein Wunsch nach dieser letzten Sicherheit irgendwie ungesund in diesem Kontext?

Ich hoffe, es wurde deutlich, was meine Frage ist *nachdenk*.
Wenn nicht, können wir das gern herausarbeiten.
********tzle Frau
3.088 Beiträge
ich bin zwar keine FemDom, aber wie wärs mit nem Kampftrainingkurs o.ä.? Dann ist es egal wie klein o.ä. du bist, mit den richtigen Tricks kriegst du dann jeden "klein"... (mir wurde mal Krav Marga empfohlen)
*********read Paar
566 Beiträge
Ich ( Ella ) kann da nur einen RoughBody Play Kurs empfehlen. Das ist quasi die Kinkel Form des Kampfsportes. Da lernt man wie man körperlich "überlegenen" Personen herr wird aber es in einem sicheren Rahmen ohne das verdrehen von Gelenken passiert.

Haben wir auch gemacht und seit dem landet Reader öfter mal auf dem Boden damit er wieder merkt wo er hin gehört *zwinker*
********tzle Frau
3.088 Beiträge
Ich kann mir gut vorstellen, das manche meinen als "richtige" FemDom hat man solche Sorgen nich, aber ich kann mir auch gut vorstellen, wenn ich dominant wäre, das mich das auch stören würde nich wirklich zu 100 % die Macht zu haben...
**********ishDM Mann
20 Beiträge
Als männlicher Switch wollte ich eine Art Kampfkunst- oder Selbstverteidigungskurs vorschlagen. Zum einen, weil einige relativ einfache Bewegungen, die Gelenke verdrehen, jemanden leicht unter Kontrolle bringen können, und zum anderen, um Selbstvertrauen aufzubauen. Es ist absolut möglich, dass auch eine zierliche Frau einen größeren Mann unter Kontrolle bringt.

Meine weibliche Rope-Dom ist stark, aber immer noch deutlich leichter als ich. Ihre Finger in meinem Mund, während sie ihre Nägel in mein Zahnfleisch drückte, haben meine Brattigkeit schnell beruhigt. Handgelenksdrehungen/-hebel, Nägel, Bisse, Hilfsmittel (wie eine Heretic’s Fork oder ein Cattle Prod) sind alles Optionen, die helfen können, das Machtgleichgewicht zu kippen.

In der Dom-Rolle musste ich oft meine ganze Kraft einsetzen, um meinen Sub (mit Einvernehmen) im Ringen zu kontrollieren.

Das gesagt, gibt es natürlich das, was „innerhalb des Rahmens der Szene“ passiert, und das, was außerhalb davon passieren könnte – und dabei möchte man sich sicher fühlen.
**********queen Frau
200 Beiträge
Hmm, ich hab in der Hinsicht zwar keine Angst, aber ein paar Fragen und Ideen.

Geht es Dir darum, dass Du dich im Zweifelsfall erfolgreich wehren kannst und einen etwaigen Überwältigungsversucht abwenden? Dazu gibt es diverse Selbstverteidigungsmethoden, auch welche, für die man keinerlei Kraft braucht. Frage ist halt, wann wendet man sowas wirklich an. Also wenn mir jemand nicht konsensuale Gewalt antun würde, wäre das eine Option. Sind aber halt schon eher grobe Sachen, die ich da im Kopf hab *engel*

Und dann hätte ich noch paar Ideen, wie Du auch als körperlich unterlegene Frau verhindern kannst, dass er sich effektiv wehren kann. Da wären wir dann aber eher bei Fessel- und Fixier-Techniken. Aber Du kannst ja z.B. abgebundene Eier und eine Leine dran einbauen, Du kannst die Typen so fiexieren, dass sie keine Chance haben, Strafbock und Spanngurte, da überwältigt der nicht mehr viel *rotfl* und so weiter. Aber ein Restrisiko auf dem Weg da hin oder beim wieder los machen bleibt natürlich. Kommt halt auch immer auf das Szenario an.

Ich hab da zum Glück bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht und bin auch generell eher kein ängstlicher Charakter, deswegen kann ich mich da vermutlich auch nicht so 100% rein fühlen. Hoffe aber, dass Du das Erlebnis irgendwie wieder abschütteln kannst und die Blockade im Kopf sich wieder löst *herz*
******ght Frau
2.216 Beiträge
Ich kann deine Bedenken bezüglich der Überlegenheit schon verstehen. Die Thematik lässt sich (denke ich) auch nicht wirklich vermeiden.
Letztlich ist es aber für mich eine Sache des Consent. Wenn du für dich eben merkst, dass diese Art des Spiels und der Gegenwehr nichts für dich ist, dann sollte dein Gegenüber auch seine Grenzen kennen/wissen, wann Schluß ist.

Auch du als dominanter Part darfst deine Grenzen ganz klar machen und auch du darfst dein Spiel abbrechen, wenn du merkst, es geht in eine Richtung, die du nicht bieten kannst/willst, oder wenn du keinen Spaß mehr daran hast!
Du bist keine Dienstleisterin und wenn du merkst, es kippt etwas im Spiel, was du nicht handhaben kannst, oder willst, dann solltest du auf dich und deine Grenzen achten, bevor es in eine ungeile Richtung kippt.
Ich persönlich halte es so, dass ich nach jedem Play (egal auf welcher Seite) eine Reflektion einfordere und gebe. Was war gut, was war nicht, gibt es etwas, worüber man noch reden möchte. Das gehört für mich zur Aftercare (und die brauchen beide Seiten).

Ich kann dir die Femdomsprechstunde von Steffi vom Kinky-Explorer wärmstens ans Herz legen. Ich habe den Raum immer als sehr wertschätzenden, produktiven und inspierenden Austausch erlebt:
Femdom - Sprechstunde *Online*

Ich persönlich mag genau diese Reibung, sehe mich aber auch nicht als "klassisch dominant", sondern als Spielkind. Ich habe den größten Spaß, wenn es, aus dem Flow heraus, zu einem Kräftemessen kommt. Mal schätze ich die Oberhand, mal weiß ich auch die andere Seite zu schätzen.
Allerdings sollte man vorher ein klares Signal ausmachen, wann und wie der Spaß dann vorbei zu sein hat.
Als absoluter "Ninja-Move" hat sich für mich der Griff an die Hoden herausgestellt. Spätestens da habe ich (bislang) immer die Kontrolle zurückerobert. Allerdings sollte auch das vorher im Consentgespräch abgeklärt sein.
****ea Frau
22 Beiträge
Mir geht es genau andersherum:
Mich beflügelt der Gedanke, dass sich ein Mensch, der mich jederzeit körperlich besiegen könnte, unterwirft. Ich muss ihn gar nicht körperlich dominieren können, weil meine Präsenz und mein Wille völlig ausreichend sind.

Ich hatte auch mal eine Situation, wo ein Sub mich versehentlich niedergerungen hat, da habe ich abgebrochen und klar gestellt, dass das so nie wieder vorkommen wird - im Nachgang konnten wir über unsere verdutzten Gesichter in dem Moment gemeinsam Lachen. 😆

Es hängt sicherlich immer davon ab, welche Spielarten man bevorzugt und woraus man seinen Kick dabei zieht, aber für mich passt es so sehr gut und vielleicht hilft dir dieser Blick darauf.
******ght Frau
2.216 Beiträge
Und falls Workshops etwas für dich sind:
DAVID vs. GOLIATH | Kink Education
Da sollte es auch einige praktikable Lösungen geben *zwinker*
**********essin Frau
2.288 Beiträge
Themenersteller 
Beeindruckendes Portfolio. Mit ein bisschen Glück, ist er vielleicht auch mal in meiner Nähe. Im Zweifel muss ich wohl nach Berlin *zwinker*

Danke!
********edes Paar
11.378 Beiträge
JOY-Team 
Ich kenne diesen Gedanken und mag es auch nicht, körperlich unterlegen zu sein, nur weil ich Frau bin *grummel

Ich habe tatsächlich einige Jahre Krav Maga trainiert und lasse keinen Zweifel daran, dass ich nicht zu erotisierende Schmerzen zufüge, sollte sub/oder egal wer seine körperliche Überlegenheit ungut ausnutzt.
Das liest sich jetzt recht gewalttätig, hat mich aber bislang vor schlechten Erfahrungen bewahrt.

Grund für das Erlernen von Selbstverteidigung: Hände an meinem Hals (nicht im Kontext) und das plötzliche Erkennen, keine passende Strategie zu haben.

LG
Arschi *arsch*
*********stnut Frau
1.870 Beiträge
Ein Malesub ordnet sich doch unter, weil er das will, nicht weil er dazu gezwungen ist? Wenn ein Mann mir in jeglicher Hinsicht unterliegt, brauche ich ihn nicht zu dominieren — das wäre völlig uninteressant für mich. Je größer seine körperliche Kraft, desto mehr genieße ich es, dass er sie beugt. Mit allerlei Hilfsmitteln sind ihm außerdem sehr schnell unangenehme Schmerzen zuzufügen. Du musst das nicht allein schaffen... 😉
********o_Ai Mann
58 Beiträge
Ich glaube, da wird Dominanz oft mit körperlicher Überlegenheit verwechselt. Für mich entsteht Dominanz nicht aus Kraft, sondern aus Entscheidung. Der submissive Part ist nie „unterlegen“, sondern gibt Macht bewusst ab. Ohne dieses aktive Zulassen gibt es keine Dominanz, egal wie stark jemand körperlich ist.
Dominanz zeigt sich für mich viel mehr in Haltung, Präsenz und Führung. In Stimme, Blick, Ruhe, Klarheit. In dem Wissen, was man will, im Setzen von Rahmen und im Übernehmen von Verantwortung. Das funktioniert unabhängig von Körpergröße oder Muskelkraft.
Gerade im Femdom-Kontext kann das sehr stark sein. Mentale Führung, Kontrolle über Tempo, Stimmung und Dynamik wirken oft nachhaltiger als reine Körperlichkeit. Am Ende entscheidet nicht der Körper, sondern die Übereinkunft, das Vertrauen und die innere Klarheit der dominanten Rolle.

LG Nawa_e_no_Ai
*********keit Paar
932 Beiträge
Eine kurze Nachfrage @**********essin

Geht es um das Thema "Sicherheit", also dass du dich im Notfall körperlich gegen einen Übergriff oder Angriff zur Wehr setzen kannst oder geht um das Thema "Sub überwältigen", also innerhalb einer Session durch körperliche Kraft z. B. in eine bestimmte Position zu bringen - oder letztendlich um beides?

Danke!
*****o62 Mann
54 Beiträge
Ich kann dazu nur aus meiner Sicht, nämlich als männlicher Sub etwas schreiben. Und leider musste ich schon die Erfahrung machen, dass eine Femdom, mit der ich mich sonst prima verstand, mich als Sklaven nicht wollte, weil ich eben nicht größer und wohl auch nicht stärker als sie war. Für viele Femdoms scheint es eben auch ein Kick zu sein, größere und stärkere Männer zu beherrschen, auch wenn dies nur scheinbar so ist. Natürlich kann man auch beliebig große und starke Männer fesseln und fixieren, dann dürfte sich doch dein Gefühl quasi in Luft auflösen?

Unabhängig davon muss ich ja eine Frau, egal wie groß und stark sie ist, als Herrin akzeptieren und wollen. Und dann ist es für mich völlig egal, wie groß und stark die Frau ist, dann habe ich an mich selbst den Anspruch, zu gehorchen und mich hinzugeben. Und ich habe immer vertraut, auch wenn ich eine Situation nicht einschätzen konnte. Bin noch nie auf die Idee gekommen, letztlich nicht zu gehorchen.
**********queen Frau
200 Beiträge
Zitat von ********o_Ai:
Ich glaube, da wird Dominanz oft mit körperlicher Überlegenheit verwechselt. Für mich entsteht Dominanz nicht aus Kraft, sondern aus Entscheidung. Der submissive Part ist nie „unterlegen“, sondern gibt Macht bewusst ab. Ohne dieses aktive Zulassen gibt es keine Dominanz, egal wie stark jemand körperlich ist.
Dominanz zeigt sich für mich viel mehr in Haltung, Präsenz und Führung. In Stimme, Blick, Ruhe, Klarheit. In dem Wissen, was man will, im Setzen von Rahmen und im Übernehmen von Verantwortung. Das funktioniert unabhängig von Körpergröße oder Muskelkraft.
Gerade im Femdom-Kontext kann das sehr stark sein. Mentale Führung, Kontrolle über Tempo, Stimmung und Dynamik wirken oft nachhaltiger als reine Körperlichkeit. Am Ende entscheidet nicht der Körper, sondern die Übereinkunft, das Vertrauen und die innere Klarheit der dominanten Rolle.

LG Nawa_e_no_Ai

Ich stimme Dir zu 100% zu, aber ich glaube der Beitragserstellerin geht es eben um das eigene Gefühl, welches auf Grund eines negativen Erlebnisses eben etwas "verrutscht" zu sein scheint. Da ist was getriggert. Rational betrachtet sollte es exakt so sein, wie Du es beschreibst. Aber ein "Trauma" ist eben nicht rational und mit Theorie aufzulösen.
*******X_86 Mann
2.702 Beiträge
Für mich als Freund von Raufereien wer jetzt z.B. oben liegt, ein sehr schönes Thema.

Mein Handicap dabei ist mein Asthma, gefolgt von (zumindest bis vor kurzem) kaum (Muskel)training. Ich kann zwar ein wenig was mit Gewicht wett machen, hatte aber auch schon eine zierliche bis normal aber durchaus gut trainierte F+ die mich ohne Probleme überwältigt hätte.

Hier kommt es in meinen Augen auf die richtige Vorgabe/Ziel an.

Sage ich "versuch mich zu überwältigen", öffne ich schon einmal von vornherein Tür und Tor für ein potenzielles Tunnelspiel was vielleicht nicht in meinem Interesse liegt.

Ein "wehr dich gegen mich" entspricht da schon eher dem was ich mir für die Situation ausgemalt habe, ohne jedoch die Kontrolle grundlegend abzugeben. Beide wissen (sofern Konsens herrscht) wo die Grenzen sind.

Ein Angebot im Tausch für den Sieg, sofern man diesen nicht eh durch Überlegenheit einstreicht, ist dann auch ein schöner Weg die Situation aufzulösen bzw. ausklingen zu lassen oder in etwas Neues zu überführen.
****ima Frau
2.643 Beiträge
Der TE geht es gar nicht darum was Dominanz ist oder nicht oder ob es sinnig ist, dass Sub sich unterwirft oder halt nicht.

Die TE mag es aktiv zu unterwerfen, sich die Oberhand zu nehmen, anstatt sie auf dem Silbertablett serviert zu bekommen (so mein Verständnis des EP). Das ist zurecht witzlos, wenn theoretisch und praktisch, der Malesub körperlich überlegen ist. Der Kick ist, dass man sich nimmt was man will, weil SIE das jetzt möchte und nicht weil er es zulässt. Konsens setzt sie ja voraus.

Ich gleiche körperliche Unterlegenheit mit Spielereien aus. Heißt ich reize, errege, „verführe“ den Sub, bis er im richtigen Moment einfach da ist wo ich ihn haben will, ohne dass er es merkt. Das gibt mir zumindest den Kick den ich brauche. Ich bringe, man kann sagen ich manipuliere, Sub in eine Lage, in der ich körperlich überlegen bin und ihn überwältigen/fixieren/fesseln kann, ohne dass er das freiwillig mit sich machen lässt.
********o_Ai Mann
58 Beiträge
Unabhängig vom Thema Dominanz möchte ich noch einen Gedanken zur körperlichen Überlegenheit ergänzen. Es gibt Kampfkünste, die genau dafür entwickelt wurden, mit Kraft- und Größennachteilen umzugehen. Aikido ist ein gutes Beispiel dafür.
Dort geht es nicht darum, stärker zu sein als das Gegenüber, sondern um Timing, Distanz, Balance und Führung der Bewegung. Die Kraft des Angreifers wird aufgenommen und umgeleitet, statt ihr etwas entgegenzusetzen. Kontrolle entsteht über Technik, Präsenz und Struktur, nicht über Muskelkraft.
Das zeigt für mich sehr klar, dass „körperlich nicht gewachsen sein“ kein festes Urteil ist, sondern stark davon abhängt, welchen Ansatz man wählt. Kontrolle kann auch körperlich entstehen, ohne auf rohe Stärke angewiesen zu sein.


LG Nawa_e_no_Ai
******021 Paar
154 Beiträge
Vorweg:
Ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das was Du/Ihr versteht oder verstehen wollt

Ich gehöre grundsätzlich ja nicht zur Gruppe derer die hier im Schwerpunkt um Rat gefragt wurden, da ich der männliche Teil unseres Profils bin. Aber ich kann mich im großen und ganzen nur den Ausführungen von @********o_Ai anschließen.

Alle Ratschläge die hier richtung Kampfsport, Kampftechniken usw. anbelangen, möchte ich mal die Frage stellen was Ihr lernen wollt wenn der MaleSub selbst ein Meister einer Kampfsportart ist und Euch Eure kleinen Spielereien um die Ohren haut, ich schreibe das vorsätzlich so provokativ, denn ich selbst habe bestimmt noch einiges aus meiner Zeit drauf was jede Kampfsportlerin überraschen würde, insbesondere in einer Situation in der das nicht erwartet wird und in genau dieser befinden wir uns höchstwahrscheinlich wenn wir in einer Spielsession sind.

Und hier kommen wir eigentlich zu des Puddels Kern, in der Session, und hier ist es vollkommen egal ob MaleDom oder FemDom, ist es dann eh schon zu spät.

Ich bin der Meinung, wenn ich solche Gedanken wärend der Session bekomme ist hier grundsätzlich was falsch, entweder mit mir selbst und meiner Fahigkeit alle Eventualitäten auch wirklich abwägen zu können und somit habe ich die Kontrolle über die Situation langst verloren und bin hier völlig falsch und das bedeutet das diese Situation zu beenden ist.

Das ich mir dann vielleicht grundsätzlich gedanken machen muss, sowohl über meine Fähigkeiten was meine paktischen Fähigkeiten angeht als auch meine empathischen Fahigkeiten und zusätzlich meiner Risikobereitschaft, das steht dann sicher auf dem nächsten Blatt.

Ich muss hier ergänzen das ich persönlich eigentlich keine Unterschied mache zwischen FemDom und MaleDom, denn Dominanz ist keine Frage von physischen Attributen.
Ja mir ist bewusst das es um die physische Seite des Spiels geht, aber wenn auf der Mentalen Seite das Spiel entgleitet ist es auf der physischen Seite längst verloren.
Und wenn die mentale Seite gar keine Rolle gespielt hat hatte es mit Dominanz nie etwas zutun.

In diesem Sinne
Sascha
**********essin Frau
2.288 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *********keit:
Eine kurze Nachfrage @**********essin

Geht es um das Thema "Sicherheit", also dass du dich im Notfall körperlich gegen einen Übergriff oder Angriff zur Wehr setzen kannst oder geht um das Thema "Sub überwältigen", also innerhalb einer Session durch körperliche Kraft z. B. in eine bestimmte Position zu bringen - oder letztendlich um beides?

Danke!

Danke, dass du fragst. Ich denke, mein Geschwurbel war wohl etwas missverständlich.

Nein, ich fühle mich nicht ernsthaft bedroht und es geht nicht um Selbstverteidigung im klassischen Sinne. Ich raufe auch mal gern und mag die Reibung *zwinker*
ABER .. am Ende weiß ich eben, dass ich unterlegen wäre, also rein körperlich.

Natürlich kenne ich diverse Spielchen, ihn zu knechten - aber seinen Schwanz abzubinden um ihn dann an auf diese Weise zu zwingen, etwas zu tun, würde nie klappen, wenn mein Sub es nicht zulässt.

DAS ist es, was mich umtreibt.

Zitat von ****ima:
Der TE geht es gar nicht darum was Dominanz ist oder nicht oder ob es sinnig ist, dass Sub sich unterwirft oder halt nicht.

Die TE mag es aktiv zu unterwerfen, sich die Oberhand zu nehmen, anstatt sie auf dem Silbertablett serviert zu bekommen (so mein Verständnis des EP). Das ist zurecht witzlos, wenn theoretisch und praktisch, der Malesub körperlich überlegen ist. Der Kick ist, dass man sich nimmt was man will, weil SIE das jetzt möchte und nicht weil er es zulässt. Konsens setzt sie ja voraus.

DANKE! Du hast wesentlich bessere Worte gefunden, als ich. Aber genau das meine ich.

Zitat von ****ima:

Ich gleiche körperliche Unterlegenheit mit Spielereien aus. Heißt ich reize, errege, „verführe“ den Sub, bis er im richtigen Moment einfach da ist wo ich ihn haben will, ohne dass er es merkt...

Ja, ich würde es auch Manipulation nennen. Das ist etwas, das Frauen, denke ich, schon immer als Waffe gegen die körperlich stets überlegenen Männer eingesetzt haben und im BDSM-KOntext liebe ich es sehr.
Nur lässt mich eben der Gedanke nicht los, das, wie du oben geschrieben hast, ich mir nicht "einfach so" nehmen könnte, was ich will.
******meo Mann
301 Beiträge
Als eher zarter und leichter Mann, kam es schon zwei Mal vor, dass die Dame - welche in beiden Fällen deutlich größer und schwerer - mir (als Mann) tatsächlich körperlich überlegen war. Ich gebe zu, dass es ungewohnt und ein wenig ambivalent war, weil ich auch als Sub ja trotzdem im Hinterkopf hatte, dass ich eben nicht einfach gehen kann, wenn sie es nicht möchte.

Natürlich gibt es Nervenpunkte und Hebeltechniken, welche keine längerfristigen Schäden verursachen sollten und Du anwenden kannst. Die Frage ist, ob Du in einer solchen Situation - wenn Du Angst hast - die Nerven und Selbstkontrolle besitzt...? Ein Selbstverteidigungskurs gibt Dir ein besseres (Selbstwert + Körper-) Gefühl, versucht Dich auf solche Situationen vorzubereiten, aber kann Dir keine echte (100%ige) Sicherheit geben.

So empfehle ich Dir einerseits "mental" zu arbeiten und das erlebte zu verarbeiten, weil Du dieses Ungleichgewicht der Kraft nie ganz überwinden wirst und andererseits mit einem Judo, Aikido, BJJ, MMA- ... Trainer zu sprechen und vielleicht auch zu trainieren. Aus eigener Erfahrung weiss ich, direkter Körperkontakt (Training) gibt Dir mehr Sicherheit und Selbstwertgefühl.

Grüße aus Magdeburg
von R.
*********keit Paar
932 Beiträge
Wenn es um das "Überwältigen" von Sub innerhalb eines Spiels geht, sind Kampftechniken unter Umständen wenig zielführend. Man steht sich ja nicht als Kontrahenten gegenüber und versucht den Anderen niederzuringen. Es geht dort doch sicherlich mehr darum jemanden mit einem Griff in den Nacken auf die Knie zu zwingen oder an die Wand oder ein Kreuz zu drücken und ihn dort zu fixieren, statt ihn über die Schulter zu werfen, denn dann könnte man gleich sagen: Augen, Kehle, Weichteile dies sollten die Ziele des Angriffs sein.

Danke für die schnelle Antwort @**********essin

Meine Sichtweise auf diese Problematik ist die folgende:
Körperliche Kraft ist nur eine Eigenschaft einer Person. Muss die Femdom dem Sub in allen möglichen Eigenschaften überlegen sein? Schnelligkeit, Kraft, Intelligenz, Empathie usw.
Ihre Führungsrolle speist sich aus dem Konsens beider miteinander.
Der Griff in den Nacken (oder vielleicht eine Ohrfeige) ist ein gutes Beispiel für mich. Hier geht es nicht vorrangig um die körperliche Seite, sondern um Möglichkeit in den Schutzbereich des Anderen eingreifen zu dürfen. Das sind einfach machtvolle oder auch kraftvolle Gesten. Diese zeigen Sub, wenn es von Nöten sein sollte, wer - im gemeinsam gesteckten Rahmen - was darf und kann und wer eben nicht.

Oder sagen wir es so: selbst wenn sie dem Sub noch so sehr an Kraft überlegen sein sollte, wenn er den Konsens aufkündigt, dann ist es vorbei und er steht auf und geht.
**********essin Frau
2.288 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ******021:

Ich muss hier ergänzen das ich persönlich eigentlich keine Unterschied mache zwischen FemDom und MaleDom, denn Dominanz ist keine Frage von physischen Attributen...

Das sehe ich anders. Die Physis spielt für mich auf jeden Fall Rolle, sowohl auf der dominanten, als auch auf der devoten Seite.
Ich bin Switcherin und weiß ganz genau, dass allein der Fakt, dass ein Mann mir körperlich überlegen ist, absolut dazu beiträgt, dass ich mich gerne auf die Knie vor ihn begebe.
Körperliche Attribute sind natürlich nicht alles, sondern nur Teil - aber um ehrlich zu sein, könnte ich einen sehr kleinen, schmalen Mann als Dom einfach nicht akzeptieren und da spielt es auch keine Rolle, wie dominant er, objektiv gesehen, auftritt - für MICH schließt das eine das andere aus.


@******meo

Ich habe keine Angst. Ist mir wichtig, das klarzustellen.
**********essin Frau
2.288 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *********keit:
...Oder sagen wir es so: selbst wenn sie dem Sub noch so sehr an Kraft überlegen sein sollte, wenn er den Konsens aufkündigt, dann ist es vorbei und er steht auf und geht.

Das stimmt natürlich. Und soweit würde ich es nie kommen lassen.
Tausch dich mit der Community zu heißen Themen aus oder starte selbst eine Diskussion.
Jetzt kostenlos anmelden