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Narrativ der Sexlosigkeit

*****_92 Paar
39 Beiträge
Themenersteller 
Narrativ der Sexlosigkeit
Hallo zusammen,

wir saßen eben beim Essen, als Werbung für ein Comedian gemacht wurde. Der Teaser ging in Richtung "die 12 Packung Kondome reicht für den Familienvater als Jahrespackung". Ihr kennt diese Art der Witze etc.

Wir haben uns darüber unterhalten, woher dieses Narrativ der Sexlosigkeit kommt. Ist unsere Gesellschaft so untervögelt, dass es auffällig ist? Wird hier ein ernstes Thema versucht mit Humor beizukommen? Oder funktionieren Sexualwitze, ähnlich wie Fäkalhumor, einfach immer bei einer breiten Zielgruppe?

Es ist uns klar, dass das hier keine soziologische Untersuchung ist. Trotzdem würden uns eure Ansichten interessieren.

Viele Grüße und vielen Dank für den Austausch
*****T18 Mann
26 Beiträge
Ich habe keine Möglichkeiten, die wenigen veröffentlichten Zahlen auf Plausibilität zu prüfen. Aber die meisten soziologischen Studien basieren auf Umfragen und werden nach den Regeln der Statistik auf Zielgruppen etc. hochgerechnet.
Gesichert, aus Lebenserfahrung, ist, dass Lust und infolge die Häufigkeit sexueller Interaktion zwischen jungverliebten Paaren von 20 - Mitte 30 deutlich über der von Eltern mir Kind(ern) nach 10 Jahren Partnerschaft liegt. Allein die Aufgaben des Alltags lassen weniger Zeit für Erlebnisse als Paar und zusätzlich ist vielfach die Verantwortung im Beruf auch gestiegen - weshalb in "freier" Zeit dann Ausruhen anstatt Aktivität gewählt wird.
Und letztendlich nimmt die Anzahl der Paare zu, in denen einer oder beide sich erotische Erlebnisse mit Dritten gönnen und diese bei Nachfragen "unterschlagen" werden.
*******illy Frau
15 Beiträge
Seitdem ich deine Frage gelesen habe, singt mein Kopf das nette Lied einer bekannten 3-Buchstaben-Band:

So war es früher und so ist es heute
Am besten lacht man über and’re Leute

Wir Menschen, wir sind nun mal so
Wir pfeifen auf jedes Niveau
Wenn dir selbst nichts passiert
Und der and’re verliert
Wenn’s dem ander’n passiert
Sind wir sehr amüsiert
Wir sind eben gern schadenfroh!

In dem Fall handelt es sich meiner Meinung nach schlicht um einen Fall von ällabätsch, ällabätsch, nänänänänänä! *ggg*

Und ich hab jetzt nen Ohrwurm....
****e19 Frau
10.468 Beiträge
Ich hätt im Leben gern sehr viel mehr Sex mit einem festen Partner gehabt, weil ich so veranlagt bin. Das Problem: Ein fester Partner für viele Jahre kam nie vorbei.

Aber sicher, wenn Kinder da sind und beide Partner arbeiten - oder wenigstens einer arbeitet, Frau ist oft schwer mit Haushalt und Kindern beschäftigt -, dann werden die Pausen und Abende eher zur Regeneration genutzt, statt für kräfteraubenden Sex.

Ich war nach der Scheidung lange alleinerziehend. 17 Jahre lang. Kind und 2 anstrengende Jobs, Haushalt, ... . Da war weder Platz und Zeit für einen Partner, noch für Sex. Die Prioritäten lagen wo anders.
Mal davon abgesehen, dass es kaum Partnerbewerber gab. Ich konnte abends nicht auf die Piste oder mal zum Sport weil meine Familie mich nicht untetstützt hat. Auf mein geliebtes Chorsingen musste ich auch für einige Jahre verzichten.
********ight Frau
1.077 Beiträge
Ich denke, das bildet schon auch eine häufig vorkommende Wahrheit ab. Gibt bloß selten jemand zu, dass man nur noch wenig bis gar keinen Sex mehr hat.
***or Mann
74 Beiträge
Leider ist es die bittere Wahrheit und das was nach Jahren noch übrig bleibt ist dann das eine mal im Monat, wenn Frau noch Lust hat.
Es ist nichts lustiges daran, eher der Versuch Alltägliches in den Schmutz zu ziehen. Warum werden so viele Paare nach der Silberhochzeit geschieden?! Kinder sind aus dem Haus, das Bett ist lange kalt und die einst an sich schmiegenden Körper haben sich lange verändert. Und von den hormonellen Umstellungen der Menopause will ich hier noch nicht mal loslegen.
*******mina Frau
582 Beiträge
In diesem Witz ist auch gemeint, das der Familienvater nur mit der Familienmutter Erotik auslebt.

Der Alltag mit körperlichen Aufgaben, mental Load, Konflikten, Pubertät, Finanzengpässe, usw. überlagert jeglichen Anflug von Lust bei allen Elterngeschlechtern häufig. Mangelnde Erotik - die ich persönlich auf mangelnde echte Zeit zu zweit, weniger emotionale Bindung, erlebte Verletzungen usw. - zurück führe, ist ein relevanter Scheidungsgrund.

Insofern ist es witzig weil viele sich selbst darin wiederfinden und es nachvollziehen können. Lachen befreit. Und vielleicht ist das ja ein Denkanstoß, so wie es jetzt auch vermehrt Werbung für Männereinlagen gibt.
*******024 Frau
3 Beiträge
Es gibt nach meiner beruflichen Erfahrung so viele Frauen > 50, die keine Leidenschaft mehr spüren, Sex in der Partnerschaft direkt ablehnen.
Dann auch wieder die Frauen, die einen Neustart hinlegen und Sex erst dann richtig erleben und geniessen.
Aber ihr habt schon recht: die meisten sind untervögelt.
*******ogne Frau
81 Beiträge
1. Sex sells - dieser Satz ist, denke ich, für manche Programme von Comedians sehr zutreffend.
2. Aus eigener Erfahrung mit meinem ersten Mann kann ich dies bestätigen. Erst mit 45 änderte es sich grundlegend. Ich entdeckte meine Sexualität neu.
******ere Frau
2.933 Beiträge
Gruppen-Mod 
Ich habe jetzt hier in den Beiträgen zweimal gelesen, dass „Frau“ keinen Sex haben will. Ich habe eher den Eindruck, dass „Mann“ keinen Sex will, auch, wenn ich mich so umhöre.
Gibt es da Statistiken?
*****T18 Mann
26 Beiträge
Wir alle sollten nicht übersehen, in welchem Portal dieser Thread gestartet worden ist: Ich bin überzeugt, dass uns alle verbindet, den beschriebenen Zustand von "Mangel an Sex" als sehr temporären Zustand zu akzeptieren und - ohne Zwang zur festen Paar-Bindung - neue Erlebnisse zu genießen.
Eine sehr spezifische Eigenschaft der Gruppe scheint, dass sie Mitglieder aus dem gesamten deutschsprachigen Raum verbindet - ist eine kleine zusätzliche Hürde, wenn das Verlassen der virtuellen Welt reizvoll erscheint.
****e19 Frau
10.468 Beiträge
@******ere Stimmt. Bei manchen Männern lässt bei 50 + auch die Potenz nach. Hab ich auch schon mitbekommen und bei zwei Dates selbst miterleben können. Sind also nicht nur immer die Frauen, die nicht mehr wollen, sondern auch Männer, die nicht mehr so können.
****lyy Frau
211 Beiträge
Das Thema ist einfach zu komplex um es in wenigen Sätzen abzuvespern. Wenn ich mir den Querschnitt der Kommentare anschaue dann ist 1. die Frau in den Wechseljahren und hat keine Lust und 2. der Mann dauergeil und frustriert und somit alle irgendwie untervögelt, was Probleme macht und unweigerlich zur Trennung.
Vielleicht hilft es das ganze aus folgendem Aspekt heraus zu betrachten:
Die weibliche Sexualität ist sehr komplex und weitaus mehr mit der Gefühlswelt verbunden als dies bei Männern der Fall ist. Da spielt innere Verbundenheit eine sehr große Rolle. Spürt die Frau im Alltag dass sie als Person nicht angehört wird, dass ihre Gefühle, Gedanken, Ideen keine Rolle spielen äußert sich dies schnell in reduzierter sexueller Lust auf den Partner. Wird sie mit der gesamten Carearbeit alleine gelassen braucht man sich nicht wundern wenn es auf Seiten der Frau zu Frust gegenüber dem Partner kommt.
Ein Mann der aufrichtig an einer guten Beziehung gelegen ist würde alles dafür tun um zu erfahren worin der wahre Grund für die Lustlosigkeit liegt. Andere lästern in Sexforen darüber dass nichts mehr läuft oder lachen augenzwinkernd über die eine Packung Kondome die ein Jahr lang reicht.
Die Lustlosigkeit ist ein Symptom einer fortschreitenden Entfremdung und wer denkt das wäre mit einem Fick alle drei Tage und sie soll sich mal nicht so getan, der denkt komplett am Thema vorbei.
Jaja, die Scheidung kam aus dem Nichts, man kennts *zwinker*
*****T18 Mann
26 Beiträge
Zu komplex - wie wahr!
In Zeiten der Gleichberechtigung möchte ich den Mann/Frau Unterschied nicht überbewerten. Man hört ja über Gen-Z Vieles und selten eindeutig Positives. Aber vielleicht liegt darin die Chance, dass Care-Arbeit und andere Aufgaben beim Zusammenleben fairer geteilt werden - das klappt nur unter Aufgabe des Anspruchs auf berufliche Karriere mit eher geringem Verdienst. Wer beruflich Performance zu leisten bereit ist, arbeitet in der Regel außerhalb des Branchen-Tarifs und oftmals 60 h und mehr je Woche. Unter derartigen Umständen kann auch (bei jedem Geschlecht) der Zustand, freie Zeit lustlos zu verbringen, die natürliche Folge sein.
Und biologisch wissenschaftliche Prinzipien der Evolution benötigen die Libido auch nur bis zum Eintritt einer erfolgreichen Fortpflanzung - danach braucht es die perfekte Stimmung für das Kopfkino. 😒
****lyy Frau
211 Beiträge
Zitat von *****T18:
Zu komplex - wie wahr!
In Zeiten der Gleichberechtigung möchte ich den Mann/Frau Unterschied nicht überbewerten. Man hört ja über Gen-Z Vieles und selten eindeutig Positives. Aber vielleicht liegt darin die Chance, dass Care-Arbeit und andere Aufgaben beim Zusammenleben fairer geteilt werden - das klappt nur unter Aufgabe des Anspruchs auf berufliche Karriere mit eher geringem Verdienst. Wer beruflich Performance zu leisten bereit ist, arbeitet in der Regel außerhalb des Branchen-Tarifs und oftmals 60 h und mehr je Woche. Unter derartigen Umständen kann auch (bei jedem Geschlecht) der Zustand, freie Zeit lustlos zu verbringen, die natürliche Folge

Es spielt keine Rolle ob eine Frau Teilzeit arbeitet oder als Selbständige 50 Stunden die Woche malocht, die Care Arbeit gehört ihr - obwohl wir ja anscheinend in Zeiten der Gleichberechtigung angekommen sind. Und wer dann als Mann heult, dass er ja gar nicht mehr zum Zuge kommt muss sich ja mal selbst reflektieren was er daran ändern kann. Es kann auch keine Ausrede sein dass der Partner (ich schließe bewusst beide ein) soviel außer Haus zu tun hat dass er zuhause nur die Füße hochlegen braucht. Dann muss man halt schauen wie man es gebacken bekommt dass nicht einer im Alltag ertrinkt.
*****T18 Mann
26 Beiträge
Ich hoffe mal sehr, dass Du es für Dich tatsächlich gebacken bekommen hast und hier nur das "Sahnehäubchen" obendrauf gefunden werden soll.
Weil mein Sprung vom Werkstudent zum selbstständig tätigen Emergency-Engineer noch zu keiner Zeit durch abhängige Beschäftigung ersetzt werden musste, habe ich wenig Einfluss auf das Zeitmanagement der jeweils nächsten 48 Stunden. Die Arbeit endet, wenn Fabrik wieder läuft ...
Dafür sind geplante Auszeiten gut einzurichten und das ist für mich auch vollkommen in Ordnung.
Trotzdem war das nicht der Haupt-Grund für die Entfremdung in der Partnerschaft. Das kam eindeutig mit dem Wegfall der Rolle als Eltern, als die Töchter alt genug waren. Da haben wir einfach keine Hobbies finden können, für die wir Beide in gleicher Weise motiviert gewesen wären.
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