Sexualität, heute problematischer als früher?
In diesem Jahr nutzte ich die Livestreams des JC häufiger als sonst jemals. Die Themen waren teilweise sehr fremd für mich. Interessant fand ich viele Videos trotzdem. Aber ich wunderte mich nicht nur dort, sondern auch im direkten Austausch mit etlichen Mitgliedern wie problematisch Sex für sie oder ihn mit und ohne Beziehung sein kann. Aus eigenem Erleben kenne ich das nicht so.
Klar, manches gab es früher gar nicht, nicht so häufig, anders oder wurde nur hinter vorgehaltener Hand besprochen. - Ich frage mich manchmal, ob die Probleme wirklich so drückend sind wie hier oft zu lesen ist. Es hat sich seit unserer Jugend doch einiges liberalisiert. Die sexuelle Befreiung brachte uns viele Erleichterungen:
Empfängnisverhütung nicht nur durch Kondome, Interuption, Knaus-Ogino - es gab Pille und Spirale, Hormonspritzen und Computer zum Erkennen der fruchtbaren Tage
Gesetze fielen weg (§175, Kuppeleiparagraph, Schwangerschaftsabbruch)
Fachärzte sind ansprechbar und medikamentöse Hilfen sind oft verfügbar
Operationen sind weniger belastend und kosmetisch unauffällig
Geschlechtsumwandlungen werden ohne viel Kommentar zur Kenntnis genommen
Es gibt Sexarbeiter und spezielle Beratungsstellen
Über Swingerclubs, BDSM und diverse Partnerschaftsformen spricht man ohne Schamgefühle
Auffallend ist für mich, bei wie vielen Älteren der Schuh an dieser Stelle drückt. Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt noch Leute ohne Probleme dieser Art gibt.
Sind wir noch normal oder ist das eine Form von dekadentem Auswuchs?
Wie denkt ihr darüber?
Wenn es ans Eingemachte geht, meldet euch bitte bei den Mods. Sie würden dann den Thread sicher auf privat stellen, so dass nur Mitglieder der Gruppe lesen können.
























