Hallo Zusammen. Eigentlich freute ich mich, auf eine Joy - Gruppe, ohne sexuelle, erotische Themen.... aaaaaber es scheint doch Einigen hier in der Gruppe wichtig zu sein..... finde tatsächlich das Thema spannend, bzw. die Antworten dazu. Ich möchte euch in einem kleinen Excerpt aus meinem Leben antworten:
Ich fand tatsächlich Sex als junge Frau schwierig. Der Begriff "problematisch" passt für mich nicht. Eher schwierig, weil ich mich nicht richtig fallen lassen konnte, wg. schwanger zu werden und aber auch, weil die 68er mir als ein "Lotterleben" beigebracht wurde.

Die chinesische Kulturrevolution mit Maos Neigung zu Kamasutra mit jungfräulichen Mädchen als ein Sodom und Gomorra....

. Ich bin mit den ersten Sex Videokasetten als Jugendliche konfrontiert worden, hatte Freunde, die ihre Penisgröße nach den Videos definierten (oder/und etwas unternahmen, damit sie so aussahen

) und die Szene nachmachten (was aufgrund meiner Größe und die der Männer teilweise kompliziert und schmerzhaft war

). Durch Bravo/Mädchen, Mädchenabende an denen beim Stricken oder Kochen, die Penisgrößen unserer Freunde verglichen haben (hören sagen) und uns von unglaublichen Sexstellungen erzählt haben

dachte ich, so ginge guter Sex .....
Ich wurde früh Mutter (weil ich eine Pillenunverträglichkeit habe - was aber erst nach dem 3. Kind festgestellt wurde), musste heiraten, dachte dass es die große Liebe sei, hatte Sex, von dem ich dachte, er sei gut... fühlte mich aber selber selten genug befriedigt, was mein Exmann damit begründete, dass es ihm zu lange dauern würde, bis ich einen klitoralen Orgasmus bekäme. Aber wollte selber immer geblasen werden..... Da ich auch nach dem hittlerschen Erziehungsmodell erzogen wurde (Mann sagt Frau, was sie denken soll - Mann soll Geld verdienen, eine Familie ernähren können und Frauen sollen Kinder kriegen und Haushalt machen.... - fühlte ich immer schlecht, schmutzig, da ich mich heimlich selbstbefriedigte....
Meine Meinung ist, dass ich in jungen Jahren zwar mehr Sex hatte - aber nicht guten Sex - Wie ich in meinem Vorstellungsthreat geschrieben habe, halte ich es mit der Aussage eines Herren hier: Je oller je doller..... wobei....wenn ich die Antworten hier so lese, scheint dieser Glaubenssatz auch nur eine fingierte Aussage von "Altersflüchtlingen" zu sein.
Als ich das erste Mal in China lebte, gab es noch kein google und Smatphones. Ich hatte also dieses anerzogene Bewusstsein, dass Chinesen Barbaren seien. Aber ich lernte, dass Kamasutra keines Falls BDSM bedeutet. Sondern das es ein Liebesbeweis eines Mannes gegenüber seiner Frau und/oder Geliebte ist. Der Mann findet die Stellung(en), die die Frau zu multiplen Orgasmen führt. Die Schaukel ist kein BDSM Fetisch, sondern erleichtert einige kompliziert aussehende Stellungen (insbesondere im Alter - und/oder bei körperlichen Einschränkungen. Dadurch, dass die Frau freischwebt (Sie ist in der Kamasutraschaukel nicht gefesselt - sondern das Bondageseil wird so um die Frau gewickelt, dass es ein Schaukel wird - die Hände sind frei - was wir hierzulande kennen ist zu masochistischen BDSM Fetisch adaptiert worden) , also ihr Sakral Chakra kann sich frei bewegen und die Orgasmen können besser gefühlt werden. Der Mann streichelt die Haut der Frau und malträtiert nicht mit einer Peitsche irgendwelche Lack- Lederdessous

. Auch Oralsex funktioniert besser.
Deswegen war für mich der Sex im jungen Alter schwierig oder "problematischer" gewesen, aufgrund meiner gesellschaftlichen und familiären/religiösen Vorprägungen und Vorurteilen.
Für mich ist es jetzt am Schönsten. Da ich für mich erkannt habe, was ich mag, was ich brauche und viele Glaubenssätze aus meinem Leben gestrichen habe. Z.B. zusammen zu bleiben, bis das Tod einen scheidet.... Wozu? Ich habe auch in China gelernt, dass man nicht zusammen leben muss, um sich zu lieben. Manche jungen Paare leben die Woche über getrennt, aufgrund der Arbeit. Haben aber trotzdem ein Kind zusammen, welches die Woche über von den Großeltern betreut wird. Die mit ihren Kindern zusammen leben, auf engsten Raum. Für die Großeltern ist es selbstverständlich, dass die Kinder sich am Wochenende lieben wollen und sie gehen dann mit dem Enkelkind raus. Treffen dann andere Großeltern mit ihren Enkelkindern. Da wird Sex nicht so versteckt gelebt und hinter vorgehaltener Hand getuschelt, wenn es mal zu laut wurde im Schlafzimmer oder süffisante Äußerungen beim gemeinsamen Abendessen. Ich habe diese Familie als glücklich im Miteinander erlebt . Viel glücklicher als ich mich gefühlt habe, im freien Westen, verheiratet mit einem Mann, der mich nicht befriedigen wollte, weil es ihm zu lange dauerte.... ich habe immer versucht ihm gerecht zu werden.... mit 50 war es mit seiner Libido vorbei. Zuviel Arbeit, zu viel Zigaretten und Alkohol.
Während ich endlich begriffen hatte, was der Schlüssel zu besseren Sex war (es war sein chinesischer Kollege, der uns beiden von der asiatischen Liebesbekundungen berichtete - er führte uns in eine Apothekenmuseum mit aphrodisierenden Mittelchen für den Herrn und einer Kamasutra Bildergallerie, wo chinesische Paare mit den Fingern die Stellungen zeigten). Mein Ex-Mann kam mit meinem eigenem Willen nicht klar. Es folgte natürlich die Scheidung. Während er nun mit einer 36 Chinesin nun nochmal Vater geworden ist (mit 62), genieße ich das Leben. Wenn ich hier lese, dass eine Frau seit 17 Jahren "ihn nicht mehr ran lässt...." kann ich nur fragen, wieso änderst Du nichts? Wir sind doch alle Erwachsen und für unser Glück selbst verantwortlich.