Ich bin in der glücklichen Situation, über eine diskrete, mir persönlichst verbundene Reiningungshilfe zu verfügen - ich spreche also aus meiner Realität.
Dies war auch schon zu einem früheren Zeitpunkt in meinem Leben (als Studentin) der Fall. Damals war die Reinigungshilfe Luxus, weil ich einen regulären Putzdienst nicht adäquat vergüten hätte können - hätte der Mann damals nicht freiwillig meinen Haushalt in Schuss gehalten, hätte ich es ohne Probleme auch selbst vermocht.
Nun ist die Situation eine ganz andere - es ist mir ein Leichtes, mir so gut wie jede Dienstleistung zu erkaufen, auch eine Form von Luxus, aber erarbeitet.
Da meine Wohnung, wie bereits angeführt, unter der Oberfläche aber durch und durch mit leicht zugänglichen Habseligkeiten meiner perversen Biografie bestückt ist, möchte ich aber nicht, dass eine gewöhnliche „professionelle“ Raumpflege eventuell davon belästigt wird.
In Berlin kann ich mir diesbezügliche Services buchen („wir reinigen alles, auch Ihr Spielzimmer“), an meinem anderen Wohnort in der Provinz ist das aber nicht möglich. Von daher bin ich, möchte ich mir den Luxus des gereinigten Heimes gönnen, auf Eingeweihte angewiesen - und bezahle mit meiner Privatheit.
Hat mein dienstbereiter Assistent Interesse, Kenntnis und Lust an Dingen, bei denen ich Hilfe gerne annehme(n kann, obs: ich bin die Macherin), dann sehe ich da thematisch keine wirklichen Begrenzungen - warum auch?