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"Verlieben" wir uns manchmal in unser eigenes Kopfkino?

*********d1983 Mann
42 Beiträge
Themenersteller 
"Verlieben" wir uns manchmal in unser eigenes Kopfkino?
Man lernt jemanden kennen, schreibt ein paar Tage oder Wochen und plötzlich malt man sich aus, wie diese Person wohl ist.

Vielleicht passt sie perfekt zu uns. Vielleicht ist sie ganz anders, als wir glauben.

Ist euch das schon einmal passiert? Dass ihr euch im Nachhinein eingestehen musstet, dass ihr euch gar nicht in den Menschen "verliebt"(verschossen) habt, sondern in die Vorstellung von ihm/ihr?

Woran habt ihr gemerkt, dass euer Kopf euch einen Streich gespielt hat?
*****978 Frau
2.776 Beiträge
Da ich relativ schnell in die Männer verliebt war, mit denen ich schlussendlich eine Beziehung hatte und habe, hab ich mir in meinem Kopf sicher jedes Mal eine kleine Illusion erschaffen.

ABER; ich habe mich trotzdem in DEN Menschen verliebt.

Später, als die ersten himmelblauen Wattebällchen und rosaroten Himmelskörperchen fielen, zeigte sich, ob aus der Verliebtheit mehr wurde und ich diese feste Beziehung mit all den Freuden und auch Macken fortführen wollte.

Schlussendlich war dann die Verliebtheit keine Illusion mehr, sondern der Beginn etwas Einzigartigem.
*******s72 Frau
65 Beiträge
Damit das möglichst nicht passiert, sollte man schnell Bilder austauschen, sich treffen oder mal telefonieren. Dann baut man zumindest keine Luftschlösser.
*******na19 Frau
1.928 Beiträge
Ja, oft passiert.
In der Psychologie nennt man das Phänomen Limerenz oder Projektion.
Beim Schreiben bekommen wir nur Bruchstücke von einem Menschen: Foto, Selbstdarstellung, bestimmte Wortwahl, also seine "Sicht" auf sich selbst bezogen.
Dadurch entstehen in unserem Gehirn unvollständige Bilder.
Diese Lücken füllt unsere Fantasie und eigene Wunschvorstellung nach unserem Geschmack, Bedürfnissen und Sehnsüchten.

Es entsteht ein "biochemische Rausch ohne Risiko" (Dopamin) im Kopf.
Man kennt noch keine "negativen, unschönen" Seiten des Menschen (die jeder hat) und somit bleibt der digitale Mensch makelos.
So entsteht die Sucht nach einem Ideal und man verliebt sich nicht in den Menschen und sein Charakter, sondern in das eigene Gefühl von der ausgemalten Projektion dieses Menschen.

Deine Gedanken kreisen eher um die Frage, was dieser Mensch in dir auslöst, als wie es ihm eigentlich geht und was ihn beschäftigt.
=> Man interessiert sich dafür, was der andere für einen tut oder darstellen kann.
=> Der Körper reagiert auf die Biologie oder das optische Signal des anderen.

Je länger hält der Kontakt und zwar im realen Leben, desto besser lernst du diesen Menschen durch sein Verhalten und Taten lernen.
Man spürt auch die Resonanz (oder nicht).
Das echte Interesse entsteht durch:
• Fehler Toleranz: die ersten Masken fallen, man sieht seine Schwächen
• Zuhören anstatt nur "hören": man interessiert sich tatsächlich für seine Sicht der Dinge, auch wenn sie von der eigenen abweichen
=> Man möchte wissen, wer der andere wirklich ist, wenn niemand zusieht und das neue echte Bild schreckt einen nicht ab.

Genau daran erkenne ich den Unterschied für mich und zwar von beiden Seiten.
Die Phase 1 trifft eindeutig ein und ist sehr intensiv.
Zu der Phase 2 kommt es nicht oder genau da löst sich das Interesse langsam bis schnell auf.
********rmal Mann
1.016 Beiträge
Ich kann für mich behaupten zu sehr Reslist zu sein um mich virtuell in jemanden zu verlieben

Ich Messe jemanden an seinen Taten und nicht daran was wäre wenn auch wenn es manchmal nicht ganz einfach ist seiner Illusion nicht freien Lauf zu lassen.
*****rus Mann
121 Beiträge
Letztendlich sucht man ja etwas in einem anderen, was der eigenen Wunschvorstellungen entspricht
Wenn mein gegenüber meine Wünsche beziehungsweise meine Träume bestätigt, entsteht natürlich das Gefühl, dass mein gegenüber ein wahr gewordene Traum ist.

Ich würde aber nicht von Liebe sprechen. Eher von Begeisterung oder so ähnlich. Liebe ist in meinen Augen etwas anderes.

Gebe aber zu, dass mir nicht wenige Menschen begegnet sind, die sich einer irgendwann unerfüllten virtuellen Liebe hingegeben haben.
*********d1983 Mann
42 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******na19:
Ja, oft passiert.
In der Psychologie nennt man das Phänomen Limerenz oder Projektion.
Beim Schreiben bekommen wir nur Bruchstücke von einem Menschen: Foto, Selbstdarstellung, bestimmte Wortwahl, also seine "Sicht" auf sich selbst bezogen.
Dadurch entstehen in unserem Gehirn unvollständige Bilder.
Diese Lücken füllt unsere Fantasie und eigene Wunschvorstellung nach unserem Geschmack, Bedürfnissen und Sehnsüchten.

Ich finde den psychologischen Ansatz sehr spannend und würde dir in vielen Punkten zustimmen.

Ich merke das bei mir ganz gut. Anfangs finde ich oft die Idee eines Menschen spannend. Aber das echte Interesse entsteht erst, wenn ich ihre Ecken und Kanten kennenlerne. Worüber sie lachen kann, wofür sie brennt oder wie sie reagiert, wenn mal etwas nicht perfekt läuft oder man etwas sagt, was vielleicht "drüber ist".

Und genau da trennt sich für mich Projektion von echtem Interesse.
****sum Mann
6.061 Beiträge
Nein, aber ich sterbe eben auch deshalb früh ein Treffen IRL an, um ganz allgemein diese Luftschlossproblematik zu umgehen.
*****rMe Frau
1.240 Beiträge
Oh ja, das ist mir auch schon passiert. Und das, obwohl ich mir dessen sehr bewusst bin und versuche die bekannten Fakten von meinem eigenen Kopfkino, meinem Wunschdenken zu trennen. Und ohne Erwartungen an Treffen zu gehen. Und auch möglichst nicht zu lange vorher schreibe, lieber früh treffe. Es kann einfach trotzdem passieren.
Von Verlieben würde ich auch nicht sprechen, aber von Begeisterung, maximaler Vorfreude, auch sexueller Erregung. Und eben Erwartungen.

Merken kann man das dann in der Regel beim ersten Treffen. Wenn das eigene Bild so gar nicht auf das Gegenüber übertragbar ist. Wegen Optik, Stimme, Verhaltensweisen, die man nur durch schreiben gar nicht kennen konnte usw. Und das ist dann oft eine große Enttäuschung.
*******na19 Frau
1.928 Beiträge
Zitat von *********d1983:
Zitat von *******na19:
Ja, oft passiert.
In der Psychologie nennt man das Phänomen Limerenz oder Projektion.
Beim Schreiben bekommen wir nur Bruchstücke von einem Menschen: Foto, Selbstdarstellung, bestimmte Wortwahl, also seine "Sicht" auf sich selbst bezogen.
Dadurch entstehen in unserem Gehirn unvollständige Bilder.
Diese Lücken füllt unsere Fantasie und eigene Wunschvorstellung nach unserem Geschmack, Bedürfnissen und Sehnsüchten.

Ich finde den psychologischen Ansatz sehr spannend und würde dir in vielen Punkten zustimmen.

Ich merke das bei mir ganz gut. Anfangs finde ich oft die Idee eines Menschen spannend. Aber das echte Interesse entsteht erst, wenn ich ihre Ecken und Kanten kennenlerne. Worüber sie lachen kann, wofür sie brennt oder wie sie reagiert, wenn mal etwas nicht perfekt läuft oder man etwas sagt, was vielleicht "drüber ist".

Und genau da trennt sich für mich Projektion von echtem Interesse.

@*********d1983

Jeder Mensch kann das Phänomen unterschiedlich empfinden und lernen damit umzugehen.
Mir persönlich hat es sehr geholfen, das Phänomen aus der psychologischen und neurobiologischer Sicht zu betrachten und zu reflektieren.
Ich brauche Logik, damit mein Gehirn "alles klar" verbucht und dann eine Frage stellt: Und was kann ich dagegen machen?

Ich bin in der virtuellen Welt solange bis ich merke, dass die ersten Anzeichen von Phase 1 intensiv auf mich wirken.
Dann ziehe ich sofort die Bremse und warte auf das reale Treffen, aus dem Kopfkino und Phantasie raus.
Sonst stelle ich mir mental eine Zeitgrenze so ungefähr:
1. Grenze - einige Wochen
2. Grenze - 3-6 Monate
3. Grenze - ca nach 12+/- Monaten

Dazu gehört diese Zeitrahmen zu beobachten und zu reflektieren.
Unter Grenzen 1-3 ist es alles Verliebtheit, Hormone, langsames wahres echtes Kennenlernen ohne Masken.

Ich kann dabei fühlen, Emotionen und Gefühle haben, aber die Reflexion findet auf logischen, rationalen Ebene ab.
Bedeutet "sich Verliebt fühlen" bedeutet nicht immer tatsächlich in diesen Menschen "Verliebt sein".
****na Frau
1.470 Beiträge
Wer sich in ein Bildnis verliebt, hält die Spannung nicht aus, den anderen offen und unvoreingenommen kennenzulernen.
Die emotionale Reife, sich kein Bild zu machen, die Realität mit all ihrer Ungewissheit und ihren Geheimnissen zu erleben, hat in jungen Jahren kaum jemand.
Erst wenn man der Idealisierung und dem ewigen Nachjustieren selbiger überdrüssig geworden und einem der Mut und die Geduld gewachsen ist, sich einem fremden Menschen offen und frei anzunähern, schließt sich die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Dann kann es Liebe werden.
****ody Mann
16.680 Beiträge
Ich brauche lange, um mich in eine Frau zu verlieben. D.h. ich habe viel Zeit, sie umfassend kennenzulernen. Für viel Kopfkino ist da nicht wirklich Platz. Wenn es so weit ist, weiß ich, warum ich fühle, wie ich fühle.
********3_25 Frau
401 Beiträge
Ja, mir ist das auch schon passiert. Woran ich es gemerkt habe: der Mann steht vor mir und löst in mir nichts aus.

Daher, wenn über kurzes (auf gar keinen Fall wochenlanges) Schreiben und Telefonieren ein positives Gefühl entsteht, möglichst schnell treffen, alles weitere kann sich dann entwickeln ... oder eben nicht.
*********utyou Frau
24 Beiträge
ich würde es nicht "verliebt" nennen, sondern auch eher wie einige vor mir "begeistert, euphorisch, hoffnungsvoll".
Tja - und dann kam der Realitätscheck und mein Körper sagt teilweise in sekundenschnelle einfach "NEIN" - da kann alles davor noch so interessant und stimmig geklungen haben.

Oft ist und bleibt der Mensch mit seinen Gedanken dann trotzdem spannend und ich konnte eigentlich immer gute Gespräche führen.... aber für mehr reichte es dann einfach nicht.

Daher bin ich dann irgendwann dazu übergegangen wenigstens relativ schnell Fotos auszutauschen, zu telefonieren (Stimme ist extrem wichtig) und auch ein Treffen möglichst zeitnah anzubahnen.

Und jetzt rede ich nur davon, was mein Kopf mir im Vorfeld an Vorstellungen/Erwartungen eingeredet hat und nicht davon wie viel gelogen/geschwindelt/geschönt wird .... DAS ist nochmal ein ganz anderes Thema *zwinker*
*****rrz Mann
474 Beiträge
Nein, das passiert mir nicht mehr. Man selbst hat ja immer nur das Bild des Menschen, gemalt aus den eigenen Bewertungen und Interpretationen - und denen kann man mehr oder weniger trauen (Hinterfragen ist ein effektiver Verliebtheitskiller), man kann sich früher oder später auf sie verlassen.

Üblicherweise wird man im Alter geduldiger und skeptischer, wenn ein Bild einen allzu schnell berührt. Hält es aber dann noch dem zweiten und dritten Blick stand - und berührt einen immer noch - kann ich mich auch noch verlieben.
********isch Frau
694 Beiträge
Ich hab mich schon öfters virtuell verschossen. Von der Realität enttäuscht im Nachhinein? *nachdenk*
Neee. Oder ich habs vergessen . *gruebel*
****ice Mann
1.086 Beiträge
Meiner Ansicht nach ist verliebt etwas, was NUR real passieren kann, wenn sich zwei treffen und gleichzeitig ihre Gefühle immer positiver werden und sich immer höher und höher "schaukeln".

Verliebt in Kopfkino, der Vorstellung einer anderen Person ist wahrschein wesentlich weiter verbreitet und meines Empfindens nach eher eine Schwärmerei und erst einmal nichts reales. Ja, diese einseitige "Verliebtheit" kann evtl den anderen mitreißen aber bis zu dem mitreißen ist es ein Hirngespinst was sich aber sehr real anfühlt und eigentlich auch schön ist.

Nein, es ist mir schon sehr sehr lange nicht mehr passiert, dass ich geschwärmt hatte. Somit konnte ich mich auch nicht in eine unzutreffende Wunschvorstellung einer Person verlieben. Im Internet ist es mMn nahezu unmöglich sich wirklich zu verlieben und die Schwärmereien, die manche wohl entwickeln, werden meist sehr schnell als das Luftschloss erkannt - die enttäuschte Wunschvorstellung enttarnt.

Die Schwärmerei für Kopfkino (man kennt die Person noch nicht wirklich)ist mMn eher der Regelfall als die Ausnahme. Manchmal finden sich sogar größere Teile des Kopfkinos als Realität wieder.
**********kness Paar
70 Beiträge
Ich glaube, ganz viele Menschen führen sogar eine lange Beziehung oder gar Ehe mit ihrer Projektion. Wie viele Paare kenne ich, die noch nach 10 Jahren sagen: Ich liebe ihn/sie so sehr, wenn sie doch nur xyz (ganz allgemein: anders wäre).
Und am Anfang ist das meines Erachtens naturgegeben: man hat ja nur rudimentäre Kenntnisse über den anderen, daraus puzzelt man sich dann ein Bild.

Fragt doch mal eure Partner:
Was war eure anfängliche Projektion im Hinblick auf mich? Und inwiefern bin ich anders?

Das könnte ein spannender Austausch werden. 🙂
*****Zwo Mann
444 Beiträge
Wenn man jemanden kennenlernt, zu dem man sich stark hingezogen fühlt, dann neigt man ja in der Regel dazu, denjenigen zunächst einmal zu idealisieren. Erst nach und nach, je mehr Zeit man miteinander verbracht hat, entsteht ein realistischeres Bild.

Bei einem virtuell entstandenen Kontakt hat man sehr viel weniger Information über sein Gegenüber. Da schließt die eigene Phantasie die Lücke. Je länger der Kontakt virtuell bleibt, desto leichter wird der andere zur Projektionsfläche der eigenen Erwartungen und Wünsche.
**********eline Paar
486 Beiträge
(Jack:)

Grundsätzlich schließe ich mich @*******s72 an.

Wochenlanges Schreiben käme für mich gar nicht in Frage wenn ein beiderseitiges Interesse vorhanden ist, das über einen reinen Austausch hinausgeht. Das hat auch nichts mit Eiligkeit zu tun. Ich denke mir nur: wenn man den anderen wirklich kennen lernen möchte, warum dann lange hinauszögern? Und aus dem Fantasieren und Idealisieren bin ich, zumindest was das anbelangt, schon länger raus. Da bin ich beim ersten und einzigen Mal (im Nachhinein betrachtet glücklicherweise) etwas blauäugig ziemlich hart auf die Nase gefallen. Heute versuche ich im Voraus so unvoreingemommen wie möglich zu bleiben, ohne übertriebene Hoffnungen, Erwartungen und Wünsche in den anderen zu setzen. Ein grundlegendes Bild verschaffe ich mir über das Profil, Fotos, dann ein Telefonat und, wenn beide dann noch möchten, ein Treffen. Alles Weitere kann und wird sich erst dann zeigen.
**ja Frau
3.316 Beiträge
"Verlieben" wir uns manchmal in unser eigenes Kopfkino?

Natürlich *kindergarten* vor allem in den Momenten, wo das Gefühl aufkommt, da sei der passende Gegenpart.

Woran habt ihr gemerkt, dass euer Kopf euch einen Streich gespielt hat?

Manchmal direkt während das Kopfkino herumspinnt, aber spätestens in dem Moment, wenn Mensch X vor mir stand.

Jedoch habe ich 2 x meinen Kopfkinomann geheiratet und mit manch anderen viel Spaß erlebt.
Für mich ist wichtig .....
Ich entscheide
Ich empfinde
erst in dem Moment interessiert mich, was der Kopfkinomensch dazu meint.
******led Mann
241 Beiträge
Zitat von **********kness:
Ich glaube, ganz viele Menschen führen sogar eine lange Beziehung oder gar Ehe mit ihrer Projektion. Wie viele Paare kenne ich, die noch nach 10 Jahren sagen: Ich liebe ihn/sie so sehr, wenn sie doch nur xyz (ganz allgemein: anders wäre).
Und am Anfang ist das meines Erachtens naturgegeben: man hat ja nur rudimentäre Kenntnisse über den anderen, daraus puzzelt man sich dann ein Bild.

Fragt doch mal eure Partner:
Was war eure anfängliche Projektion im Hinblick auf mich? Und inwiefern bin ich anders?

Das könnte ein spannender Austausch werden. 🙂

Da wäre ich gerne bei einigen in meinem Bekanntenkreis stiller Zuhörer *popcorn*

Viele können ja selbst kaum tiefergehend beschreiben, welche Eigenschaften die neue Person im Leben mitbringen soll, damit es passt und gelingen kann. Bei vielen anderen Attributen klappt das schon besser, damit wird das Puzzle dann aufgefüllt.

Dilemma in vielen Beziehungen ist dann noch die Frage, ob was "besseres" nachkommt und ob man mit der anderen Person "leben" kann. In Kennenlernphasen oder noch nicht lange laufenden Beziehungen hält das Puzzle vllt. noch, aber es bekommt Risse.

Ich denke (zu) viele treffen wg. ihrer eigenen Vorstellungen wie eine Person ist Entscheidungen für eine Beziehung. Was es dann für ein Genre wird zeigt sich später.

Genauso können sich ja auch im Lauf einer Beziehung die Vorstellungen, wie die andere Person sein sollte verändern...

Persönlich versuche ich immer die Vergangenheit zu verstehen um herauszufinden, ob es passen könnte. Lieber früh auf einen Kaffee treffen und Klarheit schaffen als sich in Vorstellungen zu verrennen
********2212 Mann
1.573 Beiträge
Das ist mir noch nie passiert, ich bin gar nicht in der Lage, mich alleine durch Schreiben zu verlieben. Dazu bin ich wohl zu pragmatisch und realistisch, ich brauche schon ein Bild von der Frau und male es mir auch nicht im Kopfkino aus. Das ist auch der Grund, warum wochenlanges Schreiben für mich nicht in Frage kommt, es löst einfach nichts in mir aus. Meine letzte Partnerin habe ich auf einem Single-Portal kennengelernt, wir hatten beide ein Profilbild und fanden uns gegenseitig attraktiv, für uns Grundvoraussetzung. Wir haben auch nur einmalig geschrieben und uns für den nächsten Tag zum Video-Telefonat verabredet, erst da ist der Funke übergesprungen, ohne irgendwelche Illusionen.
*********d1983 Mann
42 Beiträge
Themenersteller 
Es geht perse gar nicht um das Wort "verlieben" – sondern um die Vorstellung, was der Gegenüber sein könnte.

Das Bild, was einem "verkauft" wird.

Darin "verliebt" man sich … Oder nennt es, wie ihr wollt.

Im Internet zeigt man halt meistens nur die schönen, positiven Seiten von sich. Ich fände da deutlich mehr Ehrlichkeit gut, auch was die eigenen Macken und Kanten angeht.

Ich versuche, das zumindest so zu halten: What you see is what you get.

Nicht nur bei den guten Seiten, sondern auch bei den schwierigen. Ich finde es wichtig, sich so wenig wie möglich zu verstellen. Am Ende bringt es ja nichts, wenn jemand nur eine Version von dir kennenlernt, die es so gar nicht wirklich gibt.
****XXX Mann
559 Beiträge
Im schlimmsten Fall werden Leute dann zu Opfer von Love Scamern, denen sie Geld nach Afrika oder Asien überweisen, ohne überhaupt zu wissen ob die Person überhaupt existiert. Das ist glaube ich so der fatalste Fall, wie man sich "verlieben" kann. Da besiegt dann die Einsamkeit oder Biochemie im Kopf die Vernunft.

Ich habe auch mal den Begriff "WhatsApp-Beziehung" für die Kontakte gelesen, die sehr intensiv sind, ohne dass man sich in echt kennt.

Persönlich gibt es für mich immer ein "Davor" und ein "Danach". Alles was vor einem Treffen in der Realität abläuft ist nur ein Kontakt mit Möglichkeiten ohne Emotionen. Erst nach dem Treffen entscheidet die Realität wie es tatsächlich weitergeht.
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