Mehr brandheiße Inhalte
zur Gruppe
Spaß in der Sauna
31189 Mitglieder
zur Gruppe
Parkplatztreffs
10662 Mitglieder
zum Thema
Welche Rolle spielte euer Umfeld für euer Körperbild?57
Mich beschäftigt schon länger die Frage, wie andere Menschen gelernt…
zum Thema
Wie beeinflusst Pornografie eure Sexualität?82
Neues aus Absurdistan: Der Death Grip - Kommst du schon oder würgst…
Ich hatte Sex mit Micaela Schäfer!
Das Thema ist für dich interessant? Jetzt JOYclub entdecken

Warum ich mich immer noch für Masturbation schäme

*****lyn Mann
423 Beiträge
Themenersteller 
Warum ich mich immer noch für Masturbation schäme
Ich habe ein Thema, das mich seit Langem beschäftigt : Ich schäme mich noch immer dafür, zu masturbieren.
Rational weiß ich: Es ist gesund, es ist normal, es tun fast alle. Es wird längst nicht mehr so tabuisiert wie früher. Und trotzdem bleibt ein kleines fieses Gefühl von Scham. Nicht, weil ich denke, dass es falsch wäre sondern weil ich das Gefühl habe, darüber offen zu sprechen oder es zuzugeben, wäre unangemessen.
Als ich Jugendlicher war, war Masturbation zumindest in meiner Umgebung ein Thema, das man ignorierte. Nicht nur, dass man nicht darüber redete – man tat so, als gäbe es das gar nicht. So ein unausgesprochenes: "Das macht man nicht." Oder zumindest spricht man nicht darüber. Und jetzt als aufgeklärter Erwachsener wundere ich mich dass dieses Gefühl nicht inzwischen verschwunden ist.
Ich schäme mich nicht in erster Linie vor mir selbst. Vielleicht ein bisschen dafür, dass ich sexueller Lust nachgebe, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte es nicht mehr zu tun. Aber vor allem schäme ich mich davor, darüber zu offen sprechen, es zuzugeben. Vor Freunden, Familie, Bekannten. Nur auf Joyclub kann ich darüber reden.
Es ist kein schönes Gefühl, aber in letzter Zeit habe ich auch viel darüber nachgedacht ob diese Scham nicht nur schlecht ist. Vielleicht hat sie auch eine Funktion:

• Sie zwingt mich, mich intensiver mit diesem Aspekt meiner Sexualität auseinanderzusetzen
• Es stärkt vielleicht sogar mein Selbstbewusstsein, wenn ich anfange, trotzdem offen damit umzugehen

Wie sind Eure Erfahrungen dazu?
Seht ihr Scham in diesem Kontext als etwas Negatives – oder kann sie auch etwas Positives haben?
Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch für etwas schämt, das eigentlich völlig normal ist?
Ist Scham einfach nur ein Relikt aus einer Zeit, in der Sexualität generell mit Schuld beladen war – und wenn ja, wie werden wir sie los?
*****_69 Mann
993 Beiträge
Hey Pangolyn
Ich fange mal am besten so an…
Scham ist was ganz normales. Ich habe einen 14 jährigen Sohn und da sind körperliche veränderungen im gang, was bei ihm weil er es nicht kennt Schamgefühle auslösen. Also was ganz normales. Jeder mensch hat Schamgefühle, es kommt nur darauf an wie ausgeprägt diese sind. So lange ich gut damit mit meinem leben und meinen wünschen was ich machen will mir mit meiner Scham nicht im wege stehe, lebt es sich sehr gut.
Da ich sehr gerne in die Sauna gehe und ich ein problem mit nackt sein hätte da ein Schamgefühl hätte, dann müsste ich was für mich machen.
Das könnten dann Glaubenssätze von zu Hause sein…
Doch was ich nicht verstehe, um was es bei dir genau geht. Selbstbefriedigung ist ok für dich die Scham kommt nur wenn du darüber sprichst. Im Joy geht es auch aber bei Familie, Freunden und Bekannten kommt scham auf.
Wenn du dir deine Sexuelle Lust schon selbst nicht zu 100% erlaubst, dann verwundert es mich nicht dass da noch Scham irgendwo in dir steckt.
Lebe mal deine Lust mit Freude, geniesse deinen Ständer, sei stolz auf deinen Orgasmus… es ist alles deins! Du machst das alles für dich und dein Gefühl.
Dass man Scham hat mit Freunden Familie Bekannten über die Sexualität zu reden ist verständlich. Du machst dann ja auch einen Seelenstripties… Habt ihr denn immer diese Themen?
Ich spreche mit meiner Frau darüber was uns anmacht usw. Das stimmt so zu 100%. Doch mit meiner Familie will ich nicht über solche Themen sprechen.
Sollte mal solch ein Thema zum Gespräch werden, dann bin ich schon offen doch es kommt immer darauf an mit wem man darüber redet.
Fang erst mal an dich zu geniessen und nicht es als eine Pflicht zu sehen da es gesund ist.
Der rest kommt dann von alleine.
*****ora Paar
1.471 Beiträge
Meine Gedanken zu deiner "Eröffnung":

Für mich ist klar, das es sich der grösste Teil der Menschheit ab und zu, und auch mal öfter, selbst macht. Ich auch. Meine Frau auch. Meine Kinder sicherlich auch. ABER (!) ich handhabe es bei Thema so wie mit meiner restlichen Sexualität, ich spreche nur mit Menschen darüber, die es auch was angeht!
Also meiner Frau, und ggf. anderen Sexualkontakten.
Als Elternteil, geht weder meinen Kindern meine Sexualität etwas an, und im besonderen mich auch deren Sexualität nicht. Aufklärung und bei Problemen kann ich da thematisch unterstützen, aber es geht mich nichts an, die sollen und wollen sich selbst finden und entfalten.

Im Job? Da ist das (Sexualität) kein Thema. Besser so.

Bei Freunden und Bekannten: Wenn es passt, kann man drüber (Sexualität) quatschen, aber brauche ich nicht.

Jetzt zur SB:
Mal ganz ehrlich: Für mich ist Masturbation eine sehr private Sache, wenn ich will. Es kann auch im Spiel reizvoll sein das zu teilen, aber thematisieren?
Naja, jeder wie er will.

Als Spiel, vor und miteinander kann das schon reizvoll sein, seltsamerweise macht es mich bei Männer ebenso an das zu sehen, quasi mit zu erleben, wie bei Frauen.


Jeder Jeck ist eben anders.

Und jetzt zum Thema Scham:
ich denke eine gewisse Scham ist gut.
Da sollte jeder für sich das richtige Maß finden.
******hat Mann
2.648 Beiträge
Selbstbefriedigung ist nichts wofür ich mich schäme. Ich mach das auch meistens wenn ich wirklich ganz allein bin.
Darüber mit anderen reden? Nein, wieso?
Ein einziges Mal, kurz nachdem ich es " entdeckt" hatte, habe ich mit einem Kumpel darüber gesprochen. Ansonsten wird es höchstens beiläufig kommuniziert, halt so die Art Männergespräche.
Jeder weiß, daß es der andere macht, da kann man sowas schon mal raus hauen.
*****lyn Mann
423 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ******hat:

Darüber mit anderen reden? Nein, wieso?
Na genau um dieses Schweigen geht es mir. Wir machen so viele Dinge die wir genießen, in Urlaub fahren zum Beispiel. Da ist es doch ganz normal drüber zu reden und sich mitzuteilen. Bei Sexualität verhalten wir uns ganz anders. Da geht es nicht über diese "Männergespräche" hinaus. Ich wäre froh gewesen als Jugendlicher darüber reden zu können und habe auch heute ein Bedürfnis mich darüber auszutauschen. Deshalb bin ich auch hier im Joyclub.
*******_man Mann
10.231 Beiträge
Warum sollst du dem Sexdrang, der völlig natürlich ist, nicht nachgeben wollen?

Du gibst doch auch dem Drang nach Essen und Trinken, sowie nach Atmen nach.

Und wenn sich kein Partner für Sex anbietet, dann ist SB doch eine super Lösung. Das kannst du ganz nach deiner persönlichen Vorliebe ausschmücken, es geht quasi immer und überall - okay, du solltest niemanden damit behelligen - und es kostet Wenicht mal was. Damit hat es unter den Freizeitmöglichkeiten eine ganz bestimmte Stellung.

Wem ist damit geholfen, wenn du es unterdrückst? Oder anders herum: Wer wird grschädigt, wenn du es zulässt?
****az Mann
4.851 Beiträge
Naja, Offenheit schön und gut, aber Ich muss jetzt nicht unbedingt mit meiner Familie über Selbstbefriedigung reden. Ich würde mich nicht dafür schämen, aber Ich finde Ich muss nicht mit jeder mir nahestehenden Person über jedes Thema reden.

Um mal eine These in den Raum zu werfen, aber kann es sein, dass du (da du in Bayern lebst) da zumindest ein sehr konservativ bis streng religiöses Umfeld hattest und das daher rührt?

Ich würde dir aber vorschlagen, dass du mal zum Beispiel einen Joy Stammtisch besuchst, auf dem Leute eher über sowas reden. Und falls das Thema mal auf kommt, kannst du ja probieren dich zu beteiligen.
****iM Frau
162 Beiträge
Ganz einfach: Es gibt private und urprivate Dinge, die man nicht press nach außen trägt. Hier im Besonderen: Wenn du dich zB. in der Öffentlichkeit selbst befriedigst, ist es ein Verstoß, sind Kinder in der Nähe, die es auch unbeabsichtigt mitbekommen könnten, sogar eine Straftat.
Natürlich musst du dich für deine Sexualität oder auch den Austausch mit Gleichgesinnten nicht schämen.
Aber die meisten Bekannten und Verwandten würden sich damit nicht wohl oder gar genötigt fühlen und das sollte man respektieren.
********etal Paar
1.948 Beiträge
Zitat von *****lyn:
Aber vor allem schäme ich mich davor, darüber zu offen sprechen, es zuzugeben. Vor Freunden, Familie, Bekannten. Nur auf Joyclub kann ich darüber reden.
Warum sollte man das in seinem Freundeskreis z. B. beim Grillen oder irgendeiner Feier erzählen? Vor allem was sollte man erzählen? Dass man es tut, oder wie man es tut?

Ich stelle mir das gerade vor und bin zu dem Schluss gekommen, dass niemand es wissen möchte und erfahren sollte, den ich kenne.

Wenn man darüber reden will, dann in entsprechenden Gruppen hier bei Joy oder in der richtigen Community. Wir quatschen privat niemanden mit unseren sexuellen Vorlieben voll.
*****rMe Frau
1.240 Beiträge
Was das darüber reden angeht, schließe ich mich meinen Vorrednern an. Es ist bei Freunden und Familie schlicht nicht nötig und von denen vermutlich auch nicht erwünscht. Aber ich verstehe, dass es damals, in Deiner Jugend nötig gewesen wäre, mit irgendjemandem darüber zu reden. Oder zumindest beigebracht zu bekommen, wie normal Masturbation ist. Ich glaube bei mir hat das damals ganz klassisch die Bravo übernommen. *zwinker*

Was mich noch interessiert:
1. Wie ist das in einer Partnerschaft? Kannst/konntest Du da darüber sprechen? Denn das wäre für mich die einzige Person, mit der das ggf. möglich sein sollte.
2. Wenn Du masturbiert hast, hast Du da auch ein Gefühl von Scham? Also auch, wenn Du allein bist und mit niemandem darüber sprechen musst?

Ich denke der JC kann in sofern helfen, als dass solche Themen hier völlig ohne Scham besprochen werden. Selbst wenn es nicht explizit um Deine Masturbation geht, bekommst Du hier vielleicht mehr das Gefühl, dass so ziemlich jede sexuelle Aktivität völlig normal ist. Und das sind sie eben auch. *g*
********rmal Mann
1.016 Beiträge
Grundsätzlich würde ein bisschen mehr Schamgefühl den Menschen Vielerorts gut zu ygesicht stehen denke ich.

Sich für SB zu schämen halte ich für übertrieben es Menschen auf Auge zu drücken die damit nichts zu tun haben wollen sehr wohl.

Dinge für die ich mich in meinem leben wirklich geschämt habe die habe kein zweites mal getan
So viel wohl nicht darunter.
*******frei Mann
2.113 Beiträge
@*****lyn

Wir leben in einem sehr freien Land.

Es ist daher gesellschaftlich notwendig, dass es Regulatorien gibt. Dazu gehört, dass Dinge mit Scham behaftet sind.

Persönlich glaube ich, dass uns etwas mehr Scham und etwas weniger Empörung gut tun würden.

Individualismus als Ausprägung der Freiheit führt aktuell zu Rücksichtslosigkeit. Scham als Gegenmechanismus verliert an Bedeutung. Ich vermute, dass das eine Folge unseres Wohlstandes ist.

Trotzdem könnte ich selbstverständlich auch über Mastrubation reden. Ich bin sprachlich in der Lage, nahezu jedes Thema gegenüber Menschen anzumoderieren, das ich für besprechenswert halte.
********123n Mann
8 Beiträge
Ich problematisiere dieses 'Problem' nicht - in unserer Gesellschaft gibt es halt auch im Jahr 2026 noch immer Dinge, die "man zwar macht" oder "die man hat" (z.B. Geld, Einkommen, das Bohren in der Nase, Vermögen, Stuhlgang, Geschlechtstrieb, Wasserlassen, Durchfall, Erbrechen, Menstruation, Hämorrhoiden, Eiterpickel, ...), die aber dennoch im Regelfall anderen Menschen nicht mitgeteilt werden. Und wenn ich selbst ein darauf zielendes Mitteilungsbedürfnis hätte oder habe, dann wäre/ ist spätestens dann Schluss, wenn es mein Gegenüber gar nicht wissen will. Insoweit leide ich nicht unter dem allseits nicht bestehenden Informations- und Gesprächsbedürfnis.
*****lyn Mann
423 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ********etal:
Warum sollte man das in seinem Freundeskreis z. B. beim Grillen oder irgendeiner Feier erzählen.
Ich merke grade dass die Diskussion in eine Richtung geht die ich nicht beabsichtigt hatte *oh*. Es sollte nicht darum gehen bei z.B. einer Grillparty locker darüber zu erzählen. Mit der Vorstellung tue ich mir ja auch schwer aus den von euch genannten Gründen. Mir ging es mehr darum, mit vertrauten Personen bei passender Gelegenheit schon tiefer gehende Gespräche zu führen. "Wie gehst du denn damit um wenn ...", "Kennst du das auch dass ...".
Solche Gespräche fehlen mir und ich habe sie nicht weil ich mich dabei schämen würde offen zu sein. Und ich denke es geht anderen auch so.
Wie ist das für euch?
*******_man Mann
10.231 Beiträge
Zitat von *****lyn:
Zitat von ******hat:

Darüber mit anderen reden? Nein, wieso?
Na genau um dieses Schweigen geht es mir. Wir machen so viele Dinge die wir genießen, in Urlaub fahren zum Beispiel. Da ist es doch ganz normal drüber zu reden und sich mitzuteilen. Bei Sexualität verhalten wir uns ganz anders. Da geht es nicht über diese "Männergespräche" hinaus. Ich wäre froh gewesen als Jugendlicher darüber reden zu können und habe auch heute ein Bedürfnis mich darüber auszutauschen. Deshalb bin ich auch hier im Joyclub.

Bei dem reinen darüber reden wollen, stellt sich mir die Frage, ob es um sexuelle Fortbildung geht oder ob es mehr um Gesprächstherapie wegen (unangebrachten!) Schuldgefühle gehen soll.

Die Tatsache, dass man kaum darüber spricht, darf man nicht als falsch interpretierte Bestätigung nehmen, dass man es nicht tut oder nicht tun darf.

Ich erinnere mich an eine frühe Episode, als ich im Grundschulalter war und mit zwei Mädels aus der Nachbarschaft aufgrund vorhandener und damals gar nicht richtig einordbaren Lust so etwas ähnliches wie Doktorspiele starten wollte. Heute würde man es als stark übergriffig bezeichnen, auch wenn ich sie gar nicht angefasst hatte. Sie sind nicht wirklich drauf angesprungen und so blieb es bei diesem einen Versuch.

Jahre später gab es eines Tages aus heiterem Himmel einen Moment des heimischen Unbeobachtetseins, wo ich aus mir unbekanntem Grund irgendwann angefangen habe, mit meinem Schwanz in der Hose zu spielen und dabei plötzlich ein ganz starkes neues Gefühl entdeckte. In meiner Erinnerung vermute ich, dass ich kurz vor einem Orgasmus war. Ich stoppe allerdings sofort, weil ich das in Ruhe erkunden wollte, wenn ich später alleine in der Wohnung sein würde, und zum anderen war es wenige Minuten vor dem Mittagessen und ich wollte keinen Stress herbeiführen.

Wie mir vorgenommen habe ich mich später darum gekümmert und meinen ersten Orgasmus herbeigeführt. Es war etwas ganz neues, intensives, schönes. Gleichzeitig war nach dem Orgasmus aber auch kein Wunsch da, eine Wiederholung zu starten. Der kam ein, zwei, drei Tage später - keine Ahnung - wieder auf. Und da war es wieder so schön. Ab da war es ein neuer Begleiter meines Lebens. Da war ich ein junger Teenager. Im Lauf der Jahre nahm der Sexdrang langsam zu. Es gab Tage, da war ich vielleicht zwischen 18 und 20, wo mir einmal am Tag nicht immer gereicht hat, andererseits habe ich früh gemerkt, dass ich nach einem Orgasmus weniger leistungsfähig bin, was Brainwork angeht. Also habe ich dafür gesorgt, dass die SB und notwendiges Lernen für die Schule oder eine Klassenarbeit zeitlich aufeinander abgestimmt waren. Der Effekt gilt heute noch. Gerade so, als ob das Tagwerk mit dem Orgasmus erledigt ist und man sich nun ausruhen darf.

Was das herbeiführen des Orgasmus angeht, war das in jungen Jahren immer völlig problemlos binnen Sekunden möglich. Es brauchte kein "Futter" zur Unterstützung, im Zweifel schaute ich mir die Frauen auf der Titelseite einer Illustrierten an, wo man die Nippel sich abzeichnen sah.

Erst viel später entdeckte ich das "Material" meines Vaters: Zwei absolut pornografische Romane (ohne Bilder) aus einem anonymen Druck (Ein junger Mann auf Reisen bandelt sowohl mit der Wirtin als auch ihrer Tochter an, ohne dass die beiden anfangs davon wissen. Später, als das hinlänglich bekannt ist, sollen jede von ihnen dabei helfen, dass es künftig zu dritt rund geht. Das zweite Buch ist eine Fortsetzung.), Sophie Mutzenbacher und ein Pornofilm im Stil der 70er auf Videocassette kopiert.

Naja, wenn es schon da ist, nutzt man es natürlich.

Tatsächlich gab es aber seitdem bis heute auch Gelegenheiten, wo man einfach mit sich spielt, ohne dass ein Orgasmus das Ziel ist. Einfach, weil auch das sich schon gut anfühlt. Man weiß zwar, man könnte eine Schippe drauflegen, aber es ist gerade gut, wie es ist. So auf halber Erregungshöhe. Also, warum das durch einen Orgasmus vorzeitig beenden?

Schuldig habe ich mich nie gefühlt. Die Natur hat es so eingerichtet, dass es sich gut anfühlt, dann wird es auch gut tun. Der Körper gibt da schon auf natürliche Weise richtiges Feedback.

Was soll daran falsch sein, wenn man das alleine macht, was mit (s)einer Frau gut und richtig ist? Und nein, man bekommt keine Schwindsucht, keinen Buckel oder kaputtes Rückgrat, man wird auch nicht blind davon.

Andererseits darf man es auch nicht übertreiben und davon quasi süchtig werden, denn leider gibt es auch solches Fälle. Die armen Menschen verbringen viel zu viel Zeit damit, einem Orgasmus nachzujagen, so dass es sie richtig belastet. Körperlich und seelisch.
*********utyou Frau
24 Beiträge
"Scham ist die Hüterin der Würde" - das hab ich mal gehört und macht für mich absolut sind. Scham ist wichtig um uns zu schützen, übertriebene Scham hemmt uns.

Wenn man Sexualität als Lebensenergie und nicht nur als Sex sieht, dann macht es für mich überhaupt keinen Sinn diese willentlich unterdrücken zu wollen (was ich in deinem Post an einer Stelle heraus höre).

Ich schäme mich nicht zu masturbieren, aber es ist etwas zutiefst persönliches, das teile ich evtl. mit meinem Partener (selbst da fällt es mir nicht ganz leicht), aber es hat für mich nichts in Alltagsgesprächen mit Freunden, Bekannten, Verwandten zu suchen. Es ist sinnvoll Grenzen der Scham bei sich und anderen zu respektieren.
Ich bring es mal in einen anderen Kontext. Ich will auch nicht wissen wie du deine Fußnägel schneidest oder du auf Toilette gehst. Alle machen es, aber ich brauche darüber nicht reden und nichts vom anderen wissen.

Wenn ich mich jedoch austauschen will, neugierig bin, dann ist joy dafür perfekt.
*******_man Mann
10.231 Beiträge
Zitat von *****lyn:
Zitat von ********etal:
Warum sollte man das in seinem Freundeskreis z. B. beim Grillen oder irgendeiner Feier erzählen.
Ich merke grade dass die Diskussion in eine Richtung geht die ich nicht beabsichtigt hatte *oh*. Es sollte nicht darum gehen bei z.B. einer Grillparty locker darüber zu erzählen. Mit der Vorstellung tue ich mir ja auch schwer aus den von euch genannten Gründen. Mir ging es mehr darum, mit vertrauten Personen bei passender Gelegenheit schon tiefer gehende Gespräche zu führen. "Wie gehst du denn damit um wenn ...", "Kennst du das auch dass ...".
Solche Gespräche fehlen mir und ich habe sie nicht weil ich mich dabei schämen würde offen zu sein. Und ich denke es geht anderen auch so.
Wie ist das für euch?

Ich hatte nie das Bedürfnis, darüber zu reden. Es war ja gut, wie es war. Und ich wusste instinktiv, dass man das nicht an die große Glocke hängt.

Andererseits hätte ich es auch nicht schlecht gefunden, wenn man darüber geredet hätte. Aber als Einzelkind mit zwei vollzeitarbeitenden Eltern musste ich sowieso viel mit mir alleine ausmachen. Und so fehlte mir keine Kommunikation darüber.

Ich kann nur vermuten, dass unter Geschwistern darüber geredet wird. Die bekommen doch sowieso alles voneinander mit, oder?
*****rMe Frau
1.240 Beiträge
Zitat von *******frei:
Persönlich glaube ich, dass uns etwas mehr Scham und etwas weniger Empörung gut tun würden.

Individualismus als Ausprägung der Freiheit führt aktuell zu Rücksichtslosigkeit. Scham als Gegenmechanismus verliert an Bedeutung. Ich vermute, dass das eine Folge unseres Wohlstandes ist.

Da gebe ich Dir Recht. Wer schon Telefongespräche über Scheidenpilz und Erektionsprobleme im Bus mit anhören musste oder Menschen in der Öffentlichkeit hat masturbieren sehen, der wünscht sich die gute, alte Scham zurück.
Bei aller Offenheit sollte einem immer bewusst sein, dass die anderen Menschen eben nicht damit konfrontiert werden möchten.
*******frei Mann
2.113 Beiträge
@*****rMe

Ich habe bewusst von "uns" gesprochen, da ich mir klar ist, dass auch ich heute rücksichtsloser bin als noch vor Jahren.

Auch ich bin unabhängiger. Grenzen verschieben sich oft schleichend.
*****rMe Frau
1.240 Beiträge
Zitat von *******frei:
@*****rMe

Ich habe bewusst von "uns" gesprochen, da ich mir klar ist, dass auch ich heute rücksichtsloser bin als noch vor Jahren.

Auch ich bin unabhängiger. Grenzen verschieben sich oft schleichend.

Das kann ich von mir (noch?) nicht behaupten, ganz im Gegenteil. Aber allgemein in unserer Gesellschaft sehe ich es als Problem.
****08 Frau
342 Beiträge
Ich bin, zum Glück, sehr frei aufgewachsen was Körper, Sexualität und alles andere angeht. Die Scham hielt sich dabei absolut in Grenzen.
Ein natürliches Schamgefühl ist selbstverständlich vorhanden, aber nicht hindernd.
Über Masturbation zu sprechen, stellt in diesem Sinne kein Problem dar, immer unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass man keine Grenzen des Gegenüber überschreitet.
Mit der besten Freundin ist das sicherlich kein Problem, von irgendeiner flüchtigen Bekannten würde ich es nicht wissen wollen und das auch klar kommunizieren. Das hat mit Scham aber relativ wenig zu tun, sondern schlicht an keinem Interesse daran.
Es hat auch nichts mit Scham zu tun, dass wir bei unseren Gartenparties Bikini/Badehose von allen verlangen, wenn Pool/Whirlpool genutzt werden, obwohl wir es im innersten Kreis mit Familie/besten Freunden nicht tun, denn es geht um die Wahrung der Privatsphäre aller, die dann anwesend sind und deren individuelles Schamgefühl wir nicht übergehen wollen und dürfen.
Wie jeder Mensch individuell geprägt ist, das gilt es zu akzeptieren und zu tolerieren und ob man weniger oder mehr schambehaftet ist, das kann sich auch immer verändern und verschieben, spätestens ab dem Zeitpunkt ab dem man eigenverantwortlich für sich das Leben gestaltet. Nur, weil es im Elternhaus nicht frei war, heißt das nicht, dass man es weiterhin so empfinden muss, wenn man dann selbstständig lebt.
********2212 Mann
1.573 Beiträge
Für mich gibt es keinen triftigen Grund, darauf zu verzichten. Für mich hat es aber wenig mit Scham zu tun, wenn man nicht offen über das Thema Masturbation spricht, sondern halte es für völlig normal. Ich habe noch nie im Familien-Kreis, Bekannten oder selbst engsten Freunden/innen über Selbstbefriedigung gesprochen. Dafür ist das Thema viel zu intim und geht auch niemanden was an. Für mich ist und bleibt es ein Tabu, ausgenommen natürlich in einer Partnerschaft.
******ght Frau
2.362 Beiträge
Erst gestern habe ich einen sehr interessanten Artikel über Scham gelesen, weil ich mich gerade auch intensiv mit dem Thema Scham an sich beschäftige, da es mich tatsächlich auf vielen Ebenen blockiert.
Damit verbunden sind viele Glaubenssätze, die ich von kleinauf gehört habe (darum soll es aber gerade gar nicht gehen).
Der Autor unterscheidet Scham in "rote" und "weiße" Scham.
Rot, weil es mit erröten zu tun hat. Diese Scham ist quasi die "gesunde/normale" Scham. Die hat jeder Mensch, mehr oder weniger ausgeprägt, in verschiedenen Situationen.
Die weiße Scham geht tiefer, er beschreibt als Scham, die lähmt, die ergbleichen, erstarren lässt, die hindert und blockiert.
Diese weiße Scham ist in seiner Aussage die Grundlage für toxische Scham.

Ich finde das Thema sehr spannend (nicht nur im sexuellen Kontext, aber hier häuft sie sich doch sehr) und ich persönlich versuche so oft es geht an diesen Schamgrenzen zu rütteln.
Eine Bekannte meinte mal so schön zu mir "Scham ist eine Blume, an der gerochen werden will" und ich bin überzeugt, wenn man sich dem Thema stellt, in welcher Form auch immer, dann kann man damit durchaus auch diese Grenzen verschieben. Langsam und mit Bedacht, nicht mit hauruck und drüber.

Sich zu schämen finde ich grundsätzlich nicht schlimm und es ist auch natürlich. Die Scham verhindert, dass man gewisse Grenzen einfach leichtfertig übertritt. Aber sie kann auch blockieren und hindern - im dümmsten Fall tiefe Verästelungen auf diversen Ebenen auslösen (toxische Scham).
Die Frage ist nur, wie weit lässt man sich von seiner Scham beeinflussen und wie kommt man darüber.

Ich halte einen offenen und vorurteilsfreien Umgang damit nicht unbedingt als "alltäglich" (leider), aber essentiell notwendig! Deshalb finde ich es wichtig, mich über Themen, die mit Scham beladen sind und die für mich schwer sind, darüber zu sprechen, mit Menschen zu teilen, wo ich weiß, dort werde ich angenommen und dort brauche ich mich nicht verstecken.
Würde ich mich öffnen und es kämen Aussagen wie "was stimmt denn mit dir nicht" "das/du bist ja nicht normal" untermauern die Scham, die man eigentlich loswerden möchte.

Und ja, Scham möchte immer gesehen werden. Warum schämst du dich dafür? Wenn du dem roten Faden folgst, dann landest du (höchstwahrscheinlich) bei irgendeinem Glaubenssatz, der dir irgendwann mitgegeben wurde, weil man "das ja so nicht macht".
Ein Klassiker, den ich von Männern schon öfter gehört habe "masturbiere nicht, sonst wirst du blind". Wenn du solche Sätze als Kind hörst, dann glaubst du das natürlich! Wenn man es dann im heranwachsenden Alter nicht schafft, diesen Glaubenssatz zu überprüfen und neu zu überschreiben, weil man merkt, man ist nicht blind geworden, egal wie oft man masturbiert hat, dann kann das tatsächlich toxische Auswirkungen haben, nicht nur auf das Selbstverständnis von Masturbation, sondern umfassend die ganze Sexualität beeinträchtigen.
*********nster Frau
373 Beiträge
Hab jetzt den Rest nicht gelesen.

Ich hab mich früher auch zu sehr geschämt um überhaupt masturbieren zu können. Das war auch kein Thema über das gesprochen wurde. Ich konnte ja nicht mal nackt sein.
Ich fand es nie schlimm, wenn andere das gemacht haben. Aber ich?

In einem anderen Thread schrieb ich dazu:

Ich weiß nicht woran genau es lag, aber irgendwie wurde mir in jungen Jahren auch vermittelt, dass Masturabtion nicht in Ordnung ist. Entsprechend habe ich mich auch ewig nicht erforscht. Ich konnte nicht. Das schlechte Gewissen war so groß, dass es nicht ging.
Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Kumpel. Wir waren beide 18 und ich vertraute ihm an, dass ich nicht masturbieren kann. Das hat ihn ziemlich erstaunt. Für ihn war das etwas ganz normales. Er empfahl mir damals mir ein schönes Bad einzulassen und mich zu entspannen. Hat damals nicht funktioniert, aber heute beherzige ich diesen Tipp sehr gern.

In der ersten "Beziehung" mit fast 19 gab es dann Sex. Und das war theoretisch in Ordnung. Was ich eigentlich gesucht hatte war Liebe und Geborgenheit. Beides bekam ich da nicht.
Von diesem Partner kam die Aussage man masturbiere nicht, wenn man in einer Beziehung ist. Man könne ja schließlich Sex haben.
Also habe ich mich auch da nicht selbst erforscht, sondern nur erforschen lassen.

Dieses Gespräch mit dem Kumpel war das erste Gespräch, dass ich je über Masturbation geführt hatte.
Es musste dann noch viel Zeit vergehen, bis ich das Thema aktiv für mich angegangen bin und mich von dieser wirklich unnötigen Scham (größtenteils) befreit habe.
Ich hatte übrigens auch letztes Jahr ein sehr gutes Gespräch mit meiner besten Freundin über das Thema. Dabei ging es nicht um Techniken, aber eben um diese Scham und warum die total unnötig ist.
Mit meiner Familie würd ich da aber auch nicht drüber reden.

Ich finde Austausch mit den richtigen Leuten, in der richtigen Situation, sehr hilfreich.
*******_man Mann
10.231 Beiträge
Zitat von *****rMe:
Wer schon Telefongespräche über Scheidenpilz und Erektionsprobleme im Bus mit anhören musste
... der wünscht sich die Zeit zurück, wo "ich rufe dich von unterwegs an" die Nutzung der Telefonzelle meinte. Und da kam niemand auf die Idee solche Themen zu besprechen.
Tausch dich mit der Community zu heißen Themen aus oder starte selbst eine Diskussion.
Jetzt kostenlos anmelden