Mehr brandheiße Inhalte
zur Gruppe
Spaß in der Sauna
31189 Mitglieder
zur Gruppe
Parkplatztreffs
10662 Mitglieder
zum Thema
Welche Rolle spielte euer Umfeld für euer Körperbild?57
Mich beschäftigt schon länger die Frage, wie andere Menschen gelernt…
zum Thema
Wie beeinflusst Pornografie eure Sexualität?82
Neues aus Absurdistan: Der Death Grip - Kommst du schon oder würgst…
Ich hatte Sex mit Micaela Schäfer!
Das Thema ist für dich interessant? Jetzt JOYclub entdecken

Warum ich mich immer noch für Masturbation schäme

*****rMe Frau
1.240 Beiträge
Zitat von *******_man:
@*******olf

Es fängt doch gleich zu Hause an. Wenn ich schreibe, dass ich nicht verstehe, warum Eltern nur Sex haben, wenn die Kinder oder sie selbst außer Haus sind, werde ich schief angesehen.

Warum dürfen Kinder nicht in Haushalten aufwachsen, wo die Eltern bekanntermaßen Sex miteinander haben, hinter verschlossener Tür, wohlgemerkt?
Warum dürfen Kinder nicht mitbekommen, dass die Eltern Sex haben? Sie sollen es nicht hören, aber selbstverständlich beim Einschlafen mit dem Ton aus dem Actionfilm der Eltern klarkommen? Das passt für mich nicht.

Kinder lieben es, wenn sie wissen, dass die Eltern sich lieben. Das gibt ihnen Sicherheit im Familienkonstrukt.

Und der Sex der Eltern ist wesentlich normaler als Autos auf der Straße oder Flugzeuge am Himmel. Und die Geräusche hinter verschlossener Tür "sind einfach welche, die Erwachsene machen, wenn sie kuscheln und sich ganz lieb haben. Machst du auch mal später. Aber da möchte man nicht gestört werden und deshalb ist die Tür dann zu." Damit ist das Kind längst zufrieden, es will es nur einsortieren.

Später mag der Sex der Eltern den Kindern peinlich sein. Na, und? Das gehört dazu.

Das sehe ich anders. Ich finde zwar einen offenen Umgang mit Sexualität wichtig, aber eben auf einer sachlichen Ebene. Im Sinne von man bringt seinen Kindern bei, was es ist, dass es normal ist usw. Man könnte ihnen aber auch beibringen, dass es etwas privates, intimes ist. Denn das Sexleben der Eltern wirklich mitzubekommen kann die Entwicklung der Sexualität der Kinder definitiv auch negativ beeinflussen. Zudem respektiert man damit nicht die Grenzen der eigenen Kinder, die diese auch schon sehr früh haben, aber ggf. nicht kommunizieren können.
Die Entwicklung der Sexualität ist etwas, das Kinder und Jugendliche in der Regel unabhängig von ihren Eltern erfahren wollen. Deswegen würde ich da niemals weitergehen als aufklären, Gespräche anbieten und es nicht zu einem Tabu Thema machen.
*******_man Mann
10.231 Beiträge
@*****rMe

Wenn ich den Kindern zwar sage, dass es das gibt, aber sie feststellen, dass die Eltern es nicht leben, weil sie, die Kinder, nie etwas davon mitbekommen, während sie sonst alles mitbekommen, was sagt ihnen das dann? Das gibt es, aber wir machen das nicht? Warum?

Man muss ja keinen Dirty Talk lauthals durch die Wohnung rufen und kann vielleicht beim Orgasmus sich etwas leiser darstellen, aber, wenn Kinder lernen, dass es Stöhnen nur beim Wimbledon-Match gibt, ist es auch falsch, weil es kein korrektes Bild des Lebens aufzeigt.

Mir leuchtet nicht ein, warum man sich den eigenen Kindern gegenüber verstellen soll. Sie bekommen mit, wenn man in der Nase bohrt, wenn es auf der Toilette ungewollte Geräusche gibt, wenn die Eltern sich heftig streiten... Das ist alles völlig normal. Aber beim liebevollen Sex soll ein weißer Fleck bleiben?

(Nicht falsch verstehen, ich rede weiterhin nicht davon, dass sie es sehen sollen. Sie sollen aber wissen, dass er stattfindet und sie dürfen es auch mitbekommen.)

Die Grenzen der Kinder... Man lebt zusammen. Da bekommt man mehr vom anderen mit, als wenn jeder alleine wohnen würde. Ganz normal. Wenn man während des Studiums in einer WG wohnt, bekommt man auch mit, wenn der Zimmernachbar Sex hat.

Wenn die Eltern rauchen, gibt es auch keinen Anspruch darauf, dass das Kind da rausgehalten wird. Leider. Sex ist aber normaler als Rauchen.

Inwieweit kann das mitbekommen von Sex im verschlossenen Schlafzimmer der Eltern sich negativ auf die Kinder auswirken? Und warum soll es nicht negativ sein, ihnen einen Teil der normalen Partnerschaft als nicht existent vorzugaukeln, indem man es verbirgt? Sind sexlose Eltern ein erstrebenswertes Vorbild?
*****rMe Frau
1.240 Beiträge
@*******_man Daher ja die Gespräche. Wenn Kinder wissen, dass Sex stattfindet, warum müssen sie es dann unbedingt noch miterleben? Weil sie es sonst nicht glauben? Ich denke man sollte sich zumindest mal versichern, dass das für die Kinder auch in Ordnung ist, denn für viele ist es das nicht. Übrigens auch heftiges streiten nicht.
Es kann Scham Gefühl definitiv noch verstärken. Und wie gesagt, wenn jemand dort eine Grenze hat, dann gilt es diese zu respektieren, egal ob derjenige minderjährig ist oder nicht.
*******_man Mann
10.231 Beiträge
Umgekehrt.

Sie MÜSSEN es natürlich nicht miterleben. Es soll ja keine akustische Vorführung sein.

Wenn die Eltern irgendwann Monate nach der Geburt wieder anfangen ganz normal Sex zu haben, wird das vom Kind irgendwann, wenn es die Antennen dafür hat, bemerkt und eingeordnet. Rückblickend kommt dann die Erkenntnis durch Abgleich mit dem Gedächtnis, ja, da war neulich schon was, kenne ich, keine Gefahr, alles gut.

Wie gesagt, es ist dann für das Kind so normal wie ein bollerndes Heizungsrohr im Altbau oder das Ping der Mikrowelle. Wie die sich schminkende Mutter, wo doch der Kajalstift weh tun muss, und der Alkohol beim Abendessen, den das Kind nicht trinken soll.

Problematisch wird es meiner Meinung nach nur, wenn man nach 10 Jahren keine Lust mehr auf das Versteckspiel hat und plötzlich mit heimischem Sex anfängt. Alles, was normal ist, ist im Universum des Kindes längst bekannt. Doch jetzt gibt es neue, unbekannte, nicht einzuordnende Geräusche aus dem Schlafzimmer. Das bringt Unsicherheit. Stöhnen kann als Jammern, aufeinandertreffende Körper als Schläge missverstanden werden, falls das Kind die Geräusche so mit den abgespeicherten Erinnerungen in Verbindung bringt. Und daraus kann Angst entstehen.

Weil es neu ist, weil es das das ganze Leben (soweit man sich dran erinnert) nicht gegeben hat.

Fliegt morgen ein Raumschiff durch die Straße, wo man früher nur Flugzeuge am Himmel gesehen hat, erzeugt das das gleiche: Unsicherheit und Angst. Aber ein Kind hat keine Angst vor einem Auto, obwohl es für das Kind in vielerlei Hinsicht gefährlich ist. Es kennt die Welt nicht ohne Auto. Das ist Teil seiner Welt und damit okay.
*****rMe Frau
1.240 Beiträge
Die Vergleiche mit Autos und Raumschiffen finde ich völlig verrückt. Auch dass Du damit ja allen Menschen, die unter der sexuellen Offenheit ihrer Eltern gelitten haben, die dadurch in ihrer eigenen Sexualität beeinträchtigt wurden, sagst, dass das eigentlich gar nicht sein kann, weil man das ja von Anfang an so gemacht hat und es dann doch hätte normal sein müssen.. Viele werden auch erst sehr viel später realisieren, was da passiert ist und dass ihre eigenen Grenzen durch ihre Eltern überschritten worden sind.
Man kann einem Kind auch beibringen, dass Gewalt und Missbrauch normal sind, wenn man damit nur früh genug anfängt, aber genau deswegen ist es ja auch an den Erwachsenen, sie zu schützen, bis sie für sich selbst einstehen können.

Aber das führt nun auch zu weit weg vom Thema.
Ist aber bei der Masturbation das gleiche. Man muss es nicht bei seinen Eltern mitbekommen, um zu verstehen, dass es etwas völlig natürliches ist. Das kann man ihnen auch auf anderem Wege beibringen.
*******_man Mann
10.231 Beiträge
@*****rMe

Ich kenne niemand, der darunter gelitten hat. Wir haben es auch anders gehandhabt und ich finde meine 30-jährige Tochter eher verklemmt. Die Mutter ist halt sexuell verschlossen und blockte alles Sexuelle in der Unterhaltung ab. Das ging so weit, dass sie sich darüber aufregte, wenn ein Kommissar im Tatort gezeigt wurde, wie er privat sein Liebesleben lebt. "Was hat das mit der Handlung zu tun, finde ich unmöglich", war ihre Haltung dazu.

Daher ist mein "Wissen" aus Erfahrungswerten da zugegebenermaßen sehr begrenzt. Nur finde ich unseren Weg auch als nicht optimal.

Ich kenne Eltern, die das wie von mir beschrieben gehandhabt haben und ihre Kinder sind sexuell offener. Was besser für das einzelne Kind ist: Keine Ahnung. Das will ich nicht bewerten.

Ich hörte hier aber auch schon Mitglieder, deren Kinder wissen, dass die Eltern in den Swingerclub gehen, sogar dass sie als junge Erwachsene mitgenommen wurden, dass Freunde zum Partnertausch kommen, egal ob die Kinder da sind, und es dürfte nichts seltenes sein, wenn Alleinerziehende ihre neuen Lover mit heim bringen. All das würde ich nicht gut finden, aber auch hier: Ich weiß nicht, was für das Kind schlecht ist.

Gewalt und Missbrauch ist ein ganz anderes Feld. Ich sprach absichtlich ganz deutlich von liebevollem partnerschaftlichem Sex. Kein SM, keine Dritten, kein Dirty Talk... So dass man "Kuscheln für Erwachsene" dem Kind verkaufen kann. Vor allem, wenn man hinterher fröhlich aus dem Schlafzimmer kommt und beim Kind nach dem Rechten sieht.
*********kend Paar
16.008 Beiträge
Zitat von *******_man:
Ich kenne niemand, der darunter gelitten hat. Wir haben es auch anders gehandhabt und ich finde meine 30-jährige Tochter eher verklemmt. Die Mutter ist halt sexuell verschlossen und blockte alles Sexuelle in der Unterhaltung ab. Das ging so weit, dass sie sich darüber aufregte, wenn ein Kommissar im Tatort gezeigt wurde, wie er privat sein Liebesleben lebt. "Was hat das mit der Handlung zu tun, finde ich unmöglich", war ihre Haltung dazu.

Dachte ich von meiner Tochter auch immer. Bis ich die Witzle gehört habe die sie mit ihrem Bruder teilt.
Ich schätze das unsere Kinder einfach nur keinen Bedarf darauf haben mit ihren Eltern Dinge zu teilen die sie doch lieber mit Gleichaltrigen teilen.

Und dazu kommt noch das jedes Kind anders ist. So wie wir Erwachsene unterschiedlich sind. Die einen extrovertiert und die anderen introvertiert. Ich finde es ist alles in Ordnung wenn unsere Kinder mit Fragen auf uns zukommen. Also genug Vertrauen vorhanden ist wenn sie uns fragen falls sie Probleme haben.

g/w
*****rMe Frau
1.240 Beiträge
Es reicht ja schon, dass man nicht wissen kann, wo jemand (auch das eigene Kind) seine Grenzen hat und ab wann Verhaltensweisen als unangenehm oder übergriffig empfunden werden. Deswegen bin ich grundsätzlich für einen rücksichtsvollen Umgang. Und ich finde das schließt eine offene Einstellung und eine Erziehung zu Offenheit gar nicht aus.
Ich weiß auch gar nicht, ob es unbedingt negativ ist, wenn jemand eher "verklemmt" ist. Es gibt viele, die es selbst nicht stört und die sich gar nicht in dem Ausmaß sexuell ausleben wollen, wie für viele hier im JC völlig normal ist.

Es gibt ja auch das Gegenteil von dieser starken Scham oder Verklemmtheit. Menschen, die in der Öffentlichkeit in einen Mülleimer wichsen, die im Gebüsch stehen und sich einen runterholen, wenn ich am Baggersee liege oder die mit ihrem Schwanz in der Hand auf mich zukommen und fragen, ob ich da mal helfen könnte. Das nur mal als Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung. Und da frage ich mich schon, ob diesen Menschen niemals beigebracht wurde, dass andere das als unangenehm bis übergriffig empfinden könnten.

Es wird also um den richtigen Mittelweg beim Umgang mit dem Thema Sexualität gehen.
*******_man Mann
10.231 Beiträge
Zitat von *****rMe:
Es wird also um den richtigen Mittelweg beim Umgang mit dem Thema Sexualität gehen.

Da sind wir uns immer einig. *hi5*
**********kness Paar
70 Beiträge
Vorsicht. Die folgenden Ausführungen können Spuren von womensplaining enthalten.
Ich frage mich, wie bei so vielen Themen, ob Männer im Hinblick auf ihre Sexualität nicht irgendwie ihre eigene Emanzipationsbewegung brauchen.
Für Frauen gibt es „Oh my god, yes“ und zahlreiche Angebote bei Insta und Co, bei denen offen über Masturbation etc gesprochen wird, ob das nun Marie Joan oder Paula Lambert ist…
Da ich nun weiblich bin, bin ich nun in einer entsprechenden Bubble und kenne entsprechende Angebote für eine männliche Zielgruppe nicht, da sind mir nur die „Jungsfragen“ bekannt. Gibt es entsprechende Angebote für Männer? Und falls nicht: warum nicht?
Und ist es unter Männern tatsächlich so, wie ich das als Frau empfinde, dass hier wenig sensibel untereinander über Sexualität gesprochen wird? Wenn ich so an Begriffe wie „sich einen runterholen/hobeln/von der Palme wedeln“ denke, macht das keinen besonders zärtlichen Eindruck, während weibliche Sexualität oft andere „gewortet“ wird. Die frühere Sprachlosigkeit für weibliche Sexualität erscheint mir als überwunden.
Frauen können mittlerweile, so mein Empfinden, recht frei über Lust/Unlust, Wechseljahre, Hormonzirkus, eigene Bedürfnisse etcetc. sprechen.


Zur Scham: Ich glaube fest an das, was in Rumis Gasthaus geschrieben steht: Alle Gäste (Emotionen) sind da, um uns zu führen. Man tut gut daran, sich mit ihnen an einen Tisch zu setzen und zuzuhören, was sie zu sagen haben.
Bei meiner Scham ist es manchmal wie bei meiner Angst. Eigentlich will sie mich schützen, aber wenn man sie unhinterfragt und immer wieder ans Steuer setzt, dann wird sie übermütig und entwickelt Chefallüren.
Die Frage ist also: Wovor schützt sie mich? Was genau sagt sie mir? Du schämst dich vor dir selbst? Warum genau? Welcher Glaubenssatz wird denn hier berührt?
(Zur Scham im Allgemeinen gibt’s btw. eine ganz fantastischen Podcastfolge von Hotel Matze)
Oft hilft das schon, genau hinzuhorchen, um sie auf ein gesünderes Maß zurückzuschrumpfen.

Scham im Hinblick auf Masturbation ist sicher wichtig und richtig, so lange sie davon abhält, öffentlich Hand anzulegen oder in unpassenden Kontexten zu viel von sich selbst zu verraten und damit anderen Leuten vor den Kopf zu stoßen und/oder sich selbst in seiner Offenheit verletzlich in Kontexten machen, die kein geschützter Raum sind.
Innerhalb einer Paarbeziehung und ggf. in vertrauten Gesprächen unter sehr guten Freunden halte ich Scham im Hinblick auf Masturbation für unangemessen.
In Partnerschaften, finde ich, ist total hilfreich, einander zuzuschauen oder darüber zu reden, z.B. welche Fantasien man hat, welches Tempo, welchen Druck, welche Bewegungen man mag.
Und generell halt ich es mit Tabaluga aus Peter Maffays gleichnamigen Musical:
„Denn wer sich selbst nicht liebt, der kann auch keinen anderen lieben. Dem bleibt nur die Traurigkeit.“
*****lyn Mann
423 Beiträge
Themenersteller 
@**********kness ja es ist schon so, dass wir Männer untereinander nur in dieser rohen Sprache über Sexualität reden, reden können. Ich pauschalisiere natürlich, aber zumindest in meiner Generation gilt das noch ziemlich flächendeckend.

Gefühle können uns nur führen, wenn wir sie zulassen. Gerade wieder wir Männer drücken sie aber gerne ganz schnell weg, vor allem unangenehme Gefühle. Ich selber habe Schamgefühle so schnell und weit von mir weg gewiesen, dass ich diese Reaktion mit dem ursprünglichen Gefühl verwechselt habe. Der von dir angesprochene Hotel Matze Podcast, den ich auch großartig fand, hat mich dazu gebracht mich damit auseinanderzusetzen und damit das angestoßen was zu diesem Thread geführt hat.
****ot2 Mann
13.064 Beiträge
Zitat von ****ot2:
Ich habe mich nie geschämt, ganz im Gegenteil.
Aber jetzt kommt auch ein Outing.
Für das ich mit etwas schäme.
Ich war schon 16 als ich rausgefunden habe, wie Selbstbefriedigung geht.

Noch eine der peinlichsten Situationen in meinem Leben:
Ich, 17, wichste allein in der Kabine der Badeanstalt. Als ich aus das Kabine kam, stand da der Bademeister und meinte freundlich "Na, war's gut?" Hab' ich früher auch mal gemacht, da war ich noch etwas jünger als du".
Ich wäre am liebsten im Boden versunken und im Erdboden verschwunden, obwohl der Bademeister es ja eingentlich nett meinte und mich nicht beschimpfte.
*********Wien Frau
3.922 Beiträge
Ich bin als Kind so aufgewachsen, dass Sexualität normal und gesund ist, aber Privatsache. Über Masturbation wurde im Elternhaus zwar nicht gesprochen, eher toleriert nach dem unausgesprochenen Motto:
mach, was du willst, aber nerve uns nicht mit einem für eine Stunde verschlossenen Badezimmer und bitte sei dabei leise.
Es war immer wichtig, Unbeteiligte und Desinteressierte mit sexuellen Bedürfnissen nicht zu belästigen oder zu involvieren, Diskretion und Rücksichtnahme war die Devise.
Vielleicht bin ich deswegen so genervt von denjenigen, die ihren Kick daraus ziehen, beim Sex, egal ob alleine oder zu zweit, erwischt zu werden. Für mich ist das nicht geil, sondern einfach nur Rücksichtslos.
Scham zu empfinden, weil ich masturbiere, kenne ich nicht, es wäre mir nur unangenehm, wenn ich andere damit in eine für sie peinliche Situation bringe.
****gy Mann
40 Beiträge
Im Pornokino bleibt die Hose schon lange nicht mehr an Ort und Stelle. Reine Übungssache. Die Pornodarsteller auf der Leinwand sind ja auch nackt und zeigen alles, und können das Rubbeln nicht sein lassen.

Im Mehrbettzimmer eines Hotels oder eines Krankenhauses ... oh je, da spuckt bei mir dann doch zu viel vom StGB im Kopf herum. Aber man könnte doch zumindest einmal nachfragen, ob Solo-Sex erlaubt ist.
*****r59 Mann
343 Beiträge
Mein Vater hat mich mit 13 mal erwischt, abends im Bett beim Gute Nacht sagen, er schaute nur kurz auf meinen Ständer, grunzte nur, daß er er sich auch Sorgen gemacht hätte, wenn ich nicht irgendwann damit angefangen hätte, und verließ mein Zimmer wieder mit dem Hinweis, das nicht im Beisein meiner jüngeren Geschwister zu tun. Das wars dann mit der Scham, ich hab nie wieder einen roten Kopf bekommen , auch weil meine Großmutter später dazu bemerkte, ich würde kein Mann werden können,
wenn ich meinen Körper und meine Wünsche nicht kenne. *zwinker*
*********hung Mann
43 Beiträge
Musste gerade an ein Lied aus meiner Jugend denken, lang ists her.
"Oba olle samma wixa" von Hans Söllner, ca. 1990.
Weniger ein Manifest der Selbstliebe, sondern Politikkritik.
2 herrliche Liedzeilen daraus will ich dem Forum dennoch nicht vorenthalten:
"Oba olle samma wixa, und a jeda woass wia's geht"
"Mir wixn bis ma hin san, macht nix, is ja sche' "
*******ind Mann
44 Beiträge
Hmmm,… zu dem Aspekt „Mit anderen darüber reden,…“ Naja, es ist eben ein privates Thema bzw. ein privater Vorgang. Sonst würdest du ja auch deine Patentante und deinen Kieferorthopäden zur nächsten Session einladen 😅

Zur Sache selbst: Scham fürs Masturbieren kann ich in dem Sinne nur in einer Konstellation nachvollziehen: wenn man als Mann mit einer Frau zusammenlebt und als Mann masturbiert.

Da ist Scham vielleicht der falsche Begriff, aber wenn ich gerade einen riesigen Orgasmus hatte und Sterne sehe, dann wäre es doof, wenn mir meine Frau 3 Min. später zuzwinkert,… dann würde ich mich iwie schlecht fühlen sagen zu müssen „Ich hab keine Patronen mehr. Bitte in 90 Minuten nochmal fragen“ 😅
***ar Mann
215 Beiträge
warum sollte mann sich dafür schämen das ist doch was ganz nomals und es hält sogar gesund wenn mann es sich oft selber macht wenn mann keine hat die es ein macht muss mann es leider selber machen
*****lyn Mann
423 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******ejoy:
Hmmm,… zu dem Aspekt „Mit anderen darüber reden,…“ Naja, es ist eben ein privates Thema bzw. ein privater Vorgang. Sonst würdest du ja auch deine Patentante und deinen Kieferorthopäden zur nächsten Session einladen
Na du, da ist ja noch ein riesen Schritt dazwischen. Da sind halt viele Farbschattierungen. Wie es üblich ist in allem möglichen Alltagsunterhaltungen spricht man in unterschiedlicher Tiefe mit unterschiedlichen Menschen über ein Thema. Hier, beim Masturbieren, herrscht immer noch allgemeines Ver-Schweigen. Die hier schon von vielen geäußerte Meinung, man tut es halt nicht, weil man es nicht tut, weil es ein unangenehmes Thema ist, halte ich für zu kurz gedacht. Warum ist es denn unangenehm? Meine Meinung: da ist viel Scham auf beiden Seiten, Sender und Empfänger. Und dann flieht man vor dem unangenehmen Gefühl und behauptet, keine Scham zu empfinden aber halt einfach nicht drüber zu reden. Blendet für mich den wesentlichen Punkt aus.

Zitat von *******ejoy:
Zur Sache selbst: Scham fürs Masturbieren kann ich in dem Sinne nur in einer Konstellation nachvollziehen: wenn man als Mann mit einer Frau zusammenlebt und als Mann masturbiert.
Da sehe ich jetzt nun wieder kein Problem. Wenn das Masturbieren an sich kein Grund zum schämen ist, dann ist es in dem von dir beschriebenen Fall halt "dumm gelaufen"
*ggg*
*****ard Frau
4.265 Beiträge
Masturbation ist das Menschlichste was ich kenne, ein natürliches Bedürfnis wo sich niemand für schämen muss, ich habe viele Jahre Swingen hinter mir und auch im reiferen Alter masturbiere ich immer noch gerne und lustvoll, wenn mir danach ist...warum auch nicht.
*******984 Frau
7 Beiträge
Mir geht es auch so. Ich habe extreme Hemmungen was Selbstbefriedigung angeht. Ich denke es liegt stark an früher. Bei uns zu Hause waren Sex, Lust gerade in Bezug auf Frauen ein absolutes Tabuthema. Als ob es das gar nicht geben würde oder - wenn doch - dann wäre es absolut falsch.
*******beth Frau
1.149 Beiträge
@*****lyn
Warum ist es unangenehm?

Ich spekuliere mal:

Weil ich die Grenzen meines Gegenübers nicht genau kenne.
Weil ich nicht abschätzen kann, ob mein Gegenüber meine Aussage, oder meine Person ins lächerliche zieht oder sonstwie nieder macht.
Weil ich gelernt habe, dass Gespräche über Masturbation sozial unangemessen sind.
Weil ich festgestellt habe, dass Männer (nicht alle!) ein Gespräch über Masturbation sehr schnell als Anlass für grenzüberschreitende Anmache nehmen.
Weil ich befürchten muss, dass meine intimen Details weiter getratscht werden.
Weil ich festgestellt habe, dass Frauen (nicht alle!) beschämt und sehr gehemmt reagieren, wenn das Thema Masturbation angeschnitten wird.

Es gibt bestimmt noch mehr Gründe.
*********Wien Frau
3.922 Beiträge
Zu diesem Thema wäre ein typisches Gespräch unter meinen Freunden:
"Bevor ich mir einen Ons antue, mach ich es mir lieber selber. Weniger Aufwand, kein Gesundheitrisiko."
Damit ist alles gesagt. Da gibt es keine Hemmung, keine Peinlichkeit, das ist lösungsorientiertes Verhalten für ein normales Bedürfnis.
*****ard Frau
4.265 Beiträge
Absolut auf dem Punkt gebracht *top*
*****lyn Mann
423 Beiträge
Themenersteller 
@*******beth Es sind für mich vor allem diese beiden der von dir genannten Punkte:
Zitat von *******beth:

Warum ist es unangenehm?

Weil ich nicht abschätzen kann, ob mein Gegenüber meine Aussage, oder meine Person ins lächerliche zieht oder sonstwie nieder macht.
Weil ich gelernt habe, dass Gespräche über Masturbation sozial unangemessen sind.
Das paradoxe an der Thematik ist, finde ich, dass man davon ausgehen dass Masturbation in dem Sinn normal ist, dass es die allermeisten tun, wenn man aber über die eigene spricht bietet man sogleich eine Angriffsfläche für Spott und Schlimmeres, und das wird von manchen Leuten nur zu gerne ausgenutzt. Die soziale Unangemessenheit ist wohl mehr der Vermeidung solcher Situationen geschuldet als der vermeintlichen Tatsache dass das Thema an sich "pfui" ist.
Tausch dich mit der Community zu heißen Themen aus oder starte selbst eine Diskussion.
Jetzt kostenlos anmelden