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Erfahrungen mit Poly/Open Beziehung nach langjähriger F+

*******i_79 Frau
4 Beiträge
Themenersteller 
Erfahrungen mit Poly/Open Beziehung nach langjähriger F+
Ich würde gerne Erfahrungen von Menschen hören, die in einer offenen Freundschaft Plus, offenen Beziehung oder einer ähnlichen Konstellation leben.

Vor fast sechs Jahren habe ich einen Mann wiedergetroffen. Er hatte sich kurz zuvor nach einer langen Beziehung getrennt. Zwischen uns entstand zunächst eine Verbindung auf sexueller Ebene. Von Anfang an war klar, dass er keine feste Beziehung möchte und grundsätzlich offen für andere Kontakte ist.

Im Laufe der Zeit hat sich unser Miteinander aber deutlich verändert und ist sehr alltagsnah geworden. Wir verbringen viel Zeit miteinander, fahren gemeinsam in Urlaub, ich habe Kontakt zu seiner Familie und bin ein fester Bestandteil seines Lebens geworden. Ein wichtiger Punkt ist vielleicht auch, dass ich überwiegend bei ihm lebe und dort einen großen Teil meines Alltags verbringe. Dadurch fühlt sich unsere Verbindung für mich vermutlich enger an als eine klassische Freundschaft Plus. Wir küssen uns nicht im Sinne einer romantischen Beziehung, da er sagt, dass er nicht verliebt ist.

Trotzdem empfinde ich wahrscheinlich mehr als reine Freundschaft und habe mich in dieser Konstellation emotional stärker eingebunden, als es ursprünglich geplant war. Ich hatte außerdem immer angenommen, dass er, wenn er weitere Kontakte eingeht, eher andere sexuelle Abenteuer sucht – nicht eine Person, mit der er eine ähnlich enge Alltags- und Lebensnähe entwickelt wie mit mir.

Nun hat er eine neue Frau kennengelernt. Nach mehreren Treffen möchte er den Kontakt weiter vertiefen. Gleichzeitig sagt er, dass er unsere Verbindung genauso weiterführen möchte. Er hofft, dass beides parallel funktionieren kann und meint, wir müssten viel kommunizieren und gemeinsam Regeln finden.

Obwohl ich immer wusste, dass dieser Fall irgendwann eintreten könnte, merke ich jetzt, wie schwer mir die Situation fällt. Besonders seit es konkret geworden ist, grüble ich viel und fühle mich emotional belastet.

Mich würde interessieren:

• Wer hat Erfahrungen mit einer langjährigen Freundschaft Plus, in der später weitere Personen dazukamen?
• Was hat euch geholfen, mit Eifersucht oder Verlustängsten umzugehen?
• Welche Regeln haben sich bewährt?
• Woran habt ihr gemerkt, ob eine solche Konstellation für euch funktioniert oder nicht?

Ich freue mich über ehrliche Erfahrungsberichte.
********isch Frau
741 Beiträge
Du liebst ihn, er dich nicht.
Damit ist irgendwie alles gesagt.
*********e0702 Paar
108 Beiträge
Voll schön zu lesen, wie reflektiert du deine Gefühle und Gedanken wahrnimmst und beschreibst. Dir ist ganz bewusst, was es in dir macht und auslöst und ich finde deine Beschreibung erstmal sehr nachvollziehbar.
Mein erster Gedanke war, dass dieser Freund+/Partner/Weggefährte wahrscheinlich Schwierigkeiten oder Ängste mit bringt sich zu binden, keine Ahnung was in seiner vorherigen Beziehung oder im Leben zuvor so lief aber ich kenne viele Menschen, die Angst vor Bindung haben. Ist in der jetzigen Zeit nicht selten.
Ihr verbringt viel Alltag miteinander, d.h. Du bist für ihn definitiv mehr als eine platonische Freundin aber gleichzeitig hält er sich alle Optionen offen, was ich - offen kommuniziert - fair finde aber persönlich betrachtet als schwierig erachte. Meistens "verliebt" sich in solchen Konstellationen ein Teil oder wünscht sich irgendwann eigentlich mehr und dann wird es kompliziert...

Ich denke das einzige, was du tun kannst, ist
1. Überlegen, ob du ihn teilen kannst/willst
2. Mit ihm diese Gedanken und Ängste teilen und schauen, wie er dazu steht.

Finde den Pauschalsatz des vorherigen Beitrags übrigens sehr unsensibel und urteilend. Ohne mehr Informationen zu euch beiden würde ich das niemals so bestätigen.

LG 🙏🏼❤️
******akt Mann
854 Beiträge
Zitat von ********dini:
Woran habt ihr gemerkt, ob eine solche Konstellation für euch funktioniert oder nicht?

Bei mir hat nur funktioniert, wenn von Anfang an klar war, dass es offen ist. Also wenn keiner von beiden erwartet hat, dass der andere nur mit ihm etwas hat.

Das muss aber nicht nur ausgesprochen sein. Man muss es auch wirklich so fühlen können. Für mich war wichtig, dass andere Kontakte erlaubt sind, ohne dass es sich direkt wie Betrug oder ein Vertrauensbruch anfühlt.

Gleichzeitig finde ich wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Wenn einer eigentlich mehr Nähe, Sicherheit oder eine feste Rolle möchte, kann so eine offene Sache schnell wehtun. Besonders dann, wenn plötzlich jemand Neues dazukommt, der nicht nur sexuell interessant ist, sondern auch emotional oder im Alltag wichtiger wird.
********isch Frau
741 Beiträge
Zitat von *********e0702:
Finde den Pauschalsatz des vorherigen Beitrags übrigens sehr unsensibel und urteilend. Ohne mehr Informationen zu euch beiden würde ich das niemals so bestätigen.

Da war alles an Info drin.
Menschen in solchen Konstellationen hoffen dass ihr Liebe für beide reicht. Tut es aber nicht.
Man wird nicht zurückgeliebt wenn man nur lang genug jeden Schmerz und jede Verletzung aushält.
Die TE hat jemanden verdient der ihre Zuneigung erwidern kann. Jeder Mensch hat das.
Das was die TE beschreibt ist Schmerz pur.
**********mHaus Frau
405 Beiträge
Liegt die Krux vielleicht darin, dass lediglich du liebe TE Gefühle hast die über Freundschaft hinaus gehen? Wie ginge es dir wenn er deine Gefühle erwiedern würde und du dir seiner Liebe sicher sein könntest?
Ich lese heraus, dass er weiß was du für ihn empfindest? Hattest du immer die Hoffnung dass es sich noch anders entwickelt?
Es ist auf jeden Fall gut, dass er mit offenen Karten spielt und dir gesagt hat, dass es da eine andere Frau gibt.
Ist die Frage was passiert wenn er sich in diese verlieben sollte.

Werd dir im klaren darüber ob du mit einem Mann zusammen sein kannst, der zwar deine Gefühle nicht erwiedert, der sich aber in die andere Frau verlieben könnte, je nachdem wie eng es wird. Und weiß die andere Frau auch von dir?
*********ss75 Frau
643 Beiträge
Willkommen in meiner Welt schmunzel
Zuallererst: Das kann sehr gut gehen. Also positiv denken.
Ich glaube, ihr habt eine sehr gute Basis, da dein Partner von Anfang an offen und ehrlich war. Das ist meiner Ansicht nach schonmal das Zentrum der ganzen Angelegenheit.
Er kommt aus einer langjährigen Beziehung, in der er offensichtlich keine allzu guten Erfahrungen gemacht hat - und möchte das nicht mit dir wiederholen. Mehr würde ich persönlich da nicht hinein interpretieren. Er hat von Anfang an die Regeln für euch beide vorgegeben, die hast du akzeptiert. Dadurch, dass diese offene Kiste noch nicht real war, ändert sich vom Prinzip her jetzt nichts. Akzeptiere es weiterhin, oder geh, wenn du merkst, es tut dir nicht gut. Das ist etwas, was du tatsächlich mit dir selbst ausmachen musst. Natürlich kann man mit dem Partner darüber reden, wie man sich fühlt, aber er hat ja von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Daraus kann man ihm jetzt keinen Vorwurf machen, dass er weiterhin ehrlich ist und nichts hinter deinem Rücken anfangen möchte.
Bei uns kamen immer mal Neue hinzu, jedoch haben wir eine andere Ausgangslage - mein Mann und ich sind das Zentrum, der ruhende, eifersuchtsfreie Teil in unserem "Konglomerat".
Ich kann aber aus den Gesprächen mit unseren "Satelliten" plaudern: ja, es gibt Eifersucht. Nein, diese wird nicht großartig mit uns als Kern angesprochen, das ist etwas, womit alle mehr oder minder selbst klarkommen müssen. Wir dulden das nicht.
Woran merkt man, dass es funktioniert? Der Partner wird entspannter, hat wieder mehr Kraft und Lust auf das bisherige Miteinander. Man bekommt von außen Dinge und Reize, die man in der bisherigen Beziehung nicht so oder gar nicht bekommt. Das nimmt sehr viel Druck raus und lockert tatsächlich alles sehr auf, die eigene Beziehung wird intensiver.
Was hilft, mit eigener Eifersucht besser umzugehen? Fucking überhaupt nichts. Ausprobieren, reden, reden, reden. Im Idealfall hast du jemanden an deiner Seite, der dich verstehen kann, auch wenn er die Regeln vorab definiert hat. Für mich klingt das aber, als könntest du prinzipiell keinerlei Ansprüche stellen oder Regeln mitgestalten. Das würde ich vielleicht mal wenigstens vorsichtig hinterfragen. Kann sein, dass er sich auf keinerlei Diskussion einlässt, dann weißt du aber zumindest, wie dein Stand bei ihm ist. Probier es aus, hör in dich rein und versuche die Eifersucht erstmal von ihm wegzuhalten. Sie ist unangebrachtes Besitzdenken in einer offenen Beziehung.
Vielleicht könnt ihr euch aber auch gemeinsam rantasten. Mal anfangen mit: Die Frau kennenlernen. Vielleicht ist sie ja deine zukünftige beste Freundin? Bleib offen und vorurteilsfrei. Schau dir alles an, aber lass dir nicht alles erzählen. Keine Frau will hören, was ihr Kerl im Detail letzte Nacht mit der anderen... Also mich zumindest interessiert es nicht.
Prinzipiell wirst du den Geist, der einmal aus der Flasche ist, nicht dorthin zurück stopfen können. Aber eventuell findest du hier wie wir eine entspannte "gönnen-können"-Atmosphäre, wo man sich einfach mit freut, wenn es dem anderen gut geht. Ich drück die Daumen. (Wie immer: Just my two cents *my2cents* )
*********rlin Paar
2.429 Beiträge
Ich kann das gut verstehen, ich bin auch lange einer Frau hinterhergelaufen, weil ich mehr Gefühle für sie hatte als umgekehrt. Die Gründe dafür sind erstmal egal. Irgendwann hatte ich es aber verstanden und den Kontakt abgebrochen. Es tat mir nicht gut und das hatte ich verstanden. Wenn es Dir nicht gut tut, lass es. Es wird nicht besser.
****ni Frau
878 Beiträge
Er hält dich warm. Wenn die andere anbeißt aber diese Konstellation nicht möchte, wer muss dann wohl gehen!
******_nw Mann
2.165 Beiträge
Wie schön dass bereits alles wesentliche in den Beiträgen gesagt wurde, sogar ohne moralische Belehrungen!
****73 Frau
84 Beiträge
Ich drücke dir fest die Daumen, dass es für euch klappen kann, 6 Jahre ist eine lange Zeit. Und ihr habt eine tiefe Verbindung, wenn du auch bei ihm lebst.
Bei mir hat es nicht geklappt, der Satz: er ist nicht verliebt in mich, aber in eine andere, hat mich leiden lassen und so habe ich das Thema
Freundschaft plus nach 1,5 Jahren beendet.
Heute haben wir eine sehr schöne platonische Freundschaft und das seit 4 Jahren und sehen uns sehr oft und genießen das beide sehr. Wir fahren auch weiterhin zusammen weg, allerdings mit zwei Einzelzimmern und das ist gut so.
**********rWolf Mann
300 Beiträge
Wer hat Erfahrungen mit einer langjährigen Freundschaft Plus, in der später weitere Personen dazukamen?
• Nicht nur später, die Beziehung ist poly gestartet und ist es bis heute.


• Was hat euch geholfen, mit Eifersucht oder Verlustängsten umzugehen?
-Ich habe einen Charakter entwickelt und festgestellt,dass 99% der Eifersucht meine eigene Unsicherheit und Schwäche ist. Das restliche Prozent ist gesunde Eifersucht und ein Ich- Problem

• Welche Regeln haben sich bewährt?
-200% offene Kommunikation.

• Woran habt ihr gemerkt, ob eine solche Konstellation für euch funktioniert oder nicht?
-Nach mehr als einem Jahrzehnt, würde ich sagen, läuft es doch ganz gut.
Wir haben uns hier kennengelernt und haben beide zur Zeit nicht den Kopf, für etwas festes.

Eifersucht fühle ich in diesem Stadium nicht. Ist es komisch, wenn er sich mit einer anderen Frau trifft? Ich bin schon neugierig, wie sie so ist und was sie gemacht haben, aber ich bin nicht eifersüchtig. Er genauso wenig. Wir reden viel über unsere Treffen / Erfahrungen.

Regeln? Offen darüber reden, wenn sich doch Gefühle entwickeln, die einem quer sitzen.

Bislang funktioniert es gut, aber wer weiß schon, ob die Zukunft nicht einen Mr. oder Mrs. Right vorbei schickt 😄
****nai Mann
322 Beiträge
Zitat von ********isch:
Du liebst ihn, er dich nicht. Damit ist irgendwie alles gesagt.
Ganz ähnlich hab ich das auch gedacht.
Dazu noch hierzu:
Zitat von ********dini:
Er hofft, dass beides parallel funktionieren kann und meint, wir müssten viel kommunizieren und gemeinsam Regeln finden.
Am Besten wäre es, Regeln wären einfach da und man müsste nicht erst mühsam danach suchen oder darum ringen. Ihr habt zu zweit schon Regeln, die zu einem emotionalen Ungleichgewicht geführt haben, in welchem er sich deutlich wohler fühlt als du. Jetzt möchte er weitere Regeln konstruieren, um das Leben mit einer weiteren Person nach seinen Vorstellungen gestalten zu können, wodurch deine eigenen Wünsche aber noch mehr in Schieflage geraten.

So jedenfalls klingt das, was du schreibst. Unter anderem hier:
Obwohl ich immer wusste, dass dieser Fall irgendwann eintreten könnte, merke ich jetzt, wie schwer mir die Situation fällt. Besonders seit es konkret geworden ist, grüble ich viel und fühle mich emotional belastet.

Wenn man es hinbekommt, dann sollte man sein Gefühl von seiner Lebensweise abkoppeln. Zu lieben bedeutet nicht automatisch, dass man mit der Person, die man liebt, unbedingt Sex haben oder eine Beziehung eingehen muss. Das Gefühl darf ohne gelebte Aktionen existieren. Dies insbesondere dann, wenn man feststellt, dass ein gemeinsames Leben nicht gut funktionieren würde oder zu viele Probleme mit sich brächte.

Ihr seid aber nun mal schon diesen Schritt gegangen. Es ist dann zwar schwieriger, diesen Schritt zurückzunehmen, aber unmöglich wäre es nicht. Ich denke aber, du wirst irgendwann erkennen, ob der Nutzen der Beziehung tatsächlich größer ist als die Probleme oder das Leid, das sie verursacht. Man entscheidet im Idealfall nach Abwägen aller Fürs und Widers einer Situation, ob man den Status Quo beibehalten will oder sich verändert.

Dass das Liebesgefühl bleibt, ist dabei nicht schlimm. Dass die Beziehung endet, aber auch nicht.

Viel Erfolg und alles Gute dafür.
****nai Mann
322 Beiträge
Zitat von **********mHaus:
Ich lese heraus, dass er weiß was du für ihn empfindest? Hattest du immer die Hoffnung dass es sich noch anders entwickelt? Es ist auf jeden Fall gut, dass er mit offenen Karten spielt und dir gesagt hat, dass es da eine andere Frau gibt.
Es mag als gut bewertet werden, dass er "mit offenen Karten spielt", aber ganz ehrlich: Wäre ich in seiner Situation, dann würde ich meiner "Frau A" diesen Schmerz ersparen - selbst dann, wenn ich sie nicht lieben würde. Es würde gar nicht zu der Situation kommen, dass ich "mit offenen Karten spielen" müsste, weil ich diese Situation so gar nicht zulassen würde.

Die Frage in der beschrieben Situation ist für mich lediglich noch die, ob ihm der Schmerz und die Sorgen seiner Freundin bereits deutlich bewusst sind. Wenn es schon vor Einbeziehen der dritten Person so einen Schiefstand gibt, dann kümmere ich mich ganz dringlichst um eine Klärung zu zweit, statt eine problematische Beziehung (auch eine F+ ist eine Art von Beziehung, auf die sich beide geeinigt und einlassen haben) noch problematischer werden zu lassen.
*****_Oo Frau
1.607 Beiträge
Wenn ich solche Konstellationen lese und Du auch schreibst, dass Du überwiegend bei ihm lebst und den Alltag mitgestaltest und er die Beziehung genauso weiterführen möchte, kommt mir sofort die Frage in den Sinn, wer da eigentlich den Löwenanteil vom Haushalt schmeißt.
Das ist jetzt kein Rat zur Gefühlswelt, sorry, sondern sehr pragmatisch gedacht.
Wenn er mich nicht liebt, dann wäre mir wichtig zu wissen, was es ist, was ihn hält.
**********chend Mann
255 Beiträge
Zitat von ********isch:
Zitat von *********e0702:
Finde den Pauschalsatz des vorherigen Beitrags übrigens sehr unsensibel und urteilend. Ohne mehr Informationen zu euch beiden würde ich das niemals so bestätigen.

Da war alles an Info drin.
Menschen in solchen Konstellationen hoffen dass ihr Liebe für beide reicht. Tut es aber nicht.
Man wird nicht zurückgeliebt wenn man nur lang genug jeden Schmerz und jede Verletzung aushält.
Die TE hat jemanden verdient der ihre Zuneigung erwidern kann. Jeder Mensch hat das.
Das was die TE beschreibt ist Schmerz pur.

Nein, es ist vor allem ein Unterton drin, der in mir das Gefühl verursacht, dass da vor allem eigene enttäuschte Erfahrung spricht.

TE: Es fühlt sich für mich nach einer sehr komplexen Sache an: Und die Informationen, die Du hier zu geben in der Lage und / oder Bereit bist, die wir hier lesen können, lassen noch ein sehr, sehr großes Spektrum zu.
Meiner Ansicht nach, sind erst einmal andere Fragen zu klären: Nämlich, warum er mit Dir zusammenlebt, ihm nicht egal ist, ob Du gehst, er aber sagt, daß er Dich nicht liebt.
Und warum Du bleibst, ohne geküsst zu werden.
Die Antworten darauf, denke ich, sind sehr komplex. Und ihr könnt vielleicht einen professionellen Berater*In dazunehmen. Mir hat damals eine Freundin geholfen, die Psychologin ist und mir auf endlos langen Spaziergängen und 24/7 per Whatsapp geholfen hat, mich zu ordnen. Meine Liebste hatte auch eine Psychologin.
Heute leben wir eine irre schöne, tiefe, erotische Beziehung.

Schaut mal... beide... denn ohne die Dicken Bretter zu bohren ist die Gefahr groß, daß, egal was Ihr daraus macht, es doch wirder nicht funktioniert.
********isch Frau
741 Beiträge
Zitat von **********chend:
Nein, es ist vor allem ein Unterton drin, der in mir das Gefühl verursacht, dass da vor allem eigene enttäuschte Erfahrung spricht.

Lebenserfahrung. Ich erkenne Muster, wenn ich sie sehe. (Ausser natürlich wenn ich selbst drinstecke. *lach* Da hab ich tonnenweise Tomaten auf den Augen. Das ist ja die Krux. Wenn man liebt, versucht man sich das Offensichtliche schönzureden)
Keine Beschreibung angegeben.
**********Clyve Paar
82 Beiträge
Wow wir fühlen gerade da sehr mit dir. Das ist keine einfache Situation. Man kann es nennen wie es will, aber ihr seid da ja auf eure Art und Weise ein gutes Stück über die Zeit zusammen gewachsen. Das er nicht von Liebe sprechen will kann sehr viele Gründe haben. Spontan hört es sich nach der Ferne etwas nach ablehnender Bindungsstil an. Da er dich aber so nah an sich ran gelassen hat, kann man es nennen wie man will. Es sind Gefühle im Spiel.

Die Situation vor die er dich stellt ist alles andere als einfach. Ein wenig klingt es so, als ob er dich vor die Wahl stellt: Zieh mit oder leider war es das. Aber da wollen wir mal nichts unterstellen. Wenn es in Richtung unsichere Bindung geht, würde ein Klammern erst recht zum Bruch führen. Aber das ist hier allles zu sehr aus der Ferne.

Wir selbst haben mittlerweile fast 2 Jahre Erfahrungen mit dem Modell offene Beziehung. Allerdings sind wir aus einer 20 jährigen Beziehung gestartet. Diese Erfahrung hat uns aber so geprägt, dass wir beschlossen haben das in Form eines Podcast zu dokumentieren. Leider werden dir da einige Folgen aber nicht weiterhelfen aufgrund der anderen Randbedingungen. Interessant könnte aber für dich das Interview mit Liane sein. Sie zeigt eindrucksvoll, wie man sich auch der Eifersucht stellen kann. Das funktioniert aber auch nur, wenn er bereit ist in deinem Tempo die Schritte zu machen.
*******und Mann
56 Beiträge
„Akzeptiere es weiterhin, oder geh, wenn du merkst, es tut dir nicht gut.“
So habe ich es gemacht. Es tat mir auch nicht mehr gut. Sie war wie ich verheiratet und wir taten uns in der gemeinsamen Zeit einfach nur super gut. Sie spach immer von Polyamorie, dass sie in diese Richtung gehen möchte. Für mich war sie eindeutig bindungsängstlich und das Hin-und-Her konnte und wollte ich dann irgendwann nicht mehr. Wenn einer/eine mehr in die Beziehung gibt, als der andere, dann kann das auf Dauer nucht gut gehen.
*******iene Frau
401 Beiträge
Ich bin eine 63 jährige Bi Granny und Amme . Auch bevorzuge ich Bi Männer - Bi Paare mit und ohne Kinder oder Paare wo ein Partner Bi ist mit oder ohne Kinder sowie Homosexuelle und Homosexuelle Paare mit und ohne Kinder mit Nest , denn ich bin nicht besuchbar . Bin kein Model und keine Modepuppe . Man kann sich mit mir ohne Frage auch bei Tageslicht sehen lassen . Ich bin junggeblieben und habe auch vor, es zu bleiben.

Ich bezeichne mich selbst als polyamor . Eine polyamore Beziehung beschreibt eine romantische Liebesbeziehung mit mehr als zwei Personen : Männer - Frauen - Paaren mit und ohne Kinder ( das selbe gilt für Homosexuelle - Lesben - Transgender und Nonbinary) Du fragst dich, wie das funktionieren kann? Ja es kann funktionieren , aber es gehören ein paar Spielregeln dazu.

Ich suche kein Abendteuer - ich mag es langfristig
Ich betrüge nicht - ich handle einvernehmlich
Ich lüge nicht - ich mache es transparent
Ich bin kein Freiwild - ich trage Verantwortung
Ich liebe tiefer als nur zum Spaß
Ich bin Poly - Ich lebe die Liebe

Die Werte einer polyamoren Beziehung sind Vertrauen - Ehrlichkeit - Offenheit - Gleichberechtigte Kommunikation - frei von Eifersucht - Respekt - Treue im Sinn von Verbindlichkeit - und Loyalität .

Alle beteiligten Partner egal ob Mann oder Frau haben dieselben Rechte und bekommen die gleichen Behandlungen.

Auch bin ich der Meinung das ein geteiltes Herz genauso lieben kann , wie ein Herz was nur einer Person gehört .

Denn mein Wunsch ist es ein Teil einer besonderen Gesellschaft zu sein .
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