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Weibliche Keuschheit

*******en1 Mann
9 Beiträge
Themenersteller 
Weibliche Keuschheit
• Welche Rolle spielt Keuschheit für euch im BDSM-Kontext?
• Geht es eher um Kontrolle, Hingabe, Machtgefälle, Vertrauen oder Spiel?
• Wie wird so eine Dynamik einvernehmlich abgesprochen?
• Wie erleben Frauen den Alltag mit Keuschheitsgürtel oder anderen Formen der Keuschhaltung?
• Wo liegen für euch Grenzen oder wichtige Absprachen?
 
Das Männer Keuschheitskäfige oder Keuschheitsgürtel tragen, wird hier oft erwähnt. Mich würde Interessieren ob es auch Frauen gibt die Keuschheitsgürtel tragen oder durch Piercings Keusch leben. Ob sie es selbst entschieden haben oder weil es der Partner oder die Partnerin wollte? Wie sie mit dem Keuschheitsgürtel den Alltag meistern und überhaupt wie es für sie ist mit dem Teil zu leben?
*****e13 Frau
178 Beiträge
Mein erster Herr stand sehr auf keuschhaltung. Aber ohne Gürtel, sondern einfach so. Das hat meine Libido total getötet. Spätestens nach einer Woche war jedes Verlangen nach Sex/orgasmus weg.

Dementsprechend: keine Spielart für mich
****T0Y Frau
140 Beiträge
Zitat von *****e13:
Aber ohne Gürtel, sondern einfach so.

Hier ebenfalls "einfach so". Anders als @*****e13 funktioniert es hier ganz hervorragend die Lust aufrecht zu erhalten. Getragen durch Flashbacks gemeinsamer Erlebnisse und daraus resultierenden Phantasien für kommende Eskapaden ist es ein heißes Spiel zwischen Kontrolle seinerseits und Disziplin meinerseits.

Alles Liebe 💕
**********urple Paar
8.143 Beiträge
Zitat von *******en1:
• Welche Rolle spielt Keuschheit für euch im BDSM-Kontext?

Bei Frauen gar keine. Bei Männern fuinktioniert das meist hervorragend, aber um die Libido, das Verlangen zu steigern ist Keuschheit bei Frauen meist das falsche Mittel, weil dadurch die Lust im Gegensatz zu Männern bei den meisten Frauen abnimmt.

Zitat von *******en1:
• Geht es eher um Kontrolle, Hingabe, Machtgefälle, Vertrauen oder Spiel?

Hingabe und Machtgefälle sind wesentliche Elemente und durch Vertrauen gegeben. Kontrolle ist für uns obsolet, weil unser Machtgefälle intrinsisch lebt und keine Schösser und keine Überwachung braucht.

Zitat von *******en1:
• Wie wird so eine Dynamik einvernehmlich abgesprochen?

Ehrlich gesagt verstehe ich die Frage nicht. Wenn beide die gleiche Sprache sprechen sollte es doch hier kein Verständigungsproblem geben. Es würde abgesprochen werden wie alles andere auch.

Zitat von *******en1:
• Wie erleben Frauen den Alltag mit Keuschheitsgürtel oder anderen Formen der Keuschhaltung?
• Wo liegen für euch Grenzen oder wichtige Absprachen?

Die Fragen kann ich mangels eigener Erfahrung leider nicht wirklich beantworten.

Wenn es sein müsste würde eine einfache Anweisung genügen. Einen Keuschheitsgürtel brächten wir dafür sicher nicht.
Purple hat so oder so keine eigene Sexualität. Sie liegt zu 100 Prozent in meinen Händen.

LG, BoP (m)
*********xFour Paar
620 Beiträge
Unsere Keuschhaltung
Zitat von *******en1:

• Welche Rolle spielt Keuschheit für euch im BDSM-Kontext?
Keuschhaltung ist ein sehr wichtiger Aspekt in unserem BDSM. Unsere Dynamik basiert zu einem großen Teil da drauf.

Zitat von *******en1:
- Geht es eher um Kontrolle, Hingabe, Machtgefälle, Vertrauen oder Spiel?
Alles genannte. Am wenigstens ist es Spiel, denn wenn die Keuschhaltung eigenmächtig beendet oder willentlich gebrochen wird, ist das kein Spaß, sondern ein Vertrauensbruch.

Zitat von *******en1:
- Wie wird so eine Dynamik einvernehmlich abgesprochen?
Bei uns hat sich das über viele viele Jahre so entwickelt. Am Anfang war es kleinschrittig und nur sehr kurze Phasen der Keuschhaltung. Da es uns aber so sehr gekickt hat und wir natürlich auch darüber gesprochen haben, auch in Phasen, wo es nicht gut lief oder schwierig auszuhalten war, ist es ein fester und unumkehrbarer Teil unseres D/s Verhältnisses geworden.

Zitat von *******en1:
- Wie erleben Frauen den Alltag mit Keuschheitsgürtel oder anderen Formen der Keuschhaltung?
Bei uns gibt es keinen KG, das ist zum einen sehr teuer (Maßanfertigung) zum anderen im Alltag noch unpraktikabler als ein PK bei Männern. Bei uns läuft es rein über Vertrauen und da es uns sehr ernst ist damit, ist es auch klar, dass dieses Vertrauen nicht leichtfertig gebrochen wird.
Keine sexuellen Berührungen, keine Orgasmen. Ich darf betteln und bitten und quengeln und mitteilen, wenn ich zB auf Grund meines Zyklus sehr geil bin, aber mich niemals nie selbst anfassen oder befriedigen. Mag sein, dass dies für manche Frauen nicht funktioniert und die Libido anders tickt, aber mit regelmäßigem Tease & Denial Sessions und ruinierten Orgasmen und natürlich penetrativem Sex, klappt es ganz gut, dass Geilheitslevel bei mir zu halten *mrgreen* der einzige Lustkiller in dieser Hinsicht ist Stress und Zeitmangel im Alltag, da gebe ich offen zu, dass es hart ist, wenn ich mich nicht mal schnell unter der Dusche oder vor dem Einschlafen befriedigen darf *snief* da kommen dann auch Gefühle von Wut und Trotz auf. Wenn ich dann aber die Bestätigung von meinem Herr bekomme, dass meine Orgasmen und meine Sexualität in seiner Hand liegen und ich auch sehe, wie ihn mein Leiden und Winden erfreuen, ist die Welt wieder in Ordnung.

Zitat von *******en1:
- Wo liegen für euch Grenzen oder wichtige Absprachen?
Da ich auch mit anderen Personen in der dominanten Rolle spiele, wird es da etwas kompliziert. Dann gibt es zwischen mir und meinem Herrn manchmal so einen Kuhhandel wie: Wenn du dir heute bei deinem Sub einen Orgasmus holst, werden deine 3 nächsten Orgasmen, egal wie gut sie werden würden, ruiniert *augenzu*
Eine Grenze und ein Grund für einen Abbruch der Keuschhaltung wäre für uns definitiv, wenn der Herr die Lust an den Orgasmen seiner Sub verlieren würde, wenn es ihm egal wäre, ob sie überhaupt welche bekommt und auch, wenn er nicht darauf reagiert, wenn sie unter dem Orgasmusentzug leidet und kaputt geht.

So ... *senf* das war mal unser Senf dazu.
Sie schrieb.
*******ykay Frau
520 Beiträge
Also für uns funktioniert Keuschheit ziemlich gut. Der Ofen muss eben weiterhin durch Edging angeheizt werden, sonst verliert Frau in den meisten Fällen die Lust. Was ja nicht Zweck einer Keuschhaltung ist. Die Herrschaft/Sadist will ja auch seinen Spaß haben.

Welche Rolle spielt Keuschheit für euch im BDSM-Kontext?

Es gehört für uns dazu. Als Sklavin habe ich sowieso nur mit Erlaubnis meines Herrn zu kommen und ich bin öfters keusch. Für mich hat eine Sklavin kein Anspruch auf Orgasmen. Es ist ein Geschenk, wenn die Herrschaft der Sklavin Orgasmen erlaubt.

Geht es eher um Kontrolle, Hingabe, Machtgefälle, Vertrauen oder Spiel?

Es geht um Kontrolle, Hingabe, Macht, Sadomasochistische Befriedigung...

Wie wird so eine Dynamik einvernehmlich abgesprochen?

In den man miteinander kommuniziert. Wir haben das am Anfang unserer H/s Beziehung gemacht.

Wie erleben Frauen den Alltag mit Keuschheitsgürtel oder anderen Formen der Keuschhaltung?

Das wäre jetzt zu viel zum schreiben. Aber ich erlebe es als erfüllend. Es verstärkt den kontrollverlust und ich spüre mehr die Macht meines Herrn. Es fühlt sich für mich als Sklavin passend an. Ich ziehe Befriedigung aus der eigenen sexuellen Unbefriedigung und der Befriedigung meines Herrn. Ich lege meinen Fokus noch mehr als sonst auf meinen Herrn. Und es befriedigt auch meinen Masochismus. Ich trage aber keinen KG, ich brauch keinen Gürtel um keusch zu bleiben. Ich fasse mich nicht ohne Erlaubnis an.

Wo liegen für euch Grenzen oder wichtige Absprachen?

Die Grenzen legt mein Herr fest. Ich richte mich ganz nach ihm.
*********iette Frau
7.822 Beiträge
Für mich ist es selbstverständlich, als Sklavin keuschgehalten zu werden. Es geht um die Lust und Befriedigung meines Herrn, nicht um meine eigene. Das war von Anfang an für uns beide selbstverständlich und daher leben wir es auch von Anfang an so, auch wenn sich die Intensität der dauerhaften Keuschhaltung im Laufe der Jahre gesteigert hat.

Hilfsmittel benötigen wir dafür nicht, da mein Herr mir vollkommen vertraut. Als einziges Hilfsmittel könnte man ggf. sehen, dass ich nachts mit gefesselten Händen schlafe, da ich im Schlaf nun mal keine volle Kontrolle über mich habe und wir so vermeiden, dass ich mich dann doch versehentlich anfasse.

Grenzen oder Absprachen haben wir nicht. Ich folge und gehorche meinem Herrn und fertig. Was er entscheidet, ist auch richtig.
Mir ist es seit einigen Jahren auch untersagt, um Orgasmen zu bitten. Bin ich kurz davor und kann nicht mehr, darf ich darum bitten aufhören zu dürfen, aber nicht darum, kommen zu dürfen. Kommen darf ich ausschließlich, wenn er es mir von sich aus anweist.
*******enig Mann
16.957 Beiträge
Wie bereits erwähnt wurde, gibt es praktisch keine funktionierenden Keuschheitsgürtel für Frauen. Zumindest alle Modelle, die ich kenne, sind für den Einsatz im praktischen Alltag nicht geeignet. Der KG ist daher in meinen Augen eher eine Legende, ein Ideal, das irgendwie nie erreicht werden kann. Es gibt einige wenige Frauen, die es ausprobiert und teilweise auch darüber geschrieben haben, aber insgesamt scheint mir Traum und Wirklichkeit kaum irgendwo weiter auseinander als bei diesem Thema.

Hinzu kommt, dass die ständige Keuschhaltung bei vielen Frauen zu einem (unerwünschten) Verlust der Libido führt.

Nach über 30 Jahren mit allerhand Versuchen habe ich mich von dem Thema abgewendet, weil ich einfach keinen praktikablen Weg zur Umsetzung gefunden habe.

Zum Glück gibt es ja noch genügend andere schöne Kinks... *zwinker*
*********iette Frau
7.822 Beiträge
Zitat von *******enig:
Wie bereits erwähnt wurde, gibt es praktisch keine funktionierenden Keuschheitsgürtel für Frauen. Zumindest alle Modelle, die ich kenne, sind für den Einsatz im praktischen Alltag nicht geeignet. Der KG ist daher in meinen Augen eher eine Legende, ein Ideal, das irgendwie nie erreicht werden kann. Es gibt einige wenige Frauen, die es ausprobiert und teilweise auch darüber geschrieben haben, aber insgesamt scheint mir Traum und Wirklichkeit kaum irgendwo weiter auseinander als bei diesem Thema.

Das Schöne ist ja, dass Keuschhaltung gar keinen Keuschheitsgürtel benötigt *zwinker* Wer wirklich will, kann auch ohne KG keusch sein.
******lia Frau
11.891 Beiträge
Ich kenne wirklich viele Frauen, bei denen schon allein das Hinauszögern eines Orgasmus irgendwann in die Unlust kippt. Und danach lässt es sich auch kaum wieder aufbauen.
Und ich kenne Frauen, denen Keuschhaltung Lust bereitet.
So oder so wäre ich mit dieser Spielart bei Frauen sehr vorsichtig, denn ihre Libido funktioniert einfach anders als bei Männern. Man kann sie bei Frauen in der Regel nicht immer weiter hoch steigern, sie fällt dann oft in sich zusammen und dann kann man eigentlich nur noch Kaffeetrinken gehen, die Erotik ist dann abgeschaltet.
*******ykay Frau
520 Beiträge
Zitat von ******lia:
Ich kenne wirklich viele Frauen, bei denen schon allein das Hinauszögern eines Orgasmus irgendwann in die Unlust kippt. Und danach lässt es sich auch kaum wieder aufbauen.
Und ich kenne Frauen, denen Keuschhaltung Lust bereitet.
So oder so wäre ich mit dieser Spielart bei Frauen sehr vorsichtig, denn ihre Libido funktioniert einfach anders als bei Männern. Man kann sie bei Frauen in der Regel nicht immer weiter hoch steigern, sie fällt dann oft in sich zusammen und dann kann man eigentlich nur noch Kaffeetrinken gehen, die Erotik ist dann abgeschaltet.

Dann scheine ich ein Sonderfall zu sein...
Bisher ist noch nie meine Lust verloren gegangen. Selbst bei 100 Tagen mit über 1000 edges nicht. Es war bisher immer so, dass ich immer geiler wurde. 🤷‍♀️
*********iette Frau
7.822 Beiträge
Auch Frauen sind halt unterschiedlich. Nur weil ich extrem keusch und dauergeil gehalten werden kann/werde, kann‘s halt trotzdem sein, dass die meisten Frauen da anders funktionieren und schneller mit Libidoverlust reagieren.
******lia Frau
11.891 Beiträge
Zitat von *******ykay:


Dann scheine ich ein Sonderfall zu sein...
Bisher ist noch nie meine Lust verloren gegangen. Selbst bei 100 Tagen mit über 1000 edges nicht. Es war bisher immer so, dass ich immer geiler wurde. 🤷‍♀️

Das ist gut! Ich verstehe natürlich, dass es dann eine wirklich erregende Spielart sein kann, wenn es für die Libido der Frau funktioniert!



Vielleicht kann man es ja provokativ so formulieren: Für manche Frauen funktioniert es trotz Keuschhaltung und für manche Männer gerade wegen der Keuschhaltung.
******lia Frau
11.891 Beiträge
Zitat von *********iette:
Auch Frauen sind halt unterschiedlich.

Definitiv! Und ausgerechnet die weibliche Libido ist sowieso unendlich differenziert und irgendwie auch kompliziert.
Ich würde sogar tatsächlich auch gerne für mich haben, dass ich durch Keuschhaltung geiler werden könnte!
********_him Paar
613 Beiträge
Kommt drauf an, was man konkret darunter versteht.
Ich lese drei Varianten aus den Beiträgen raus:
1) Keinerlei sexuelle Stimulation. So verstehen es wohl mehrere?!
2) Sexuelle Stimulation findet durchaus statt, aber es gibt keine Orgasmen. Da würde ich z. B. @*******ykay sehen.
3) Sexuelle Bestimmung ausschließlich durch den dominanten Part - würde ich als EPE bezeichnen. Da würde ich z. B. @*********iette sehen.
(Sollte ich da was falsch interpretiert haben, gerne korrigieren.)

• Variante 1 funktioniert bei mir nicht bzw. zu gut.
Nach spätestens zwei Wochen ist die Keuschhaltung sozusagen ein "Selbstläufer". *zwinker*

• Variante 2 hatten wir für kurze Phasen schon, da hat das funktioniert. Auf Dauer? Da fehlt mir die Erfahrung.

• Variante 3 leben wir. Das empfinde ich (!) allerdings auch nicht als Keuschhaltung, sondern eben "nur" als Fremdbestimmung meiner Sexualität. Das funktioniert sehr gut.

*knicks* O Lea
*********iette Frau
7.822 Beiträge
Bei uns bedeutet Keuschhaltung, dass mein Herr über absolut alles entscheidet und mir nix beliebig - und auch nicht häufig - zur Verfügung steht. Ich darf sehr selten mal kommen. Einfach, weil mein Herr es auch mag, mich kommen zu sehen. Und mir zu zeigen, was ich meistens nicht haben kann. Sex, wixxen, etc… gibt es alles, wenn ER das will - aber mit meiner Befriedigung hat das nix zu tun. Entweder geht es um seine Befriedigung oder darum, dass ich leiden und die Geilheit triggern/steigern soll. Ich habe ausschließlich dann zu kommen, wenn er es will - was wie erwähnt nur sehr selten vorkommt.
EPE ist da sicherlich auch enthalten - einfach weil es für uns völlig selbstverständlich ist, dass ich als Sklavin nichts selbst zu entscheiden habe.
**********urple Paar
8.143 Beiträge
Unter Keuschhaltung verstehe ich schon sexuelle Abstinenz, also die Variante 1 von @********_him.
Da gibt es dann auch kein "Teasing", sondern eben gar keine sexuelle Stimulation.
Regelmäßiges Teasing ohne endgültige Befriedigung, die Variante 2, wäre für mich mit "Orgasmuskontrolle" am besten beschrieben.

Was wir leben ist die vollständige Fremdbestimmung der Sexualität, aber eben ohne Keuschheitsphasen und ohne Teasing, sondern eher mit einer Art "Überbefriedigung" durch Zwangsorgasmen. Das verstehen auch wir unter der Variante 3 von @********_him.
Das braucht bei uns dann auch keinen KG und auch kein Verbot mehr, denn Selbstbefriedigung kommt in Purples Kopf und Sexualität nicht mehr vor und funktioniert bei Ihr auch nicht mehr.
Selbst wenn sie das wollte, ohne meine Hand am Gerät funktioniert es mit keinem der vielen Hilfsmittel die wir haben, mit meiner Hand sofort. Und die Zwangsorgasmen erlebt sie oft im Überreiz und eher schmerzhaft, was für sie aber nicht wenigher lustvoll ist, sondern sie in ihrer Devotion eher noch mehr befriedigt.
Dadurch entsteht eine Art "Bereitschaftslibido", die aber auf keinerlai "Mangelgefühl" aufgebaut ist.
Bei Benutzung, Penetrationion, oder bereits beim Fingerschnipp dazu, ist sie dann sofort auf 100%.


LG, BoP (m)
**********urple Paar
8.143 Beiträge
Zitat von *******ykay:
Selbst bei 100 Tagen mit über 1000 edges nicht.

Das hat m.E auch rein gar nichts mit Keuschhaltung zu tun sondern ist eher das genaue Gegenteil ... *zwinker* ... so ähnlich wie bei uns.

LG, BoP (m)
****ni Frau
336 Beiträge
@*******ykay Wie kann man sich das Vorstellen? 100 Tage mit 1000 Edges? Durch den Herren? Real? Mindfuck?
*******enig Mann
16.957 Beiträge
Ich habe das so verstanden, dass die Frau bis kurz vor dem Höhepunkt erregt und der Orgasmus verwehrt wird.
********iebe Mann
11.819 Beiträge
Zitat von *******men1:
Weibliche Keuschheit
• Welche Rolle spielt Keuschheit für euch im BDSM-Kontext?
• Geht es eher um Kontrolle, Hingabe, Machtgefälle, Vertrauen oder Spiel?
• Wie wird so eine Dynamik einvernehmlich abgesprochen?
• Wie erleben Frauen den Alltag mit Keuschheitsgürtel oder anderen Formen der Keuschhaltung?
• Wo liegen für euch Grenzen oder wichtige Absprachen?
 
Das Männer Keuschheitskäfige oder Keuschheitsgürtel tragen, wird hier oft erwähnt. Mich würde Interessieren ob es auch Frauen gibt die Keuschheitsgürtel tragen oder durch Piercings Keusch leben. Ob sie es selbst entschieden haben oder weil es der Partner oder die Partnerin wollte? Wie sie mit dem Keuschheitsgürtel den Alltag meistern und überhaupt wie es für sie ist mit dem Teil zu leben?

Ich kann nur in der Vergangenheitsform reden. Meine Erfahrungen sind, dass mich das Thema immer sehr interessiert hat. Als männlicher Dom hat es mich erregt, die Sexualität und den Körper meiner Partnerin zu kontrollieren. Dabei musste ich aber auch feststellen, dass Phantasie und einschlägige Medien der Realität oft weit voraus sind.

Mit sub 1 haben wir Versuche mit einem KG für sie unternommen. Ein Metallarbeiter hat praktisch kostenlos einen für sie maßgefertigt, für ihn waren die praktischen Erfahrungen Lohn genug, und wir hatten den Gürtel für sie. Er kam dann auf der einen oder anderen Party als "Kleidungsstück" zum Einsatz. Im Alltagsgebrauch war er aber zu sperrig, also war es auch nicht möglich ihre Sexualität dadurch zu kontrollieren. Aber er wäre wirkungsvoll gewesen, sie kam wirklich nicht an ihre Muschi heran!

Der nächste Versuch war ein reines Sex- und Orgasmusverbot für sie. Das ging auch fast in die Hose (buchstäblich!), weil ihre Libido dadurch so abnahm, dass sie fast tot war und es nicht leicht war, sie wieder zum Leben zu erwecken. Was natürlich überhaupt nicht das war, was wir wollten, deswegen stellten wir dieses Experiment schleunigst wieder ab. (Übrigens wäre auch meine Reaktion als Mann dieselbe, wie ich aus sexlosen Zeiten weiß.)
Wir gingen also dazu über, immer wieder Zeiten mit viel Sex mit Phasen ohne (aber mit sexueller Stimulation) abzuwechseln. Damit war das Interesse immer da und wurde eben befriedigt oder auch nicht.

Mit sub 2 baute ich auf diesen Erfahrungen auf. Ein KG kam schon überhaupt nicht mehr zum Einsatz, sondern es gab Anweisungen und Regeln von mir für sie, mit unbedingtem Vertrauen, dass sie sie auch einhielt. So konnte ich ihre Lust und Sexualität sehr gut kontrollieren und damit spielen. Praktisch jeden Tag hatte sie einen Auftrag von mir zu bekommen und zu befolgen - manchmal unmittelbar körperlich wie Edging, manchmal eine bestimmte Anzahl befohlener Orgasmen. Manchmal subtiler, aber immer sexuell konnotiert (und für sie durch die Konditionierung mit nasser Muschi verbunden) wie ihr Halsband zu tragen, sich erotisch zu schminken, den Slip wegzulassen usw. - und so den Rest des Tages zu verbringen. Wirklich tabu dabei war nur ihre Arbeitszeit.

Klar war: Ohne Erlaubnis gab es keinen Orgasmus für sie - wobei ich dafür sorgte, dass es daran keinen Mangel gab (nur eben immer dann, wenn ich es bestimmte). Besonders, wenn sie von mir gefickt wurde, war es oft hart für sie darauf warten zu müssen, und ich ließ sie gerne darum betteln kommen zu dürfen. Das war für sie sehr erniedrigend und brauchte wirklich einen hohen Leidensdruck, was ich natürlich wusste und es für mich erregender machte.

Konnten wir uns nicht treffen, dann erreichte ich einen ähnlichen Effekt mit befohlenem Edging. Und wenn ich sie bestrafen wollte, dann gab es die Erlaubnis kommen zu dürfen, halt erst einen Tag später.

Um auf den Beitrag von @********_him einzugehen - es gab dann also alle 3 Arten bei uns, wobei das 1. - komplett ohne sexuelle Stimulation - nur sehr selten vorkam. Meistens war es dann doch irgendwie im sexuellen Kontext, z.B. dass sie mir mit ihrem Mund dienen musste, aber selbst nicht stimuliert wurde, und ihre Erregung baute sich in ihrem Kopf auf.
*******ed25 Frau
1.921 Beiträge
Wie ist das eigentlich mit Frauen, die generell schwer bis gar keinen Orgasmus haben?
*********iette Frau
7.822 Beiträge
Zitat von *******ed25:
Wie ist das eigentlich mit Frauen, die generell schwer bis gar keinen Orgasmus haben?

Was genau meinst du? Wie soll was mit den Frauen sein?
*******ed25 Frau
1.921 Beiträge
Zitat von *********iette:
Zitat von *******ed25:
Wie ist das eigentlich mit Frauen, die generell schwer bis gar keinen Orgasmus haben?

Was genau meinst du? Wie soll was mit den Frauen sein?

Hier wird viel von Kontrolle gesprochen. Ich persönlich komme selten bis gar nicht, daher würde mir das vermutlich nicht viel ausmachen – gerade auch in Verbindung mit Keuschhaltung. Es gibt auch Frauen mit einer eher niedrigen Libido, für die das vermutlich ebenfalls weniger interessant wäre. Eventuell funktioniert so etwas aber auch am besten, wenn die Libido ohnehin höher ist und Orgasmen weniger ein Problem darstellt?. Die Frage ist rein aus Interesse gestellt.
*********iette Frau
7.822 Beiträge
Ah okay.

Bei mir ist es so, dass mir die Keuschhaltung vermutlich weniger geben würde, wenn ich generell eine niedrigere Libido hätte. Wenn‘s mir eher egal wäre, dann… joa. Wäre es halt einfach so und einfach normal.
Ich find‘s schon reizvoller, dass ich die Einschränkung auch wirklich spüre…
Wobei eigene Orgasmen für mich schon früher eher weniger Priorität hatten, da sie mich nur körperlich befriedigt haben und nicht mental. Ich habe mir vor der Beziehung mit meinem Herrn sehr viele und sehr häufig Orgasmen verschafft - aber das war eben immer nur „der kurze Kick“. Vielleicht ist es daher mit der Keuschhaltung auch „einfacher“ für mich. (Einfach in Anführungszeichen, weil es eigentlich doch gar nicht einfach ist *zwinker* )
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