Für Vibes zählt Chemie mehr als Format ...
Unter einer Privatparty verstehe ich eine nicht öffentlich ausgeschriebene Veranstaltung im privaten Rahmen: bei jemandem zu Hause, in einer gemieteten Location oder mit geschlossener Gästeliste. Man kommt in der Regel nur über Einladung, persönliche Kontakte oder nach vorheriger Absprache hinein. Die Gastgeber bestimmen, wer teilnehmen darf und welche Regeln gelten. Die Kosten übernimmt entweder der Gastgebende oder sie werden gleichmäßig auf alle Gäste (m/f/d) verteilt.
Das Gegenteil wäre dann wohl eine öffentliche oder offen buchbare Veranstaltung, zu der grundsätzlich alle passenden Gäste nach Anmeldung oder Ticketkauf kommen können. Sie ist meist gewerblich organisiert, mit Eintritt (oft für m/f/d unterschiedlich), festen Hausregeln und meist weniger persönlicher Gästeselektion.
Privatpartys sind von vornherein persönlicher. Der Grund des Aufeinandertreffens ist klarer, und mit etwas Geschick findet sich dort auch genau die Gästeliste ein, die miteinander harmoniert.
Events sind da wohl etwas breiter aufgestellt - wobei mittlerweile viele davon ebenfalls einen sehr fokussierten Charakter haben, durch Motto, Altersbeschränkung, Einladungspolitik oder andere Formen der Vorauswahl. Manche Veranstalter kennen ihre „Pappenheimer“ sehr genau und können die Gästeliste entsprechend lenken, spätestens an der Tür. Andere lassen es bewusst offener laufen.
Clubs sind für mich ein wunderbares Territorium zum ersten Beschnuppern, Antesten und frechen Anficken. Ich empfinde es dort kunterbunter und deswegen für mich konzentrierter. Und wenn die von mir zusammengesammelte Männer- oder Menschenmannschaft passt, kann man das Ganze später wunderbar privat fortsetzen.
Da tatsächlich meine Lust im Vordergrund steht, die ich gerne teile, organisiere ich auch gerne, oder ein Herr meines Vertrauens übernimmt das. Passt prima. Klappt prima. Und die Gentlemen wissen dann auch, worauf sie sich einlassen: auf unsere Lust.
Dann wird es meist schon sehr, sehr intim und vertraut, und die viel gefürchteten Gefühle sollten einen nicht erschrecken. Es ist der Moment, der so unglaublich toll ist und einem danach einfach nur ein nettes Dauergrinsen verpasst. Und bestenfalls Fortsetzungswünsche bei allen weckt.
Privat ist eben direkter, und da wird weniger „mal schauen“ gespielt.
Ich habe auch den Eindruck, dass die Qualität und Professionalität beider Veranstaltungsarten ein bisschen verwischt.
Was früher die Kellerbar war oder etwas später Heinz, der meinte, dass vier Paare und fünf Männer bequem auf Opas altem Sofa kopulieren können, während die Nachbarn klopfend protestieren, ist heute eindeutig qualitativ besser geworden. Mittlerweile werden geeignete Locations gemietet und genutzt, oder private Wohnungen zaubern allerlei erotisches Mobiliar hervor oder glänzen mit ganzen Spiel-Etagen. Oft ist der Gastgebende tatsächlich ausschließlich damit beschäftigt, Gastgeber zu sein. Die Kommunikation des „Inner Circle“ läuft exklusiv, und das vermittelt auch eine besondere Stimmung.
Events, die ein Boschi (man habe ihn selig) auf die Beine gestellt hat und die die Messlatte hochgelegt haben, sind dagegen rarer geworden. Unauffällig im Hintergrund dafür zu sorgen, dass alles flutscht, ist schon eine gewaltige Aufgabe. Es ist nicht einfach damit getan, eine Halle mit Menschen zu füllen.
Ich finde es herrlich, wenn es diskret gemanagt ist und trotzdem genug Frei- und Spielraum gibt. Und in meinen sexpositiven Lieblingsausgehplätzen ist das auch noch immer auf einem für mich passenden Niveau der Fall.
Als Gast auf privaten Partys fühle ich mich oft eingeengt. Ich weiß, eine klare Kopfknoten-Nummer, aber … vielleicht lag es an Locations wie Schiff, abgelegener Finca oder der vom Gastgeber getroffenen Vorauswahl, die mir ein bisschen die Lockerheit stehlen. Dabei habe ich gerne Sex und weiß gar nicht, warum meine Lust dann innerlich freakt. Sie benimmt sich dann wie ein zartes Pflänzchen, das nicht weiß, in welche Richtung es wachsen und sich strecken soll. Es kann alles perfekt durchdacht sein und sich trotzdem nicht frei anfühlen.
Nehme ich oder eine Person meines Vertrauens das Zepter selbst in die Hand, ist sie da weitaus robuster. Ob ein Wochenende mit einem Männer-Quintett nun eine persönliche Privatparty oder ein Date mit Fünfen ist ... wer weiß das schon...
Darum: Club für Vielfalt. Auswahl, Jagdgebiet und durchaus intensives Vergnügen.
Persönliche Privatparty dann ganz gezielt für Intensität und fokussiertes Vergnügen.
Leichtigkeit hat beides.
Die Magie liegt am Ende sowieso weniger im Format als in den Menschen.