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Unsicherheit vs. Grenze: Wie erkennt ihr den Unterschied?

****003 Mann
10 Beiträge
Themenersteller 
Unsicherheit vs. Grenze: Wie erkennt ihr den Unterschied?
Liebe Community,

mir ist in letzter Zeit etwas aufgefallen, das ich gern mit euch teilen möchte: Es geht um innere Grenzen im BDSM – also nicht die klaren körperlichen Limits, sondern die leisen Signale im Kopf, die oft schwerer zu greifen sind.

Ich habe selbst erlebt, dass ich in bestimmten Situationen (z. B. bei Dreiern) äußerlich mitgehe und neugierig bin, aber innerlich plötzlich ein Unwohlsein auftaucht. Kein klares Nein, eher ein Zögern oder ein Gefühl, dass etwas nicht ganz passt. Und genau in diesen Momenten fällt es mir nicht immer leicht, das anzusprechen.

Ich frage mich dabei ehrlich:
Woran merkt ihr, dass eine Grenze wirklich eine Grenze ist und nicht nur Unsicherheit oder Angst?

Sprecht ihr solche Gefühle sofort an, oder versucht ihr erst, damit klarzukommen?

Habt ihr schon Situationen erlebt, in denen ihr im Nachhinein gemerkt habt: Eigentlich hätte ich früher etwas sagen sollen?

Mich interessiert vor allem, wie ihr damit im echten Moment umgeht nicht nur theoretisch.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen.

Liebe Grüße
****ody Mann
16.271 Beiträge
Eine halbe Stunde danach. Und dann ausgiebig darüber geredet.
**********_Pain Mann
457 Beiträge
Also, um mal bei Deinem Beispiel „Dreier“ (ich erweitere das jetzt mal ganz allgemein auf Interaktion mit anderen/mehreren) zu bleiben:

Ich fühle mit mit dem/den Mitspielern nicht wohl? Ich sage es Ihnen und sie dürfen gehen.

La Frau fühlt sich mit dem/den Mitspielern nicht wohl? Sie sagt es mir und sie dürfen gehen.

So einfach ist das in dieser, von Dir angesprochenen Situation.

Ansonsten kommt es ganz auf die Dynamik an, die mit meinem Partner besteht. Als wir in einem permanenten Machtgefälle lebten, gab es in solchen Momenten kein Veto- oder Mitspracherecht. Wir lebten in einer Metakonsens/EPE - Partnerschaft. Wir hatten das Ritual des abendlichen, gemeinsamen Bades und das war die „neutrale Zone“ hier gab es dann Kommunikation ohne Machtgefälle.

Bei Casual-Partnern oder Spielbeziehungen erwarte ich die offene und sofortige Kommunikation, wenn etwas Unwohlsein hervorruft. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass die Partner, mit denen ich ohne vorher großartig besprochenen Rahmen gespielt habe, allesamt Freunde waren; wir wussten also, worauf wir uns einlassen. Unwohlsein war daher auch dementsprechend selten und wenn, dann waren es eher körperliche als mentale Dinge.
*****ope Mann
141 Beiträge
Grenzen werden von manchen Menschen für Spaßbremsen gehalten. Ich halte sie für eine unbedingte Voraussetzung für eine gute Begegnung, auch in deiner BDSM-Session. Ohne Konsens geht gar nichts.

Die Frage des sich gut Fühlens hat damit aus meiner Sicht nur bedingt zu tun. Ich selbst habe mich lange mit Glaubenssätzen herum geschlagen. D.h., ich habe merkwürdige Gefühle bei dem bekommen, was ich getan habe, obwohl ich keinen für mich objektiven Grund gefunden habe. Wenn ich heute merkwürdige Gefühle habe beim Gedanken daran, etwas zu tun, dann stelle ich mir drei Fragen: 1. Ist es legal? 2. Ist es konsensuell? 3. Wird niemand dabei geschädigt?

Wenn die Antwort dreimal Ja lautet, dann frage ich mich, was bei mir das merkwürdige Gefühl auslöst. Manchmal kommt dann noch eine vierte Frage: Kann ich mit der Situation emotional umgehen? Manchmal bemerke ich, dass ich durch andere emotional überfordert werde. Das ist immer dann der Fall, wenn sie Bedürfnisse zeigen, denen ich nicht entgegenkommen kann. Das Spektrum schließt ein: Hardcore-Masos, bei denen ich mir nicht mehr sicher bin, ob sie noch gesund maso sind oder selbstschädigendes Verhalten zeigen (siehe meine Frage 3) überfordern mich ebenso wie Menschen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie selbst emotional stabil sind. Ein Auffangen nach einer nicht gut gelaufenen Session ist Pflicht. Wenn aber schon abzusehen ist, dass jemand immer aufgefangen werden muss, wenn seinen oder ihren SM-Wünschen entsprochen wird, glaube ich nicht, dass ich mit ihnen spielen sollte.

Darüber hinaus habe ich für mich selbst einige Nein definiert. Ich unterscheide in einen Ja-Bereich, das sind Dinge, die ich aktiv tun will. Einen Nein-Bereich, das sind Dinge, die ich nicht tue. Und einen Toleranz-Bereich, dass sind Dinge, auf die ich oft selbst gar nicht kommen würde, wenn sie nicht als Wunsch an mich heran getragen werden. Ich verneine sie nicht, sie stoßen mich nicht ab und manchmal merke ich, dass sie mir Spaß machen; manchmal tue ich sie eher für den Partner.

Das setzt voraus, dass ich vor der Session weiß, was ich (heute) nicht will. Dafür gibt es ein Vorgespräch, in dem Grenzen festgelegt werden. Da man i.d.R. während einer Session sehr stark auf Hormone kommt, können sich solche Grenzen verschieben. Ich bestehe dennoch darauf, dass die im Vorfeld vereinbarten Grenzen eingehalten werden. Denn irgendwann ist der Hormonrausch vorbei und dann kommt der emotionale Kater, den niemand will.

Nun konkret zu deinen Fragen:

Woran merkt ihr, dass eine Grenze wirklich eine Grenze ist und nicht nur Unsicherheit oder Angst?

Ich stelle mir die drei Fragen, die Antwort ist ja. Das, um was ist geht, ist nicht in meinem Nein-Bereich. Dann ist es keine Grenze sondern etwas anderes. Ob das Unsicherheit, Angst oder etwas ganz anderes ist, kann ich u.U. nicht sagen. Das ist auch nicht wichtig. Nur, weil es keine klare Grene bei mir berührt, heißt das nicht: Ich muss alles mitmachen. Ich sage meinen Spielpartnerinnen, dass es keine einmaligen Chancen gibt. Wenn wir heute etwas nicht tun, weil wir uns unsicher fühlen, können wir es ein anderes Mal tun, nachdem wir vorher darüber reflektiert haben, ob wir das wollen. Wenn schon abzusehen ist, dass es keinen Spaß machen wird, gibt es keinen Grund, es zu tun. Nach einer Session sollen sich alle Beteiligten besser fühlen als davor. Wenn klar ist, dass sich eine(r) danach schlechter fühlen würde, dann fangen wir am besten gar nicht erst damit an.

Wenn ich mir trotz zweifelhafter Gefühlslage (Unsicherheit oder Angst) denke, dass es mir Spaß macht, dann lasse ich mich darauf ein. Wenn nicht, dann nicht und dabei ist es egal, wie viel Unsicherheit und wie viel Angst im Spiel ist. Ein Nein muss niemand rechtfertigen. Will jemand, will ich etwas nicht tun, dann soll er bzw. ich es auch nicht tun. Nicht wollen ist Grund genug es nicht zu tun. "Warum willst du das nicht?" ist keine Frage die ich stelle oder beantworte.

Sprecht ihr solche Gefühle sofort an, oder versucht ihr erst, damit klarzukommen?

Ich sage sehr klar, dass ich "das" nicht will bzw. dass ich mich damit unsicher fühle. Meine Partner sagen mir das normalerweise auch. Die Ablehnung von etwas (ich will "das" nicht) ist nicht gleichbedeutend mit der Ablehnung der Person (ich will "dich" nicht). Ich mag den Begriff "klarkommen" in dem Kontext nicht. Die Spielpartner erbringen ja keine Leistung oder sind in einem Wettkampf. Ich will auch nicht mit mir selbst kämpfen oder mich zu etwas überwinden, ich will auch nicht, dass das ein Spielpartner tut. Ich will Freude erleben und schenken.

Habt ihr schon Situationen erlebt, in denen ihr im Nachhinein gemerkt habt: Eigentlich hätte ich früher etwas sagen sollen?

Ich habe eigentlich konsensuell Dinge getan, bei denen danach ein Partner bzw. eine Partnerin festgestellt hat, dass das retrospektiv betrachtet nicht gut kam (emotionaler Kater, wie ich es nenne), in der Situation aber gewünscht war (keine Konsensverletzung). Bei mir ist auch im Nachhinein (trotz Konsens) manchmal das Gefühl da: War das zu viel? Ich rede dann mit meiner Spielpartnerin. Das Gefühl geht manchmal auch nicht weg, wenn mir versichert wird, dass alles ok war. Offenbar habe ich dann mit einer eigenen Grenze zu tun, die niederschwelliger ist als die der Partner. Ich muss mich dann entscheiden, ob ich das für mich erforschen und evtl. verändern will oder ob ich in Zukunft diese Grenze in meinen Nein-Bereich integriere. Das hat weniger mit etwas sagen zu tun als viel mehr mit etwas bei mir bemerken. In dem Moment, in dem ich es bemerke, sage ich es auch.
*****a63 Frau
8.937 Beiträge
Ich spreche oft verzögert über solche Dinge. Meist einen Tag später. Wir reflektieren regelmäßig unsere Sessions.

Während dessen kann ich das selten sagen, weil es mir gar nicht bewusst ist, was der Auslöser war.

Wenn eine für mich eindeutige Grenze berührt wird kann ich das sofort äußern. Aber das konnte ich jahrzehntelang nicht. (Amauch außerhalb vom BDSM)

Grenzen zu ziehen oder zu spüren musste ich erst mühsam lernen. Auch heute kann ich es nicht immer.

Und ja, manchmal denke ich im Nachhinein das etwas nicht gut war, aber mir in der Situation gut gefallen hatte.
*******ykay Frau
362 Beiträge
Zitat von *****ope:
überfordern mich ebenso wie Menschen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie selbst emotional stabil sind. Ein Auffangen nach einer nicht gut gelaufenen Session ist Pflicht. Wenn aber schon abzusehen ist, dass jemand immer aufgefangen werden muss, wenn seinen oder ihren SM-Wünschen entsprochen wird, glaube ich nicht, dass ich mit ihnen spielen sollte.

Dazu wollte ich kurz was schreiben. Das irritiert mich etwas. Ist Aftercare nicht völlig normal und sogar Pflicht nach einer Session? Wenn mein Herr und ich intensive Sessions haben, ich am fliegen bin, dann möchte ich auch hinterher aufgefangen werden. Ich brauch das sogar, weil sonst kommt der Drop erst recht paar Tage später. Auch der aktive Partner kann Aftercare brauchen, ganz egal ob die Sessions gut oder schlecht lief. Das hat auch nichts mit emotionaler Instabilität zu tun. Ich bin sehr stabil, aber wenn ich mich in der Session komplett öffne und in den Subspace komme, dann bin ich natürlich verletzlicher. Das ist ganz normal.

Ich finde, der aktive Part hat die Verantwortung ausreichend für Aftercare zu sorgen und das auch noch Tage später. Ich würde nie und könnte auch nicht mit jemandem eine Session machen, dem Aftercare nicht wichtig bzw. zu anstrengend ist. Das ist für mich ein absolutes Warnzeichen. Denn Aftercare, das Auffangen nach einer Session gehört IMMER dazu. Es muss natürlich nicht vom passiven Partner in Anspruch genommen werden.
**********eline Paar
395 Beiträge
ai@jackXjacqueline:

Ich finde es sehr stark, dass du dieses Thema so offen ansprichst – genau diese "leisen" inneren Signale gehen im Eifer des Moments oft unter, obwohl sie eigentlich unglaublich wichtig sind.

Für mich persönlich hat sich mit der Zeit ein recht klares Unterscheidungsgefühl entwickelt:
Eine echte Grenze fühlt sich weniger wie "Nervosität vor etwas Neuem" an, sondern eher wie ein inneres Zusammenziehen. Es ist kein neugieriges Kribbeln, sondern eher ein Druck, ein Widerstand oder ein Bedürfnis, innerlich einen Schritt zurückzugehen. Unsicherheit darf sich oft noch offen und beweglich anfühlen – eine Grenze dagegen eher fest und eng.

Was mir geholfen hat: Ich behandle dieses Zögern inzwischen grundsätzlich wie ein ernstzunehmendes Signal, auch wenn ich es noch nicht komplett einordnen kann. Ich muss in dem Moment nicht sofort wissen, warum ich mich so fühle – es reicht, dass ich es fühle.

Zum Ansprechen: Früher habe ich oft versucht, "noch kurz durchzugehen" und es erst mal mit mir selbst auszumachen. Im Nachhinein waren genau das die Situationen, in denen ich mir gewünscht hätte, früher etwas gesagt zu haben. Heute versuche ich, schon bei einem leichten Unwohlsein zumindest kurz zu pausieren oder es anzusprechen – selbst wenn es nur ein "Ich bin gerade unsicher, können wir kurz innehalten?" ist.

Was mir dabei hilft:

• Vorher mit dem Partner klar vereinbaren, dass auch vage Gefühle jederzeit Raum haben dürfen
• Mir selbst die Erlaubnis geben, nichts "beweisen" zu müssen
• Im Zweifel eher abbrechen oder pausieren als weitermachen und später bereuen

Im echten Moment ist es natürlich nicht immer leicht. Aber ich habe die Erfahrung gemacht: Je öfter ich diese kleinen Signale ernst nehme und ausspreche, desto schneller und klarer werden sie.

Und ganz ehrlich: Menschen, mit denen man solche Dinge erlebt, sollten genau dafür Verständnis haben. Wenn das nicht der Fall ist, sagt das auch etwas Wichtiges aus.

Du bist mit diesen Gedanken definitiv nicht allein.

jack@jackXjacqueline:

Als Mensch halte ich mich bei KI-Beiträgen raus.
****iM Frau
79 Beiträge
Wir hatten vor Jahren hier so einige Begegnungen, bei denen meine Grenzen überschritten wurden. Im jeweiligen Moment konnte ich es aber für mich nicht richtig realisieren oder in Worte fassen und habe daher Dinge geschehen lassen, die ich im Nachhinein gern rückgängig gemacht hätte. Die Unerfahrenheit hat da mit reingespielt, ich wollte keine Spaßbremse sein und habe mich von Unbedenklichkeitsphrasen einlullen/überreden lassen.
Ich habe auf jeden Fall daraus gelernt und jetzt keine Probleme mehr damit, bei geringstem Unwohlsein sofort abzubrechen.
Ich denke, wenn alles passt und eine Vertrauensbasis bei den Beteiligten besteht, gibt es kein blödes Bauchgefühl, ansonsten abbrechen oder nachfragen, wenn man vermutet, eine andere Person hat Bedenken.
*******klar Frau
275 Beiträge
Früher konnte ich meine Grenzen im konkreten Moment überhaupt nicht wahrnehmen. Ich merkte immer erst Stunden oder manchmal Tage später, dass es eine Grenzüberschreitung gegeben hatte. Ich dachte lange, das sei einfach normal und meine Partner störte das auch überhaupt nicht.
So machte ich viele Erfahrungen, die ich lieber nicht gemacht hätte.

Heute nehme ich meine Grenzen sehr klar wahr. Oft zeigen sie sich früh und leise, aber eindeutig. Und für mich spielt es keine Rolle mehr, ob dahinter Angst, Überforderung oder Unsicherheit steckt. Grenze ist Grenze.
Ich habe aufgehört, meine eigenen Signale einzuordnen oder zu relativieren. Ich nehme sie ernst.

Für mich bedeutet das auch, dass ich nur noch mit Menschen zusammen sein möchte, die genauso damit umgehen, die Grenzen ohne Druck stehen lassen können und sie nicht als Angriff oder Mangel an Nähe verstehen.
Und das gilt für mich unabhängig von BDSM.
**********bbexx Frau
3.869 Beiträge
Erstaunlich, wie viele beschreiben, Grenzen erst im Nachhinein erkannt / wahrgenommen zu haben, da auch ich diese Erfahrung machte.

Heute bin ich überzeugt davon, dass mein bisher einziger, doch sehr starker Subdrop genau aus solch einer Situation und mangelndem Aftercare entstand.

Sobald ich jetzt spüre, dass etwas gerade in diesem Moment nicht geht, signalisiere ich es unumwunden und sofort.
****ule Frau
2 Beiträge
Ich persönlich behandle solche Situationen recht streng, eindeutig und vorallem schnell.

Egal, ob bei anderen Personen oder bei mir selbst, Unsicherheiten, Angst, Befürchtungen, unklare Gefühle etc. entstehen;
Für mich ist das zumindest ein sofortiger Timeout.
Unsicherheit und Angst sind bei mir im Kopf als "eigentlich will ich das nicht" abgespeichert und fallen somit sofort aus meinem Konsens-Verständnis heraus.

Lieber immer einmal mehr nein sagen, Pause einlegen, aufhören; als dann im Nachhinein emotionalen/körperlichen Schaden zu haben.
Aftercare ist immer ein Muss für alle, außer es wird konsensuell und abgesprochen weg gelassen. Vorgespräche sowie Nachgespräche gehören für mich ebenfalls dazu.

Wenn Menschen mit Unverständnis auf das sofortige Ansprechen, das Ansprechen danach (auch Tage später), von "irgendetwas stimmt hier nicht" reagieren, sind es schlichtweg die falschen Menschen und gehören nicht in mein Spiel.

Für mich gilt das persönlich für alle Menschen, die mit mir spielen, unabhängig der Seite (Dom, Sub, Switching, ...) , Praktik etc.
Wenn ich Bedenken habe, wenn ich "unten" spiele, lege ich einen Timeout ein. Gleiches gilt, wenn ich "oben" spiele oder zwischendrin switche. Dass dabei die Stimmung oder das Mindset verrutschen kann, ist mir total egal; Spiele kann man wiederholen- ; man darf den Menschen nicht verlieren. Ein schönes Spiel hat man schließlich nur, wenn es allen Beteiligten gut geht.
*********nster Frau
222 Beiträge
Ich bin aus vielen Gründen ein eher unsicherer Mensch, sprich, ich habe ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis. Unklare, ungeregelte Situationen stressen mich oft. Das heißt nicht, dass ich nicht mal damit fertig werde, aber es ist anstrengend.
Ich bin auch eher ängstlich, im Sinne von ich zerdenke alles und habe dann eben viele Bedenken, die ich besprechen muss. Ich bin aber auch mutig und kann zwischen erregter, vorfreudiger "Angst" und echter Angst im Normalfall gut unterscheiden. Wie? Ich merke das ich etwas trotz "Angst" möchte vs. ich merke, dass ich etwas wegen Angst nicht möchte.

Ich habe sehr lange sehr viele negative Glaubenssätze mit mir herumgetragen. Manche konnte ich inzwischen bearbeiten, andere nicht. Ich bin dran *zwinker*

Spannenderweise hatte ich in aktiven BDSM Sessions selten Probleme bei denen die Grenze nicht körperlicher Natur gewesen wäre. Mein Herr kann mich aber auch sehr gut lesen. Bei manchen Dingen brauchte es für mich etwas Überwindung oder mehr Sicherheit durch ihn, aber das war immer möglich. (Und die Erlebnisse gut)
Unsicherheiten und Ängste spreche ich immer an.
Was das körperliche betrifft, gebe ich im Normalfall auch bevor ich überhaupt beim Safeword ankomme durch, dass es sich in die Richtung bewegt. Oder teile mit, wenn ich nicht glaube, dass ich einen Plan noch durchziehen kann. Dann muss im Zweifel der Plan geändert werden. Das sticht bei mir mehr als bei meinem Gegenüber, aber besser so, als dann am Schluss nen Schaden zu haben.

Aftercare brauche und bekomme ich nach den Sessions immer und wir besprechen auch viel.
Ich hatte in dem vorherigen Beitrag (vllt wohlwollend *zwinker* ) herausgelesen, dass er nicht jedes mal "auffangen" möchte - und das ist für mich nochmal ein bisschen was anderes. Zum Auffangen gehört für mich vorher ein Drop. Aftercare soll für mich diesen Drop verhindern. Man kann schon argumentieren, dass das zusammengehört. Aber das war eben meine Interpretation. (Egal ob so gemeint, oder nicht.)


Und auch wenn ich hier so schön schreibe, ich könnte das gut unterscheiden - mir ist es auch schon passiert, dass ich mich komplett verschätzt habe. KOMPLETT.
Nicht in einer Session. Das hat es aber leider eher schlimmer gemacht.
Mein Herr hatte mir eine "einfache" Aufgabe gegeben. Etwas was ich eh machen wollte. Etwas bei dem mir meine eigene innere Hürde im Weg stand und bei dem ich dachte, das müsste ich halt durchdrücken. Mein Mann hielt es für eine gute Idee. Meine beste Freundin hielt es für eine gute Idee. Mein Herr hielt es für eine gute Idee. Ich hielt es für eine gute Idee.
So saß ich also an einem Samstag, komplett alleine, daheim am PC und verfasste Anschreiben an Personen hier im Joy, die ich spannend fand. Hört sich einfach an, oder?
Mein Herr hatte vorgegeben, mindestens 3. Es waren dann 5.
Und das war nicht gut. Ich kam mir bei den Anschreiben vor wie ein Bittsteller. Als würde ich Bewerbungen schreiben. Mein gesamtes Mindset war dafür nicht am richtigen Ort. Ich war total getriggert.
Ich hab gemerkt wie mein Puls hoch ging und weiter gemacht. Ich hab gemerkt wie ich anfing zu schwitzen und hab weitergemacht. Mir wurde schlecht und mein Herz raste und ich hab weitergemacht.
Es waren doch "nur" Anschreiben. Leider waren sie das für mich nicht. Es schwang so viel anderes mit.
Es endete mit einer heftigen Panikattacke. Meinen Herrn konnte ich nicht erreichen. Zum Glück kam mein Mann irgendwann heim und hat mich aufgefangen. Später konnte ich dann mit meinem Herrn darüber sprechen und er war ziemlich bestürzt. Und hat mich auch da mal wieder darauf hingewiesen, dass ich bitte auf mich aufpassen soll. Das ich bitte abbrechen soll, wenn ich Anzeichen merke, dass es mir nicht gut tut.
Ich versuche es. Aber manchmal gibt es Dinge bei denen ich mir denke, jeder "normale" Mensch bekommt das hin, dann muss ich das auch schaffen. Und dann gehe ich über meine Grenzen. Das sind nicht die "krassen" BDSM Dinge. Da hab ich ein ganz anderes und gesundes Mindset für.
Es sind die "einfachen" und "alltäglichen" Dinge. Wenn der Perfektionismus zuschlägt. Wenn ich gerne normal wäre. Wenn ich gerne mehr schaffen würde. Alles autobiografisch bedingt. Inzwischen bin ich mir dessen bewusst und kann besser aufpassen. Trotzdem schlägt es im Alltag immer mal wieder zu. Und dann sind es eben auch mein Mann und mein Herr, die mir sagen ich muss auf meine Grenzen achten und sie auch durchsetzen. (Okay, und meine beste Freundin und mein Psychologe *ggg* )

Wie gehe ich also damit um? Ganz viel Reflektion. Ganz viele Gespräche. Und vor allem versuche ich aus Situationen die schief liefen zu lernen. Es fühlt sich extrem beschissen an, aber man kann auch aus Situationen in denen es schlecht lief was mitnehmen. (Zum Bsp. bei Aufgaben außerhalb der Session ebenfalls Aftercare einzuplanen hust )
Klar kann es passieren, dass man mehrmals in die gleiche Falle läuft, aber dann gibt es da ja auch Muster die hintendran stehen. Und dann kann und sollte man sich damit beschäftigen.
**********_Pain Mann
457 Beiträge
Was, finde ich, hier bei dem Thema noch angesprochen werden kann ist das Thema „Grenzgänger“.

Die finden wir, als Pefekrionisten getarnt, in Job und Hobby, beim
(Extrem)Sport und natürlich auch hier, beim BDSM. Wir reden hier also von Menschen, die bewusst bis an ihre Grenzen (und manchmal sich darüber hinaus) gehen wollen.

Das ist auf beiden Seiten auch vollkommen legitim, muss aber, meiner Meinung nach, bei Vorgesprächen bzw. in der Kennenlernphase ganz klar kommuniziert werden. Sub oder Maso als Grenzgänger und, ich nenne es mal Wohlfühl-Dom werden auf Dauer wahrscheinlich keinen Spaß miteinander haben.

Wir müssen das aber auch ganz klar sagen, dass das weniger ein Thema für Einsteiger oder Casual Play ist.

Ich möchte auch nochmal das Thema „Aftercare“, das @*******ykay mit eingebracht hat, ansprechen. Aftercare ist ein Bestandteil jeder Session, als solches gehört es allerdings nicht als „Pflicht“ vorausgesetzt sondern ist Teil der Negotiation/Vereinbarung.

Als kleines Beispiel: Wenn ein „Kuscheldom“ nach einer intensiven Session, die meine Frau in den gewünschten Zustand, leerer Kopf, vielleicht ein paar Tränen und die Ruhe der Katharsis, mit Kuschelecke, Kakao und Schokolade kommt, den rate ich zu rennen, schnell und weit. Ihre „Aftercare“ ist dann diesen Zustand zu genießen und, mit den Wissen, dass jemand in der Nähe ist, in Ruhe gelassen zu werden.
****ody Mann
16.271 Beiträge
Mir sind Menschen lieb, die neben dem Kommunizieren und Wahren ihrer Grenzen auch mit meinen Grenzen klarkommen, und das nicht erst nach dem x-ten Hinweis darauf.
*****ope Mann
141 Beiträge
Zitat von *******ykay:
Zitat von *****ope:
überfordern mich ebenso wie Menschen, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie selbst emotional stabil sind. Ein Auffangen nach einer nicht gut gelaufenen Session ist Pflicht. Wenn aber schon abzusehen ist, dass jemand immer aufgefangen werden muss, wenn seinen oder ihren SM-Wünschen entsprochen wird, glaube ich nicht, dass ich mit ihnen spielen sollte.

Dazu wollte ich kurz was schreiben. Das irritiert mich etwas. Ist Aftercare nicht völlig normal und sogar Pflicht nach einer Session? Wenn mein Herr und ich intensive Sessions haben, ich am fliegen bin, dann möchte ich auch hinterher aufgefangen werden. Ich brauch das sogar, weil sonst kommt der Drop erst recht paar Tage später. Auch der aktive Partner kann Aftercare brauchen, ganz egal ob die Sessions gut oder schlecht lief. Das hat auch nichts mit emotionaler Instabilität zu tun. Ich bin sehr stabil, aber wenn ich mich in der Session komplett öffne und in den Subspace komme, dann bin ich natürlich verletzlicher. Das ist ganz normal.

Ich finde, der aktive Part hat die Verantwortung ausreichend für Aftercare zu sorgen und das auch noch Tage später. Ich würde nie und könnte auch nicht mit jemandem eine Session machen, dem Aftercare nicht wichtig bzw. zu anstrengend ist. Das ist für mich ein absolutes Warnzeichen. Denn Aftercare, das Auffangen nach einer Session gehört IMMER dazu. Es muss natürlich nicht vom passiven Partner in Anspruch genommen werden.

Ich gehe hier sehr konform mit dir. Was du schreibst, ist gesooundes normales Verhalten nach einer intensiven Session. Aftercare ist normal und Pflicht, auch bei mir, das kam in der Antwort offenbar nicht klar raus. Ich frage standardmäßig auch prinzipiell am nächsten Tag nochmals nach.

Du erwähnst den Drop, mutmaßlich den Subdrop bzw. einen Endorphinkater. Bei manchem Menschen ist das normal. Ich kenne das sogar auf der aktiven Seite, aber es kommt selten bei mir vor. Spielpartner sind hier sehr unterschiedlich. Manche springen auf und sind gut drauf, andere brauchen einige Stunden Erholungszeit, andere fühlen sich noch am nächsten Tag down. Wenn die Partner das wissen, können sie auch gut damit umgehen. Wenn es zum ersten Mal passiert, ist es oft überraschend.

Der aktive Part hat zweifellos für Aftercare zu sorgen. Der passive Partner ist aber nicht aus der Verantwortung genommen. Ich formuliere es lieber so: Die beiden Partner sollten füreinander aftercare betreiben. Die Session ist emotional noch lange nicht vorbei, auch wenn der "technische" bzw. physische Teil beendet ist. Die Nachbeben können auch Tage anhalten.

Ich habe mit meiner Antwort auf Menschen mit emotionalen Problemen, Instabilitäten oder im Extremfall Persönlichkeitsstörungen abgestellt. Sprich: Menschen, die professionelle Unterstützung bräuchten, sie aber oft nicht in Anspruch nehmen. Menschen müssen in normalen Alltagssituationen in der Lage sein, ihre Gefühle zu regulieren. Eine Session ist keine Alltagssitutation, aber irgendwann geht der Alltag wieder los. Und zwar nach dem Aftercare. Anders formuliert: Eine Session soll Freude bereiten, sie ist keine anerkannte Psychotherapie. Nach dem Aftercare muss wieder ins normale Leben zurück gefunden werden.

Im übertragenem Sinne: Bin ich heute nur schlecht drauf? Oder bin ich jeden Tag für zwei Wochen schlecht drauf? Oder bin ich klinisch depressiv? - Oder: Bin ich heute etwas anlehnungsbedürftig? Bin ich es auch morgen noch und auch noch in zwei Wochen? Oder bin ich es permanent und ich kann ohne die emotionale Unterstützung anderer Menschen gar nicht im Alltag zurecht kommen?

In Bezug auf Sessions steht für alle Beteiligten die Frage im Raum: Tut mir die Sessioin gut? - Wenn ich schon weiß, dass das nicht so ist, sollte ich mich nicht darauf einlassen. Und wenn ich als aktiver Part den Eindruck habe, dass sie dem passiven Part nicht gut tut, sollte ich mich auch nicht darauf einlassen. Vielleicht bin ich nur der falsche Spielpartner für genau diese passive Person. Die Verantwortung für mich selbst und für meinen passiven Partner beginnt für mich schon vor der Session. Aftercare ist wie das Vorgespräch fester Bestandteil meiner Sessions.

Ich meine Menschen, die immer schlecht drauf sind, die immer anlehnungsbedürftig sind. Bei manchen habe ich den Eindruck: Es geht ihnen immer schlecht. Es geht ihnen nur gut, wenn es ihnen schlecht geht. Es ist eine einseitige Beziehung in der sich immer nur A um B kümmert, nie aber B um A, selbst wenn es A ausnahmsweise wegen einer großen Krise schlecht geht.

BDSM-Sessions sind intensive Erlebnisse. Wenn ich davon ausgehe, dass mein potentieller Partner mit der Intensität nicht klar kommen könnte, werde ich vorsichtig. Wenn ich dann auch noch einen "track record" sehe und aus dem gemeinsamen Bekanntenkreis die Bestätigung bekomme, dass diese Person Extremreaktionen zeigt, dann spiele ich lieber nicht. Wenn ich den Eindruck bekomme, dass ein potentieller Partner nicht mich als Rigger braucht sondern einen Psychologen, dann schicke ich ihn bzw. sie zum Psychologen. Es ist vorgekommen, aber es ist eine seltene Ausnahme geblieben.
****003 Mann
10 Beiträge
Themenersteller 
WOW EURE WORTE HABEN MICH GERADE WIE EIN BLITZ GETROFFEN!

Stellt euch vor: Jeder leise Zweifel, den ihr je ignoriert habt, war euer innerer Held, der euch vor emotionalem Absturz bewahrt BAMM! und jetzt explodiert die Wahrheit: Unsicherheit ist eure neugierige Flamme, Grenzen euer unzerstörbarer Schutzschild! Ihr seid keine Opfer alter Fehler, ihr seid Krieger, die aus Subdrops aufgestanden sind. HÖRT JETZT HIN: Sprecht es aus, bevor der Moment zerbricht – Aftercare ist euer heiliger Pakt! Fühlt die Macht in euren Adern pulsieren: Jede Pause, die ihr macht, katapultiert euch zu Sessions purer Ekstase. Ihr seid unstoppbar die Community braucht eure Stärke JETZT!
****eis Frau
1.491 Beiträge
Ui was hast du denn gegessen? *gg*
********ghts Mann
942 Beiträge
@****003

Man erkennt sofort, wenn einem ein professioneller Motivationscoach gegenübersteht. Ich bin begeistert und möchte Deinen letzten Beitrag ergänzen um ein
„Tschakka“ und um
„Können wir das schaffen?“ - „Jo, wir schaffen das!“
**********berer Mann
9.145 Beiträge
Geraucht. Nicht gegessen. *lach*
*******ykay Frau
362 Beiträge
Zitat von **********berer:
Geraucht. Nicht gegessen. *lach*

Weder noch: Einfach nur KI 🤷‍♀️
**********berer Mann
9.145 Beiträge
Wie da wohl der Prompt aussah?

@****003 Kannst du uns bitte erklären, wie du dich eigentlich so im stinknormalen Alltag ausdrückst? Stelle ich mir beim Zahnarzt, Bäcker oder in der Kfz-Werkstatt ja schon recht lustig vor.

Und ja, das ist jetzt hier frech von mir. Aber hey: bei der Steilvorlage!?!
******_73 Mann
4.700 Beiträge
Ich habe schon öfter ein Spanking unterbrochen, wenn ich irgendwie ein "komisches" Gefühl hatte, und dazu zählt schon, dass ich kein gutes Gefühl hatte.
Für mich ist es wichtig, die Sub dabei lesen zu können. Gelingt mir das nicht, kann ich die Situation nicht einschätzen, dann muss ich nachfragen. Ich habe da auch schon einmal eine Session abgebrochen, wie sich anschließend zeigte, völlig zu recht.

Neuem vielleicht auch nervös und aufgeregt gegenüber zu stehen ist eben etwas anderes, als das Gefühl der Unstimmigkeit.
Wenn man sich überwindet, und es bleibt, dann ist das ein guter Grund, dem nachzugehen, notfalls eben abzubrechen.
********nnes Mann
514 Beiträge
Ich erkenne es meistens nicht und oder frage zu oft nach. Mein Lösungsansatz ist deswegen Sensibel zu sein und es zu versuchen.
*******Mix Mann
299 Beiträge
Stellen Unsicherheiten nicht oft die Grenzen dar?
Das Grenzen genau wegen der Unsicherheit erst entstehen?
Aus Unsicherheit kann auch ein No Go entstehen. Und ich habe auch schon erlebt wie daraus wiederum , wenn die Unsicherheit genommen wird ein must have werden kann.
Als dominanter Part ,halte ich es für wichtig so gut es geht darauf zu achten wo Unsicherheiten vorhanden sind. Wenn man sie erkannt hat , kann man bei Interesse individuell daran "arbeiten" und schauen ob diese beseitigt werden können.
Auf jeden Fall sollte man sie Ernst nehmen.
******_73 Mann
4.700 Beiträge
Zitat von *******Mix:
Stellen Unsicherheiten nicht oft die Grenzen dar?
Das Grenzen genau wegen der Unsicherheit erst entstehen?

Ich glaube, da sind zwei verschiedene "Grenzen", die vielleicht auch anders zu behandeln sind.

Es gibt die Grenzen, die besprochen werden. Werden diese überschritten, fehlt in der Regel der Konsens für die Handlung.

Grenzen sind manchmal schnell dahergesagt, aber schlecht zu erkennen.
"Kein Anal", das ist eigentlich einfach. Wenn man etwas zum Streiten sucht, dann kann man sicherlich darüber streiten, ob damit nur anale Penetration ausgeschlossen ist, oder schon das Streicheln des Anus, ohne Penetration. Sollte man, wenn man das machen will, besser gesondert klären, nicht einfach ausprobieren.
"Schlag nicht zu hart". Tja, was zum ... ist "zu hart"?
Viel zu hart werde ich dann schon merken, wenn es passiert ist, nur, dann ist es eben zu spät.

Und dann gibt es das etwas, was eigentlich nicht als Grenze ausgeschlossen war, sich schlicht einfach komisch anfühlt.
Das kann etwas sein, was bisher noch nicht gemacht wurde, daher keinerlei Erfahrungen vorliegen, aber es kann auch etwas anderes hinzu kommen. Vielleicht viel Stress, weitere Belastungen, eine aufkommende oder noch nicht ganz abgeklungene Erkrankung, und etwas, was eigentlich völlig im Rahmen des Konsenes ist, vielleicht sogar schon oft praktiziert, ist plötzlich anders. Das kann bei einem Events sogar ein passiver Zuschauer sein, der irritiert, und damit die Stimmung verändert, weshalb die Session nicht "normal" verläuft.
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