Zwischen Lust & Erwartung: Warum wird Orgasmus vorgetäuscht?
Hallo Ihr Lieben,laut Internet und verschiedenen Statistiken haben schätzungsweise 56 % bis 70 % der Frauen schon einmal einen Orgasmus vorgetäuscht.
Das finde ich ziemlich bemerkenswerte Zahlen – und ich gehöre definitiv auch dazu. Warum? Aus Bequemlichkeit, um keine Diskussion zu starten oder um das Gegenüber nicht zu verletzen. Gleichzeitig habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass das Thema nicht immer offen angesprochen wird oder werden möchte.
Ich habe kürzlich gelesen, dass der weibliche Körper oft mehr Zeit benötigt, um beim Sex wirklich „anzukommen“ – teilweise wird von etwa 20–30 Minuten gesprochen (Tantraannayves).
Der weibliche Körper ist in vielen Fällen nicht auf schnelle Erregung ausgelegt – auch wenn es natürlich individuelle Unterschiede gibt.
Was aus meiner Sicht eine große Rolle spielt: Zeit, Wärme und ein Gefühl von Sicherheit. Erst wenn der Geist zur Ruhe kommt und nicht mehr bewertet oder „mitläuft“, kann sich der Körper wirklich öffnen. Gleichzeitig scheint es so zu sein, dass ein starker Fokus auf ein bestimmtes Ziel – wie den vaginalen Orgasmus – eher kontraproduktiv wirken kann.
Warum ist Sicherheit so wichtig?
Der Körper reagiert sensibel auf das, was im Nervensystem passiert. Entspannung und Vertrauen können entscheidend dafür sein, ob jemand sich fallen lassen kann.
Mich würde interessieren, wie Ihr das erlebt. Denn oft habe ich den Eindruck, dass der Fokus – bei Männern wie Frauen – noch stark auf den Orgasmus ausgerichtet ist (wertfrei gemeint).
Vielleicht würde ein besseres Verständnis füreinander auch dazu beitragen, dass sich Lust anders entwickeln kann. Dafür braucht es allerdings Zeit – und die wird sich im Alltag nicht immer genommen.
Bitte bleibt freundlich in der Diskussion, da das Thema durchaus sensibel sein kann. Mir geht es um einen respektvollen Austausch und unterschiedliche Perspektiven.
Liebe Grüße,
ScharfSinnige76

















