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Kleine Rituale, um die Dynamik in den Alltag einzubinden

**********_Pain Mann
457 Beiträge
Themenersteller 
Kleine Rituale, um die Dynamik in den Alltag einzubinden
Was habt Ihr für kleine Rituale, die, für sich alleine stehend, nicht sexuell oder erotisch sind, aber die Dynamik oder das Machtgefälle im Alltag für euch darstellen?

Bei uns sind es:

(recht Klischeehaft, ich weiß) das Anlegegen und Abnehmen des des verschließbaren Halsreifs

Sie läuft immer auf meiner linken Seite

Sie (Rechtshänderin) trinkt, wenn wir nicht zu Hause sind, Grundsätzlich mit links

Vielleicht entsteht hier ja so eine Art "Kleine Inspirationsquelle" für solche Rituale

Play Safe
Sascha
*******Fire Frau
5.310 Beiträge
Ich übergebe meinem Meister alles auf Knien
*******Fire Frau
5.310 Beiträge
Ich verneige mich vor ihm wenn ich weg war und wir uns fann wieder sehen (zb nach Hause kommen, oder sich in Training sehen wenn einer von uns arbeiten war, ect)
*******Fire Frau
5.310 Beiträge
Ich warte vor dem Bett auf seine Freigabe, dass ich ins Bett darf/soll
*******Fire Frau
5.310 Beiträge
Wenn wir gemeinsam wo hingehen laufe ich leicht hinter ihm, maximal auf gleicher Höhe
*******Fire Frau
5.310 Beiträge
Sind wir in Gesellschaft esse ich erst wenn er isst
*****a_A Frau
13.769 Beiträge
Rituale sind etwas sehr intimes und bedeuten dem Herrn sowie der Sklavin unglaublich viel.
Das von dir beschriebene...bzw was du meinst, sind eher Regeln würde ich sagen @**********_Pain ?
****en Paar
14 Beiträge
Bei uns ist es so, das ich meinen Herrn frage ob ich mich setzen darf, wenn die Kinder da sind reicht es auch nur mit einem Blick zu bitten.
Ich warte bis mein Herr angefangen hat zu essen und erst dann esse ich.
Wenn ich mich ins Bett legen möchte frage ich ebenfalls.
Und geschlafen wird nackt.
*****ich Mann
688 Beiträge
Tolles Thema uns tole Beiträge.

Egal ob man das nun Regelmoder Ritual nennt.
**********_Pain Mann
457 Beiträge
Themenersteller 
Danke für die Beiträge bisher, sind schöne Dinge dabei (ich mag sehr die zu-Bett-geh-Rituale, aber mit zwei 5- und 8-jährigen Kids im Familienbett zur Zeit nicht praktikabel *ggg*

@*****a_A danke auch für Deinen Denkansatz. Für mich haben diese Dinge schon rituellen Charakter, da es wiederkehrende Tätigkeiten sind, die wir für uns mit einem Sinn beladen haben.
****en Paar
14 Beiträge
Ja da haben wir Glück das unsere Jungs, (7/10) in ihren eigenen Betten schlafen und einen guten schlaf haben. Und fals doch mal was sein sollte hängt der Bademantel an der Tür 😉
*****ara Frau
51 Beiträge
Hallo @*****a_A
Darf ich dich fragen, was du unter Rituale verstehst im Gegensatz zu Regeln? Kannst du da ggf. ein Beispiel nennen?
Danke
Lg Cara
*****a_A Frau
13.769 Beiträge
@*****ara , ich kann es versuchen *g*

Regeln sind Vorgaben vom Herrn, wie etwas zu laufen hat, wie zum Beispiel " du läuft immer links von mir - regelmäßig den Standort schicken - essen erst nachdem der Herr angefangen hat" usw.
Regeln lassen sich immer wieder mal ändern. Manchmal fällt etwas weg...neue kommen hinzu.

Rituale sind etwas sehr intensives ziwschen Herr und Sub/Sklavin. Eine Änderung würde sich schrecklich anfühlen und auch dem Herrn würde etwas fehlen.
Rituale schaffen Verbindung..wie zum Beispiel " dem Herrn morgens seinen ersten Kaffee auf knien zu servieren - zu bestimmten Zeiten eine empfangende Haltung /Position einnehmen. Etwas, was zwischen beiden große Verbindung schafft und sie immer festlegt. Es sind symbolische emotionale Handlungen, die tiefe Gefühle hervor rufen können bishin zu sexuellem Empfnden, obwohl Sexualität im Grunde dort keine Rolle spielt
*******7674 Paar
129 Beiträge
Vielleicht auch ganz nett und in den ein oder anderen Alltag zu integrieren. Wir gehen gemeinsam Lebensmittel einkaufen. Sie legt nur etwas in den Wagen, nach Denise es mir präsentiert hat und ich wohlwollende zugestimmt habe.
Es kommt dabei vor, dass ich bewusst etwas ablehne nur um sie nochmals loslaufen zu lassen.
Für uns eine Art das etwa humorvoll zu gestalten. Interessant auch das Umfeld um uns dabei zu beobachten. Die Meisten (98%) nehmen das gar nicht war. Aber es gibt auch Blicke, als würden sie wissen, was hier gerade läuft.
*******Fire Frau
5.310 Beiträge
@*****a_A

Ich denke, wie man Rituale oder Regeln empfindet, ist sehr individuell.
Für den eine ist die Freigabe fürs Bett abzuwarten eine Regel - und trotzdem weiß ich aus Erfahrung, wenn das wegfällt hinterlässt es bei mir eine riiiesen Lücke-ebenso bei meinem Meister
*****a_A Frau
13.769 Beiträge
Zitat von *******Fire:
Ich denke, wie man Rituale oder Regeln empfindet, ist sehr individuell.
Für den eine ist die Freigabe fürs Bett abzuwarten eine Regel - und trotzdem weiß ich aus Erfahrung, wenn das wegfällt hinterlässt es bei mir eine riiiesen Lücke-ebenso bei meinem Meister

Das warten...oft kniend bis man ins Bett darf...ist vor allem ein sehr intensives Ritual, nicht bloß eine Regel
*****ich Mann
688 Beiträge
Zitat von *****a_A:

Das warten...oft kniend bis man ins Bett darf...ist vor allem ein sehr intensives Ritual, nicht bloß eine Regel

Das mag für dich so sein, andere definieren es als Regel.

Oder hab ich im Schwarzen Buch was übersehen?
*****a63 Frau
8.937 Beiträge
Das empfinden ob etwas ein Ritual oder eine Regel ist wird individuell unterschiedlich sein und abhängig von der Dynamik.

Auch ob einem ein Ritual wichtiger ist als eine Regel wird sicherlich nicht überall gleich sein.
Wer weiß, vielleicht ändern sich Regeln hin zu Ritualen und umgekehrt.

So ist zumindest meine Sicht.

Ich habe beides vernachlässigt und lese deshalb interessiert mit um mir Anregungen zu holen.
*****a63 Frau
8.937 Beiträge
Zitat von *****ich:


Das mag für dich so sein, andere definieren es als Regel.

Oder hab ich im Schwarzen Buch was übersehen?

Ich schlage gleich mal nach.
********_him Paar
547 Beiträge
Für mich (!) unterscheide ich das so, dass Rituale sich entwickeln, während Regeln explizit festgelegt werden.

Die morgendliche/abendliche Nachricht hat sich mit der Zeit/Intensivierung des Verhältnisses entwickelt. Mittlerweile wäre es beunruhigend, wenn sie nicht käme.

Im Gegensatz dazu habe ich einige Regeln. Die hat mein Herr mir vorgegeben und ich habe mich daran zu halten. Ausnahmen sind - den Umständen angepasst - durchaus mal drin, aber danach habe ich zu fragen bzw. darum zu bitten. Und ich muss eine Ablehnung einkalkulieren.

Insofern sind für mich im Sinne des EPs Rituale auch nichts, was das Machtgefälle ausdrückt. Das kommt für mich in den Regeln zum Tragen. Denn die hat mein Herr aufgestellt - weil er es kann bzw. darf. *zwinker*

*knicks* O Lea
********_him Paar
547 Beiträge
Und falls es darum gehen sollte - folgende Regeln sind die, die mich im Alltag am meisten beeinflussen / mir das Machtgefälle am deutlichsten aufzeigen:

• Meinen Halsreif trage ich 24/7. Im beruflichen Kontext muss ich dran denken, den Ring in den Nacken zu schieben, um ihn zu verstecken.
• Es gibt zwei Vorgaben hinsichtlich meiner Kleidung im Alltag (bei Treffen mehr, aber es ging ja um den Alltag).
• Wir leben EPE, d.h. ich muss u.a. um Erlaubnis für SB bitten.

*knicks* O Lea

P.S.: Dass ich die Beine nicht übereinanderschlagen darf, ist mittlerweile so selbstverständlich, dass ich das gar nicht mehr wahrnehme. *liebguck*
******akt Mann
324 Beiträge
Zitat von **********_Pain:
Vielleicht entsteht hier ja so eine Art "Kleine Inspirationsquelle" für solche Rituale

Die Inspiration ist immer die eigene Sub, es sei den man lebt das BDSM der Anderen. Selbst wenn man das Ganze als Rollenspiel, betrachtet, sollte man etwas Kreativität und Beobachtungsgabe dazu schon selbst mitbringen.

Mein Tipp, in sich gehen und überlegen, was ist ein Ritual und was möchte man damit erreichen.
********_him Paar
547 Beiträge
@******akt
Zitat von ******akt:
Die Inspiration ist immer die eigene Sub, es sei den man lebt das BDSM der Anderen.

Bei meinem Herrn gab es ein paar grundlegende Vorgaben schon zur ersten ("Probe"-)Session. Die danach zur Regel wurden. Da kannte er mich noch nicht wirklich. Aber er legt(e) eben Wert auf bestimmte Dinge.
Das hat also nicht unbedingt damit zu tun, dass "man das BDSM der Anderen" lebt. Es kann genauso gut bedeuten, dass einem manche Dinge grundsätzlich mag/möchte - (fast) unabhängig von der Sub.

*knicks* O Lea
*******lick Mann
59 Beiträge
@*****a_A

Ich finde diese Differenzierung zwischen Regel und Ritual sehr spannend.

Für mich zeigt sich darin, dass es unterschiedliche Ebenen gibt: Eine Regel kann Struktur geben und das Machtgefälle sehr klar markieren. Ein Ritual entsteht manchmal erst mit der Zeit und bekommt gerade dadurch eine besondere Bedeutung – weil beide spüren, was darin mitschwingt.

Eine Regel kann Orientierung geben.
Ein Ritual kann Verbindung verdichten.

Gerade dieser Unterschied macht das Thema für mich interessant.
*********nster Frau
222 Beiträge
Für mich ist das Anlegen meines Halsbands durch meinen Herrn ein wichtiges und schönes Ritual.
Es verdeutlicht das Machtegefälle und zeigt mir ganz klar, dass ich die nächsten 2-3h aktiv Sub sein darf.
Das kuscheln nach der Session bis hin zur Abnahme des Halsbands sehe ich ebenfalls als Ritual an.
Ich brauche das Halsband nicht zwangsläufig um Sub sein zu können, aber es fühlt sich für mich so viel besser an. Es stellt für mich tatsächlich Verbindung her.
Aber es zeigt natürlich den Ausbruch aus dem Alltag an und beantwortet damit die Frage genau nicht xD

Wir haben zum Bsp. eine (Ent)Kleidungsregel, die bei unseren 2er Sessons greift.
Ich habe noch ein paar andere kleine Regeln, aber wenig was aktiv in meinen Alltag eingreifen würde.
Zum Bsp. "muss" ich einmal die Woche Sport machen und schicke dann ein Beweisbild. Die Regel ist tatsächlich auf meinen Mist gewachsen um mich entsprechend zu motivieren. Ich bin froh, dass er bereit ist, das mitzumachen.
Ich denke, die gute Nacht Nachricht könnte man durchaus auch als Ritual sehen.
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