Mehr brandheiße Inhalte
zur Gruppe
Dating und Beziehung
256 Mitglieder
zur Gruppe
Female Led Relationship
1212 Mitglieder
zum Thema
Liebe vs. sexuelle Neugier und Erfüllung101
Ich beteilige mich eigentlich nicht an Diskussionen in Foren und…
zum Thema
Liebe des Lebens oder doch nur Sex?312
Nach vielen Jahren Joyclub habe ich tolle Erfahrungen gesammelt und…
Eine Domina im Interview
Das Thema ist für dich interessant? Jetzt JOYclub entdecken

Stiefelvorliebe in der Beziehung

*********ebend Mann
7 Beiträge
Themenersteller 
Stiefelvorliebe in der Beziehung
Guten Tag Forumsmitglieder,

wie manch anderer habe ich eine Vorliebe dafür Frauen in hohen Lederstiefeln und Lederkleidung zu sehen.
Allerdings ist es mir bislang schwer gefallen diese Vorliebe in meine Beziehung zu integrieren. Ich bin Anfang 30 und hatte bislang zwei längere Beziehungen. Meiner gegenwärtigen Freundin konnte ich erst nach ca. einem Jahr diese Vorliebe mitteilen. Irgendwie fühlte ich mich gehemmt, weil es so ein seltsamer Sonderwunsch von mir schien und sie auf Andeutungen usw nicht reagiert hat. Mir kam es so vor (und hat sich auch bestätigt), dass es eben so außerhalb ihres Kosmos liegt, dass man hier eine Vorliebe haben kann. Für sie gibt es einfach nur schöne und nicht schöne Kleider, aber nicht diese Art auch erotisch oder sexueller Vorlieben.

Nun habe ich ihr diese Vorliebe und Leidenschaft von mir in vielen Gesprächen ausführlich geschildert und mit der Zeit hat sie zumindest verstanden, dass es dies bei mir gibt und es eine für mich wichtige Bedeutung hat. Zumindest rational hat sie das eingesehen und die Absicht erklärt auf meine Wünsche einzugehen. Leider ist es aber so, dass dies wenn es dann konkret werden soll doch schwierig ist:

1) Es ist immer so, dass ich es initiieren muss, dass sie mal Stiefel anzieht oder einen Lederrock oder ähnliches.

2) Das wäre im Grunde kein Problem. Aber zum einen will sie dann, wenn ich es mal anspreche doch nicht oder tut es nicht gern

3) je mehr ich für mich darüber nachgedacht habe, desto unverständlicher wurde dies für mich, weil ich es eigentlich keine große Sache finde, etwas dem Partner zu liebe zu tun. Das ist für mich selbstverständlich in der Beziehung - solange diese Sache einem nicht abstößt und das tut es bei ihr nicht, das habe ich sie auch gefragt.

4) es geht mir ja ia auch nicht darum, dass sie das sonderlich oft oder so tut, sondern ab und an; alle zwei Wochen mal oder so.

Ich dachte hier im Forum könnte es Leute geben, die mir hier weiterhelfen können oder eigene ähnliche Erfahrungen gemacht haben – vielleicht auch von der anderen Seite, also als jemand an den eine Bitte vom Partner um das Ausleben bestimmter Vorlieben gerichtet wurde.
*********paar Paar
64 Beiträge
Ich fürchte, das hörst du jetzt nicht gerne, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ihr das einfach nicht taugt und sie das nicht interessiert ist sehr hoch.
Sie will das nicht.
Und du willst es.
Das passt nicht.
****ot2 Mann
12.760 Beiträge
Sobald es um Kleidung oder Outfit geht, empfinden viele Menschen Partnerwünsche als Grenzüberschreitung und Übergriffigkeit. Kleidung ist Teil der eigenen Identität, und deshalb wird selbst ein gut gemeinter Vorschlag schnell als "Du sollst anders sein" interpretiert.
Das macht solche Wünsche emotional viel komplexer, als sie auf den ersten Blick erscheinen.
Das gilt auch für nicht-erotische, rein ästhetische Styling-Hinweise.
****B64 Frau
828 Beiträge
Vielleicht fühlt sie sich einfach nicht wohl dabei und hat inzwischen auch den Eindruck, dass sie dir nur so gefallen würde. Scheinst sie ja sehr eindringlich dazu überreden zu wollen.
*********erin Frau
278 Beiträge
Lieber TE,
Deine Freundin hat jetzt viel Zeit investiert, darin zu verstehen, was diese Vorliebe für dich bedeutet. Es wäre schön, wenn du auch nun viel Zeit darein investierst, zu verstehen, wie sie zu Kleidung generell steht. Wie sie zu Kleidung beim Sex steht und worin sie sich wohl fühlt und worin nicht so. Offenbar fehlt es, wie dein Beitrag zeigt, von deiner Seite aus noch sehr an Verständnis.

Ich hatte auch mal einen Partner, der bestimmte Klamottenvorlieben hatte. Am Anfang wollte ich mich da auch offen geben und dachte, das wäre ja kein Problem. Allerdings ging es mir wie deiner Partnerin: in konkreten Situationen habe ich dann eigentlich doch oft nein gesagt und wenn ich ja gesagt habe, war es für mich eher anstrengend. Es hat gedauert bis ich sagen konnte "Das ist nichts für mich und passt nicht zu mir. Eigentlich wollte ich es dir zu liebe machen, aber ich fühle mich dann nicht wohl und ich fühle mich dann nicht als ich."
Wie du auch (und vielleicht auch die Freundin) hatte ich die Dimension völlig unterschätzt. Es ist eben nicht eine Kleinigkeit. Und übrigens ist alle 2 Wochen bei etwas, was nicht aus einem selbst kommt, sehr oft. Unter ab und an würde ich alle paar Monate verstehen.
Wenn jemand ja sagt, aber sein Handeln nein sagt, zeigt das im Grunde, dass jemand etwas nicht möchte, sich aber dessen entweder nicht bewusst ist oder es nicht sagen möchte (zb um es recht zu machen, den anderen nicht zu verletzen, man nicht das Selbstbewusstsein dazu hat).

Bitte bedrängt sie damit nicht.
Wenn sie es wirklich möchte, wird sie es ab und an von sich aus tun. Wenn nicht, nicht.
Konzentrier dich darauf Dinge für sie zu tun, die ihr wichtig sind. Wenn es dir wichtig und selbstverständlich ist, etwas für den anderen zu tun in einer Partnerschaft. Dazu gehört übrigens auch, das Nicht-Tun des anderen zu akzeptieren.

Liebe Grüße
Ideensucherin
********etal Paar
1.725 Beiträge
Zitat von *********ebend:
weil ich es eigentlich keine große Sache finde, etwas dem Partner zu liebe zu tun
Das ist schon ein schwieriger Ansatz. Natürlich ist das eine große Sache Kleidung dem Partner zuliebe anzuziehen und auch im Hintergrund zu wissen, das vermutlich die Person austauschbar ist, die sie trägt, weil es dem Fetischisten dabei nur um das Kleidungsstück seiner Begierde geht.
******dja Frau
2.303 Beiträge
Ich war mal mit einem HighHeels-Fetischisten zusammen. Betonung auf "war".
Irgendwann ist dieser Fetisch derart ausgeartet, dass ohne High Heels gar nichts mehr ging. Zum Schluss hatte er sie selbst an, weil der Mensch in den Schuhen absolut unwichtig war. Unmengen an Geld wurden für Schuhe ausgegeben.

Seitdem mache ich um jeden Fetisch, der für jemanden essentiell scheint, einen Bogen.

Ich kann deine Partnerin verstehen. Finde einen Weg deinen Fetisch zu genießen, ohne ihn dein (und ihr!) Leben bestimmen zu lassen. Oder finde eine Partnerin mit dem gleichen Fetisch. Aber verlange auf keinen Fall etwas von ihr, das sie nicht bereit ist zu tun und ihr absolut keine Freude macht.
********isch Frau
410 Beiträge
Zitat von *********ebend:

3) je mehr ich für mich darüber nachgedacht habe, desto unverständlicher wurde dies für mich, weil ich es eigentlich keine große Sache finde, etwas dem Partner zu liebe zu tun. Das ist für mich selbstverständlich in der Beziehung - solange diese Sache einem nicht abstößt und das tut es bei ihr nicht, das habe ich sie auch gefragt.

Nein, Stiefel anziehen ist nicht schwer. Aber zu merken, dass man eigentlich gar nicht gemeint ist, das ist schwer auszuhalten.
*********l_82 Frau
920 Beiträge
Ich kenne viele Spielpartner mit Fetisch. Ist für mich kein Problem, wenn es nicht überhand nimmt und kein Druck ausgeübt wird.
Das scheint für einige Fetischisten sehr schwierig zu sein.
Wenn ich z.B. keine Lust habe eine Lederhose oder Stiefel anzuziehen, habe ich aber keine Problem damit, wenn er z.B. Lederhandschuhe oder Stiefel in die Hand nimmt bei einer Session.
Vielleicht gibt es also noch Möglichkeiten, mit denen ihr beide gut zurecht kommt.
**********artin Mann
423 Beiträge
Wie würdest du dich fühlen wenn du zum Beispiel Hasenohren aufsetzen solltest beim Sex?
*******Mix Mann
296 Beiträge
Wenn Sie die Sachen nur die zum gefallen anzieht oder weil sie das Gefühl hat das Du es erwartest , ist das nicht die Beste Basis dafür daß es Euch Beiden etwas gibt. Egal was Sie /Er anzieht , es sollte sich keiner " verkleiden". Damit meine ich Egal ob Stiefel, High Heels, Dessous usw , wenn Sie sich nicht selbst Sexy dabei fühlt auch nachdem sie es vielleicht für Dich Mal versucht hat , wird da wohl nicht für Beide DIE Lust entstehen.
Aber ihr Beiden klärt das am besten unter Euch , um ein Ergebnis zu bekommen. Wie auch immer das Ergebnis ist.
*****a_S Mann
10.814 Beiträge
Zitat von *********ebend:
... Meiner gegenwärtigen Freundin konnte ich erst nach ca. einem Jahr diese Vorliebe mitteilen. ...

Da "liegt der Hase im Pfeffer". Du bist somit mit einer Frau zusammen, die da überhaupt nicht drauf steht, aber nach einem Jahr Beziehung war Liebe da, also macht sie das jetzt zwischendurch nur für dich, auch wenn es ihr echt nicht gefällt. Mehr und aktiver wird das von ihr wohl nicht werden - sie ist da quasi schon an einer Schmerzgrenze. Und wenn sie dir ehrlich antworten würde auf die Frage, ob sie mit dir die Beziehung angefangen hätte, wenn du ihr deine Neigung von Anfang an erzählt hättest, würde sie das vermutlich verneinen.

Somit: Das ist es, was deine Freundin für dich macht. Wenn dir das genügt und es dich nicht traurig macht, dass ihr das nicht gefällt, ist ja alles fein. Aber wenn du das anders willst, dann solltest du deiner nächsten Freundin von Anfang an sagen, worauf du stehst. Du wirst feststellen, dass es dann schwieriger ist, eine Beziehung zu finden und du ggf. in der Fetisch-Szene suchen solltest.

Zugegeben, harte Worte, aber du hast nach Erfahrungen gefragt und das genau sind meine Erfahrungen als Fetischist. Ich war mit einigen Frauen zusammen, die meinen Fetisch (LLL) nicht geteilt haben. Und das war immer so, dass die das immer nur hin und wieder und auf meine Initiative hin mitgemacht haben und sich dabei auch so gefühlt haben, als ob ich sie ohne LLL nicht attraktiv genug finde. Und das war nicht meine Schuld, weil ich das so unsensibel gemacht habe, sondern lag schlicht daran, dass die eben nicht auf LLL standen - thats it.

Als ich dann später mit Frauen aus der Szene zusammen war, hatten die von ganz allein Lust, LLL zu kaufen, tragen und haben sich dabei nicht reduziert oder verkleidet gefühlt. Und das lag nicht daran, dass ich mich ihnen gegenüber anders verhalten habe, sondern schlicht daran, dass sie selbst darauf standen. Der Unterschied in meinem Verhalten war also, von vornherein so zu daten.
****bo Frau
4.571 Beiträge
Verstehe Deine Freundin, selbst wenn es kein "großes Ding" ist und es ihr tatsächlich nichts ausmacht, diese Sachen zu tragen..

Ging mir ähnlich mit einer F+, zu der jetzt nur noch das F bestand hat.
Bei ihm waren es Nylons, insbesondere Halterlose in Kombi mit sexy Dessous/Kleid und HighHeels..
Alles eigentlich gar kein Problem für mich, sogar alles zur Genüge vorhanden, trag ich gelegentlich auch gern..
Störend wurd allerdings das vor jeden Treffen nochmal explizit zu betonen, klang eher schon nach eindeutiger Erwartung, als wäre man ohne diese Accessoires nicht ausreichend. *nixweiss*
Er wäre wirklich enttäuscht gewesen, hätte ich nix in die Richtung im Gepäck gehabt..
Im Gegensatz dazu meine aktuelle F+ ganz ohne Klamottenfetisch, der sich einfach freut das ich da bin, die Klamotte auch für das Begehren vollkommen egal ist..
Für ihn dann auch gerne gelegentlich der bewusst sexy auftritt, findet er wie wohl die meisten Männer auch ziemlich hot..
Find ich so einfach deutlich entspannter, weil es da null Erwartung gibt und ich mir bei spontanen Treffen null Gedanken machen muss.
********rmal Mann
856 Beiträge
Frauen sind dann am schönsten wenn sie Kleidung tragen in der sie sich wohlfühlen.

Du hingegen erwartest das sie ihre wohlfühl Oasr aufgibt um Dir zu gefallen.

Zudem sind Lederjacke und Stiefel jetzt nicht grad der letzte schrei am ymodehimmel.

Stell Dir vor die würde Dir sagen das sie Auf traditionelle Kleidung aus dem Kongo steht.
Da bin ich mal gespannt wie weit du da wirklich mitgehen würdest.
*****a_S Mann
10.814 Beiträge
Der Vergleich ist nicht passend, weil er sich ja schon was wünscht, was die ganze Zeit immer ein wenig in Mode ist, wenn auch manchmal mehr, manchmal weniger. Ich bin seit 40 Jahren Fetischist, und ich sehe im Alltag immer wieder Frauen in modischer Kleidung, die meinen Fetisch anspricht (Lederjacken, Glanzleggings, schöne Stiefel, etc.), was daran liegt, dass mein Fetisch nicht sonderlich speziell ist.

Allerdings hat mir das die ganzen Jahre nicht dabei geholfen, so leichter passende Frauen zu finden, die Lust auf Fetisch in Beziehung haben. Denn der Großteil der Frauen, die im Alltag oder auf Partys Leder oder insgesamt mal was glänzendes oder Absätze tragen, tragen das zwar schon zum einen, weil sies selbst mögen und auch weil sie wissen, dass es Männern gefällt, ABER:

Nur ein kleiner Teil dieser Frauen hat Lust darauf, diese Kleidungsstücke in der Beziehung bzw. bei Flirt und Sex sexualisieren/fetischisieren zu lassen. Das ist etwas, was ich auch erst mal lernen musste. Mit Anfang 20 war ich noch so naiv, zu denken, dass ein Gothicgirl, was auf der Gothicparty Lack trägt, auch Lust hat, mit einem Mann, der auf Lack steht, zusammen zu sein. Dem ist aber oft nicht so!
*********kend Paar
15.665 Beiträge
Zitat von *********ebend:
2) Das wäre im Grunde kein Problem. Aber zum einen will sie dann, wenn ich es mal anspreche doch nicht oder tut es nicht gern

Vielleicht will sie bedingungslos von dir angenommen werden. Hat sie denn, wenn sie die Stiefel oder Ledersachen trägt auch positive Erlebnisse oder ist es u.U. ihre Erkenntnis das es dir vor allem um die Items und weniger um sie geht?
Und wenn sie Ledersachen trägt, sollte sie dann auch eine bestimmte Rolle für dich einnehmen die ihr evtl. nicht liegt.

g/w
*******na19 Frau
1.799 Beiträge
Ein Kompromiss der vielleicht machbar wäre, sollte auf gegenseitigem Wechsel des "Gebens und Nehmend" basieren.
Indem man bewusst so zu sagen "den Dating Ansatz" in die bestehende Beziehung wieder integriert, z.b. ein Mal wöchentlich.
Man geht gemeinsam aus oder macht ein Date zu Hause mit dem Schwerpunkt auf die Vorlieben/Fetische des jeweiligen Partners.
So kleidet sich die Frau an einem Abend so wie es ihr Partner wünscht und es läuft nach seinen Wünschen, Vorlieben, Fetischen.
Beim nächsten Mal bzw "Date" geht es um IHRE Wünsche und nach ihrem Setting. Dafür muss man natürlich wissen, was und wie sich die Frau es wünscht.
Z.b. sie zieht sich so an, wie sie es für sich harmonisch empfindet: ein schlechtes/schickes/sexy Kleid oder eben ganz locker und leger, etc.
Sie wünscht sich ein Candlelight Dinner mit ruhiger Musik, Blumen dazu, kleine Aufmerksamkeit als Geschenk, lockere Gespräche (eher auf sie, ihre Welt bezogen, was sie mag, was sie inspiriert). Vielleicht danach eine Massage oder miteinander tanzen, oder ihre Lieblingsmusik hören. Vielleicht wünscht sie sich ein Besuch ins Theater, Kino, etc.

Die Idee ist dahinter nicht nur zu erwarten oder etwas insgeheim oder subtile zu fordern, sondern SELBST mit dem GEBEN anzufangen, anstatt das NEHMEN zu erwarten.
Auch dabei selbst zu reflektieren, wie nicht einfach das GEBEN sein kann, wenn man sich nur auf das eigene Wohl und Bedürfnissen konzentriert ist.
****ot2 Mann
12.760 Beiträge
Frage:

Geht es bei dem Wunsch um ein Outfit für Schlafzimmer bwz. eigene Wohnung?

Oder um ein entsprechendes Styling in der Öffentlichkeit?
*****a_S Mann
10.814 Beiträge
Ich verstehe den Ansatz @*******na19 habe ihn aber als unrealistisch erlebt. Ich muss aber zugeben, dass ich in meinen 20ern auch so gedacht bzw. gehofft habe.

Also, ich war ein Mann, der seine Freundin viel gefragt hat, was sie sich wünscht und sehr gewillt war, ihr das zu geben. Und ich hatte - ähnlich wieder TE in seinem Eingangspost - auch im Hinterkopf gedacht: So Stiefelanziehen etc. ist doch keine große Sache, das kann sie doch für mich machen, ich gebe ihr doch auch so viel, höre ihr zu, streichle und massiere sie ausgiebig, lecke sie und verzichte auf Blowjobs, usw..

Aber selbst, wenn ich diese Gedanken aufschreibe, merke ich (und schon lange), wie falsch sich das anfühlt, also dieses tit-for-tat in Bezug auf Sex/Erotik. Tit-for-tat funktioniert mMn wenn man im gleichen Game ist, also er leckt sie, sie leckt ihn im Gegenzug. Oder mal fesselt er sie, mal fesselt sie ihn. Aber es funktioniert schlecht, wenn es um eine Neigung geht, die nur einer von beiden hat, und die dem anderen zudem das ungute Gefühlt gibt, nicht passend zu sein.

Es funktioniert dann, wenn sie auch grundlegend Lust auf Fetisch hat. Also dass sie dann beim Flirt/Sex die Sachen trägt die er besonders mag, und vielleicht auch öfter, als sie sie sonst tragen würde - eben für ihn. Genauso, wie er auch trägt, worauf sie steht und sie zB länger leckt, als es für ihn die reine Freude ist. Da funktioniert ein tit-for-tat, aber es funktioniert eben nicht mit Personen, die diese Neigung eher als negativ empfinden.

Und das liegt ja hier vor. Also wenn er schreibt
Zitat von *********ebend:
... Aber zum einen will sie dann, wenn ich es mal anspreche doch nicht oder tut es nicht gern. ...
Denn ich denke, das zeigt viel. Denn wenn sie das grundlegend auch heiß fände (wenn auch nicht als Fetisch) und zudem noch weiß, dass er voll hart drauf abfährt, dann würde diese Frau das doch machen, und zwar wenn er es anspricht und bestimmt noch öfter.
*******na19 Frau
1.799 Beiträge
@*****a_S soweit ich den TE verstanden habe, findet seine Frau seinen Fetisch nicht grundsätzlich abstoßend und hat es nicht komplett abgelehnt.

Was die beiden in der Kennenlernen Phase verpasst und versäumt haben, müssen sie jetzt beide ausbügeln und gerade biegen.
Sich aufs Neue Kennenlernen mit Bezug auf deren Sexualität.

Und das ist das grundlegende Problem, dass so viele Menschen sowohl miteinander sexteln als auch eine Beziehung aufbauen, ohne über die eigene und die vom Partner Sexualität zu sprechen.
Wenn sie dabei beide "Stracciatella" sind (mein neuer Begriff für die andere Eissorte😉), dann klärt sich einiges recht schnell, was man beim Sex nicht gern mag und was mehr (blow-job ja/nein, etc).

Schlummern in einem aber bestimmte von den "Normen" abweichende Sehnsüchte, Fantasien, Vorlieben und Fetische, lernt man mit der Zeit sie ernst zu nehmen und darüber zu sprechen, geschweige von dazu zu stehen.

So, Jetzt haben wir (sie) den Salat...

Es gibt folgende Möglichkeiten:
1. Trennung
2. Verzicht
3. Outsourcing der Kinks (Öffnung der Beziehung)
4. Versuchen zu retten, was zu retten ist.
Kommunizieren, Kompromisse suchen/finden, auf einander eingehen, gemeinsam testen/ausprobieren.

Ob deren Versuch unrealistisch ist, ist nicht in den Stein gemeißelt.

Sie können scheitern oder sie können zueinander finden.

Ich glaube, im bestimmten Alter muss man oder kann man noch gravierende Fehler machen. So wie auch du hast noch mit 20-30 Jahren "versucht", deine Fehler gemacht, Enttäuschungen gehabt und dadurch bestimmte Erkenntnisse gewonnen.

Kaum jemand ist so schlau, um alles und immer richtig zu machen.

Wir haben hier jede Woche ein paar Threads die parallel laufen und dieselben Problematiken umfassen.
Die Titel sind zwar unterschiedlich, aber im Grunde genommen geht um das Eine:

Das Unterschätzen der eigenen Sexualität, fehlende/ falsche Kommunikation, das oberflächliche Kennenlernen, aber Zack ist man schon ein paar Jährchen in einer Beziehung.
********isch Frau
410 Beiträge
Was sauer aufstößt, ist das Anspruchsdenken.
"Sie könnte doch mal/ist doch kein großes Ding/man sollte dem Partner doch entgegenkommen etc."
Hätte er nur von seiner Vorliebe vorsichtig erzählt ohne sie zu drängen, wäre eventuell noch was zu retten gewesen.

Wenn man einen Kink nicht teilt, dann ist es schon verstörend, wenn der Partner beim Sex nur auf die Stiefel linst und man sich wie eine lebendige Wichsvorlage fühlt. So stellen sich die wenigsten Frauen partnerschaftlichen Sex vor.

So sind jetzt beide frustriert.
*****a_S Mann
10.814 Beiträge
Du hast recht @*******na19 dann will ich auch gern noch was konstruktives beitragen,
kann das aber nur, wenn der TE @*********ebend die hier schon gestellten Fragen beantwortet,
nämlich: Was genau ist ihm bei seinem Stiefel/Lederkleidungs-Fetisch wichtig?

Geht es ums Tragen in der Öffentlichkeit oder eher zu Hause?
Und zu Hause auf dem Sofa oder auch im Bett / beim Sex?
Ist damit außer dem Tragen auch weitere Handlung verbunden?
Nur Berühren oder auch Küssen/Lecken im Sinne von BDSM-Devotion?

Die Beantwortung dieser Fragen würden helfen, um Tipps für das weitere zu geben.
*******na19 Frau
1.799 Beiträge
Zitat von *********ebend:


1) Es ist immer so, dass ich es initiieren muss, dass sie mal Stiefel anzieht oder einen Lederrock oder ähnliches.

Ja, so ist es, wenn der TE es mehr braucht, als sie. Auch hier ist vielleicht Fantasie gefragt, wie man es der Frau schmackhaft machen kann.
Sie ist keine FemDom, die aktiv im Kontext führt.

Zitat von *********ebend:

2) Das wäre im Grunde kein Problem. Aber zum einen will sie dann, wenn ich es mal anspreche doch nicht oder tut es nicht gern.
Hier bin ich immer noch der Meinung,,dass ihr dabei vielleicht die "win-win" Erkenntnis fehlt.
Es kann eine positive Veränderung an ihm, an ihr oder an "wir" liegen.
Wenn sie sich als Dienstleisterin fühlt, fehlt es an Anerkennung und Wertschätzung.

Zitat von *********ebend:

3) je mehr ich für mich darüber nachgedacht habe, desto unverständlicher wurde dies für mich, weil ich es eigentlich keine große Sache finde, etwas dem Partner zu liebe zu tun. Das ist für mich selbstverständlich in der Beziehung - solange diese Sache einem nicht abstößt und das tut es bei ihr nicht, das habe ich sie auch gefragt.

Mit dieser egozentrischen Einstellung kann ich wenig anfangen.
Auch meine "win-win" Anzätze zielen auf etwas völlig anderes: Kein reines Tauschgeschäft von Handlungen oder Aktivitäten.
Mir geht es um emotionale positive Momente, die für EINANDER und MITEINANDER geschaffen werden.

Zitat von *********ebend:

4) es geht mir ja ia auch nicht darum, dass sie das sonderlich oft oder so tut, sondern ab und an; alle zwei Wochen mal oder so.

Auch für mein Empfinden recht egozentrisch.
In diesem Kontext würde ich die Frau deutlich fragen, wie häufig kann sie sich auf das Spiel einlassen.
Das Geschehen kann entweder gemeinsam geplant werden, oder erst am Anfang von TE.
Sein Ziel musste erst sein, bei IHR positive Anreize und Erlebnisse zu schaffen (davor und danach verstärkt), weniger seine Fetische schnell zu befriedigen.
Vielleicht am Anfang auf Erfüllung seines Fetisches verzichten, es langsam im Spiel einbauen.

Und immer wieder für sie positive Anreize zu schaffen, damit ihr Interesse steigt, mit ihm zu spielen.
*********kend Paar
15.665 Beiträge
Eben ...soll ich nur kurz in die Stiefel schlüpfen oder schnell noch die dominante Ehefrau liefern? Ich finde das ist ein großer Unterschied. Und wenn die Ehefrau tatsächlich eine dominante Ader hätte würde sie auf Kleidervorschriften auch nicht unbedingt begeistert reagieren.

g/w
****ot2 Mann
12.760 Beiträge
Dasselbe Problem kann es auch dann geben, wenn es überhaupt nicht um Sexualität bzw. Fetisch geht.
Sondern ganz allein um visuell-ästhetische Vorstellungen.

Zum Thema Fetisch: Ich kann mich an den Fall erinnern, da ist ein Kennenlernen am Thema Intimrasur gescheitert, das für ihn Musthave, für sie lächerlicher Pornokram war, und wozu sie unter keinen Umständen bereit war.

Die Conclusio war: Wenn Musthave und Nogo bei solchen Bereichen zusammentreffen, ist üblicherweise nichts zu machen.
Und eine (frühzeitge) Trennung wahrscheinlich die beste Lösung.
Tausch dich mit der Community zu heißen Themen aus oder starte selbst eine Diskussion.
Jetzt kostenlos anmelden