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Wie fühlst du Liebe?

**ia Frau
489 Beiträge
Themenersteller 
Wie fühlst du Liebe?
Eine simple Frage - eigentlich. Ich für mich habe aber festgestellt: das ist nicht so einfach zu beantworten. Aktuell drehen sich meine Gedanken viel um diese Frage: woher weiß ich eigentlich, dass ich liebe? Warum verändert sich Liebe bei mir? Und auch: was ist Liebe eigentlich für mich?

Daher würde ich es gerne von euch wissen: wie definierst du für dich Liebe? Wie fühlst du sie? Kannst du benennen, woran du sie spürst?
Ich bin gespannt auf Input - und vielleicht auf Gedankenanstöße, weil ich einfach nur wieder zu viel denke....
****rd Mann
279 Beiträge
Puh, mal eine der ganz großen Fragen *lach*
Na gut...

Für mich ist es das tatsächliche Bedürfnis, mein Leben, meine Gedankenwelt, meinen Alltag mit meiner Partnerin zu teilen. Ich möchte ihr Dinge mitteilen, die mir über den Tag passieren. Wenn wir mal ein paar Tage getrennt voneinander unterwegs sind, merke ich, dass mir etwas fehlt. Natürlich habe auch ich Phasen, in denen ich nachdenke, Dinge in Frage stelle. Ich komme aber immer wieder an den Punkt, an dem ich mich aktiv dazu entscheide, mit meiner Partnerin zusammen sein zu wollen. Und dass ich diese Entscheidung, wenn ich emotional gerade nicht so sicher bin, immer wieder neu treffen kann und es sich dann immer wieder gut anfühlt, das ist für mich Liebe.
*********pfer Paar
654 Beiträge
(er schreibt)

Liebe (zu meiner Partnerin) ist für mich die bewusste Entscheidung für meine Partnerin; eigentlich sogar die gemeinsame Entscheidung von uns füreinander. Die Entscheidung, auf lange Sicht verlässlich eine Beziehung zu führen, in diese Beziehung zu investieren, weil wir fest daran glauben, dass diese Beziehung eine lange Zukunft hat! Die Entscheidung, nicht einfach aufzugeben, wenn's Schwierigkeiten gibt! Nicht nur füreinander da sein, wenn es einfach ist, sondern gerade dann, wenn Probleme hoch kommen oder wenn es auch mal was zu verzeihen gibt oder man einfach unterschiedliche Meinungen hat.

Dann gibt es noch "verliebt sein" - das ist etwas anderes, das ist ein Gefühl, das ich nicht bewusst steuern kann.

Liebe ist noch da, auch wenn die Verliebtheit schwindet.

Manche merken, sobald die Verliebtheit weg ist, dass da gar nichts mehr ist.

Meine Erkenntnis: Sich verlieben KANN ein guter Einstieg in eine Beziehung sein - reicht aber nicht aus für eine dauerhafte Liebe, da gehört mehr dazu...
*********g6957 Paar
90 Beiträge
Die ersten beiden Beiträge sagen sehr viel aus wie ich es auch empfinde.
Wir sind bald 15 Jahre zusammen und was es für mich persönlich ausmacht, Liebe für diesen Menschen zu empfinden und mit ihm alt werden zu wollen ist die gegenseitige Wertschätzung der Stärken u die Toleranz den Macken gegenüber: meine Ecken passen gut zu seinen Kanten 😊
Die Freiheit auch mit anderen Menschen schöne Zeiten zu haben ohne schlechtes Gewissen sondern im Gegenteil sich nach Zeit ohne einander aufeinander zu freuen.
Und die Zuverlässigkeit wenn wir einander brauchen ist jeder für den Anderen da .
******yze Frau
988 Beiträge
Zitat von *********pfer:
(er schreibt)

Liebe (zu meiner Partnerin) ist für mich die bewusste Entscheidung für meine Partnerin; eigentlich sogar die gemeinsame Entscheidung von uns füreinander. Die Entscheidung, auf lange Sicht verlässlich eine Beziehung zu führen, in diese Beziehung zu investieren, weil wir fest daran glauben, dass diese Beziehung eine lange Zukunft hat! Die Entscheidung, nicht einfach aufzugeben, wenn's Schwierigkeiten gibt! Nicht nur füreinander da sein, wenn es einfach ist, sondern gerade dann, wenn Probleme hoch kommen oder wenn es auch mal was zu verzeihen gibt oder man einfach unterschiedliche Meinungen hat.

Dann gibt es noch "verliebt sein" - das ist etwas anderes, das ist ein Gefühl, das ich nicht bewusst steuern kann.

Liebe ist noch da, auch wenn die Verliebtheit schwindet.

Manche merken, sobald die Verliebtheit weg ist, dass da gar nichts mehr ist.

Meine Erkenntnis: Sich verlieben KANN ein guter Einstieg in eine Beziehung sein - reicht aber nicht aus für eine dauerhafte Liebe, da gehört mehr dazu...

Das ist sehr treffend beschrieben *g* so empfinde ich das auch, nur dass ich auch Liebe nicht bewusst steuern kann. Ich kann nur entscheiden eine Beziehung zu führen oder nicht.
*****lay Paar
6 Beiträge
Liebe ist für mich ein "kurzer" Augenblick positiver Sprachlosigkeit.

Es sind Situation, Gesten, Worte, Gedanken an oder von meinem Partner die mich einfach sprachlos machen, weil Worte diesen Moment der inneren Erfüllung und Verbundenheit einfach nicht beschreiben können...
*******ssa Frau
6.007 Beiträge
Ich glaube man liebt wenn man auch die Macken des Partners akzeptiert, also insgesamt zusammenwächst.
******_HH Mann
2.930 Beiträge
Leider hat es bei mir nie wirklich für mehr als Monate/Wochen gereicht.

Aber, ich habe mir immer vorgestellt:
Wir unterstüten uns im Alltag, bei der Erziehung der Kids.
Freuen uns über Erfolge des Partners und stärken uns gegenseitig den Rücken um Karriere machen zu können.
Halten bei der Erziehung der Kids zusammen und stärken diese. Haben gemeinsam Freude an ihrer Entwicklung.
Genisen uns und finden Wege unsere Fantasien zu kombinieren.
Überraschen uns im Alltag nicht nur mit besonderem sondern auch mit alltäglichem vor dem wir uns sonst gern drücken.
*********uest Mann
2.366 Beiträge
Liebe ist das permanente Bedürfnis, einem Menschen sehr nahe zu sein, und der damit verbundene Schmerz, wenn diese Nähe fehlt.
Die Kernfrage kann ich nicht beantworten. Aber ich kann sagen wann:

Wenn es heilig, privat und meins ist und es mit niemanden außer der Person, die es betrifft teilen will. Auf dass kein Außenstehender es kaputt machen, beschädigen oder zerstören kann.
****007 Frau
3.639 Beiträge
Für mich ist liebe nicht etwas das ich nur in beziehungen fühle.

Es gibt freundschaftliche liebe. Die sich anfühlt wie wenn die beste freundin eig familie wäre.

Für mich entsteht liebe auch mit der zeit. Und entsteht aus dem guten gefühl im bauch, die aufregung und neugier auf den anderen. Gerne zeit mit den anderen verbringen zu wollen. Nur das dieses gefühl sanfter ist als verknallt sein. Ruhiger mit mehr sicherheit und vertrauen.
Und mir ist ab dem moment das glück des anderen wichtiger als meins.
Das heißt wenn der jenige feststellt er wäre ohne mich glücklicher dann lasse ich ihn gehen. Und freue mich wenn die person dann glücklich ist.
*****a63 Frau
8.931 Beiträge
Ich kann es nicht in Worte fassen. Die Liebe ist einfach da und ich fühle diese mit jeder Faser meines Körpers.
****n_A Frau
52 Beiträge
Ich möchte gern von meiner-leider sehr schmerzhaften- Erfahrung zu dem Thema erzählen:
Mein Mann ist nach 25 gemeinsamen Jahren im Januar verstorben.
Aber die Liebe hört nicht einfach mit dem Tod auf; sie verwandelt sich in unfassbar scharfkantigen Schmerz weil sie nicht weiß, wohin sie soll….
Also für mich besteht Liebe im Moment aus Vermissen, Sehnsucht, Trauer und dieser klaffenden Wunde in meiner Brust von der ich hoffe, dass sie irgendwann erträglich wird und ganz vielleicht auch Platz für eine neue Liebe macht.

Sorry fürs Verderben der Stimmung🫣
***rk Mann
135 Beiträge
Die Differenzierung zwischen Verliebtheit und Liebe wurde ja schon oft erwähnt. Verliebtheit sehe ich als eine unwillkürliche, akute, hormonell vermittelte, emotionale Reaktion. Typisch sind diese oft zitierten „Schmetterlinge im Bauch“, die ich durchaus auch so bestätigen kann. Beim Kontakt mit der Person schießt der Puls hoch, der Bauch fühlt sich komisch an, Finger werden vielleicht kalt, Gänsehaut tritt auf und im Inneren ballt sich viel Energie, die nicht so recht weiß, wohin – Aktivierung des Sympathikus halt. Physiologisch nicht groß anders von einer Stressreaktion, nur, dass man es positiv liest. Sehr romantisch, ne? 😅

Liebe hingegen ist für mich eher bewusst und gereift. Ich empfinde sie nicht als eine bestimmte Emotion, sondern als eine tiefe Bindung, ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, den Willen zu einem gemeinsamen Alltag – der nicht räumliches Zusammenwohnen bedeuten muss, das kann auch einfach nur alltäglicher Kontakt sein, in dem man seinen jeweiligen Alltag miteinander teilt.
Emotionale Reaktionen definieren für mich Liebe nicht, sie ergeben sich aber aus ihr: Geht es dem geliebten Menschen etwa nicht gut, geht es mir nicht gut. Sehe oder lese ich den Menschen lange nicht, vermisse ich ihn. Er ist mir wichtig, seine Existenz in meinem Leben ist allein in sich schon ein Auslöser von tief empfundenem Glück.

Oft fängt eine Beziehung mit Verliebtheit an und daraus entwickelt sich dann Liebe (oder auch nicht, dann ist mit Abklingen der Verliebtheit auch schon wieder Schluss). Das ist sozusagen der DIN-gerechte Ablauf „bekannt aus Film und Fernsehen“. Manchmal entsteht Liebe aber auch langsam und stetig aus einer nicht-romantischen Bindung heraus, ohne, dass Verliebtheit eine tragende Rolle spielt oder überhaupt vorhanden ist. So war es bei meiner Primärpartnerin und mir. Es fing mit einer ganz gewöhnlichen Freundschaft an, die zügig eine Freundschaft+ wurde. Über sehr lange Zeit hinweg entwickelte sich aber zunehmend ein gemeinsamer Alltag und irgendwann kam einfach der Punkt, wo das de facto eine romantische Beziehung war. Dieser Prozess dauerte tatsächlich eher Jahre als Monate.
Auch bei einer Liebe, deren initiale Verliebtheit abgeklungen ist, oder die nicht auf Basis einer Verliebtheit entstanden ist, kann diese doch gelegentlich auftreten, meist mit einem konkreten Auslöser. Das kann ein gemeinsames, zauberhaftes Erlebnis sein, etwa ein toller Urlaub; der euphorisierende Einfluss des Frühlings (bei denen, die dafür empfänglich sind); ein Wiedersehen nach längerer räumlicher Trennung; eine frische Verliebtheit zu einer anderen Person (bei uns nicht-monogamen Menschen).

Liebe kann auch über ein Beziehungsende (ohne feindliche Trennung) hinweg Bestand haben. Mit meiner Ex bin ich nunmehr knapp anderthalb Jahrzehnte nicht mehr zusammen. Verliebtheitsanflüge habe ich entsprechend lange auch nicht mehr. Und doch steht unsere heutige, enge Freundschaft in einer ungebrochenen Kontinuität mit unserer damaligen Liebesbeziehung, und ich nehme meine Bindung zu ihr als einen Fortbestand meiner Liebe wahr. Ebenso kann Liebe ganz unabhängig von Beziehungen auftreten. Bei manchen meiner Freunde würde ich meine Empfindung für sie als Liebe bezeichnen. Religiöse Menschen empfinden teils auch Liebe (oder auch Verliebtheit) zu ihrem Gott, zur Kraft des Universums oder was auch immer im jeweiligen Glaubenssystem im Mittelpunkt steht.
********raum Frau
133 Beiträge
Liebe ist....
wenn ich für den Menschen zur Löwin werde.

Ich kämpfe nur für das, was ich liebe.
Alles andere wird aussortiert oder ist mir egal.
********wise Frau
507 Beiträge
Eine Wärme breitet sich aus im Brustraum. Ein Lächeln im Gesicht. Das Herz klopft stärker, aber nicht unruhig. Ein Gefühl von Leichtigkeit, Entspannung, tiefer Ruhe, einverstanden sein, nimmt mich ein.
Was ich anschaue hat Glanz irgendwie. Ist schön, berührend schön. Die Welt scheint ein friedlicher Ort zu sein. Andere ergänzen mich, statt eine Gefahr, oder ein Ärgernis zu sein.
****ody Mann
16.248 Beiträge
Wegen der geringen Zahl an Beiträgen würde ich mutmaßen, dass die meisten keine schnelle Antwort parat haben. Ich auch nicht.

Wenn es für mich Liebe ist, weiß ich es plötzlich, weil es sich anders anfühlt als die häufigeren Male von lediglich Verliebtheit. Es sind in meinem Fall die kleinen, alltäglichen Momente, die mir diese Gefühlsklarheit vermitteln.

Verbindung können mir auch zärtliche oder sexuelle Momente vermitteln, sowie auch Tiefe. Wenn ich aber an jemanden in Liebe denke, erinnere ich mich an gemeinsame Naturerlebnisse oder einen abendlichen Spaziergang durch eine fremde Stadt, an gemeinsame Einkäufe für ein Abendessen, das sich anders, besonders angefühlt hat.
****769 Frau
3.058 Beiträge
Zitat von **ia:
..wie definierst du für dich Liebe? Wie fühlst du sie? Kannst du benennen, woran du sie spürst?

Bei mir einfach, wenn es im Bauch kribbelt, als ob ich zuviel Brausepulver verschluckt hab 😅
Daran merke ich 'ui ich bin verliebt!' 💘
Und richtige Liebe zeigt sich bei mir u.a. im sich Sorgen machen, dass es dem anderen nicht gut geht oder ihm etwas passieren könnte. Dieses 'Fahr vorsichtig!' 'Melde dich, wenn du angekommen bist.' ..
Ich will, dass derjenige auch glücklich ist!
*******eZH Frau
229 Beiträge
Liebe ist für mich ein warmes Gefühl verbunden mit angekommen zu sein. Mich komplett öffnen und zeigen zu können und für das geliebt zu werden, so muss Liebe für mich sein.
****ord Frau
578 Beiträge
Danke für das Thema und die vielen ganz unterschiedlichen Perspektiven. Ich sehe mich in ganz vielen wieder. Manchmal zum Teil, manchmal mehr. Und ich habe sogar antworten auf meine Fragen gefunden warum ich obwohl ich ein Beführworter der offenen Beziehung bin ich total blöde Angst davor habe. Das meine Verlustangst die Vorstellung dessen ist das meine Liebe nach einer Trennung einfach keinen Raum mehr hat. *zumthema*
*********Seil Paar
1.258 Beiträge
Zitat von **ia:
wie definierst du für dich Liebe? Wie fühlst du sie?

Liebe ist das intrinsische Bedürfnis, dafür zu sorgen, dass es der geliebten Person gut geht, auch wenn man daraus vielleicht im Moment selbst keinen Nutzen hat.
Liebe fühlst du, wenn du dem Anderen was Gutes getan hast und es dir für den Moment bereits ein warmes Gefühl bereitet, zu sehen wie das ankommt.

In einer harmonischen Liebesbeziehung passiert es deshalb gern, dass bei Interessenskonflikten Beide eher Angst haben, dass der Partner bei einem Kompromiss zu kurz kommen könnte, als selbst zu kurz zu kommen.

Zitat von *********uest:
Liebe ist das permanente Bedürfnis, einem Menschen sehr nahe zu sein, und der damit verbundene Schmerz, wenn diese Nähe fehlt.

Das ist Begehren! Wird gern verwechselt.
Dabei sind Beide ziemlich unterschiedlich, denn Liebe ist altruistisch, Begehren egoistisch.

Toxisch wird's gern, wenn sich Beide nicht bewusst sind, dass nur Einer liebt, der Andere nur begehrt.
Zitat von *********Seil:

Zitat von *********uest:
Liebe ist das permanente Bedürfnis, einem Menschen sehr nahe zu sein, und der damit verbundene Schmerz, wenn diese Nähe fehlt.

Das ist Begehren! Wird gern verwechselt.

Strittig. Ich liebe z.B. durchaus ein oder zwei Menschen in dieser Weise, bei denen es sich nicht um romantischer Beziehungen handelt, und schlichtweg das Schicksal diese Variation gewählt hat. Konstanz besitzt in der Formulierung von Special_Guest nur die Permanenz des Bedürfnisses, nicht des Beisammenseins. Insofern können viele Arten von Beziehung durchaus hiervon betroffen sein und Liebe entsprechen. Es handelt sich dann um keine Definition der Liebe, aber es fällt nicht aus dieser Definition heraus.

Dabei sind Beide ziemlich unterschiedlich, denn Liebe ist altruistisch, Begehren egoistisch.

Muss er sich entscheiden, oder darf er situativ unterscheiden?

[Quote]Toxisch wird's gern, wenn sich Beide nicht bewusst sind, dass nur Einer liebt, der Andere nur begehrt.

Strittig, toxisch ist nur eine Beziehung. Weder kann ein anderer was dafür, wenn man ihn ungefragt liebt... was ungefähr 100 % der Fälle betreffen dürfte... kenne keinen Fall in dem man vorher gefragt hätte, ob man sich das Gefühl genehmerweise erlauben dürfte... noch ist Liebe an sich ein toxisches Empfinden.
*******tic Mann
454 Beiträge
...für mich, wenn ich auf mehreren Ebenen berührt werde & ich das Gefühl habe alles von mir offenbahren zu wollen ...
*******raum Frau
959 Beiträge
Ich fühle Liebe hauptsächlich als Wärme in mir. Liebe als Gefühl gerichtet auf jemandem (oder etwas) hat verschiedene Anteile für mich:
• einen plantonischen Anteil als Wärme im Herzbereich (Herzchakra) - z.Bsp. Gedanke an den oder das Geliebte, Freue über eine eine Nachricht, ein Kompliment oder liebes Wort; es wird mir "warm uns Herz" und wird dort weicher;
• den erotischen Anteil als warmes pulsieren im Unterleib, manchmal auch als Ziehen hin in die Richtung (da reicht manchmal der Gedanke an diesen Menschen, damit es zieht/pulsiert);
• mental: ich sorge mich um jemanden, möchte das es ihm oder ihr gut geht; stelle das Wohlergehen des anderen über mein eigenes und freue mich, wenn es der/dem anderen gut geht bzw er/sie glücklich ist (auch wenn es ein weiterer Weg ohne mich sein sollte, Hauptsache ihm/ihr geht es gut)
• erwidertes Geliebt-gefühl: ich fühle mich angenommen und darf so sein, wie ich bin, egal was im Moment ist, es ist ok und wird vom anderen wertfrei angenommen (Bsp: wenn ich meine Tage bekomme, habe ich ab und an 24 Stunden dabei, wo ich keinen sehen und hören möchte und gefühlt alles nur anstrengend ist, meldet sich ein geliebter Mensch, stimme ich einem kurzen Treffen zu, und mit einer kurzen Umarmung zur Begrüßung, lädt es meine leere Batterie auf und alles ist gefühlt weniger schlimm);
• von mir aktiv erwidertes Geliebt-Gefühl: meldet sich ein geliebter Mensch, nehme ich mir für sie/ihn Zeit, schenke meine ungeteilte Aufmerksamkeit, schmunzle über die kleinen Macken und Besonderheiten des anderen, ohne den Wunsch diese ändern zu wollen, auf Rückfrage teile ich auch meine ehrliche Einschätzung/Meinung mit (auch wenn es nicht das ist, was der/die andere hören möchte)
• ich kenne noch die wechselseitige Liebe Eigendynamik: egal welchen Vorsatz man vorab hatte, auf einmal ist da nur noch ganz viel Gefühl und nichts anderes zählt im Moment
********lust Mann
61 Beiträge
Wahnsinnig gute Frage!

Liebe spüre ich, wenn ein warmes prickelndes lebendiges Gefühl von purem Glück meinen ganzen Körper durchflutet.

Vielleicht ist das der Fall, wenn die Frau, die ich erst seit kurzem kenne und zu der ich mich romantisch und sexuell total hingezogen fühle, mir schreibt, dass sie das mir gegenüber auch so empfindet und ich genauso special für sie bin wie sie für mich.
Vielleicht ist es, wenn ich nach keine Ahnung wie vielen Jahren der Beziehung meine Partnerin anschaue und ich mir erlaube, sie nicht durch die kritische Brille zu betrachten, sondern sie einfach nur zu sehen... und es plötzlich durch mich durchgeht: WHOA, ist die schön. Und whoa, ist es schön, dass ich mein Leben mit ihr teilen darf.
Vielleicht ist es, wenn ich gerade mit dem Mann von der Autowerkstatt telefoniert habe und ich ihm gesagt habe, dass er mir gerade SO geholfen hat und wenn ich gespürt habe, wie sehr er sich darüber freut und wir, ohne einander jemals gesehen zu haben, einen Moment von wunderschönem Agreement hatten.

Ich glaube zutiefst daran, dass Liebe allgegenwärtig ist, unendlich ist und - rein theoretisch - in jedem Moment für uns verfügbar ist... WENN es uns gelingt, unser Herz aufzumachen (was in Zeiten der frischen Verliebtheit von selbst passiert... in vielen anderen Momenten kann es eine bewusste Entscheidung sein).

Ich glaube nicht, dass Liebe jemals endet. ABER wir sind alle Menschen, mit Vorprägungen, Ängsten, Präferenzen, Triggern, etc. Und dass es sein kann, dass wir mit einem Partner irgendwann an das Ende unserer Kapazität kommen, unser Herz aufzumachen. Dann spüren wir die Liebe nicht mehr. Und wenn wir irgendwann keine realistische Chance mehr sehen, dass unser Herz in der Gegenwart dieser Person noch mal aufgehen könnte, dann ist es faktisch so, dass die Liebe geendet ist. Und wenn wir Liebe als den wichtigsten Inhalt einer Beziehung definieren (was sicher nicht alle Menschen tun würden, aber ich würde es tun), dann macht an diesem Punkt eine Trennung Sinn.
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