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Liebe vs. sexuelle Neugier und Erfüllung

****19 Mann
25 Beiträge
Themenersteller 
Liebe vs. sexuelle Neugier und Erfüllung
Hallo zusammen,

ich beteilige mich eigentlich nicht an Diskussionen in Foren und halte mich gerne zurück.
Zugleich merke ich, dass in mir etwas steckt, der sich bis heute nicht vollständig versteht oder entfaltet hat und ich lösen muss.
Ich war in der Vergangenheit in einer sehr langen, monogamen Beziehung und bin seit zwei Jahren mit einer neuen Partnerin liiert. Vor und nach den jeweiligen Beziehungen konnte ich gewisse Erfahrungen sammeln, sei es hier im Joy oder anderweitig.

Ich spüre generell, dass ich sexuell sehr neugierig und aufgeschlossen bin und gerne Neues probiere. In meiner ersten monogamen Beziehung haben wir einiges zu zweit ausprobiert, jedoch passte es letztendlich nicht für die gemeinsame Lebensplanung. Zugleich merkte ich, dass ich mich immer wieder und mehr auch anderen Frauen oder neue sexuelle Konstellationen reizen. Daher folgte auch aus Neugier den Anmeldung im Joyclub.

Seit gut zwei Jahren passt meine neue Partnerin zwar menschlich perfekt zu mir, sexuell haben wir jedoch unterschiedliche Vorlieben und Neigungen. So richtig ausleben konnte ich mich zwischen beiden Beziehungen kaum (ca. 6-8 Monate).
Der Sex ist zwar grundsätzlich gut, leidenschaftlich und schön, jedoch nicht so hart, wild und dirty, wie ich es von früher kenne und mochte oder mir generell vorstelle. Zunächst erfüllte mich die zwischenmenschliche Zuneigung trotzdem komplett und ich verschwendete keinerlei Gedanken an andere Frauen.

Mit der Zeit kamen und kommen jedoch immer wieder neue Gedanken an neue sexuelle Erlebnisse auf. Problematisch ist aus meiner Sicht unter anderem, dass sie weder aktiv oder passiv Oralsex mag und ich beides im Nachhinein doch vermisse. Auch z.B. Doggystyle, Begeisterung für Sextoys oder eine gewisse Experimentierfreude ist trotz verschiedener Gespräche wenig gegeben. Sie ist leider sehr verkopft, was ich nur mit viel Mühe und Geduld reduzieren kann.
Zuletzt standen wir kurz vor der Trennung, da ich der Überzeugung war, dass ich nicht ewig in einer monogamen Beziehung leben kann und dies bei mir Bindungsängste auslöst. Dies habe ich ihr entsprechend mitgeteilt und entsprechend für eine emotionale Reaktion gesorgt.
Eine offene Beziehung ist für sie infolge der Diskussion keine Option.
Das Problem, dass mir sexuell bisschen etwas fehlt, haben wir etwas blümchenhaft diskutiert und Ansätze gefunden. Ich habe aber aus Angst sie zu verletzen nicht den Mut zusammengebracht, ihr zu sagen, dass sie mir im status quo sexuell das nicht geben kann, was ich benötige.

Wir haben in diesem Kontext nochmal intensiv gesprochen und sie war (und ist noch) emotional sehr mitgenommen von dem Thema. Auch mir fällt es schwer, da ich sie liebe und gerne mit ihr zusammen wäre, aber mit meinen Vorstellungen zur Sexualität und Monogamie nicht ganz in ihre Welt passe. Ich habe zugleich Angst, dass sie eine Trennung nicht gut verpacken könnte. Insbesondere, da wir zwischenmenschlich eigentlich schon ein perfect match sind.

Ich weiß, dass mir niemand die Entscheidung abnehmen kann. Kennt jemand jedoch ggf. eine solche Situation und hat eventuell einen Rat, wie ich mir klarmachen kann, was ich möchte?
Ich stecke in diesem Spagat, dass mich vielseitiger Sex enorm reizt und ich zugleich jemanden habe, wo ich dies nicht gänzlich, dafür aber anderes bekomme… Mit Blick auf mein Alter und dem vorherigen Scheitern der Beziehung muss ich für mich und mein Wesen eine Grundsatzentscheidung treffen. Leider habe ich erst die letzten Jahre so richtig gut selbst zu mir gefunden… Umso schwieriger, dass mein sexueller Trieb nicht zu dem passt, was ich mir grundsätzlich eigentlich für mein Leben wünsche…

Bitte keine allgemeinen Diskussionen oder Moralapostel, das Schreiben fiel mir schon schwer genug.

Vielen Dank!
*********paar Paar
76 Beiträge
Eine Beziehung, in der das sexuelle nicht passt, ist für uns eine Freundschaft.
Ich würde mich niemals auf so etwas einlassen und entscheide mich immer für die Liebe und sexuelle Erfüllung.
Erst recht in einer monogam Beziehung und etwas anderes kommt für uns nicht infrage.
*******Punk Frau
8.539 Beiträge
Ich würde so eine Beziehung nie wieder haben wollen. Ich bin aber auch ein paar Jahre älter wie Du.

Trennungen schmerzen nun mal. Das kannst Du Deiner Partnerin nicht abnehmen.

Ihr habe Euch aufeinander eingelassen, obwohl es sexuell nicht harmoniert.

Ihr könnte beide was daraus lernen, auch wenn es weh tut.

Vielleicht könnt ihr nach einiger Zeit platonisch befreundet sein.

Ein Ex Freund von mir ist mein bester Freund und engster Vertrauter geworden.
****ot2 Mann
12.933 Beiträge
Zitat von ****19:
Problematisch ist aus meiner Sicht unter anderem, dass sie weder aktiv oder passiv Oralsex mag und ich beides im Nachhinein doch vermisse. Auch z.B. Doggystyle, Begeisterung für Sextoys oder eine gewisse Experimentierfreude ist trotz verschiedener Gespräche wenig gegeben.
...
aber mit meinen Vorstellungen zur Sexualität und Monogamie nicht ganz in ihre Welt passe.

Meines Erachtens zwei sehr verschiedene Themen.
a) Oralsex (ja/nein)
b) Sexuelle Exklusivität (ja/nein)

Meiner Erfahrung nach ist es ausgesprochen selten, dass eine Partnerin Fellatio ablehnt.
Hingegen ist es eher der "Normalfall", dass ein Partnerin eine sexuell exklusive (ugs. monogame) Beziehung wünscht.

Mein Rat für diese Diskussion wäre es die beiden Themen (Oralsex und Monogamie) getrennt zu betrachten.
*****adh Mann
47 Beiträge
Auf deine Frage bezogen klingt es für mich so, als wüsstest du schon sehr genau was du möchtest.

Das Problem ist vielmehr, dass deine aktuelle Konstellation die Erfüllung beider Bedürfnisse nicht zulässt.

Zusätzlich wäre es vielleicht hilfreich, wenn du klar evaluierst wo bei dir die Prioritäten in einer Beziehung liegen, zu welchen Kompromissen du bereit bist und zu welchen nicht.

Abgesehen davon:

Wenn man so will, „musst“ du dich lediglich für eine der Optionen entscheiden und akzeptieren, dass es mit Frust und/oder Schmerz einhergehen wird (kommt man nicht drumrum im Leben).


Konkret:
Akzeptieren, dass du die Person die du liebst ziehen lassen musst, weil es mit der Kompatibilität für dich nicht passt
-
oder akzeptieren, dass der „Preis“ dieser Beziehung ist, dass nicht jedes sexuelle Bedürfnis erfüllt werden wird.

Generell hilft es natürlich ungemein über sowas zu reden - was du auch gemacht hast. Vielleicht geht ja noch ein bisschen mehr:

Dass ihr Beide eure Wünsche und Vorstellungen auf den Tisch legt und guckt - ob Ihr einen Kompromiss finden könnt. Muss immer auf Augenhöhe und gleichberechtigt geschehen.

Dafür ist es trotzdem nötig (wie Anfangs schon gesagt), dass du dir im Klaren über deine Prioritäten und no-gos bist.

Ich wünsche dir alles Gute 👍
****na Frau
1.449 Beiträge
Die ersten 2-3 Jahre einer Beziehung laufen noch im Verliebtheitsmodus, in dem Kompromisse leicht fallen, weil die Faszination füreinander ausreicht. Ab dem dritten Jahr entscheidet sich, ob es wirklich Liebe und eine tiefe Verbindung wird. Dann beginnt erst die richtige Beziehungsarbeit und durch den Wegfall der Faszination die Überlegung, ob der andere tatsächlich der Partner fürs Leben, Zusammenziehen und -bleiben ist.

So, wie ich das EP verstanden habe, ist die Büchse der Pandora bereits einen Spalt offen seit dem ersten Gesprächsversuch, so blümchenhaft er auch gewesen sein mag.
Weiters denkst du bereits über die Folgen einer Trennung für sie nach.
Feststeht außerdem für dich, dass du bezüglich ihrer monogamen Vorstellungen nicht zu ihr passt.
Zwischenmenschlich passt es super, aber dieser Kitt zwischen euch hat in den gut zwei Jahren eurer Beziehung seine Haftkraft verloren.

Das heißt, es fehlt nur noch der letzte Mut, den Trennungsprozess in Gang zu setzen.
*****978 Frau
2.646 Beiträge
Ich lese Folgendes aus deinem Text;

Du möchtest gerne in DEINER sexuellen Welt Etwas ändern. Hast aber nicht den Mut und das Gefühl der Verantwortung für DICH, somit auch für deine derzeitige Partnerschaft nicht, dies umzusetzen.
Nirgends lese ich, dass du dich in und mit der Beziehung entwickeln möchtest, sondern ich lese Gründe, die es DIR durch die extrinsischen Gegebenheiten schwer machen, DEINE Wünsche auszuleben.

Auch dein letzter Satz bzgl Moralapostel löst in mir das oben beschriebene Gefühl aus.

Ich möchte hier deutlich darauf hinweisen, dass per meiner Definition "Verantwortung zu übernehmen" nicht gleichbleibend bedeutet; du sollst deine Bedürfnisse mit aller Macht gegen jedwede Gefühle Anderer durchboxen.

Aber Gründe, wie fehlender Oralverkehr führt zu Unzufriedenheit sind meiner Meinung nach im Gesamtkontext eine Verschiebung der Verantwortung.
DU hast dich auf die Beziehung, relativ zügig nach der Letzten eingelassen, DU hast die ersten 2 Jahre keinen Mangel gespürt, DU definierst aber auch das sexuelle Ausleben in deinem Text als etwas, was in Solozeiten und eben nicht in der Beziehung zu gehen scheint.

Schlussendlich "standet ihr vor einer Trennung, die Bindungsängste bei dir ausgelöst haben". Genau hier liegt für mich der Knackpunkt und derartige Verkehrungen und die mangelnde Erkenntnis und Bereitschaft für SICH selbst Verantwortung zu übernehmen, begegnet mir nicht zum ersten Mal.

Den Rat, den ich dir gerne wohlwollend mit auf den Weg geben möchte ist;
Werde DIR selbst klar, welcher wirkliche Grund deiner aktuellen Zerrissenheit zugrunde liegt UND dann triff Entscheidungen.
Denn auch dann kann dein Gegenüber entscheiden, ob er diese mittragen will/kann oder ob er dann für sich selbst Verantwortung übernimmt.
*****_ag Frau
9.950 Beiträge
Lieber TE, wenn du deinen Post liest, gibst du dir die Antwort bereits selbst: es passt nicht. Trotz aller Liebe zwischen euch. Gegenseitig könnt ihr euch nicht das geben, was ihr euch wünscht.
Darf ich fragen, warum du dich nach der Trennung so schnell auf diese Beziehung eingelassen hast? So wie du schreibst, hast du ja schnell und trotz schönem, leidenschaftlichem Sex gemerkt, dass dir doch einiges fehlt, was du vorher gekannt und ausgelebt hast.
Ich vermute, dass ihr beide auf Dauer nicht glücklich seid in der nicht ausgewogenen Beziehung. Und auf Dauer kann keine/r sich dem Anderen zuliebe verbiegen.
Mein Rat: wenn ihr euch trennt, binde dich nicht allzu schnell neu. Schau und spüre was du willst, so wie es @*****978 treffend geschrieben hat.
Ich wünsche dir und deiner Partnerin alles Gute.
****ot2 Mann
12.933 Beiträge
@****19 Warum lehnt Deine Partnerin Fellatio ab?

Solange man nicht offen darüber spricht, warum jemand etwas ablehnt, kann man auch keine Lösung finden. Manche Abneigungen haben körperliche, emotionale oder psychologische Gründe. Wenn man die versteht, kann man manchmal Wege finden, die für beide passen - und wenn nicht, weiß man wenigstens, woran man ist. Ohne diese Klärung bleibt man im Nebel.
*****ixe Frau
2.095 Beiträge
Zitat von ****ot2:
@****19 Warum lehnt Deine Partnerin Fellatio ab?

Solange man nicht offen darüber spricht, warum jemand etwas ablehnt, kann man auch keine Lösung finden. Manche Abneigungen haben körperliche, emotionale oder psychologische Gründe. Wenn man die versteht, kann man manchmal Wege finden, die für beide passen - und wenn nicht, weiß man wenigstens, woran man ist. Ohne diese Klärung bleibt man im Nebel.

Es ist doch egal, warum sie kein Felatio oder what ever will.
Reicht es nicht, NEIN zu sagen?

Finde ich aber doch
********lack Frau
20.502 Beiträge
@****19

Ich finde Du tust Euch Beiden keinen Gefallen,wenn Du versuchst aus zu weichen, wenn es darum geht, das Beide offen und ehrlich sagen, wie der Weg in Zukunft aussehen sollte, damit die Beziehung überhaupt eine Chance hat.
Du wirst auf Dauer Deine Vorstellungen von Sex wie er sein sollte (dazu gehört auch die Lebensform) nicht unterdrücken können und Deine Freundin wird ab jetzt das Gefühl haben, das sie Dir nicht reicht.
Ich finde sie hat genauso wie Du das Recht jemanden zu finden, wo die Wünsche besser passen.
Alles andere ist verlorene Zeit, wenn es dann auch z.B. die Lebesform geht oder um Kinder.
Liebe alleine reicht da einfach nicht, auch wenn man es zuerst meint.

WiB
****B64 Frau
844 Beiträge
@****19 was glaubst du, wie sich eure Beziehung entwickeln würde, wenn ihr so weitermacht wie bisher?
Ihr habt beide gegenteilige Vorstellungen von Partnerschaft und wenn ich dich richtig verstehe, wiegt die derzeit noch mehr oder weniger starke emotionale Verbindung zu deiner Partnerin nicht auf, was du im sexuellen Bereich - der dir sehr wichtig ist -vermisst.
Was würdest du einem Menschen raten, der in dieser Situation steckt?
**********hen70 Frau
15.461 Beiträge
Kleiner Sprung in die Zukunft: 10 Jahre, 2 Kinder und einen Berg Schulden für ein Eigenheim an den Hacken... und der Sex hat sich nicht geändert und ist ggf. durch die Kinder sogar noch mehr in den Hintergrund gerückt.
Wärst du glücklich?

Ich bin übrigens irritiert ob der Schilderung, weil die die Option gemeinsam zu wachsen nicht enthält. Das mag natürlich an euren Gesprächen liegen. Aber wenn es so ist, dass ihr beide dem Anderen quasi "kein Stück" entgegen kommen könnt (wie auch immer das dann aussehen könnte), dann glaube ich nicht, dass ihr langfristig glücklich werdet. Wenn ihr zu unterschiedlich seid, dann sehe ich das grosse Risiko, dass der Scherbenhaufen für euch beide nur grösser wird um so länger ihr zusammen seid.
Hast Du Angst sie zu verlieren?
*****_68 Mann
8.883 Beiträge
Kurz und knapp ...
Finger weg von Beziehungen - die einen im Zweifel lassen und in denen man nicht der sein kann der man wirklich ist.

Al
****19 Mann
25 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ****ot2:
Zitat von ****19:
Problematisch ist aus meiner Sicht unter anderem, dass sie weder aktiv oder passiv Oralsex mag und ich beides im Nachhinein doch vermisse. Auch z.B. Doggystyle, Begeisterung für Sextoys oder eine gewisse Experimentierfreude ist trotz verschiedener Gespräche wenig gegeben.
...
aber mit meinen Vorstellungen zur Sexualität und Monogamie nicht ganz in ihre Welt passe.

Meines Erachtens zwei sehr verschiedene Themen.
a) Oralsex (ja/nein)
b) Sexuelle Exklusivität (ja/nein)

Meiner Erfahrung nach ist es ausgesprochen selten, dass eine Partnerin Fellatio ablehnt.
Hingegen ist es eher der "Normalfall", dass ein Partnerin eine sexuell exklusive (ugs. monogame) Beziehung wünscht.

Mein Rat für diese Diskussion wäre es die beiden Themen (Oralsex und Monogamie) getrennt zu betrachten.

Ich dachte auch lange, dass die früher nicht guten Oralsex genossen hat und es daher kommt. Ab und zu merkt sie auch, dass sie es nicht so schlecht findet. Aber letztendlich gibt es ihr körperlich einfach nichts, wenn ich sie zum Beispiel verwöhne. Und bei mir hat sie sich schon 2-3 Mal überwunden und mich überrascht, aber danach folgte wieder nichts. Obwohl ich ihr gesagt habe, dass es mir sehen gefallen hat und ich mir das öfter wünsche.
Die Exklusivität ist glaube ich eine Folge davon, dass mir etwas fehlt. Hätte ich vermutlich eine passende Frau im Bett, würde ich mich womöglich erfüllter fühlen und nicht ständig diesen Reiz wahrnehmen
****19 Mann
25 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ****na:
Die ersten 2-3 Jahre einer Beziehung laufen noch im Verliebtheitsmodus, in dem Kompromisse leicht fallen, weil die Faszination füreinander ausreicht. Ab dem dritten Jahr entscheidet sich, ob es wirklich Liebe und eine tiefe Verbindung wird. Dann beginnt erst die richtige Beziehungsarbeit und durch den Wegfall der Faszination die Überlegung, ob der andere tatsächlich der Partner fürs Leben, Zusammenziehen und -bleiben ist.

So, wie ich das EP verstanden habe, ist die Büchse der Pandora bereits einen Spalt offen seit dem ersten Gesprächsversuch, so blümchenhaft er auch gewesen sein mag.
Weiters denkst du bereits über die Folgen einer Trennung für sie nach.
Feststeht außerdem für dich, dass du bezüglich ihrer monogamen Vorstellungen nicht zu ihr passt.
Zwischenmenschlich passt es super, aber dieser Kitt zwischen euch hat in den gut zwei Jahren eurer Beziehung seine Haftkraft verloren.

Das heißt, es fehlt nur noch der letzte Mut, den Trennungsprozess in Gang zu setzen.
Danke für deine klaren Worte. Vermutlich ist es genau so. Ich habe nach den Gesprächen aber unheimlich Angst, dass sie mit ihren 30 Jahren nicht mehr die passende Person findet. Rational gesehen totaler Quatsch, aber genau in den bisherigen Krisengesprächen kamen solche Aussagen auf und ich habe immer wieder mitleidig reagiert…
****19 Mann
25 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *****978:
Ich lese Folgendes aus deinem Text;

Du möchtest gerne in DEINER sexuellen Welt Etwas ändern. Hast aber nicht den Mut und das Gefühl der Verantwortung für DICH, somit auch für deine derzeitige Partnerschaft nicht, dies umzusetzen.
Nirgends lese ich, dass du dich in und mit der Beziehung entwickeln möchtest, sondern ich lese Gründe, die es DIR durch die extrinsischen Gegebenheiten schwer machen, DEINE Wünsche auszuleben.

Auch dein letzter Satz bzgl Moralapostel löst in mir das oben beschriebene Gefühl aus.

Ich möchte hier deutlich darauf hinweisen, dass per meiner Definition "Verantwortung zu übernehmen" nicht gleichbleibend bedeutet; du sollst deine Bedürfnisse mit aller Macht gegen jedwede Gefühle Anderer durchboxen.

Aber Gründe, wie fehlender Oralverkehr führt zu Unzufriedenheit sind meiner Meinung nach im Gesamtkontext eine Verschiebung der Verantwortung.
DU hast dich auf die Beziehung, relativ zügig nach der Letzten eingelassen, DU hast die ersten 2 Jahre keinen Mangel gespürt, DU definierst aber auch das sexuelle Ausleben in deinem Text als etwas, was in Solozeiten und eben nicht in der Beziehung zu gehen scheint.

Schlussendlich "standet ihr vor einer Trennung, die Bindungsängste bei dir ausgelöst haben". Genau hier liegt für mich der Knackpunkt und derartige Verkehrungen und die mangelnde Erkenntnis und Bereitschaft für SICH selbst Verantwortung zu übernehmen, begegnet mir nicht zum ersten Mal.

Den Rat, den ich dir gerne wohlwollend mit auf den Weg geben möchte ist;
Werde DIR selbst klar, welcher wirkliche Grund deiner aktuellen Zerrissenheit zugrunde liegt UND dann triff Entscheidungen.
Denn auch dann kann dein Gegenüber entscheiden, ob er diese mittragen will/kann oder ob er dann für sich selbst Verantwortung übernimmt.
Danke, genau in diese Richtung gehen momentan meine Gedanken und ich möchte mir klarer werden, warum ich das zweite Mal mit einer tollen Frau zusammen bin, aber nicht vollkommen erfüllt fühle. Verantwortung übernehme ich zu gerne für andere und verliere dabei mein eigenes Ich. Daher denke ich mir manchmal, ich wäre in meinem Sozialverhalten lieber ähnlich kalt und egoistisch, wie es viele andere sind. Jedoch bin ich, wie ich bin und musste im Leben früh Verantwortung übernehmen. Das zieht sich leider so durch…
****19 Mann
25 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *****_ag:
Lieber TE, wenn du deinen Post liest, gibst du dir die Antwort bereits selbst: es passt nicht. Trotz aller Liebe zwischen euch. Gegenseitig könnt ihr euch nicht das geben, was ihr euch wünscht.
Darf ich fragen, warum du dich nach der Trennung so schnell auf diese Beziehung eingelassen hast? So wie du schreibst, hast du ja schnell und trotz schönem, leidenschaftlichem Sex gemerkt, dass dir doch einiges fehlt, was du vorher gekannt und ausgelebt hast.
Ich vermute, dass ihr beide auf Dauer nicht glücklich seid in der nicht ausgewogenen Beziehung. Und auf Dauer kann keine/r sich dem Anderen zuliebe verbiegen.
Mein Rat: wenn ihr euch trennt, binde dich nicht allzu schnell neu. Schau und spüre was du willst, so wie es @*****978 treffend geschrieben hat.
Ich wünsche dir und deiner Partnerin alles Gute.
Es war von beiden Seiten nicht gewünscht, dass wir uns schnell an jemanden Neues bin. Bei ihr war der Abstand zwischen den Beziehungen noch kürzer. Aber letztendlich waren es die Gefühle. Leider nicht so rational erklärbar…
*****n27 Frau
7.108 Beiträge
Zitat von ****19:
Ich habe nach den Gesprächen aber unheimlich Angst, dass sie mit ihren 30 Jahren nicht mehr die passende Person findet. Rational gesehen totaler Quatsch, aber genau in den bisherigen Krisengesprächen kamen solche Aussagen auf und ich habe immer wieder mitleidig reagiert…
Und deshalb überlegst du, aus Mitleid mit ihr zusammen zu bleiben und Mitleidskinder zu zeugen?

Das klingt nach "mit offenen Augen in eine Katastrophe laufen". Glaubst du, sie würde das für ihr Leben wollen, wenn sie von diesen Gedanken wüsste?
****19 Mann
25 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ****B64:
@****19 was glaubst du, wie sich eure Beziehung entwickeln würde, wenn ihr so weitermacht wie bisher?
Ihr habt beide gegenteilige Vorstellungen von Partnerschaft und wenn ich dich richtig verstehe, wiegt die derzeit noch mehr oder weniger starke emotionale Verbindung zu deiner Partnerin nicht auf, was du im sexuellen Bereich - der dir sehr wichtig ist -vermisst.
Was würdest du einem Menschen raten, der in dieser Situation steckt?
vermutlich, dass sich die Person neu orientieren soll und trotz allem noch den passenden Deckel finden wird. Aber ich kann meist andere viel besser beraten als mich selbst…
****19 Mann
25 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ******ind:
Hast Du Angst sie zu verlieren?
Ja, schon. Ich habe das aber schon einmal durchgemacht und weiß, dass es ohne funktioniert..
****19 Mann
25 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *****n27:
Zitat von ****19:
Ich habe nach den Gesprächen aber unheimlich Angst, dass sie mit ihren 30 Jahren nicht mehr die passende Person findet. Rational gesehen totaler Quatsch, aber genau in den bisherigen Krisengesprächen kamen solche Aussagen auf und ich habe immer wieder mitleidig reagiert…
Und deshalb überlegst du, aus Mitleid mit ihr zusammen zu bleiben und Mitleidskinder zu zeugen?

Das klingt nach "mit offenen Augen in eine Katastrophe laufen". Glaubst du, sie würde das für ihr Leben wollen, wenn sie von diesen Gedanken wüsste?
Ich weiß, das ist total irrational. Insbesondere in dem letzten Krisengespräch, wo ich meinte, dass ich nicht monogam leben könnte und nicht in die klassischen gesellschaftlichen Muster passen, dreht es sich alles wieder. Ich spürte die Gefühle für sie und habe einige Dinge wieder relativiert. Vermutlich genau mit dem von dir genannten Punkt, dass ich früher oder später in die Katastrophe laufe. Ich habe leider nur nicht die Eier, alles konsequent auf den Tisch zu bringen und die Folge der Trennung zu akzeptieren. Womöglich auch aus Sorge, dass sie es nicht packen könnte...
*****n27 Frau
7.108 Beiträge
Sorry, dass ich da jetzt so deutlich werde. Aber versuch mal, bei dir und deinen Gefühlen und Bedürfnissen zu bleiben und nicht für sie zu denken.

Du machst dir Sorgen, dass sie vielleicht keinen anderen mehr findet.
Du machst dir Gedanken, dass sie es vielleicht nicht packen könnte.
Du hast Mitleid mit ihr, wenn du dir ihre Situation anschaust.

Das ist kein Miteinander auf Augenhöhe. Bist du ihr Vater und entscheidest für sie?

Du vorenthältst ihr Informationen, auf deren Basis sie eine wichtige Entscheidung treffen könnte, weil du nicht die Eier hast, zu deinen Bedürfnissen zu stehen.
Aber schiebst es ihr in die Schuhe, indem du aus vermeintlicher Rücksicht auf sie so handelst.

Du wirst das nicht ewig so durchziehen können. Und dann steht sie in ein paar Jahren da und hat viel Zeit ihres Lebens in die geschönte Wahrheit investiert, die du ihr präsentierst, und dann ist wirklich biologisch Ende Gelände. Das ist nicht rücksichtsvoll, was du hier machst.

Ich weiß, dass das keine bösartigen Gedanken sind, und du wirklich Gefühle für sie hast und möchtest, dass es funktioniert. Aber gerade hältst du dir Augen und Ohren zu und sagst "lalalala", und redest dir ein, dass alles zu ihrem Besten wäre. Das ist Blödsinn.
*****978 Frau
2.646 Beiträge
Zitat von ****19:
Zitat von *****978:
Ich lese Folgendes aus deinem Text;

Du möchtest gerne in DEINER sexuellen Welt Etwas ändern. Hast aber nicht den Mut und das Gefühl der Verantwortung für DICH, somit auch für deine derzeitige Partnerschaft nicht, dies umzusetzen.
Nirgends lese ich, dass du dich in und mit der Beziehung entwickeln möchtest, sondern ich lese Gründe, die es DIR durch die extrinsischen Gegebenheiten schwer machen, DEINE Wünsche auszuleben.

Auch dein letzter Satz bzgl Moralapostel löst in mir das oben beschriebene Gefühl aus.

Ich möchte hier deutlich darauf hinweisen, dass per meiner Definition "Verantwortung zu übernehmen" nicht gleichbleibend bedeutet; du sollst deine Bedürfnisse mit aller Macht gegen jedwede Gefühle Anderer durchboxen.

Aber Gründe, wie fehlender Oralverkehr führt zu Unzufriedenheit sind meiner Meinung nach im Gesamtkontext eine Verschiebung der Verantwortung.
DU hast dich auf die Beziehung, relativ zügig nach der Letzten eingelassen, DU hast die ersten 2 Jahre keinen Mangel gespürt, DU definierst aber auch das sexuelle Ausleben in deinem Text als etwas, was in Solozeiten und eben nicht in der Beziehung zu gehen scheint.

Schlussendlich "standet ihr vor einer Trennung, die Bindungsängste bei dir ausgelöst haben". Genau hier liegt für mich der Knackpunkt und derartige Verkehrungen und die mangelnde Erkenntnis und Bereitschaft für SICH selbst Verantwortung zu übernehmen, begegnet mir nicht zum ersten Mal.

Den Rat, den ich dir gerne wohlwollend mit auf den Weg geben möchte ist;
Werde DIR selbst klar, welcher wirkliche Grund deiner aktuellen Zerrissenheit zugrunde liegt UND dann triff Entscheidungen.
Denn auch dann kann dein Gegenüber entscheiden, ob er diese mittragen will/kann oder ob er dann für sich selbst Verantwortung übernimmt.
Danke, genau in diese Richtung gehen momentan meine Gedanken und ich möchte mir klarer werden, warum ich das zweite Mal mit einer tollen Frau zusammen bin, aber nicht vollkommen erfüllt fühle. Verantwortung übernehme ich zu gerne für andere und verliere dabei mein eigenes Ich. Daher denke ich mir manchmal, ich wäre in meinem Sozialverhalten lieber ähnlich kalt und egoistisch, wie es viele andere sind. Jedoch bin ich, wie ich bin und musste im Leben früh Verantwortung übernehmen. Das zieht sich leider so durch…

Dein Sozialverhalten und die Verantwortung übernehmen schließen nettes Verhalten nicht aus. Wer kalte und egoistisch agiert, hat weder ein gutes Sozialverhalten, noch übernimmt er Verantwortung.
Einfach nur Etwas durchzudrücken war nicht das, was ich mit meinem Post sagen wollte.
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