Zitat von **********er_Oe:
„Jeder kennt es: Man steht an der Tür, hat sich stundenlang vorbereitet – und trotzdem entscheidet jemand in 3 Sekunden, ob man rein darf oder nicht.
Ich weiß nicht, ob ich das kenne.
Klar, ich stehe dann an der Tür / in der Schlange, aber bisher hatte ich da nie ein Problem, reingelassen zu werden. Vielleicht war ich dafür auch nur auf den richtigen respektive falschen Veranstaltungen (um mal dieses Problem zu haben).
Tatsächlich emfinde ich Dresscodes durchaus als sinnvoll.
Letztes Jahr beim BurningPants gab es Tageskarten. Da kamen Gäste, die wohl tatsächlich wegen bestimmter Bands da waren, in Jeans und Pullover / T-Shirt. Die stachen richtig aus der Menge der anderen Gäste heraus. Irgendwie schoss einem da der Gedanke durch den Kopf "was wollen die denn hier". Da waren eben "normale Menschen" unter den ganzen "verrückten Menschen". Es hat den Spaß nicht verringert, aber ich denke, das ist eine Frage der Menge.
Es gibt Veranstaltungen, die leben eben auch von Showlaufen der Gäste. CMNF bzw. CFNM sehe ich als solche Veranstaltungen an. Defintiv nicht jedermanns Sache, aber wer das mag, den wird es stören, wenn einige sich nicht daran halten.
Dieses "man ist unter sich" wird eben bei vielen Veranstaltungen durchaus geschätzt.
Ja, es ist dann schwierig, da mal rein zu schnuppern, wenn man in der entsprechenden Szene bisher nicht aktiv war bwz. einen bestimmten Fetisch bisher nicht selbst auslebt.
Aber für die, die dafür mitunter auch viel Geld in die Hand nehmen, sind Gäste in "zivil" dann plötzlich Zuschauer. Manchmal will man nicht befremdet angeschaut werden.
Ich bin auch gern auf Mittelalter-Events. Einige dort haben ein Problem damit, wenn die Gewandung nicht historisch korrekt ist. Für andere ist es eine Mischung aus Verkleidung und Rollenspiel. Allen gemeinsam ist, dass nicht-gewandete Besucher sich abheben. Das Lagerleben während der Öffnung für das Publikum ist völlig anders als nach Torschluss, wenn die Besucher also das Gelände verlassen.
Ja, Dresscodes trennen. Bleibt keiner mehr übrig, ist das Event erledigt.
Aber vielfach ist grade die Trennung auch erwünscht.
Für Veranstalter ist es immer schwierig. Werden wegen des Dresscodes zuviele abgewiesen, hält sich am Ende eine Veranstaltung nicht. Wird zu wenig gesiebt, kommt die eigentliche Zielgruppe irgendwann nicht mehr, damit entfällt dann der "Magnet" für die anderen, die Veranstaltung stirbt dann eventuell auch.
Wenn ich zu viele Probleme habe, dem Dresscode zu entsprechen, muss ich mir auch irgendwann die Frage stellen, ob das wirklich "meine" Veranstaltung (also eine Veranstaltung für mich) ist.
Für das, was mich interessiert, was mir Spaß macht, was mir liegt, finde ich in der Regel relativ schnell ein Outfit. Nehmen wir mal fkk-Partys. Den Dresscode kann jeder erfüllen. Und wer damit Probleme hat, der ist auf der Party dann vermutlich nicht richig, sondern sollte sich ein anderes Event aussuchen. Und ja, es gibt eben auch Menschen, die da hin wollen, aber eben nicht völlig nackt. Und, dass muss ich dann jetzt doch betonen, welche Gründe sie haben, ist mir da dann völlig egal, auch wenn ich mir gute Gründe ausdenken / vorstellen kann. Fang da mit Ausnahmen an, und es wird schief gehen, davon bin ich überzeugt.