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Magenverkleinerung für mehr Lebensqualität?

****e71 Frau
8.488 Beiträge
Themenersteller 
Magenverkleinerung für mehr Lebensqualität?
Ist eine Magenverkleinerung ein mutiger Schritt zu mehr Lebensqualität?

Hallöchen zusammen,

Ich habe festgestellt, dass immer mehr Menschen, nicht nur in meiner unmittelbaren Umgebung, sich für eine operative Magenverkleinerung entscheiden, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder für ein neues Körpergefühl. Doch so ein Eingriff ist nicht nur körperlich, sondern auch emotional eine große Veränderung.

Mich würde interessieren:
Habt ihr Erfahrungen mit einer Magen-OP gemacht? Wie hat sich euer Leben danach verändert (körperlich), aber auch im Selbstbild, in Beziehungen oder vor allem im Dating?

Lasst uns wertfrei und ehrlich darüber austauschen...

Liebe Grüße
Chloe
*****lub Frau
1.106 Beiträge
Wenn sich zwar nicht nur aber selbst in Deinem unmittelbaren Umfeld „immer mehr Menschen“ zu einem bariatrisch chirurgischen Eingriff entscheiden, dann warte doch einfach mal zwei bis fünf Jahre nach deren Eingriff ab und befrage sie dann zu deren direkten Erfahrungen. Die Zeit kannst Du ja nutzen, um all die Dinge zu tun (Ernährungs- und Lebensstiländerung etc. pp.) die man ohnehin zuvor ausgeschöpft haben sollte, bevor es zum operativen Eingriff kommt *zwinker*

https://register.awmf.org/assets/guidelines/088-001p_S3_Chirurgie-Adipositas-metabolische-Erkrankugen_2020-06.pdf

Auch die Magen-OP ist letztlich nur erfolgreich, wenn der Lebensstil der jeweiligen persönlichen körperlichen Situation angepasst wird bzw. werden kann.
Wer die Lebensstiländerung nicht dauerhaft bewältigt, wird wohl auch mit chirurgischem Eingriff nicht dauerhaft Gewicht verlieren (können). Und so ehrlich bzw. reflektiert gegenüber sich selber (möchte und kann man den Rest seines Lebens eine absolut disziplinierte Lebensweise beibehalten?) sollte man schon sein. Ob die OP in Frage kommt, sollte man meines Erachtens aber auch eher mit Fachleuten - im Speziellen wohl mit auf die Behandlung von Adipositas spezialisierten Ärzten und Therapeuten - besprechen und nicht von anekdotischen Erfahrungsberichten in einem Internetforum abhängig machen.

Ich kenne nur eine Person, die sich nach langem Leidensweg, für chirurgische Maßnahmen entschieden hat. Die anfänglich beeindruckenden Erfolge, waren leider nicht dauerhaft…(trotz intensiver Betreuung).
Wer an krankhafter Adipositas leidet, dem ist scheinbar auch mit chirurgischen Eingriffen nicht so ohne weiteres geholfen.
****ot2 Mann
12.619 Beiträge
Privatmeinung:
Ich halte so eine Operation für sehr risikoreich und für eine Ultima ratio bei extremem Übergewicht (BMI > 40). Vorher sollten daher erst alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sein. Die sog. Abnehmspritze (GLP-1-Agonisten) sowie ein längerer stationärer Aufenthalt in eine konservativen Adipositas-Klinik (ohne bariatrische Chirurgie.)

Ich habe schon eine Person nach so einer Op auf der Intensivstation (jämmerlich) sterben gesehen.
Und in meiner nahen Bekanntschaft hat eine Frau innerhalb 2 Jahren 45 kg abgenommen, ohne Op und ohne Abnehmspritze und ohne Kur. Einfach mit sehr großer intrinsischer Motivation und normaler Reduktionsdiät (1200 kcal).

No offense. Ist wie gesagt nur eine Meinung.

p.s.: Ggf. kann vielleicht eine Selbsthilfegruppe eine Option sein.
****e71 Frau
8.488 Beiträge
Themenersteller 
Kurz vorweg:

Es geht hier nicht um mich persönlich oder gar um meine OP! *nono*
*********kend Paar
15.597 Beiträge
Zitat von ****ot2:
Privatmeinung:
Ich halte so eine Operation für sehr risikoreich und für eine Ultima ratio bei extremem Übergewicht (BMI > 40). Vorher sollten daher erst alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sein. Die sog. Abnehmspritze (GLP-1-Agonisten) sowie ein längerer stationärer Aufenthalt in eine konservativen Adipositas-Klinik (ohne bariatrische Chirurgie.)

Ich habe schon eine Person nach so einer Op auf der Intensivstation (jämmerlich) sterben gesehen.
Und in meiner nahen Bekanntschaft hat eine Frau innerhalb 2 Jahren 45 kg abgenommen, ohne Op und ohne Abnehmspritze und ohne Kur. Einfach mit sehr großer intrinsischer Motivation und normaler Reduktionsdiät (1200 kcal).

No offense. Ist wie gesagt nur eine Meinung.

p.s.: Ggf. kann vielleicht eine Selbsthilfegruppe eine Option sein.

So eine bariatrische Operation gehört in speziell dafür ausgelegte Adipositaskliniken. Ich kann die Adipositasplattform der Universität Tübingen empfehlen. Dort durchlaufen die Patienten mehrere unterschiedliche Fachabteilungen und am Ende bekommt der Patient die Operation wenn sichergestellt ist das vorherige Kuren, Diäten usw nicht in dem Maße funktionieren um das Gewicht dauerhaft zu senken. Nur dann erhalten die Leute die Operation.

Heute geht das an einem Tag. Mein Mann musste dafür mehrere Termine an immer anderen Tagen durchlaufen. Das sind u.a. Sportmediziner, Ernährungsberater, Psychologen usw. Wer dann die Empfehlung erhält ist ganz sicher nicht mit Abnehmspritze und Fastenkuren therapierbar.

Wie unterschiedlich die Menschen nach der Operation zurechtkommen liegt ganz sicher auch im unterschiedlichen Willen und der Motivation zur Operation zusammen. So hat die Bettnachbarin meines Mannes 2 Tage nach der OP sich eine Pizza bestellt und musste behandelt werden. Sie hatte die Operation anscheinend nicht ganz aus eigenem Antrieb über sich ergehen lassen müssen.


g/w
******aar Paar
949 Beiträge
Diese OP ist max. eine Unterstützung bei hochgradig adipösen Menschen. Nur weil ich 50 kg zuviel habe braucht man so eine OP nicht. Leider wird sie aber trotzdem oft gemacht. Es ist eine OP ohne Rückweg. Das heißt der Magen ist dann definitiv verkleinert und weg. Für die meisten Patienten ist aber nicht die OP das Problem, sondern die komplette Umstellung der Ernährung und des Lebens danach. Die körperlichen Wunden verheilen aber die Psyche bleibt oft leider verletzt. Es hat ja einen Grund warum jemand so viel Gewicht angesammelt hat. In den seltensten Fällen ist es eine Krankheit.
Viele haben anfänglich gute Ergebnisse mit der OP, aber fallen dann wieder in alte Muster zurück. Auch ein verkleinerter Magen ist wieder dehnbar wenn man es provoziert. Darum ist die Erfolgsrate nach solchen OPs nicht gerade hoch.
Die OP sollte der letzte Ausweg sein. Zuerst muss der Umstieg auf andere Ernährung und Bewegung erfolgen. Erst wenn ein Patient dazu bereit ist macht eine solche OP Sinn. Die meisten Magenverkleinerungen sind Schönheitsops ohne wirkliche Notwendigkeit. Mit etwas Disziplin und Willen wären sie nicht notwendig.
Ist ein Patient zur Lebensumstellung bereit und schafft das, ist oftmals keine OP nötig.
*********kend Paar
15.597 Beiträge
Naja teilweise. Ein Magenbypass kann sehr wohl rückabgewickelt werden. Da wird nichts weggeschnitten sondern mit Clipsen abgeteilt. Als wir die Operationstechnik erklärt bekamen war ich drauf und dran meinem Mann zu raten das er es auch sein lassen darf.

Doch er hat die OP sehr sehr gut überstanden. Ist noch am selben Tag aufgestanden und war schon unterwegs als die Physiotherapie ihn aus dem Bett geleiten wollte. Wirklich es kommt immer darauf an.

Ich rate aber allen sich eine wirklich gute Klinik zu suchen. Die Universitätsklinik Tübingen z.b. macht das nur nach sorgfältiger Abwägung.
g/w
**********mHaus Frau
117 Beiträge
Zitat von ******aar:
Diese OP ist max. eine Unterstützung bei hochgradig adipösen Menschen. Nur weil ich 50 kg zuviel habe braucht man so eine OP nicht. Leider wird sie aber trotzdem oft gemacht. Es ist eine OP ohne Rückweg. Das heißt der Magen ist dann definitiv verkleinert und weg. Für die meisten Patienten ist aber nicht die OP das Problem, sondern die komplette Umstellung der Ernährung und des Lebens danach. Die körperlichen Wunden verheilen aber die Psyche bleibt oft leider verletzt. Es hat ja einen Grund warum jemand so viel Gewicht angesammelt hat. In den seltensten Fällen ist es eine Krankheit.
Viele haben anfänglich gute Ergebnisse mit der OP, aber fallen dann wieder in alte Muster zurück. Auch ein verkleinerter Magen ist wieder dehnbar wenn man es provoziert. Darum ist die Erfolgsrate nach solchen OPs nicht gerade hoch.
Die OP sollte der letzte Ausweg sein. Zuerst muss der Umstieg auf andere Ernährung und Bewegung erfolgen. Erst wenn ein Patient dazu bereit ist macht eine solche OP Sinn. Die meisten Magenverkleinerungen sind Schönheitsops ohne wirkliche Notwendigkeit. Mit etwas Disziplin und Willen wären sie nicht notwendig.
Ist ein Patient zur Lebensumstellung bereit und schafft das, ist oftmals keine OP nötig.

Es ist definitiv eine Krankheit, aka gestörtes Essverhalte, wenn man so stark übergewichtig ist.
Mit "etwas Disziplin und Willen" ist es nicht getan, ein gesundes Essverhalten zu erlernen. Dazu benötigt es in erster Linie professionelle Unterstützung in Form von Therapie und das oft viele Jahre bedingt durch Rückfälle. Wie bei jeder anderen Form der Essstörung.
Ich hatte selber Jahrelang eine Mischform aus Magersucht und Bulimie und kann dir sagen, es war ein jahrelanger Kampf. Wenn es nur "etwas Disziplin und Willen" benötigen würde, gäbe es keine Kliniken für ES aller Art.

Wenn man jetzt, keine Ahnung 15 kg zu viel drauf hat, dann mag "etwas Disziplin und Willen" ausreichen aber da sind wir von Magen OP auch noch weit entfernt.
****na Frau
1.435 Beiträge
Mein Nachbar hat nach vielen Jahren vergeblicher Mühen, die er mal mehr, oft weniger an den Tag gelegt hat, von der Kasse eine Magenverkleinerung bezahlt bekommen. Ich hatte den Eindruck, dass er die Sache hauptsächlich angegangen ist, um wieder die Aufmerksamkeit seiner bildhübschen Frau zu erhalten, die sich ganz und gar ihrem gemeinsamen kleinen Kind zugewandt und ihn völlig aus dem Sinn verloren hatte.
Nach 12 Monaten hatte er 62 kg abgenommen und war mit seiner Größe von 170 cm mit den verbliebenen 75 kg so schlank wie zuvor in seiner aktiven Zeit als ambitionierter Hobbysportler.

Wie ging sein Leben weiter?
Seine Frau hatte ihn zwischenzeitlich aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ausquartiert. Im Ehebett schlief auf seiner Seite fortan sein kleiner Sohn. Kein Interesse von seiner Frau an ihm und seinem Leben. Er hat sich dann eine Geliebte gesucht. Da er sich nicht diskret verhielt, kam die Affäre ans Licht, was der Auslöser dafür war, dass seine Frau ausgezogen ist und die Scheidung eingereicht hat. Die Affäre endete ebenfalls kurz danach.
Er hat es nicht geschafft, sein Sportprogramm, das eher bescheiden konfiguriert war, aufrechtzuerhalten. Ermunterungen und das positive Feedback von mir und anderen fruchteten nicht.
Heute wiegt er zwar noch lange nicht so viel wie vor der OP, aber ich würde ihn doch als viel zu kräftig für seine Größe beschreiben. Ob die Straffung der Bauchdecke und der Oberarme stattgefunden hat, weiß ich nicht.
Haus und Garten, in denen er nun allein zurückgeblieben ist, lässt er verwahrlosen. Sozialkontakte ebenfalls. Er verharrt in einem dauerhaften Geht-nicht-Modus, d.h., jeder Vorschlag, jede Idee zur Ermunterung, Verantwortung für sein Leben und seine Entscheidungen zu übernehmen, werden rundweg abgeblockt. Und natürlich geht auch Therapie nicht.
Immerhin hat die OP sein Risiko, einen Diabetes, Gelenkproblematiken und andere Adipositas-Begleiterkrankungen zu bekommen, deutlich reduziert.
*******est Mann
248 Beiträge
Ich habe eine solche OP (Schlauchmagen) hinter mir und behaupte das ich ohne verloren gewesen wäre. Vor weit über 5 Jahren befand ich mich mit meinem Gewicht in einer rapiden Aufwärtsspirale ohne Aussicht sie ohne fremde Hilfe zu stoppen.
Nach Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik, der Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe und einem psychologischen Gutachten (damals alles Voraussetzungen) hat mir die Krankenkasse eine OP genehmigt.

Wer sich für so eine Maßnahme entscheidet dem sollte klar sein daß es sich dabei um die Verstümmelung eines oder mehrerer vorher gesunder Organe handelt und sich unbedingt unabhängig (Selbsthilfegruppe!) informieren.

Ich entschied mich für einen Schlauchmagen bei Erhalt des natürlichen Ein- und Ausgangs.
Als Folge des Eingriffs muß ich dauerhaft Säureblocker einnehmen und regelmäßig Vitamin B12 spritzen. Ich bin auch weiter noch übergewichtig.

Wer sich für einen radikaleren Eingriff entscheidet wird wahrscheinlich dauerhaft mehr Gewicht verlieren, dafür aber mit Einschränkunen bei der Nahrungsverträglichkeit leben und noch mehr zusätzliche Substanzen zu sich nehmen müssen.
*******_man Mann
9.236 Beiträge
Eine gute Freundin hat es letzten Sommer oder so machen lassen. Sie hat in der Folge rapide abgenommen, konnte nur noch 150 ml Fassungsvermögen befüllen.

In der weiteren Folge bezeichnete sie sich als top fit und man stellte ein ganz neues Lebensgefühl in ihr fest. Sie ergatterte einen neuen Lebenspartner und sieht den weiteren Haut-OPs entgegen.

Es wäre das beste, was ihr in den letzten Jahren passiert sei. Außer, dass wir uns vor 14 Jahren kennen gelernt haben.
********me79 Mann
18 Beiträge
Als Beispiel die Schwester von meinem Cheff, mit der ich recht gut befreundet war.
Sie war stark Übergewichtigt und hatte sich damit erhofft, vom Gewicht runter zu kommen. Der Erfolg blieb aber gänzlich aus. Der Effekt war gleich 0. Sie konnte lediglich weniger auf einmal essen, also wurde das Essen eben weit über den Tag verteilt und zu einem kontinuierlichem Essen. Es hat ihr schlichtweg nichts gebracht.
Am Ende folgten Magenkrebs und 2 Jahre später der Tod. Ob die OP jetzt den Krebs begünstigt hat, konnten nicht mal Ärzte verneinen aber auch nicht bestätigen. Sie hinterließ 2 Kinder im jugendlichen Alter und ihren Mann.
Ich persönlich bin kein Freund von OPs dieser Art. Wer abnehmen will, muss so oder so seine Ernährung umstellen und ein kaloriendefizit aufbauen und langsam abnehmen. Sport ist natürlich immer hilfreich. Und das ist kein kurzer Weg, wenn man nicht in den Jojo Effekt verfallen will. Wenn man sich und sein Leben bzw. die Ernährung nicht umstellt, hat jede Diät, jeder OP ect. keinen dauerhaften Effekt.
*********Seil Paar
1.131 Beiträge
Zitat von ****e71:
Habt ihr Erfahrungen mit einer Magen-OP gemacht?

Nicht selbst, aber im persönlichen Umfeld.
Ein stark adipöse Kollegin hat das machen lassen.
Es gab anfänglich deutliche Erfolge, hat aber nicht ansatzweise zu Normalgewicht geführt und mit den Jahren hat sie dann einfach das Essen auf mehrere kleine Mahlzeiten so verteilt, dass wieder ein deutlicher Rückfall zu erkennen war.

Von mehr Lebensqualität war da nichts zu erkennen, denn die OP war alles andere als ein Vergnügen und der kleine Magen verkleinert nur die empfundene Lücke zwischen Hunger und Völlegefühl, führt also keineswegs zu weniger Hunger.
**********essin Frau
2.526 Beiträge
Ich kenne jemanden im entfernten Bekanntenkreis. Auch er hat anfänglich wahnsinnig viel Gewicht verloren, inzwischen aber fast alles wieder drauf.
Ja, ich denke auch, dass es ohne eine Umstellung der Lebensweise, bzw. -einstellung nicht zu einem dauerhaften Erfolg führen wird und gerade DAS ist eigentlich der schwierige Teil, wenn man Gewicht verliert.

Dennoch finde ich es schade, dass in einem Thread wie diesem zuallererst die Beratungskeule aus der Ecke geholt wird, obwohl doch eigentlich nur nach Erfahrungen gefragt wurde.
Ich verstehe den Impuls, es wird dabei aber leider vergessen, dass man dem Fragesteller damit automatisch auch unterstellt, sich nicht genügend mit dem Thema beschäftigt zu haben, was ein wenig übergriffig ist (meiner Meinung nach).
*******8_77 Paar
947 Beiträge
Ich bin operiert mit Sleeve im September 2024, mich haben bisher 55 kg verlassen und ohne OP wäre es mir nicht gelungen. Es stimmt der Kopf wird nicht mit operiert, aber eine OP wird auch nicht eben so durchgeführt. Mein Adipositaszentrum besteht darauf,das einiges durchlaufen wird, bevor operiert wird, auch mit einem sehr hohen BMI !
Es ist eine lebensverändernde Maßnahme und ich würde den Schritt jederzeit wieder gehen.

Es ist ein neues Lebensgefühl und ich genieße dieses sehr.
*********ricks Frau
1.002 Beiträge
Die Leute in diesem Gewichtsbereich sind esssüchtig, nur zu operieren bringt nicht viel, weil die Sucht sich einen Weg drum herum sucht. Mein Schwager (Magenband OP) hat ganz schnell gelernt, dass Pudding kein Problem ist (rutscht sofort durch) und sich damit den ganzen Tag betankt.
Andere wechseln vom Essen zum Alkohol.
Deswegen sollte man am Kern der Sucht ansetzen und nicht nur versuchen, das sichtbare Symtom zu bekämpfen.
****76 Frau
36 Beiträge
Meine ehemals dickste Freundin hat den Schritt gewagt, ist durch psychologische Gutachten, Widersprüche und Kämpfe gegangen und hat es machen lassen. Sie hat mehr abgenommen, als ich wiege, ist jetzt bei Größe 40/42. Sie kann nicht mehr gleichzeitig essen und trinken, viele Dinge gehen gar nicht mehr.
Gleichzeitig konnte sie sich immer besser bewegen und hat daran auch Freude, damit ist sie deutlich agiler und weniger schmerzgeplagt.
Sie hat nun einen Freund, war in der Hinsicht Spätentwickler und die Figur hat ihr sicherlich auch manches verwehrt. Den Kick gab damals der plötzliche Herztod des Vaters, der so plötzlich gar nicht war, weil er eigentlich Bypässe hätte haben sollen, sich aber aufgrund des Gewichtes niemand traute, ihn zu operieren. Du brauchst eine Motivation, um dein Leben neu zu denken, und das war es für sie.
Meiner Meinung nach ist ihre Lebensqualität um 100% verbessert. Sie sagt, sie würde es wieder tun, auch wenn die zahlreichen Folgeops durchaus auch so manches verleidet haben. Enge Strümpfe und Bodys tragen, Schmerzen, schlecht verheilende Nähte... sowas sagt einam vorher ja keiner (und das ist gut so:-)
******781 Frau
152 Beiträge
Vor fünf Jahren habe ich mich für einen Schlauchmagen entschieden – eine Wahl, die mein Leben verändert hat. 40 kg sind seither weg, und ich halte mein Gewicht stabil. Klar ist: Die OP war mein Werkzeug, ohne das ich es nicht geschafft hätte, aber sie ist kein Selbstläufer. Der Weg dorthin führte über Gutachten, Ernährungsberatung und Sport. Auch heute noch sind meine Portionen klein, doch die Disziplin muss bleiben. Der Magen kann sich wieder dehnen, deshalb ist das erste Jahr nach der OP entscheidend, um die eigenen Gewohnheiten radikal umzustellen. Ohne Kopf-Arbeit hilft auch das beste Skalpell nichts.
*******1966 Mann
1 Beitrag
Ich habe es vor 4 Jahren gemacht habe 100kg verloren und es geht noch langsam weiter runter mit dem Gewicht!
******orn Frau
238 Beiträge
Es ist leider kein Zaubermittel. Sorgenfreies Leben ist das nicht. Man kann nicht mehr die normalen Mengen essen, man muss aufpassen was genau man isst, teilweise Medikament nehmen. Viele berichten auch von starken Nebenwirken wie Übelkeit. haut wird ja auch nicht weggenommen, haarausfall, unverträglichkeit bei Alkohol, die Liste ist lang.

Das Problem ist einfach das es ne Essstörung ist. Ich hab die jetzt seit 29 Jahren und ich kann daher viel darüber berichten und ich verstehe total, wenn man mit seinem gewicht kämpft, es nicht runtergeht. Ich leide da auch selbst drunter. Ich kann nicht mal mehr nen Eis essen gehen ohne mir anzuhören: Schau mal die Fette. Ich habs auch überlegt, weil Ärzte das auch einem nicht glauben mit regelmäßig Sport, nicht mehr als 2000kcal, so gut wie kein Weizen, keine Süßigkeiten mehr. Aber ich hab die Essstörung nicht in den Griff und ich glaube auch, dass viele die OP machen, dass nicht haben. Und gerade wenn du diese Störung hast, du wirst da nen anderen Weg finden, schlimmsten Fall nen andere Betäubungsdroge finden.

Ich würde daher immer zur Therapie raten, Sport, Ernährungsberatung. Aber klar, es gibt natürlich leute die haben ein Gewicht auf der Waage, wo es keine Lebensqualität gibt, wo es mehr als gesundheitsgefährend ist.

Aber der Kopf wird ja nicht mitoperiert. Also überlegt euch das gut.
****e71 Frau
8.488 Beiträge
Themenersteller 
von mir erstmal vielen Dank für eure ehrlichen und sehr mutigen Beiträge und in vielen dieser Beiträge finde ich genau die Realität wieder, die uns oft die Ärzte verschweigen.

Personlich mache ich viel Sport und habe gerade beim Zumba viele Frauen getroffen, die eine Magen-OP vor sich hatten oder schon hinter sich. In den vielen Jahren haben dann einige Frauen erstmal abgenommen und sind nie wieder zum Sport gekommen. Oder man hörte, dass diese Frauen nach wenigen Jahren wieder ihr altes Gewicht zurück hatten.

Im Moment trifft es bei mir einen engen Angehörigen, dem man ganz schnell in 3 Monaten ein OP machen möchte. Er war also kurzer Hand zu einem Beratungsgespräch und kam mit einer Mappe wieder zurück. In dieser Mappe war aufgführt, dass er zum Psychologen gehen soll und eine Ernährungsberatung machen soll, dann könne man in 3 Monaten operieren.

Ich war eigentlich nur sprachlos am Telefon von so einer Brutalität, die hier an den Tag gelegt wird.

Ich würde mal überspitzt formulieren: Haben Ärzte nur noch Dollar Zeichen in den Augen?

Dieser Mann möchte natürlich eine schnelle Lösung, aber so?

Aus meinem Umfeld war es auch oft so, dass man oft gerade nach der OP allein gelassen wird mit dem Rest des Lebens.
******orn Frau
238 Beiträge
Also nein.. das gefällt mir gar nicht. Das ist ja kein Termin beim Friseur..
****e71 Frau
8.488 Beiträge
Themenersteller 
Den Eindruck hat es hinterlassen.
****ot2 Mann
12.619 Beiträge
Zitat von ****e71:

Ich würde mal überspitzt formulieren: Haben Ärzte nur noch Dollar Zeichen in den Augen?

Es ist eigentlich im Prinzip stets so, dass Ärzte, die operatv tätig sind, zur Operation raten. Und Ärzte, die nicht operieren, ein konservatives Vorgehen empfehlen.

Ich bin bei Ärzten, deren "ausgeprägter Erwerbssinn" auffällig ist, auch immer schnell skeptisch.

Allerdings ist das bei Eingriffen, die Kassenleistung sind, eher weniger der Fall als bei Eingriffen, die die Kasse nicht bezahlt. Obwohl auch dort die Strategie optimiert werden kann.
********rmer Mann
481 Beiträge
Mal so was man bedenken sollte. Meine Mama bekam Speiseröhrenkrebs. Man entfernte sie und „baute“ aus dem Magen eine eine neue Speiseröhre. Ja das geht alles. Keine Ahnung ob bei einer Magenverkleinerung so ein Eingriff später noch möglich ist.

Menschen mit solchen Problemen sollten eher eine Verhaltenstherapie machen oder zum Psychologen gehen. Vielleicht hilft auch eine angepasste Hypnose. Heute ist alles so „einfach“. OP oder Abnehmpille und schon ist das Problem gelöst.
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