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Wie verschwindet die Romantik in der Beziehung?

*******aar Paar
21 Beiträge
Themenersteller 
Wie verschwindet die Romantik in der Beziehung?
[Er schreibt]

Ich und meine Frau sind seit vielen Jahren zusammen und sind auch seit ein paar Jahren verheiratet. Wir haben sehr viel zusammen erlebt, haben vieles gemeinsam aufgebaut und können uns gar nicht vorstellen, wie das Leben ohne einander noch funktionieren würde. Das Leben miteinander fühlt sich von Jahr zu Jahr immer schöner an für uns.

Trotzdem hören wir öfter, dass nach mehreren Jahren (z. B. über 20 Jahren) irgendwann dann die Routine herrscht und der Ofen aus wäre. Und wir würden nicht gern an diesem Punkt ankommen, wo man nur aus Bequemlichkeit miteinander lebt, aber nichts besonders für einander empfindet.

Daher möchte ich gern eure Meinung (bzw. eure Erfahrung) hören, wie man an den Punkt gelangen würde, dass die Beziehung sich nicht mehr besonders anfühlt. Dass man nur noch miteinander lebt. Dass man auseinander lebt. Dass die Beziehung sich nicht mehr richtig anfühlt.

Kann man da etwas merken bzw. hätte man etwas gemerkt, bevor die Beziehung nicht mehr gut funktioniert? Im Nachhinein betrachtet, hätte man etwas tun können, um es zu verhindern, dass das Feuer in der Beziehung ausgeht?

Ich bin gespannt und sehr neugierig über eure Meinung, eure Erfahrungen und eure Beiträge. Wir wären euch sehr dankbar dafür, denn dank euch würden uns mehr Erfahrungswerte zur Verfügung stehen, wie wir weiterhin in der Zukunft miteinander umgehen können/sollen/müssten, damit die Beziehung etwas besonderes bleibt.
********etal Paar
1.661 Beiträge
Zitat von *******aar:
Trotzdem hören wir öfter, dass nach mehreren Jahren (z. B. über 20 Jahren) irgendwann dann die Routine herrscht und der Ofen aus wäre
Können wir nicht bestätigen, eine Beziehung ist Arbeit für jeden, romantisch waren wir allerdings nie. Wir sind eher wild und pragmatisch.
*****n27 Frau
6.931 Beiträge
Der Tipp, den ich von allen Paaren gehört habe, die sehr lange sehr glücklich zusammen sind, ist bewusst daran zu arbeiten, dass es so schön bleibt, wie es gerade ist.

Also, den Partner nicht für selbstverständlich zu nehmen, die Liebe nicht für selbstverständlich, sondern ganz bewusst sich immer wieder neu aufeinander einlassen und füreinanderentscheiden. zB durch geplante, regelmäßige Datenights, bewusste Gespräche, nicht aufhören, den anderen zu umwerben, usw.

Das habe ich für mich mitgenommen und muss sagen, dass umgekehrt auch genau die Bereitschaft für diese Dinge gefehlt hat, wenn die Gefühle nicht langfristig aufrecht erhalten werden konnten.
****ot2 Mann
12.611 Beiträge
Frage:

Soll es bei dem Thema um "erotische Lebendigkeit" gehen?
Oder eher um die "freundschaftliche Verbundenheit"?

Mein Vorschlag wären regelmäßige "Beziehungsgespräche" an einem festen Termin (sonst wird das meist nichts).
Ein Termin, wo man Wünsche und Vorstellungen zur Sprache bringt, aber auch diejenigen Dinge ansprechen kann, die einen stören und die man sich anders wünscht. Das können ganz normale "Haushaltsdinge" sein, aber auch Aspekte aus dem Bereich der Sexualität.

Wichtig ist m. E., dass sich Unzufriedenheit nicht über längere Zeit anstaut.
******987 Frau
1.325 Beiträge
Zitat von *****n27:
Der Tipp, den ich von allen Paaren gehört habe, die sehr lange sehr glücklich zusammen sind, ist bewusst daran zu arbeiten, dass es so schön bleibt, wie es gerade ist.

Also, den Partner nicht für selbstverständlich zu nehmen, die Liebe nicht für selbstverständlich, sondern ganz bewusst sich immer wieder neu aufeinander einlassen und füreinanderentscheiden. zB durch geplante, regelmäßige Datenights, bewusste Gespräche, nicht aufhören, den anderen zu umwerben, usw.

Das habe ich für mich mitgenommen und muss sagen, dass umgekehrt auch genau die Bereitschaft für diese Dinge gefehlt hat, wenn die Gefühle nicht langfristig aufrecht erhalten werden konnten.

Ein sehr toller Beitrag
Lg
****iM Frau
38 Beiträge
Es ist ganz normal, dass es immer mal wieder Flauten gibt, weil man emotional verschieden ist und die Alltagssorgen einen auffressen. Es reicht aber bereits, dass einer von beiden auf den anderen zugeht, auch, oder gerade, wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Respekt, Nähe, Vertrauen und Verständnis kommen zurück, wenn man es aussendet. Man erntet, was man sät. Genauso verhält es sich mit Rechthaberei, Stolz und Ignoranz - es kommt zurück.
*****a63 Frau
8.817 Beiträge
In meiner Ehe ging Romantik und Liebe flöten weil wir nur noch Eltern waren.

In meiner aktuellen Beziehung frißt uns zur Zeit der Alltag und besondere Vorkommnisse.

Wir versuchen uns jetzt bewusst Raum für Romantik zu schaffen.
******now Frau
1.283 Beiträge
Dass die Romantik mit der Zeit verloren geht, kann ich nicht bestätigen - eher das Gegenteil ist bei uns der Fall. Wir unternehmen viel gemeinsam - lassen uns aber auch gegenseitige Freiräume für Individualität.

Etwas Schiss habe ich vor eventuellen Veränderungen in unserer Beziehung, falls ich jobmäßig bedingt öfters unterwegs bin. Doch ich denke, auch das lässt sich meistern.

In einer Beziehung geh die Romantik meist dann flöten, wenn die Beziehung nicht mehr richtig bewusst gelebt wird. Bei dem ein oder anderen Paar habe ich den Eindruck, dass beide Partner sich gegenseitig hintergehen und das Ganze nach außen als offene und tolerante Beziehung "vermarktet" wird.
In Wahrheit leben die beiden nur aus wirtschaftlichen oder Gewohnheitsgründen zusammen, wo keiner von beiden die Realität wahrhaben will. Für sowas wäre mir sowohl die Zeit als auch meine Gefühlswelt zu schade.
********raum Paar
13.327 Beiträge
Letztendlich ist es doch so, das nichts von alleine kommt!

Ich (m) freue mich von daher immer wieder sehr, wenn sich meine Prinzessin etwas überlegt und das dann auch umsetzt.

Genauso versuche ich das auch bei Ihr.

Wenn beide da dranbleiben, dann hat man gute Chancen!
********2832 Paar
53 Beiträge
Ein wichtiges Thema – und ehrlich gesagt hatten wir am Anfang genau die gleiche Sorge.

Wir sind seit über 11 Jahren zusammen und haben gemerkt: Romantik verschwindet nicht plötzlich, sie verändert sich einfach.

Am Anfang ist alles intensiver und offensichtlicher. Mit der Zeit wird die Beziehung ruhiger, aber auch tiefer – mit Vertrauen, Sicherheit und dem Gefühl, ein Team zu sein.

Trotzdem gibt es bei uns auch Phasen, in denen es sich etwas distanziert oder „normaler“ anfühlt. Und das ist völlig okay.

Für uns beginnt das Problem nicht damit, dass die Liebe weniger wird, sondern wenn wir weniger miteinander reden. Antworten werden kürzer, man denkt, der andere versteht einen schon – und genau da entsteht langsam Abstand.

Wir haben auch gemerkt, dass wir selten gleichzeitig im gleichen Gefühl sind. Einer braucht Nähe, der andere ist vielleicht gerade mit sich beschäftigt. Wenn man das nicht ausspricht, wird aus Sehnsucht schnell Frust.

Früher haben wir oft gewartet, dass der andere uns von selbst versteht. Heute wissen wir: Das funktioniert nicht.

Der größte Unterschied ist für uns, dass wir gelernt haben, offen zu sagen, was wir brauchen. Zum Beispiel: „Ich brauche gerade Nähe“ oder „Irgendwas fühlt sich gerade nicht gut an“.

Und meistens reicht das schon, damit der andere reagiert und man wieder zueinander findet.

Für uns ist das heute Romantik: ehrlich sein, sich zeigen und miteinander sprechen.

Und wir haben gelernt: Eine Beziehung muss sich weiterentwickeln. Wenn man versucht, sie gleich zu lassen, wird sie mit der Zeit leer.

Kurz gesagt: Romantik verschwindet nicht mit der Zeit – sondern dann, wenn man aufhört, miteinander zu reden.
****ice Mann
999 Beiträge
Aus meiner eigenen Erfahrung aber noch mehr durch die Erfahrungen meiner Freunde und Umfeld, denke ich dass es verschiedene Ursachen gibt, dass eine Beziehung ihr tiefe emotionale Verbundenheit verloren geht.
Zum einen ist es der Alltag, die Gewohnheit - den Partner nicht mehr tagesaktuell wahrnehmen, weil man denkt, man kennt den anderen bereits seit x Jahren und muss nicht mehr hinschauen. Es ist immer so viel zu tun, so viele Pflichten, so viel in Haushalt und Leben zu tun. Einer kocht, der andere räumt die Spülmaschine aus und kümmert sich um den Müll. Dabei wird "geredet" ohne sich anzuschauen, ohne in wirkliche Verbindung mit Blickkontakt und ungeteilter Aufmerksamkeit.
Ein weiterer Punkt ist mMn dass oft, bereits am Anfang der Beziehung, der Partner irgendwo (nicht ausgesprochen) als Kompromiss empfunden wird. Man ist nicht von dem Partner begeistert sondern es scheint zu reichen, dass der Partner eine gute, solide Wahl ist. Ich denke, früher oder später wird mindestens einem von beiden es nicht mehr reichen.
Ich glaube auch, dass es essenziell ist, dass beide in einer Beziehung immer mal wieder wirklich glücklich sind, zufrieden reicht nicht! Wenn es den Menschen nicht gut geht, werden Konflikte anders gelöst, Eigenarten und Verhalten anders bewertet (meist beim Partner und nicht sich selbst) und Unzufriedenheit führt entweder zu Streit oder dass einer oder beide sich distanzieren und auf eine gleichmütige Gefühlsebene sich zurück ziehen. Bei letzteren scheint es mir häufig noch zu sein, dass die Menschen sich als zufrieden bezeichnen aber nur weil sie vergessen haben wie es sich anfühlt wirklich glücklich zu sein.

Ich halte es für am wichtigsten, die nonverbale Kommunikation im Auge zu haben. Sich umarmen, küssen oder auch Sex im weitesten Sinne. Miteinander reden können sehe ich auch als wichtig an, aber NUR wenn sicher gestellt wird, dass vorher eine aktuelle Verbindung besteht und eben nicht nur dem anderen seine Worte vor die Füße kotzt.
Sich immer wieder bewusst zu machen was für ein toller Mensch da vor einem steht und auch wirklich von dem begeistert sein und es ausstrahlen - sagen und benennen reicht nicht!

Häufig versucht einer, dem anderen alles Recht zu machen. Den Partner zu unterstützen, leider oft aufopferungsvoll und ohne dass man glücklich und stark ist. Das sind dann die Partner die sich wundern, dass sie verlassen/betrogen wurden obwohl sie doch so viel für die Beziehung/den Partner getan haben allerdings ohne den Partner zu erreichen.
Wenn beide als erwachsene Menschen meist stark bleiben, den anderen respektiert, begehrt und sieht, dann sind schon einmal gute Voraussetzungen geschaffen. Beide dürfen sich nicht "gehen lassen" - jeder muss ein Stück weit, innerhalb der Möglichkeiten, zusehen, dass man fit, sexy, schön und positiv bleibt oder wieder wird. Das macht man für sich aber auch dem Partner.

Streitereien können eine große Menge Altlasten anhäufen, aber auch die kann man mit der Zeit vergessen, wenn ausreichend neue, positive Erlebnisse geschaffen werden. Respekt und Vertrauen sollten immer gewahrt bleiben.

Man kann immer etwas dafür tun - wenn man nicht gewillt ist, etwas für den anderen zu tun, dann sollte man ernsthaft nachdenken ob man doch besser geht. Erwartungshaltungen sind erst einmal nicht gut.
*********paar Paar
58 Beiträge
So wird uns das ständig eingeredet, dass es normal ist, dass Lust und Romantik verschwinden.
Ist es nicht!
Zum anderen bearbeiten wir Kränkungen nicht, und wir lassen Langeweile und Entfremdung einziehen.
Romantik und Lust in eine Entscheidung, die beidseits getragen werden darf.
Es gibt unglaublich viel, was man tun kann, um sie zu erhalten.
******aar Paar
945 Beiträge
Wertschätzung, Achtung voreinander, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung sind Dinge die nie verloren gehen sollten. Dann bleibt auch die Romantik erhalten.

Natürlich ist nach 20 Jahren Beziehung die rosa Wolke kleiner oder weg. Aber solange beide daran interessiert sind das 🔥 am brennen zu halten ist es auch nach 20 Jahren noch schön und geil.

Allerdings heißt Beziehung auch, dass beide Beziehungspartner daran interessiert sein müssen an der Beziehung zu arbeiten und mit ihr zu wachsen. Es gibt gute und nicht so gute Zeiten, nur da zeigt sich dann wie stabil ist die Beziehung wenn es mal nicht so rund läuft.

Wir haben jetzt 23 gemeinsame Jahre mit allem was man so erleben kann. Rückblickend, ja es war geil!
Aber das ist auch darauf zurückzuführen, dass es immer wir hies und nicht ich.
****769 Frau
3.039 Beiträge
Zitat von *******aar:
Wie verschwindet die Romantik in der Beziehung?
[Er schreibt]

Ich und meine Frau sind seit vielen Jahren zusammen und sind auch seit ein paar Jahren verheiratet. Wir haben sehr viel zusammen erlebt, haben vieles gemeinsam aufgebaut und können uns gar nicht vorstellen, wie das Leben ohne einander noch funktionieren würde. Das Leben miteinander fühlt sich von Jahr zu Jahr immer schöner an für uns.

Ich finde euren ersten Absatz sehr schön!
Ich habe große Achtung vor Menschen, die nicht gleich auseinander rennen, auch wenn eben die großen Gefühle nicht mehr da sind(habe ich leider nie hinbekommen). Die, auch wenn die große Liebe mal einer guten Freundschaft weicht, zusammen Pläne und Ziele haben, sich etwas schaffen und aufbauen. So wie es auch bei meinen Eltern war. Und bei diesen süßen alten Pärchen, die man oft sieht, die so liebevoll miteinander umgehen 🥰da war es bestimmt auch nicht immer die große Romantik, sondern ganz sicher auch viel Unterstützung und Zusammenhalt in schwierigen Zeiten.
*******Punk Frau
8.496 Beiträge
Zitat von ********2832:
Ein wichtiges Thema – und ehrlich gesagt hatten wir am Anfang genau die gleiche Sorge.

Wir sind seit über 11 Jahren zusammen und haben gemerkt: Romantik verschwindet nicht plötzlich, sie verändert sich einfach.

Am Anfang ist alles intensiver und offensichtlicher. Mit der Zeit wird die Beziehung ruhiger, aber auch tiefer – mit Vertrauen, Sicherheit und dem Gefühl, ein Team zu sein.

Trotzdem gibt es bei uns auch Phasen, in denen es sich etwas distanziert oder „normaler“ anfühlt. Und das ist völlig okay.

Für uns beginnt das Problem nicht damit, dass die Liebe weniger wird, sondern wenn wir weniger miteinander reden. Antworten werden kürzer, man denkt, der andere versteht einen schon – und genau da entsteht langsam Abstand.

Wir haben auch gemerkt, dass wir selten gleichzeitig im gleichen Gefühl sind. Einer braucht Nähe, der andere ist vielleicht gerade mit sich beschäftigt. Wenn man das nicht ausspricht, wird aus Sehnsucht schnell Frust.

Früher haben wir oft gewartet, dass der andere uns von selbst versteht. Heute wissen wir: Das funktioniert nicht.

Der größte Unterschied ist für uns, dass wir gelernt haben, offen zu sagen, was wir brauchen. Zum Beispiel: „Ich brauche gerade Nähe“ oder „Irgendwas fühlt sich gerade nicht gut an“.

Und meistens reicht das schon, damit der andere reagiert und man wieder zueinander findet.

Für uns ist das heute Romantik: ehrlich sein, sich zeigen und miteinander sprechen.

Und wir haben gelernt: Eine Beziehung muss sich weiterentwickeln. Wenn man versucht, sie gleich zu lassen, wird sie mit der Zeit leer.

Kurz gesagt: Romantik verschwindet nicht mit der Zeit – sondern dann, wenn man aufhört, miteinander zu reden.

Und was ist wenn Hände halten, Zärtlichkeiten, Knutschen etc. aufhören?
*****a63 Frau
8.817 Beiträge
Das ist sehr mistig.
********2832 Paar
53 Beiträge
Zitat von *******Punk:
Ein

Und was ist wenn Hände halten, Zärtlichkeiten, Knutschen etc. aufhören?
Das ist eine sehr gute und wichtige Frage.

Aus unserer Erfahrung passiert so etwas selten plötzlich, sondern eher dann, wenn kleine Dinge über längere Zeit nicht angesprochen oder gelöst werden.

Wenn sich Dinge aufstauen und die Kommunikation nachlässt, verschwinden nach und nach auch die kleinen Zeichen von Nähe – wie Berührungen, Händchenhalten oder Zärtlichkeit.

Für uns war das ein wichtiger Hinweis: nicht weil diese Dinge an sich fehlen, sondern weil sie zeigen, dass vorher etwas unausgesprochen geblieben ist.

Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass auch der Weg zurück nicht auf einmal passiert. Wenn wir anfangen, wieder miteinander zu sprechen und zu verstehen, was gefehlt hat, kommt die Nähe Schritt für Schritt zurück – und mit ihr auch diese kleinen Gesten.

Für uns ist es daher weniger etwas Endgültiges, sondern eher ein Prozess, den man früh erkennen und gemeinsam wieder verändern kann.

Und oft ist es gar nicht so weit weg, wie es sich im Moment anfühlt.
****769 Frau
3.039 Beiträge
Zitat von *******Punk:
..
Und was ist wenn Hände halten, Zärtlichkeiten, Knutschen etc. aufhören?

Berührungen und Nähe sind wichtig, aber tiefe Zuneigung und Verbundenheit lässt sich noch auf so viele andere Art und Weise ausdrücken..
**********kness Paar
59 Beiträge
Ich brauche „innere Verbundenheit“ und habe in Langzeitbeziehungen erlebt, dass diese irgendwann flöten geht, weil eben der Alltag organisiert werden muss und ein Großteil der Gespräche notgedrungen auf der operativen Ebene verbleibt.
Hilfreich finde ich, wenn beide Partner ein Gefühl dafür haben, wann das kippt und bewusst gegensteuern oder es erst gar nicht mehr dazu kommen lassen, dass man sich innerlich entfernt.
Ich möchte wissen, was meinen Partner berührt und beschäftigt, worüber er sich ärgert und freut, was ihm gerade fehlt und was er braucht.

Darüber hinaus ist es für mich elementar, dass man sich „erwartungsfreie“ Zärtlichkeit bewahrt, also Zärtlichkeit, die nicht zwangsläufig im Bett endet, sondern bei der man vorm offenen Kühlschrank knutscht, sich abends beim Netflixen krault, Händchen hält etc.

Wenn eine der beiden Ebenen länger unter den Tisch fällt, fühlt sich‘s auf einmal „cringe“ an, sich da wieder anzunähern.
Ich kenne so viele Paare, die durch Kinderaufzucht etc. aufgehört haben, miteinander zu schlafen, und dann aufgehört haben, miteinander zu kuscheln, um ja keine Erwartungshaltung beim anderen zu wecken und irgendwann ohne Exitstrategie feststecken in dieser Körperlosigkeit.
Gleiches geschieht, wenn man lange nur operativ kommuniziert…

Drum ist‘s für mich am wichtigsten, sich seelisch und körperlich das Fundament zu bewahren, auf dem Sexualität langfristig gedeihen kann.
*****a63 Frau
8.817 Beiträge
Zitat von ********2832:


Und wir haben gelernt: Eine Beziehung muss sich weiterentwickeln. Wenn man versucht, sie gleich zu lassen, wird sie mit der Zeit leer.

.

Das spricht mich an und es entsteht gerade ein Ahaeffekt bei mir.

Vermutlich ist es gut den Ist-Zustand anzusehen.

Ich habe Oft anfänglichem Miteinander nach getrauert. Was vermutlich vorbei war, ich aber gerne wieder hätte.

Den Blick auf eine Weiterentwicklung hatte ich bisher nicht. Wobei diese ja positiv wie negativ sein kann.

Danke für die Gedankenanregung.
*******ub01 Frau
115 Beiträge
Wenn man den Partner/ die Partnerin nicht mehr wertschätzt und nur seine eigenen Interessen verfolgt, geht auch die Romantik nach und nach verloren.
Der/ die Andere fühlt sich ungeliebt, missachted und dadurch kommt das Gefühl und die Liebe abhanden.
Ohne Liebe klappt es auch irgendwie mit der Romantik nicht.
********2832 Paar
53 Beiträge
Zitat von *****a63:

Das spricht mich an und es entsteht gerade ein Ahaeffekt bei mir.

Vermutlich ist es gut den Ist-Zustand anzusehen.

Ich habe Oft anfänglichem Miteinander nach getrauert. Was vermutlich vorbei war, ich aber gerne wieder hätte.

Den Blick auf eine Weiterentwicklung hatte ich bisher nicht. Wobei diese ja positiv wie negativ sein kann.

Danke für die Gedankenanregung.
Das freut uns sehr zu lesen.

Wir kennen dieses Gefühl auch gut – dass man den Anfang einer Beziehung vermisst, weil er so intensiv und voller Emotionen war.

Mit der Zeit haben wir jedoch verstanden, dass eine Beziehung nicht wieder so wird wie am Anfang, sich dafür aber auf eine andere Weise weiterentwickeln kann.

Und ja, Entwicklung kann in beide Richtungen gehen – aber wenn man sich dessen bewusst ist, hat man auch die Möglichkeit, sie mitzugestalten.

Danke dir für deine Offenheit.
*********Seil Paar
1.122 Beiträge
Zitat von *******aar:
Wie verschwindet die Romantik in der Beziehung?

Die Romantik verschwindet, wenn sie vernachlässigt wird, wenn so langsam aber sicher vieles Andere im Leben eine höhere Priorität und Dringlichkeit bekommt, als romantische Momente mit dem Partner.

Viele meinen halt, der Partner könne sich ruhig mal etwas gedulden müssen, ist schließlich morgen auch noch da ... und übermorgen ... und nächte Woche ... und nächsten Monat...
Bis er dann eines Tages nicht mehr da ist, erst emotional, später dann auch physisch.

Viele glauben auch, dass so eine Beziehung etwas sei, wo man sich es gemütlich machen kann und sich auch in aller Ruhe gehen lassen kann und vergessen dabei komplett, dass diese Art der (Selbst)Vernachlässigung die Beziehung ruiniert.
********2022 Mann
19 Beiträge
Ja, zu Romantik gehört Arbeit innerhalb der Beziehung.

Aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass man maximal anbieten kann, Vorschläge machen. Wenn das Gegenüber nicht möchte, aus vielerlei Gründen, dann kann man auf und nieder springen. Erzwingen kann ich es nicht. Es muss gewollt werden.
Firerose
*******ire Mann
16.358 Beiträge
Ich glaube, ein Ofen muss regelmäßig befeuert werden (um bei der Oben stehenden Metapher zu bleiben). Einer hat es da nicht immer leicht und viel Arbeit. Gemeinsam kann man das Feuer aber lange genießen!
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