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Sub sein fällt leichter als Beziehung – kennt das jemand?

*********us02 Frau
5 Beiträge
Themenersteller 
Sub sein fällt leichter als Beziehung – kennt das jemand?
Mehr vertrauen als Sub als in Beziehungen ohne Machtgefälle?

Hi, ich brauch mal ein bisschen Meinung/Rat von euch.
Ich hab durch Zufall jemanden kennengelernt, der Dominant ist und sich auch schon lange mit BDSM beschäftigt. Ich bin da ganz neu drin, bzw. habs davor nie so ausgesprochen. Das Ding ist, ich hatte auch so noch keine Beziehung und bin generell unerfahren was Sex angeht. Das hab ich auch alles kommuniziert und das ist auch gar kein Problem.

Was ich mich jetzt aber frage, geht es noch jemandem so, dass euch 'normale' Beziehungen angst machen und ihr euch da nicht öffnen könnt, eine Sub zu sein aber total schön klingt und ihr euch drauf freut und keine Angst habt?

Wenn ja, weiß jemand vielleicht wieso das so ist?


Ich bin da grade etwas ratlos, bzw. denke es hat einfach mit Vertrauen zu tun, was mir sonst einfach gefehlt hat.
Danke schonmal für eure Antworten!
*********paar Paar
61 Beiträge
Wenn ich in Beziehung bin, bin ich sub und sobald ich sub bin, bin ich in Beziehung.
Das geht für mich komplett Hand in Hand.
Eines geht nicht ohne das andere.
Sonst verbiege ich mich und unterdrücke meine Neigung.
BDSM, Sex und Liebe gehören für mich persönlich untrennbar zusammen.
Ich kann schon was weglassen, aber dann werde ich unglücklich.
*******ed25 Frau
892 Beiträge
Diese Konstellation setzt ein hohes Maß an Vertrauen voraus – und vor allem eine sehr klare, bewusste Kommunikation. Es geht nicht nur darum, „über Dinge zu sprechen“, sondern darum, sie konkret zu benennen: Wünsche, Erwartungen, Grenzen, Tabus und auch Unsicherheiten. Alles wird aktiv angesprochen und nicht dem Zufall überlassen.

Genau das passiert in vielen sogenannten „Vanilla“-Beziehungen oft nicht in dieser Tiefe. Natürlich wird auch dort kommuniziert, aber häufig eher oberflächlich oder situativ – weniger strukturiert, weniger vorausschauend und selten so detailliert. Viele Dinge entwickeln sich einfach, ohne dass sie wirklich klar ausgesprochen oder gemeinsam definiert werden.

In einer D/S-Konstellation ist das hingegen die Grundlage. Dort geht es gar nicht anders, weil das Machtgefälle nur dann funktioniert, wenn beide Seiten genau wissen, worauf sie sich einlassen. Erwartungen sind nicht etwas, das man vermeidet – sie sind zentraler Bestandteil der Beziehung. Ein Dom formuliert klare Vorstellungen, Regeln und auch gewünschtes Verhalten. Gleichzeitig hat aber auch der Sub eigene Grenzen, Bedürfnisse und Erwartungen, die genauso ernst genommen und definiert werden müssen.

Dieses Maß an Klarheit schafft Sicherheit. Beide wissen, was erlaubt ist, was gewünscht ist und wo die Grenzen liegen. Missverständnisse werden dadurch deutlich reduziert, weil Dinge nicht unausgesprochen im Raum stehen bleiben.

Interessant ist dabei, dass genau diese Sicherheit theoretisch auch in einer „Vanilla“-Beziehung möglich wäre – wenn dort genauso offen und klar über Erwartungen gesprochen würde. In der Praxis wird das Thema Erwartungen dort aber oft eher ausgeklammert oder sogar negativ bewertet, weil es schnell als Druck, Anspruch oder „zu viel“ empfunden wird.

In einer D/S-Beziehung hingegen sind Erwartungen nichts Negatives, sondern ein strukturierendes Element. Sie geben Orientierung, schaffen Verbindlichkeit und ermöglichen es beiden Seiten, sich innerhalb klarer Rahmenbedingungen zu bewegen – und genau das sorgt letztlich für Stabilität und Vertrauen
******978 Frau
515 Beiträge
ich würde jetzt mal kurz und knapp darauf tippen, dass es dir Sicherheit gibt / die Angst nimmt, dass jemand die Führung übernimmt in diesem für dich so neuen Bereich. und damit meine ich jetzt auch schon das Thema Beziehung überhaupt, nicht nur den BDSM teil.
Aber frag dich doch am besten erstmal selber, vor was Du sonst beim Thema Beziehung Angst hattest. Kannst du dich sonst nicht öffnen, weil du Angst hast vor der Reaktion anderer? ist dir selbst unangenehm / peinlich, was du für (sexuelle) Gelüste hast? Oder fällt es dir allgemein schwer, jemand an dich näher ran zu lassen aus Angst vor Zurückweisung oder Verletzung?
********rmal Mann
780 Beiträge
Genau das passiert in vielen sogenannten „Vanilla“-Beziehungen oft nicht in dieser Tiefe. Natürlich wird auch dort kommuniziert, aber häufig eher oberflächlich oder situativ – weniger strukturiert, weniger vorausschauend und selten so detailliert. Viele Dinge entwickeln sich einfach, ohne dass sie wirklich klar ausgesprochen oder gemeinsam definiert werden.

Da ist sie wieder.
Die überhöhung von BDSM Beziehungen ohne das es dafür wirkliche Grundlagen gibt.

Aber BDSM lebt ja zu großen Teilen von der Illusion.
*******ed25 Frau
892 Beiträge
Das ist keine Erhöhung einer BDSM-Beziehung, sondern eine sachliche Schilderung.

Bei einer Vanilla-Beziehung sind viele Absprachen schlichtweg gar nicht nötig. Ich habe auch nicht behauptet, dass dort keine Details geklärt werden – selbstverständlich kann man auch in einer Vanilla-Beziehung miteinander besprechen, wie zum Beispiel die Haushaltsaufgaben erledigt werden sollen.

Die Frage, die ich aufgeworfen habe, war, warum es gefühlt für manche Menschen sicherer wirkt. Man könnte es auch anders ausdrücken: Menschen würden sich vermutlich sicherer in einer Beziehung fühlen, in der klar vereinbart wurde, dass man jetzt zusammen ist, und sich weniger sicher fühlen, wenn die Rahmenbedingungen unklar oder nur vage sind.

Es geht also nicht darum, BDSM-Beziehungen als überlegen darzustellen, sondern darum zu erklären, dass klare Absprachen – egal in welcher Beziehungsform – ein Gefühl von Sicherheit und Verlässlichkeit vermitteln können
*******thoa Mann
498 Beiträge
Zitat von *********us02:
Das Ding ist, ich hatte auch so noch keine Beziehung und bin generell unerfahren was Sex angeht.

Zitat von *********us02:
eine Sub zu sein aber total schön klingt

@*********us02
Mich würde zunächst interessieren, da du ja sagst, dass du unerfahren bist, was für dich daran reizvoll klingt, eine Sub zu sein. Du wärst sicher nicht der erste Fall von (Selbst-)Täuschung. Wie sieht zum Beispiel dein Verständnis von Führung in Bezug auf Sicherheit und Struktur, Kompetenz und Willkür sowie Fürsorge aus?
********iebe Mann
11.732 Beiträge
Ich glaube, das ist deswegen, weil die Rollen klar verteilt sind. Es weiß einfach jeder, was er zu tun und zu erwarten hat. Als sub kann man sich fallen und den anderen machen lassen. Als Dom kann - soll - man führen und aktiv sein. Es gibt weniger Unsicherheiten.
Vielleicht liegt es daran.
**********berer Mann
8.983 Beiträge
@*******ed25 Ich finde auch, @********rmal hat da einen Punkt und was der für die TE bedeuten kann, darauf gleich noch. Wenn du schreibst, BDSM-Beziehungen hätten mehr Tiefe und dort gäbe es ein Mehr an Kommunikation, während es in Vanilla-Beziehungen eher nur eine oberflächliche Kommunikation gäbe und Erwartungen dort problembehaftet wären und vermieden würden... dann kann man da schon herauslesen, dass die BDSM-Beziehung die deutlich nahrhaftere, intensivere und kommunikativ bessere Beziehungsform wäre.

Ist das so? Weißt du gesichert, dass es in Vanilla-Beziehungen so ganz generell an tiefer Kommunikation mangelt? Dass das, was man sich wünscht, dort ein Problem darstellt? Ich denke nicht. Du hast Annahmen geschildert, aber keine "sachliche Schilderung". Und das ist ja an sich auch richtig. Gerne von eigenen Erfahrungen berichten, aber diese nicht als Fakt für Alle darstellen!

Denn die TE könnte daraus ganz falsche Schlüsse ziehen. Sie könnte denken: "Oh, also wenn Beziehungen mit BDSM-Anteil die sind, die auf Grund besserer Kommunikation und mehr Achtsamkeit aufeinander mehr Tiefe bieten und mehr Sicherheit, dann achte ich zukünftig drauf, dass ich nur solche Beziehungen eingehe. Vanilla ist nichts für mich!"

Und das ist eine völlig fehlgeleitete Fährte, der sie dann folgen würde.

BDSM-Beziehungen sind nicht grundsätzlich die tieferen, besseren Beziehungen. Die Kommunikation dort läuft nicht automatisch besser, nur weil BDSM ausgelebt wird. Denke doch nur mal an die vielen Threads wie z.B.: BDSM: Fehler und Strafen

Dort wird u.a. berichtet, dass Sub es einem Dom nie recht machen konnte. Fand dort also eine tiefe, sichere Kommunikation darüber statt, was Dom von Sub erwartet hatte? Scheinbar nicht.

Es ist nicht richtig, finde ich, eine Beziehung mit BDSM einer solchen ohne BDSM gegenüber zu stellen und zu behaupten, die mit BDSM wäre automatisch die mit mehr Tiefgang, Verständnis, weniger Druck und offenerer Kommunikation. Wie gut eine Beziehung in allen diesen Punkten läuft, liegt an den Beteiligten und ihrem Vermögen (oder Unvermögen), die Beziehung derart zu gestalten. Ob dabei nun BDSM-Sex eine (Achtung, Provokation!) Nebenrolle spielt, ist meiner Ansicht nach recht unwichtig.
*******enig Mann
15.946 Beiträge
Ich möchte bewusst nicht auf dieses Überhöhungsdingens mit den tiefen Gefühlen für, im und rund um den BDSM eingehen, sondern die TE dazu einladen, sich ÜBERHAUPT einmal auf eine Beziehung einzulassen. Anders als bei einem Zalando-Paket hat man kein Rückgabe-Recht, aber trotzdem wird es nötig sein um seine Erfahrungen überhaupt bewerten zu können.

Danach, also in ungefähr 1-100 Jahren, kann man gerne auf die Unterschiede zwischen verschiedenen Beziehungsformen abheben.
*****a63 Frau
8.822 Beiträge
Ich habe Beziehung mit und ohne BDSM gelebt. Und beides hatte Tiefe.
*******Mix Mann
281 Beiträge
Ich denke es geht dabei viel um das was im Kopf passiert bei/ mit uns. Alles das was da erzeugt und getriggert wird. Egal ob Vanilla oder BDSM . Und das was es mit einem macht ist ganz individuell und bei jedem etwas anders. Wenn der Kopf und das Gefühl sagen das es sich so besser /leichter anfühlt als eine "Beziehung" ist das ja ok. Und was eine Beziehung definiert liegt auch bei einem selbst. Im Idealfall wirst Du in Deinem möglichen Rahmen gefördert und gefordert und das in der Zeit die dafür gebraucht wird.
Ich stimme allen zu die sagen das Vertrauen dabei wichtig ist. Gerade je intensiver es wird.
Ich würde sagen Neugierig bleiben , hin fühlen und schauen was es mit einem macht.
Dabei kann es passieren das es sich auch nach Beziehung anfühlt bzw gefühlt dahin von selbst entwickelt.
********rmal Mann
780 Beiträge
Ich habe dutzende von Formen des Sub sein erlebt das es für alle generell einfacher war als in Stino Beziehungen kann ich nur von denen behaupten wo der Dom hat alles durchgehen lassen damit er sich überhaupt eines Spielzeug erfreuen konnte.

Es gibt sicherlich Menschen die unter Führungspersonal an Sicherheit gewinnen ob man da gleich Sub für sein muss halte ich mal für dahingestellt.

Aus Unerfahrenheit solche Schlüsse zu ziehen
Naja kann man machen
Ob das sinnvoll ist? Dafür wird es wohl noch ein paar Jährchen brauchen um das zu beantworten.
*******ssa Frau
6.006 Beiträge
Eine D/s-Beziehung zu führen kann richtig Arbeit machen weil im Gegensatz zu reinen Alltagsbeziehungen etwas gelebt wird was oft völlig contraire zur Norm ist.
Leichter vielleicht im Sinne von Regeln aufstellen und befolgen - aber das zuzulassen, der Weg dahin ist alles andere als einfach, weil es einfach passen muss wie in jeder Beziehung + dann auch noch der besondere spezielle Bereich.
*******ed25 Frau
892 Beiträge
@**********berer

Du hast das aus meinem Kommentar so rausgelesen, das lasse ich dir auch. Aber ich habe an keiner Stelle gesagt, dass das Ganze „mehr Tiefe“ hätte. Mir ging es ausschließlich darum zu erklären, warum es für manche Menschen stimmig sein kann, sich z. B. in einer Sub-Rolle wohler zu fühlen. Das ist weder besser noch schlechter – einfach eine andere Art, sich in Beziehungen oder Dynamiken wiederzufinden.

Was ich ehrlich gesagt schwierig finde: Es wird super schnell eine Grundsatzdiskussion draus gemacht, in der es plötzlich darum geht, ob irgendwas überhöht wird oder angeblich „tiefer“ oder „weniger wert“ ist. Damit verschiebt sich der Fokus komplett weg vom eigentlichen Thema. Statt auf den konkreten Punkt einzugehen, wird dann eine Bewertungsebene aufgemacht, die ich so gar nicht eingebracht habe.

Wir könnten natürlich auch bei meinem anderen Beispiel bleiben – aber dann sind wir halt einfach im falschen Thread unterwegs. Darum ging es hier ja gar nicht.

Und ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob es der Person, die die Frage gestellt hat, wirklich hilft, wenn man ihre Frage im Prinzip übergeht und stattdessen eine Meta-Diskussion führt. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber man könnte trotzdem erstmal auf das eingehen, worum es ursprünglich ging.

Was ich eigentlich sagen wollte, ist ziemlich simpel: Viele Menschen fühlen sich mit klaren Strukturen wohler. Mit Grenzen, mit Rollen, mit einer klaren Kommunikation darüber, was das für eine Verbindung ist und wie sie funktioniert. Das gibt Sicherheit und Orientierung.

Und daraus kann man ja auch etwas für sich selbst mitnehmen, ohne gleich alles zu übernehmen. Man kann sagen: Die BDSM-Anteile wie Dienen oder bestimmte Rollen sind nichts für mich – aber die Klarheit, die Struktur und dieses offene Kommunizieren von Anfang an, wohin etwas geht, finde ich sinnvoll.

Aber das hat eben nichts mit „mehr“ oder „weniger“ Tiefe zu tun. Dieses Fass aufzumachen lenkt aus meiner Sicht eher ab, als dass es irgendwem weiterhilft. Es geht einfach darum, dass Menschen unterschiedlich ticken und unterschiedliche Dinge brauchen, um sich wohl und sicher zu fühlen
****ody Mann
16.064 Beiträge
Ich finde, junge Menschen sollten ihr Liebes- und Sexleben mit Erfahrungen im Kuschelsexbereich und auf Augenhöhe starten. Für BDSM bleibt mehr als genug Zeit.
**********berer Mann
8.983 Beiträge
Zitat von *******ed25:
Du hast das aus meinem Kommentar so rausgelesen, das lasse ich dir auch. Aber ich habe an keiner Stelle gesagt, dass das Ganze „mehr Tiefe“ hätte.

Doch. Ich zitiere dich nochmal:

Wünsche, Erwartungen, Grenzen, Tabus und auch Unsicherheiten. Alles wird aktiv angesprochen und nicht dem Zufall überlassen.

Genau das passiert in vielen sogenannten „Vanilla“-Beziehungen oft nicht in dieser Tiefe. Natürlich wird auch dort kommuniziert, aber häufig eher oberflächlich oder situativ – weniger strukturiert, weniger vorausschauend und selten so detailliert. Viele Dinge entwickeln sich einfach, ohne dass sie wirklich klar ausgesprochen oder gemeinsam definiert werden.

Klar wird, du beziehst dich auch auf das Kommunizieren über Wünsche, Erwartungen und auch Unsicherheiten - all das gibt es aber eben nicht nur beim BDSM, sondern auch bei Vanilla-Beziehungen. Du hättest es anders formulieren müssen, wenn du sicherstellen möchtest, dass du dich rein auf BDSM-Gespräche, BDSM-Wünsche und BDSM-Tiefe beziehst.

Oder du beziehst dich eben nicht nur auf BDSM, sondern das Miteinander in Beziehungsfragen an sich - und dann ist eben die Tiefe durch die Beteiligten geprägt - und nicht durch das Plus BDSM.

Es stört mich massiv, dass Ungenauigkeiten in der Formulierung, die dann scheinbar zu Missverständnissen führen, immerzu dem Empfänger angelastet werden, statt dass die Sender mal versuchen, sich halbwegs klar auszudrücken. Aber das scheint irgendwie zu schwer. Einfacher scheint es, sich zu beschweren, dass man immerzu falsch verstanden würde und dann auch noch den Empfängern eine rein zu würgen. Ich bin davon echt ziemlich genervt. Das zerstört nahezu jeden Thread immer wieder!

Zitat von *******ed25:
Was ich ehrlich gesagt schwierig finde: Es wird super schnell eine Grundsatzdiskussion draus gemacht, in der es plötzlich darum geht, ob irgendwas überhöht wird oder angeblich „tiefer“ oder „weniger wert“ ist. Damit verschiebt sich der Fokus komplett weg vom eigentlichen Thema. Statt auf den konkreten Punkt einzugehen, wird dann eine Bewertungsebene aufgemacht, die ich so gar nicht eingebracht habe.

Doch, hast du. Nochmal ein Zitat, welches das verdeutlicht:

Ein Dom formuliert klare Vorstellungen, Regeln und auch gewünschtes Verhalten. Gleichzeitig hat aber auch der Sub eigene Grenzen, Bedürfnisse und Erwartungen, die genauso ernst genommen und definiert werden müssen.

Dieses Maß an Klarheit schafft Sicherheit. Beide wissen, was erlaubt ist, was gewünscht ist und wo die Grenzen liegen. Missverständnisse werden dadurch deutlich reduziert, weil Dinge nicht unausgesprochen im Raum stehen bleiben.

Interessant ist dabei, dass genau diese Sicherheit theoretisch auch in einer „Vanilla“-Beziehung möglich wäre – wenn dort genauso offen und klar über Erwartungen gesprochen würde. In der Praxis wird das Thema Erwartungen dort aber oft eher ausgeklammert oder sogar negativ bewertet, weil es schnell als Druck, Anspruch oder „zu viel“ empfunden wird.

In einer D/S-Beziehung hingegen sind Erwartungen nichts Negatives, sondern ein strukturierendes Element. Sie geben Orientierung, schaffen Verbindlichkeit und ermöglichen es beiden Seiten, sich innerhalb klarer Rahmenbedingungen zu bewegen – und genau das sorgt letztlich für Stabilität und Vertrauen

Zusammengefasst: Weil BDSM-Beziehungen in Fragen des BDSM ein hohes Maß an Kommunikation über Erwartungen und Regeln für das Miteinander erfordern, profitieren auch die anderen Teile einer solchen Beziehung von dieser Souveränität in der Kommunikation. Und das fehlt Vanilla-Beziehungen, die können nicht so gut über Erwartungen und Regeln des Miteinander kommunizieren.

Und nein, das ist einfach nicht richtig so. Und ja, das stört Threads. Aber hey, schuld sind ja immer die Andern. Und das ist ja auch nicht der erste Thread, wo du mir mit solchen Verallgemeinerungen und Zuschiebungen auffällst.

Zitat von *******ed25:
Und ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob es der Person, die die Frage gestellt hat, wirklich hilft, wenn man ihre Frage im Prinzip übergeht und stattdessen eine Meta-Diskussion führt. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber man könnte trotzdem erstmal auf das eingehen, worum es ursprünglich ging.

Du hast scheinbar nicht gelesen, warum ich denke, dass das für die TE eben doch wichtig ist? Und du hast scheinbar auch nicht den Beitrag von @*******enig dazu gelesen?

Oder liest du nur, was du lesen möchtest? *zwinker*
*********Seil Paar
1.135 Beiträge
Zitat von *********us02:
Wenn ja, weiß jemand vielleicht wieso das so ist?

Sub sein ist ein überwiegend passives Spiel, die Verantwortung liegt beim Dom.
In eine Beziehung hingegen musst du dich aktiv einbringen.

Zitat von *********us02:
Ich bin da grade etwas ratlos, bzw. denke es hat einfach mit Vertrauen zu tun

Hauptsächlich Selbstvertrauen!
*******ed25 Frau
892 Beiträge
@**********berer

Ich lasse mich auf diese Diskussion nicht weiter ein. Das ist hier nicht das Thema und beantwortet auch nicht die Frage der TE. Ich lasse das deshalb so stehen und gehe da nicht weiter in die Tiefe, weil der Thread sonst komplett zerfasert.

Ich habe durchaus gelesen, warum das für die TE eventuell eine Rolle spielen könnte – aber das ändert nichts daran, dass es nicht das ist, was konkret gefragt wurde.

Ich habe mich auch nicht beschwert, sondern deinen Eindruck einfach so stehen lassen. Aber warum sollte ich das jetzt weiter ausdiskutieren, wenn es am Thema vorbeigeht und meine jetzige Klarstellung bzw. Ergänzung ohnehin nicht wirklich aufgegriffen wird? Selbst wenn ich es nochmal ausführlicher erklären würde, bringt das hier niemanden weiter.

Die ursprüngliche Frage war auch nicht, ob man grundsätzlich eine Beziehung eingehen sollte oder wie man das allgemein bewertet. Es wurde etwas Konkretes gefragt – und genau darauf sollte man sich auch beziehen.

Ob ich mit irgendetwas auffalle, ob das nun positiv oder negativ bewertet wird, spielt für dieses Thema überhaupt keine Rolle. Es geht hier nicht um mich.

Es sollte doch möglich sein, anzuerkennen, dass Menschen unterschiedliche Sichtweisen haben, ohne dass man sie dafür direkt öffentlich an den Pranger stellt oder bewertet. Genau darum geht es doch: nicht alles persönlich zu machen, sondern beim eigentlichen Thema zu bleiben.
*****a63 Frau
8.822 Beiträge
Weshalb der TE Beziehungen Angst machen können wir hier nicht klären. Das scheint mir aber das Oberthema zu sein.

Denn auch im BDSM werden ja Beziehungen gelebt.

Vielleicht ist es ja der der Mann, den die TE kennengelernt hat, welche ihr eine Sicherheit gib und die devote Seite in ihr anspricht, und nicht das BDSM per se.

Das sind nur Gedankenblitze.

@*********us02
*******klar Frau
226 Beiträge
Ich kann den Gedanken verstehen, würde ihn aber auch kritisch anschauen.
Wenn "normale" Beziehungen eher Angst auslösen, kann so eine D/s-Dynamik erstmal total angenehm wirken. Da gibt es klare Rollen, jemand übernimmt die Führung und man selbst muss nicht ständig alles hinterfragen oder entscheiden. Das kann sich erstmal stabil und sicher anfühlen.

Es könnte allerdings auch sein, dass es weniger um Vertrauen in den anderen geht und mehr darum, wie sicher du dich in dir selbst fühlst.
Also: Kannst du deine eigenen Grenzen gut wahrnehmen? Fühlst du dich sicher damit, sie auszusprechen? Traust du dir zu, sie auch zu halten, wenn es schwierig wird (sehr wichtig!)?
Wenn das noch unsicher ist, wirkt es oft erleichternd, wenn jemand anderes "führt". Das nimmt Druck raus.

So ein Machtgefälle erfordert allerdings ein besonders hohes Maß an Eigenverantwortung.
Ich würde mir deshalb eher die Frage stellen, ob es sich nach echtem Vertrauen anfühlt oder eher danach, dass es sich leichter anfühlt, wenn jemand anderes die Richtung vorgibt?

Ich will das gar nicht schlecht reden, aber gerade am Anfang kann so ein Setting auch Dinge verstärken, die ohnehin schon da sind. Deshalb würde ich mir an deiner Stelle Zeit lassen und erstmal schauen, wie stabil und sicher du dich selbst fühlst, unabhängig davon, wer da vor dir steht.
********rmal Mann
780 Beiträge
Auch wenn ich es immer für schwierig halten wenn dich jemand selbst als dominant bezeichnet, sind für mich in dem EP schon so viele Red Flags enthalten das ich da
@****ody
Nur recht geben kann.

Ich finde, junge Menschen sollten ihr Liebes- und Sexleben mit Erfahrungen im Kuschelsexbereich und auf Augenhöhe starten. Für BDSM bleibt mehr als genug Zeit.
******l82 Mann
2.618 Beiträge
Ich sehe es auch ähnlich.
Für mich steht was Kopf, wenn die Dichotomie "BDSM oder Beziehung?" aufgemacht wird.

Denn natürlich geht man mit BDSM eine Beziehung ein - und zwar eine, die mehr Vertrauen erfordert, als es eine Vanilla-Beziehung tut.

Es erfordert, aus meiner Sicht, mehr.
Viel mehr.
Nicht nur Zuverlässigkeit in Auftreten, Pünktlichkeit, Kommunikation und Manieren (wo beide Partner, um kompatibel zu sein, zumindest ähnliche Standards haben sollten).

Sondern beidseitiges Vertrauen. Ist der/die Dom/me vor Strafverfolgung sicher, wenn er grenzwahrend, aber hart mit Sub umgeht? (Die so genannten BDSM-"Verträge" haben vor Gericht den Entlastungswert eines Kängurus in Australien).
Ist Sub sicher, dass Dom die gesteckten Grenzen wahrt und auf Subs geistige und körperliche Gesundheit achtet?

Diese Sicherheit kann aber nur gewährt werden, wenn das Fundament passt.
Niemand, der keinen Führerschein gemacht hat, kann einen Supersportwagen verkehrssicher bewegen.

Eins nach dem anderen. Und, an die TE - BDSM läuft dir nicht weg. Kläre deine Belastungen bzgl. Beziehungsfähigkeit mit einem Therapeuten (das Bedürfnis nach Bindung ist ja da - Leidensdruck muss aber nicht sein), finde einen liebevollen Partner und dann tastet euch gemeinsam auf dem Gebiet vor.

Du willst in der Dunkelheit von einer Klippe springen. Du weisst nicht, wie tief es ist, wieviel Wasser unter der Oberfläche ist, wie kalt es ist, wie weh es tut, wenn du aufkommt.

Da hab ich für dich Bauchschmerzen.
*****a63 Frau
8.822 Beiträge
Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass eine Beziehung mit BDSM mehr oder weniger erfordert als eine ohne.

Diese Vergleiche hinken meiner Sicht nach sehr.

Es kommt doch auf die Partner selbst an, wie oder was gefordert ist in einer Beziehung.
*********us02 Frau
5 Beiträge
Themenersteller 
Ganz lieben dank an alle, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, mir zu antworten!
Ich geh mal auf ein paar Sachen ein, vielleicht macht es das klarer 😅

Also ich denke, es geht auch vor allem um den Typ, der super lieb und rücksichtsvoll ist und absolut nichts überstürzen will. Also es wird definitiv eine Vanille-Phase geben! Ich fühl mich da grade sehr gehört und kann ohne Probleme alles sagen und stoppen, wenn mir irgendwas zu viel ist. Ich hab also sehr sehr viel Mitspracherecht und höre auch auf mein Bauchgefühl. Meiner Meinung bremst er zu sehr, aber dafür werde ich bestimmt noch dankbar sein *g*
Und so ein Vertrauen hab ich sonst einfach noch nicht gespürt bei jemand anderem, bzw. es wurde schnell in Frage gestellt von meiner Seite aus wie sehr ich wirklich in meinen Wünschen beachtet werde. Und ich hatte auch einfach Beklemmungen ich zu sein.
Zitat von *****a63:
Weshalb der TE Beziehungen Angst machen können wir hier nicht klären. Das scheint mir aber das Oberthema zu sein.
Also was mit vor allem Angst macht sind Gefühle. Und nicht gewollt zu werden, etc. Zu ersterem verspüre ich überhaupt keinen Druck in der Kommunikation mit dem Typen und zum zweiten wurde mir meine Angst definitiv genommen *g*

Und was BDSM an sich angeht, kam ich nicht erst durch den Kontakt mit ihm drauf, dass war schon lange Thema ich hab mich nur nicht getraut in die Richtung was zu verfolgen.

Ich hoffe das macht einiges klarer und ich freue mich über neue Anmerkungen/Anregungen! Danke an alle!!
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