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Polysaturation/gesättigt an Beziehungen - wie merkt ihr es?

Bist du grad "satt" an Beziehungen?

Dauerhafte Umfrage
*********bylon Frau
10 Beiträge
Themenersteller 
Polysaturation/gesättigt an Beziehungen - wie merkt ihr es?
Hey ihr Lieben, eure Schwarmintelligenz ist gefragt!

Seit über vier Jahren lebe und liebe ich in einer polyamoren Beziehung (polyamor, da wir uns auch in andere Menschen verlieben). Und ich merke - mal wieder - jetzt gerade und über die Jahre hinweg, das mich ein Thema herausfordert.

Polysaturation/Sättigung

Wann weißt du, dass du "satt" an Sex/Liebe/Kontakt/Nähe/Aufmerksamkeit/... bist? Hast du eine bestimmte Höchstzahl an Datemenschen? Wie machen Paare hier das? Polyküle und Singles, haut mal bitte raus, woran ihr da eure jeweiligen Grenzen fühlt.

Ich rede immer von Anfang an mit all meinen Dates/Liebschaften offen über meine feste Beziehungsperson, es wissen also alles Bescheid. Mir geht es nicht um die Grenzen meines Gegenübers (so wichtig das auch ist!), sondern um meine eigenen.

Denn wie kommuniziere ich, dass ich "satt" bin, wenn ichs nicht weiß? Was sind da eure Marker, um eure Sättigung zu bemerken?

Mir helfen Gespräche mit friends oft. Mir ist ein ethisch schönes poly sein wichtig! Deswegen die Fragen.

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen! *herz4*
****ni Mann
2.969 Beiträge
JOY-Angels 
Also ich persönlich habe meine Grenze recht schnell herausgefunden: sie liegt bei lediglich zwei Personen. *gg*

Einerseits habe ich meine Frau, die seit rund 18 Jahren eine feste Konstante in meinem Leben ist. Vor noch ca. 15 Jahren waren wir gemeinsam hier im Joy unterwegs, inzwischen bin ich nur noch alleine hier, da damals BDSM für mich immer wichtiger wurde und meine Frau damit nichts anfangen konnte und kann. Seinerzeit hat sie mich selbst dazu ermutigt, hier eine weitere Frau zu finden, die zu mir passt.

Ich probierte mich damals also viel aus, hatte viele Dates hier über den Joy, die waren aber auch eher oberflächlich oder nur auf Sessions bezogen. Ich merkte da schon, dass mir etwas fehlt - ich brauche einfach Gefühle und eine echte Bindung, ansonsten reizte mich all das nicht. Aber ich wusste auch von mir, dass ich "voll" in eine Sache (also in eine neue Verbindung) rein gehe. Daher war mir auch schnell klar, dass ich mich gar nicht großartig aufteilen kann, weil ich sonst meinem eigenen Anspruch an Tiefe, die ich gerne geben möchte, gar nicht gerecht werden könnte.

So ergab es sich, dass ich neben meiner Frau immer "nur" eine weitere D/s-Beziehung hatte. Es waren jetzt drei längere an der Zahl (alle hier über den Joyclub kennengelernt) und das war jeweils wunderschön. Aber ich hätte keine Energie dafür, neben meiner Frau, meiner Sub noch eine weitere Person zu haben - da käme ich sofort an meine Grenze. Einerseits brauche ich auch recht viel Zeit für mich und andererseits möchte ich in diese beiden Beziehungen dann auch viel Zeit investieren, sodass sich die Frage nach einer dritten Person nie stellte. Ausnahme: innerhalb einer D/s-Beziehung eine weitere Frau (oder auch mal Männer) kennenlernen - sowas gab es schon öfter. *zwinker*

Aber davon ab gibts für mich neben meiner Frau immer nur einen Datemenschen - ich bleibe da quasi exklusiv. *lach*
******ron Mann
5.973 Beiträge
Ich bin Single. Und für mich bedeutet Polyamour nicht mich in andere zu verlieben, sondern mehrere Menschen zu lieben unabhängig von Romantik oder Sexualität.

Ich merke dass ich gesättigt bin, wenn ich mich selbst nicht mehr ganz spüre und die Balance aus Selbstfürsorge und Kontakt zu meinen Herzensmenschen zu intensiv wird. Das drückt sich meist darin aus, dass der Wunsch mit mir alleine zu sein und der Wunsch nach Ruhe aus.
Dann gönne ich mir etwas "Auszeit" und verbringe etwas mehr Zeit mit mir alleine oder meinen Ankermenschen.
Neue Menschen lass ich dann nicht in mein Herz.

Ey. Und verlieben mag ich mich nicht. Aber dagegen ist man wohl nicht gefeilt. *zwinker*
******987 Frau
1.325 Beiträge
Wir sind zu dritt, haben also mehr oder weniger da schon 3 Beziehungen
Eine gemeinsame, "mit Unterpunkt eine mit ihr, eine mit ihm"
Das ist für mich vollkommen ausreichend
Lg
*********in365 Frau
2.303 Beiträge
Bei mir lassen Begeisterungsfähigkeit und Neugier nach.
Spätestens wenn ich ohne Vorfreude für eine Verabredung bin und stattdessen spüre, dass ich gerade viel lieber mit mir alleine oder mit XY zusammen wäre, weiß ich, dass ich satt bin und dies auch offen kommunizieren sollte.
Schließlich sollte das Schönste und Wichtigste, im Leben, die Liebe, nicht in Stress ausarten.
*******959 Mann
809 Beiträge
Wir wohnen zu dritt zusammen passt seid vielen Jahren supper.
*******OfMe Frau
3.129 Beiträge
Mh, schwierige Frage. Auf der einen Seite habe ich gerade eine große Lust auf neue Begegnungen. Dabei geht es mir aber eher um Austausch und Inspiraton, ich suche nicht unbedingt noch eine Beziehung. Aus Erfahrung weiss ich, dass ich meist mit zwei Beziehungen völlig satt bin, mehr überfordert mich nicht nur emotional sondern auch rein zeitlich. Emotional möchte ich aber auch enge Freundschaften, mit denen ich sehr regelmäßig Kontakt habe, mitzählen (also mehr Beziehungsanarchy als Polyamory); da gibt es zur Zeit vier Menschen in meinem Leben, zwei sehe ich sehr regelmäßig. Sexuelll bin ich im Moment völlig auf eine neue Beziehung fokusiert und kann mir zum einen nicht vorstellen, mich jetzt gerade für jemanden anders zu begeistern, und möchte dieser Beziehung auch erst mal Zeit und Raum geben, stabil zu werden.
*********bylon Frau
10 Beiträge
Themenersteller 
Ich finde es schön und spannend zu lesen, dass die Zahl zwei für feste Bindungen immer wieder auftaucht. Weil genauso haben mein Partner und ich damals gestartet. Er zwei feste Partnerinnen, dann kam ich dazu. Ich glaube, ich lerne da grad noch den Umgang mit meinen Grenzen.

Die verschieben sich ja auch immer wieder nach Lebenssituation. Und da ich auch einfach mal KI dazu gefragt habe, hier ihre Ergebnisse:

"An folgenden Anzeichen merkst du, dass du polysaturiert bist:

• Keine Kapazität für neue Partner: Du fühlst dich mit deinen aktuellen Beziehungen ausgefüllt und hast kein Verlangen oder keine Zeit, jemanden Neuen kennenzulernen.
• Zeitmanagement-Probleme: Dein Kalender ist voll. Du hast Mühe, ausreichend Zeit für bestehende Partner, Freunde, Familie und dich selbst zu finden. Weitere Beziehungen würden zu Lasten der Qualität bestehender Verbindungen gehen.
• Emotionale Sättigung: Deine emotionale Energie ist aufgebraucht. Du merkst, dass du nicht mehr die nötige Tiefe oder Aufmerksamkeit für eine weitere Person aufbringen kannst.
• Prioritäten setzen: Du merkst, dass du beginnen musst, Dates abzusagen oder Treffen zu begrenzen, um dich nicht ausgebrannt zu fühlen.
• Wunsch nach Stabilität: Der Wunsch nach Ruhe und der Pflege der bestehenden Polykühle (Netzwerk aus Beziehungen) überwiegt den Reiz, neue Leute kennenzulernen."

Was sagt ihr dazu?

Vielen lieben Dank für eure Antworten. 💜
**ia Frau
465 Beiträge
Ich würde sagen, alle diese Aspekte treffen zu - und bei jeder Person individuell stark.
Bei mir ist die allgemeine Kapazität für Menschen und Soziales eingeschränkt oder zumindest wechselhaft groß. Da ging auch schonmal monatelang gar nichts oder nicht viel mehr als das Pflegen der bestehenden (Haupt-) Beziehung im Alltag.
Die Konsequenz ist dann relativ einfach: ich date nicht mehr und bin auch sonst nicht groß aktiv dabei, Menschen kennenzulernen.
Ebenso wenn ich merke, dass mich eine Person gerade fesselt und da etwas intensivieren möchte - dann fahre ich anderes automatisch runter; im Zweifel mit der entsprechenden Offenheit darüber.
Meine Erfahrung mit allem aus der Vergangenheit ist aber auch, dass sich, selbst wenn da mehrere Anbahnungen parallel sind - vieles "erledigt" sich von allein wieder, so dass ich bisher da noch nicht groß irgendwo auf die Bremse treten musste.
Was ich auch gelernt habe: ich bin kein Mensch für Geschichten über große Distanzen - jedenfalls nicht, wenn es eng werden soll; denn dann brauche ich "mehr" im direkten Kontakt. Auch das limitiert dann schon allein - entweder, weil es zwar schön, aber vielleicht selten bleibt oder eben dann Zeit in Anspruch nimmt - dann bleibt ja für neues nicht mehr viel.
*******thoa Mann
484 Beiträge
@*********bylon

Zitat von *********bylon:
Mir ist ein ethisch schönes poly sein wichtig!
Was bedeutet für das für dich?
Welche Kriterien müssen dafür erfüllt und welche Werte gelebt werden?
Worin unterscheiden sich die Werte zu anderen Beziehungsformen?
*******OfMe Frau
3.129 Beiträge
Was ich auch gelernt habe: ich bin kein Mensch für Geschichten über große Distanzen - jedenfalls nicht, wenn es eng werden soll; denn dann brauche ich "mehr" im direkten Kontakt.

Das geht mir auch so. Ich erlebe es in Tantra-Kreisen häufig, dass Poly-Beziehungen über große Entfernungen geführt werden und es normal ist, sich nur alle paar Wochen bis Monate mal zu sehen. Das funktioniert für mich nicht, für mich müssen Beziehungen alltagstauglich sein, oder aber zumindest so dass man sich alle 3-5 Wochen übers Wochenende sieht (was dann andere Beziehungen stark einschränken würde). Die Anzahl der Beziehungen hängt also wohl auch mit deren Intensität zusammen.
*********bylon Frau
10 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von **ia:

Meine Erfahrung mit allem aus der Vergangenheit ist aber auch, dass sich, selbst wenn da mehrere Anbahnungen parallel sind - vieles "erledigt" sich von allein wieder, so dass ich bisher da noch nicht groß irgendwo auf die Bremse treten musste.
Was ich auch gelernt habe: ich bin kein Mensch für Geschichten über große Distanzen - jedenfalls nicht, wenn es eng werden soll; denn dann brauche ich "mehr" im direkten Kontakt. Auch das limitiert dann schon allein - entweder, weil es zwar schön, aber vielleicht selten bleibt oder eben dann Zeit in Anspruch nimmt - dann bleibt ja für neues nicht mehr viel.

Danke für diese Aspekte! Die helfen mir grad sehr. Weil ich viel am Reisen bin und genau das mit den Distanzen oft Thema wird. Da ist die Nähe in der Distanz eben eine ganz andere und ermöglicht mir zumindest mehr Menschen zu lieben als wenn sie alle "vor meiner Tür" wohnen und leben würden.

Und ja, ich habe bisher auch immer wieder gedacht "Oh, jetzt hat sich das von selbst erledigt." Vllt spüren neue Kontakte das ja auch? Also wenn's "voll" ist. Spannend!
*********bylon Frau
10 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******thoa:
@*********bylon

Zitat von *********bylon:
Mir ist ein ethisch schönes poly sein wichtig!
Was bedeutet für das für dich?
Welche Kriterien müssen dafür erfüllt und welche Werte gelebt werden?
Worin unterscheiden sich die Werte zu anderen Beziehungsformen?


Ich kann dir ein paar Stichpunkte nennen, da die gesamten Definitionen dazu den Rahmen meiner Frage sprengen.

Ethisch schönes poly sein ist für mich:

• ethisches Schlampen sein für alle Beteiligten zu ermöglichen
• auf die Bedürfnisse aller zu achten
• kitchen table polyamorie und Dreiecke, wo metamours nix voneinander wissen mögen gleichwertig behandeln
• auf alle Grenzen gut zu achten

Weswegen ich nach den eurigen Grenzen zu eurer Sättigung beim Dating frage.

Denn für all die Punkte da muss ich mich selbst gut kennen. Und eben auch meine Grenzen.
**ia Frau
465 Beiträge
Die eigenen Grenzen kennenlernen und benennen und achten können sind ja - eigentlich - Aufgaben, die uns immer wieder begleiten und zumindest mich auch immer wieder vor neue Erkenntnisse und Herausforderungen stellt. Es kommt auch vor, dass ich sie zu spät erkenne - im Kontext von Menschen und Beziehungen aber mehr im Kurzfristigen. Jedenfalls ist es mir bisher noch nicht passiert, dass das dann "großflächig" Auswirkungen hatte. Ich versuche mit all dem bei mir engen Menschen aber immer offen umzugehen und deutlich zu machen, was bei mir dahinter steht und zumindest heute erfahre ich auch viel Verständnis. Weniger heißt ja nicht zwingend gar nicht mehr.

@*********bylon
Ich kenne das vor allem aus Datingphasen in Singlezeiten, wo dann zeitweise x Menschen da waren und alle toll und Irgendwie hätte man sie gern alle - aber mit der Zeit stellte sich dann schnell heraus, wer davon im Leben etwas mehr Bestand hatte.
Ob sie das gespürt haben - das gibt es bestimmt auch, man merkt es ja vielleicht auch gleich schon daran, wie viel man vom Kuchen Zeit zB abbekommt, aber in dem Fall war's wohl einfach fehlende Passung, fehlendes Interesse, unterschiedliche Ziele etc.
*******thoa Mann
484 Beiträge
Zitat von *********bylon:
Zitat von *******thoa:
@*********bylon

Zitat von *********bylon:
Mir ist ein ethisch schönes poly sein wichtig!
Was bedeutet für das für dich?
Welche Kriterien müssen dafür erfüllt und welche Werte gelebt werden?
Worin unterscheiden sich die Werte zu anderen Beziehungsformen?


Ich kann dir ein paar Stichpunkte nennen, da die gesamten Definitionen dazu den Rahmen meiner Frage sprengen.

Ethisch schönes poly sein ist für mich:

• ethisches Schlampen sein für alle Beteiligten zu ermöglichen
• auf die Bedürfnisse aller zu achten
• kitchen table polyamorie und Dreiecke, wo metamours nix voneinander wissen mögen gleichwertig behandeln
• auf alle Grenzen gut zu achten

Weswegen ich nach den eurigen Grenzen zu eurer Sättigung beim Dating frage.

Denn für all die Punkte da muss ich mich selbst gut kennen. Und eben auch meine Grenzen.

Mir wäre das zu spießig, hört sich an wie bürokratisierung der Liebe. Ich kenne meine Grenzen und hasse Verwaltungstätigkeiten.
*********bylon Frau
10 Beiträge
Themenersteller 
Hahahahaha als spießig betitelt zu werden als 32 jährige Frau ohne Kinder mit offen gelebten poly Bindungen, von denen also alle (meine Familie, Arbeit, Umfeld) wissen, amüsiert mich grad sehr. Danke. *blumenschenk* Das erzähle ich beim nächsten Nachbarschaftsschnack als Anekdote.

Nun zu dir @**ia:

Die Zeiten vom monogam single sein sind bei mir nie da gewesen, da ich schon immer poly bin, aber kenne das von dir Geschriebene von anderen aus meinem Umfeld. Und ein Mensch kann auch ohne jeglichen romantischen und/oder sexuellen Bindungen komplett erfüllt sein. Das widerum kenne ich gut.

Ja, das Verständis, Interesse und die Wertschätzung für meine/unsere Lebensform erlebe ich auch sehr viel. Mir ging's wirklich in erster Linie um die Marker der eigenen Grenzen bei anderen Polyamoren/open Menschen.
*********nster Frau
151 Beiträge
Hmm, ich bin um ehrlich zu sein etwas verwirrt bei diesem Thema. Man muss dazu sagen, dass ich selbst nicht Polyamor lebe, sondern "nur" eine geöffnete Beziehung.

Ich sehe zum Bsp keinen Sinn darin, eine KI zu einem so persönlichen Thema zu fragen. Die kann auch nur wiedergeben, was andere zuvor im Internet geschrieben haben und was sie dazu gefunden hat. Ob das nun zu dir passt oder nicht, kann sie aber nicht einschätzen.

Aber abgesehen von dem KI-Ding was ja eigentlich für die Frage nicht relevant ist - wann ist es relevant, ob man "satt" ist und wie merkt man das nicht?
(Klingt jetzt wertender als es gemeint ist.)
Bei mir wäre Erschöpfung ein deutliches Anzeichen. Wenn ich keine Lust darauf habe, zu schreiben, die Person zu sehen, etc...

Für mich bedeutet Polyamor, dass man mehrere Menschen gleichzeitig romantisch lieben kann. Das heißt nicht, dass das immer der Fall ist.
Aber wenn es der Fall ist und man das offen kommuniziert hat, können sich im Idealfall Polyküle ergeben. Also Beziehungen zu mehreren Partnern, manchmal auch unter diesen Partnern.
Soweit mein Verständnis davon.
Ob man nun satt ist oder nicht, spielt doch eigentlich nur dann einen Rolle, wenn man dauerhaft auf der Suche nach neuer romantischer Liebe ist? Nach neuen romantischen Beziehungen.
Für mich würde sich da die Frage nach dem Warum stellen? Warum muss ich aktiv danach suchen?
Da gibt es sicherlich Gründe, aber was wären die eigenen? Was fehlt mir? Und was habe ich?

Für mich persönlich ist es schwer vorstellbar, dass jemand reihenweise Dates schaltet und sagt, ich suche hier die Liebe Nummer 5. Einfacher ist es für mich allerdings nachzuvollziehen nach Sexdates zu suchen, klar zu kommunizieren wo man steht und die Option auf mehr offen zu lassen. Wäre jetzt so meine Vorstellung. Wie zutreffend die ist, weiß ich nicht.
Dass es einfach so im echten Leben mal funkt, wenn man so veranlagt ist kann ich mir auch vorstellen.

Wie gesagt, ich lebe nicht polyamor, aber ich weiß, dass ich mit 2 Männern ausgelastet bin. Mein Mann ist im echten Leben meine Hauptperson. Mein Herr zuständig für andere Bereiche. Da ist dann noch Platz für gelegentliche Treffen, aber für keine weitere (wie auch immer aussehende) intensive Beziehung zu einem weiteren Mann.
Zu viele Abmachungen an die ich mich halten möchte. Zu viel Aufmerksamkeit und Gefühle, die da noch zu verarbeiten wären.
Eine Frau wäre noch einmal ein anderes Thema, aber selbst da tue ich mir momentan schwer. In der Theorie fände ich es sehr schön, aber in der Realität hat das Leben immer ein Wörtchen mitzureden.
Da wäre dann die Frage nach Zeit, Aufmerksamkeit, Zuverlässigkeit, ist es eher Stress oder tut der Kontakt gut, etc.

Hoffe ich bin nicht zu weit neben dem Thema gelandet.
*********mone Frau
387 Beiträge
Zitat von *********bylon:
Polysaturation/gesättigt an Beziehungen - wie merkt ihr es?
Hey ihr Lieben, eure Schwarmintelligenz ist gefragt!

Wann weißt du, dass du "satt" an Sex/Liebe/Kontakt/Nähe/Aufmerksamkeit/... bist? Hast du eine bestimmte Höchstzahl an Datemenschen?

Was sind da eure Marker, um eure Sättigung zu bemerken?


Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen! *herz4*

Meinen "Sättigungsgrad" erkenne ich daran, dass ich überhaupt kein Interesse daran habe, zu flirten, neue Menschen kennen zu lernen, geschweige denn Körperlichkeiten oder Sexualität zu teilen.
Das ist bei mir jedoch weniger von der Anzahl der involvierten und mir nahen Menschen abhängig, sondern von der Zeit und Energie, die ich zur Verfügung habe.
Wenn ich es schon schwierig finde, neben meinem Job, Hobbies, Family usw genug Zeit für meine aktuellen Partnermenschen aufzubringen, und das so ausgewogen wie möglich, dann weiß ich, dass für eine weitere Person einfach gerade kein "Platz" ist. Vielleicht noch für einen Kometen oder einen sehr gelegentlichen Spiel-Menschen, aber das ist einfach nicht mehr so reizvoll für mich.

Natürlich kann es passieren, dass man versehentlich über eine neue Person stolpert, Gefühle entwickelt und das Potential für eine Ergänzung des Poly-Konstruktes besteht. Ich bin jetzt nicht die Person die sagt "Nope, sorry, das geht aktuell aus Prinzip nicht, guck mal in meinen Kalender, alles voll!" aber ich würde mir schon intensiv Gedanken machen, und ebenso intensiv mit der neuen, spannenden Person sprechen, ob ihr die begrenzte zur Verfügung stehende Zeit überhaupt ausreichen würde.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Rahmenbedingungen sind eher das Problem, als die zur Verfügung stehende "Liebes- und Zuneigungs-Kapazität"
****sum Mann
5.744 Beiträge
Also alleine bin ich in meiner Lebensgestaltung sehr flexibel. Aber jede Frau, die ich in mein Leben hinzufüge macht diese unflexibeler. Ab der Zweiten müssen schon sehr viele glückliche Umstände zusammenkommen, dass noch eine Dritte möglich ist. Mehr scheint mir nicht möglich. Diese Limitationen sind bei mir früher erreicht, als dass ich emotional nicht mehr könnte.
*****024 Frau
10 Beiträge
Interessantes Thema. Ich habe eine „Haupt“-Beziehung zu meinem Partner und ich habe daneben längere Verbindung zu anderen Personen. Ich weiß, dass ich emotional einige Menschen gleichzeitig lieben kann. Ich bin aber früher gesättigt, was Care/Fürsorge für diese Personen angeht. Ich habe auch 3 Kinder, für die ich natürlich sehr viel Fürsorge aufbringe. Und irgendwie ist dann bei meinem Partner und einer weiteren Person Schluss, sonst wird es Fürsorgestress. Ich bin gerne für die Person da und interessiere mich sehr für ihre Gefühle, ihre Vergangenheit usw. Das geht nur für begrenzt viele Personen.
*********bylon Frau
10 Beiträge
Themenersteller 
Um nicht auf jeden Person einzelnd einzugehen:

Die Frage der Rahmenbedingungen und Gesellschaft ist super sinnvoll mit einzubeziehen, hatte ich im eigenen Kuddelmuddel kurz vergessen. Also danke dafür! Weil ja, hätten wir alle die Möglichkeit, zb dann zu arbeiten, wann wir es wollen, hätten wir mehr Zeit für die Fürsorge.

Fürsorgestress - tolles neues Wort, das nehme ich mit auf! 🌻

Ingesamt befrage ich hier Menschen mit poly oder open Erfahrungen und eine KI um mir einen Überblick zu verschaffen. Am Ende bespreche ich das ja immer mit all meinen Beziehungen. Wozu ich auch meine Familie, Freunde usw zähle. Oder mich selbst. 😌

Da ich nie wirklich monogam gedacht oder gefühlt habe, find ich die Perspektiven dazu auch sehr bereichernd!
*********bylon Frau
10 Beiträge
Themenersteller 
Meinen "Sättigungsgrad" erkenne ich daran, dass ich überhaupt kein Interesse daran habe, zu flirten, neue Menschen kennen zu lernen, geschweige denn Körperlichkeiten oder Sexualität zu teilen.
Das ist bei mir jedoch weniger von der Anzahl der involvierten und mir nahen Menschen abhängig, sondern von der Zeit und Energie, die ich zur Verfügung habe.


Yes!!! Extra Danke für dieses klare Benennen deiner Marker @*********mone . Fühle ich sehr. Werde mir dann jetzt mal meine eigenen aufschreiben.
****az Mann
4.769 Beiträge
Ich bin zwar gerade Single, aber ab und zu ne Frau zum bumsen oder für nen entspannten Abend zu zweit und zusammen chillen, wäre schon nice.
Ansonsten hab Ich gerade kein großes Bedürfnis nach Beziehungen und allem was dazu gehört.
****il Mann
191 Beiträge
Zitat von *********bylon:
Polysaturation/gesättigt an Beziehungen - wie merkt ihr es?
...
Denn wie kommuniziere ich, dass ich "satt" bin, wenn ichs nicht weiß? Was sind da eure Marker, um eure Sättigung zu bemerken?
...
Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen! *herz4*

Ich habe auch so eine Freundin, ziemlich extrovertiert, öffentliche Gefühlsschnittstelle oder "nicht gut drauf".
Mit ihr kann ich auch offen über ihre Befindlichkeiten reden (andere Themen sind sowieso schwierig).
Aus dieser Erfahrung heraus kann ich sagen
• dass ich keine "Marker" benötige, denn ich nehme mir das so vor wie es mir passt.
• wenn ich nix spüre, dann grüble ich nicht weiter darüber nach sondern fühle mich einfach frei. Auch beim Thema "satt" *g*

So, ich hoffe geholfen zu haben, viel Glück noch.
****ice Mann
999 Beiträge
Liebe TE,

es gibt eine Poly Gruppe, da findest wahrscheinlich eine deutlich größere Dichte an interessanten Antworten.

Ich date nicht und muß entsprechend es nicht so regulieren. Ich verliebe mich immer mal wieder, nicht selten in manchen Monaten in mehrere Frauen(immer wechselseitig) und dann wieder lange Zeit nicht.
So lange ich jede Partnerin zu schätzen weiss, sie nicht miteinander vergleiche und ich mich individuell von ihnen begeistern kann, mich auf die Menschen jeweils freue und ihre Gegenwart mich glücklich macht, dann bin ich auf einem guten Weg.
Zeitlich muss natürlich es so möglich sein, dass sich niemand vernachlässigt fühlt oder alleine gelassen.

Wenn ich Zeit für mich brauche, muss dies auch noch möglich sein

Ich lerne Menschen eher altmodisch ohne Internet kennen. Über Freunde, im Nachtclub und nur selten über Joy. Ich habe noch nie mich über einen klassischen Dating Kontext verliebt, sondern unverkrampfter, nebenbei beim sympathisch oder wechselseitig anziehend finden.
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