Als Kinder haben wir gern über die "Rentner-Stellung" (Kopfstand und locker rein hängen lassen) gewitzelt und nun haben wir da was entdeckt, was dem sehr nahe kommt, aber weniger anstrengend ist.
Durch Zufall sind wir auf Youtube auf die Empfehlung "Sex mit Soft Penetration" von 3 verschiedenen Quellen gestoßen, von einem Sex-Coach, einer Sexualtherapeutin und von einer Tantra-Tante. Alle empfehlen das nicht nur als Notbehelf, wenn "er" halt mal nicht rechtzeitig stehen will, sondern als eigenständige und sehr interessante und erfüllende Praktik.
Am bildhaftesten war die Beschreibung der Tantra-Tante: Yoni und Lingam reden miteinander und tauschen direkt Energie aus, wenn man sich da nicht mit Aktionismus einmischt.
Interessant auch die Empfehlung der Sexualtherapeutin, die meinte, das sei eine heilsame Sache für Frauen, die mit penetrativem Sex schmerzhafte Erfahrungen hatten, denn so ein nicht eregierter Penis kann keine Schmerzen bereiten, ist dadurch gefühlt deutlich harmloser.
Wir haben das einige Male probiert und waren spontan begeistert.
Einziger "Haken": Der Zustand hält nicht lange und wenn man sich zu sehr drauf freut, dann stellt sich spontane Erregung ein, die zu einer Erektion führt und damit quasi die Voraussetzungen schon "kaputt" macht, bevor es richtig losgeht.

Aber das ist dann auch eher ein Luxus-Problem.
Und noch eine Beobachtung aus der Sicht des Ü60 Mannes:
Ich treibe viel Sport und achte auf meine Gesundheit, sodass ich bisher keine Einschränkungen bzgl. Kraft und Ausdauer habe.
Aber die Libido hat spürbar nachgelassen.
Bei uns ist das sehr angenehm, weil meine Libido nun perfekt zu ihrer passt und weil ich nun keinerlei Bock mehr auf irgendwelche anderen Abenteuer habe.
Das war früher anders...

... und ich nehme diese Veränderung mit einer gewissen Erleichterung zur Kenntnis.
„...Ich mache viel für meine Partnerin zuliebe...
So ist das

Da steckt das Wort Liebe nicht umsonst in "zuliebe" drin.
Liebe ist, wenn man bereit ist, etwas dem Anderen zuliebe zu tun, selbst wenn man da selbst erstmal nicht so Lust drauf hat.
Die hohe Kunst in einer Liebesbeziehungen besteht halt darin, dass der Andere das erkennt und entsprechend liebevoll und dankbar annimmt, um sich dann bei passender Gelegenheit erkenntlich zu zeigen.