„@*****699 schrieb:
Verlangen, von Männern benutzt zu werden - Warum?
Das ist eigentlich eine recht interessante Frage, wenn die eigene sexuelle Ausrichtung nicht zur sexuellen Praxis passt, aber trotzdem gefällt.
Vermutung: Lustsklave
Zu allererst würde ich hier tatsächlich gleich in den BDSM-Bereich wechseln, da du schreibst, dass du es liebt, benutzt zu werden. Das hört sich danach an, dass du es magst, in einer "Lustsklaven"-Rolle als willenloses Objekt benutzt und dominiert zu werden. Warum man das mag, gehört in die Thematik der "Sozialisierung" (Imitation und Komplementbildung) und kann damit beantwortet werden, dass es deinen
emotionalen Gewohnheiten entspricht (durchaus auch mal) "willenlos" zu sein.
@******_nw hat zur Entstehungsgeschichte solcher Gewohnheiten korrekterweise ja schon Führungspositionen genannt, auch wenn es nicht die Führungsposition an sich ist, sondern der Weg in die Führungsposition, die man nur erreicht, wenn man vorher genau das macht, was der Vorgesetzte will und (meistens) nur durch Gehorsamkeit aufsteigt und empfohlen wird. ("Nach oben buckeln"). Auf dem (jahrelangen) Weg nach "oben" lernt man also ein Sklave zu sein und wenn man oben angekommen ist und keinen direkten Vorgesetzten mehr hat bzw. "frei laufen" darf, dann will man innerlich immer noch buckeln, weil man es gewohnt ist, weiß aber nicht wohin damit. Und das ist dann die Geschichte, wo man sich dann extern jemanden sucht, für den man buckeln darf und dann kommen möglicherweise Dominas ins Spiel.
Alternativ dazu ist ein weiterer Weg ein autoritärer (meist) Vater, der ständig seinen Willen gegen sein Kind durchsetzt und das Kind dabei lernt, nichts zu wollen. Gewöhnt sich das Kind daran und kommt dann in der Pubertät die ausgereifte Sexualität dazu, pinnt sie sich an genau dieses willenlose Verhalten an.
Daneben gibt es natürlich auch noch mehr Möglichkeiten.
Trotz Heterosexualität
Du schreibst, dass du ja eigentlich gar nicht auf Männer stehst, es aber trotzdem geil findest von Männern gefickt zu werden. Da hätte ich eine Idee und würde sie einfach mal äußern, auch wenn es das vielleicht nicht ist.
Da du, wenn du ein Lustsklave bist, auf der emotionalen Ebene ein bestimmtes Konfliktverhalten erwartest, kann es einfach sein, dass dir Männer dieses Konfliktverhalten besser liefern können als Frauen bzw. als deine Frau.
Hintergrund dafür:
(
Für folgenden Abschnitt gilt: Durchschnitt = Pi*Daumen -> 2/3 des Geschlechts.)
Männer und Frauen haben (im Sinne des Durchschnitts) meistens ein unterschiedliches Konfliktverhalten.
Ein
durchschnittlicher Mann lebt auf der emotionalen Ebene in einer autoritären Welt, in der es darum geht, wer "oben" und wer "unten" ist. Für einen
Lustsklaven ist das hervorragend geeignet, weil er "unten" sein möchte durch
Degradierung. Eine
durchschnittliche Frau dagegen lebt auf der emotionalen Ebene in einer totalitären Welt, in der es normalitätsbezogen darum geht "drinnen" oder "draußen" zu sein. Das ist für Lustsklaven nicht geeignet und quasi der falsche Gewaltkontext. Der destruktive Teil der totalitären Welt eignet sich eher zur
Desintegration bzw. Beschämung (
Bodyshaming etc.)
Im Sinne der Wahrscheinlichkeiten (Pi*Daumen) findet man:
• Wenn autoritäres, degradierendes Verhalten, dann 2/3 Männer und 1/3 Frauen
• Wenn totalitäres, desintegrierendes Verhalten, dann 2/3 Frauen und 1/3 Männer
Partnerschaft:
Diese Unterschiede zwischen Männern und Frauen machen in einer Partnerschaft, wenn man das BDSM-Spiel für sich entdeckt, zwar den Ausgangszustand aus, werden aber durch Gespräche über Bedürfnisse und Wünsche ausgeglichen in dem Sinne, dass Männer lernen, welche emotionalen Knöpfe sie bei den Frauen drücken müssen und Frauen lernen, welche emotionalen Knöpfe sie bei den Männern drücken müssen. Hier gibt es auch so einiges an Workshops und Tutorials, wo man lernen kann, was männliche Dominanz ist, was weibliche Dominanz ist, wie man Männer dominieren kann und wie man Frauen dominieren kann. Das ganze natürlich im Kontext der Einvernehmlichkeit.
Und im Sinne deiner Fragestellung kann es einfach sein, dass du noch keine Frau gefunden hast, die dich degradieren kann und du deswegen eher einen Mann fürs Degradieren nimmst, weil die Wahrscheinlichkeit des Vorhandseins dieses Konfliktverhaltens dort einfach doppelt so hoch ist. Das wäre dann quasi eine erfolgsorientierte(re) Notlösung auf der emotionalen Ebene, trotz fehlender Bi-/Homosexualität.
Aber wie gesagt, ist es einfach nur eine Idee von mir.
Weiteres:
Diese Thematik gibt es übrigens auch im Cuckold-Bereich, wenn die Partnerin ihren Mann von einem fremden männlichen "Bull" ficken lässt, um ihn zu degradieren. Auch hier muss keine Bi-/Homosexualität vorhanden sein, damit der degradierte Mann dieses BDSM-Spiel geil findet. Für den "Bull" gilt das gleiche. Der muss auch nicht die entsprechende Sexualität aufweisen, weil es ihm nur um das Degradieren und um eine Dominanzgeste geht und sich dieser eher darüber freut, wie der kleine Wurm sich windet, wenn er in den Arsch gefickt wird.
lg darek
Danke erstmal für die ausführliche Nachricht, hört sich alles schon recht sinnig an, das mit der richtigen Frau dabei schon eher weniger, ich steh einfach ungemein auf Sperma und ausgefüllt zu sein