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Einstieg ins BDSM - wie hilfreich sind Workshops?

********Mask Mann
12 Beiträge
Themenersteller 
Einstieg ins BDSM - wie hilfreich sind Workshops?
Vor einer Weile bin ich beim Stöbern auf das Studio "Abenteuerland Subkultur" gestoßen.

Dabei sind mir vor allem zwei der angebotenen Workshops aufgefallen: "EINZIG-ART: BDSM-Psychologie" (ein Workshop für Männer, der sich auf die Psychologie von Dominanz und Unterwerfung konzentriert, ohne direkte Beteiligung von Frauen)

und "DOM-ART: Die Kunst der Dominanz ist erlernbar!" (ein Workshop für dominante männliche Einsteiger oder Paare, bei dem eine Sklavin aus dem Team gestellt wird, um praktische Elemente zu üben).

Hat hier jemand Erfahrungen mit genau diesen Workshops oder ähnlichen Angeboten in anderen Studios gemacht? Ich würde gerne hören:

Wie nützlich sind sie für absolute Einsteiger, die noch keine sexuellen Erfahrungen in BDSM haben? Bringen sie etwas, wenn man rein theoretisch oder mental starten möchte, ohne direkte sexuelle Praxis?

Welchen Fokus legen sie auf psychologische Aspekte (z. B. Mindset der Dominanz, emotionale Sicherheit) im Vergleich zu praktischen Techniken (z. B. Grundlagen von Bondage oder Kommunikation)?

Gibt es Tipps, wie man als Neuling ohne Vorerfahrung am besten einsteigt, oder Warnungen vor typischen Fehlern?
********1979 Frau
2.226 Beiträge
Bevor man einen Workshop macht wäre es nicht spannender sich mit anderen bei einem Stammtisch auszutauschen oder zu einem Playstammtisch zu gehen?
Das eine ist Theorie von einem Veranstalter vermittelt, Erfahrungen auszutauschen fand ich für mich passender.
*******1235 Mann
49 Beiträge
Ich kann die Workshops von @*********vents empfehlen
******nnJ Frau
469 Beiträge
Ich finde Workshops auf jeden Fall eine gute Sache für Einsteiger. Mir persönlich haben sie viel gebracht, vor allem im Hinblick darauf, herauszufinden, wie ich "mein" BDSM gestalten möchte, Sicherheit im Umgang mit Praktiken, Schlagwerkzeugen etc., und vor allem ganz viel "Safety first". Natürlich hat jeder Workshop-Anbieter sein Programm und seine eigene Sicht. Deshalb ist gerade am Anfang Umgucken, Verschiedenes Kennenlernen und Gleichgesinnte Treffen sinnvoll.
Auch Stammtischtreffen oder entsprechende Events sind eine gute Sache.

Welcher Veranstalter welchen Fokus worauf legt - das dürfte wohl abhängig vom jeweiligen Workshop sein.
**ia Frau
44 Beiträge
Dominantes Verhalten kann man lernen und ich befürworte sehr, dass man lernt mit dem Handwerkzeug umzugehen, das wie und wohin überhaupt, bevor man es an lebenden Personen benutzt.
Also finde ich Workshops die dir das beibringen sehr nützlich.

Aber ich denke, dass du mehr über dich und deine Rolle in der bunten BDSM Welt lernst, wenn du zunächst Veranstaltungen und Stammtische besuchst.

Dominanz ist genauso vielfältig wie submission, was für die eine Person passt kann für jemand anderen gar nichts bedeuten.
Oder auf mich bezogen, nicht jeder Top triggert die sub in mir und andersherum ist das genau so.

Finde für dich heraus wie dein BDSM ist und nicht gleich am Anfang, wie andere meinen das es sein sollte.

Viel Spaß beim herausfinden 😊
*********paar Paar
65 Beiträge
Grundsätzlich können Workshops super sein, wenn sie gut gemacht sind. Vor allem lernt man dort halt gleich gesinnte kennen.
Das ist der größte Vorteil.
Bei die Kunst der Dominanz ist erlernbar, muss sich entschieden widersprechen.
Du hast die Neigung in dir, oder du hast sie nicht.
Du kannst Techniken lernen, aber du kannst ja schwul sein auch nicht lernen.
Das bist du oder bist es nicht.
Für mich sind Workshops lediglich Teil der deutschen Teilnahmezertifikate-Kultur. Ich persönlich halte wenig davon, denn bei aufrichtigem Interesse benötige ich keinen Workshop, sondern folge meiner Neigung. Alles andere ist nur eine erlernte Fähigkeit, keine Berufung. Zudem sind selbsternannte Trainer oft zu sehr in ihren eigenen Klischees verhaftet – andernfalls würden sie Seminare statt Workshops leiten.
******oke Mann
106 Beiträge
Gute Workshops sind sehr hilfreich, aber in dem "Markt" tummeln sich neben kompetenten Anbietern leider auch jede Menge Scharlatane. Dein Ansatz, vorher Feedback von Dritten einzuholen, ist also sehr sinnvoll.
Auch wenn die Liste unter Coaching & Workshops nicht vollständig ist, dieser Anbieter taucht dort nicht auf und die Google-Bewertungen, die ich spontan gefunden habe, beziehen sich eher auf andere Dienstleistungen. Der von Dir angesprochene Anbieter ist offenbar vor allem ein professionelles BDSM-Studio.
Ob das (gar mit einer von deren Seite gestellten "Sklavin") Geübte dann in der Praxis umsetzbar ist? Ein "Profi" kann idealerweise gutes Feedback geben, ich wage aber zu bezweifeln, ob der Transfer zu echten Partnern ohne finanziellem Interesse gelingen kann.
*********pfer Paar
654 Beiträge
(er schreibt)

@********Mask Die Antwort kann nur lauten: Es kommt drauf an!

Workshops können eventuell gut sein oder auch nicht; die von Dir genannten kenne ich nicht, kann daher keine Einschätzung vornehmen.

Vielleicht wäre es eher sinnvoll zu fragen, ob Workshops für Dich zur Zeit passend sind?

Wenn Du eine Person hast, die mit Dir zusammen BDSM als Anfänger erkundet, dann können eher allgemein gehaltene Workshops passend sein, wenn ihr euch dabei einen Überblick verschaffen könnt, wie vielfältig die Welt des BDSM ist; dann könnt ihr einiges praktisch kennenlernen und herausfinden, was euch gefällt.

Wenn Du als Anfänger-Single unterwegs bist und vielleicht noch gar nicht genau weißt, was Du willst, sondern nur ein wages Gefühl hast, dass irgendwas aus der BDSM-Vielfalt für Dich interessant sein könnte: Da würde ich keinen Workshop empfehlen. Es sei denn, Du findest eine Person, die mit Dir zusammen diesen Workshop besucht und mit Dir die enthaltenen praktischen Übungen macht.

Zwischenbemerkung: Workshop mit reiner Theorie ohne Praxis-Übungen finde ich grundsätzlich nicht sinnvoll.

Als Anfänger-Single wie oben empfehle ich zunächst mal den Podcast @**********nunft "Kunst der Unvernunft", weil Du da sehr viele persönmliche Erfahrungsberichte von Menschen hören kannst, die BDSM leben. Das gibt Inspriation und vielleicht die eine oder andere Idee, was Dir gefallen könnte. Außerdem (wie schon genannt: Stammtisch-Besuche! Rede mit Menschen. Nicht zuerst um einen Partner zu finden, sondern um BDSM kennenzulernen.

Die Sex-Education hier beim Joyclub bietet auch einiges an Infos für Anfänger im Kink-Bereich.
*********pfer Paar
654 Beiträge
(er schreibt)

Ergänzung zur Frage, ob Workshops grundsätzlich überhaupt was vermitteln können: JA!

Wenn sie gut gemacht sind, ein Stück Theorie enthalten, aber auch praktische Übungen. Man kann dort Technik vermitteln, auf Risiken hinweisen (denn viele BDSM-Praktiken bringen gesundheitliche Risiken mit sich) und vor allem beibringen, wie man mit diese Risiken umgeht bzw. sie reduziert (z.B. beim Spanking oder bei Bondage und vieles mehr).
Workshops können Inspiration bieten, um Dinge auszuprobieren (wenn Du in diesem Workshop eine Partnerperson hast).

Was Workshops NICHT bieten: Dich zu BDSM oder Dominanz motivieren, wenn Du es eigentlich gar nicht willst. Aber im Zweifel könntest Du durch den Workshop die Erkenntnnis haben: "Nein, das ist nichts für mich!" Dann hast Du immerhin trotzdem was gelernt.

Zur Frage, ob man Dominanz lernen kann:

Ich sehe bei der Diskussion über „Dominanz lernen“ drei Ebenen, und hier rede ich immer von Dominanz im Sinne BDSM und/oder sexuell betrachtet:

In der Ebene 1 ist Dominanz eine Veranlagung oder Neigung, mit dieser Neigung trägt man das Bedürfnis in sich, Dominanz auszuüben und in der aktiven Rolle zu erleben. Das ist etwas, das man meiner Meinung nicht lernen kann, sondern das trägt man entweder in sich ODER man entwickelt diese Neigung im Laufe seines Lebens – auch letzteres würde ich nicht ausschließen.

In der Ebene 2 ist Dominanz eine Fähigkeit; und zwar die Fähigkeit, Dominanz auszuleben, auszuüben, um das Bedürfnis bzw. die Neigung von Ebene 1 befriedigend zu erfüllen. Da kann man eine Menge lernen: z.B. die psychologischen Zusammenhänge und Dynamiken, kleinere oder auch größere Tricks, um die entsprechende Wirkung bei einem Subbie zu erzielen, Mindfuck, was auch immer. Organisation einer Session: Worauf muss ich achten, damit eine Session überhaupt funktioniert? Wer gerne mit Strafen oder Impact spielt: Mit welchem Schlagwerkzeug kann oder darf ich wie fest auf welche Stelle am Körper schlagen? Hier gibt es mit Sicherheit noch viele andere Beispiele.
Nicht zuletzt: Man kann auch etwas über Risiken lernen und über das Thema Einvernehmlichkeit und Konsens, über die Grenze zwischen einvernehmlichem BDSM auf der einen Seite und Übergriffigkeit bis hin zur Strafbarkeit auf der anderen Seite.

Ebene 3 ist dann die praktische Ausübung von Dominanz. Im Gegensatz zu Ebene 2 geht das nicht ohne mindestens eine weitere Person, denn Dominanz ergibt keinen Sinn ohne jemanden, der „unten spielt“, also für die Wirkung von Dominanz empfänglich ist.

Ebene 3 ist damit einerseits das Ziel, für das man lernt, als auch selbst eine Lern-Möglichkeit, ein Weg der Weiterentwicklung und des Erkenntnisgewinns – nämlich durch das Aufbauen von Erfahrung. Der Übergang von der Theorie zur Praxis.

Kann man also Dominanz lernen? Ich sage ganz klar: Ja, kann man! Man kann Wirkungszusammenhänge, Handwerkszeug, Handlungsoptionen, vielleicht auch Kreativität lernen! Zum einen in der Theorie und auch durch die Praxis, also Aufbau von Erfahrung.

Aber Voraussetzung ist definitiv eine Motivation, dies lernen und ausleben zu wollen. Meist wird dies die persönliche Neigung zur Dominanz sein. Aber es gibt auch Menschen, die Dominanz ausleben für ihren Partner und nur für ihren Partner: Ich empfehle da mal beim Podcast @**********nunft Kunst der Unvernunft die Folge mit Sandalamander und seiner Partnerin: SIE lebt ihre Dominanz für IHN aus, NICHT weil es ihre Neigung ist. Und es funktioniert offenbar – auch wenn es wohl ein langer und nicht einfacher Weg war.
*******heCH Mann
2.342 Beiträge
@********Mask

Was ist die Motivation dahinter? Wie bereits erwähnt, hat jeder Veranstalter eigene Ausrichtungen. Was möchtest Du lernen oder erleben?

Ich habe über Jahre hinweg Workshops gegeben, doch in den letzten paar Jahren ausschliesslich auf theoretischer Basis. Ich kenne die Vorurteile mancher Personen, wenn ein Workshop keine praktischen Anteile beinhaltet. Dies muss jedoch differenziert betrachtet werden. Nicht jeder bringt einen vernünftigen Grundstock an Wissen mit. Es ist somit durchaus sinnvoll, auch Themen in die Runde zu werfen, über die sich nicht jeder ausreichend Gedanken macht. Wer lieber praktische Anleitungen sucht, findet auf dem Markt fast alles.

Um auf Deinen EP zurückzukommen. Sex und BDSM müssen nicht gemeinsam vorkommen. Somit ist es letztlich unerheblich, welche Erfahrungen man mitbringt. Wesentlich hilfreicher sind die Motivation, um so etwas auszuleben, oder gar reale Neigungen. Welche wären Deine?

Gibt es Tipps, wie man als Neuling ohne Vorerfahrung am besten einsteigt
Am einfachsten ist es, eine Person zu finden, mit der man sexuell kompatibel ist. Anschliessend spricht man gemeinsam über Ideen, Wünsche, Tabus usw. Nun testet man, ob es Spaß macht.

Viel Spass.
****sim Frau
75 Beiträge
Workshops können dir technisches Wissen vermitteln, ja. Aber nicht die Arbeit abnehmen zu schauen was du selbst willst, was eine Partnerin möchte und was zwischen beiden möglich ist.
SMart Rhein Ruhr e.V. bietet auch Workshops an, bei denen du auf gleichgesinnte triffst und du kannst dort an Stammtischen und Gesprächsgruppen teilnehmen, die dir dabei helfen heraus zu finden wo du stehst.
********rmal Mann
857 Beiträge
@********Mask

Du kommst aus Wuppertal

Schau mal auf die Seite von Smart Rhein Ruhr
Die bieten einiges an.
Stammtisch Workshop echt alles in deiner Nähe
*******enig Mann
16.289 Beiträge
Workshops sind meistens sinnvoll...
**********baden Mann
775 Beiträge
Workshops?
Ich habe mir eine dominante Dame gesucht und direkt die Praxis erlebt als Sub *g*
*******tor Mann
209 Beiträge
Workshops sind für den Einstieg in die BDSM-Welt extrem hilfreich, da sie weit über das bloße Erlernen von Techniken hinausgehen. Sie bieten einen geschützten Rahmen, um Theorie, Sicherheit und Praxis unter professioneller Anleitung zu verbinden.

SSC & RACK: Die Konzepte von Konsens (Safe, Sane, Consensual) und Risikoaufklärung (Risk Aware Consensual Kink) werden detailliert vermittelt.

Notfallmanagement: Wie man Fesseln im Notfall löst, welche Körperstellen tabu sind (Nervenbahnen, Organe) und wie man "Aftercare" (die psychische Nachsorge nach einer Session) betreibt.

Haptisches Lernen: Du spürst unter Aufsicht, wie viel Druck ein Schlagwerkzeug erzeugt oder wie fest ein Knoten sitzen darf.

Workshops finden oft in einer sachlichen, fast klinischen oder respektvoll-ästhetischen Atmosphäre statt. Das hilft dabei:

Eigene Grenzen zu testen: Ohne den Druck einer sexuellen Begegnung kannst du ausprobieren, was dir gefällt.

Mein Fazit: Ein Workshop ist die beste Investition, um Fehler zu vermeiden, die den Spaß (oder die Gesundheit) dauerhaft ruinieren könnten.
**********icial Paar
26 Beiträge
(Jack:)

Zunächst mal: BDSM muss nicht zwingend sexuell ausgelebt werden. Es wird von vielen damit verbunden, es gibt aber auch genügend für die das keine Voraussetzung ist.

Was Kurse angeht: solange diese praxisbezogen sind (z.B. Fesseln, Peitschen, Nadeln etc.) können diese durchaus sehr hilfreich sein bzw. bei manchen würde ich selbst, der hauptsächlich autodidaktisch unterwegs ist, auch an meine Grenzen stoßen, was ich als vertretbar erachte. Ich würde jetzt beispielsweise nicht mit Nadeln rumspielen, ohne dass mir ein Profi gezeigt hat, wie man es richtig macht. Oder eine Hänge-Bondage.

Was die eher theoretischen Dinge angeht: nun, man muss sich bewusst machen, dass hier (wie in allen Bereichen) eben viele Schwätzer unterwegs sind, also Menschen, die dir in erster Linie etwas verkaufen möchten und in wohlklingender und ausgeklügelter Rhetorik dann leider wenig bis gar nichts vermitteln. Diese Informationen sind dann meist auch wieder sehr subjektiv bzw. Szene-konform geprägt. Ausnahmen bestätigen sicherlich die Regel, ich persönlich halte im Allgemeinen nichts davon. Da ist es in vielen Fällen besser, sich grundlegende Informationen selbst zu recherchieren und diese in seiner eigenen Dynamik für sich zu entdecken und zu entwickeln, Schritt für Schritt. Und manche Aussagen, wie z.B. "Dominanz kann man lernen", erachte ich schlicht für falsch, weil Dominanz hat man oder nicht. Da ist dann vielleicht eher das Problem: wie rufe ich sie ab, worin bin ich vielleicht gehemmt? Das ist dann eher eine psychologische Frage. Aber Dominanz lernen? Diese vorzuspielen vielleicht, aber kommt das dann noch aus einem selbst?

Also ja, kurzum: praktische Kurse haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung, alles andere geht eher in die Richtung, dass hier weniger wissen und mehr Glaubenssätze vermittelt werden.
*******enig Mann
16.289 Beiträge
Auffallend viele Wörter und Buchstaben hier...
*******Mix Mann
296 Beiträge
Der Bereich BDSM mit all seinen Facetten und all seinen Möglichkeiten ist wohl schwer vermittelbar was die ganze Bandbreite betrifft.
Jeder muss ja auch schauen was aus dieser Kiste aus Möglichkeiten Er/Sie überhaupt mag. Und das was mit dem einen ein Highlight ist , ist mit einem anderen etwas auf das man locker verzichten kann. Aus meiner Erfahrung geht es nicht darum seine Macht bedingungslos auszuüben. Es braucht Empathie und sich auf den anderen einzulassen. Vertrauen aufbauen. Zeit geben dem anderen zu fühlen und zu spüren, was es mit Ihm macht. Den anderen schauen lassen ob No Go s No Go s bleiben oder es sich ändert . Das Auffangen würde ich auch als sehr wichtig ansehen.
Wer im Bereich Bondage arbeiten möchte sollte daran denken das Menschen mit Klaustrophobie Panik bekommen können.
Wenn es ums Spanking geht und Schlagwerkzeuge muss ich aber ein sehr großes Achtung Schild präsentieren. Um einen sollte man schauen welches Schlagwerkzeug wo und wie die Gefühle gibt die es braucht .
Aber das Aller Aller wichtigste ist das ich als Benutzer von Schlagwerkzeugen um die Gefahren weiß. Ich sollte wissen wohin man schlagen darf und wo es gefährlich wird.
Und noch eins. "Erfahrener Dom" bedeutet nur das er Erfahrungen gesammelt hat. Ob das dann das ist was die Sub sucht ist noch etwas anderes . Denn es muss passen. Und jeder Dom hat mal angefangen ohne Erfahrungen.
Ich kann nur sagen das auch ich immer dazu gelernt habe da es keine 2 gleiche Menschen gibt.
Da wo man sich unsicher ist macht Euch schlau. Schaut was von den Infos zu Euch passt. Seid Euch immer Eurer Verantwortung bewusst für einander.
*********tor86 Mann
127 Beiträge
Zitat von *******thoa:
Für mich sind Workshops lediglich Teil der deutschen Teilnahmezertifikate-Kultur. Ich persönlich halte wenig davon, denn bei aufrichtigem Interesse benötige ich keinen Workshop, sondern folge meiner Neigung. Alles andere ist nur eine erlernte Fähigkeit, keine Berufung. Zudem sind selbsternannte Trainer oft zu sehr in ihren eigenen Klischees verhaftet – andernfalls würden sie Seminare statt Workshops leiten.

Finde ich, so pauschal, ne schwierige Aussage. Ja, für viele Dinge braucht man nicht unbedingt einen Workshop und ob es die beiden genannten, durch den TE, braucht, ist erstrecht fraglich. Aber Workshops grundsätzlich als "Teilnahme-Zertifikat-Kultur zu sehen, finde, ich persönlich, dann doch zu kurz gegriffen.

Klar, auch bei Bondage, Nadeln etc kann man sagen "Wenn es deine Berufung ist, dann probier es einfach aus", für den oben agierenden Part evtl sogar noch was einfacher als bei dem passiven Part. Aber es ist vielleicht auch gar nicht so dumm, nen Workshop zu besuchen, um gewisse Fehler (Abgeklemmte Nerven, fallen-hand-syndrom, Sturz aus ner Hängebondage etc) und deren Wahrscheinlichkeit direkt reduzieren zu können.
****n27 Frau
2.389 Beiträge
Womit man alles Geld verdienen kann.... krass.....

Versuch Dich doch bitte mal an einem Stammtisch im Austausch mit Gleichgesinnten.

Dom sein kann man lernen.... kochen übrigens auch... mein Papa kann jetzt als Witwer mit 80 Jahren sogar schon Spiegeleier, das Nudelwasser würde aber trotzdem noch anbrennen.
*******enig Mann
16.289 Beiträge
Ich finde den Beitrag von @*******thoa durchaus zutreffend. Obwohl Workshops prinzipiell keine schlechte Idee sind, haben sie auch ihre Schwächen und die beschriebene Kultur der Zertifikate ist mir definitiv nicht unbekannt.
**du Mann
1.294 Beiträge
Sehe es ähnlich wie viele Vorschreibende, namentlich wie FunStroke. An dem von Dir genannten Ort kann die Atmosphäre und der Inhalt (die Denke) anders sein als bei einer rein privaten Organisation. Wenn Dich ausschliesslich oder hauptsächlich psychologische Aspekte interessieren, dürfte nur oder in erster Linie Workshop 1 ein Thema sein. Aber ich würde Dir generell, etwas später auch eher einen Workshop anderswo empfehlen.

Auch ich bin überzeugt, dass Du Dich mit psychologischen Aspekten erst mal alleine beschäftigen kannst, über ein Buch, Internetberichte, mit Anderen an einem Stammtisch usw. usf. M.E. können sie v.a. Inspirationen sein. Was Du und das Gegenüber psychologisch fühlen, erfahren, ist individuell. Es ist am Schluss Dein, Euer BDSM.

Lg und gutes Gelingen in der BDSM-Welt! Pidu
******_73 Mann
4.699 Beiträge
Zitat von ********Mask:
Einstieg ins BDSM - wie hilfreich sind Workshops?

Wenn ich hier so mitlese, habe ich den Eindruck, dass ich eigentlich alles falsch gemacht haben muss.
Nur, das glaube ich nicht.

Das Leben ist so vielfältig, und genau so vielfältig ist das, was unter BDSM gefasst wird, bzw. was knapp daneben sein soll, also grade noch kein BDSM sein soll.
Ich gebe da mal als Beispiel die Diskussion, ob ein Klaps auf den Po beim Sex schon "Spanking" i.S.v. BDSM sein soll, und wo harter Sex aufhört und BDSM anfängt.

Man braucht nicht für alles einen Workshop.
Wenn man ersthaft in Bondage einsteigen möchte, dann sollte man da nicht einfach nur ein paar Seile holen und dann anfangen, Bilder als Vorlage zu nehmen. Das kann nur ganz, ganz katastrophal enden.

Es gibt hier in der Mediathek gute Tutorials, mit denen man sich etwas informieren kann. Die reichen auf jeden Fall, um sich selbst zu sagen, wovon man erst einmal die Finger lässt.
Das hier fällt dann auch schon in weiten Teilen darunter:
Zitat von *********t_69:
Aber das Aller Aller wichtigste ist das ich als Benutzer von Schlagwerkzeugen um die Gefahren weiß. Ich sollte wissen wohin man schlagen darf und wo es gefährlich wird.
Wenn ich mich z.B. auf den Hintern beschränke, nicht wie blöd losprügel, und mit harten Gegenständen nicht auf die Knochen haue, dann sind die Risiken schon überschaubar.

Ich vermisse oft den gesunden Menschenverstand. Ich weiß nicht, ob einige den nicht haben, oder schlicht abschalten. Da hilft dann aber, befürchte ich, auch kein Workshop.

Ich glaube nicht, dass ein Anfänger, nur für sich und seine Partnerin / seinen Partner mit einer Bullwhip anfängt.
Wer als Anfänger egal womit so schlägt, dass das wortwörtlich ins Auge gehen kann, sollte sich eh ein anderes Hobby suchen. Und wer so schlägt, dass das theoretisch passieren könnte, der sollte sich genau überlegen, ob er die Fähigkeiten dazu hat, ich denke da wieder an eine Bullwhip, und ob die Augen vielleicht geschützt werden sollten, und im Zweifel lässt man das. Brauche ich für so eine Erkenntnis tatsächlich einen Workshop?
Ich spreche vom EINSTIEG. Wenn man Spaß an der Sache findet, eine gewisse Materialschlacht anfängt, dann ist das eine ganz, ganz andere Situation, als der Einstieg in BDSM.

Ich weiß, Menschen sind spontan, unüberlegt, mitunter leicht zu begeistern und damit auch oft leichtsinnig.
Dass sind Gefahren, derer man sich bewußt sein muss, wenn man in den Bereich BDSM einsteigt. Die Frage, ob ein Workshop notwendig ist, zeugt für mich von einem erfreulichen Risikobewußtsein. Und das muss bleiben, auch nach Workshops, denn diese sind ja auch kein Freifahrtsschein.

Ein kleiner Exkurs ins Strafrecht ist in meinen Augen auch sinnvoll, denn das Wissen um die Gradwanderung auf der Schwelle zu teilweisen schweren Straftaten ist auch nicht verkehrt.

Zitat von ********Mask:
und "DOM-ART: Die Kunst der Dominanz ist erlernbar!" (ein Workshop für dominante männliche Einsteiger oder Paare, bei dem eine Sklavin aus dem Team gestellt wird, um praktische Elemente zu üben).
Klingt interessant.
Hätte mich so ein Kurs als Einstieg in BDSM interessiert?
Ne. Mit Sicherheit nicht. Liegt zum einen daran, dass das nicht der Schwerpunkt in meinem BDSM ist, und zum anderen dass ich dafür eigentlich schon relatuv gut wissen müsste, wohin meine Reise geht. Und ich tue mir das schwer, dies bei einem "Einstieg in BDSM" schon so genau zu wissen.

Wichtig ist eine gute Kommunikation mit der Partnerin / dem Partner. Auch das ausmahlen von Szenarien kann spannend und erregend, und damit sehr schön sein. Und dann macht man ganz, ganz viele Abstriche, und fängt eben noch langsamer an, als man denkt, dass es gehen sollte, und nur mit Dingen, bei denen man nach ersten Informationen jegliche Risiken vermeidet (außer vielleicht einen blauen Fleck).

Was jetzt wichtig ist, auch ich bin der Ansicht, dass es BDSM-Bereiche geht, in denen ein solches Vorgehen riskant, eventuell sogar unverantwortlich wäre (Landgericht Hamburg, Urt. v. 31.03.2025, Az. 638 Ks 1/25). Brauche ich wirklich einen Workshop, um klar zu machen, dass man jemanden nicht so fesselt, dass er / sie sich dann erhängen kann?

Leider ist Risikobewußtsein nach meinen Erfahrungen kaum in kurzer Zeit vermittelbar. Liegt schon daran, dass dann immer die Frage kommt, wie groß wohl die Wahrscheinlichkeit sein soll. Die ist völlig egal, wenn etwas schief geht. Ist ein menschlicher Zug, ich steige auch fast jeden Tag in den Pkw, obwohl ich weiß, dass die Fahrt tötlich enden kann. Ist trotzdem etwas anderes, als diese missglückte BDSM-Session, über die das Landgericht urteilen musste. Leider kann man gar nicht genug sagen, was schief gehen kann, auch nicht in Workshops. Gewisse Basics müssen schlicht da sein.

Aber eine Raketenwissenschaft aus allen Bereichen des BDSM zu machen, in denen immer ein Workshop für Einsteiger empfohlen werden muss, das möchte ich ohne Differenzierung so nicht stehen lassen. Und ich glaube, so haben auch nicht alle angefangen. Wann nach den ersten zaghaften Schritten ein Workshop sinnvoll oder notwendig ist, ist eine andere Sache.

Wichtig ist das Risikobewußtsein. Wer meint, einfach mit Wachs spielen zu können, der wird das tun, und keinen Workshop buchen. Wer sich davor über das Spiel mit Wachs informiert, der wird ganz, ganz schnell auf die Temperaturporblematik bzgl. verschiedener Wachssorten stoßen. Und wer es dann noch versaut, dem ist nicht zu helfen, befürchte ich. Im Zweifel ist die Rache dann nicht die Wut des anderen, sondern das Reinigen der Spielfläche, aber das ist dann ja etwas anderes.
*********mone Frau
390 Beiträge
Zitat von ********Mask:
Einstieg ins BDSM - wie hilfreich sind Workshops?
Vor einer Weile bin ich beim Stöbern auf das Studio "Abenteuerland Subkultur" gestoßen.

Dabei sind mir vor allem zwei der angebotenen Workshops aufgefallen: "EINZIG-ART: BDSM-Psychologie" (ein Workshop für Männer, der sich auf die Psychologie von Dominanz und Unterwerfung konzentriert, ohne direkte Beteiligung von Frauen)

und "DOM-ART: Die Kunst der Dominanz ist erlernbar!" (ein Workshop für dominante männliche Einsteiger oder Paare, bei dem eine Sklavin aus dem Team gestellt wird, um praktische Elemente zu üben).

Hat hier jemand Erfahrungen mit genau diesen Workshops oder ähnlichen Angeboten in anderen Studios gemacht? Ich würde gerne hören:

Wie nützlich sind sie für absolute Einsteiger, die noch keine sexuellen Erfahrungen in BDSM haben? Bringen sie etwas, wenn man rein theoretisch oder mental starten möchte, ohne direkte sexuelle Praxis?

Welchen Fokus legen sie auf psychologische Aspekte (z. B. Mindset der Dominanz, emotionale Sicherheit) im Vergleich zu praktischen Techniken (z. B. Grundlagen von Bondage oder Kommunikation)?

Gibt es Tipps, wie man als Neuling ohne Vorerfahrung am besten einsteigt, oder Warnungen vor typischen Fehlern?

Ich spreche jetzt mal als Domina, die 1:1 Beratung und Workshops anbietet (nur keine Schnappatmung, ich bin privat hier!) und als private Femdom, die den einen oder anderen Workshop in Anspruch genommen hat:
Workshops können, vom Profi geleitet, hilfreich sein und Sicherheit im Umgang mit bestimmten Techniken, Praktiken und Toys geben. Sie können auch mentale Themen zum Inhalt haben, nicht nur Techniken und How to Arsch versohlen oder dominieren. Wenn man jedoch noch absolut keine persönliche Erfahrung hat, würde ich erst einmal meine Nase in die vielen hilfreichen Texte, die dank dem Internet verfügbar sind stecken, in Foren mitlesen, mich mit anderen privaten Kinkstern austauschen, und vor allem den Kontakt zu Stammtischen in deiner Umgebung suchen. Es ist immer eine völlig unterschiedliche Geschichte, ob man während Workshops wie beim Abenteuerland mit Profi Sexworkern zu tun hat, oder mit privaten Partnerpersonen. Absolut nichts gegen diese Workshops! Die Personen wissen was sie tun, haben viel Erfahrung und eine Expertise, die viele private BDSMer halt (noch) nicht haben. Insbesondere was Konsent und Sicherheit angeht, wissen sie Bescheid. Aber ein Spiel oder eine Dynamik mit einer Partnerperson, bringt noch die emotionale Ebene mit, die (Liebes-)Beziehungen halt so mit bringen. In so einem professionellen Workshop kann nur ein Teil der Möglichkeiten und potentiellen Stolpersteine abgedeckt werden. In einer privaten Beziehung bist du dann plötzlich mit den Faktoren "Alltag", "schlechte Tagesform", "Gefühle" usw. konfrontiert, und wenn Du Dich nur auf das Wissen aus einem oder zwei Workshops verlässt, dann reicht das nicht immer aus. Eine Kombination von selbst angeeignetem Wissen, Austausch mit anderen privaten Kinkster UND Workshops zu Praktiken und Techniken, ist meiner Meinung nach die beste Herangehensweise. Es gibt ja auch noch mehr erfahrene Profis, die "Einstiegsberatung" anbieten. Dort spricht man dann einmal darüber was die eigenen Begehrlichkeiten, Wünsche etc. sind, und bekommt Rat, wie, wo und womit man individuell am besten startet. Ich rate auch in meiner beruflichen Praxis immer Menschen zu Stammtischen zu gehen, wenn sie nicht gerade ein Problem mit extremer Schüchternheit o.ä. haben. In meinen Anfangszeiten, vor fast 30 Jahren, habe ich viel mitgenommen, indem ich mich einfach mit anderen Menschen ausgetauscht habe.
Gibt es bereits eine Partnerperson, dann gibt es auch die Möglichkeit Paar-Workshops zu suchen und zu buchen. Da ist die persönliche Ebene vorhanden, und man kann Dinge direkt miteinander ausprobieren, und nicht mit einem oder einer Profi-Sub.

Lange Rede, kurzer Sinn: Workshops von Profis mit gutem Ruf und guten Bewertungen sind eine tolle Sache. Sie können Sicherheit geben. Aber sie sind nur ein kleiner Teil der "Kinky-Reise". Austausch mit anderen Kinkstern, Theorie selbst aneignen und sich mit der Psychologie von Dominanz und Unterwerfung beschäftigen, das gehört auch dazu.
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