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Sind wir eigentlich noch bereit, uns zu verlieben?

*******acht Frau
57 Beiträge
Themenersteller 
Sind wir eigentlich noch bereit, uns zu verlieben?
Manchmal frage ich mich das ernsthaft.
Wir leben in einer Zeit, in der Begegnungen schnell gehen. Man lernt sich kennen, man schreibt, man trifft sich. Anziehung entsteht oft mühelos. Körperliche Nähe ist kein großes Thema mehr. Das ist frei. Und ehrlich gesagt auch schön.

Und trotzdem bleibt da etwas.
Viele wünschen sich Nähe. Intensität. Dieses Gefühl, wirklich gemeint zu sein. Nicht nur begehrt, sondern gesehen.
Nicht nur angefasst, sondern berührt.

Verlieben bedeutet mehr als Chemie.
Es bedeutet, ein Stück Kontrolle abzugeben.
Sich zu zeigen, ohne zu wissen, wie das Gegenüber reagiert.
Nicht nur stark, sondern auch unsicher.

Das ist nicht bequem.
Vielleicht sind wir nicht kälter geworden. Vielleicht sind wir vorsichtiger.
Viele haben erlebt, wie schnell etwas kippen kann. Wie schnell Nähe wieder Distanz wird. Also hält man sich zurück.

Man genießt den Moment. Man bleibt flexibel. Unabhängig. Unverbindlich.
Und doch spürt man manchmal, das reicht nicht ganz.

Zwischen Lust und Tiefe liegt kein Widerspruch. Beides darf existieren.
Aber echte Verbindung entsteht nur, wenn zwei Menschen gleichzeitig bereit sind, mehr zu riskieren als einen schönen Abend.

Sich einzulassen heißt nicht, sich aufzugeben.

Es heißt, präsent zu sein. Mit allem, was dazugehört.

Was denkst du? Wie sind deine Erfahrungen und Eindrücke der heutigen Zeit?
*******ich Mann
1.613 Beiträge
ich find das eigentlich ganz angenehm, dass in der heutigen Zeit Liebe eine bewusste Entscheidung ist und nicht aus finanziellen Absicherungsgedanken oder aufgrund gesellschaftlicher Erwartungen passiert, wie es in der Vergangenheit öfters der Fall war - den emotionalen Glimbim, der mit einer Beziehung einhergeht, muss jede*r mit sich selbst ausmachen bzw. abwägen, ob es das für einen wert ist oder nicht
******_73 Mann
4.420 Beiträge
Zitat von *******acht:
Aber echte Verbindung entsteht nur, wenn zwei Menschen gleichzeitig bereit sind, mehr zu riskieren als einen schönen Abend.

Ich weiß nicht, ob das ein Problem der heutigen Zeit ist.

Diejenigen, die ihren Partner gefunden haben, und mit diesem glücklich sind, sind doch nicht auf dem Markt.

Die, deren Beziehungen nicht hielten, haben Erfahrungen, die sich zeichnen. Und das macht es nicht einfacher.
Man wird vorsichtige, öffnet sich nicht ganz so schnell.
Man ist geneigt, bei bestimmten Verhaltensmustern schneller auf zu geben, weil man da schon mal durch musste, und das vielleicht nicht gelang.
Bei einigen gibt es Zeiten "vor Kindern", "mit Kindern" und "nach Kindern". Da haben neue Beziehungen vielfach ganz andere Auswirkungen auf des Leben außerhalb der reinen Partnerschaft.
Etwas neues gemeinsam zu beginnen, weniger die Beziehung, als vielleicht vielmehr ein Hobby, fällt auch schwerer, obwohl ein gemeinsames Hobby sehr verbinden kann.
********2212 Mann
1.389 Beiträge
Tatsächlich würde ich mich gerne wieder verlieben, ist doch eines der schönsten Gefühle überhaupt. Vor ein paar Jahren, nach der Beendigung einer langjährigen, belastenden Beziehung mit einer Narzisstin, die mich bis zum Burnout geführt hatte, war ich mir auch wirklich nicht mehr sicher, ob mein Verstand es überhaupt wieder zuläßt. Es hat mich sehr vorsichtig, oder sogar mißtrauisch werden lassen, es gab eine gewisse Hemmschwelle, diese Gefühle wieder zuzulassen. Zum Glück lernte ich einige Monate nach der Trennung auf einem Single-Portal eine Frau kennen, mit der ich bis zum ersten Date täglich telefoniert habe (sie wohnte relativ weit weg, ein spontanes Treffen war also nicht möglich). Wir haben schnell bemerkt, daß zwischen uns die Chemie stimmt, natürlich auch beim Thema Erotik und Sex. Beim ersten Treffen war die Blockade komplett weg, wir haben uns sofort verliebt und wir haben das komplette Wochenende zusammen verbracht.
Leider konnten wir uns nach einiger Zeit aus beruflichen Gründen nach einiger Zeit kaum noch sehen, auch nicht an den Wochenenden. Da blieb uns nichts weiter über, als es zu beenden.
Ich bin weiter vorsichtig geblieben, aber die Angst, mich wieder zu verlieben, war aber zum Glück verschwunden.
********deUp Mann
3.662 Beiträge
Verlieben heißt wieder Kompromisse einzugehen. Kann man als Single schon mal verlernen. *g*

Auf das Verlieben hat man keinen Einfluss, das passiert einfach oder auch nicht.
Zeitgeist hin oder her.
*******_23 Frau
317 Beiträge
Servus, ich möchte zuerst auf deine Überschrift eingehen:
Sind wir eigentlich noch bereit, uns zu verlieben?

Eigentlich würde ich sofort sagen: Ja, natürlich. Auch in unserer modernen, digitalen Medienwelt möchten alle Menschen geliebt werden und Liebe schenken.
Aber wir haben ein Stück weit verlernt, wie das im echten Leben – ohne KI und ohne Medien – funktioniert.

Ein Beispiel: Wenn ich ausgehe, werde ich kaum angesprochen, obwohl sich gerade dort die Möglichkeit bieten würde, direkt herauszufinden, ob man zueinander passen könnte.
Über Joy dagegen bekomme ich täglich direkte Anfragen, und es wird sofort alles ausgepackt – bis hin zu den intimsten Themen und unseren sexuellen Vorlieben.

Im Prinzip kennen wir uns, wenn wir uns dann treffen, schon besser als manche unserer besten Freunde.
Wir öffnen uns völlig fremden Personen, obwohl wir gar nicht wissen können, ob es überhaupt ein zweites Treffen geben wird.

Und wenn es nicht dazu kommt, sind wir frustriert – und der nächste „Spaziergang“ durch Joy beginnt.
Liebe Grüße
Desiree 🩷🦋🌸 *sonne*
********1979 Frau
2.101 Beiträge
Solange das Gefühl mitschwingt, dass man austauschbar ist, dass hinter der nächsten Ecke jemand besseres sein könnte oder ähnliches lassen sich viele nicht mehr drauf ein.
Ebenso die Lockerheit und Authentizität fehlt beim Kennenlernen.

Es ist mMn meistens wie bei einem Bewerbungsgespräch. Sich anpassen, Kompromisse schließen, demjenigen gefallen wollen und das kann nicht funktionieren. Es ist eine Maske - entweder auf einer oder beiden Seiten.

Viel zu viel läuft auf sexueller Ebene - aber der Mensch hinter der Maske wird nicht erkannt oder gesehen. Das Äußere zählt viel. Das Perfekte Etwas. Ein Wunschbild in das man sich verlieben möchte.
*******ich Mann
1.613 Beiträge
Zitat von ********1979:

Ebenso die Lockerheit und Authentizität fehlt beim Kennenlernen.

Es ist mMn meistens wie bei einem Bewerbungsgespräch. Sich anpassen, Kompromisse schließen, demjenigen gefallen wollen und das kann nicht funktionieren. Es ist eine Maske - entweder auf einer oder beiden Seiten.

Viel zu viel läuft auf sexueller Ebene - aber der Mensch hinter der Maske wird nicht erkannt oder gesehen.

Das ist für mich der Unterschied, ob ich eine Person wiedersehen möchte oder nicht. Dieser Typ Personalabteilungsfrau passt einfach nicht zu mir und ich nicht zu ihr.
Sexuelle Ebene - nö! Sei mal lustig und interessant und dann überleg ich mir, ob ich mit Dir irgendwann mal und längerfristig schnackseln mag oder nicht.
Austauschbar ist natürlich jede*r, das finde ich jetzt nicht so tragisch bzw. ich kann ja den Menschen so gut kennenlernen, dass er für mich eben nicht mehr so leicht austauschbar ist, aber das gilt ja auch außerhalb des (Paar-)Beziehungskontext.
******l82 Mann
2.570 Beiträge
Verliebtheit ist das Gefühl, das nötig ist, um einander so lange zu binden, bis Liebe entstanden ist.
Ich glaube, das Problem ist eigentlich ein anderes.

Einige Menschen sind zu gern verliebt. Aber sie wollen nicht lieben. Das heißt: Sie jagen dem Endorphinrausch hinterher wie der Hund dem Hasen und wenn der Endorphinspiegel sinkt und der Oxytocinspiegel steigt, wird abgesprungen, umden nächsten Kick zu suchen.

Dabei ist Verliebtheit neurobiologisch betrachtet ein Ausnahmezustand. Hohe Dopaminaktivität, gesteigerte Aufmerksamkeit, Idealisierung...es ist ein Zustand, der eher an Motivation und Belohnungssysteme erinnert als an stabile Bindung. Die Neurowissenschaftlerin Helen Fisher beschreibt Verliebtheit als ein auf Antrieb ausgerichtetes System: fokussiert, suchend, energiegeladen. Liebe dagegen, vor allem langfristige Bindung, ist stärker mit Oxytocin und Vasopressin verbunden, also mit Vertrauen, Nähe und Verlässlichkeit. Das eine ist Jagd, das andere ist Bleiben.

Das alsonist des Pudels Kern. Fromm zumnBeispiel verstand Liebe nicht als Gefühl, das uns widerfährt, sondern als Fähigkeit. Als Haltung, die Fürsorge, Verantwortungsgefühl, Respekt und Erkenntnis umfasst.

Verliebtheit geschieht.

Liebe wird entschieden und gemacht.. Sie verlangt Selbstbegrenzung, Geduld und die Bereitschaft, den anderen nicht nur in seiner Projektion, sondern in seiner Wirklichkeit zu sehen.

Vielleicht liegt hier der eigentliche Konflikt unserer Zeit: Verliebtheit ist intensiv, aber sie ist konsumierbar. Sie passt in eine Kultur der permanenten Optionen. Sie ist geradezu ein Produkt geworden, dass uns überall versprochen wird.

Liebe hingegen ist, in aller Regel und der Norm, exklusiv. Sie bedeutet, Möglichkeiten aufzugeben. Sie bedeutet, nicht beim ersten Nachlassen der Euphorie die Flucht zu ergreifen, sondern die Phase zu akzeptieren, in der aus Rausch Nähe wird und aus Projektion Erkenntnis.

Verliebtheit ist leicht, glücklich, rauschhaft. Sie trägt uns.
Aber sie fordert uns nicht wirklich heraus.

Das Risiko liegt nicht im Verliebtsein.
Das Risiko beginnt dort, wo aus Ehrlichkeit Bindung wird und wo zwei Menschen einander nicht mehr idealisieren, sondern erkennen.

Man verliebt sich in die Lügen, die man einander erzählt, und man liebt sich, weil man die Wahrheiten erträgt, könnte man zynisch sagen. Aber so zynisch ist das vielleicht garnich.

Nicht die Verliebtheit ist das Wagnis.
Sondern die echte, tiefe Beziehung aus ehrlich empfundener Liebe.
********nsch Mann
623 Beiträge
Wer ist dieses „wir“? Was ist diese „heutige Zeit“? Ich bin bereit, mich zu verlieben und kann das auch genießen. Ich kann nichts finden an dieser Zeit, was mich davon abhalten sollte. Wenn ich Tiefe wünsche, muss ich Oberflächlichkeit meiden. Wenn ich Zerstreuung suche, gut. Dann mag mal Tiefe fehlen, manchmal findet diese einen aber auch. Wenn ich nicht ins richtige Leben gehe, finde ich keine richtige Resonanz.
*******ich Mann
1.613 Beiträge
@******l82

schöner Post; hab ich v.a. in meinen Teenager und 20er Jahren im Freundeskreis mitbekommen, da gabs welche, die alle drei, vier Monate mit der großen neuen Liebe angetanzt sind - war ok, wenn man jung und deppart ist, muss man sich ausprobieren, das ist das Privileg der Jugend

mittlerweile tun mir solche Leute eher leid, hat etwas Getriebenes und Rastloses an sich
**********unge1 Mann
1.172 Beiträge
Die Frage, ob wir noch bereit sind, uns zu verlieben, ist komplex und wird oft durch moderne Dating-Trends und gesellschaftliche Veränderungen beeinflusst. Studien und Trends deuten darauf hin, dass die Bereitschaft zur Liebe durchaus vorhanden ist, aber durch Ängste, die Auswahlmöglichkeiten der digitalen Welt und den Wunsch nach Selbstoptimierung auf die Probe gestellt wird.
Der "All or Nothing"-Trend (2025). Laut Dating-Plattformen wie Bumble zeichnet sich ab, dass Singles weniger Zeit mit unverbindlichen Affären ("Situationships") verschwenden wollen. Es gibt einen Trend hin zu mehr emotionaler Verletzlichkeit und der bewussten Suche nach Ernsthaftigkeit.
Wunsch nach "Bravehearting": Als Reaktion auf Ghosting und Breadcrumbing (Hinhaltetaktiken) gibt es den Trend des "Bravehearting". Dabei zeigen sich Menschen mutiger und direkter in ihren Gefühlen, um echte Verbindungen einzugehen.
Angst und Selbstschutz: Trotz der Sehnsucht nach Liebe hindert Angst vor Verletzlichkeit viele daran, sich voll einzulassen. Viele verbergen ihre liebevolle Seite aus Furcht, ausgenutzt zu werden, was das Kennenlernen erschwert.
Herausforderung durch Dating-Apps: Die große Auswahl an Dating-Optionen kann zu einer paradoxen Unfähigkeit führen, sich für eine Person zu entscheiden. Es entsteht oft das Gefühl, dass jederzeit jemand Besseres kommen könnte, was eine tiefe emotionale Bindung erschwert.
Liebe ist eine Entscheidung: Experten betonen, dass Verlieben heute oft bewusster geschieht. Es geht darum, Verantwortung für das Wohlergehen des anderen zu übernehmen und bewusst "Ja" zur Liebe zu sagen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Bereitschaft, sich zu verlieben, ist da, sie wandelt sich aber von einer rein romantischen Vorstellung hin zu einer bewussteren, mutigeren Beziehungsentscheidung – oft als Gegenreaktion auf die Oberflächlichkeit des digitalen Zeitalters. Sicherlich gibt es viele andere Meinungen zum Thema, dies ist auch nur meine persönliche Meinung. Daher möchte ich Bitten von Anfeindungen abzusehen.
Beste Grüße Bochumer_Junge1
********1979 Frau
2.101 Beiträge
@**********unge1
Hast du da ne Quelle oder gibt es da Altersspannen, die das betrifft?
Manche meinen ja, dass die Jüngeren dem offener ggü. stehen als Ältere.
**********unge1 Mann
1.172 Beiträge
Ob es da Quellen gibt ist mir unbekannt, mein Beitrag zum Thema erfolgte aus meiner Lebenserfahrung und meiner Ansicht zum Thema der Liebe…
*****021 Frau
1.231 Beiträge
„Das Risiko liegt nicht im Verliebtsein.
Das Risiko beginnt dort, wo aus Ehrlichkeit Bindung wird und wo zwei Menschen einander nicht mehr idealisieren, sondern erkennen.

Man verliebt sich in die Lügen, die man einander erzählt, und man liebt sich, weil man die Wahrheiten erträgt, könnte man zynisch sagen. Aber so zynisch ist das vielleicht garnich.

Nicht die Verliebtheit ist das Wagnis.
Sondern die echte, tiefe Beziehung aus ehrlich empfundener Liebe.„

Dies kann ich nur bestätigen. Natürlich „kann“ man sich jetzt genauso verlieben wie vor 30 Jahren. Ich hatte hier einen Mann kennengelernt, den ich votete, wir waren 1,5 Jahre verliebt, er wollte den Rest des Lebens mit mir verbringen, wir fühlten uns um 30 Jahre jünger…..dennoch ging es in die Brüche, weil unsere Charaktere zu verschieden waren….es blieb eine SEHR große Trauer. Das ist nun 1,5 Jahre her, und ich sehe anhand der Entwicklung, die er zwischenzeitlich genommen hat, dass wir tatsächlich nicht dauerhaft zusammengepasst hätten. Aber keiner von uns hatte je ein derartiges Liebesgefühl
******nde Frau
3.581 Beiträge
JA !
Ein absolutes JA - denn wir lernen viel über uns selber in einer solchen Begegnung!
Auch und gerade wenn wir an "falsche Menschen" geraten (so ist es mir als Fachkraft mit diversen Aus-, Fort- und Weiterbildungen neulich noch ergangen, dass ich an einen ausgesprochen charmanten Narziss geriet).
Narzissten sind Menschen, die keine echte Verbindung suchen, die im Grunde Reaktionen beim Gegenüber ablesen und sich darauf einstellen können, das haben sie im Laufe ihrer Entwicklung gut erlernt. Leider haben solche Menschen in ihrer frühen Entwicklung niemals in die glänzenden, strahlenden Augen einer nahestehenden Person blicken dürfen, die sie um ihrer Selbst willen geliebt und wertgeschätzt hat...
traurig, aber so leben sie ein Leben, was sich ständig im Außen orientiert und können den Weg zu ihrem innersten (Kind) leider nicht finden.
Dabei liegt es dann an uns selber, in dem Fall an mir selber, wie ich mich in der Situation der Trennung (die auch gerne von diesen Menschen irgendwann zum Ende der Beziehung ausgeht, wenn sie bedroht sind "erkannt" zu sein und veranlassen, meist aus fadenscheinigen Gründen selbige), mit MIR umgehen mag.
Reflektiert nach den Ursachen suchen, bei mir selber, wie auch bei dem, der gegangen ist. Zu einer Beziehung und einer Trennung gehören sicherlich zwei Menschen... richtig!
Es geht dabei um Reflexion und einer offenen, kritischen Sichtweise auch mir selber gegenüber.
Nun hatte ich das besonders große Glück, die Ex-Partnerin kennen lernen zu dürfen (nach dieser Beziehung), die mir ein gänzlich anderes Bild von ihrer Person (wie sie mir dargestellt worden war) präsentiert hat... und wir kamen in einen guten und reflektierten Austausch über Stattgehabtes.

Dies war ein besonderes Glück, weil die meisten Menschen ja zunächst an sich selber zu zweifeln beginnen und sich selber oft auch mit Schuld- und Schamgefühlen quälen, was ja auch natürlich ist, weil Menschen ja auch vieles von sich preisgeben, sich verletzlich machen. Und ja, zunächst fühlte ich den Schmerz einer Verletzung, der jedoch schnell einer Erkenntnis weichen durfte.

Auh durch meine tägliche Arbeit mit Menschen und eben auch durch meine fachliche Sichtweise, gelang es mir recht schnell, meine innere Zufriedenheit und meine Liebe zu und für mich selber wieder zu erlangen und daraus auch meine Handlungen zu generieren!

Und JA, ich mag mich, so wie ich bin und ich bin ein Mensch, der liebenswert und liebevoll ist, daher hat jeder neue Mensch in meinem Leben SEINE Chance verdient, von mir als Subjekt wertschätzend und respektvoll behandelt zu werden ... und weiß Gott, wenn es sich wieder ergeben sollte, möchte und werde ich mich auch wieder verlieben. Das jedoch kann ich maximal anziehen, es ist aber nichts, wonach ich suchen möchte oder worauf ich mich in Begegnungen festlegen mag!

In diesem Sinne: Das Leben liebt mich!

JA - zu jedem Gefühl, welches mir und meinem Gegenüber gut tut!

Wellgunde
******nde Frau
3.581 Beiträge
Zitat von **********unge1:
Die Frage, ob wir noch bereit sind, uns zu verlieben, ist komplex und wird oft durch moderne Dating-Trends und gesellschaftliche Veränderungen beeinflusst. Studien und Trends deuten darauf hin, dass die Bereitschaft zur Liebe durchaus vorhanden ist, aber durch Ängste, die Auswahlmöglichkeiten der digitalen Welt und den Wunsch nach Selbstoptimierung auf die Probe gestellt wird.
Der "All or Nothing"-Trend (2025). Laut Dating-Plattformen wie Bumble zeichnet sich ab, dass Singles weniger Zeit mit unverbindlichen Affären ("Situationships") verschwenden wollen. Es gibt einen Trend hin zu mehr emotionaler Verletzlichkeit und der bewussten Suche nach Ernsthaftigkeit.
Wunsch nach "Bravehearting": Als Reaktion auf Ghosting und Breadcrumbing (Hinhaltetaktiken) gibt es den Trend des "Bravehearting". Dabei zeigen sich Menschen mutiger und direkter in ihren Gefühlen, um echte Verbindungen einzugehen.
Angst und Selbstschutz: Trotz der Sehnsucht nach Liebe hindert Angst vor Verletzlichkeit viele daran, sich voll einzulassen. Viele verbergen ihre liebevolle Seite aus Furcht, ausgenutzt zu werden, was das Kennenlernen erschwert.
Herausforderung durch Dating-Apps: Die große Auswahl an Dating-Optionen kann zu einer paradoxen Unfähigkeit führen, sich für eine Person zu entscheiden. Es entsteht oft das Gefühl, dass jederzeit jemand Besseres kommen könnte, was eine tiefe emotionale Bindung erschwert.
Liebe ist eine Entscheidung: Experten betonen, dass Verlieben heute oft bewusster geschieht. Es geht darum, Verantwortung für das Wohlergehen des anderen zu übernehmen und bewusst "Ja" zur Liebe zu sagen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Bereitschaft, sich zu verlieben, ist da, sie wandelt sich aber von einer rein romantischen Vorstellung hin zu einer bewussteren, mutigeren Beziehungsentscheidung – oft als Gegenreaktion auf die Oberflächlichkeit des digitalen Zeitalters. Sicherlich gibt es viele andere Meinungen zum Thema, dies ist auch nur meine persönliche Meinung. Daher möchte ich Bitten von Anfeindungen abzusehen.
Beste Grüße Bochumer_Junge1


JA, sehe ich ebenso!
Lieben zu mögen und dies umzusetzen ist eine Entscheidung! Eine bewusste Entscheidung, die jedoch Personen mit schwierigen Persönlichkeitsstrukturen ebenauch "vorgaukeln" können, in der Erwartung einen anderweitigen Profit aus einer Begegnung ziehen zu mögen und sei es alleine das stetige Feedback, der/die Beste, Schönste, Umwerfendste ... cbf. sein zu mögen!

Da gilt es schon zu differenzieren und die s.g. "Redflags" zu erkennen.
Inzwischen weiß ich aber auch bei mir selber, dass ich diese in meinem Leben gerne mal ausgeblendet hatte.
*******tor Mann
161 Beiträge
Einerseits merke ich eine gewisse Beziehungs-Erschöpfung. Ich bin Teil einer Welt, in der alles optimiert werden muss – auch die Liebe. Ich erwische mich dabei, wie ich durch Profile wische und Menschen wie Produkte im Katalog vergleiche. Das macht mich vorsichtig. Ich schütze mein Herz mehr als früher, weil ich Angst habe, in einer Welt voller Optionen austauschbar zu sein.

Andererseits spüre ich gerade deshalb eine riesige Sehnsucht nach Echtheit. In einer Zeit, die oft oberflächlich wirkt, ist das Verlieben für mich die letzte Bastion des Unvorhersehbaren.
*******ich Mann
1.613 Beiträge
dass den Dating-Plattformen die User*innen und insbesondere die Jüngeren davonlaufen, war unlängst Thema in der (Ö-)Medienlandschaft, genau aus den von Dir genannten Gründen @**********unge1

nur den Experten widerspreche ich; früher wurden Beziehungen (insbesondere von Frauen) ungleich rationaler und zweckmäßiger eingegangen, als das heute der Fall ist, weil die gesellschaftlichen Gegebenheiten und Zwänge komplett andere waren

in Österreich hast in den 60ern und 70ern als alleinstehende Frau nicht so locker flockig deine (Traum-)wohnung bekommen, da warst quasi auf einer Stufe mit den Gastarbeiter*innen und grad dass kein männlicher Verwandter als Bürge auftreten musste. Und am Land leben als (freiwillig) Alleinstehende? lol, dazu bedurfte es definitiv mehr als zwei Eier *zwinker*

in Bezug auf Beziehungen geneißen wir jetzt weit mehr Freiheiten als früher; ich glaub, dass die Leute früher halt a bissl realistischer an die Sache herangegangen sind; heutzutage ist alles gleich einmal "toxisch" und jeder Schas ist ne "red flag" und Schuld sind sowieso immer nur die Anderen; ich frag mich schon länger, wo sich diese anderen 50% die ganze Zeit verstecken *lol*
******nde Frau
3.581 Beiträge
@*******ich
Deine Beschreibung erinnerte mich gerade an das Buch von Anna Wimschneider ein wenig:
Herbstmilch - die ihr Leben darin aufgearbeitet hatte (1919-1993).
Da diese Biographie im urtümlichen Bayern handelt, dürfte es ganz ähnlich den österreichischen Verhältnissen gewesen sein!

Auch in Deutschland war es sicherlich kaum anders... Wahlrecht für Frauen gab es erst 1918... und dennoch waren bis in die 60er-70er Jahre Frauen alleine nicht wirklich "geschäftsfähig".
Solche Zeiten liegen Gott sei Dank hinter uns!

Realistisch oder ideologisch, wie auch immer Du dieses betrachten magst - und ja, es sind gerade in solchen Foren, wo Menschen andere Menschen suchen und diesen begegnen eben auch viel mehr Menschen unterwegs, wie in der gesamten Bevölkerung ebenso, die auch dank einer Entwicklung in medizinischer Richtung (hier allen voran die Neuropsychologie, die seit Erfindung des MRT erhebliche Fortschritte gemacht hat) heutzutage als "toxisch" bezeichnet werden dürfen. Und ja, so mancher Mensch, ob Mann oder Frau oder Divers hat hier, auch auf dieser Plattform, so seine eigenen Erfahrungen damit machen dürfen!

Nichts desto trotz, gilt für mich, dass Begegnung eben nur dann möglich ist, wenn ich einem Menscen zunächst in seiner Subjektivität auch begegnen möchte! Dazu muss ich selber dazu bereit sein und weitgehend mit mir selber "im Reinen" - Ängste nutzen da wenig, denen darf ich aber auch bei mir selber gerne begegnen. Ob ein Mensch, wie auch immer geartet, sich als eben "unpassend", kritisch oder gar "toxisch" zeigt, kann ich letztenendes einzig in einer Begegnung für mich feststellen...
undja, möglicherweise passt er/sie/es ja für jemand anderen prima.
Meine Wertung jedoch für mein Erleben trage ich ganz alleine! Und ja, solche 50% werden sich meistens verstecken.
****ody Mann
15.750 Beiträge
Klares Ja, Verlieben darf passieren und auch die nächste Stufe ist willkommen. Aber es bleibt alles dem Zufall überlassen. Ist nichts, was dringend und ständig auf der Agenda steht.
*******uld Mann
2.986 Beiträge
Sind wir eigentlich noch bereit, uns zu verlieben?
Ich habe andere nicht danach gefragt, also will ich auch nur von mir schreiben.

Bereit, mich zu verlieben bin ich schon, auch weiterhin - aber keinesfalls wahllos.

Das Weitere ergibt sich dann - oder auch nicht.
*******ich Mann
1.613 Beiträge
@******nde
ja, in Bayern wars sicher auch knackig als alleinstehende Frau zu leben.

ich gehs liebestechnisch entspannt an, weil es eine der wenigen Sachen in meinem Leben ist, die ich - wenn überhaupt - nur sehr begrenzt beeinflussen kann; wenn ich beziehungsoffen bin, kann ich meine Chancen erhöhen indem ich mich vermehrt in meiner Zielgruppe aufhalten, aber das wars auch schon ziemlich. Eventuell vielleicht noch den Selbstoptierungsweg mit neuen Klamotten, viel Schlaf und generell so einen auf healthy zu machen, aber für den Blödsinn bin ich schon zu alt

bei den meisten anderen Dingen hab ich - im Vergleich zur Liebe - mehr Schrauben zur Verfügung, an denen ich drehen kann
****ot2 Mann
12.482 Beiträge
Hinzu kommt noch, dass das Ausmaß der Verliebtheit oftmals nicht gleich verteilt ist.

Mal liebt der/die Andere mehr, - und mal man selbst.

In beiden Fällen ist jeweils emotionale Vorsicht angezeigt.
*********erker Mann
12.145 Beiträge
Es wird wohl allgemein sehr unterschätzt, wie schwer es wirklich ist den passenden Menschen für sich zu finden, zu erkennen und am Ende noch kennenzulernen.
Natürlich ist verliebt sein ein Gefühl wie ein Rausch, aber Liebe ist für mich keine Entscheidung, sondern das fortbestehen der Verliebtheit obwohl man irgendwann alle Fehler und Macken des Partners kennt.
Die meisten Menschen haben es meiner Meinung nach nur deswegen schwer, weil sie zu viel mit dem Kopf denken.
Mit dem Herzen sehen und mit dem Bauch fühlen und entscheiden… das ist für mich der Schlüssel.
Und das ist auch keine graue Theorie, sondern wir leben das so jeden Tag!

Das größte Problem ist bei den Meisten, bei jedem Menschen den man neu kennenlernt, bei Null zu beginnen.
Der neue Mensch kann nichts für meine schlechten Erfahrungen und trotzdem belastet man ihn damit.
Natürlich kann man nicht alle Erfahrungen über Bord werfen… sollte man auch nicht. Aber wenn ich nicht bereit bin einem neuen Menschen einen Vertrauensvorschuss zu geben, dann kann ich es auch ganz lassen und mich beklagen, warum sich Niemand mehr verlieben möchte.

Wie gesagt, dass ist meine persönliche Meinung basierend auf meinen Erfahrungen und ich spreche Niemanden persönlich damit an
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