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Verständnis für die Wechseljahre

****ina Frau
14 Beiträge
Themenersteller 
Verständnis für die Wechseljahre
Ich bin in den Wechseljahren – und wie das so ist, versuche ich, so viel wie möglich darüber zu erfahren. Persönlich befinde ich mich gerade in der Hölle. Meine Erfahrung ist, dass man nur Verständnis von Frauen bekommt, die selbst darunter leiden. Der Rest lacht mich aus. Deshalb würde ich gerne von allen, die in den Wechseljahren sind oder waren, erfahren: Wie habt ihr es erlebt? Wie war es für euch, Verständnis in der Partnerschaft, im Familien- oder Freundeskreis oder am Arbeitsplatz zu finden?
********_bln Frau
11.793 Beiträge
Ich bin jemand die viel mit sich selbst ausmacht. Lese und informiere mich in meinem Sinne, denn die Realität hat gezeigt das es kein Vergleich gibt. Mir hat ein Austausch mit anderen wenig geholfen hat, da viele das Thema selbst ignoriert haben oder komplett andere Beschwerden hatten. Einige wollten oder konnten sich damit nicht befassen. Verständnis ist nicht meine Erwartung, ich will eher verstehen weshalb und wie ich das bestmöglich für mich einordnen kann. Was ich tun kann, damit es mir nicht Lebensqualität klaut.

Hier im Joy kamen über Gruppen einige Möglichkeiten, was andere erfolgreich genutzt haben. Somit habe ich einiges über spezielle Homöopathiemittel erfahren und mich über bioidentische Hormone erkundigt bei der Frauenärztin.

Was ich ziemlich gut fand zum Verständnis und was es bedeutet sich nicht um sein Hormonhaushalt zu kümmern ist das Buch:
Woman on Fire: Alles über die fabelhaften Wechseljahre von Sheila de Liz

Nach meiner Empfehlung hatte sich meine Freundin bewegt und sich doch dem eigenen Thema der Wechseljahre angenommen. Darüber können wir jetzt zwischendurch reden und über Lösungen gemeinsam schmunzeln.


Zum Rest kann ich nichts beitragen und im Job für mich kein Thema zum Austausch.
****e71 Frau
8.434 Beiträge
@****ina

Komm gern in unsere Community der Wechseljahre Gruppe, dort findest du einen sicheren und privaten Austausch aller Betroffenen.

Liebe Grüße
Chloe71
********etal Paar
1.580 Beiträge
Die Wechseljahre sind da…
Im Moment also nicht auf der Suche nach Sex.
Wenn du das in dein Profil schreibst, klingst du sehr verbittert. Sex in den Wechseljahren ist der geilste, den ich je hatte.

Was sagt dein Gym zu deinen Symptomen?
****ina Frau
14 Beiträge
Themenersteller 
@********etal
Ich liebe das Wort „verbittert“. Mein Libido ist an zwei bis drei aufeinanderfolgenden Tagen im Normbereich – und dann einfach nicht mehr vorhanden. Kein Bedürfnis nach Sex. Ich bin damit einverstanden. Es geht mir gut ohne Sex. Manch einer würde jetzt denken, ich rede es mir ein – aber ich bin selber überrascht. Der Verlust des Libidos ist für mich kein Nachteil. Der Verlust des Schlafs hingegen umso mehr.
*******schi Frau
579 Beiträge
Ich erwarte kein Verständnis, mir genügt es, wenn ich gehört werde mit dem, was ich teilen will.
Und da habe ich zum Glück sowohl in der Familie als auch im Freundeskreis Menschen, die zuhören können, auch bei Themen die sie selbst nicht betreffen.

Auf Arbeit mache ich es nicht zum Thema, wenn ich aber gefragt werde, wie es mir geht, antworte ich wahrheitsgemäß. Die Männer kommen damit erstaunlich gut klar. Die Frauen reagieren unterschiedlich, insgesamt aber auch zugewandt.
********etal Paar
1.580 Beiträge
@****ina
Was sagt dein Gym zu deinen Symptomen?

********brav Frau
3.314 Beiträge
Ich bin mittendrin...fast durch...Keine Ahnung an welchem Punkt des Weges ich jetzt genau stehe.

Wirklichen Austausch habe ich dazu nicht, die eigene Mutter dazu zu befragen, fiel aus,weil sie es wohl nicht wirklich
wahr-nahm, die Schwester sich aufgrund später Schwangerschaft und Mutterschaft, sich dafür noch nicht alt genug befindet.

Viele Frauen machen das am Ausbleiben ihrer Mens aus /unregelmäßiger Zyklus, den sie evtl vorher auch nicht "kontrolliert" haben, durch hormonelle Verhütung sowieso nicht als Indikator nehmen können.....und denen ein positives Gefühl des Zyklusses fehlt und fühlen somit wenig in andere Symptome hinein die sich im Kontext von Wechseljahren ergeben.

Da wird eine Schlafstörung vielleicht in den Kontext mit Stress und Belastung gestellt etc pp.


Da ich grundsätzlich ein Interesse an Sexualität habe, habe ich viel darum gelesen....Auch schon außerhalb des JC....Zudem das Thema eine immer größer werdende Präsenz in den Ledien einnimmt.

Dokus, Reportagen, Serien....Filme

Mein Mann lernt mit mir....
Schon allein, weil er auch meinen Zyklus mit-beobachtete und die daraus auftretende Vielfalt meiner Emptionen.

Genauso versteht er auch meine Wechseljahre und steht diesen verständnisvoll gegenüber....Auch wenn ich Frust,über meine Libido beklagen, von der er maßgeblich betroffen ist.


Es ist ein Wechsel, ein Hindurch....Wie die Pubertät....ich bin hoffnungsvoll, dass sich alles reguliert...

Letztlich kannst du, liebe @****ina nur selbst für dich sorgen und Verständnis mit dir haben, wenn ein Tag mal doof läuft ....

Alles Gute dir
**********essin Frau
2.423 Beiträge
Du hast absolut Recht, mit dem Thema könnte man ne Party crashen - nichts ist scheinbar uninteressanter, als eine Frau in den Wechseljahren. Und deshalb reden auch nur Betroffene untereinander darüber.

In der Gesellschaft herrscht eben immernoch das Bild vor, dass man als Frau da eben "einfach durch muss" - wie durch die Periode davor mehrere Dekaden lang.
Dazu kommt, dass Frauen, die im (Peri)Menopausenalter sind, für die gesellschaftliche Mitte einfach nicht mehr interessant genug sind. Sie sind eben alt, zickig, anstrengend und ganz offenbar pflanzen sie sich auch nicht mehr fort. Selbst im Medizinstudium oder der Facharztausbildung findet das Thema kaum bis gar nicht statt.

Ergo --> seht zu, wie ihr klarkommt. *roll*

ABER:

Es bewegt sich etwas. Tatsächlich bekommt in meiner Wahrnehmung das Thema mehr und mehr Aufmerksamkeit - auch hier dank Feminismus. Die Frauen meiner Generation wollen sich eben nicht mehr damit abfinden, einfach auf den "altes-Eisen-Haufen" geworfen zu werden, sondern möchten immernoch LEBEN und zwar bestmöglich. Das beginnt mit mehr und mehr Lektüre zum Thema (das hier schon empfohlene Buch ist für mich ein MUSS), jüngerem, "aufgeklärtem" Gynäkologen-Nachwuchs und zumindest meine Social-Media-Bubble ist voll mit dem Thema (Algorithmen sind manchmal ne feine Sache).

Es wird in der Gesellschaft immer "normaler", dass Frauen eine Periode haben und zwar nicht nur das, sondern auch der Umgang damit ändert sich. Nun haben die noch blutenden Frauen den Vorteil, dass sie für Männer, Werbung und Hersteller die wesentlich interessantere Zielgruppe sind - dennoch, der Schwung, den die Sache vor allem in den letzten Jahren bekommen hat, wird auch das Menopausenthema erfassen.

Es ist doch immer so, dass erst die Betroffenen ein Thema zu einem relevanten Thema machen.

Und in diesem Fall ist das die Hälfte der Bevölkerung ab ca. 40, das muss man sich nur mal bewusst machen.

Dazu gehört meiner Meinung aber, dass auch wir Frauen unseren Anteil leisten. Das uns ein Leben lang eingetrichterte "das muss man aushalten" dürfen und sollten wir auch einfach mal mit "Nein!" beantworten.
Man muss Kämpfe ausfechten mit dem Partner, der Familie, dem Gyn, dem KH-Personal und ja, auch anderen Frauen. Nur so entsteht ein Bewusstsein für das, was diese Frauen (wir) wirklich durchmachen und wie wenig Hilfe sie aktuell erwarten dürfen.
Das ist ein langer, zäher Prozess, aber hey .. so war es doch für die Frauen immer schon. Vielleicht erlebt meine Generation nicht mehr das große "Aaaaahhhhh ooohhhhh" in der Gesamtbevölkerung, aber meine Tochter bestimmt. Für sie ist es selbstverständlich, dass ihr Partner die Hälfte der Kosten für die Pille übernimmt - für mich in ihrem Alter absolut undenkbar.

Es wird! *zwinker*
****e71 Frau
8.434 Beiträge
@****ina

Es geht nicht nur Frauen um dieses Thema sondern ich erlebe auch Männer dessen Frauen zu Hause wohl die Wechseljahre haben. Spätestens wenn die Frau zu Hause in einer Partnerschaft weniger oder keine Lust haben auf Sex, dann fragen sich doch einige Männer woran das liegen könnte bevor sie sich hier beispielsweise Sex holen. Auch Paare die gemeinsam die Wechseljahre durchlaufen gibt es mittlerweile hier.

Du bist keinesfalls allein in diesem Universum damit. Meine Kollegen und auch die Chefetage gehen damit recht verständnisvoll und offen damit um.

Ich habe es in den letzten Jahren zu meinem Thema gemacht und siehe da, plötzlich sagen nicht nur die Frauen ja das kenne ich auch irgendwie.

Wechseljahre!

Liebe Grüße
Chloe71
*****978 Frau
2.605 Beiträge
Ich beginne bei meinem Sohn, ihn aufzuklären. Seit er klein ist, möchte er die Sache mit dem "bluten" wissen und heute beginnt bei ihm die Pubertät und ich stehe in den Wechseljahren.
Erst vorhin hat er eine Frage gestellt.

Ansonsten gehe ich offen mit meinen Beschwerden und verbundenen Gefühlen um; ich bekomme oft offene Ohren, Verständnis und nur manchmal genervte Blicke.

Aktuell helfen mir noch Supplemente, wie Eisen, Folsäure, VitaminB12 und D.
Meine intrinsische Libido hat sich sehr verändert und dadurch auch, wie ich entflammbar bin.
Ich leide selbst darunter, da ich Sex liebe und spüre, wenn ich ihn habe, dass er mir nicht nur körperlich, sondern auch mental guttut.
*********Seil Paar
1.005 Beiträge
Die Einen suchen Verständnis, die Anderen suchen Hilfe/Linderung. *floet*
********brav Frau
3.314 Beiträge
@*********Seil und wieder andere gehen selbständig, selbst-bewusst hindurch *zwinker*
****iM Frau
23 Beiträge
Ich denke, es ist die perfekte Zeit, um ein wenig egoistischer zu werden, sich genug Freiraum, Ruhepausen und Wohlfühlmomente zu verschaffen. Damit kann das Umfeld vielleicht nicht so gut umgehen. Ich bin deutlich weniger stressresistent und multitask wie in jüngeren Jahren und kann zB. nicht gut damit umgehen, dass ich fremd verplant und durchbeschleunigt werde.
Damit gewinne ich keinen Beliebtheitswettbewerb und auch nicht den fürs 10.000-Watt-Lächeln (gibt eh nur unnötige Falten), aber mir geht's deutlich besser. Ansonsten, wenns mal nicht rund läuft und eine Erklärung angebracht ist, dann gebe ich höchstens zur Kenntnis, dass ich schlecht geschlafen oder Kopfschmerzen oder ein schreckliches Rauschen im Ohr habe und es möge mich doch bitte niemand auf meiner linken Seite zutexten.
****is Frau
286 Beiträge
Bin ich nun auch und finde es höchst interessant. Ich leide daher auch nicht...es ist natürlich,gehört zum Leben. Die Pubertät ist ähnlich. Mag sein die Minipille untrdrückt auch etwas und sonst hätte ich vlt.noch mehr Symptome. Ich habe momentan wieder laufend Hitzewallungen . Ist es laufend,nervt es schon . Und zur Wut neige ich ...heisst macht mich etwas wütend ,kann sich da schon ziemlich,steigern.😄.
Ich rede da völlig offen drüber ...poste darüber auch bei FB..Es gehört halt zum Leben. Habe es auch in meinem Profil erwähnt ...denn es ist ja ein Teil von mir .
Mit meinen Ex auch ganz normal darüber geredet....da begannen die ersten Hitzewallungen.
Ich verstehe auch nicht wirklich ,das man darüber nicht reden mag ...es ist natürlich,wie essen!
**********essin Frau
2.423 Beiträge
Zitat von ********brav:
@*********Seil und wieder andere gehen selbständig, selbst-bewusst hindurch ;)

Und wenn man sich Hilfe sucht, ist man weniger selbständig oder selbstbewusst?
****020 Frau
2.922 Beiträge
Ich habe die Hormonspirale drin und merke deshalb nichts mit ausbleibender Regel. Ich war lange von Symptomen verschont. Bisschen trockenere Schleimhäute, nachts schwitzen, Gelenkschmerzen usw.
Bis dann auf einmal mit Wucht Schlafstörungen kamen, die so massiv waren, dass ich nach durchprobieren von pflanzlichen Sachen HET verschrieben lassen hab
Ich rede darüber, aber nur im passenden Rahmen. Ich draenge es nicht auf, aber totschweigen? Nein. Meine Freundinnen ebenfalls. Einige machen HET, weil sie nicht mehr leistungsfähig waren, kein Schlaf und keine Konzentration mehr möglich war.
Ich finde auch dass immer mehr darüber gesprochen wird. Aber eher so wie über Depressionen. Wer es nie erlebt hat, weiss zwar dass es existiert und bezweifelt es nicht, aber es besteht viel Unsicherheit. Ich begrüße alle und alles, dass das Thema mehr in die Öffentlichkeit bringt.
******iya Frau
98 Beiträge
Wenn früher Frauen über ihre Wechseljahre sprachen, verdrehte ich innerlich die Augen. Heute bin ich so dankbar für diese Zeit auch wenn ich womöglich noch am Anfang stehe. Denn ich liebe diese Zeit des Wandels und neu Wahrnehmens, des neu Gestaltens, meine Sexualität ist intensiver.
Ein Verständnis erwarte ich nicht. Ich habe mich informiert und mache es weiterhin. Und ich spreche mit meine Klientinnen darüber. Denn diese Zeit ist sooo wertvoll. Wir können uns selbst neu begegnen.

Ich gönne mir viel mehr Pausen und kommuniziere sie auch mit größter Selbstverständlichkeit. Und ich denke, wir Frauen brauchen erst einmal ein großes Verständnis und selbst Gegenüber. Wir können jetzt noch wahrhaftiger sein. Unser Körper verlangt es. Wir können Verständnis anderen Frauen gegenüber bringen und einfach anerkennen, dass jede Frau ihre goldenen Jahre anders erlebt. Genauso wie jede Frau Menstruation, Schwangerschaft und Geburt anders erlebt. Wir sind so wundervoll einzigartig.
Ich glaube zutiefst, wenn wir das selbst anerkennen und auch nach außen vertreten, lernt es auch unser Umfeld.
Wir brauchen lediglich ein neues Bewusstssein dafür. Alle.

Auf meiner Profilseite unter Aktuelles habe ich einen Podcast verlinkt, in dem ich kürzlich über die Wechseljahre in sexy gesprochen habe. Nicht aus medizinischer Sicht, eher wie unser Bewusstsein unser Wohlbefinden fördern kann.
****ina Frau
14 Beiträge
Themenersteller 
Ich durfte das nicht in den Eingangspost reinschreiben, aber es war tatsächlich der Auslöser dafür, dass ich die Erfahrungen anderer Frauen hören wollte. Ich war auf Social Media, und vielleicht ist der Algorithmus schuld – mir wurde ein Post angezeigt, ob in der Medizin zu den Wechseljahren mehr geforscht werden soll. Ich war natürlich neugierig, wie die Kommentare dazu sind – und leider war nicht alles positiv. Eines der Kommentare lautete: „…wer vorher schon Stinktier vom Charakter war…“. Da habe ich mich selbst reflektiert – und ja, ich fühle mich letzte Zeit sehr oft so, als wäre ich soweit, mit den Wikingern loszuziehen, um zu brandschatzen und niederzuknüppeln. Vor allem niederzuknüppeln. Nicht, weil ich vor den Wechseljahren leicht entflammbar war – ich war immer „leben und leben lassen“. Jetzt lasse ich mich sehr leicht provozieren durch Rücksichtslosigkeit oder fehlenden Respekt gegenüber anderen Menschen. Kommt das, weil ich nicht mehr weiß, wie „ausschlafen“ oder „durchschlafen“ ist? Oder ist meine Haut einfach dünner geworden – oder womöglich beides?

Ich sehe die Frauen ab einem gewissen Alter mit anderen Augen – jetzt, wo ich selbst davon betroffen bin. Nicht jede ist „verbittert“ – womöglich fehlt ihr einfach nur Schlaf. Womöglich sind die Wechseljahre sehr schlimm. Ich möchte teilweise gar nicht zur Arbeit, weil ich körperlich und mental ausgelaugt bin. Darf ich das meiner Chefin sagen? Darf ich meinen Kollegen sagen, dass ich gerade nichts will außer einer Umarmung? Bin ich ein Weichei?

Die Kolleginnen, die in den Wechseljahren sind, sprechen eher nüchtern darüber und geben mir den Eindruck, dass sie viel stärker sind. Wir haben ein gutes Verhältnis – sie empfehlen mir auch viel und haben ein offenes Ohr, wenn ich mich beklage. Ich wünsche mir dennoch, dass die Stimmen der Frauen in den Wechseljahren lauter werden – und ernst genommen werden. Dass man als weibliche Person nicht erst in den Wechseljahren alles darüber erfährt, sondern schon Jahre davor. Hat meine Mutter mit mir darüber gesprochen? Nope. Warum? Weil ihre Generation nicht mal die Töchter aufgeklärt hat, was Sex angeht.
**********essin Frau
2.423 Beiträge
Nun, zuerst mal .. ALLE unsere Empfindungen werden durch Hormone gesteuert. Ist einem das erstmal bewusst, stehen all die negativen Eigenschaften, die man Frauen in den Wechseljahren so zuschreibt, in einem ganz anderen Licht da. Denn es lassen ja auch z.B. die Hormone nach, die uns ein Leben lang zu "Umsorgerinnen" gemacht haben, zu harmonischen, liebevollen, das Wohl der Anderen über das eigene stellenden Betreuerinnen.
Das, gepaart mit Schlafmangel, daraus resultierende Erschöpfung, Depressionen usw. ... wie soll man da noch ausgeglichen sein?

Ja, es gibt Frauen, die leiden weniger darunter, manche gar nicht, aber andere eben SEHR.
Manche Frauen spielen das "Ich bin Wonderwoman, weil ich so superstark bin"-Game bist zum letzten Level durch - andere stehen dazu, dass ihnen einfach geht die Kraft ausgeht.

DU musst in deinen Schuhen laufen, niemand sonst. Also hast du jedes Recht dazu, das so zu machen, wie DU es für richtig hältst.
*****978 Frau
2.605 Beiträge
Auch ich habe mehr und mehr damit zu tun, dass Menschen um mich herum "rücksichtslos oder aber den Gegenüber nicht sehen wollen/können" sind. Ungerechtigkeit oder fehlende Sensibilität, Initiativlosigkeit und fehlendes Feingefühl bei den Gegenüber, machen mir heute wesentlich mehr zu schaffen.

* hier immer nur mit meinen Augen gesehen *

Aber natürlich; das hier Hormone verschwinden, die früher für das "Aushalten" zuständig waren, haben mir gerade wieder 2 oder 3 Einträge vor Augen geführt.

Wirklich Kraft und Energie habe ich ausschließlich auf Arbeit; danach ist meist erstmal Feierabend mit Energie. Ich brauche wesentlich mehr Pausen und liebe umso mehr MEINE Zeit ohne Menschen um mich herum.

Meine Gespräche mit Freundinnen drehen sich häufig um genau das Thema. Trotzdem philosophieren wir sehr, wie wir heute unser Leben leben im Vergleich zu unseren Eltern.
****cus Mann
34 Beiträge
Es gibt einen interessanten Parallelthread dazu:
Angst vor den Wechseljahren

Wie nett sich das Wort "Menopause" doch anhört.
Ich sag "Stimmungsschwankungshorrorjahre".

Wären Männer direkt betroffen, gäbe es dazu z.B. ne medizinische Spezialisierung und eine milliardenschwere Branche mit Hilfsmitteln.
Aber es betrifft ja "nur" die Frauen.
Ich wünsch euch alles Gute.
****iM Frau
23 Beiträge
Ich wills jetzt garnicht nur auf die Wechseljahre beziehen, aber ich befinde mich in meinem bislang schwierigsten Lebensjahrzehnt. Da zerren drei Generationen an mir: Eltern, mittlerweile pflegebedürftig, Kinder, die noch nicht wirklich flügge sind und Kinder, die bereits Enkel beschert haben und da natürlich auch auf tatkräftige Unterstützung hoffen. Ganz nebenbei hat man noch einen Job, einen Haushalt und einen Mann - das bedürftigste Kind.
Da kann einem schon mal die Puste ausgehen. Ich habe mal gehört, in den 60ern solls besser werden. *fernglas*
*******nge Mann
276 Beiträge
Europa ist nach Nordamerika der zweitgrößte Markt für Menopause-Lösungen. Mit jährlich steigenden Margen. Insbesondere in Deutschland. Da tut sich also etwas. Die aggregierten Ausgaben für die medizinische Versorgung männlicher Altersleiden sind tatsächlich massiv höher als die derzeitige Budgetierung für die Menopause-Versorgung. In der Tat ist es richtig, dass weibliche Beschwerden in den Wechseljahren gar nicht erst ernstgenommen oder sogar psychologisiert, wenn nicht sogar als typische weibliche Hysterie abgetan werden. Das hat eine lange gesellschaftliche, medizinische und männliche Tradition. Frauen in der Menophase bekommen häufiger Antidepressiva verordnet, obwohl die Ursache oft ein Östrogenabsinken ist. Die Folge, wenn Arzt und Mann nicht weiter weiß, landet Frau in der Nervlich-Überlastet-Schublade. Dennoch gibt es hervorragende männliche gynäkologische Endokrinologen, die Vorreiter in der Menopause-Forschung sind, und Ärztinnen, die das Thema ebenso als nichtig abtun.
*********lbunt Frau
9.726 Beiträge
Die Wechseljahre sind nicht das Ende von etwas - ok, von der Fruchtbarkeit, das schon. Aber die kann man jenseits der 40 meist eh nicht mehr gebrauchen, als drauf gepfiffen.
Sie sind nach meiner Auffassung vielmehr der Übergang in ein freieres und selbstbestimmteres Leben, da das Weichspülerhormon zurückgeht und uns nicht mehr auf Anpassen eicht. *gg* Da wundert sich die Umgebung vielleicht - aber hey, ebefalls drauf gepfiffen.

Da, wo es gebraucht wird, um zB die Atrophie der Scheidenschleimhaut zu verhindern, kann man problemlos substituieren. Ebenso mit HET.

Und ich denke, wenn man den Wandel als positiv betrachtet, kann man all die issues besser wegstecken.
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